DE1952833U - Vorrichtung zum kontinuierlichen dispergieren vorwiegend viskoser substanzen. - Google Patents

Vorrichtung zum kontinuierlichen dispergieren vorwiegend viskoser substanzen.

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DE1952833U DEW37404U DEW0037404U DE1952833U DE 1952833 U DE1952833 U DE 1952833U DE W37404 U DEW37404 U DE W37404U DE W0037404 U DEW0037404 U DE W0037404U DE 1952833 U DE1952833 U DE 1952833U
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Mixers Of The Rotary Stirring Type (AREA)

Description

PATE NTA NWALTE
DiPL-INQ. E.SPLANEMANN dipl-inq. J. RICHTER
MÜNCHEN 2 2 HAMBURQ 36
Theatinerstraße 33/34 Neuer Wall 10
Telegramm-Adr.: Inventius Mündien Telegramm-Adr.: Inventius Hamburg Telefon: (0811) 2£ 62 07 Telefon: (0411) 34 7900
Hamburg, den 24. Mai 1966
Willy Bühner
Bremen
GEBRAUÖHSMUSTERAMELDU1G
Vorrichtung zum kontinuierlichen Dispergieren vorwiegend viskoser Substanzen
Zur Erzielung einer möglichst homogenen Verteilung und von möglichst gleichmäßigen Eigenschaften mehrphasiger Systeme und von hochviskosen Substanzen aller Art, sind Homogenisier-, Dispergier- und Emulsiermaschinen, wie Planetrührwerke, Kreiselmischer, Zahnrad- und Knetpumpen u. dgl. in den verschiedensten Ausführungsformen bekannt. Zum Mischen von hochviskosen Substanzen sind Doppelarmkneter und Mehrwalzenwerke entwickelt worden. Zur Verfeinerung des Mahlgutes werden langsam laufende Rührwerksmühlen mit kleinen Mahlkörpern oder schnellaufende Rührwerksmühlen
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verwandt. Eine ausreichende Homogenisierung wird häufig jedoch erst nach einem vielstündigen Betrieb der entsprechenden Maschine erreicht. Durch die Verwendung von Schwingmühlen kann die Mahldauer wesentlich herabgesetzt werden. Für die Verreibung von Pigmenten in filmbildenden Produkten ist eine schnellaufende Rührwerksmühle entwickelt worden, die mit Sand arbeitet und unter der Bezeichnung "Sand-Mill" im Handel ist. Die bekannteste Ausführungsform dieser !Rührwerksmühle ist mit abfahrbaren Trögen und einem Profileisenständer versehen, der die Antriebswelle und den Antriebsmotor aufnimmt. Bei einer weiteren bekannten Ausführungsform sind die Bührwerksträger ortsfest angeordnet, die zum Perlen- oder Farbwechsel abschraubbare Böden aufweisen. Diese bekannten Eührwerksmühlen sind von kompakter Bauart. Bei diesen bekannten Vorrichtungen wird von einem außerhalb der Vorrichtung gesondert hergestellten Gemisch ausgegangen. Es liegt jedoch auch hier ein chargenweises Arbeiten vor*
Die bekannten Vorrichtungen zum Dispergieren, Fein- . mahlen bzw. Homogenisieren arbeiten diskontinuierlich. Diejenigen Vorrichtungen, wie beispielsweise die Knet-
pumpe, die auch für einen kontinuierlichen Betrieb geeignet sind, sind4rar für das Vermischen bzw. Durchkneten bestimmter Substanzen geeignet. Hinzu kommt noch, daß bei allen bekannten Vorrichtungen eine ausreichende Vermischung bzw. Homogenisierung des Ausgangsstoffes bzw. der Ausgangsstoffe nur dann möglich ist, wenn die Stoffe durch eine lange Mischstrecke hindurchgeleitet werden, was jedoch zur Folge hat, daß derartige Vorrichtungen von relativ größter Bauweise sind und dann für das Aufstellen viel Raum in Anspruch nehmen, oder, daß die Stoffe mehrmals durch ein und dieselbe Vorrichtung hindurchgeleitet werden müssen. Das mehrmalige Hindurchleiten durch ein und dieselbe Mischvorrichtung oder das Homogenisieren, bzw. Dispergieren in einer Vorrichtung über einen längeren Zeitraum hinaus erfordert das Aufstellen mehrerer Vorrichtungen, was unwirtschaftlich undAit hohen Kosten verbunden ist. Hinzu kommt noch, daß die Verweilzeiten für die einzelnen Mischungen in den Vorrichtungen berücksichtigt werden müssen, die von Produkt zu Produkt sehr unterschiedlich sind und auch vom Verwendungszweck des zu dispergierenden Gutes abhängen. Lange Verweilzeiten führen
