DE192780C - - Google Patents

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DE192780C
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fabric
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dyeing
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B3/00Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
    • D06B3/32Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of open-width materials backwards and forwards between beaming rollers during treatment; Jiggers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
'- M 192780 - ' KLASSE 8^. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Dezember 1906 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Färben von in Streifenform, Bändern oder Blättern vorkommenden Stoffen und besonders auf das Färben von Textilstoffen und bezweckt, eine'gleichmäßige Färbung des Stoffes von einem Ende bis zum anderen und von einer Seite bis zur anderen auszuführen. Bisher bestand eine große Schwierigkeit darin, Textilstoffe gleichmäßig zu färben,
ίο und zwar wegen der sich während der Färbeoperation ändernden Stärke des Bades. Um diese Schwierigkeit zu überwinden, wird ge- - maß vorliegender Erfindung das im nachstehenden näher beschriebene Verfahren angewendet, welches eine konstante Stärke des Bades sichert, und bei welchem die Färbeflüssigkeit so angewendet wird, . daß eine : gleichmäßige Einwirkung auf alle Teile des Textilstoffes ausgeübt wird.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist in einer Ausführungsform eine Einrichtung zur Verwendung des Verfahrens dargestellt.
Fig. ι ist ein Längsschnitt der Einrichtung und - . .
Fig. 2 eine Endansicht in teilweisem Schnitt.
Die Einrichtung besitzt einen geeigneten
Rahmen A, der mit Lagerarmen A1 versehen ist, in welchem die Walzen B, B1 gelagert sind, auf welche der Stoff C gewunden wird.
Irgendein geeigneter Mechanismus wird angewendet, um die eine oder die andere der Walzen zu drehen, was mit Hilfe der auf das Zahnrad B2 wirkenden Antriebsvorrichtung geschieht (Fig. 2). Der Rahmen A ist
mit geeigneten Führungen A2 versehen, welche sich quer zur Achse der Walzen B^ erstrecken.
In diesen Führungen sind Flanschen D1 eines Wagens D verschiebbar, der mit drei Walzen E, E1 versehen ist, über welche der Stoff läuft, wie aus Fig. 1 ersichtlich. Unter den Walzen E liegt teilweise oder ganz der Trog F, der an dem Wagen D derartig befestigt ist, daß er sich mit diesem bewegt. Die besondere Art und Weise der Anbringung des in der Zeichnung dargestellten Troges besteht aus Ketten F1, die an Haken D'2 des Wagens befestigt sind. Bei dieser Einrichtung kann, wie leicht verständlich, der Trog nach der einen oder der anderen Seite geneigt werden, indem man einfach die Verbindung des Hakens D2 mit den verschiedenen Gliedern der Ketten F1 verändert. In Fig. 2 ist der Trog von rechts nach links geneigt dargestellt. Er kann jedoch auch nach der entgegengesetzten Seite geneigt werden. Mit dem Wagen oder Schlitten D sind biegsame Zuführungsrohre G, G1 verbunden, so daß sie der Bewegung des Wagens folgen können. Diese Rohre sind mit festen Rohren H, H1 verbunden, die mit dem Hauptzuführungsrohr H'2 durch einen Hahn / in Verbindung stehen. Dieser Hahn bzw. dieses Ventil ist so konstruiert, daß entweder der Zweig .if oder der Zweig H1 mit dem Hauptzuführungsrohr H2 verbunden werden kann. Ein Dampfmantel H 3 oder eine andere Heizvorrichtung wird zweckmäßig angewendet, um die Färbeflüssigkeit bei einer geeigneten Temperatur zu erhalten. Unterhalb des Troges F ist ein Behälter / von solcher Breite angeordnet, daß alle aus dem Trog F überfließende Flüssigkeit in dem- Gefäß J gesammelt wird. Das-
selbe ist mit Stangen oder Rollen J1, welche Führungen für den zu färbenden Stoff C bilden, versehen und besitzt ferner einen Auslaß J2, um die, Flüssigkeit am Ende der Arbeit abzulassen.
