DE19285C - Telephon-System - Google Patents
Telephon-SystemInfo
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- DE19285C DE19285C DENDAT19285D DE19285DA DE19285C DE 19285 C DE19285 C DE 19285C DE NDAT19285 D DENDAT19285 D DE NDAT19285D DE 19285D A DE19285D A DE 19285DA DE 19285 C DE19285 C DE 19285C
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M1/00—Substation equipment, e.g. for use by subscribers
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L25/00—Baseband systems
- H04L25/02—Details ; arrangements for supplying electrical power along data transmission lines
- H04L25/08—Modifications for reducing interference; Modifications for reducing effects due to line faults ; Receiver end arrangements for detecting or overcoming line faults
- H04L25/085—Arrangements for reducing interference in line transmission systems, e.g. by differential transmission
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- Electrostatic, Electromagnetic, Magneto- Strictive, And Variable-Resistance Transducers (AREA)
- Emergency Protection Circuit Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Erfindung, welche den Gegenstand des vorliegenden Patentes bildet, besteht in der
elektrischen Transmission gesprochener Worte mittelst einer Leitung, in welche ein oder mehrere
Condensatoren von grofser Oberfläche eingeschaltet sind, und die als Aufgabeapparat
einen Mikrophonsender mit vielfachem Contact besitzt, bestehend aus Scheiben öder Platten
eines mineralischen Leiters, als Schwefeleisen, Schwefelkupfer, Schwefelblei etc., welche, isolirt,
in Verbindung mit- einer besonderen galvanischen Säule gebracht sind.
Diese Erze können natürlich durch chemische Verbindungen von gleicher Natur ersetzt werden,
jedoch haben bis jetzt von allen diesen Körpern Eisen- und Kupferkies die besten Resultate ergeben.
Folgende Beobachtungen veranlafsten den Patentinhaber zur Benutzung dieser Neuerungen:
1. Die submarinen Telephonlinien, welche Condensatoren anwenden, werden weniger Von
secundären Einwirkungen und äufseren Einflüssen berührt,., als die Erdleitungen, und die
telephonische Transmission ist klarer, wenn die undulatorischen Ströme durch Schwächungen
und Verstärkungen einer constanten statischen Ladung entstehen, als wenn sie von einer einfachen,
· durch den Erreger entwickelten elektromotorischen Kraft herrühren.
2. Die Empfindlichkeit eines Mikrophons steht im Verhältnifs mit der Anzahl der Berührungsstellen
der mittelmäfsig leitenden Körper, welche dasselbe bilden, und kann man diesen
Vortheil, ohne dafs die Uebelstände einer zu grofsen Vermehrung des Widerstandes in der
Leitung eintreten, dadurch ausnutzen, dafs. man die elektrische Wirkung theilt und jede Scheibe
mit einem besonderen Element der Batterie verbindet, wobei die Verbindungen so hergestellt
werden können, dafs die Elemente auf Spannung, Quantität oder in Gruppen, je nach
Bedarf,. gekuppelt sind. :
3. Die metallischen Erze, welche eine mit der Kohle zu vergleichende Leitungsfähigkeit
besitzen, geben infolge ihrer besseren Zusammendrückbarkeit bessere Resultate.
Wenn man in eine Drahtleitung, an deren beiden Enden zwei gewöhnliche B el Γ sehe Telephone
von gewisser Kraft wie die von Gower angebracht sind, einen oder besser zwei Condensatoren
in der Nähe der Telephone in der Empfangs- und Aufgabestation einschaltet, so erlangen die articulirten Laute, welche oft unverständlich
sind, sofort eine grofse Deutlichkeit; sie werden von den sie begleitenden Grundtönen befreit und können auf eine weit
gröfsere Entfernung übertragen werden.
Die Einschaltung dieser Condensatoren in die Linie kann an beliebigen Orten erfolgen, entweder
in der Mitte der Linie oder zwischen den Telephonen und der Erde; am besten geschieht
sie aber zwischen den beiden Telephonen und in deren Nähe, wie es Fig. 1 der
beiliegenden. Zeichnungen veranschaulicht. Man kann selbst eine mehr oder minder grofse Anzahl
von Telephonen benutzen, ohne sich von dem Boden der Beobachtungen zu begeben,
welche den Ausgangspunkt der vorliegenden Erfindung bilden.
