DE1920384A1 - Steuersystem zur Steuerung von Bewegungen,insbesondere von Flugzeugen - Google Patents

Steuersystem zur Steuerung von Bewegungen,insbesondere von Flugzeugen

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Description

Patentanwälte Dipl.-Ing. EWeickmann,
Dipl.-Ing. H.WEICKMANN, Dipl.-Phys. Dr. K. Fincke Dipl.-Ing. F. A-Weickmann, Dipl.-Chem. B. Huber
8 MÜNCHEN 86, DEN
POSTFACH 860 820
MÖHLSTRASSE 22, RUFNUMMER 48 39 21/22
UNITED AIRCEAi1T CORPORATION
400 Main Street, East Hartford, Connecticut, V. St. v. A.
Steuersystem zur Steuerung von Bewegungen, insbesondere von Flugzeugen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Flugsteuersystem für lenkbare Fahrzeuge, das sowohl Langzeit- als auch Kurzzeit-Steuerfunktionen ausführt ;. Die an ein Flugsteuersystem gestellten Anforderungen fallen im wesentlichen in zwei Gruppen.
Die erste Gruppe betrifft die Stabilitätssteigerung. Diese wird durch eine Steuervorrichtung erzielt, die allgemein als Innenregelkreis oder als einfache Innenschleife bezeichnet wird. Die Stabilitätssteigerung führt im allgemeinen zu einer schnellen Kurzzeitkorrektur, die den Piloten bei der Steuerung eines Luftfahrzeugs bei Auftreten von Luftböen und Turbulenzen unterstütz. Derartige Erscheinungen wurden nämlich sonst kurzzeitig den jeweils stabilisierten Zustand dös Luftfahrzeugs aufhaben. Auf Grund dieser Kurzzeit«*Steuerfunktione& erfordern Stabilitäts-Verstärkungsein schnelles Ansprechverhalten bei lediglich
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begrenzter Berechtigung der Abgabe von Steuerbefehlen an die 51IUgZeUg4-Steuerungen. Die begrenzte Berechtigung stellt ferner ein Sicherheitsmerkmal dar, das den Piloten ermöglicht, das System im !Falle eines Fehlers manuell zu übersteuern. Die Stabilisierungs-Verstärkungssysteme werden mitunter als Unterstützung für einen Piloten betrachtet, während er das Flugzeug manuell steuert; sie werden jedoch noch häufiger als Flugsicherheitseinrichtungen bezeichnet.
Die zweite der oben erwähnten Gruppen betrifft die Langzeit-Korrekturfunktion. Diese Funktionen erfüllt eine Steuereinrichtung, die allgemein als äußere Regelschleife oder als einfache Außenschleife bekannt ist. Diese Schleife steuert die Haltefunktionen, wie die Flughöhe oder -geschwindigkeit. Da die Regelschleifen im allgemeinen Steuerhilfen darstellen, ist eine vollständige Eingabeberechtigung möglich. Die Sicherheit läßt sich durch Herabsetzen der Ansprechgeschwindigkeit beibehalten, was mit einem -^ ein langsames Ansprechverhalten besitzenden Betätigungsglied erfolgt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde ein Steuersystem zu schaffen, das auch auf Befehle im äußeren Regelkreis hin eine hohe Ansprechempfindlichkeit besitzt, ohne daß damit die Sicherheitsmerkmale eines ein langsames Ansprechvermögen besitzenden Betätigungsgliedes verlorengehen
Gelöst wird diese Aufgabe mit einem Steuersystem zur Steuerung von Bewegungen, insbesondere von Flugzeugen,er-* findungsgemäß dadurch, daß eine erste Steuereinrichtung vor gesehen ist, die Kurzzeit-Stabilisierungsbefehle abgibt, daß eine eine begrenzte Berechtigung besitzende Einrichtung vorgesehen ist, die eine bewegbare Steuerfläche: in Abhängigkeit von von der ersten Steuereinrichtung abgegebenen
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Befehlen betätigt, daß eine zweite Steuereinrichtung vorgesehen ist, die Langzeit-Haltebefehle abgibt, daß eine in der Geschwindigkeit begrenzte Einrichtung vorgesehen ist, die auf von der zweiten Steuereinrichtung abgegebene Befehle die Steuerfläche in Reihe mit der eine begrenzte Berechtigung besitzenden Einrichtung betätigt, und daß eine dritte Steuereinrichtung vorgesehen ist, die Langzeit-Haltebefehls-Pehlersignale von der zweiten Steuereinrichtung zu der eine begrenzte Berechtigung besitzenden Einrichtung hin leitet.