Zu Beginn der Arbeit wird das zu färbende Material auf die Walzen B gebracht. Das freie Ende des zu färbenden Stoffes wird dann über die Walzen E, E1 geführt und
ίο an der Walze B befestigt, wie aus Fig. ι ersichtlich. Die Walze B wird dann in der durch Pfeil^ bezeichneten Richtung in Umdrehung versetzt, so daß der zu färbende Stoff von der Walze B1 abgewickelt wird.
Hierbei soll der Wagen D am rechten Ende der Einrichtung stehen, d. h. ungefähr direkt unterhalb der Walze B1. Der Trog F ist nach einer Seite geneigt, und das Ventil / ist in solcher Weise geöffnet, daß die Färbeflüssigkeit am oberen Ende des Troges einfließt. Die Färbeflüssigkeit, welche vorher präpariert ist, fließt beständig durch den Trog i% durch welchen der Textilstoff hindurchläuft. Die Färbeflüssigkeit fließt auch am unteren Ende des1 Troges über, wobei sie im Gefäß J gesammelt wird. Infolge dieses beständigen Zuflusses und beständigen Abflusses der Flüssigkeit vom Trog bleibt die Stärke des Bades in dem Troge F konstant, und es wird eine im wesentlichen gleichmäßige Färbewirkung erreicht. In dem Maße jedoch, wie die frische Flüssigkeit zuerst die eine Kante des Stoffes erreicht und dann nach der anderen Kante quer übertritt, wird derjenige Kantenteil, welcher zuerst mit der Färbeflüssigkeit in Berührung tritt, natürlich etwas tiefer ausgefärbt als der entgegengesetzte Kantenteil. Um diese Ungleichmäßigkeit in der Wirkung auszugleichen, wird das folgende Verfahren angewendet:
Wenn der Stoff in seiner Gesamtheit auf die Walze B gewickelt ist, kann man den Wagen D, hauptsächlich um das Rollen des Stoffes zu erleichtern, nach dem anderen Ende des Apparates schieben, d. h. unter die Walzen B bringen, worauf die Richtung, in welcher der zu färbende Stoff sich bewegt, umgekehrt wird, so daß er sich wieder auf die Walze B aufwickelt. Gleichzeitig wird die Neigung des Troges F umgekehrt und ebenfalls die Stellung des Ventils 7, so daß die Färbeflüssigkeit während dieser Arbeitstätigkeit am anderen Ende des Troges F -zugelassen wird und in demselben quer zu dem Textilstoff in entgegengesetzter Richtung zu dem Durchfluß während des -ersten Teiles des Verfahrens abfließt. Die Umkehrung der Richtung, in welcher der Textilstoff hindurchläuft, kompensiert die Ungleichmäßigkeit der Färbewirkung, welche von der Tatsache* abhängig ist, daß bei einer konstanten Umdrehungsgeschwindigkeit der Walzen, auf denen sich der Textilstoff abwickelt, letzterer schneller und schneller abläuft, da der Durchmesser des abgewickelten Teiles sich vergrößert. Wenn dem Textilstoff so eine Vorfärbung in dem Troge mitgeteilt ist, und eine Menge überfließender Farbe sich in dem Gefäß J gesammelt hat, so wird der Zufluß von Farbe unterbrochen und der Textilstoff von einer der Walzen B bzw. B1 gelöst und unter Umgehung des Troges F durch das Gefäß J über die Stangen bzw. Walzen J1 geführt, so daß er den in Fig. 1 durch punktierte Linien angegebenen Weg nimmt. Diese Arbeitstätigkeit wird dann in der zuerst beschriebenen entsprechenden Weise wiederholt. Das hintere Ende des Textilstoffes wird zuerst auf eine der Walzen B oder B1 und dann auf die andere aufgewunden, indem man die Bewegungsrichtung ändert, so daß eine gleichmäßige Färbewirkung eintritt. Die Menge der Färbeflüssigkeit im Trog F ist während der ganzen Arbeit konstant und ebenso die Menge der Flüssigkeit im Gefäß / während der Zeit, in welcher der Trog durch dasselbe gezogen wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Färben jiggerartig hin und her geführter Stoffbahnen, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffbahn zuerst in einer und dann in entgegengesetzer Richtung durch ein infolge ständigen Zu- und Abflusses an Stärke sich gleichbleibendes Färbbad geleitet wird, worauf dann der Stoff in der angesammelten, übergeflossenen Färbflüssigkeit fertiggejiggert wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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