DE1914111B2 - Verfahren und vorrichtung zum entfernen von anbackungen von zu brennendem oder zu sinterndem rohmaterial - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum entfernen von anbackungen von zu brennendem oder zu sinterndem rohmaterial

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DE1914111B2 DE19691914111 DE1914111A DE1914111B2 DE 1914111 B2 DE1914111 B2 DE 1914111B2 DE 19691914111 DE19691914111 DE 19691914111 DE 1914111 A DE1914111 A DE 1914111A DE 1914111 B2 DE1914111 B2 DE 1914111B2
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Description

16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß ein ventilgesteuerter Speisetrichter (26; 50) für das Beschießungsmaterial an jeder von einer Anzahl öffnungen (22), die rund um die Oberseite des Zyklon;, (38) oder die Wand des Rohres (39) vorgesehen sind, angebracht ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet daß ein ringförmiger Schlitz (22) rund um die Ob.rseite des Zyklons angebracht und mit einem Ring (23) abgedeckt ist, welcher um die senkrechte Achse des Zyklons drehbar und mit einer öffnung versehen ist, durch welche Beschießungsmaterial in den Zyklon über den Schlitz (22) gelangen kann und wobei ein Speisetrichter (26) für das Beschießungsmaterial oberhalb der Öffnung in einer mit dem Ring (23) drehbarer Weise befestigt ist.
Die Erfindung betrifft zum einen ein Verfahren gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 und zum anderen eine Vorrichtung gemäß Oberbegriff des Anspruchs 8.
In der Zementindustrie und in verwandten Industriezweigen werden in einem Drehofen zu brennende oder zu sinternde granulierte Rohmaterialien gewöhnlicherweise, bevor sie in den Drehofen eintreten, durch Berührung mit heißen Gasen in einem Suspensionsvorwärmer vorgewärmt Dieser kann aus einer Reihe von Zyklonen bestehen, die miteinander und mit dem Drehofen über Rohre verbunden sind, wobei die heißen Gase aufwärts durch jeden Zyklon in den nächsten strömen und dabei das Gut aufwärts in Suspension durch ein Steigrohr in jeden Zyklon tragen, wobei schließlich das Gut von demjenigen Zyklon aus in den Drehofen eintritt, der von den heißen Gasen zuerst durchströmt wird. Ein Suspensionsvorwärmer kann aber auch aus einem so konstruierten Schacht bestehen, daß sich mindestens ein Teil des Gutes, das dem Schacht oben zugeführt wird, gegen die aufsteigenden heißen Gase als Folge dessen nach unten bewegt, daß es durch
die zirkulierenden Gasströme in dem Schacht oder in den Kammern oder Abschnitten, in die der Schacht unterteilt ist, in Ansammlungen oder dichte Wolken überführt wird.
Im Rahmen der Suspensionsvorwärmung wurde oft S festgestellt, daß das Rohmaterial zum Anbacken an den den Weg der heißen Gase begrenzenden Flächen in Suspensionsvorwärmer neigt, dies insbesondere, wenn die Gase Aikalidämpfe und Chloride, normalerweise von Alkalimetalle«, enthalten. Die entstehenden Anbakkungen können sich dabei aufbauen, bis sie die Ursache für echte Betriebsstörungen bilden. Es können sich aber auch mindestens einige Anbackungen von den Flächen, an denen sie sich bilden, lösen, nach unten bewegen und so mindestens teilweise diejenigen Teile versperren, in die sie gelangen. Dies verursacht wiederum ebenfalls Betriebsstörungen. Aufgabe der Erfindung ist es nun, diese Schwierigkeiten zu überwinden.
