DE19637101A1 - Austragvorrichtung für Medien - Google Patents
Austragvorrichtung für MedienInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Austrag bzw. zur
Verteilung von Medien, die gasförmig, flüssig, pastös und/
oder pulverförmig sein können. Das Medium kann bereits
innerhalb der Vorrichtung stromaufwärts des Medienauslasses
oder bei dessen Verlassen feinst zerstäubt werden, so daß
selbst kleinste Medienmengen eine sehr große wirksame Ober
fläche bilden. Das Medium kann ein pharmazeutischer, kosmeti
scher oder technischer Wirkstoff sein, welcher durch eine
manuelle, wenigstens einen Teil der Vorrichtung verkürzende
Betätigung so ausgetragen wird, daß er sich an der Begrenzung
des Medienauslasses von der Austragvorrichtung vollständig
ablöst.
Für das Medium ist ein Speicher vorgesehen, welcher als
Dosierkammer bereits bei der Herstellung der Vorrichtung
gefüllt wird, aber auch nach jedem Medienaustrag ähnlich
einer Pumpenkammer aus einem Hauptspeicher wieder nachgefüllt
werden kann. Statt nur eines einzigen Speichers können auch
mehrere Speicher achsgleich hintereinander und/oder in einer
kranzförmigen Reihe nebeneinander vorgesehen und in aufeinan
derfolgenden Betätigungsschritten mit Zwischenpausen nachein
ander durch den Medienauslaß zu entleeren sein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Austragvor
richtung für Medien zu schaffen, bei welcher Nachteile
bekannter Ausbildungen vermieden sind und mit welcher insbe
sondere auch kleinste Medienmengen sicher gespeichert und im
wesentlichen restlos ausgetragen werden können.
Erfindungsgemäß weist ein Speicher bzw. dessen das Medium
aufnehmender Raum eine sehr langgestreckte Form auf, deren
Weite bzw. Durchmesser kleiner als 5, 3 bzw. 1 mm betragen
kann, so daß das darin enthaltene Medium die Form eines
langen dünnen Stiftes annimmt. Die Innenweite des Speichers
kann dem vier- oder sechsfachen seiner Wandungsdicke ent
sprechen und die Länge des Speicherraumes kann dem vier- oder
sechsfachen seiner Innenweite entsprechen, wobei diese Werte
jeweils Höchst- oder Mindestwerte darstellen können. Zweck
mäßig ist die Wandungsdicke über den Umfang und die Länge des
Speicherkörpers konstant. Der Speicherkörper kann in ein
facher Weise durch einen Abschnitt einer zylindrischen
Hohlnadel aus Kunststoff, Stahl, wie rostfreiem Stahl,
durchsichtigem Werkstoff, wie Glas, oder dergleichen gebildet
sein, so daß sich eine sehr einfache Herstellung ergibt.
Unabhängig von der beschriebenen Ausbildung kann an einer zur
Austragbetätigung gegenüber dem Medienauslaß bewegbaren
Einheit der Vorrichtung ein Körper vorgesehen sein, welcher
im Laufe der Betätigungsbewegung einen Verschluß einer Kammer
öffnet, z. B. durch Stich. Der Raum dieser Kammer kann unmit
telbar an das gespeicherte Medium angrenzen, den Öffnungkör
per oder den Speicher wenigstens teilweise aufnehmen und als
Druckraum ausgebildet sein, welcher vor dem Öffnen unter
Überdruck steht. Der Öffnungskörper kann unmittelbar durch
den Speicher gebildet sein.
Vorteilhaft ist vorgesehen, daß auf einem ersten, an die
Ausgangsstellung anschließenden Teilweg der Betätigung in der
Vorrichtung ein Überdruck aufgebaut wird, welcher permanent
auch auf das gespeicherte Medium von voneinander abgekehrten
Seiten her wirken kann, so daß das fließfähige Medium gegen
über dem Speicher zunächst noch keine Strömungsbewegungen
ausführt. In einem anschließenden Teil der gleichgerichtet
weitergehenden Betätigungsbewegung wird das Medium an einer
der genannten Seiten von dem Druck entlastet und an dieser
Seite mit dem Medienauslaß ohne weiteres zwischengeschaltetes
Ventilleitungsverbunden, so daß durch den nach wie vor an
der anderen Seite wirksamen Druck das Medium aus dem Speicher
und durch den Medienauslaß schlagartig ausströmt.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Speicher im wesent
lichen vollständig und zum größten Teil berührungsfrei
innerhalb einer Druck- bzw. Pumpkammer einer Fluidpumpe, wie
einer Gas- oder Luftpumpe, so angeordnet ist, daß in wenig
stens einer Betätigungsstellung oder in allen Betätigungs
stellungen ein oder mehrere Speichereinlässe für das Fluid
und/oder ein im Abstand davon liegender Speicherauslaß für
das Medium an die Druckkammer angeschlossen bzw. dem darin
herrschenden Druck ausgesetzt sind. Der Speicher oder ein
anderer Stechdorn kann dann den bewegbaren Kammerverschluß,
beispielsweise einen Schubkolben, im Laufe der Betätigungs
bewegung von innen so durchdringen, daß sein Speicherauslaß
abgedichtet außerhalb der Druckkammer liegt und das in den
Speichereinlaß nun einströmende Fluid das Medium geradlinig
durch den Speicherauslaß herausdrückt.
