DE1925151B - Endloses Schleifband mit schrägem überlapptem Stoß - Google Patents
Endloses Schleifband mit schrägem überlapptem StoßInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein endloses Schleifband mit schrägem überlapptem Stoß, insbesondere Breitband,
bei dem der Schleifkombelag an den beiden zusammenstoßenden Bandenden im Überlappungsbereich entfernt ist.
Das Breitbandschleifen findet in den letzten Jahren nicht nur in der holzverarbeitenden Industrie, sondern
auch in der Metallindustrie Verwendung. Dabei werden sogenannte Breitbandstraßen mit mehreren
Schleifstationen eingesetzt, die mit Bändern unterschiedlich grober Körnung arbeiten können. Beispielsweise
können bei vier Sc!<leifst& Ionen zwei Stationen mit Bändern grober Körnung (Körnung 40
oder 50) und die beiden folgende.ι Stat, jnen mit Bändern
feiner Körnung (Körnung 80 und feiner) arbeiten, um eine entsprechende Oberflächenqualität zu
erreichen. Dabei wird das Schleifband entweder mittels einer Kontaktwalze oder eines Andruckbalkens,
über die oder den das Schleifband läuft, an das Werkstück angedrückt.
Bei den bisher verwendeten endlosen Schleifbändern der eingangs genannten Art, die eine Breite bis
zu etwa 2.fS m und eine Umfangslänge von etwa 3,8 m aufweisen können, beträgt die Überlappung
der Bandenden an jedem Stoß etwa 10 mm. Dabei hat sich gezeigt, daß es nicht ausreicht, den Kornbelag
nur am unteren Bandende in der Überlappungsbreite zu entfernen und das obere Bandende auf
das verdünnte untere Bandende bzw. die freigelegte Leinenunterlage aufzukleben. In diesem Falle springt
der Kornbelag des oberen Bandendes gegenüber dem unmittelbar benachbarten Kornbelag des unteren
Bandendes vor. und es wurde festgestellt, daß bei einer derartigen Ausführung sogenannte Rattermarken
am Werkstück entstehen. Außerdem ist es bei derartigen Schleifbändern unbedingt erforderlich,
daß das Band in der Richtung umläuft, daß die Klebestelle auf der Kornseite abläuft, so daß die
Klebestellcnstufe auf der Kornscitc nicht auf das Werkstück auftrifft. Dann kann aber das Band auf
seiner Unterseite nicht ablaufen, so daß an der Bandunterseite das untere Bandende auf die Kontaktwalze
oder auf den Andruckbalken aufläuft. Dieses Auflaufen kann insbesondere bei Verwendung eines nicht
mitumlaufenden Andruckbalkens zu einem Reißen des Bandes führen, insbesondere bei einer geringfehlerhaften
Klebung. Dieser Nachteil wirkt sich auch bereits bei Grobschliffstationen aus. wo die
Ausbildung von Rattermarken und ähnlichen Fehlern bis zu einem gewissen Ausmaß in Kauf genommen
Aus den vorgenannten Gründen ist man dazu übergegangen, den Kornbelag nicht nur am unteren
Bandende, sondern auch am oberen Bandende zu entfernen, und zwar jeweils in der Breite des Überlappungsbereichs
(USA-Patentschrift 1 009 709), so
daß an der BandobcSeite im Überlappunjjsbereich
kein Kornbelag vorhanden ist und die Bandoberseite im Überlappungsbereich zurückspringt, da der an den
beiden Bandenden entfernte Kornbelag mehr als die
ία halbe Bandstärke ausmacht. Bei dieser Ausführung
werden zwar die vorerwähnten Rattermarken vermieden,
es hat sich jedoch gezeigt, daß bei Verwendung dieser Bänder mit einer Kornbelaglücke in der Breite
der Klebestelle von etwa 10 mm unerwünschte Brennstellen auftreten, was darauf zurückzuführen
sein dürfte, daß sich erhitzte Abschliffteilchen in der relativ breiten Kornlücke an der Bandoberseite festsetzen.
Außerdem ist auch bei dieser Bandausführung ein relativ häufiges Reißen des Bandes an der Nahtstelle
festzustellen. Eine Erklärung für dieses häufige Reißen kann darin gesehen werden, daß durch die
Entfernung des Kornbelags eine Schwächung des Bandes auftritt und daß diese Schwächung des
oberen Bandendes sich bis zu einem Punkt erstreckt.
an dem auch das untere Bandende bzw. die verbleibende Leinenunterlage keine Verstärkung des oberen
Bandendes mehr bewirkt. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Nahtstelle durch die beim Schleifen
üblicherweise der Längsbewegung des Bandes überlagerte hin- und hergehende Querbewegung über
einer Breite von etwa 10 bis 15 mm und mit etwa 1 bis 6 Schwingungen je Minute eine zusätzliche
Querbeanspruchung erfährt, die mitverantwortlich für ein relativ häufiges Reißen des Bandes ist.
Der Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zu Grunde, ein Schleifband so auszuDiiden. daß die
Nachteile der beiden vorgenannten Ausführungen vermieden sind, daß also beim Betrieb des Bandes
weder Rattermarken noch Brennstellen auftreten und das Band zugleich eine erhöhte Reißfestigkeit aufweist.
Erfindungsgemäß ist das endlose Schleifband mit schrägem überlapptem Stoß, insbesondere Breitband,
bei dem der Schleifkombelag an den beiden zusammenstoßenden
Bandenden im Überlappungsbereich entfernt ist. dadurch gekennzeichnet, daß der Kornbelag
am oberen Bandende in einer Breite von nur etwa 30 bis 80" 0. vorzugsweise etwa 50" n. der Überlappungsbreite
der beiden Bandenden entfernt ist.
Obwohl bei dieser erfindungsgemäßen Ausführung das Band in einem Teil des Überlappungsbereichs
eine erhöhte Stärke aufweist, hat sich wider Erwarten gezeigt, daß die Verwendung dieses Bandes weder
zu den vorerwähnten Rattermaiken noch Brennstellen führt. Ferner ist ersichtlich, daß das erfindungsgemäße
Band eine größere Reißfestigkeit als die bekannte Ausführung mit einer Kornlücke aufweist, da
nun der Kornbelag des oberen Bandendes auch das untere Bandende noch überlappt. Ferner wurde in
Versuchen festgestellt, daß das erfindungsgemäße Band ohne Nachteil an der Kornseite auflaufen kann,
so daß es zweckmäßigerweise im Gegensatz zur bisherigen Praxis so eingebaut wird, daß es auf seiner
Unterseite abläuft. Dadurch wird ein weiterer Grund für das Reißen von Schleifbändern ausgeschaltet.
Wenn also eine fehlerhafte Stelle in der Klebnaht vorhanden ist. ist dieser Fehler nicht von so starkem
Einfluß auf die Haltbarkeit des Bandes, weil die
Klebestelle im Falle der Verwendung eines Druckbalken
nicht gegen diesen stößt und deshalb auch flicht so leicht reißt.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand einer idiomatischen Zeichnung, die ein einen Überlappungsstoß
enthaltendes Bandstück in Seitenansicht leigt, an einem Alisführungsbeispiel näher erläutert.
In der Zeichnung sind das untere Bandende 1 und das obere Bandende 2 dargestellt, die mit einem
D'bedappungsstoß 3, der schräg zur Bandumlaufrichtung verläuft, miteinander verbunden sind. Das
Bandende 1 besieht aus einer Leinenunterlage 5 an der Bandunterseite und einem Kornbelag 6 an der
Bandoberseite. In gleicherweise besteht auch das Bandende 2 aus einer Leinenunterlage 7 und aus
einem Kornhelag 8 gleicher Stärke.
Der Kornbelag 6 des unteren Bandendes ! ist am Stoßende in einer der Überlappungsbreite ti entsprechenden
Breite von etwa 10 mm entfernt. Auch der Kornbelag 8 des oberen Bandendes 2 ist am Stoßende
entfernt, jedoch in einer Breite b von nur etwa 5 mm. Die Leinenunterlage 7 des oberen Bandendes 2 ist
in der vollen Breite α auf die freigelegte Leinenunterlage
5 des unteren Bandendes 1 aufgeklebt.
Pfeil 9 kennzeichnet die bevorzugte Laufrichtung des Bandes, bei der das Band, das gegebenenfalls
aus mehreren Bandstücken zusammengesetzt sein kann und dann entsprechend viele Stoßstellen 3 aufweist,
an seiner Unterseite abläuft.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Endloses Schleifband mit schrägem überlapptem Stoß, insbesondere Breitband, bei dem der Schleifkombelag an den beiden zusammenstoßenden Bandenden im Überlappungsbereich entfernt ist. dadurch gekennzeichnet, daß der Kornbelag (8) am oberen Bandende (2) in einer Breite (b) von nur etwa 30 bis SO11U, vorzugsweise etwa SO0/», der Überlappungsbreite (a) der beiden Bandenden (1. 2) entfernt ist.
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