DD291005A5 - Knochenklammer zur osteosynthese - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Knochenklammer zur Osteosynthese, bestehend aus einer mit Abstand zum Knochen gehaltenen und die Knochenbruchstuecke uebergreifende Knochenplatte und aus in die Knochenbruchstuecke einschraubbare Knochenschrauben. Die Knochenschrauben sind mit einem ringfoermigen Bund, auf dem die Knochenplatte aufliegt, und mit einem Gewindestift versehen. Die Knochenplatte wird mittels eines Distanzstueckes auf den Knochenschrauben verspannt. Das Distanzstueck ist ein rotationssymmetrischer Koerper, der mit einem Innengewinde, das mit dem Gewindestift der Knochenschraube in Eingriff steht, und gegenueberliegend mit einer Auflageflaeche und einem Gewindestift versehen. Zur Stabilisierung der Knochenplatte insbesondere bei Frakturen der unteren Extremitaeten wird auf die Distanzstuecke eine weitere Knochenplatte aufgelegt, die mittels Muttern verspannt wird.{Osteosynthese; Knochenklammer; Abstand; Knochenplatte; Knochenschraube; Distanzstueck; Mutter; ringfoermiger Bund; Gewindestift; Stabilisierung; untere Extremitaeten}
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Knochenklammer zur Osteosynthese, bestehend aus einer mit Abstand zum Knochen gehaltenen und die Knochenbruchstücke übergreifendo Knochenplatte mit einer Reihe von Löchern, aus Knochenschrauben mit einem quadratischen Bund und einem Gewindeansatz sowie aus Muttern, die zur Knochenplatte zu abgerundet und gegenüberliegend mit einem Vierkant versehen sind.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Zum Fixieren von Bruchstücken einer Knochenfraktur werden selbstanpressende Knochenplatten mit einer hohen Axial- und Biegesteifigkeit eingesetzt, die mit Knochenschrauben am Knochen befestigt werden. Diese Form der Knochenbruchheilung weist eine Reihe von Vorteilen auf. Dem steht jodoch gegenüber, daß durch die Anpreß- und Druckkräfte die Knochenrinde geschwächt und die Knochenhaut beschädigt wird. Weiterhin wurde eine ungenügende Mineralisierung der Knochenrinde unter der Knochenplatte beobachtet. Die Heilung des Knochens und damit verbunden die bessere Festigkeit und gesteigerte Knochensubstanz begann erst nach Entfernung der festen Knochenplatte. Diese Nachteile wurden gemäß DE-OS 3118344 mit einer verträglichen Osteosyntheseplatte versucht zl* beseitigen, die nicht nur ausreichend fest ist, um eine Festlegung des Knochens im frühen Heilungsstadium des Bruches zu schaffen, sondern die ebonfalls nicht so fest ist, daß eine Verschlechterung des Knochens im darauffolgenden Heilungsstadium auftritt. Die Knochenplatte ist als Hohlkörper ausgebildet und in die metallfreien Zonen ist ein biologisch inertes polymeres Material eingebracht, das ein Einwachsen des Knochens verhindert. Nach der CH-PS 668174 ist eine osteosynthetische Druckplatte bekannt, die ein sich mit zunehmendem Abstand vom Knochen erweiterndes Querschnittsprofil aufweist. Dadurch entsteht eine reduzierte Knochenapplikationsfläche bei Beibehaltung der Steifigkeit der Druckplatte, so daß ein geringerer Teil der Knochenoberfläche überdacht wird und eine verbesserte Durchblutung des Knochons möglich ist.
Beide Lösungen weisen eine aufwendige Fertigung auf und der Kontakt zwischen Knochenoberfläche und Knochenplatte ist nach wie vor, wenn auch in eingeschränktem Maße, vorhanden.
In der PL-PS 145631 und der DD-PS 258361 ist eine Knochenklammer, bostehond aus einer Knochenpla«te und Knochenschrauben, dargestellt. Die Knochenschrauben mit Knochengewinde besitzen statt des Schraubenkopfes einen Bund, der als Vierkant ausgebildet ist, sowie einen Gewindeansatz. Die Knochenschrauben werden mittels eines Vierkantschlüssels soweit in die Knochenbruchstücke eingebracht, daß der Bund zur Knochenhaut einen Abstand aufweist. Dabei müssen jedoch die Bunde so ausgerichtet werden, daß sie beim Auflegen der Knochenplatte, die auf ihrer dem Knochen zugewandten Seite mit einer Rinne versehen ist, in diese eingroifen. Die Knochenplatte wird durch Muttern, die auf die Gowindeansätze aufgeschraubt werden, befestigt. Auf Grund der Gestaltung des Bundes ist eine Verstellung nur in vier Stufen pro Umdrehung möglich. Da Knocnenschrauben eine große Steigung besitzen, ist es kaum gewährleistet, die Bunde in eine Ebene zu bringen. Beim Befestigen der Knochenplatte treten deshalb Spannungen auf, die den Sitz dor Schrauben im Knochen zusätzlich belasten. Zum anderen ist insbesondere bei der Behandlung von Frakturen der unteren Extremitäten die Stabilität der Knochenplatten in den üblichen Abmessungen nicht ausreichend.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, eine Osteosynthesevorrichtung zu schaffen, die eine optimale Heilung eines Knochenbruches bewirkt.