Aus der DTPS 5 66 573 ist bereits eine Drehofenanlage mit unmittelbar vorgeschalteter Vorwärmkammer bekannt, durch die die heißen Ofenabgase hindurchgeleitet werden, um dabei das Rohmaterial vor dessen Einführung in den Ofen vorzubrennen bzw. vorzuwärmen. Dabei können gleichzeitig ergänzend umlaufende Schaber, Ketten oder ähnliche Reinigungsvorrichtungen vorgesehen sein, um etwa auftretende Anbtckungen an den Kammerwänden zu verhindern oder zu beseitigen. Eine solche zusätzliche Maßnahme macht jedoch einen verhältnismäßig komplizierten und auch störanfälligen apparativen Zusatzaufwand erforderlich, der zwar sicherlich in gewisser Weise die Störanfälligkeit der Gesamtanlage durch Anbackungen verbessert, andererseits die Störanfälligkeit der Gesamtanlage jedoch infolge der der Zusatzeinrichtung eigenen Störanfälligkeit wieder erhöht, so daß insgesamt wohl kaum eine verbesserte Störanfälligkeit feststellbar ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das Verfahren und die Vorrichtung der jeweils eingangs angegebenen Gattung derart auszubilden, daß die Bildung von Anbackungen möglichst weitgehend verhindert wird und/oder bereits aufgetretene Anbackungen beseitigt werden, und zwar durch solche Maßnahmen, die ihrerseits praktisch nicht störanfällig sind, so daß die Gesamtbetriebssicherheit verbessert und die Gesamtstöranfälligkeit gesenkt wird.
Unter Anbackungen werden im Rahmen der der vorliegenden Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe nicht nur »unmittelbare« Anbackungen an Wänden verstanden, sondern auch auf solche Anbackungen oder anderweitige Klumpenbildung zurückgehende Agglomerate, die sich nach einer gegebenenfalls zu beobachtenden Loslösung von den Wänden nach unten bewegen, dort ansammeln und so bestimmte Vorrichtungsteile bzw. -abschnitte versperren.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird in verfahrenstechnischer Hinsicht durch die im Kennzeichenteil des Anspruchs 1 und in vorrichtungstechnischer Hinsicht durch die im Kennzeichenteil des Anspruchs 8 angegebenen Maßnahmen gelöst.
Somit erfolgt also die Lösung und Zerstörung der den Betrieb einer entsprechenden Anlage gefährdenden Anbackungen oder Klumpenbildung durch Beschüß; sofern das Beschießungsmaterial aus festen Teilchen besteht, ist unter einem derartigen Beschüß auch das Herabfallen großer Teilchen aus großer Höhe zu verstehen, da dieses mit einem »echten« Beschüß gleichwertig ist In jedem Fall tritt durch den Beschul nur ein Abreiben, Lockern und Zerstören der Anbackungen ein, sondern auch eine Kvhlung der Anbackungen mit der Folge der Erzeugung einer Temperaturdifferenz in den Anbackungen, die ihrerseits zum Aufbau von Spannungen in den Anbackungen führt, was das Ablösen und Zerstöreii der Anbackungen unterstützt
Der Beschüß kann zwar kontinuierlich «rfolgen, erfolgt jedoch vorzugsweise intermittierend. Das Ziel besteht selbstverständlich darin, entweder die Anbakkungen abzulösen, bevor sie eine störende Größe erreichen können, oder wenn die Tendenz zur Selbstlösung der Anbackungen besteht, diese aufzubrechen, bevor sie eine störende Verstopfung der Anlage bewirken können.
Selbstverständlich können in jeder Anlage Mittel sowohl zum Abbrechen der sich aufbauenden Anbakkungen als auch zum Zerschlagen bereits abgelöster Anbackungen vorgesehen werden, wie dies aus dem Stand der Technik bekannt ist; dies wird jedoch deshalb nicht für wünschenswert erachtet, weil hierdurch die Anlage in ihrem Aufbau komplizierter gestaltet würde und hiermit eine weitere Störanfälligkeit einhergehen würde.