Ein anderes Experiment wird die Anordnung rechtfertigen, welche der Batterie und dem
Mikrophonsender gegeben wurde.
Wenn man in dem Stromkreis einer Batterie und eines Mikrophonsenders einen singenden
Condensator anwendet, so bleibt derselbe stumm, wenn man keine Inductionsspulen verwendet;
wird jedoch der Sender in der Aufgabestation in eine Abzweigung nach der Erde eingeschaltet,
so wird der am anderen Ende der Leitung installirte Condensator functioniren und selbst
unter gewissen Bedingungen sprechen können.
Es ist unmittelbar ersichtlich, wie diese Beobachtung in dem vorliegenden System Verwendung
gefunden hat.
Das System, welches den Hauptgegenstand des vorliegenden Patentes bildet, kann in verschiedener
Weise angeordnet werden; die hauptsächlichsten Modificationen sind die folgenden:
Das Mikrophon MM, Fig. 3, der Aufgabestation besteht aus einer beliebigen Anzahl
Scheiben aus Eisen- oder Kupferkies von beliebiger Gröfse, beispielsweise von der Gröfse
eines Frankstückes. Diese Scheiben sind in einen Cylinder aus Ebenholz eingeschlossen,
dessen eines Ende mit einem beweglichen Kolben versehen ist, auf den eine Schraube V
wirkt, welche gestattet, die Scheiben mehr oder weniger gegen einander zu pressen. Dieser
Cylinder ist entweder in einer Glocke aus schwingendem Material oder auf einem sehr
dünnen Tannenbrettchen D D oder einer Metallplatte oder anderen einfachen Fläche, welche
mit einem Mundloch versehen ist oder nicht, angebracht, die passend durch die beim Sprechen
entstehenden Schwingungen der Luft erregt wird.
Jede dieser Scheiben ist ringsum mit einer Rinne versehen, in welche ein Metalldraht gesteckt
und in Verbindung mit der Elektricitätsquelle P gebracht wird.
Der Draht geht abwechselnd von einer Scheibe zur anderen und verbindet den positiven Pol
der Batterie mit einem der Beläge des Condensators von grofser Oberfläche, der eine
elektrostatische Capacität von 1 bis 5 Mikrofarads oder selbst mehr, je nach der Länge
der Leitung, besitzt. Der andere Belag des Condensators ist mit der Linienleitung, und alle
negativen Pole der verschiedenen Batterieelemente sind mit der Erde bei T verbunden.
Eine Modification dieses Mikrophons ist in den Fig. 6 und 7 dargestellt. In Fig. 7 ist
die Membran χ fortgelassen gedacht. Jeder Mikrophoncontact besteht aus einer Platte/ aus
Eisenkies oder Pyrolusit, auf welche sich die Stifte α aus Kohle oder Eisenkies stützen.
Diese letzteren sitzen an den Enden doppelarmiger, radial angeordneter Hebel / und werden
durch Federn r gegen die Platten / angeprefst. Die Hebel / sind auf kleinen Metallsäulen
b gelagert. Die Platten /, welche mittelmäfsig
gute Leiter der Elektricität sind, werden auf der Membran χ befestigt und in einem
Kreise angeordnet, wie Fig. 7 zeigt. Die Stifte α sind durch die von einander isolirten
Säulen b mit den einzelnen positiven Elementen der Batterie P verbunden, wie Fig. 8 zeigt,
während die Platten / mit dem einen Belag des Condensators C verbunden sind.
Auf der Empfangsstation kann man einfach ein gewöhnliches Bell'sches Telephon A anbringen;
das in das beschriebene Mikrophon gesprochene Wort wird sehr deutlich gehört. Gleicherweise kann man aber auch, und dieses
bewährt sich besser, am Ende der Linienleitung einen zweiten Condensator C' anbringen, der
bei einer hinreichenden elektrischen Spannung die Worte sehr deutlich reproduciren kann.
