DE1925763B2 - Verfahren zur Herstellung von Dithiophosphon- und Dithiophosphinsäure-Addukten und diese enthaltende Schädlingsbekämpfungsmittel - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Dithiophosphon- und Dithiophosphinsäure-Addukten und diese enthaltende SchädlingsbekämpfungsmittelInfo
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Description
P-SH
/Il
R'(O)„ S
ίο worin R, R' und π die vorstehend angegebene
Bedeutung Desitzen, mit einem Acetylen der Formel
CH = C-R1
Dithiophosphon- und Dithiophosphinsäureester sind bekannt und können aus den entsprechenden Salzen
oder Chloriden durch Verdrängungsreaktion hergestellt werden. Ferner können Dithiophosphonate und Dithiophosphinate
durch ionische Addition beispielsweise gemäß deuterscher Patentschrift 10 71701 und
02 138 spontan durch ionische Addition an Vinylsulfide angelagert werden.
Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung von Dithiophosphon- und Dithiophosphinsäure-Addukten
der allgemeinen Formel
R S
P-SCH = CH-R1
R'O„
worin R und R' Phenyl, monosubstituiertes Phenyl, Ci-C5-Alkyl oder monosubstituiertes Ci-Cs-Alkyl
bedeuten, R1 Wasserstoff, Ci — Gt-Alkyl, monosubstituiertes
Ci — Cfc-Alkyl, Phenyl, monosubstituiertes Phenyl
oder den Rest eines Carboxylesters bedeutet, und η 0
worin R1 die vorstehend angegebene Bedeutung besitzt, in flüssiger Phase in Anwesenheit eines radikalischen
Katalysators bei einer Temperatur zwischen — 100 und
+ 2000C umsetzt
Geeignete Dithiophosphon- bzw. Di thiophosphinsäuren sind: O-Äthyl-, O-Isopropyl- und O-Cyclohexyl-methandithiophosphonsäure,
O-Äthyl-4-methoxybenzol-, O-Äthyl-4-chlorbenzol-, O-Methyl-chlormethan- und
Phenyl-benzol-dithiophosphonsäuren sowie Diäthyl-, Dibutyl-, Dicyclohexyl-, Dibenzyl-, Diphenyl-, Methylphenyl-
und Bis-(chlorphenyl)-dithiophosphinsäuren.
Asymmetrische Acetylene reagieren nach dem Anti-Markovnikov-Schema, wobei man die entsprechenden
Vinylmonoaddukte erhält:
R'O„
P-SH + CH = C-R1
P-SCH = CH-R1
R'O„
Besonders bevorzugt sind Methylacetylen, Phenylacetylen
und deren monosubstituierte Derivate, wie Chlorphenylacetylen, und dreifach ungesättigte Carb-
oxylester, wie Äthylpropiolat.
Die radikalische Addition kann mit oder ohne Anreger erfolgen, wobei jedoch die Verwendung von
ein oder mehreren radikalischen Anregern bevorzugt wird, wie beispielsweise von Peroxyden, wie t-Butylper-
r>o oxyd und Azoverbindungen, wie Azobisisobutyronitril
und/oder Bestrahlung mit Licht, Gammastrahlen oder Hitze. Die Menge des Anregers liegt in einem Bereich
von 0,001 bis 10 und vorzugsweise 0,1 bis 3 Mol-%.
Die radikalische Umsetzung erfolgt im allgemeinen in einem Temperaturbereich von -100 bis 2000C und
vorzugsweise zwischen —30 und 1500C. Bei Verwendung
von chemischen Anregern hängt die bevorzugte Reaktionstemperatur von der thermischen Stabilität
dieser Anreger ab. Es wird bei Temperaturen gearbeitet,
bo bei denen sich der Anreger so schnell zersetzt, daß die
gewünschte Konzentration an freien Radikalen erhalten wird. Wenn man die Umsetzung mit Ultraviolett- oder
Gammastrahlung auslöst, wird vorzugsweise bei Zimmertemperatur oder niederen Temperaturen gearbeitet.
bi Eine gemeinsame Anregung durch chemische Katalysatoren
und Bestrahlung kann von Vorteil sein. In einigen Fällen ist die Umsetzungstemperatur durch die thermische
Stabilität der Ausgangsprodukte begrenzt, was
auch zur Vermeidung unerwünschter ionischer Nebenreaktionen von Vorteil ist
Der Mindestdruck bei der radikalischen Umsetzung entspricht einem Druck, bei dem das Reaktionsgemisch
in flüssiger Phase vorliegt Bei einigen gasförmigen ungesättigten Ausgangsprodukten, wie Äthylen und
Acetylen, wird man zweckmäßig bei Überdruck arbeiten. Im allgemeinen kann man bei Unterdruck von
0,5 ata bis zu Überdruck von 100 atü arbeiten.
