DE1925340A1 - Verfahren und Einrichtung zum Speisen von Kaltpilgerwalzwerken - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Speisen von KaltpilgerwalzwerkenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21B—ROLLING OF METAL
- B21B21/00—Pilgrim-step tube-rolling, i.e. pilger mills
- B21B21/04—Pilgrim-step feeding mechanisms
- B21B21/045—Pilgrim-step feeding mechanisms for reciprocating stands
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Description
"Verfahren und Einrichtung zum Speisen von Kaltpilgerwalzwerken
n
Die Erfindung bezieht sieh auf ein Verfahren und eine Einrichtung
zum Speisen von Kaltpilgerwalzwerken mit zu öffnenden Dornwiderlagern und Spannschlitten zum Vorschieben
und ggf. Drehen der auf den Dorn aufgeschobenen Luppe, wobei
die Luppe von rückwärts auf den. Dorn auf- und dann in
das Walzwerk eingeschoben wird, wobei nur ein Dornwiderlager und ein Spannschlitten vorgesehen ist, der im Zeitraum der
Öffnung des Dornwiderlagers und des Aufschiebens der Luppe auf den Dorn in seine Ausgangsstellung zurückfährt, wobei
der Dorn durch die im Walzprozeß befindliche Luppe festgehalten ist.
Meist ist diese Anlage für eine bestimmte Luppenlänge ausgelegt und arbeitet bei Verwendung gleichlanger Luppen von
der Größe der Maschinenauslegung unter optimalem Wirkungsgrad.
Wird jedoch oben beschriebene Einrichtung zum Einspeisen von Luppen mit unterschiedlichen^ vor allem kurzen Längen benutzt,
so wird sich der Ausnutzungsgrad durch die vorher festgelegten Wege, zeitlich gesehen, wesentlich verschlechtern.
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Deshalb 1st es Aufgabe der Erfindung, auch bei Verarbeitung
von Luppen unterschiedlicher Länge durch Zeiteinsparung den
optimalen Ausnutzungsgrad wieder zu erreichen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren gelöst,
bei dem nach Inbewegungsetzen des Einstoßapparates infolge der neu eingesetzten Luppe letztere während des gleichzeitig
an der vorher eingegebenen Luppe ausgeführten Pilgervorganges bei ihrer Längsbewegung in der Einstoßrinne in ihrer
Tange gemessen und nach beendetem Meßvorgang und Stillsetzen
des Einstoßapparates die ermittelte Länge in ein Rechengerät tibertragen wird, wo bereits der Vorschubweg registriert
und vermittels Programmsteuerung der zurückgelegte Vorschubweg des Spannschlittens mit der Luppenlänge verglichen
und bei erreichter Längengleichheit des Walzwerks stillgesetzt wird, worauf sich sowohl der Spannschlitten
nach seinem und dem Öffnen des Dornwiderlagers rückwärts
und der EinstoSapparat vorwärts bewegt, wobei der Spannschlitten
einen solchen Weg zurücklegt, daß die neue Luppe zwischen diesem und der im Arbeitsprozeß befindlichen Luppe Platz findet, worauf nach dem Zusammentreffen beider Luppen das Walz«
gerüst und der Spannschlittennach dem Schließen von Spannschlitten
und Dornwiderlager in Bewegung gesetzt werden, während der Einstoßapparat seine Ausgangsstellung einnimmt*
Zur Durchführung des Verfahrens werden erfindungsgemäß an sich bekannte UmdrehungsZählwerke mit Impulsgebern im Antrieb
von Einstoßapparat und Spannschlitten und ein elektronisches
Rechenwerk sowie gewichts- oder lichtbetätigte Schalter in der Einstoßrinne und ein Endschalter an deren Ende vorgesehen,
wobei durch die Impulse im Rechenwerk eine automatische Folgesteuerung ausgelöst wird.
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Vermittels der beigefügten Zeichnungen wird beispielsweise die Erfindung anhand einer verkürzten Luppe näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 die Speiseeinrichtung in Ansicht von oben,
wobei diese mit einer Luppe beschickt wird, deren Länge kleiner ist als diejenige, für
die die Anlage ausgelegt ist;
Fig. 2 den Meßvorgang der in der Binstoßrinne liegenden kurzen Luppe in Ansicht von oben;
wobei die neue Luppe hler nach dem Einstoßvorgang auf dem Dorn zwischen dem Spannschlitten
und der Luppe im Bearbeitungeprozeß gezeigt ist.
Während in Fig. 1 rechts die im Bearbeitungsprozeß befindliche Luppe 2 vom angetriebenen Walzgerüst 1 ausgewalzt wird und immer weiter nach rechts wandert 9 wird
linke eine neue Luppe 3 in die Einstoßrinne 12 gelegt und betätigt durch ihr Gewicht oder Einwirkung auf einen Lichtstrahl mindestens einen der Schalter 6, 7» 8.
Dadurch wird der Längsaeßvorgang der neuen Luppe eingeleitet. Diesem Längsmeßvorgang dient ein nicht dargestellter Impulsgeber am Antrieb des Slnstoßapparates 5,
wobei dieser Impulsgeber je Umdrehung des Antriebes einen Impuls gibt, der von einem nicht dargestellten Rechengerät eingegeben wird.
