DE1914111B2 - Verfahren und vorrichtung zum entfernen von anbackungen von zu brennendem oder zu sinterndem rohmaterial - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum entfernen von anbackungen von zu brennendem oder zu sinterndem rohmaterialInfo
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Description
16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet, daß ein ventilgesteuerter Speisetrichter (26; 50) für das Beschießungsmaterial
an jeder von einer Anzahl öffnungen (22), die rund um die Oberseite des Zyklon;, (38) oder die Wand des
Rohres (39) vorgesehen sind, angebracht ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet daß ein ringförmiger Schlitz (22)
rund um die Ob.rseite des Zyklons angebracht und mit einem Ring (23) abgedeckt ist, welcher um die
senkrechte Achse des Zyklons drehbar und mit einer öffnung versehen ist, durch welche Beschießungsmaterial in den Zyklon über den Schlitz (22)
gelangen kann und wobei ein Speisetrichter (26) für das Beschießungsmaterial oberhalb der Öffnung in
einer mit dem Ring (23) drehbarer Weise befestigt ist.
Die Erfindung betrifft zum einen ein Verfahren gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 und zum anderen
eine Vorrichtung gemäß Oberbegriff des Anspruchs 8.
In der Zementindustrie und in verwandten Industriezweigen werden in einem Drehofen zu brennende oder
zu sinternde granulierte Rohmaterialien gewöhnlicherweise, bevor sie in den Drehofen eintreten, durch
Berührung mit heißen Gasen in einem Suspensionsvorwärmer vorgewärmt Dieser kann aus einer Reihe
von Zyklonen bestehen, die miteinander und mit dem Drehofen über Rohre verbunden sind, wobei die heißen
Gase aufwärts durch jeden Zyklon in den nächsten strömen und dabei das Gut aufwärts in Suspension
durch ein Steigrohr in jeden Zyklon tragen, wobei schließlich das Gut von demjenigen Zyklon aus in den
Drehofen eintritt, der von den heißen Gasen zuerst durchströmt wird. Ein Suspensionsvorwärmer kann
aber auch aus einem so konstruierten Schacht bestehen, daß sich mindestens ein Teil des Gutes, das dem Schacht
oben zugeführt wird, gegen die aufsteigenden heißen Gase als Folge dessen nach unten bewegt, daß es durch
die zirkulierenden Gasströme in dem Schacht oder in den Kammern oder Abschnitten, in die der Schacht
unterteilt ist, in Ansammlungen oder dichte Wolken überführt wird.
Im Rahmen der Suspensionsvorwärmung wurde oft S festgestellt, daß das Rohmaterial zum Anbacken an den
den Weg der heißen Gase begrenzenden Flächen in Suspensionsvorwärmer neigt, dies insbesondere, wenn
die Gase Aikalidämpfe und Chloride, normalerweise von Alkalimetalle«, enthalten. Die entstehenden Anbakkungen
können sich dabei aufbauen, bis sie die Ursache für echte Betriebsstörungen bilden. Es können sich aber
auch mindestens einige Anbackungen von den Flächen, an denen sie sich bilden, lösen, nach unten bewegen und
so mindestens teilweise diejenigen Teile versperren, in die sie gelangen. Dies verursacht wiederum ebenfalls
Betriebsstörungen. Aufgabe der Erfindung ist es nun, diese Schwierigkeiten zu überwinden.
Aus der DTPS 5 66 573 ist bereits eine Drehofenanlage mit unmittelbar vorgeschalteter Vorwärmkammer
bekannt, durch die die heißen Ofenabgase hindurchgeleitet werden, um dabei das Rohmaterial vor dessen
Einführung in den Ofen vorzubrennen bzw. vorzuwärmen. Dabei können gleichzeitig ergänzend umlaufende
Schaber, Ketten oder ähnliche Reinigungsvorrichtungen vorgesehen sein, um etwa auftretende Anbtckungen
an den Kammerwänden zu verhindern oder zu beseitigen. Eine solche zusätzliche Maßnahme macht
jedoch einen verhältnismäßig komplizierten und auch störanfälligen apparativen Zusatzaufwand erforderlich,
der zwar sicherlich in gewisser Weise die Störanfälligkeit der Gesamtanlage durch Anbackungen verbessert,
andererseits die Störanfälligkeit der Gesamtanlage jedoch infolge der der Zusatzeinrichtung eigenen
Störanfälligkeit wieder erhöht, so daß insgesamt wohl kaum eine verbesserte Störanfälligkeit feststellbar ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das Verfahren und die Vorrichtung der
jeweils eingangs angegebenen Gattung derart auszubilden, daß die Bildung von Anbackungen möglichst
weitgehend verhindert wird und/oder bereits aufgetretene Anbackungen beseitigt werden, und zwar durch
solche Maßnahmen, die ihrerseits praktisch nicht störanfällig sind, so daß die Gesamtbetriebssicherheit
verbessert und die Gesamtstöranfälligkeit gesenkt wird.