Es wird ein Überschuß der ungesättigten Verbindung eingesetzt, um die Bildung des entsprechenden Monoadduktes
zu begünstigen.
Im allgemeinen erfolgt die Umsetzung in Abwesenheit von Lösungsmitteln und wobei flüssige Produkte
erhalten werden. Lösungsmittel können verwendet werden, was insbesondere für die Lösung der gasförmigen
Reaktionsteilnehmer und der festen Produkte von Vorteil ist. Geeignete Lösungsmittel sind gegenüber den
Reaktionsteilnehmern inert und stören nicht die radikalische Auslösung und Fortschreiten des Verfahrens.
Beispielsweise können aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe und ferner Äther und Thioäther
als Lösungsmittel verwendet werden.
Die Umsetzungszeit liegt beispielsweise zwischen 10 Minuten und 300 Stunden und vorzugsweise bei 1 bis 24
Stunden. Die nicht umgesetzte Säure wird am besten in Form des wasserlöslichen Natrium- oder Ammoniumsalzes
entfernt, während das nicht umgesetzte ungesättigte Produkt meist durch Destillation abgetrennt wird.
Die Reinigung der Addukte kann durch fraktionierte Destillation vorzugsweise unter Vakuum erfolgen.
Die erindungsgemäßen Produkte sind besonders als Pestizide, Insektizide und Nematodizide geeignet und
werden meist mit einem Träger oder Verdünnungsmittel eingesetzt, also chemisch inerten festen oder
flüssigen Stoffen, wie Gips, Ton, Schwefel oder Kohlenstoff, wobei gegebenenfalls Stabilisatoren, wie
Polyglykole verwendet werden können. Als Trägermaterial können auch harzartige oder wachsförmige
Träger, die lösungsmittellöslich, thermoplastisch oder schmelzbar sind, verwendet werden. Flüssige Träger
sind Wasser oder leicht- oder schwerflüchtige organische Flüssigkeiten oder öle. Ferner können die
ern'ndungsgemäßen Produkte mit Düngemitteln in beliebiger Form aufgebracht werden.
Die erfindungsgemäßen Pestizide können konzentriert oder als Vorgemisch vertrieben und später auf
geeignete Weise verdünnt werden. Ebenso ist der Zusatz von weiteren Hilfsmitteln, wie Tensiden,
Dispersionsmitteln oder Schutzkolloiden zweckmäßig.
Eine Mischung aus 87,3 g (0,4 Mol) O-Äthyl-benzoldithiophosphonsäure
und 44 g (1,1 Mol) Methylacetylen wurden bei 150C mit UV-Licht mittels einer Quecksilberbogenlampe
von 100 Watt 5 Tage lang in einer geschlossenen Quarzröhre unter Rühren bestrahlt.
Nach Entfernung überschüssigen Methylacetylens wurde das flüssige Produkt in 200 ml Äther gelöst. Die nicht
umgesetzte Säure wurde durch 9maliges Waschen der Ätherlösung mit jeweils 25 ml einer 5%igen Natriumhydrogencarbonatlösung
bis zum Neutralpunkt entfernt. Entsprechend der zur Neutralisation benötigten Menge
an Natriumhydrogencarbonat enthielt das rohe Reaktionsgemisch 32% nicht umgesetzte O-Äthyl-benzoldithiophosphonsäure.
Die Ätherlösung wurde dann nochmal mit 25 ml deren 5%igen Natriumhydrogencarbonatlösung
und mit 25 ml Wasser gewaschen, danach über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und das
Lösungsmittel unter Vakuum verdampft Die Ausbeute betrug 48 g (29%) in Form einer gelben Flüssigkeit Mit
einer Gas/Flüssig-Chromatographie wurde festgestellt, ■ daß das Produkt zu 83% rein war. Eine fraktionierte
Destillation des Rohproduktes ergab 19,4 g (19%) eines
gelben flüssigen Adduktes, welches bei 0,15 mm/Hg bei 131-132-C siedete. Bezogen auf die Menge der bei
dieser Umsetzung verbrauchten Säure betrug die ίο Ausbeute an destilliertem Produkt 28%. Magnetische
Kernresonanzspektren des destillierten Produktes stimmten mit der Struktur des Monoadduktes überein.