Die Erfindung bezieht sich hauptsächlich auf Suspensionsvorwärmer für Zementrohmehl und ist insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, bei Zyklonvorwärmern anwendbar. Diese umfassen gewöhnlich mehrere Abschnitte, z. B vier; und im allgemeinen besteht eine Neigung zum Anbacken nur in den heißesten Abschnitten, das sind derjenige Zyklon, der als letzter von dem Rohmaterial passiert wird, die Rohre zwischen diesem Zyklon und dem Drehofen und die übliche Staubkammer. Das ist die Kammer, in die die heißen Gase direkt aus der Drehofeneinlaßöffnung eintreten und die für die vorliegenden Zwecke als Teil des Vorwärmers betrachtet werden kann.
Das Beschießungsmaterial darf natürlich nicht auf das Brennen oder eine andere Behandlung im Drehofen einwirken oder das Produkt zerstören. Bei Verwendung von Wasser wird dieses in dem normalen Vorwärmer unmittelbar verdampft, so daß es niemals in den Drehofen eintritt. Es wurde in der Praxis festgestellt, daß beim Brennen von Zement das beste Beschießungsmatenal aus Zementklinkerteilchen besteht. Wenn Flächen, auf denen sich Anbackungen bilden, oder gelöste Anbackungen mit Zementklinker beschossen werden sollen, sollte dessen Teilchengröße vorteilhafterweise bei 1 —1,5 mm liegen. Erfolgt der Beschüß unter dem Einfluß der Schwerkraft, so sind größere Zementklinkerteilchen erforderlich; dabei sollten dann Teilchen von 5-10 mm Größe verwendet werden. Klinker der gewünschten Größe können leicht durch Siebverfahren erhalten werden.
Wenn mit festen Teilchen als Beschießungsmaterial gearbeitet wird, sollten in bevorzugter Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung Mittel zum individuellen Einführen des festen Beschießungsmaterials in jede Leitung vorgesehen sein. Diese Mittel sind in vorteilhafter Weise nahe der Wand desjenigen Teils des Vorwärmers angeordnet, in den das Beschießungsmaterial einzuführen ist. Diese Mittel können in vorteilhafter Weise in einem Trichter und einem Dosierventil bestehen, das je nach den Erfordernissen kontinuierlich oder intermittierend betätigt werden kann. Handelt es sich bei dem Beschießungsmaterial um Wasser, kann es allen Rohren durch eine einzige Hauptleitung zugeführt werden, in der das Wasser unter Druck gehalten ist.
Als besonders vorteilhaft wurde die Ausstattung von
Düsen mit langgestreckten rechteckigen öffnungen festgestellt, so daß fächerförmige Strahlen erzeugbar sind.
Bei Verwendung eines Zyklonvorwärmers als Vorwärmer können Mittel zur Abgabe festen Beschießungsmaterials durch das Oberteil des Zyklons hindurch derart vorgesehen sein, daß sich das Material an der Wand des Zyklons entlang nach unten bewegen kann. Andererseits können bei der Verwendung eines Zyklonvorwärmers als Vorwärmer aber auch Mittel zur Abgabe festen Beschießungsmaterials durch die Wand eines Rohres hindurch oberhalb eines Punktes vorgesehen sein, an welchem der Querschnitt des Rohres sich nach oben zu verengen beginnt. Darüber hinaus sind aber auch beide Möglichkeiten der Anordnung der Mittel zur Abgabe des festen Beschießungsmaterials realisierbar. In jedem Fall kann aber das Beschießungsmaterial, jedenfalls bei geeigneter Größe, auch unter bloßer Einwirkung der Schwerkraft zur Erreichung des gleichen Zwecks fallengelassen werden. Des weiteren kann ein ventilgesteuerter Speisetrichter for das Beschießungsmaterial an jeder von einer Anzahl öffnungen angebracht sein, die rund um die Oberseite des Zyklons oder die Wand des Rohres vorgesehen sind; im letztgenannten Fall insbesondere an demjenigen Punkt rund um das Rohr herum, wo dieses sich im Querschnitt verengt Bei einer solchen Ausbildung besteht die Möglichkeit, daß sich das durch die öffnungen eingeführte Beschießungsmaterial an der inneren Wandung des darunter liegenden Rohrteils nach unten bewegen kann.