Unter Anbackungen werden im Rahmen der der vorliegenden Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe
nicht nur »unmittelbare« Anbackungen an Wänden verstanden, sondern auch auf solche Anbackungen oder
anderweitige Klumpenbildung zurückgehende Agglomerate,
die sich nach einer gegebenenfalls zu beobachtenden Loslösung von den Wänden nach unten
bewegen, dort ansammeln und so bestimmte Vorrichtungsteile bzw. -abschnitte versperren.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird in verfahrenstechnischer Hinsicht durch die im Kennzeichenteil
des Anspruchs 1 und in vorrichtungstechnischer Hinsicht durch die im Kennzeichenteil des Anspruchs 8
angegebenen Maßnahmen gelöst.
Somit erfolgt also die Lösung und Zerstörung der den Betrieb einer entsprechenden Anlage gefährdenden
Anbackungen oder Klumpenbildung durch Beschüß; sofern das Beschießungsmaterial aus festen Teilchen
besteht, ist unter einem derartigen Beschüß auch das
Herabfallen großer Teilchen aus großer Höhe zu verstehen, da dieses mit einem »echten« Beschüß
gleichwertig ist In jedem Fall tritt durch den Beschul nur ein Abreiben, Lockern und Zerstören der
Anbackungen ein, sondern auch eine Kvhlung der Anbackungen mit der Folge der Erzeugung einer
Temperaturdifferenz in den Anbackungen, die ihrerseits zum Aufbau von Spannungen in den Anbackungen
führt, was das Ablösen und Zerstöreii der Anbackungen
unterstützt
Der Beschüß kann zwar kontinuierlich «rfolgen,
erfolgt jedoch vorzugsweise intermittierend. Das Ziel besteht selbstverständlich darin, entweder die Anbakkungen
abzulösen, bevor sie eine störende Größe erreichen können, oder wenn die Tendenz zur
Selbstlösung der Anbackungen besteht, diese aufzubrechen, bevor sie eine störende Verstopfung der Anlage
bewirken können.
Selbstverständlich können in jeder Anlage Mittel sowohl zum Abbrechen der sich aufbauenden Anbakkungen
als auch zum Zerschlagen bereits abgelöster Anbackungen vorgesehen werden, wie dies aus dem
Stand der Technik bekannt ist; dies wird jedoch deshalb nicht für wünschenswert erachtet, weil hierdurch die
Anlage in ihrem Aufbau komplizierter gestaltet würde und hiermit eine weitere Störanfälligkeit einhergehen
würde.
Die Erfindung bezieht sich hauptsächlich auf Suspensionsvorwärmer für Zementrohmehl und ist insbesondere,
jedoch nicht ausschließlich, bei Zyklonvorwärmern anwendbar. Diese umfassen gewöhnlich mehrere
Abschnitte, z. B vier; und im allgemeinen besteht eine Neigung zum Anbacken nur in den heißesten Abschnitten,
das sind derjenige Zyklon, der als letzter von dem Rohmaterial passiert wird, die Rohre zwischen diesem
Zyklon und dem Drehofen und die übliche Staubkammer. Das ist die Kammer, in die die heißen Gase direkt
aus der Drehofeneinlaßöffnung eintreten und die für die vorliegenden Zwecke als Teil des Vorwärmers betrachtet
werden kann.
