DE193893C - - Google Patents
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- DE193893C DE193893C DENDAT193893D DE193893DA DE193893C DE 193893 C DE193893 C DE 193893C DE NDAT193893 D DENDAT193893 D DE NDAT193893D DE 193893D A DE193893D A DE 193893DA DE 193893 C DE193893 C DE 193893C
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-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M5/00—Manual exchanges
- H04M5/08—Manual exchanges using connecting means other than cords
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Interface Circuits In Exchanges (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
- Structure Of Telephone Exchanges (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 193893-KLASSE 21 α. GRUPPE
Zusatz zum Patente 193881 vom 15. Februar 1906.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. April 1906 ab.
Längste Dauer: 14. Februar 1921.
In dem Patent 193881 ist eine Schaltungsanordnung
für Fernverbindungen in Fernsprechämtern beschrieben, bei welcher die
Fernverbindungs- oder. Vorschalteklinken einer Teilnehmeranschlußleitung in gleicher Art wie
die für den Ortsverkehr dienenden Vielfachklinken nur mit Anschlußkontakten unter
Fortfall · der bisher üblichen Unterbrechungskontakte versehen sind und die aus bekannten
Gründen zweckmäßige Abschaltung der Vielfachklinken von der Leitung bei einem Ferngespräch
auf elektromagnetischem Wege durch einen Stromfluß über die Fernverbindungsklinke
bewirkt wird. '
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltung dieser Art, bei welcher die erwähnte
Abtrennung der Vielfachklinken bei einem Ferngespräch nicht durch ein besonderes
Relais, sondern zur Ersparung eines solchen durch das zum selbsttätigen Anruf des Amtes vom Teilnehmer aus dienende
Anrufrelais ausgeführt wird, welches zu diesem Zweck mit Abschaltekontakten versehen
ist, welche in der Teilnehmerleitung zwischen den Fernverbindungsklinken und
den Vielfachklinken angeordnet sind. Die Erregung des Anrufrelais erfolgt gemäß dem
Hauptpatent durch einen Stromfluß über die Fernverbindungsklinke. Um hierbei einen
falschen Anruf des Amtes zu verhindern, wird gleichzeitig ein Trennrelais erregt, welches
im Ortsgespräch das Anrufrelais von der Teilnehmerleitung abschaltet und hierbei den
Stromkreis der durch das Anrufrelais eingeschalteten Rufzeichen unterbricht.
Auf der Zeichnung ist eine Anwendung der Erfindung bei einem Fernsprechamt dargestellt,
bei welchem die Teilnehmerleitungen in Zweileiterparallelklinken, d. h. Klinken mit
nur zwei Kontakten, endigen und das erwähnte Trennrelais von einem der Zweige der Teilnehmerleitung
(Buchsenleitung) abgezweigt ist, so daß es beim Stöpseln dieser Leitung in einem über die Stöpselschnur führenden, die
Zentralbatterie des Amtes enthaltenden Orts-Stromkreis liegt.
Die Zeichnung stellt das Ende einer Teilnehmeranschlußleitung
i, 2 mit einer Abfrageklinke ka, Verbindungsklinke kv und einer Vorschalteoder
Fernverbindungsklinke kf nebst Anruf relais R, Anruf lampe L und Trennrelais
D dar. B ist die einpolig geerdete Zentralbatterie des Amtes, welche im Schema
der Stöpselschnur 3, 4 bei B1 wiederholt ist
und sowohl zum selbsttätigen Anruf des Amtes vom Teilnehmer aus, wie zur Speisung des
Teilnehmermikrophons dient.
Die Leitungen 1, 2 sind mit einer Teilnehmersprechstelle
verbunden zu denken, welche in der bei Zentralbatteriesystemen üblichen Art ausgebildet ist.