Sowohl das Medium als auch das Fluid können steril verpackt
und druckdicht verschlossen innerhalb einer Speichereinheit
vorgesehen sein, die in den den Medienauslaß aufweisenden
Grundkörper zunächst ohne Öffnung der Speicherräume in die
Ausgangsstellung einzusetzen und nachfolgend durch Betätigung
zu entleeren ist. Dieser Grundkörper bedarf hierzu keines
unmittelbar den Verschluß öffnenden Gliedes, wie eines
Stechdornes, einer Nadel oder dergleichen, da dieses Öff
nungsglied bereits Bestandteil der Speichereinheit ist.
Jeder der beiden Speicher, insbesondere der Fluidspeicher,
kann auch eine mit dem Grundkörper vorgefertigte Einheit
bilden und über eine Hemmung festsitzend so mit dem Grundkör
per verbunden sein, daß er erst nach Aufbringen einer Betäti
gungskraft gegenüber dem Grundkörper bewegbar ist, die
wesentlich größer als die unmittelbar anschließend über den
Restweg aufzubringende Betätigungskraft ist. Dadurch ergibt
sich eine schlagartig einsetzende und sehr schnelle Betäti
gungsbewegung, welche hohe Strömungsgeschwindigkeiten des
Mediums bzw. Fluids bewirkt und dessen Zerstäubung verbes
sert. Die Hemmung, die auch eine gegen Rückzug sichernde
Schnappverbindung sein könnte, ist zweckmäßig durch eine
Sollbruchstelle gebildet, so daß eine einteilige Ausbildung
des Speicherkörpers mit dem Grundkörper möglich ist.
Der Medien-Speicher kann auch an einem von dem Speicherkörper
für das Fluid bzw. von einem anderen Tragkörper gesonderten
Haltekörper vorgesehen sein und mit diesem eine vormontierte
Einheit bilden, die auswechselbar an dem Tragkörper zu
befestigen ist, wenn sich dieser in Ausgangslage befindet.
Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen
auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei
die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu
mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausfüh
rungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht
sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführun
gen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen
dargestellt und werden im folgenden näher erläutert. In den
Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Austragvorrichtung in
teilweise geschnittener Ansicht,
Fig. 2 einen Ausschnitt der Fig. 1 in vergrößerter und
geringfügig abgewandelter Ausbildung und
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform in einer Darstel
lung entsprechend Fig. 2.
Die Vorrichtung 1 weist zwei gegeneinander axial linear
verschiebbare Einheiten 2, 3 als Austragbetätigung auf,
welche im wesentlichen die gesamte Vorrichtung bilden und von
denen die Einheit 2 in allen Betätigungsstellungen permanent
vollständig innerhalb der Einheit 3 liegen kann. Als äußer
sten, formsteifen Teil weist die Einheit 2 einen Grundkörper
4 und die Einheit 3 einen Grundkörper 5 auf, welche jeweils
mit einer freiliegenden Handhabe 6, 7 zur manuellen Betäti
gung versehen sind. Vollständig innerhalb der Grundkörper 4, 5
und nahe benachbart zur Handhabe 6 ist ein Speicher 8,
nämlich ein nadeldünnes Rohr vorgesehen, welches mit dem
größten Teil seiner Länge berührungsfrei innerhalb eines
Speichers 9 für ein gasförmiges Fluid liegt. Sämtliche
Bauteile sind in einer Achse 10 vorgesehen und bis auf die
Körper 5, 8 rotationssymmetrisch.