Das Beschießungsmaterial darf natürlich nicht auf das Brennen oder eine andere Behandlung im Drehofen
einwirken oder das Produkt zerstören. Bei Verwendung von Wasser wird dieses in dem normalen Vorwärmer
unmittelbar verdampft, so daß es niemals in den Drehofen eintritt. Es wurde in der Praxis festgestellt,
daß beim Brennen von Zement das beste Beschießungsmatenal aus Zementklinkerteilchen besteht. Wenn
Flächen, auf denen sich Anbackungen bilden, oder gelöste Anbackungen mit Zementklinker beschossen
werden sollen, sollte dessen Teilchengröße vorteilhafterweise bei 1 —1,5 mm liegen. Erfolgt der Beschüß
unter dem Einfluß der Schwerkraft, so sind größere Zementklinkerteilchen erforderlich; dabei sollten dann
Teilchen von 5-10 mm Größe verwendet werden. Klinker der gewünschten Größe können leicht durch
Siebverfahren erhalten werden.
Wenn mit festen Teilchen als Beschießungsmaterial gearbeitet wird, sollten in bevorzugter Weiterbildung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung Mittel zum individuellen Einführen des festen Beschießungsmaterials in
jede Leitung vorgesehen sein. Diese Mittel sind in vorteilhafter Weise nahe der Wand desjenigen Teils des
Vorwärmers angeordnet, in den das Beschießungsmaterial einzuführen ist. Diese Mittel können in vorteilhafter
Weise in einem Trichter und einem Dosierventil bestehen, das je nach den Erfordernissen kontinuierlich
oder intermittierend betätigt werden kann. Handelt es sich bei dem Beschießungsmaterial um Wasser, kann es
allen Rohren durch eine einzige Hauptleitung zugeführt werden, in der das Wasser unter Druck gehalten ist.
Als besonders vorteilhaft wurde die Ausstattung von
Düsen mit langgestreckten rechteckigen öffnungen festgestellt, so daß fächerförmige Strahlen erzeugbar
sind.
Bei Verwendung eines Zyklonvorwärmers als Vorwärmer können Mittel zur Abgabe festen Beschießungsmaterials
durch das Oberteil des Zyklons hindurch derart vorgesehen sein, daß sich das Material
an der Wand des Zyklons entlang nach unten bewegen kann. Andererseits können bei der Verwendung eines
Zyklonvorwärmers als Vorwärmer aber auch Mittel zur Abgabe festen Beschießungsmaterials durch die Wand
eines Rohres hindurch oberhalb eines Punktes vorgesehen sein, an welchem der Querschnitt des Rohres sich
nach oben zu verengen beginnt. Darüber hinaus sind aber auch beide Möglichkeiten der Anordnung der
Mittel zur Abgabe des festen Beschießungsmaterials realisierbar. In jedem Fall kann aber das Beschießungsmaterial, jedenfalls bei geeigneter Größe, auch unter
bloßer Einwirkung der Schwerkraft zur Erreichung des gleichen Zwecks fallengelassen werden. Des weiteren
kann ein ventilgesteuerter Speisetrichter for das Beschießungsmaterial an jeder von einer Anzahl
öffnungen angebracht sein, die rund um die Oberseite des Zyklons oder die Wand des Rohres vorgesehen sind;
im letztgenannten Fall insbesondere an demjenigen Punkt rund um das Rohr herum, wo dieses sich im
Querschnitt verengt Bei einer solchen Ausbildung besteht die Möglichkeit, daß sich das durch die
öffnungen eingeführte Beschießungsmaterial an der inneren Wandung des darunter liegenden Rohrteils
nach unten bewegen kann.