Das erfindungsgemäße Steuersystem besitzt dabei einen inneren und einen äußeren Regelkreis; es ist so ausgelegt, daß es die Sicherheit des eine begrenzte Berechtigung besitzenden Innenkreissystems und des geschwindigkeitsbegrenzten Außenkreissystems beibehält , während gleichzeitig ein schnelles Ansprechverhalten auf Innenkreis- und Außenkreisbefehle hin erzielt ist.
Bei diesem Steuersystem erfolgt in der Innenschleife mittels eines eine begrenzte Berechtigung besitzenden Betätigungsgliedes eine Geschwindigkeits- und Kachlaufgeschwindigkeitsstabilisierung. Das Betätigungsglied ist - bei Anwendung bei einem Flugzeug - mechanisch mit'einer Flugzeug-Steuerfläche verbunden, die mit einem vom Piloten manuell bedienbaren Steuerteil aus verbunden ist." Normalerweise führt das schnelle Ansprechvermögen auf den Geschwindigkeits- und Nachlaufgeschwindigkeits-Eingabebefehl zu einer.unnötigen Kurzzeitstabilisierung innerhalb der begrenzten Berechtigung des Betätigungsgliedes, dessen begrenzte Berechtigung dem Piloten erlaubt, durch Übersteuern des Innenkreises große Befehlsänderungen einzuführen, wie z.B. während Manöver.
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BAD OBfQfNAt
Die Außenschleife bzw. der Außenkreis bewirkt eine proportionale Steuerung auf von Höhen- oder Geschwindigkeits-Meßfühlern gelieferte Größen hin. Die Außenschieifenbefehle werden über ein in der Geschwindigkeit begrenztes Betätigungsglied eingeführt, das dem manuellen Steuerteil parallelgeschaltet und mit dem eine begrenzte Berechtigung besitzenden Betätigungsglied der Innenschleife in Reihe geschaltet ist. Wenn der Pilot wünscht, die manuelle Steuerung des Flugzeuges beizubehalten, so können die Außenschleifen-Meßfühler und das Betätigungsglied abgeschaltet werden, um eine Störung der Befehle des Piloten durch die Parallelschaltung zu verhindern. Wenn die Außenschleife wirksam geschaltet ist, läßt der Pilot das manuell bedienbare Steuerteil los. Das Betätigungsglied in der Äußenschleife besitzt die vollkommene Berechtigung, die Haltefunktionenauf recht zuerhal ten.
Das Geschwindigkeitsbegrenzungsmerkmal der Außenschleife führt zu einem Flugsicherheitsmerkmal für den lall des Auftretens eines Fehlers in der Außenschleife, der unter Ausnutzung der vollen Berechtigung des Betätigungsgliedes die zugehörige Steuerfläche plötzlich maximal verschiebt. Dieser Effekt stellt eine "starke Übersteuerung" dar; er kann zu einem gefährlichen Flugzustand·führen, wenn nicht der Pilot die Steuerung wieder übernehmen kann. Durch die Ansprechempfindlichkeit ist eine zusätzliche Zeit eingeführt, nach der eine Reaktion erfolgen' kann.
Obwohl das Geschwindigkeitsbegrenzungsmerkmal bei dem völlige Berechtigung besitzenden Betätigungsglied aus Sicherheitsgründen erwünscht ist, kann es zusammen mit Steuereingabebefehlen von Außenschleifen-Parametern zu Störungen führen und die Außenschleifen-Korrekturfunktionen entwerten.
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Um die bei dem langsam ansprechenden Außenschleifen-Betätigungsglied sich ergebenden unerwünschten Ergebnisse zu überwinden, wird dem die höhere Empfindlichkeit besitzenden Innenschleifen-Betätigungsglied ein Signal zugeführt, das charakteristisch ist für den dynamischen Rückkopplungsfehler zwischen dem Eingang und dem Ausgang des Außenschleifen-Betätigungsgliedes. Dieses !Fehlersignal wird durch ein von dem Außenschleifen-Betätigungsglied geliefertes und mit den Außenschleifen-Befehlen summiertes negatives Rückkopplungssignal erzeugt. Mit in Reihe geschalteten Innen- und Außenschleifen-Betätigungsgliedern und mit Ansprechen des Innenschleifen-Betätigungsgliedes auf das Außenschleifen-lehlersignal wird in dem kombinierten Ausgangs signal der Betätigungsglieder das Außenschleifen-Steuersignalprofil rekonstruiert.