-2- 291005 Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Knochenklammer sowohl für die interne als auch die externe Osteosynthese zu entwickeln, bei der die Knochenplatte mit Abstand zur Knochenoberfläche angeordnet ist, wobei eine ausreichende axiale Steifigkeit der Knochenplatte während des frühen Heilun(tsstadiums und ein spannungsfreies Einbringen der Knochenschrauben zu gewährleisten ist. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß im Abstand zur ersten Knochenplatte mittels Distanzstücken eine oder mehrere Knochenplatten angeordne* sind. Dabei sind die Distanzstücke mit einem Innengewinde, das mit dem Gewindeansatz der Knochenschraube in Eingriff steht, sowie gegenüberliegend mit einer Auflagefläche und ebenfalls mit einem Gewindoansatz versehen. Bevorzugt weisen die Knochenschrauben einen ringförmigen Bund auf. Weiterhin sind die Knochonschrauben unterhalb ihres Bundes, die Distanzstücke und die Muttern, die auf die Gewindeansätze aufschraubbar sind, mit einem Mehrkant, insbesondere einem Sechskant, versehen, die die gleichen Abmessungen aufweisen. Insbesondere bei Frakturen der unteren Extremitäten werden die Knochenbruchstücke mittels einer ersten Knochenplatte mit den entsprechenden Längenabmessungen festgelegt, wobei zuerst die Knochenschrauben eingebracht und mit ihren Bunden ausgerichtet werden. Auf diese wird die Knochenplatte aufgelegt und mit den Distanzstücken, die auf die Gewindeansätze aufgeschraubt werden, verspannt. Zur Stabilisierung wird nunmehr auf die Distanzstücke eine weitere Knochenplatte, die in ihren Längenabmessungen von der ersten Knochenplatte abweichen kann, aufgelegt und durch Muttern, die auf die Gewindeansätze der Distanzstücke aufgeschraubt werden, verspannt. Ee ist jedoch auch möglich, einen Teil der Knochenschrauben an der ersten Knochenplatte mittels der Muttern zu befestigen.
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles mit einer dazugehörigen Zeichnung näher erläutert werden,
Die Knochenklammer besteht aus einer Knochenplatte 1 mit einer Reihe von ovalen konischen Löchern 2 und einer auf der dem Knochen zugewandten Seite angeordneten Rinne 3. An dieser werden die Knochenbruchstücke mittels Knochenschrauben 4 mit Abstand zur Knochonoborflächo fixiert. Die Knochenschraube 4 weist statt eines Schraubenkopfes einen ringförmigen Bund 5 und einen Gewindeansatz 6 auf. Unterhalb des Bundes 5, der die Funktion der Auflage der Knochenplatte 1 übernimmt, ist ein Mehrkant 7 zum Eindrehen der Knochenschraube 4 angeordnet. Die Befestigung der Knochenplatte 1 an den Knochenschrauben 4 erfolgt mittels Distanzstücken 8. Das Distanzstück θ ist ein rotationssymmetrischer Körper, dessen der Knochenplatte 1 zugewandtes Ende die Form eines Schraubenkopfes einer Knochenschraube aufweist sowie mit einem Innengewinde 9, das mit dem Gewindeansatz 6 in Eingriff steht, versehen ist. Die gegenüberliegende Seite ist als Auflagefläche 10 ausgebildet, auf der ein Gewindeansatz 11 angeordnet ist, der die gleichen Abmessungen wie der Gewindeansatz 6 besitzt. Unterhalb des Gewindeansatzes 11 entspricht der Durchmesser des Distanzstückes 8 dem des Bundes 5 der Knochenschraube) 4. Weiterhin weist das Pistanzstück 8 einen Mehrkant 12 zum Anziehen auf. Auf die Gewindeanaätze 11 wird eine zweite Knochenplatte 1? aufgesetzt, die dio gleiche Gestaltung wie die Knochenplatte 1 aufweist. Dio Knochenplatte 13 wird auf den Distanzstücken 8 mittels einer Mutter 14 befestigt, deren der Knochenplatte 13 zugewandte Seite die Form eines Schraubenkopfes einer Knochenschraube besitzt und deren andere, aus der Knochenplatte herausragende Seite einen Mehrkant aufweist. In bevorzugter Ausführung sind der Mehrkant 7 der Knochenschraube 4, der Mehrkant 12 des Distanzstückes 8 und der Mehrkant der Mutter 14 als Sechskant ausgebildet und weisen die gleichen Abmessungen auf. Der Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, daß bei der Behandlung von Frakturen, insbesondere der unteren Extremitäten während des frühen Heilungsstadiums, die Knochenklammer eine ausreichend hohe Steifigkeit aufweist. Während des späteren Heilungsstadiums besteht die Möglichkeit eines einfachen teilweisen Abbaus der Knochenklammer, um eine relative Beweglichkeit der Bruchstelle zu erhalten. Die Knochenklammer ist in ihren Einzelteilen einfach herstellbar und im Anwendungsfall unkompliziert zu handhaben.
Claims (3)
1. Knochenklammer zur Osteosynthese, bestehend aus einer mit Abstand zum Knochen gehaltenen und die Knochenbruchstücke übergreifende Knochenplatte mit einer Reihe von Löchern, aus Knochenschrauben mit einem quadratischen Bund und einem Gewindeansatz sowie aus Muttern, die zur Knochenplatte zu abgerundet und gegenüberliegend mit einem Vierkant vorsehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß im Abstand zur Knochenplatte (1) mittels Distanzstücken (8) eine oder mehrere Knochenplatten (12) ^ngeo^dnet sind und daß die Distanzstücke (8) mit einem Innengewinde (9), das in Eingriff mit dem Gewindeansatz (6) der Knochenschraube (4) bringbar ist, sowie gegenüberliegend mit einer Auflagefläche (10) und einem Gewindeansatz (11) versehen ist.
2. Knochenklammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Knochenschraube (4) einen ringförmigen Bund (5) aufweist.
3. Knochenklammer nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Knochenschraube (4) unterhalb des Bundes (5), das Distanzstück (8) und die Mutter (14) mit einem Mehrkant (7,12), insbesondere einem Sechskant, mit gleichen Abmessungen versehen sind.
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