Es kann aber auch ein kreisförmiger Schlitz rund um die Oberseite des Zyklons vorgesehen und mit einem
Ring abgedeckt sein, der um die senkrechte Achse des Zyklons drehbar und mit einer öffnung versehen ist,
durch die Beschießungsmaterial in den Zyklon über den Schlitz gelangen kann und wobei ein Speisetrichter für
das Beschießungsmaterial oberhalb der öffnung in einer mit dem Ring drehbaren Weise befestigt isL
Wegen anderer zweckmäßiger Weiterbildungen sowohl des erfindungsgemäßen Verfahrens als auch der
erfindungsgemäßen Vorrichtung wird im übrigen auf die Unteransprüche verwiesen.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand beispielhafter Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
und unter Bezugnahme auf die Zeichnungen weiter ins einzelne gehend beschrieben; in den
Zeichnungen zeigt
Fig. 1 den untersten Abschnitt eines Zyklonvorwär
mers, der mit dem oberen Ende eines Drehofens verbunden und mit Mitteln zum Beschießen verschiedener Oberflächen versehen ist,
Fig.2 eine Einzelheit der Fig. 1 im vergrößerten
Maßstab,
Fig.3 den untersten Zyklon eines Zyklonvorwärmers, der mit Mitteln zur Einspeisung von Beschießungsmaterial unter Schwerkrafteinwirkung versehen ist,
Fig.4 die Einzelheit B der Fig.3 in vergrößertem
Maßstab,
F i g. 5 die Einspeisung von Beschießungsaterial in ein senkrechtes Rohr,
Fig.6 den Boden eines Zyklons, von dessen
Wandungen sich Anbackungen von selbst gelöst haben, zusammen mit Mitteln zum Zerschlagen dieser Anbakkungenund
Fig.7 andere Mittel zum Zerschlagen solcher
Anbackungen.
F i g. 1 zeigt das obere Ende eines Drehofens 1, dessen Einlaß mit einer Staubkammer 2 umgeben ist, die mit
einem Steigrohr 3 in Verbindung steht. Das Steigrohr 3 mündet tangential in einen Zyklon 4, von dessen
5 Oberteil eine mittlere Gasleitung 5 zum nächsten Abschnitt des Vorwärmers führt. Vorgewärmtes Rohmehl,
das vom Gas in einem nicht dargestellten Zyklon in diesem Abschnitt abgetrennt worden ist, fließt durch
eine Leitung 6 nach unten, tritt in das Steigrohr 3 ein und
ίο wird von den aus dem Drehofen kommenden heißen
Gasen mitgerissen, wodurch die Temperatur des Mehles weiter erhöht wird. Die Gase tragen das Rohmehl in den
Zyklon 4, der ein zylindrisches Teil 4a aufweist, das in ein konisches Teil Ab übergeht, das seinerseits mit einem
■ 5 zylindrischen Teil Ac verbunden ist, wobei das untere
Ende des Zyklons von einem konischen Teil Ad gebildet wird. In dem Zyklon 4 wird das vorgewärmte Rohmehl
abgetrennt, wobei es den Boden des Zyklons durch ein Fallrohr 7 über eine Regeleinrichtung 8 verläßt. Diese
ao Regeleinrichtung 8 stellt sicher, daß das Rohmehl durch das Fallrohr 7 nach unten gehen kann, indem sie
verhindert, daß Gas durch das Fallrohr 7 strömt. Das Fallrohr 7 mündet in ein geneigtes Rohr 9, über das das
vorgewärmte Rohmehl in den Drehofen 1 durch die
ij Staubkammer 2 hindurch eingeführt wird. Die Gase
verlassen den Zyklon durch die Leitung 5, um in den
Zyklon des nächsten Abschnittes einzutreten, wobei sie weiteres Rohmehl auf ihrem Weg mitreißen.
Eine Anbackneigung besteht, wenn die heißen Drehofengase Alkalidämpfe oder Chloride enthalten.
Diese Alkalidämpfe und Chloride kondensieren auf den von den Gasen mitgerissenen Staub- und Rohmehlteiichen,
wodurch die Oberflächen dieser Teilchen klebrig werden und einige Teilchen an den den Weg der Gase
begrenzenden Wänden ankleben. Die so an diesen Wänden gebildeten Anbackungen sind die Auflageflächen
für neue klebrige Partikel und so weiter. Die Flächen, die besonders der Bildung von Anbackungen
unterliegen, sind die Wände der Staubkammer 2, des Steigrohres 3 und des Zyklons 4. In einem Verfahren, bei
dem die Anbackungen zur Selbstlösung neigen, können diese gelösten Anbackungen die Verbindung zwischen
dem Teil Ad des Zyklons und dem Fallrohr 7 verstopfen. Für die weitere Beschreibung der F i g. 1 wird
angenommen, daß die durch die Bildung von Anbackungen hervorgerufenen Schwierigkeiten am besten durch
Beschüß der Oberflächen, an denen sich Anbackungen bilden, beseitigt werden können.