Da es häufig vorkommen kann, daß das dynamische Außenschleif en-Pehlersignal groß ist, und da das Innenschleifen-Betätigungsglied eine begrenzte Berechtigung besitzt, ist im Übertragungsweg zwischen Außenschleife und Innenschleife ein Fehlersignalbegrenzer enthalten. Die Abschaltung dieses Begrenzers v/ird bei einem unterhalb einer sogenannten Sättigungs-Berechtigung des Innenschleifen-Betätigungsgliedes liegenden Punkt vorgenommen; Ein Abschaltesignalpegel bei fünfzigprozentiger Sättigung des Innenschleifen-Betätigungsgliedes erlaubt dem Innenschleifen-Betätigungsglied, gleiche Anteile an Innenschleifen- und Außenschleifen-Befehlen aufzunehmen.
An Hand einer Zeichnung wird die Erfindung nachstehend näher erläutert. In der Zeichnung ist schematisch in einem Blockschaltbild ein Plugsteuersystem dargestellt.
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Das Steuersystem ist in einer Form dargestellt, in der es auf eine einzige Steuerachse eines Flugzeuges anwendbar ist. Im Zusammenhang mit der. nachfolgenden Erläuterung ist angenommen, daß die Steuerungen in den Steigungs- oder Rotationskanal eines Hubschraubers betreffendenElementen vorgesehen sind.
In der Zeichnung ist eine Summiereinrichtung 10 dargestellt, die durch einen Summierverstärker gebildet ist, der von einem Geschwindigkeits-Meßfühlef 12 und von einem Steuerknüppel-Meßfühler 14 gelieferte Innenschleifen-Stabilisierungsbefehle zusammenfaßt. Das Ausgangssignal der Summiereinrichtung wird einem Servoverstärker 16 und einem Innenschleifen-Betätigungsglied zugeführt. Dieses Innenr schleifen-Betätigungsglied besteht aus einem hydraulischen Servoventil 18 und einem Servokolben 20. Dieser Servokolben 20 besitzt eine mit 22 angedeutete mechanisch begrenzte Verschiebung L^,. Eine die Verschiebung des Kolbens 20 betreffende Ausgangsgröße wird über den Weg 24- zu dem Servoventil 18 zurückgekoppelt und zusammen mit einer die Verschiebung eines Flugzeugsteuergestänges 28 betreffenden Größe einer Summiereinrichtung 26 zugeführt. Vom Ausgang des Summiermechanismus bzw. der Summiereinrichtung 26 führt ein Gestänge 30 zu einer Flugzeug-Steuerfläche hin.
Die Funktion der Innenregelschleife besteht darin, eine Kurzzeit-Stabilitätserhöhung zu schaffen. Zu diesem Zweck wird ein Geschwindigkeits- und Nachlaufgeschwindigkeits-System verwendet. Dieses System leitet seine Haupt Steuergröße von einem Geschwindigkeits-Meßfühler 12, wie einem Geschwindigkeits-Gyroskop, ab. Das Ausgangssignal des betreffenden Meßfühlers wird über einen Proportionalverstärker 32 und einen ein Nachlauf-Netzwerk 34- enthaltenden Pseudo-Höhenweg dem Summierverstärker 10 zugeführt» Das
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Nachlauf-Netzwerk bewirkt eine Kurzzeit-Integration des Geschwindigkeitssignals und gibt ein Signal ab, das die Eigenschaften der Höhenabweichungen auf einer Kurzzeitbasis umfaßt. Die Zeitkonstante des Nachlauf-Netzwerkes kann etwa 10 Sekunden betragen. Der Wert der betreffenden Zeifckonstante hängt dabei größtenteils von der Größe und Geschwindigkeit des Flugzeuges ab.