Es kann aber auch ein kreisförmiger Schlitz rund um die Oberseite des Zyklons vorgesehen und mit einem Ring abgedeckt sein, der um die senkrechte Achse des Zyklons drehbar und mit einer öffnung versehen ist, durch die Beschießungsmaterial in den Zyklon über den Schlitz gelangen kann und wobei ein Speisetrichter für das Beschießungsmaterial oberhalb der öffnung in einer mit dem Ring drehbaren Weise befestigt isL
Wegen anderer zweckmäßiger Weiterbildungen sowohl des erfindungsgemäßen Verfahrens als auch der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird im übrigen auf die Unteransprüche verwiesen.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand beispielhafter Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung und unter Bezugnahme auf die Zeichnungen weiter ins einzelne gehend beschrieben; in den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 den untersten Abschnitt eines Zyklonvorwär mers, der mit dem oberen Ende eines Drehofens verbunden und mit Mitteln zum Beschießen verschiedener Oberflächen versehen ist,
Fig.2 eine Einzelheit der Fig. 1 im vergrößerten Maßstab,
Fig.3 den untersten Zyklon eines Zyklonvorwärmers, der mit Mitteln zur Einspeisung von Beschießungsmaterial unter Schwerkrafteinwirkung versehen ist,
Fig.4 die Einzelheit B der Fig.3 in vergrößertem Maßstab,
F i g. 5 die Einspeisung von Beschießungsaterial in ein senkrechtes Rohr,
Fig.6 den Boden eines Zyklons, von dessen Wandungen sich Anbackungen von selbst gelöst haben, zusammen mit Mitteln zum Zerschlagen dieser Anbakkungenund
Fig.7 andere Mittel zum Zerschlagen solcher Anbackungen.
F i g. 1 zeigt das obere Ende eines Drehofens 1, dessen Einlaß mit einer Staubkammer 2 umgeben ist, die mit einem Steigrohr 3 in Verbindung steht. Das Steigrohr 3 mündet tangential in einen Zyklon 4, von dessen
5 Oberteil eine mittlere Gasleitung 5 zum nächsten Abschnitt des Vorwärmers führt. Vorgewärmtes Rohmehl, das vom Gas in einem nicht dargestellten Zyklon in diesem Abschnitt abgetrennt worden ist, fließt durch eine Leitung 6 nach unten, tritt in das Steigrohr 3 ein und
ίο wird von den aus dem Drehofen kommenden heißen Gasen mitgerissen, wodurch die Temperatur des Mehles weiter erhöht wird. Die Gase tragen das Rohmehl in den Zyklon 4, der ein zylindrisches Teil 4a aufweist, das in ein konisches Teil Ab übergeht, das seinerseits mit einem
■ 5 zylindrischen Teil Ac verbunden ist, wobei das untere Ende des Zyklons von einem konischen Teil Ad gebildet wird. In dem Zyklon 4 wird das vorgewärmte Rohmehl abgetrennt, wobei es den Boden des Zyklons durch ein Fallrohr 7 über eine Regeleinrichtung 8 verläßt. Diese
ao Regeleinrichtung 8 stellt sicher, daß das Rohmehl durch das Fallrohr 7 nach unten gehen kann, indem sie verhindert, daß Gas durch das Fallrohr 7 strömt. Das Fallrohr 7 mündet in ein geneigtes Rohr 9, über das das vorgewärmte Rohmehl in den Drehofen 1 durch die
ij Staubkammer 2 hindurch eingeführt wird. Die Gase verlassen den Zyklon durch die Leitung 5, um in den
Zyklon des nächsten Abschnittes einzutreten, wobei sie weiteres Rohmehl auf ihrem Weg mitreißen.