In diesem Falle wird einer der Beläge mit dem Erdboden, der andere mit der Linie verbunden,
und für gewöhnlich schaltet man den Telephonempfänger entweder zwischen Condensator
und Linie bei A' oder zwischen Condensator und Erde bei A" ein. Man gewinnt
selbst dadurch, dafs man den beiden eben beschriebenen Condensatoren noch mehrere andere
hinzufügt, welche nach Bedarf entweder auf Spannung oder Quantität gekuppelt werden
können.
Es ist leicht begreiflich, dafs die Anordnung dieser verschiedenen Organe sich sehr variiren
läfst, und dafs man alle die für submarine Kabel getroffenen Anordnungen, wie solche in
dem Werke von Th. du Moncel, Applications de PElectricM, angeführt sind, benutzen kann.
Man verbindet die verschiedenen Elemente der Batterie P, Fig. 9, auf Spannung und einen
der Pole mit der Erde, dann leitet man von der je zwei Elemente verbindenden Leitung
einen Draht nach je einer der Scheiben oder Stifte α des Mikrophonsenders. In Fig. 4 ist
das Diaphragma des Mikrophonsenders oberhalb der eine Säule bildenden Scheiben angebracht.
(Dieses Diaphragma kann übrigens auch fortfallen.) Dasselbe steht alsdann in Verbindung mit dem negativen Pol der Batterie,
während der untere Träger der Säule mit dem positiven Pol verbunden ist. Letzterer wird
alsdann. mit einer Druckschraube V versehen, und von hier aus zweigt sich die Linienleitung
ab, in welcher vor dem Condensator der Aufgabestation zwei oder mehrere Inductionsapparate
//' aufgestellt sind, welche die Batterie unterstützen und die statischen Ladungen des
Condensators C verstärken. Diese Inductionssysteme bestehen aus einem Elektromagnet,
der in einer der magnetisirenden Spulen aus starkem Draht steckt, während die inducirte
Spule aus feinem Draht besteht. In Fig. 4 sind die inducirenden Spulen rechts liegend, in
Fig. 9 aufserdem mit stärkerem Draht versehen gezeichnet. Verfolgt man die erzeugte Wirkung,
so sieht man, dafs bei jeder durch den Sender hervorgerufenen Stromverstärkung ent-
Claims (4)
1. Die Anwendung von Condensatoren bei Telephonleitungen in der beschriebenen und
durch die Fig. 1, 2, 3 und 4 dargestellten Weise.
2. Die Anwendung von metallischen Erzen und von Schwefelmetallen im Allgemeinen zur
Herstellung der Contactstücke bei Mikrophonen und die beschriebene und in den Fig. 3 und 4 dargestellte Construction eines
vielfachen Mikrophoncontactes.
3. Die dargestellte Anordnung einer Batterie mit getrennten Elementen, deren gleichnamige
Pole einzeln mit den Contactstücken des Mikrophons verbunden sind, oder einer Batterie, deren Elemente auf Spannung gekuppelt
sind und deren einzelne Verbindungstheile mit den verschiedenen Contactstücken des Mikrophons durch Zweigleitungen
verbunden sind, derart, dafs die Endleitungen dem Diaphragma des Senders und den Armaturen
des Condensators entsprechen.
4. Bei Anwendung von magneto-dynamoelektrischen Maschinen anstatt der Batterien die
Anordnung der Inductionsspulen und die Verbindung der einzelnen Abtheilungen derselben
unter einander und mit den Contacttheilen des vielfachen Mikrophoncontactes in derselben Weise, wie in Anspruch 3. für
galvanische Batterien angegeben ist.
Hierzu r Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19411T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19285C true DE19285C (de) |
Family
ID=5620860
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT19411D Active DE19411C (de) | Telephon- oder Telegraphensystem mit Diffuseren | ||
| DENDAT19285D Active DE19285C (de) | Telephon-System |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT19411D Active DE19411C (de) | Telephon- oder Telegraphensystem mit Diffuseren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE19285C (de) |
-
0
- DE DENDAT19411D patent/DE19411C/de active Active
- DE DENDAT19285D patent/DE19285C/de active Active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19411C (de) |
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