Die Schaltung ist im Ruhezustande der Anlage dargestellt und der Vorgang bei einer
Verbindung des Teilnehmers mit einem anderen Teilnehmer für ein Ortsgespräch ist
folgender:
Durch Abheben seines Hörers ruft der Teilnehmer das Amt an, indem hierbei ein Strom,
von der Batterie B über die Relaisanker n, m, Leitung 2, die Sprechstelle, Leitung 1, Ankerp,
Wicklung u von D, Relais R, Wicklung t
von D, Erde und zurück zur Batterie stattfindet, der die Anziehung des Ankers m und
das Aufleuchten der hierdurch an die Batterie B angeschlossenen Anruflampe L zur
Folge hat. Die Anker ρ und η werden nicht angezogen, da die erfindungsgemäß angeorddete
Wicklung u die Wirkung der Wicklung t aufhebt. Infolgedessen und da die Leitung χ
ίο an die Stelle des gelösten Kontaktes am
Anker m tritt, bleibt der Stromkreis des Anrufrelais R über dem Anker j>
bestehen. Führt nun die Beamtin den Abfragestöpsel α einer
Stöpselschnur in die Abfrageklinke ka ein, so erfolgt ein Stromfluß von B1 über Relaiswicklung
T1, Drosselspule J1, Hals des Stöpsels
a, Buchse der Klinke ka, Wicklung t von D
und Erde zurück zu B1. Da hierdurch die Wicklung t stärker erregt wird als die Gegenwicklung
u, so werden jetzt die Anker η und ρ von D angezogen und hierdurch 1. der Stromkreis
des Anrufrelais R an zwei Stellen bei η und ρ unterbrochen, so daß letzteres von der
Teilnehmerleitung 1, 2 und der Zentralbatterie B abgeschaltet wird und den Anker m
losläßt, 2. der Stromkreis der Lampe L (bei η bzw. m) unterbrochen, so daß die Lampe erlischt,
und 3. die Buchsenleitung % über die Anker η und m an den Zweig 2 der Teilnehmerleitung
angeschlossen, so daß sie ein Prüfpotential erhält. Die Anker ο und m
befinden sich jetzt in der gezeichneten Ruhelage, so daß die Sprechströme vom Teilnehmer
aus über die Leitungen 1, 2, Anker 0 und in, die Klinke ka, Stöpsel a, Leitungen 3, 4,
Kondensatoren.C1, C2, über den angezogenen
Anker/ des Relais rv r3 und Stöpsel ν zum
anderen Teilnehmer verlaufen können, sobald der Stöpsel ν in eine Vielfachklinke kv dieses
Teilnehmers eingesteckt wird. Hierbei wird durch eine analoge Erregung des diesem
Teilnehmer zugeordneten Trennrelais D die Leitung desselben in gleicher Weise wie 1, 2
über Anker m, η, ο analog angeordneter Relais R, D an die Klinke kv angeschlossen.
. Zwischen dem Einstecken des Stöpsels a in Klinke ka und dem Einstecken des Stöpsels ν
in die Vielfachklinke des gewünschten Teilnehmers treten die Apparate der Stöpselschnür,
deren Schaltungsanordnung zweckmäßig die aus der Zeichnung ersichtliche ist,
in bekannter Weise in Tätigkeit.
Wünscht der durch Leitung I, 2 mit dem Amt verbundene Teilnehmer ein Ferngespräch,
so wird ein besonderer Stöpsel mit in bekannter Weise zugeordneter Stöpselschnur usw.
in die Klinke kf eingeführt und hierbei z. B. wie im Hauptpatent über einen Halsteil des
Stöpsels eine geerdete Batterie an die Buchse der Klinke kf angelegt. Infolgedessen fließt
ein Strom von dieser Buchse über Leitungj/",
Relais R, Wicklung t von D und Erde zu der erwähnten Batterie zurück. Die Wicklung t
wird hierbei, wie vorher beim Ortsgespräch beschrieben, stärker als die Gegenwicklung κ
erregt, so daß auch jetzt durch die Anker ρ und η das Anrufrelais R von der Leitung 1, 2
abgeschaltet wird. Dasselbe wird jedoch in diesem Falle nicht stromlos, sondern zieht
seine Anker 0 und m an, so daß einerseits die Verbindung der Leitung 1 über ο mit der
Klinkenfederleitung i und anderseits die Verbindung von 2 über m und η mit der Buchsenleitung
\ unterbrochen wird. Die Teilnehmerleitung ι, 2 ist hiernach nur noch mit der
Fernverbindungsklinke kf verbunden und von den Klinken kv und ka abgeschaltet. Diese
Abschaltung tritt in gleicher Weise auch dann ein, wenn vorher ein Ortsgespräch bestanden
hat, da auch in diesem Falle die beschriebene Erregung des Anrufrelais R von kf aus stattfindet.
Hierbei kann eine vorhergehende Benachrichtigung des anderen Teilnehmers z. B. nach der im Hauptpätent angedeuteten Weise
von der Fernverbindungsbeamtin aus erfolgen.
Claims (2)
1. Schaltungsanordnung für Fernverkehr
nach Patent 193881, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschaltung der
Vielfachklinken (kv) des Teilnehmers von dessen Anschlußleitung (1, 2) bei einem
Ferngespräch mittels des auf Trennkontakte in der Teilnehmerleitung wirkenden Anrufrelais (R) des Teilnehmers bewirkt
wird, indem dasselbe durch einen über die Fernverbindungsklinke (kf) hergestellten
Stromfluß in Tätigkeit gesetzt wird, während durch gleichzeitige Erregung eines zur Abschaltung des Anrufrelais von der
Teilnehmerleitung bei einem Ortsgespräch dienenden Trennrelais (DJ ein falscher Anruf
des Amtes durch Abschaltung des Rufzeichens verhindert wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι bei Fernsprechämtern mit Zweileiterparallelklinken
und von der Teilnehmerleitung abgezweigtem Trennrelais, dadurch gekennzeichnet, daß das mit dem
Anrufrelais (R) in Reihe geschaltete Trennrelais (D) gemeinsam mit diesem nur bei
Herstellung einer Fernverbindung in Tätigkeit gesetzt wird, während eine Erregung
des Trennrelais (D) durch den beim Anruf des Amtes seitens des Teilnehmers 1x5
über das Anrufrelais (R) fließenden Strom durch eine hierbei erregte Gegenwicklung
(u) in bekannter Weise verhindert wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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