Da die Innenschleifen-Stabilisierung während der Ausführung von Steuerbefehlen wirkt, die der Pilot mit Hilfe seines Steuerknüppels 40 gegeben hat, ist es erwünscht, daß Pseudo-Höhensignal zu löschen und damit jeden Höhen-Stabilisierungsbefehl zu vermeiden, der sonst den von dem Piloten gegebenen· Befehlen entgegenwirken könnte.» Zu diesem Zweck ermittelt der Steuerknüppel—Lagen-Meßfühler 14- die Steuerknüppelbefehle und erzeugt ein Steuerknüppel-Signal, das durch das Geschwindigkeits-Netzwerk 36 differenziert wird. Das Ausgangssignal des Netzwerkes 36 führt in Verbindung mit dem Nachlauf-Netzwerk 34· zur Abgabe eines Kurzzeit-Höhenbefehls, wenn der Steuerknüppel-Befehl von dem Meßfühler 14 abgegeben wird. Auf diese Weise ist die anfängliche Flugzeug-Empfindlichkeit gesteigert. Ein in der Summiereinrichtung 38 auftretendes entgegengesetztes Signal von dem Geschwindigkeits-Meßfühler 12 führt zur Aufhebung des Befehls nach erfolgtem Ansprechen des Flugzeuges. Da die Steuerknüppelstellung bei einem Hubschrauber grob der Höhe des Hubschraubers proportional ist, ist das differenzierte Signal etwa gleich der Höhen-' änderungsgeschwindigkeit. Das differenzierte Signal bewirkt die Auslöschung jeglichen Dauergeschwindigkeits-Signals an dem Summierpunkt 38. Das differenzierte Signal bewirkt daher auch eine Auslöschung jeglichen Langzeit-Signals, das von
wird
dem Pseudo-Höhenweg abgegeben/und den manuellen Befehlen des Piloten entgegenwirkt.
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Die Außenschleife enthält Meßfühler, die zur Durchführung der Haltefunktionen vorgesehen sind. Diese Meßfühler enthalten einen Höhen-Meßfühler 4-2, wie ein Gyroskopjund einen Geschwindigkeits-Meßfühler 44, wie ein Doppler-Radar sy st em.
Da der Höhenmesser bzw. -meßfühler und der Pseudo-Höhenweg der Innenschleife im wesentlichen entsprechende Funktionen ausführen, ist ein Betriebsartenschalter 4-6 vorgesehen, der jeweils den einen oder den anderen beider Steuerwege von dem automatischen Steuersystem abschaltet. Bei geschlossenem Schalter 4-6 ist der "Höhen-Halte"-Betrieb wirksam. Bei dieser Betriebsart ist der Pseudo-Höhenweg über einen elektronischen Schalter 4-8 geerdet. Eine Synchronisiereinrichtung 50 ist dabei von der Höhen-Meßschaltung abgetrennt. Die Synchronisiereinrichtung 50 bewirkt vor Einschaltung des Halte-Betriebs eine Nullung des Ausgangs des Höhen-Meßverstärkers 52..Auf diese Weise kann ein Anfangs-I1 ehl er signal bei gewähltem Haltebetrieb nicht plötzlich in den Außenregelkreis eingeführt werden.
Das Doppler-Radarsystem 4-4- gibt an einen Vergleicher 54- ein elektrisches Geschwindigkeits-Signal ab. In dem Vergleicher 54- wird dieses elektrische Signal mit einem von einem Geschwindigkeits-Einstellpotentiometer 56 abgegebenen Signal verglichen, um ein Geschwindigkeits-Fehlersignal zu erhalten. Das Geschwindigkeits-Fehlersignal wird über eine Ein-/Ausblendschaltung 58 einem Summierpunkt 60 zugeführt. Bei Vorliegen des Höhenhalte-Betriebs wird die Ein-/Ausblendschaltung über eine Leitung 56 getriggert, und zwar derart, daß jegliches vorhandene Anfangs-Fehlersignal allmählich in den Summierpunkt 60 eingeführt wird. Das Geschwindigkeits-Fehlersignal wird nicht nur dem Proportionaleingang sondern auch einem Integrator 62 zugeführt, dessen Ausgangssignal mit
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dem am Proportionaleingang auftretenden Signal des Summierpunktes 64 summiert wird. Der Integrator gewährleistet, daß ein Null-Dauerzustands-Fehler aufrechterhalten wird.· In dem Integrator 62 kann eine Klemmschaltung vorgesehen sein, die jeglichen Anfangs-Integratorfehler zu Null macht.