Eine der Vorrichtungen, um der Bildung von
Anbackungen entgegenzuwirken, ist in Fig.2 dargestellt,
wobei mit 10 ein Teil der Wand eines Steigrohres oder eines Zyklons bezeichnet ist Ein Rohr 11 geht
durch die Wand 10 hindurch und endet in einer Düse 12, welche gegen die Wand gerichtet ist Ähnliche Rohre 11 sind unter geeignetem Winkelabstand, z.B. von 90°,
rund um den Zyklon oder das Rohr vorgesehen und alle mit einer Ringleitung 13 verbunden, die den Zyklon oder
das Rohr umgibt und durch die Preßluft in die Leitungen 11 eingespeist wird. Festes Beschießungsmaterial wird
in jede Leitung 11 von einem in Fig.2 nicht
dargestellten Behälter 16 über ein Regelventil 15 eingeführt, als welches jedes geeignete Dosierventil
verwendet werden kann. Ringleitungsn, jede mit
radialen Rohren 11 und Düsen 12. sind bei 13s rund um
den Boden des Teiles 4a des Zyklons und bei 13f>
rund um den Boden des Teils 4c vorgesehen, wobei die Düsen nach abwärts gerichtet sind, um so die Flächen an den
oberen Enden der Teile 46 bzw. Ad zu beschießen.
Ringleitungen 13c und 13c/ sind auch rund um das
Steigrohr 3 angebracht, wobei die Düsen an den radialen über die Ringleitungen 13c und 13c/ gespeisten
Leitungen nach unten gerichtet sind. Um dem Anbacken an den gekrümmten Teilen des Steigrohres entgegenzuwirken,
ist eine einzige nach oben gerichtete Düse 12e vorgesehen. Schließlich ist noch eine einzige nach unten
gerichtete Düse \2f vorgesehen, um den geneigten Boden der Staubkammer 2 zu beschießen.
Die Anzahl der erforderlichen Düsen an jedem Punkt hängt zum größten Teil von der Anbackneigung ab. Wie
dargestellt, speisen die Ringleitungen 13a und 13c/ je
drei Düsen und die Ringleitungen 136 und 13c je vier Düsen. Um die Anzahl der Behälter 16 zu verringern,
können zwei Düsen 12 einen gemeinsamen Behälter 16 haben. Andererseits sollte jedoch die Entfernung
zwischen dem Behälter und der Düse kurz sein.
Das Beschießungsmaterial wird von den Gasen mitgerissen, von diesen im Zyklon oder in einem
höheren Abschnitt abgeschieden und schließlich dem Drehofen durch das Rohr 9 zugeführt.
Der in F i g. 1 dargestellte Zyklon ist von einer etwas unüblichen Gestalt. Bei dieser Gestalt besteht aber die
Möglichkeit zur besonders bequemen Befestigung der Düsen zum Freihalten des unteren Teiles des Zyklons
von Anbackungen.
In den F ι g. 3 und 4 ist der unterste Zyklon 4 eines
Zyklonvorwärmers dargestellt. Dieser Zyklon besteht nur aus einem oberen zylindrischen Teil 4a und einem
unteren konischen Teil Ab. Der Zyklon wird über ein Steigrohr 3 beschickt, und die Gase werden über eine
Leitung 5 abgegeben. Es wird angenommen, daß bei dem durchgeführten Verfahren die Anbackungen im
wesentlichen über die ganze innere Fläche des Zyklons gebildet werden.
Am Oberteil des Zyklons ist rund um die Leitung 5 eine ringförmige Schulter 33 und nahe an deren Rand
eine ringförmige Vertiefung 21 ausgebildet. Im Boden dieser Vertiefung ist ein Schlitz 22 vorgesehen, der mit
dem Inneren des Zyklons in Verbindung steht. Dieser Schlitz erstreckt sich über den ganzen Umfang des
Zyklons und ist nur an einigen Punkten durch nicht dargestellte Brücken unterbrochen, wodurch Verbindungen
zwischen dem mittleren Teil des Deckels und seinem äußeren Rand gebildet sind.