Eine Anbackneigung besteht, wenn die heißen Drehofengase Alkalidämpfe oder Chloride enthalten. Diese Alkalidämpfe und Chloride kondensieren auf den von den Gasen mitgerissenen Staub- und Rohmehlteiichen, wodurch die Oberflächen dieser Teilchen klebrig werden und einige Teilchen an den den Weg der Gase
begrenzenden Wänden ankleben. Die so an diesen Wänden gebildeten Anbackungen sind die Auflageflächen für neue klebrige Partikel und so weiter. Die Flächen, die besonders der Bildung von Anbackungen unterliegen, sind die Wände der Staubkammer 2, des Steigrohres 3 und des Zyklons 4. In einem Verfahren, bei dem die Anbackungen zur Selbstlösung neigen, können diese gelösten Anbackungen die Verbindung zwischen dem Teil Ad des Zyklons und dem Fallrohr 7 verstopfen. Für die weitere Beschreibung der F i g. 1 wird angenommen, daß die durch die Bildung von Anbackungen hervorgerufenen Schwierigkeiten am besten durch Beschüß der Oberflächen, an denen sich Anbackungen bilden, beseitigt werden können.
Eine der Vorrichtungen, um der Bildung von
Anbackungen entgegenzuwirken, ist in Fig.2 dargestellt, wobei mit 10 ein Teil der Wand eines Steigrohres oder eines Zyklons bezeichnet ist Ein Rohr 11 geht durch die Wand 10 hindurch und endet in einer Düse 12, welche gegen die Wand gerichtet ist Ähnliche Rohre 11 sind unter geeignetem Winkelabstand, z.B. von 90°, rund um den Zyklon oder das Rohr vorgesehen und alle mit einer Ringleitung 13 verbunden, die den Zyklon oder das Rohr umgibt und durch die Preßluft in die Leitungen 11 eingespeist wird. Festes Beschießungsmaterial wird
in jede Leitung 11 von einem in Fig.2 nicht dargestellten Behälter 16 über ein Regelventil 15 eingeführt, als welches jedes geeignete Dosierventil verwendet werden kann. Ringleitungsn, jede mit radialen Rohren 11 und Düsen 12. sind bei 13s rund um den Boden des Teiles 4a des Zyklons und bei 13f> rund um den Boden des Teils 4c vorgesehen, wobei die Düsen nach abwärts gerichtet sind, um so die Flächen an den oberen Enden der Teile 46 bzw. Ad zu beschießen.
Ringleitungen 13c und 13c/ sind auch rund um das Steigrohr 3 angebracht, wobei die Düsen an den radialen über die Ringleitungen 13c und 13c/ gespeisten Leitungen nach unten gerichtet sind. Um dem Anbacken an den gekrümmten Teilen des Steigrohres entgegenzuwirken, ist eine einzige nach oben gerichtete Düse 12e vorgesehen. Schließlich ist noch eine einzige nach unten gerichtete Düse \2f vorgesehen, um den geneigten Boden der Staubkammer 2 zu beschießen.
Die Anzahl der erforderlichen Düsen an jedem Punkt hängt zum größten Teil von der Anbackneigung ab. Wie dargestellt, speisen die Ringleitungen 13a und 13c/ je drei Düsen und die Ringleitungen 136 und 13c je vier Düsen. Um die Anzahl der Behälter 16 zu verringern, können zwei Düsen 12 einen gemeinsamen Behälter 16 haben. Andererseits sollte jedoch die Entfernung zwischen dem Behälter und der Düse kurz sein.
Das Beschießungsmaterial wird von den Gasen mitgerissen, von diesen im Zyklon oder in einem höheren Abschnitt abgeschieden und schließlich dem Drehofen durch das Rohr 9 zugeführt.
Der in F i g. 1 dargestellte Zyklon ist von einer etwas unüblichen Gestalt. Bei dieser Gestalt besteht aber die Möglichkeit zur besonders bequemen Befestigung der Düsen zum Freihalten des unteren Teiles des Zyklons von Anbackungen.