Die Rohrinnenfläche des Speichers 9 begrenzt eine zylindri
sche Speicherkammer 11 für ein Medium, das wie Pulver so
dicht gepackt in den Speicher 8 verfüllt werden kann, daß
seine Fließfähigkeit gegenüber seinem gelockerten Zustand
wesentlich verringert, nämlich so zäh ist, daß es ohne äußere
Einwirkung nicht von selbst fließen kann. Eine im Volumen
mindestens hundert- oder zweihundertfach größere Kammer 12
für das Fluid bildet der Speicher 9. Die Kammer 12 ist im
Bereich des Speichers 8, an dessen Umfang sie angrenzt, im
Querschnitt koaxial ringförmig. Der Grundkörper 4 oder ein
anderer Körper ist als Tragkörper 13 für den Speicher 8
vorgesehen und an dem den Speicher 8 tragenden Boden dicht
verschlossen. Der Körper 4, 13 weist einen rohrförmigen
Mantel 14 mit über seine Länge durchgehend konstantem Innen
und/oder Außenquerschnitt auf, der so aus durchsichtigem
Werkstoff bestehen kann, daß der Speicher 8 radial von außen
sichtbar ist. Am unteren Ende des Mantels 14 ist ein Ver
schluß- und Haltekörper 15 befestigt, welcher mit einem
gegenüber seinem Durchmesser höchstens so langen Abschnitt
festsitzend sowie dicht in den Innenumfang des Mantels 14
eingesetzt ist und über eine Ringschulter an der unteren
Endfläche des Mantels 14 mit einem äußeren Endabschnitt
anliegt, dessen Außenumfang eine gleich weite Fortsetzung des
Außenumfanges des Mantels 14 bildet. Der Deckel 15 könnte
auch einteilig mit dem Mantel 14 ausgebildet oder durch eine
Schnappverbindung oder dergleichen auswechselbar angeordnet
sein.
Den Körpern 8, 15 liegt mit Abstand ein Verschluß bzw. Kolben
16 gegenüber, der in Ausgangsstellung vollständig innerhalb
der Kammer 21 bzw. des Mantels 14 liegt und einen Abstand vom
oberen Ende des Körpers 4, 13 hat. Der Speicher 8 weist mit
Abstand zwischen seinen Enden und näher beim unteren Ende als
Speicher-Einlaß 17 mehrere über seinen Umfang verteilte
Öffnungen auf, die seinen Mantel quer durchsetzen und jeweils
eine kleinere Weite als die Kammer 11 haben. Die Öffnungen
17 können in ihrer Axialsicht kreisrund oder parallel zur
Achse 10 bzw. in Umfangsrichtung des Speichers 8 langge
streckt sein. Das obere, durchgehend rechtwinklig quer zur
Achse 10 liegende Ende des Speichers 8 begrenzt als
Speicher-Auslaß 18 eine Öffnung, die gleich weit wie der Speicherraum
ist. Dieses Ende des Speichermantels bildet eine ringförmige
Stechspitze 19 von gleicher Weite wie der übrige Speicher 8.
Unter Speicherweite ist die Innen- und/oder die Außenweite
des Speichers 8 zu verstehen.
Mit Abstand von und zwischen seinen Endflächen weist der
Kolben 16 im Zentrum als Verschluß eine kreisscheibenförmige
Membran 20 oder dergleichen auf, die einteilig mit dem
übrigen Kolben 16 aus einem Material ausgebildet ist, das
weicher und elastischer als die Materialien der Bauteile 8,
14, 15 ist. Die Membran 20 bildet die Bodenflächen zweier
entgegengesetzt spitzwinklig konisch erweiterter Vertiefun
gen, die in den Stirnflächen des Kolben 16 ihre größte Weite
haben. Der Durchmesser dieser Bodenflächen bzw. der Membran
20 kann gleich der Außenweite des Speichers 8 bzw. der Spitze
19 oder demgegenüber geringfügig größer sein. Wird der Kolben
16 mit einem Betätigungsstößel oder dergleichen gegen den
Speicher 8 bewegt, so erhöht sich der Druck in der Kammer 12,
bis das Ende 19 die Membran 20 ohne Ablösung von Partikeln
vollständig durchdrungen hat und in der Ebene der oberen
Stirnfläche der Membran 20 vollständig innerhalb des Kolbens
16 liegt. Der Kolben 16 ist dann durch Anschlag an der
Bodenfläche der Kammer 12 oder dergleichen festgelegt. Diese
ebene Bodenfläche, die durch den Körper 15 gebildet sein
kann, schließt so tangential an die unteren Begrenzungen der
Öffnungen 17 und den Außenumfang des Speichers 8 an, daß in
den Öffnungen 17 wie an der Öffnung 18 der Druck in der
Kammer 12 ansteht. Der Speicher 8 ist mit seinem kürzeren,
unteren und unmittelbar an die Öffnungen 17 sowie den Spei
cherraum anschließenden Endabschnitt in den Kammerboden
abgedichtet in eine Sackloch-Vertiefung festsitzend und mit
seiner Endfläche anschlagend eingesetzt, so daß er dem Druck
durch den Kolben 16 und die Membran 20 nicht ausweicht. Die
Weite des Speichers 8 ist kleiner als die Hälfte, ein Drittel
oder ein Viertel der Weite der Kammer 12.