Die von dem Höhenmesser 42 und dem Doppler-System 44 abgegebenen Dehlersignale werden am Summierpunkt 60 summiert und einem Servoverstärker 68 zugeführt. Über diesen Verstärker werden die betreffenden Ifehlersignale einem Außenschleif en-Betätigungsglied zugeführt, das aus einem hydraulischen Servoventil 70, einem hydraulischen Strömungsbegrenzer 72 und einem Servokolben 74 besteht. Der Servokolben 74 ist mit dem Steuerknüppel 40 des Piloten über ein Kupplungsglied 76 parallelgeschaltet. In der Zeichnung ist diese Parallelschaltung an dem gemeinsamen Verbindungspunkt 78 des Gestänges 28, des Steuerknüppels 40 und der Kupplung 76 angedeutet. Da der Kolben 74 während des Haltebetriebs effektiv dieselben Punktionen ausführt wie der Pilot, besitzt der Kolben 74 die gleiche Berechtigung wie der Pilot., d.h. die durch den Kolben 74 maximal mögliche Verschiebung des Steuergestänges 28 ist gleich der durch den Steuerknüppel 40 maximal möglichen Verschiebung des Gestänges 28.
Der hydraulische Strömungsbegrenzer 72 befindet, sich zwischen dem Servoventil 70 und dem Kolben 74. Er. läßt eine maximale Strömungsmenge L- zu und begrenzt damit die Größe der Verschiebung des Kolbens 74. Der hydraulische Strömungsbegrenzer 72 stellt in der Außenregelschleife ein Sicherheitsglied dar. Wenn nämlich der Kolben 7^ über das Steuergestänge über die Kupplung 76 völlige Berechtigung besitzt, kann dez· Pilot die durch den Begrenzer eingeführte zusätzlich© Ansprechzeit dazu ausnutzen, den Kolben 74 im Palle eines Befehls zur "starken Übersteuerung" unwirksam
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zu machen. Die beabsichtigte verringerte Ansprechenipfindlichkeit des Außenschleifen-Betätigungsgliedes wird, wie nachstehend noch beschrieben v/erden wird, ausgeschaltet.
Die ausgangsseitige Verschiebung des Kol-bens 74- wird ferner auf einen Rückkopplungs-Meßfühler 80 wirksam, der dem Summierpunkt 60 ein elektrisches Rückkopplungssignal zuführt. Mit diesem Rückkopplungssignal stellt das am Ausgang des Summierpunktes 60 auftretende, dem Servoverstärker 68 zugeführte Signal ein dynamisches Rückkopplungs-Fehlersignal der äußeren Regelschleife dar. Dieses deniersignal ist Null, wenn die ausgangsseitige Verschiebung des Kolbens 7^ genau mit den Außenschleifen-Signalbefehlen übereinstimmt. In diesem Fall ist das Rückkopplungs-Stellungssignal gleich der Summer der dem Summierpunkt 60 zugeführten Höhen- und Geschwindigkeits-Eingangssignale. Während der Übergangszustände kann jedoch mit einem bestimmten Fehlersignal gerechnet werden, und zwar auf Grund des durch den Begrenzer 7^ eingeführten langsamen Ansprechens des Betätigungsgliedes. Um in das Gestänge 30 derartige Außenschleifen-Störungen einzuführen , die innerhalb des Wertes Lp des Begrenzers 72 nicht unterbringbar sind, ist ein Quer-Übertragungsweg 82 vorgesehen, über den das Außenschleifen-Fehlersignal dem eine begrenzte Berechtigung besitzenden Betätigungsglied der Innenregelschleife zugeführt wird. Da das Innenschleifen-Betätigungsglied für eine schnelle Kurzzeit-Stabilisierung entsprechend ausgelegt ist, kann ein schnelles Ansprechen erwartet werden. Demgemäß wird durch das in Reihe geschaltete Innenschleifen-Betätigungsglied bei dem ausgangsseitigen Gestänge 30 eine Verschiebung vorgenommen, die proportional dem Fehler des Außenschleifen-Betätigungsgliedes ist„ Wenn das Außenschleifen-Betätigungsglied die durch die Außenregelschleifen-Signa-Ie gegebenen Anforderungen erfüllt hat, kehrt das Außen-
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schleifen-Fehlersignal wieder auf UuIl zurück. Die auf Grund des Fehlers erfolgte Verschiebung des Innenschleifen-Servosystems geht ebenfalls auf Null zurück. Durch den kombinierten Betrieb des Innenschleifen-Betätigungsgl'iedes und des Außenschleifen-Betätigungsgliedes werden somit die Außenschleifen-Signale bei der Verschiebung des Gestänges 30 unter Erzielung einer hohen Empfindlichkeit und völliger Berechtigung des Außenschleifen-Betätigungsgliedes rekonstruiert.