Nach Betätigung eines der Schalter 6, 7, 8 setzt sich der Antrieb des Einstoßapparates 5 in Bewegung und schiebt
diesen von seiner in Fig. 1 dargestellten Ausgangsstellung am Schalter 13 nach rechts, bis er die in Einstoß-
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rinne 12 liegende neue Luppe 3 mit Endschalter 9 in Berührung gebracht hat, was die Ausschaltung des Antriebes
des Einstoßapparates 5 bewirkt. Der bis dahin von dem Einetoßapparat 5 zurückgelegte und von seinem Zählwerk
registrierte Weg ζ ermöglicht gemäß Fig. 2, ausgehend von der Länge L der maximalen Luppe, für die die Anlage
ausgelegt ist, die Bildung der Differenz ^= L - x, d.h.
die Bestimmung der Länge 1 der neuen Luppe 3, die in der Regel geringer ist als L, was im elektronischen Rechengerät geschieht.
Ein zweiter Impulsgeber ait Zählwerk ist am Antrieb des
Spannschlitten 4 angeordnet und steht ebenfalls mit dem Rechengerät in Verbindung. Eine vom Rechengerät ausgelöste automatische Folgesteuerung bewirkt, daß dann, wenn
Spannschlitten 4 sich gemäß Fig. 2 von seiner Ausgangslage am Schalter 11 um den Weg £ nach rechts bewegt hat, der
Antrieb des Walzgerüstes 1 abgeschaltet, der Spannschlitten 4 in eröffnetem Zustand in seine Ausgangslage zurückgefahren und gleichzeitig die neue Luppe 3 vom Einstoßapparat
durch das nicht dargestellte Bornwiderlager und den Spannschlitten 4 hindurch auf den Dorn aufgeschoben wird, während die im Bearbeitungeprozeß befindliche Luppe 2 und der
Dorn von den stillgesetzten Walzen des Walzgerüstes 1 gehalten werden, bis nach dem Zusammentreffen beider Luppen
2 und 3 der Spannschlitten 4 und das Dornwiderlager sich schließen und der Spannschlitten 4 und das Walzgerüst 1 erneut in Bewegung gesetzt werden und der Einstoßapparat 5 in
seine Ausgangsstellung zurückfährt.
Während bei der ursprünglichen Anlage der Spannschlitten bei stillgesetztem Walswerk auch beim Einspeisen kleiner
Luppen stets den Weg der maximalen Länge L zwischen Sicher-
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heitsendschalter 10 und Schalter 11 zurückliegen muß,
wodurch sich bei kleinen Luppen ein unnötiger Zeitaufwand bei Stillstand des Walzwerkes und somit ein verschlechterter
Ausnutzungsgrad ergibt, gestattet die Erfindung
eine der geringeren Luppenlänge entsprechende Verkürzung dieser Verlustzeit und ermöglicht auch beim Einsatz kleinerer
Luppen einen optimalen Ausnutzungsgrad.
Sa im praktischen Walzwerksbetrieb häufig auf ein und
derselben Anlage mit Luppen unterschiedlicher Länge gearbeitet werden muß, kommt der Erfindung für die Verbesserung
des Ausnutzungsgrades von Kaltpilgerwalzwerken eine hohe Bedeutung zu.
009B47/08U
Claims (2)
1. Verfahrisn zum Speisen von Kaltpilgerwalzwerken mit
zu öffnenden Dornwiderlagern und Spannschlitten zum Vorschieben und ggf. Drehen der auf den Dorn
aufgeschobenen Luppe, wobei die Luppe von rückwärts auf den Dorn auf- und dann in das Walzwerk eingeschoben
wird» wobei nur ein Dornwiderlager und ein Spannschlitten vorgesehen ist, der im Zeitraum der
Öffnung des Dornwiderlagers und Aufschiebens der Luppe auf den Dorn in seine Ausgangsstellung zurückfährt,
wobei der Dorn durch die im Walzprozeß befindliche Luppe gehalten 1st, dadurch gekennzeichnet,
daß nach Xnbewegungsetzen des Einstoßapparates infolge
der neu eingesetzten läppe letztere während
des gleichzeitig an der vorher eingegebenen Luppe ausgeführten
Pilgervorgangee bei ihrer Längsbewegung in der Einstoßrinne in ihrer Länge gemessen und nach
beendetem Meßvorgang und Stillsetzen des Einstoßapparates die ermittelte'Länge in ein Rechengerät
übertragen wird, wo bereits der Vorschubweg registriert und vermittels Programmsteuerung der zurückgelegte
Vorschubweg des Spannschlittens mit der Luppenlänge verglichen und bei erreichter Längengleichheit des
Walzwerks stillgesetzt wird, worauf sich sowohl der Spannschlitten nach seinem und dem öffnen des Dornwiderlagers
rückwärts und der Einstoßapparat vorwärts bewegt, wobei der Spannschlitten einen solchen Weg
zurücklegt, daß die neue Luppe zwischen diesem und der im Arbeitsprozeß befindlichen Luppe Platz findet,
worauf nach dem Zusammentreffen beider Luppen das Walzgerüst und der Spannschlitten nach dem Schließen
von Spannschlitten und Dornwiderlager in Bewegung gesetzt werden, während der Einstoßapparat seine Ausgangsstellung
einnimmt*
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2.) Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1, gekennzeichnet durch an sich bekannte UmdrehungsZählwerke mit Impulsgebern im Antrieb
des Einstoßapparates (5) und des Spannschlittens (4) und ein elektronisches Rechenwerk sowie gewichts-
oder lichtbetätigte Schalter (5, 7» β) in der Einstoßrinne (12) und einen Endschalter (9)
an deren Ende und mit einer durch das Rechenwerk gesteuerten Folgeschaltung·
A6 Nr. 24/69 (146
3847/08U
Leerseite
Priority Applications (4)
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Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
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Publications (3)
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| GB (1) | GB1268020A (de) |
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