Der Speicher 8 und der Kolben 16 können vom unteren oder vom
oberen Ende her in den Mantel 14 so eingesetzt werden, daß
bereits nach der Montage und in der Ausgangsstellung ein
Überdruck in der Kammer 12 herrscht. Bei der vom Boden 15
entfernten Öffnung 22 der Kammer 12 kann der Mantel 14 am
Außenumfang seines zugehörigen Endabschnittes spitzwinklig
konisch verjüngt sein. Der Kolben 16 ist am Innenumfang des
die Kammer 12 begrenzenden Mantels 14 mit zwei ringförmigen
Dichtlippen 23 unter radialer Vorspannung abgedichtet ge
führt, welche im Axialschnitt teilkreisförmig gekrümmt sind,
im Axialabstand voneinander, von den Enden des Kolbens 16
sowie von der Membran 20 jeweils im Bereich einer der Vertie
fungen liegen und in der Mitte der Axialstreckung ihres
Überganges in den Kolbenumfang linienförmig den Innenumfang
der Kammer 12 berühren. In Ausgangsstellung liegt die obere
Endfläche 24 des Kolbens 16 gegenüber der Öffnung 22 bzw.
der zugehörigen Endfläche des Mantels 14 um mindestens die
Hälfte der Länge des Kolbens 16 zurückversetzt. Die Einheit 2
mit Speicher 8, Boden 15 und Kolben 16 kann mit den Speicher
füllungen vormontiert sein und dann an der Einheit 3 auswech
selbar befestigt werden.
Mit einem beliebigen, durch die Öffnung 22 einführbaren und
hohlen Betätigungsstößel 25 kann die Einheit 2 auch ohne
Einheit 3 betätigt und das Medium so aus dem vom Kolben 16
entfernten Ende des Stößels 25 ausgetragen werden. Der Stößel
25 könnte auch eine einteilige oder vormontierte Baueinheit
mit dem Kolben 16 bilden und in Ausgangsstellung frei aus der
Öffnung 22 vorstehen. Hier ist der Stößel 25 lagefest mit der
Einheit 3 bzw. dem Grundkörper 5 verbunden und liegt mit
seiner ebenen unteren Endfläche in Ausgangsstellung nur mit
einem Spaltabstand von der Endfläche 24. Die Außenweite des
Stößels 25 ist gleich der Außenweite des Kolben 16 benachbart
zu den Dichtungen 23, so daß der permanent in den Mantel 14
eingreifende Stößel 15 und die Einheit 2 radial aneinander
mit geringstem Radialspiel geführt sind.
Der wie der Kolben 16 und der Verschluß 20 in der Achse 10
liegende Stößel 25 ist über seine ganze Länge von einem
Auslaßkanal 26 durchsetzt, den er über seine gesamte Länge
und seinen gesamten Umfang einteilig begrenzt. Ein unterer
Endabschnitt 27 des Kanals 26 ist nach unten spitzwinklig auf
eine Weite erweitert, die der größten Weite der zugehörigen
Vertiefung in der Endfläche 24 entspricht und gleich seiner
Länge sein kann. Der konische Abschnitt 27 dient zur Strö
mungsbeschleunigung des Fluid-Medien-Gemisches beim Austritt
aus dem Auslaß 18 bzw. der Vertiefung in der Endfläche 24.