Ein Ring 23 mit einer einzigen öffnung, die das Ende
einer Leitung 24 aufnimmt, ist lose in die Vertiefung 21 eingelegt. Die Leitung 24, in der ein Dosierventil 25
angeordnet ist, steht mit einem ziemlich große Klinkerteilchen enthaltender Behälter 26 in Verbindung.
Der Behälter 26 wird von einem Rahmen 27 getragen, der so unterstützt und befestigt ist, daß er rund um die
Leitung 5 gedreht werden kann. Dieser Rahmen schließt zwei Ringe 28 und 29 ein, die mit Gleitflächen an dem
Rohr in Eingriff stehen, wobei der Ring 28 auf einem ringförmigen Flansch 32 ruht, der unbiegsam mit der
Leitung verbunden ist Ein an der Leitung befestigter Zahnkranz 30 steht mit einem Ritzel 31 in Eingriff, das
Ober ein Untersetzungsgetriebe 35 von einem Motor 34
angetrieben wird, der von dem Rahmen 27 getragen wird. Bei Drehung des Motors wird somit der Rahmen
langsam um die Leitung S gedreht, wobei der Behälter
26 und somit der Ring 23 von ihm mitgeschleppt werdea Im Verlauf der Drehung durchläuft die Leitung
24 den ganzen Schlitz 22, so daß Klinkerteilchen aus dem Behälter 26 sehr massiv und dicht entlang der
Innenwand des zylindrischen Zyklonteils 4a fallen und anschließend den konischen Teil Ab herunterrinnen.
wodurch die Wände beider Teile von Anbackungen freigehalten werden. Teilchen zwischen 5 und 10 mm
Größe sind so groß und schwer, daß sie von den im Zyklon zirkulierenden Gasen wenig beeinflußt werden.
Der einzige rotierende Behälter 26 kann durch mehrere feststehende Behälter, die einheitlich rund um
das Oberteil des Zyklons verteilt sind, ersetzt werden. In diesem Fall ist für jede von einem Behälter 26
kommende Leitung 24 eine öffnung im Oberteil des
ίο Zyklons vorgesehen. Jedoch ergibt diese Ausführungsform nicht den gleichen einheitlichen Beschüß von
Klinkerteilchen über den ganzen Umfang des Zyklons, wie er mit einem rotierenden Behälter erhalten wird.
Wenn sich Anbackungen an den Wänden eines vertikalen Steigrohres bilden, kann die in Fig.5 schaubildlich dargestellte Anordnung verwendet werden. Diese Figur zeigt ein Steigrohr 36, das über ein gekrümmtes Rohr 37 in einen Zyklon 38 mündet Das Steigrohr 36 besitzt einen größeren Durchmesser als das Rohr 37. Zwischen diesen Rohren ist ein konisch zulaufendes Verbindungsstück 39 vorgesehen. Zur Zuführung des Beschießungsmaterials münden senkrechte Rohre 40 in das Verbindungsstück 39. Die Rohre können in Düsen enden, wobei das Beschießungsmaterial unter Druck durch diese zum Beschüß der Wand des Rohres 36 abgegeben wird. Die Rohre können aber auch einfache Rohre sein, durch die das Beschießungsmaterial unter Schwerkrafteinwirkung herunterfällt.
In F i g. 6 ist der Boden eines Zyklons 41 dargestellt von dem eine konisch zulaufende Leitung 42 zu einem Feststoffabgaberohr 43 führt. Es wird angenommen, daß sich bei dem in der Anlage, von der der Zyklon 41 ein Teil ist, ausgeführten Verfahren Anbackungen an den Wänden des Zyklons bilden, diese Anbackungen sich von selbst lösen und nach unten fallen, wodurch sie eine Teilverstopfung, wie bei 44 gezeigt, bilden. Um diese Anbackungen zu zerbrechen, gehen in Düsen 46 endende Leitungen 45 in öffnungen 47 in der Basis des Zyklons 41 hinein. Jede Leitung 45 ist mit einer Hauptpreßluft-Ringleitung 48 sowie über eine Leitung 49 mit dem Boden eines Speisetrichters 50 für Klinker als Beschießungsmaterial verbunden. Der Durchfluß durch die Leitungen 45 und 49 wird über gekoppelte Ventile 51 bzw. 52 gesteuert.