Da das Innenschleifen-Betätigungsglied ein schnelles-Ansprechvermögen und begrenzte Berechtigung besitzt, ist die Sättigung des Betätigungsgliedes leicht erreicht. Dies ist jedoch ein unerwünschtes Merkmal , und demgemäß ist ein Querweg-Begrenzer 84- vorgesehen, der einen Abschalte-Signalpegel L- besitzt. Der Abschaltepegel L- des Begrenzers 84- führt zu einer Verschiebung des Kolbens 20, die geringer ist als die Sättigungsgrenze L^ des Innenschleifen-Betätigungsgliedes. In typischer Weise ermöglicht der Abschaltepegel L-, daß mit nicht mehr als 50$ Sättigung des Innenschleifen-Betätigungsgliedes gearbeitet wird. Bei dem 5O#-Sättigungspegel L^ kann das Innenschleifen-Betätigungsglied gleichzeitig einen erheblichen Anteil der Innenschleifen-Stabilisierungsbefehle und der normalen dynamischen Fehler der Außenschleife aufnehmen.
Der mit der Querübertragung eines dynamischen Fehlers verknüpfte einzigartige Vorteil der Innen- und Außenschleifen-Steuerwege dürfte leicht einzusehen sein. Die Innenschleife besitzt ein schnell ansprechendes Betätigungsglied begrenzter Berechtigung und bewirkt die -Kurzzeit-Stabilisierung. Ferner bewirkt die Innenschleife eine Hinzufügung der durch das dynamische Außenschleifen-Fehlersignal dargestellten normalen dynamischen Störungen der Außenschleife.
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Die Außenschleifen-Befehle werden mit einem ein "begrenztes Ansprechvermögen besitzenden Betätigungsglied völliger Berechtigung eingeführt, ohne die Kurzzeit-Störungen zu verlieren oder die Flugsicherheitsmerkmale aufzuheben. Dies ermöglicht einem Piloten, einen Befehl innerhalb einer ausreichenden Zeitspanne auszuführen, um ein "starkes tJb er steuerungs signal" zu überwinden.
Obwohl im vorstehenden nur eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung erläutert worden ist, dürfte einzusehen sein, daß verschiedene Modifikationen und Abänderungen möglich sind. So können z.B. Beschleunigungsmesser die eine hohe Empfindlichkeit besitzenden Haupt-Meßfühler in der Innenschleife sein, und die Geschwindigkeits-Meßfühler können in der ein langsameres Ansprechvermögen besitzenden Außenschleife eingesetzt werden, lieben der Anwendung bei einem herkömmlichen Flugzeug kann die Erfindung auch bei anderen- sich bewegenden Körpern angewandt werden, wie bei Raketen und Raumfahrzeugen. Die Erfindung ist daher auf die vorstehend erläuterten speziellen Ausführungsformen nicht beschränkt, sondern kann ohne Abweichung vom Erfindungsgedanken noch in verschiedener Weise modifiziert werden. .
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Claims (1)

  1. Pat entansprüche
    Ί./Steuersystem zur Steuerung von Bewegungen, insbesondere ^-s von Flugzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Steuereinrichtung (12) vorgesehen ist, die Kurzzeit-Stabilisierungsbefehle abgibt, daß eine eine begrenzte Berechtigung besitzende Einrichtung (18,20,22) vorgesehen ist, die eine bewegbare Steuerfläche (30) in Abhängigkeit von von der ersten Steuereinrichtung (12) abgegebenen Befehlen betätigt, daß eine zweite Steuereinrichtung (42) vorgesehen ist, die Langzeit-Haltebefehle abgibt, .daß eine in der Geschwindigkeit begrenzte Einrichtung (70,72,74) vorgesehen ist, die auf von der zweiten Steuereinrichtung (42) abgegebene Befehle die Steuerfläche (30) in Reihe mit der eine begrenzte Berechtigung besitzenden Einrichtung (18,20,22) betätigt, und daß eine dritte Steuereinrichtung (84) vorgesehen ist, die Langzeit-Haltebefehls-Fehlersignale von der zweiten Steuereinrichtung (42) zu der eine begrenzte Berechtigung besitzenden Einrichtung (18,20,22) hin leitet.