In den F ι g. 3 und 4 ist der unterste Zyklon 4 eines Zyklonvorwärmers dargestellt. Dieser Zyklon besteht nur aus einem oberen zylindrischen Teil 4a und einem unteren konischen Teil Ab. Der Zyklon wird über ein Steigrohr 3 beschickt, und die Gase werden über eine Leitung 5 abgegeben. Es wird angenommen, daß bei dem durchgeführten Verfahren die Anbackungen im wesentlichen über die ganze innere Fläche des Zyklons gebildet werden.
Am Oberteil des Zyklons ist rund um die Leitung 5 eine ringförmige Schulter 33 und nahe an deren Rand eine ringförmige Vertiefung 21 ausgebildet. Im Boden dieser Vertiefung ist ein Schlitz 22 vorgesehen, der mit dem Inneren des Zyklons in Verbindung steht. Dieser Schlitz erstreckt sich über den ganzen Umfang des Zyklons und ist nur an einigen Punkten durch nicht dargestellte Brücken unterbrochen, wodurch Verbindungen zwischen dem mittleren Teil des Deckels und seinem äußeren Rand gebildet sind.
Ein Ring 23 mit einer einzigen öffnung, die das Ende einer Leitung 24 aufnimmt, ist lose in die Vertiefung 21 eingelegt. Die Leitung 24, in der ein Dosierventil 25 angeordnet ist, steht mit einem ziemlich große Klinkerteilchen enthaltender Behälter 26 in Verbindung. Der Behälter 26 wird von einem Rahmen 27 getragen, der so unterstützt und befestigt ist, daß er rund um die Leitung 5 gedreht werden kann. Dieser Rahmen schließt zwei Ringe 28 und 29 ein, die mit Gleitflächen an dem Rohr in Eingriff stehen, wobei der Ring 28 auf einem ringförmigen Flansch 32 ruht, der unbiegsam mit der Leitung verbunden ist Ein an der Leitung befestigter Zahnkranz 30 steht mit einem Ritzel 31 in Eingriff, das Ober ein Untersetzungsgetriebe 35 von einem Motor 34 angetrieben wird, der von dem Rahmen 27 getragen wird. Bei Drehung des Motors wird somit der Rahmen langsam um die Leitung S gedreht, wobei der Behälter 26 und somit der Ring 23 von ihm mitgeschleppt werdea Im Verlauf der Drehung durchläuft die Leitung 24 den ganzen Schlitz 22, so daß Klinkerteilchen aus dem Behälter 26 sehr massiv und dicht entlang der Innenwand des zylindrischen Zyklonteils 4a fallen und anschließend den konischen Teil Ab herunterrinnen.
wodurch die Wände beider Teile von Anbackungen freigehalten werden. Teilchen zwischen 5 und 10 mm Größe sind so groß und schwer, daß sie von den im Zyklon zirkulierenden Gasen wenig beeinflußt werden.
Der einzige rotierende Behälter 26 kann durch mehrere feststehende Behälter, die einheitlich rund um das Oberteil des Zyklons verteilt sind, ersetzt werden. In diesem Fall ist für jede von einem Behälter 26 kommende Leitung 24 eine öffnung im Oberteil des
ίο Zyklons vorgesehen. Jedoch ergibt diese Ausführungsform nicht den gleichen einheitlichen Beschüß von Klinkerteilchen über den ganzen Umfang des Zyklons, wie er mit einem rotierenden Behälter erhalten wird.
Wenn sich Anbackungen an den Wänden eines vertikalen Steigrohres bilden, kann die in Fig.5 schaubildlich dargestellte Anordnung verwendet werden. Diese Figur zeigt ein Steigrohr 36, das über ein gekrümmtes Rohr 37 in einen Zyklon 38 mündet Das Steigrohr 36 besitzt einen größeren Durchmesser als das Rohr 37. Zwischen diesen Rohren ist ein konisch zulaufendes Verbindungsstück 39 vorgesehen. Zur Zuführung des Beschießungsmaterials münden senkrechte Rohre 40 in das Verbindungsstück 39. Die Rohre können in Düsen enden, wobei das Beschießungsmaterial unter Druck durch diese zum Beschüß der Wand des Rohres 36 abgegeben wird. Die Rohre können aber auch einfache Rohre sein, durch die das Beschießungsmaterial unter Schwerkrafteinwirkung herunterfällt.