häufig zu einer Blockierung der Vorrichtung für andere Mischzwecke. Der Betrieb muß daher eine entsprechende Planung vornehmen, wenn nicht eine ausreichende Anzahl von entsprechenden Maschinen zur Verfugung steht.
Demgegenüber ist es das Ziel der Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, die einerseits ein kontinuierliches Dispergieren von insbesondere viakosen Substanzen aller Art ermöglicht und die andererseits die Herstellung eines Endproduktes in einer mit den bekannten Vorrichtungen nicht erreichbaren hohen homogenen Verteilung und mit gleichmäßigen Eigenschaften gewährleistet. Überraschenderweise gelingt es, hoch— dispergierte, feinstgemahlene bzw. hochhomogenisierte Produkte und insbesondere Lacke gemäß der Erfindung mit einer Vorrichtung herzustellen, die aus einem etwa zylindrischen Behälter mit einem verengten oberen Ableitraum für das Fertigprodukt und mit einem kammerartig erweiterten, einen Turborührer aufnehmenden Teil besteht,- in dem die Zuführungsleitungen für die Ausgangsstoffe angeordnet und bis zur unmittelbaren
Beaufschlagung des Turborührers verlängert sind. Die Zuführungsleitungen für die Ausgangsstoffe sind in der Behälterwandung teleskopartig verschiebbar geführt. Das Fassungsvermögen des kammerartig erweiterten Behälterteils beträgt J500 Kubikzentimeter.
Der hochtourige Rührer ist als Propellerrührer mit an den Flügeln vorgesehenen Schneidkanten ausgebildet. Die Rührerachse ist in dem Behälter waagerecht oder senkrecht angeordnet.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind mehrere Behälter zu einer säulenartigen Fertigungseinheit zusammengeschlossen; die Ableitung eines jeden Behälters ist dann mit den Zuleitungen des jeweils nachfolgenden Behälters verbunden, wodurch die Möglichkeit gegeben ist, das Semisch kontinuierlich durch mehrere Behälter, deren Turborührer unterschiedliehe Drehzahlen aufweisen können, zu leiten, wenn ein besonders hoher Verteilungsgrad- _der Ausgangsstoffe im Endprodukt gewünscht wird. Soll ein mehrphasen System hergestellt werden, so sind die Ableitungen mehrerer zu einer Fertigungseinheit zusammengeschlossener
Behälter mit einer Zuführungsleitung des jeweils nachfolgenden Behälters verbunden. Die einzelnen Phasen werden dann dem Gemisch in den einzelnen Behältern zugeführt*
In der Zeichnung ist die Vorrichtung zum kontinuierlichen Dispergieren von Substanzen und mehrphasigen Systemen gemäß der Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 einen Behälter mit einem Rührwerk teils in Ansicht, teils im senkrechten Schnitt,
Fig. 2 mehrere Behälter mit einer gemeinsamen Ableitung für das Fertigprodukt,
Fig. 3 mehrere zu einer säulenartigen Fertigungseinheit übereinander angeordnete Behälter, deren Ableistungen für das Fertigprodukt an die Zuführungsleitungen der jeweils folgenden Behälter angeschlossen sind und
Fig. k mehrere hintereinander geschaltete Behälter, wobei jedoch jedem Behälter eine neue Ausgangskomponente dem in dem vorangegangenen Behälter hergestellten Gemisch zugesetzt wird, teils in Ansicht, teils im Schnitt.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform gemäß Fig. 1 besteht der etwa zylindrische Behälter 10 aus einem kammerartig erweiterten Teil 11 und einem oberen verengten Ableitraunj/I2,an den eine Ableitung 13 angeschlossen ist. Der Behälter 10 besteht vorzugsweise aus korrosionsbeständigen Werkstoffen. Der verengte Ableitraum 12 ist als Schauglas ausgebildet, das in einem oberen Bing Ah gehalten ist, der mittels Verbindungsstäben 15 auf dem erweiterten Teil 11 befestigt ist. In der Behälterwandung können auch mehrere einzelne Schaugläser vorgesehen sein. