DE1925227A1 - Vorrichtung zur Betaetigung einer beweglichen Verschlussflaeche,insbesondere des Verdecks eines Kabrioletts - Google Patents

Vorrichtung zur Betaetigung einer beweglichen Verschlussflaeche,insbesondere des Verdecks eines Kabrioletts

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Description

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Vorrichtung zur Betätigung einer beweglichen Verschlußfläche, insbesondere des Verdeckes eines Kabrioletts.
Die Erfindung bezieht sich auf elektrische oder elektrischhydraulische Steuereinrichtungen zur Betätigung von beweglichen Verschlußflächen mit einer von Hand betätigten Verriegelung in der geöffneten oder in der Ver Schlußstellung, insbesondere für Verdecke von Kabrioletts.
Kabrioletts mit einem elektrisch zu betätigenden Verdeck besitzen einen Elektromotor, der ein mechanisches System oder eine Pumpe, die Kolben-Zylinder-Aggregate beaufschlagt, betätigt. Das Öffnen und Schließen des Verdecks erfolgt über einen elektrischen Umschalter mit einer stabilen Arretierstellung, sowie einer öffnungs- und einer Schließstellung, die vorübergehend eingeschaltet werden. Die Drehung des Motors in der einen Richtung öffnet das Verdeck, während die Drehung in entgegengesetzter Richtung dieses schließt. Die Verriegelung des Verdecks am oberen Rahmen der"Windschutzscheibe erfolgt von Hand. Die bekannten Betätigungs— einrichtungen für das Verdeck bringen, unabhängig davon, ob sie elektromechanisch oder elektrohydraulisch sind, erhebliche Vorteile. Wenn die Einrichtung so konstruiert ist, daß sich das Verdeck betätigen läßt, wenn es verriegelt ist, können erhebliche Schaden auftreten, z.B. verbogene oder verzogene Verdecke-und Deformierungen des Rahmens der Windschutzscheibe. Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Betätigungseinrichtung für eine bewegliche. Verschlußfläche, insbesondere für das Verdeck eines Kabrioletts, die aus einem Elektromotor und wenigstens einem von Hand betätigten Klemmbügel zur Verriegelung der Fläche in wenig-, stens einer der Endstellungen besteht, so auszubilden, daß die erwähnten Nachteile mit Sicherheit vermieden werden.
Die Erfindung besteht darin, daß zwischen dem Speisekreis für den Motor und dem Klemmbügel eine Verriegelung vorgesehen ist, die den Stromkreis des Motors unterbricht, solange die Verschlußfläche nicht entriegelt ist. Erfindungsgemäß enthält der Speisekreis für den Motor einen Öffnungskontakt, der mit dem beweglichen Teil eines Heiais verbunden ist, dessen eigener Speisekreis durch den Klemmbügel geschlossen ist, während die Elemente, aus denen der Klemmbügel besteht, in ihrerVerriegelungssteilung sind.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung besteht der Klemmbügel aus einem Haken und einem Bügel, der an einem einen Totpunkt durchlaufenden Hebel angebracht ist, wobei der Haken mit der Masse verbunden ist, während der Sockel, an dem der Hebel beweglich befestigt ist, gegenüber der Masse isoliert und mit der Wicklung des Relais verbunden ist. Zweckmäßigerweise sind in dem Speisekreis des Relais mehrere Klemmbügel in Parallelschaltung angeordnet.
Die Erfindung sieht ferner vor, daß der Motor in zwei Drehrichtungen laufen kann, die 'durch den Umschalter gesteuert werden, und daß der Öffnungskontakt in Reihe mit diesem Umschalter geschaltet ist.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindune;, bei der
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der Motor ebenfalls in zwei Drehrichtungen laufen kann, die durch einen Umschalter' gesteuert werden, ist der Öffnungskontakt in dem Abschnitt des Stromkreises angeordnet, der den Kotor mit dem Kontakt des Umschalters verbindet, der die Verschiebung der Verschlußfläche in Schließrichtung bewirkt, wobei der Klemmbügel zur Verriegelung in der Verschlußstellung dient.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig, 1 perspektiv eine Innenansicht eines Teil des Kabrioletts mit geschlossenem Verdeck und einer schematisch dargestellten Steuereinrichtung;
Fig. 2 . .
3 u. 4 vergrößert eine der von Hand betätigten Verriegelungseinrichtungen in drei verschiedenen Stellungen;
Fig. 5 das Schema der elektrischen Steuerschaltung und
Fig. 6 eine abgewandelte Ausführungsform der elektrischen Schaltung.
Das auf Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiol der Erfindung zeigt ihre Anwendung zum öffner, und Schließen aes Veraecks 1 eines Kabrioletts. Das Verdeck wird durch Verriegelungselemente 2, die von Hand betätigt werden, unbeweglich in seiner Verschlußstellung gehalten. Im allgemeinen benutzt man zwei Verriegelungen, die im folgenden als Klemmbügel bezeichnet werden.
Die Betätigung des Verdecks kann durch bekannte elektrisch gesteuerte Einrichtungen erfolgen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird ein Elektromotor 3 benutzt, der eine Pumpe 4- beaufschlagt, die Drucköl in zwei Kolben-Zylinder-Aggregate 5 drückt, von denen eines sichtbar ist. Die Bewegung des Kolbens des Aggrega-
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tes 5 wird auf das Verdeck durch Gestänge 6 übertragen. Je nach der Drehrichtung des Motors, die von dem Armaturenbrett aus durch einen Umschalter 7 gesteuert wird, wird das Verdeck durch Schließen des Stromkreises bei ο oder f (Fig. 5 und 6) geöffnet oder geschlossen. Die Klemmbügel 2 bestehen, wie es an sich bekannt ist, aus einem Bügel 8, der durch einen einen Totpunkt durchlaufenden Hebel 9 betätigt wird, der gelenkig an einem an dem Verdeck 1 angebrachten Sockel 10 befestigt ist, sowie einem Haken 11, der fest an dem Rahmen 12 der Windschutzscheibe 15 angebracht ist. Ein Zentrierstift 14, der an dem Sockel 10 sitzt und sich in einen entsprechenden Sitz 15 des Hakens 11 schieben kann, sorgt für die richtige Lage des Verdecks in der Verschlußstellung.
Erfindungsgemäß sind die Haken elektrisch mit der Mass"e des Kraftfahrzeuges verbunden, "während die Bügel 8, die Hebel 9 und die Sockel 10 mittels einer Platte 16 isoliert angebracht sind. Die Klemmbügel sind einerseits untereinander über einen Leiter 17 und andererseits mittels eines zweiten Leiters 18 mit einer Klemme der Wicklung des Relais 19 verbunden.
Die andere Klemme dieses Relais 19 steht mit der Batterie 20 des Fahrzeuges über einen Unterbrecher 21 in Verbindung, der der Zündschalter sein kann, während die Rückleitung zur Masse über einen der parallel geschalteten Klemmbügel 2 erfolgt, wenn der Bügel 8 und der Haken des Klemmbügels nicht vollständig getrennt sind.
Der Anker oder der bewegliche Teil 22 des Relais ist mit einem Öffnungskontakt 23 verbunden, über den der Umschalter 7 mit der Batterie, beispielsweise über den Unterbrecher 21, verbunden ist. Die Vorrichtung enthält ferner eine Diode 24-, die an die Klemmen des Relais 19
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angeschlossen ist und Überspannungen absorbieren kann, die durch Selbstinduktion des Relais im Augenblick der Stromunterbrechung auftreten können. Schließlich ist es zweckmäßig, den Stift 14 und die Anlageflache des Sockels 1Ö an dem Haken 11, beispielsweise durch KunststoffÜberzüge 25, 26 elektrisch zu isolieren.
Die Vorrichtung arbeitet wie folgt:
Ausgehend von der Schließstellung, bei der das Verdeck geschlossen und wenigstens einer der Klemmbügel 2 nicht entriegelt ist (Flg. 4), wird das Relais 19 gespeist und öffnet den Kontakt 23, so daß die Stromzufuhr zum Motor 3 unterbrochen ist* Selbst wenn einer der Klemmbügel 2 nicht vollständig geöffnet wird, und der Bügel 8 zu Beginn der Betätigung hängen bleibt (Fig* 3), wird das Relais Λ9 erneut gespeist und öffnet den Kontakt von neuem* wodurch der Motor angehalten.wird»
Wenn dagegen alle Klemmbügel 2 richtig entriegelt werden* wird des Relais 19 nicht mehr gespeist und der Kon^- takt 23 ist geschlossen^ so daß dem Motor Strom zugeführt wird. Man sieht jetzt den Zweck der Isolierung des Stiftes 14·. .Wäre dieser nicht isoliert* so könnte sich das Relais 19 durch Kontakt des" Stiftes 14 mit dem Sitz 15 des Hakens 11 wieder schließen, obschon die Entriegelung des Klemmbügels korrekt erfolgte»
Trotzdem ist die Isolierung des Stiftes 14 nicht unbedingt erforderlich, Jedoch ist es, wenn man sie nicht anbringt, notwendig, nach der Entriegelung der Klemmbügel 2 das Verdeck von Hand zu öffnen, um die Stifte 14 aus ihren Sitzen 15 zu entfernen»
Auf Fig. 6 ist eine abgewandelte Ausführungsform der elektrischen Schaltung dargestellt, bei der das Relais
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19 in Reihe mit dem Öffnungskontakt o des Umschalters 7 geschaltet ist. Bei dieser Anordnung verbracht das Relais 19 normalerweise keinen Strom, weil es nur gespeist wird, wenn man das "Verdeck öffnen will, soweit wenigstens eine der Klemmbügel 2 nicht oder schlecht entriegelt ist. In diesem Fall wird durch das unmittelbare öffnen des Kontaktes 23, wie bei der vorhergehenden Ausführungsform, das Anlaufen des Motors verhin- , dert.
Eine.Sicherung des Verdecks in Schließrichtung ist nicht vorgesehen, da man im allgemeinen keine Verriegelungen anbringt, die das Verdeck in der geöffneten Stellung halten. Im Bedarfsfalle könnte man Jedoch ein dem Relais 19 entsprechendes Relais vorsehen, das in Reihe mit dem Schließkontakt f des Umschalters 7 geschaltet ist«
Pat entansprüche
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Claims (6)

  1. _ 7 - ■
    Patentansprüche
    Λ ή Betätigungseinrichtung für eine bewegliche Ver- ^schlußflache, insbesondere für das Verdeck eines Kabrioletts, die aus einem Elektromotor und wenigstens einem von Hand betätigten Klemmbügel zur Verriegelung der Fläche in wenigstens einer der Endstellungen besteht, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Speisekreis für den Motor (3) und dem Klemmbügel (2) eine Verriegelung vorgesehen ist, die den Stromkreis des Motors (3) unterbricht, solange die Verschlußfläche (1) nicht entriegelt ist.
  2. 2. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch . gekennzeichnet, daß der Speisekreis für. den Motor (3) einen Öffnungskontakt (23) enthält, der mit dem beweglichen Teil (22) eines Relais (19) verbunden ist, dessen eigener Speisekreis durch den Klemmbügel (2) geschlossen wird, während die Elemente, aus denen der Klemmbügel besteht, in ihrer Verriegelungsstellung sind.
  3. 3. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmbügel (2) aus einem Haken (11) und einem Bügel (8) besteht, der an einem einen Totpunkt durchlaufenden Hebel (9) angebracht ist, wobei der Haken (11) mit der Hasse verbunden ist, während der Sockel (10), an dem der Hebel (9) beweglich befestigt ist, gegenüber der Masse isoliert und mit der Wicklung des Relais (19) verbunden ist.
  4. 4. Betätigungseinrichtung nach den Ansprüchen 2 und dadurch gekennzeichnet, daß in dem Speisekreis des Relais (19) mehrere Klemmbügel in Parallelschaltung angeordnet sind.
    909885/10*2
    BAD ORIGINAL
  5. 5. Betätigungseinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch ,gekennzeichnet, daß der Motor (3) in zwei Drehrichtungen laufen kann, die durch einen Umschalter (7) gesteuert werden, und daß der öffnungskontakö (23) in Reihe mit diesem Umschalter geschaltet ist.
  6. 6. Betätigungseinrichtung nach den Ansprüchen Λ bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor in zwei Drehrichtungen laufen kann, die durch einen Umschalter (7) gesteuert werden, und daß der Öffnungskontakt (23) in dem Abschnitt des Stromkreises angebracht ist, der den Motor (3) mit dem Kontakt (o) des Umschalters (7) 'verbindet, der die Verschiebung der Verschlußfläche in Schließrichtung bewirkt, wobei der Klemmbügel (2) zur Verriegelung in der Verschlußstellung dient.
    80 9 885/ ;Tff4 2
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