Der längste, an den Kolben 16 anschließende Teil des Kanales
26 ist in einem vom Grundkörper 5 gesonderten Stößeldorn
vorgesehen, dessen oberes, in der Außenweite abgesetztes Ende
festsitzend in einen hülsenförmigen Stößelhalter 29 eingesetzt
ist. Der Dorn 28 weist außerhalb des Halters 29 gleiche
Außenweite wie dieser auf. Der Halter 29 ist kürzer als der
Dorn 28 bzw. die Hälfte der Länge des Dornes, welcher mit
seinem oberen Ende innerhalb des Halters 29 axial an einer
ringförmigen Bodenfläche anschlägt. Diese ist von einer
konstant weiten Fortsetzung des zylindrischen Teiles des
Kanales 26 durchsetzt, welche unter Zwischenschaltung einer
erweiterten Kammer oder Dralleinrichtung 31 in den Medienaus
laß 30 mündet. In der Einrichtung 31 wird das Medium verwir
belt bzw. in Rotation um die Düsenachse 10 der Zerstäuberdüse
30 versetzt, so daß das Fluid-Medien-Gemisch unter dieser
Drallströmung zerstäubt aus der Düse 30 von weniger als einem
oder einem halben Millimeter Weite austritt. Das obere Ende
des Dornes 28 könnte auch an die Einrichtung 31 bzw. deren
Drallkammer angrenzen.
Die Austrittsdüse 30 ist am oberen Ende eines Stutzens 32
vorgesehen, dessen ballig oder sphärisch gekrümmte Endwand
sie an der konvexen Außenseite durchsetzt und der zum Einfüh
ren in eine Körperöffnung, beispielsweise eine Nasenöffnung,
geeignet ist. Der mit der Endwand und dem Halter 29 einteilig
ausgebildete Mantel des Stutzens 32 umgibt den Stößel 25 auf
gesamter Länge und den Körper 4, 13 auf einer Teillänge am
Umfang mit Radialabstand, da der Halter 29 von der Innenseite
der Endwand frei gegen den Körper 4, 13 vorsteht und in
Ausgangsstellung nicht bis an die Öffnung 22 reicht, in
welche er in Pumpendstellung hineinragt. Der Stutzen 32 ist
mit dem Halter 29 ein vom Körper 5 gesonderter einteiliger
Bauteil, der über eine Verbindung 33, wie eine Schnappverbin
dung, festsitzend an dem Körper 5 angeordnet ist. Der Stutzen
32 könnte auch einteilig mit dem Körper 5 ausgebildet sein.
Der Körper 5 ist im wesentlichen durch eine Kappe 34 mit
einer in Axialansicht langgestreckten Stirnwand 35 gebildet,
von der ein Kappenmantel 36 nur nach unten gerichtet absteht
und deren Außenseite die ebenfalls langgestreckte Handhabe 7
bildet. Die Stirnwand 35 wird von Verbindungs- bzw. Schnapp
gliedern am unteren Ende des Mantels des Stutzens 32 durch
setzt, wobei diese Glieder formschlüssig an der Innenseite
der Stirnwand 35 anliegen. Der Mantel 36 könnte auch entfal
len, so daß der Teil 34 nur durch die Stirnwand 35 gebildet
ist, über deren Unterseite die Einheit 2 und eine Hemmung 38
in jeder Stellung vorstehen. In der Unterkante des Mantels 36
ist mindestens ein diesen durchsetzender Ausschnitt 37 zum
Eingriff des Daumens des Benutzers vorgesehen, da die von der
Außenseite des Bodens 15 gebildete Handhabe 6 einschließlich
des an den Stutzen 32 anschließenden Längsabschnittes der
Einheit 2 in jeder Stellung vollständig innerhalb der Kappe
34 liegt. Der Ausschnitt 37 ist in einer oder beiden längeren
Seiten des in Axialansicht wie die Handhabe 7 langrunden oder
elliptischen Mantels 36 vorgesehen.
Die Einheit 2 bzw. deren genannte Bauteile sind in Ausgangs
stellung mit der Einheit 3 über die Hemmung 38 miteinander
verbunden, welche in der Ebene der Stirnwand 35 oder mit
Abstand darunter liegen kann. Diese Hemmung könnte federnd
ausrastend, mit erhöhter Reibung, über eine Sollbruchstelle
oder dergleichen in den Außenumfang des Körpers 4, 13 mit
Abstand zwischen dessen Enden eingreifen. Mit Überwinden der
Hemmung 38 durch die Austragbetätigung wird die Hemmkraft
schlagartig aufgehoben und die Einheiten 2, 3 können wesent
lich leichtgängiger gegeneinander bis zum Anschlag des
Kolbens 16 oder dergleichen verschoben werden. Über die
Außenseite der Stirnwand 35 und über die Handhabe 7 steht mit
Radialabstand innerhalb des Außenumfanges der Handhabe 7 eine
hülsenförmige Schürze 39 in den Stutzen 32 vor, welche
einteilig mit dem Körper 5 ausgebildet sein kann und den
Körper 4, 13 am Außenumfang mit Radialabstand sowie mit
Abstand von dessen Enden umgibt. An dieser Schürze 39 kann
der Stutzen 32 radial zentriert bzw. geführt sein, wodurch
seine Schnappglieder in der Riegelstellung gesichert sind.
Bei Nichtgebrauch kann der Stutzen 32 vollständig mit einer
Steck-Kappe 41 abgedeckt sein, welche den Stutzen 32 eng
umgibt, bis zur Handhabe 7 reicht und die Düse 30 abdeckt.
Zur Inbetriebnahme wird die durch Reibung oder Federrastung
festgesetzte Kappe 41 abgezogen. Mit dem Daumen wird inner
halb der Kappe 34 gegen die Handhabe 6 und mit weiteren
Fingern derselben Hand beiderseits des Stutzens 32 in entge
gengesetzter Richtung gegen die Handhabe 7 mit steigender
Kraft gedrückt, bis die Hemmung 38 ausrückt. Dadurch wird das
Ende des Stößels 25 ohne Berührung der Membran 20 schlagartig
unter Beschleunigung gegen die Endfläche 24 gefahren, so daß
im weiteren Verlauf der Kolben 16 gegen den Körper 8 und die
Schneide 19 bei geschlossener Membran 20 bewegt und der Druck
in der Kammer 12 erhöht wird. Sobald die untere Stirnfläche
der Membran 20 an der Schneide 19 ankommt, beginnt diese die
Membran 20 zu durchdringen, bis sie nur geringfügig über die
obere Stirnfläche der Membran 20 vorsteht, so daß nur noch
der Einlaß 17, nicht aber der Auslaß 18, in der Kammer 12
liegt.
Durch den nun außerhalb der Kammer 12 und innerhalb der
oberen Vertiefung des Kolbens 16 liegenden Auslaß 18 wird
das Medium in diese Vertiefung und dann in den Kanalabschnitt
27 gefördert, da das Fluid aus der Kammer 12 durch den Einlaß
17 am unteren Ende der Medienfüllung in die Kammer 11 ein
dringt und unter Vermischung das Medium nach oben in Richtung
des Austrages aus der Düse 30 aus der Kammer 11 unmittelbar
in den linearen Kanal 26, 27 herausreißt und ohne weitere
Umlenkung bis in die Strömungseinrichtung 31 bzw. die Düse 30
fördert. Nach Anschlag des Kolbens 16 am Boden der Kammer 12
liegt der Einlaß 17 innerhalb des durch die untere Kolben
vertiefung gebildeten Raumes. Ist dieser Raum dabei durch die
Stirn- bzw. Anschlagfläche des Kolbens 16 gegenüber der
Kammer 12 abgedichtet, so wird der Fluidstrom schlagartig
unterbrochen. Dieser Raum kann dabei aber auch mit der Kammer
12 verbunden bleiben, so daß aus dieser bis zum Druckaus
gleich Fluid nachströmt und die Kammer 11, wie auch die
Kanalwege 26, 27, 30, 31, vom Medium vollständig freibläst.
In dieser gegenseitigen Endstellung der Einheiten 2, 3 hat
die Handhabe 6 annähernd die untere Innenseite der Stirnwand
35 erreicht. Bei gesonderter Ausbildung ist der Kolben 16
dann mit dem Stößel 25 nicht wieder zurückziehbar, weil der
Eingriff des Kolbens 16 in den Körper 8 eine Rückzugsicherung
bildet. Die Einheit 2 kann trotzdem nach unten vom Stößel 25
abgezogen und aus der Kappe 34 und dem Stutzen 32 herausge
zogen sowie ggf. durch eine neue Einheit 2 ersetzt werden.
Bei zugfester Verbindung des Kolbens 16 mit dem Stößel 25
könnte dieser einen Rückhub in die Ausgangsstellung ausfüh
ren, wodurch die Kammer 12 durch einen geeigneten, ventilge
steuerten Einlaß wieder mit Luft gefüllt werden könnte. Der
Stutzen 32 wird von der Außenseite, nämlich von der Handhabe
7 her, an der Kappe 24 und dem Körper 4, 13 montiert. Alle
Bauteile, ggf. bis auf den Speicher 8, bestehen aus Kunst
stoff und können als Spritzgußteile hergestellt sein.