Analysenwerte für Ci ι ΗI5OPS2:
Berechnet: C 51,14, H 5,85;
' gefunden: C 50,99, H 6,10.
' gefunden: C 50,99, H 6,10.
Eine Mischung aus 68 g (0,4 Mol) O-Äthyl-äthandi-
.'Ii thiophosphonsäure und 45 g (0,12 Mol) Methylacetylen
wurden gemäß Beispiel 1 3 Tage umgesetzt und entsprechend aufgearbeitet. Das Rohprodukt enthielt
nur 4% nicht umgesetzte Säure. Nach Entfernung des Lösungsmittels wurden 68 g (75%) einer gelben
2Ί Flüssigkeit mit 98%iger Reinheit erhalten. Eine
fraktionierte Destillation einer 6-g-Probe ergab 3,92 g (65%) eines farblosen, flüssigen Adduktes, welches bei
0,3 mm Hg und bei 74—75° C siedete. Die Ausbeute an
Rohprodukt betrug 83% und die an destilliertem
i<> Produkt 68%. Strukturuntersuchungen zeigten, daß es
sich um das Monoaddukt handelte.
Analysenwerte für C7Hi5OPS2:
Berechnet: C 39,98, H 7,19, P 14,73; j. gefunden: C 40,61, H 7,55, P 13,75.
Eine Mischung aus 35 g (0,21 Mol) O-Äthyl-äthandithiophosphonsäure
und 63 g (0,62 Mol) Phenylacetylen
■411 wurden gemäß Beispiel 1 2 Tage umgesetzt und
entsprechend aufgearbeitet, wobei jedoch nach der Umsetzung überschüssiges Phenylacetylen nicht aus
dem Reaktionsgemisch entfernt wurde. Das Reaktionsgemisch enthielt 15% nicht umgesetzte Säure; nach
ν-, Entfernung des Lösungsmittels unter Vakuum wurden
46 g (71 0Zo) einer gelben Flüssigkeit in 88%iger Reinheit
erhalten. Es handelte sich um das Monoaddukt, welches in einer Gesamtausbeute von 84% erhalten wurde.
,„ Beispiel 4
Eine Mischung aus 26 g (0,15 Mol) O-Äthyl-äthandithiophosphonsäure
und 50 g (0,51 Mol) Äthylpropiolat wurden gemäß Beispiel 1 13 Tage umgesetzt und ohne
Entfernung des überschüssigen Äthylpropiolats ent-5i
sprechend aufgearbeitet. Nach Entfernung des Lösungsmittels wurden 39 g (68%) einer braunen Flüssigkeit mit
70%iger Reinheit erhalten.
bo Zu einer Lösung aus 62,5 g (0,25 Mol) Diphenyldithiophosphinsäure
in 20 g Dimethylsulfid wurden 42 g (1,03 Mol) Methylacetylen in ein Quarzdruckrohr gegeben,
welches dann verschlossen wurde. Das Reaktionsgemisch wurde unter Rühren bei 15°C bestrahlt. Nach 48
hr) Stunden zeigte eine Probe die Bildung von etwa 80%
des radikalischen Monoadduktes, das heißt von Propenyldiphenyldithiophosphinat. Nach 137 Stunden
Bestrahlung wurde die Reaktion abgebrochen, nachdem
die gesamte Ausgangssäure umgesetzt war. Trotzdem wurde zur Entfernung etwaiger Säurereste die 15%ige
Ätherlösung des Rohproduktes mit 5%iger Natriumhydrogencarbonatiösung
gewaschen. Nach Trocknen und Entfernung des Äthers unter Vakuum wurden 61,5g
eines etwas viskosen grünen neutralen Produktes erhalten, was einer 90%igen Ausbeute des Monoadduktes
entsprach. Weitere Untersuchungen zeigten, daß es sich um ein Monoaddukt handelte, welches in 85°/oiger
Reinheit vorlag.
Überschüssiges Acetylen wurde mit O-Äthyl-methandithiophosphonsäure
gemäß Beispiel 1 zu Vinyl-O-äthyl-methandithiophosphonat
und Äthylen-bis-(O-äthyl-methandithiophosphonat) umgesetzt.
Vergleichsbeispiel
Die Wirksamkeit verschiedener erfindungsgemäß hergestellter Verbindungen als Pestizid im Vergleich
mit derjenigen einer bekannten Verbindung wurde mit verschiedenen Insekten, Milben und Nematoden untersucht;
die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle aufgeführt, in der die Zahlenwerte die Mortalität in %
angeben.