Wenn sich Anbackungen an den Wänden eines vertikalen Steigrohres bilden, kann die in Fig.5 schaubildlich dargestellte Anordnung verwendet werden. Diese Figur zeigt ein Steigrohr 36, das über ein gekrümmtes Rohr 37 in einen Zyklon 38 mündet Das Steigrohr 36 besitzt einen größeren Durchmesser als das Rohr 37. Zwischen diesen Rohren ist ein konisch zulaufendes Verbindungsstück 39 vorgesehen. Zur Zuführung des Beschießungsmaterials münden senkrechte Rohre 40 in das Verbindungsstück 39. Die Rohre können in Düsen enden, wobei das Beschießungsmaterial unter Druck durch diese zum Beschüß der Wand des Rohres 36 abgegeben wird. Die Rohre können aber auch einfache Rohre sein, durch die das Beschießungsmaterial unter Schwerkrafteinwirkung herunterfällt.
In F i g. 6 ist der Boden eines Zyklons 41 dargestellt von dem eine konisch zulaufende Leitung 42 zu einem Feststoffabgaberohr 43 führt. Es wird angenommen, daß sich bei dem in der Anlage, von der der Zyklon 41 ein Teil ist, ausgeführten Verfahren Anbackungen an den Wänden des Zyklons bilden, diese Anbackungen sich von selbst lösen und nach unten fallen, wodurch sie eine Teilverstopfung, wie bei 44 gezeigt, bilden. Um diese Anbackungen zu zerbrechen, gehen in Düsen 46 endende Leitungen 45 in öffnungen 47 in der Basis des Zyklons 41 hinein. Jede Leitung 45 ist mit einer Hauptpreßluft-Ringleitung 48 sowie über eine Leitung 49 mit dem Boden eines Speisetrichters 50 für Klinker als Beschießungsmaterial verbunden. Der Durchfluß durch die Leitungen 45 und 49 wird über gekoppelte Ventile 51 bzw. 52 gesteuert.
F i g. 7 unterscheidet sich von F i g. 6 nur durch die nach oben gerichteten Leitungen 53, die in Düsen 54
enden, um das Beschießungsmaterial nach oben durch die Wand des Feststoffabgaberohres 43 abzugeben. Die
Abgabe des Beschießungsmaterials nach oben bietet
den Vorteil, daß die Anbackungen beim Zerbrechen angehoben werden, anstatt nach unten in die Mündung
des Feststoffabgaberohres 43 gedrückt zu werden.
Zur Verdeutlichung der Menge an erforderlichem Beschießungsmaterial und der Häufigkeit des Beschusses
werden noch Einzelheiten eines Verfahrens angegeben, bei dem sich Anbackungen bilden, von selbst
lösen und nach unten fallen, wie es in F i g. 6 dargestellt ist Der Zyklon 41 war der unterste Zyklon eine:
Zyklonvorwärmers. Er war von üblicher Konstruktion
So und bestand aus einem oberen zylindrischen Teil mil
einem Innendurchmesser von 5,2 m und einer Höhe vor 4JIm sowie einem unteren konischen Teil mit einei
Höhe von 53 m. Sechs Leitungen 45 waren gleichmäßig rund um den Boden des Zyklons verteilt Im Verlauf vor
6S 24 Stunden wurden etwa 800 kg Klinker durch die sech;
Düsen gepreßt von denen jede eine 10 mm lange um 4 mm breite rechteckige Auslaßöffnung hatte. Da:
Beschießen wurde zweimal pro Stunde durch jede Dfls<
über einen Zeitraum von je 10 Sekunden durchgeführt. Die Klinker hatten eine Teilchengröße zwischen 1 und
1,5 mm. Durch diese Maßnahme wurde die Leitung 42 wirkungsvoll von jeder störenden Verstopfung freigehalten.
