DE192780C - - Google Patents
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- DE192780C DE192780C DENDAT192780D DE192780DA DE192780C DE 192780 C DE192780 C DE 192780C DE NDAT192780 D DENDAT192780 D DE NDAT192780D DE 192780D A DE192780D A DE 192780DA DE 192780 C DE192780 C DE 192780C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B3/00—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
- D06B3/32—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of open-width materials backwards and forwards between beaming rollers during treatment; Jiggers
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
'- M 192780 - ' KLASSE 8^. GRUPPE
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Färben von in Streifenform, Bändern
oder Blättern vorkommenden Stoffen und besonders auf das Färben von Textilstoffen
und bezweckt, eine'gleichmäßige Färbung des Stoffes von einem Ende bis zum anderen
und von einer Seite bis zur anderen auszuführen. Bisher bestand eine große Schwierigkeit
darin, Textilstoffe gleichmäßig zu färben,
ίο und zwar wegen der sich während der Färbeoperation
ändernden Stärke des Bades. Um diese Schwierigkeit zu überwinden, wird ge- - maß vorliegender Erfindung das im nachstehenden
näher beschriebene Verfahren angewendet, welches eine konstante Stärke des
Bades sichert, und bei welchem die Färbeflüssigkeit so angewendet wird, . daß eine
: gleichmäßige Einwirkung auf alle Teile des Textilstoffes ausgeübt wird.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist in einer Ausführungsform eine Einrichtung zur Verwendung
des Verfahrens dargestellt.
Fig. ι ist ein Längsschnitt der Einrichtung und - . .
Fig. 2 eine Endansicht in teilweisem Schnitt.
Die Einrichtung besitzt einen geeigneten
Rahmen A, der mit Lagerarmen A1 versehen
ist, in welchem die Walzen B, B1 gelagert sind, auf welche der Stoff C gewunden wird.
Irgendein geeigneter Mechanismus wird angewendet, um die eine oder die andere der
Walzen zu drehen, was mit Hilfe der auf das Zahnrad B2 wirkenden Antriebsvorrichtung
geschieht (Fig. 2). Der Rahmen A ist
mit geeigneten Führungen A2 versehen, welche sich quer zur Achse der Walzen B^ erstrecken.
In diesen Führungen sind Flanschen D1 eines
Wagens D verschiebbar, der mit drei Walzen E, E1 versehen ist, über welche der Stoff
läuft, wie aus Fig. 1 ersichtlich. Unter den Walzen E liegt teilweise oder ganz der Trog F,
der an dem Wagen D derartig befestigt ist, daß er sich mit diesem bewegt. Die besondere
Art und Weise der Anbringung des in der Zeichnung dargestellten Troges besteht aus
Ketten F1, die an Haken D'2 des Wagens befestigt sind. Bei dieser Einrichtung kann,
wie leicht verständlich, der Trog nach der einen oder der anderen Seite geneigt werden,
indem man einfach die Verbindung des Hakens D2 mit den verschiedenen Gliedern
der Ketten F1 verändert. In Fig. 2 ist der Trog von rechts nach links geneigt dargestellt.
Er kann jedoch auch nach der entgegengesetzten Seite geneigt werden. Mit
dem Wagen oder Schlitten D sind biegsame Zuführungsrohre G, G1 verbunden, so daß sie
der Bewegung des Wagens folgen können. Diese Rohre sind mit festen Rohren H, H1
verbunden, die mit dem Hauptzuführungsrohr H'2 durch einen Hahn / in Verbindung
stehen. Dieser Hahn bzw. dieses Ventil ist so konstruiert, daß entweder der Zweig .if oder
der Zweig H1 mit dem Hauptzuführungsrohr H2 verbunden werden kann. Ein Dampfmantel
H 3 oder eine andere Heizvorrichtung
wird zweckmäßig angewendet, um die Färbeflüssigkeit bei einer geeigneten Temperatur
zu erhalten. Unterhalb des Troges F ist ein Behälter / von solcher Breite angeordnet, daß
alle aus dem Trog F überfließende Flüssigkeit in dem- Gefäß J gesammelt wird. Das-
selbe ist mit Stangen oder Rollen J1, welche Führungen für den zu färbenden Stoff C
bilden, versehen und besitzt ferner einen Auslaß J2, um die, Flüssigkeit am Ende der
Arbeit abzulassen.