Die Mortalität bei Bekämpfung des mexikanischen Bohnenkäfers wurde folgendermaßen festgestellt. Die
Bohnenblätter wurden mit einer Lösung des Produktes in Aceton wasser (1 :20) besprüht, worauf die behandelten
Blätter in einer Petrischale mit 5 Bohnenkäferlarven 2 Tage beobachtet wurden. Die Mortalität ist in %
angegeben. Beim Kontaktversuch mit Milben wurde eine Bohnenpflanze, die mit der zweifleckigen Spinnenmilbe
am vorhergehenden Tag belegt worden war, mn dem gelösten Produkt besprüht.
Dann wurden Milben im systemischen Versuch untersucht, wobei die wie vorher befallene Bohnenpflanze
das Pestizid über den Boden zugeführt erhielt.
Die Bekämpfung von Aphiden im Kontaktversuch und im systemischen Versuch mit Nasturtiumpflanzen
wurde gleichermaßen untersucht.
Weiter wurde die Bekämpfung von Hausfliegen überprüft, die mit der Pestizidlösung besprüht und nach
2 Tagen untersucht wurden.
Auch wurde die Bekämpfung des Maiswurzelwurmes untersucht Hierbei wurde ein Gemisch aus zwei Teilen
ίο trockener Erde und einem Teil Sand in einem Gefäß mit
10 ml einer Zusammensetzung der zu untersuchenden Chemikalie oberflächlich aufgegeben, verschlossen und
nach 1 Std. 30mal kräftig geschüttelt. Anschließend wurden 2 junge Maispflanzen zusammen mit 5
Maiswurzelwürmerlarven im Alter von 7 bis 10 Tagen eingesetzt Nach 5 Tagen wurde die Mortalität
bestimmt
Für die Cholinesterase-Inhibition wurde im einzelnen
von einer Lösung mit 0,2 Einheiten einer Rindercholinesterase in einer 2,97-ml-PufferIösung ausgegangen,
welche 11,15 g Dinatriumhydrogenphosphatdodecahydrat
und 1,81 g Kaüumdihydrogenphosphat je Liter Wasser enthielt. Zu dieser Lösung wurden 0,03 ml einer
Lösung der zu untersuchenden Substanz in Aceton gegeben. Die Mischung wurde dann 30 Min. auf einem
Wasserbad bei 35° C gereift. 1 ml einer Lösung, welche 100 ml 5,5'-Dithio-bis-(2-nitrobenzoesäure), 100 ml Acetylthiocholiniodid
und 75 ml der obigen Pufferlösung enthielt und auf 200 ml mit Wasser aufgefüllt war, wurde
dann zu der Mischung versetzt, die wiederum 30 Min. bei 35°C gehalten wurde. Es wurde dann das Ausmaß
der Inhibierung der Rindercholinesterase durch Absorption der Lösung bei 420 Γημ bestimmt. Durch
Verwendung mehrerer Lösungen der zu untersuchenden Substanzen in verschiedenen Konzentrationen in
Aceton wurde die Konzentration bestimmt, die für eine 50%ige Inhibierung erforderlich ist.
Insektizide Aktivität von ungesättigten Dithiophosponaten gegenüber Dithiophosphaten
| Pro | Struktur | \ | \ | PSCH = | = CHCHj | Konz. | % erzeugte Sterblichkeit | Milbe | syste | Aphid | syste | I !aus | Maiswurzcl- | Sterb | Inhibicrg. |
| dukt | PSCH = /Il OH5C3 S |
/Il | p. p.m. | ma | ma | fliege | wurm | lich | d. Cholin- | ||||||
| von | <^~~%—PSCH = | OH,C, S | = CHCH, | mexi- | Spray | tisch | Spray | tisch | keit | eslerasc Js() | |||||
| Bei | x=//ll | can. | Konz. | ||||||||||||
| spiel | CH5Cj S | Boh | p.p. m. | (%) | |||||||||||
| nen | |||||||||||||||
| käfer | 0 | 100 | |||||||||||||
| H5C, | 100 | (Mol/Liter) | |||||||||||||
| OH5C, | 50 | 0 | 80 | 100 | 90 | ||||||||||
| = CHCH) | 100 | ||||||||||||||
| Vergl. | 500 | 20 | 80 | 100 | 100 | 5 | 3,3 χ 10~J | ||||||||
| 100 | |||||||||||||||
| 1 | 500 | 100 | 5 | 6.4 χ 10"5 | |||||||||||
| 250 | 100 | ||||||||||||||
| 50 | 100 | ||||||||||||||
| 25 | 100 | 100 | 100 | ||||||||||||
| 12.5 | 80 | 100 | 100 | ||||||||||||
| 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | |||||||||||
| 100 | 100 | 100 | |||||||||||||
| 2 | 500 | 80 | 5 | 2.3 χ 10"s | |||||||||||
| 250 | 2.5 | ||||||||||||||
| 50 | 0.63 | ||||||||||||||
Fortsetzung
Pro- Struktur ciukl von Beispiel
| klMl/. | % erzeugte Slerbl | Milbe | ichkeil | Λ ρ Ii i el | syste |
| p. |1. 111. | ma | ||||
| niexi- | Spray | Spray | tisch | ||
| ca η. | |||||
| BnIi- | s>sle- | ||||
| nen- | tll.l- | ||||
| kiilcr | lisch | ||||
Maiswur/cl- Inhibicrg.