In F i g. 6 ist der Boden eines Zyklons 41 dargestellt von dem eine konisch zulaufende Leitung 42 zu einem Feststoffabgaberohr 43 führt. Es wird angenommen, daß sich bei dem in der Anlage, von der der Zyklon 41 ein Teil ist, ausgeführten Verfahren Anbackungen an den Wänden des Zyklons bilden, diese Anbackungen sich von selbst lösen und nach unten fallen, wodurch sie eine Teilverstopfung, wie bei 44 gezeigt, bilden. Um diese Anbackungen zu zerbrechen, gehen in Düsen 46 endende Leitungen 45 in öffnungen 47 in der Basis des Zyklons 41 hinein. Jede Leitung 45 ist mit einer Hauptpreßluft-Ringleitung 48 sowie über eine Leitung 49 mit dem Boden eines Speisetrichters 50 für Klinker als Beschießungsmaterial verbunden. Der Durchfluß durch die Leitungen 45 und 49 wird über gekoppelte Ventile 51 bzw. 52 gesteuert.
F i g. 7 unterscheidet sich von F i g. 6 nur durch die nach oben gerichteten Leitungen 53, die in Düsen 54 enden, um das Beschießungsmaterial nach oben durch die Wand des Feststoffabgaberohres 43 abzugeben. Die Abgabe des Beschießungsmaterials nach oben bietet
den Vorteil, daß die Anbackungen beim Zerbrechen angehoben werden, anstatt nach unten in die Mündung des Feststoffabgaberohres 43 gedrückt zu werden.
Zur Verdeutlichung der Menge an erforderlichem Beschießungsmaterial und der Häufigkeit des Beschusses werden noch Einzelheiten eines Verfahrens angegeben, bei dem sich Anbackungen bilden, von selbst lösen und nach unten fallen, wie es in F i g. 6 dargestellt ist Der Zyklon 41 war der unterste Zyklon eine: Zyklonvorwärmers. Er war von üblicher Konstruktion
So und bestand aus einem oberen zylindrischen Teil mil einem Innendurchmesser von 5,2 m und einer Höhe vor 4JIm sowie einem unteren konischen Teil mit einei Höhe von 53 m. Sechs Leitungen 45 waren gleichmäßig rund um den Boden des Zyklons verteilt Im Verlauf vor
6S 24 Stunden wurden etwa 800 kg Klinker durch die sech; Düsen gepreßt von denen jede eine 10 mm lange um 4 mm breite rechteckige Auslaßöffnung hatte. Da: Beschießen wurde zweimal pro Stunde durch jede Dfls<
über einen Zeitraum von je 10 Sekunden durchgeführt. Die Klinker hatten eine Teilchengröße zwischen 1 und 1,5 mm. Durch diese Maßnahme wurde die Leitung 42 wirkungsvoll von jeder störenden Verstopfung freigehalten.