    2. Steuersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dritte Steuereinrichtung (84) einen Begrenzer (84) enthält, der eine Sättigung der eine begrenzte Berechtigung besitzenden Einrichtung (18,20,22) durch zu große Haltebefehl-lehlersignale verhindert.
    3. Steuersystem nach Anspruch~27'daduretugekennzeichnet, daß der Begrenzer (84) einen Abschaltpegel besitzt, bei dem die eine begrenzte Berechtigung besitzende Einrichtung (20,22) bis zu 50# gesättigt ist.
    Steuersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Steuereinrichtung (12) eine Geschwindigkeitsstabilisierungssteuerung bewirkt und daß die zweite Steuereinrichtung (42) eine proportionale Höhensteuerung
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    5. Steuersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet r>.,. daß der in der Geschwindigkeit begrenzten Einrichtung (70,72,74) ein Signalgenerator (80) zur Abgabe eines negativen Rückkopplungssignals zugeordnet ist, und daß Einrichtungen (60) vorgesehen sind, die die Haltebefehlssignale der zweiten Steuereinrichtung (42) und das negative Rückkopplungssignal zusammenfassen und ein Eingangssignal für die in der Geschwindigkeit begrenzte Einrichtung (70,72,74) sowie ein Langzeit-Haltebefehls-Fehlersignal abgeben.
    6. Steuersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß ein Innenregelkreis vorgesehen ist, der kurzzeitig Stabilitätserhöhende Signale abgibt und der ein Betätigungsglied (18,20,22) mit begrenzter Steuerberechtigung besitzt, das auf die Verstärkungssignale anspricht und auf die Steuerfläche (30) einwirkt, daß ein Außenregelkreis vorgesehen ist, der Langzeit-Korrektursignale abgibt und der ein in der Geschwindigkeit begrenztes Betätigungsglied (7O,72,7zO mit vollkommener Steuerberechtigung besitzt, das mit dem ersten Betätigungsglied (18,20,22) auf die Steuerfläche (30) einwirkt, daß dem zweiten Betätigungsglied (70,72,74) einen Rückkopplungs-Signalgenerator (80) besitzt, daß Einrichtungen (60) vorgesehen sind, die aus dem Rückkopplungssignal und den Außen-Steuerschieifensignalen ein Außenregelkreis-Fehlersignal erzeugen, und daß Einrichtungen (68584) zur Abgabe des Fehlersignals als Eingangssignal an das eine volle Berechtigung und an das eine begrenzte Berechtigung besitzende Betätigungsglied (18,20,22; 70,72,74) vorgesehen sind.
    7. Steuersystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Begrenzungseinrichtung (84) zur Begrenzung des dem eine begrenzte Berechtigung besitzenden
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    Betätigungsglied (18,20,22) zugeführten Fehlersignals vorgesehen ist.
    8. Steuersystem nach Anspruch 7? dadurch gekennzeichnet,
    . daß die Begrenzungseinrichtung (84) so eingestellt ist, daß ein maximales Fehlersignal übertragen wird, dessen Pegel niedriger ist als der Pegel des Verstärkungssignals, das das eine begrenzte Berechtigung besitzende Betatigungsglied (18,20,22) in die Sättigung steuert.
    9. Steuersystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein manuell betätigbares Steuerglied (40) mit der Steuerfläche (30) gekoppelt und dem eine volle Berechtigung besitzenden Betatigungsglied (70,72,74) parallelgeschaltet ist und daß Einrichtungen (76) vorgesehen sind, durch die das in der Geschwindigkeit begrenzte . Betätigungsglied (70,72,74)von der Steuerfläche (30) wirksam trennbar ist.
    10. Steuersystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenregelkreis eine Geschwindigkeitsstabilisierung bewirkt und daß der Außenregelkreis eine proportional arbeitende Höhenkorrektur bewirkt.
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DE1920384A 1968-05-29 1969-04-22 Flugregler für die Regelung der Bewegung von Flugzeugen, insbesondere zur Lageregelung von Hubschraubern Expired DE1920384C3 (de)

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