Das untere Ende des Speichers 8 bzw. der Kammer 11 ist
druckdicht mit einem Verschluß 40 verschlossen, welcher gemäß
Fig. 1 einteilig mit dem Verschluß 15 ausgebildet sein kann
und zweckmäßig bis nahe an den Einlaß 17 reicht. Beispiels
weise kann das untere Ende des Mantels 8 als Schneide wirken,
wenn der Speicher 8 zur Montage in den Boden 15 axial hinein
gedrückt sowie allein so durch Reibung am Innen- und Außenum
fang festgelegt wird und dabei der innerhalb der Schneide
liegende Teil des Bodens 15 als Verschluß 40 in den Speicher
8 eindringt.
Die Achse der jeweiligen Öffnung 17 kann gemäß Fig. 1 recht
winklig zur Achse 10 liegen. Sie kann aber auch in Austrag
richtung gemäß Fig. 2 spitzwinklig zur Achse 10 schräg
liegen. Dies gilt auch für die durch den Verschluß 40 gebil
dete, vom Auslaß 18 entfernte und an die Begrenzung der
Öffnung 17 tangential anschließende Bodenfläche 42 des
Speicherraumes, die auch ballig bzw. konvex gekrümmt sei kann.
Gemäß Fig. 2 ist der Verschluß 40 durch einen vom Verschluß
15 gesonderten, vollständig innerhalb des Speichers 8 liegen
den Bauteil gebildet, so daß der Verschluß 40 mit dem Spei
cher 8 vormontiert und dieser dann mit dem Körper 13 bzw. dem
Boden 15 verbunden werden kann. Der Boden 14 kann auch
vollständig innerhalb des Mantels 14 liegen und seine untere
Endfläche kann mit derjenigen des Mantels 14 bzw. des Spei
chers 8 in einer Ebene vorgesehen sein.
Gemäß Fig. 3 ist der Boden 42 des Speicherraumes durch ein
vom Fluid in Austragrichtung zu durchströmendes Sieb gebil
det, so daß das gespeicherte Medium nicht wie bei den Ausfüh
rungsformen nach den Fig. 1 und 2 die Öffnung 17 wie die
Öffnung 18 verschließt, sondern der Einlaß 17 zwischen
Verschluß 40 und Boden 42 in einen medienfreien Zwischenraum
mündet, welcher vollständig innerhalb des Rohres 8 liegt. Das
obere Ende des Rohres 8 ist hier spitzwinklig konisch ver
jüngt, so daß der Auslaß 18 und die Spitze 19 enger als der
Speicherboden 42 bzw. das übrige Rohr 8 sind. Der Verschluß
40 könnte auch einteilig mit dem Rohr 8 ausgebildet sein,
z. B. dadurch, daß das untere Rohrende durch Radialquetschung,
Abwinkelung oder dergleichen verschlossen ist.
Alle Merkmale aller Ausführungsformen können miteinander
kombiniert werden, z. B. so, daß jedes Merkmal bei jeder
Ausführungsform vorgesehen sein kann. Alle angegebenen
Wirkungen und Eigenschaften können genau wie angegeben, nur
etwa bzw. im wesentlichen wie angegeben oder stark davon
abweichend vorgesehen sein.
Claims (13)
1. Austragvorrichtung für Medien mit einem Grundkörper (4,
5), einer in unterschiedliche, eine Ausgangs- und eine
Endstellung einschließenden Betätigungsstellungen
überführbaren Austragbetätigung und einem Medien-Spei
cher (8), dessen dosierter Medien-Inhalt mit einem Hub
der Austragbetätigung im wesentlichen vollständig durch
einen Medienauslaß (30) auszutragen ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Medien-Speicher (8) einen langge
streckten Hohlkörper, wie eine Hohlnadel aus Stahl oder
dergleichen, enthält.
2. Austragvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Speicher (8) einen stromaufwärts vom
Medienauslaß (30) liegenden Speicherauslaß (18) auf
weist, daß insbesondere der Speicher (8) stromaufwärts
vom Medien- und/oder Speicherauslaß (30, 18) einen
Speichereinlaß (17) aufweist und daß vorzugsweise der
Medien-Speicher (8) frei stehend in einer im wesentli
chen geschlossenen Kammer (12) angeordnet ist.
3. Austragvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß Mittel zum Beimischen eines Fluids
in das Medium vorgesehen sind, daß insbesondere das
Fluid zur Förderung des Mediums vorgesehen ist und daß
vorzugsweise zur Förderung des Fluids in den Speicher
(8) eine Pumpe vorgesehen ist.
4. Austragvorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zur Druckbe
lastung des Speichers (8) an seiner Außenseite vorgese
hen sind, daß insbesondere die Druckbelastungs-Mittel in
einer der Betätigungsstellungen das Medium im Speicher
(8) durch den Speicherauslaß (18) und/oder den Speicher
einlaß (17) belasten und daß vorzugsweise Mittel zur
Druckentlastung des Speicherauslasses (18) bei Druck
belastung des Mediums durch den Speichereinlaß (17) in
einer weiteren Betätigungsstellung vorgesehen sind.
5. Austragvorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher (8)
einen Bestandteil eines Ventiles bildet, daß insbesonde
re der Speicher (8) mit seinem Speicherauslaß (18) einen
Ventilkörper (19) bildet und daß vorzugsweise der
Speicher (8) in der Ausgangsstellung gegenüber dem
Medienauslaß (30) druckdicht verschlossen ist.
6. Austragvorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Austragbe
tätigung ein Schieber (16) gegenüber dem Speicher (8)
verschiebbar ist, daß insbesondere der Schieber (16) ein
an einer Laufbahn gleitend geführter Kolben ist und daß
vorzugsweise der Schieber (16) eine vom Speicher (8) zu
durchstechende Membran (20) aufweist.
7. Austragvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß der Schieber (16) eine an den Speicher (8)
angeschlossene Druckkammer (12) begrenzt, daß inbesonde
re in der Ausgangsstellung der Speicher (8) dem Schieber
(16) mit Abstand gegenüberliegt und daß vorzugsweise der
Schieber (16) einen Schiebermantel sowie die Membran
(20) bildet, die von mindestens einem Ende des Schieber
mantels im Axialabstand liegt.
8. Austragvorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher (8) an
einem Tragkörper (13) lagefest angeordnet ist, daß
insbesondere der Tragkörper (13) einen den Speicher (8)
im wesentlichen auf dessen gesamter Länge und/oder mit
Radialabstand umgebenden Schutzmantel (14) bildet und
daß vorzugsweise der Speicher (8) mit einem Endabschnitt
versenkt in eine Wandung (15) des Tragkörpers (13)
eingreift.
9. Austragvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, daß der Tragkörper (13) mit dem Speicher (8)
und/oder einem Tragkörper-Verschluß (15, 16) eine
vormontierte Einheit (2) bildet, daß insbesondere der
Tragkörper (13) die Druckkammer (12) begrenzt und daß
vorzugsweise der Verschluß einen Kolben (16) der Pumpe
bildet sowie eine gegenüber der Weite des Speichers (8)
größere Außenweite aufweist.
10. Austragvorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (4)
einen einen Auslaßkanal (26) begrenzenden sowie mit der
Austragbetätigung gegenüber dem Speicher (8) bewegbaren
Betätigungsstößel (25) aufweist, dessen Außenweite
wesentlich größer als die Speicherweite ist, daß insbe
sondere in der Ausgangsstellung der Betätigungsstößel
(25) im Bereich einer Endfläche (24) des Pumpkolbens
(16) liegt, ohne in das Innere des Pumpkolbens (16)
berührungsfrei einzugreifen und daß vorzugsweise der
Betätigungsstößel (25) in jeder Betätigungsstellung ohne
Eingriffin das Innere des Pumpkolbens an dessen Außen
seite liegt.
11. Austragvorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher (8) in
Ausgangsstellung im Axialabstand von einer Handhabe (6,
7) und/oder einem Austragstutzen (32) des Grundkörpers
(4, 5) liegt, daß insbesondere der Tragkörper (13) in
der Ausgangsstellung über eine ausrückbare Hemmung (38)
mit dem Grundkörper (5) verbunden ist und daß vorzugs
weise der Tragkörper (13) und der Grundkörper (5)
einteilig ausgebildet sind.
12. Austragvorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der am Grundkörper
(5) vorgesehene Medienauslaß (30) durch einen von einer
Handhabe (7) des Grundkörpers (5) gesonderten Bauteil
gebildet ist, daß insbesondere der Auslaßstutzen (32) im
wesentlichen über seine gesamte Länge als gesonderter
Bauteil ausgebildet ist und daß vorzugsweise der Auslaß
stutzen (32) mit Schnappgliedern (33) festsitzend in die
Handhabe (7) eingreift.
13. Austragvorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher (8)
eine seinen Mantel quer durchsetzende Öffnung (17)
aufweist, daß insbesondere die Öffnung (17) als Spei
chereinlaß im Bereich einer an die Außenseite des
Speichers anschließenden Stirnfläche vorgesehen ist und
daß vorzugsweise der Speicher (8) über seine Länge
konstante Weite aufweist.
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