Natürlich können vielerlei Abwandlungen vorgenommen werden. So ist es bei Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens nicht wichtig, spezielle Vorrichtungen vorzusehen. Beispielsweise können in
10
den Wänden des Vorwärmers geeignete öffnungen angebracht und durch Deckplatten verschlossen werden, die leicht entfernt werden können, wenn Ablagerungen zu beschießen sind. Dann kann eine geeignete Vorrichtung, die eine flexible Rohrleitung mit einer Düse einschließt, in eine Stellung gebracht werden, daß die Düse in jede öffnung der Reihe nach eingeführt und die inneren Oberflächen mit Wasser oder festen Teilchen beschossen werden können.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (15)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Entfernen von Anbackungen von zu brennendem oder zu sinterndem ggf. granuliertem Rohmaterial, das vor dem Eintritt in einen Drehrohrofen in Berührung mit heißen Gasen in einem Suspensionsvorwärmer vorgewärmt wird, wobei sich Anbackungen an dessen Fischen bilden, die dessen Gaswege begrenzen, durch Anwendung mechanischer Mittel während des Betriebes der Anlage, dadurch gekennzeichnet, daß Anbackungen oder Klumpenbildung durch Beschüß mit festen Teilchen oder lerstäubtem Wasser zerstört werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Beschießungsmaterial Rohmaterial- oder Fertigproduktteilchen verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Rahmen der Zementherstellung als Beschießungsmaterial Zementklinkerteilchen verwendet werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Beschüß intermittierend erfolgt
5 Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Verwendung von Zementklinker als Beschießungsmaterial solche mit einer Teilchengröße von 1-13 mm verwendet werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der zur Beschießung verwendeten Zementklinker eine Größe von 5- 10 mm besitzt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Vorwärmen in Zyklonen und in in diese führenden Steigrohren die Flächen des zuletzt von dem Material durchlaufenden Zyklons und des in diesen mündenden Steigrohres beschossen werden.
8. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 7, mit einem Drehofen zum Brennen oder Sintern von ggf. granuliertem Rohmaterial und einem die heißen Drehrohrofengase und das Rohmaterial aufnehmenden Suspensionsvorwärmer, dadurch gekennzeichnet, daß in Düsen (12; 12e. Uf, 46; 54) endende Rohre (11; 45; 53), die mit einer Zuführung des Beschießungsmaterials verbunden sind, in öffnungen (22; 47) in den Wänden des Vorwärmers einmünden oder durch diese hindurchgeführt sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung für Beschießungsmaterial in einer Ringleitung (13, 13a, 136, 13g Ud; 48) besteht, die Wasser unter Druck enthält, und daß die durch die Wände des Vorwärmers gehenden Leitungen (11; 40; 45; 53) mit dieser Ringleitung (13, 13a, 136,13c, 13t/; 48) in Verbindung stehen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (15, 16; 49, 50, 52) zum individuellen Einführen eines festen Beschießungsmaterials in jede Leitung (11; 40; 45; 53) vorgesehen sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Einführung des festen Beschießungsmaterials in einem Behälter oder Speisetrichter (16; 26; 50) und einem Dosierventil (15; 25; 52) bestehen.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen (12,12e, i2f, 46, 54) zur Erzeugung fächerförmiger Strahlen langgestreckte rechteckige öffnungen besitzen.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorwärmer ein Zyklonvorwärmer ist und daß die in Düsen (46; 54) endenden Leitungen (45; 53) auf die Verbindungen des Bodens eines Zyklons (41) mit einem Feststoffabgaberohr (43) gerichtet sind, das sich von dem Zyklon (41) nach unten erstreckt
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis
13, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorwärmer ein Zyklonvorwärmer ist und daß Mittel (21,22,23,24, 25,26,27,28,29,30,31,32,34,35) zur Abgabe festen Beschießungsmaterials durch das Oberteil {4a) des Zyklons hindurch derart vorgesehen sind, daß sich das Beschießungsmaterial an der Wand des Zyklons nach unten bewegen kann.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis ;4, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorwärmer ein Zyklonvorwärmer (38) ist und daß Mittel (40) zur Abgabe festen Beschießungsmaterials durch die Wand eines Rohres (39) hindurch oberhalb eines Punktes, an welchem der Querschnitt des Rohres (39) sich nach oben zu verengen beginnt vorgesehen sind.
DE19691914111 1968-03-20 1969-03-20 Verfahren und vorrichtung zum entfernen von anbackungen von zu brennendem oder zu sinterndem rohmaterial Ceased DE1914111B2 (de)

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DE1914111A1 DE1914111A1 (de) 1969-10-02
DE1914111B2 true DE1914111B2 (de) 1977-04-21

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ID=10023288

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