Natürlich können vielerlei Abwandlungen vorgenommen werden. So ist es bei Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens nicht wichtig, spezielle Vorrichtungen vorzusehen. Beispielsweise können in
10
den Wänden des Vorwärmers geeignete öffnungen angebracht und durch Deckplatten verschlossen werden,
die leicht entfernt werden können, wenn Ablagerungen zu beschießen sind. Dann kann eine geeignete
Vorrichtung, die eine flexible Rohrleitung mit einer Düse einschließt, in eine Stellung gebracht werden, daß
die Düse in jede öffnung der Reihe nach eingeführt und die inneren Oberflächen mit Wasser oder festen
Teilchen beschossen werden können.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (15)
1. Verfahren zum Entfernen von Anbackungen von zu brennendem oder zu sinterndem ggf.
granuliertem Rohmaterial, das vor dem Eintritt in einen Drehrohrofen in Berührung mit heißen Gasen
in einem Suspensionsvorwärmer vorgewärmt wird, wobei sich Anbackungen an dessen Fischen bilden,
die dessen Gaswege begrenzen, durch Anwendung mechanischer Mittel während des Betriebes der
Anlage, dadurch gekennzeichnet, daß Anbackungen oder Klumpenbildung durch Beschüß
mit festen Teilchen oder lerstäubtem Wasser zerstört werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Beschießungsmaterial Rohmaterial- oder Fertigproduktteilchen verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Rahmen der Zementherstellung
als Beschießungsmaterial Zementklinkerteilchen verwendet werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Beschüß intermittierend
erfolgt
5 Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß bei der Verwendung von Zementklinker als Beschießungsmaterial solche
mit einer Teilchengröße von 1-13 mm verwendet
werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Teil der zur Beschießung verwendeten Zementklinker eine Größe von
5- 10 mm besitzt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Vorwärmen in Zyklonen und in in diese führenden Steigrohren
die Flächen des zuletzt von dem Material durchlaufenden Zyklons und des in diesen mündenden
Steigrohres beschossen werden.
8. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 7, mit einem Drehofen
zum Brennen oder Sintern von ggf. granuliertem Rohmaterial und einem die heißen Drehrohrofengase
und das Rohmaterial aufnehmenden Suspensionsvorwärmer, dadurch gekennzeichnet, daß in Düsen
(12; 12e. Uf, 46; 54) endende Rohre (11; 45; 53), die
mit einer Zuführung des Beschießungsmaterials verbunden sind, in öffnungen (22; 47) in den Wänden
des Vorwärmers einmünden oder durch diese hindurchgeführt sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung für Beschießungsmaterial
in einer Ringleitung (13, 13a, 136, 13g Ud; 48) besteht, die Wasser unter Druck enthält, und daß die
durch die Wände des Vorwärmers gehenden Leitungen (11; 40; 45; 53) mit dieser Ringleitung (13,
13a, 136,13c, 13t/; 48) in Verbindung stehen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (15, 16; 49, 50, 52) zum
individuellen Einführen eines festen Beschießungsmaterials in jede Leitung (11; 40; 45; 53) vorgesehen
sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mittel zur Einführung des festen Beschießungsmaterials in einem Behälter
oder Speisetrichter (16; 26; 50) und einem Dosierventil (15; 25; 52) bestehen.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen (12,12e,
i2f, 46, 54) zur Erzeugung fächerförmiger Strahlen langgestreckte rechteckige öffnungen besitzen.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorwärmer ein
Zyklonvorwärmer ist und daß die in Düsen (46; 54) endenden Leitungen (45; 53) auf die Verbindungen
des Bodens eines Zyklons (41) mit einem Feststoffabgaberohr (43) gerichtet sind, das sich von dem
Zyklon (41) nach unten erstreckt
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis
13, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorwärmer ein Zyklonvorwärmer ist und daß Mittel (21,22,23,24,
25,26,27,28,29,30,31,32,34,35) zur Abgabe festen
Beschießungsmaterials durch das Oberteil {4a) des Zyklons hindurch derart vorgesehen sind, daß sich
das Beschießungsmaterial an der Wand des Zyklons nach unten bewegen kann.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis ;4, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorwärmer ein
Zyklonvorwärmer (38) ist und daß Mittel (40) zur Abgabe festen Beschießungsmaterials durch die
Wand eines Rohres (39) hindurch oberhalb eines Punktes, an welchem der Querschnitt des Rohres
(39) sich nach oben zu verengen beginnt vorgesehen sind.
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|---|---|---|---|
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| DE1914111A1 DE1914111A1 (de) | 1969-10-02 |
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