wurm el. C'liolin-
I laus- esterase J5n
fliege Kon/. Slcrb-
p. p.m. lichkcil
(%) (Mol/Lilcr)
| H | \ | S Il |
= CH—<^~/> | 500 250 50 |
100 100 |
100 95 |
| OH | \ / 5C, |
Il PSCH |
= CHCO3C2H5 | 500 250 |
100 | 90 100 |
| H | 5C, N \ / |
S Il PSCH |
||||
100 100 100
100
100
8.6 χ 10"
90 5,7xl0~
OH5C,
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Dithiophosphon- und Dithiophosphinsäure-Addukten der allgemeinen
Formel
R S
R'O„
P-SCH = CH-R1
worin R und R' Phenyl, monosubstituiertes Phenyl, Ci-C5-AIkyl oder monosubstituiertes Ci-Cs-Alkyl
bedeuten R1 Wasserstoff, Ci- C4-Alkyl, monosubstituiertes
Ci-Q-Alkyl, Phenyl, monosubstituiertes
Phenyl oder den Rest eines Carboxylesters bedeutet, und η 0 oder 1 ist, dadurch gekennzeichnet,
daß man eine Säure der Formel
P-SH
/Il
R'(O)„ S
worin R, R' und η die vorstehend angegebene Bedeutung besitzen, mit einem Acetylen der Formel
CH = C-R1
worin R1 die vorstehend angegebene Bedeutung
besitzt, in flüssiger Phase in Anwesenheit eines radikalischen Katalysators bei einer Temperatur
zwischen -100 und +2000C umsetzt.
2. Schädlingsbekämpfungsmittel gekennzeichnet durch einen Gehalt an Verbindungen nach Anspruch
1.
oder 1 ist, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man eine
Säure der Formel
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| US73255368A | 1968-05-28 | 1968-05-28 | |
| US82349769A | 1969-05-09 | 1969-05-09 |
Publications (3)
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|---|---|
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| DE1925763B2 true DE1925763B2 (de) | 1980-10-09 |
| DE1925763C3 DE1925763C3 (de) | 1981-05-21 |
Family
ID=27112421
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691925763 Expired DE1925763C3 (de) | 1968-05-28 | 1969-05-21 | Verfahren zur Herstellung von Dithiophosphon-und Dithiophosphinsäure-Addukten und diese enthaltende Schädlingsbekämpfungsmittel |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS5111091B1 (de) |
| CH (1) | CH529794A (de) |
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|---|---|---|---|---|
| DE2242097A1 (de) * | 1972-08-26 | 1974-03-21 | Bayer Ag | Thiol- bzw. thionothiol-phosphor(phosphon)-saeureester, verfahren zu ihrer herstellung sowie ihre verwendung als insektizide und akarizide |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3136686A (en) * | 1958-10-31 | 1964-06-09 | Ciba Ltd | Omicron, omicron-dialkyl s-alkenyl phosphorothioates and insecticidal compositions and methods employing same |
-
1969
- 1969-05-21 DE DE19691925763 patent/DE1925763C3/de not_active Expired
- 1969-05-28 JP JP4159969A patent/JPS5111091B1/ja active Pending
- 1969-05-28 CH CH817269A patent/CH529794A/de not_active IP Right Cessation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1925763C3 (de) | 1981-05-21 |
| DE1925763A1 (de) | 1969-12-04 |
| CH529794A (de) | 1972-10-31 |
| JPS5111091B1 (de) | 1976-04-08 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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