Zu Beginn der Arbeit wird das zu färbende Material auf die Walzen B gebracht. Das
freie Ende des zu färbenden Stoffes wird dann über die Walzen E, E1 geführt und
ίο an der Walze B befestigt, wie aus Fig. ι
ersichtlich. Die Walze B wird dann in der durch Pfeil^ bezeichneten Richtung in Umdrehung
versetzt, so daß der zu färbende Stoff von der Walze B1 abgewickelt wird.
Hierbei soll der Wagen D am rechten Ende der Einrichtung stehen, d. h. ungefähr direkt
unterhalb der Walze B1. Der Trog F ist
nach einer Seite geneigt, und das Ventil / ist in solcher Weise geöffnet, daß die Färbeflüssigkeit
am oberen Ende des Troges einfließt. Die Färbeflüssigkeit, welche vorher präpariert ist, fließt beständig durch den
Trog i% durch welchen der Textilstoff hindurchläuft.
Die Färbeflüssigkeit fließt auch am unteren Ende des1 Troges über, wobei sie
im Gefäß J gesammelt wird. Infolge dieses beständigen Zuflusses und beständigen Abflusses
der Flüssigkeit vom Trog bleibt die Stärke des Bades in dem Troge F konstant,
und es wird eine im wesentlichen gleichmäßige Färbewirkung erreicht. In dem Maße jedoch, wie die frische Flüssigkeit zuerst
die eine Kante des Stoffes erreicht und dann nach der anderen Kante quer übertritt,
wird derjenige Kantenteil, welcher zuerst mit der Färbeflüssigkeit in Berührung tritt, natürlich
etwas tiefer ausgefärbt als der entgegengesetzte Kantenteil. Um diese Ungleichmäßigkeit
in der Wirkung auszugleichen, wird das folgende Verfahren angewendet:
Wenn der Stoff in seiner Gesamtheit auf die Walze B gewickelt ist, kann man den
Wagen D, hauptsächlich um das Rollen des Stoffes zu erleichtern, nach dem anderen
Ende des Apparates schieben, d. h. unter die Walzen B bringen, worauf die Richtung, in
welcher der zu färbende Stoff sich bewegt, umgekehrt wird, so daß er sich wieder auf
die Walze B aufwickelt. Gleichzeitig wird die Neigung des Troges F umgekehrt und
ebenfalls die Stellung des Ventils 7, so daß die Färbeflüssigkeit während dieser Arbeitstätigkeit am anderen Ende des Troges F -zugelassen
wird und in demselben quer zu dem Textilstoff in entgegengesetzter Richtung zu dem Durchfluß während des -ersten Teiles
des Verfahrens abfließt. Die Umkehrung der Richtung, in welcher der Textilstoff hindurchläuft,
kompensiert die Ungleichmäßigkeit der Färbewirkung, welche von der Tatsache* abhängig
ist, daß bei einer konstanten Umdrehungsgeschwindigkeit
der Walzen, auf denen sich der Textilstoff abwickelt, letzterer schneller und schneller abläuft, da der Durchmesser
des abgewickelten Teiles sich vergrößert. Wenn dem Textilstoff so eine Vorfärbung
in dem Troge mitgeteilt ist, und eine Menge überfließender Farbe sich in dem
Gefäß J gesammelt hat, so wird der Zufluß von Farbe unterbrochen und der Textilstoff
von einer der Walzen B bzw. B1 gelöst und
unter Umgehung des Troges F durch das Gefäß J über die Stangen bzw. Walzen J1
geführt, so daß er den in Fig. 1 durch punktierte Linien angegebenen Weg nimmt.
Diese Arbeitstätigkeit wird dann in der zuerst beschriebenen entsprechenden Weise
wiederholt. Das hintere Ende des Textilstoffes wird zuerst auf eine der Walzen B
oder B1 und dann auf die andere aufgewunden, indem man die Bewegungsrichtung
ändert, so daß eine gleichmäßige Färbewirkung eintritt. Die Menge der Färbeflüssigkeit
im Trog F ist während der ganzen Arbeit konstant und ebenso die Menge der
Flüssigkeit im Gefäß / während der Zeit, in welcher der Trog durch dasselbe gezogen
wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zum Färben jiggerartig hin und her geführter Stoffbahnen, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffbahn zuerst in einer und dann in entgegengesetzer Richtung durch ein infolge ständigen Zu- und Abflusses an Stärke sich gleichbleibendes Färbbad geleitet wird, worauf dann der Stoff in der angesammelten, übergeflossenen Färbflüssigkeit fertiggejiggert wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE192780C true DE192780C (de) |
Family
ID=456071
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT192780D Active DE192780C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE192780C (de) |
-
0
- DE DENDAT192780D patent/DE192780C/de active Active
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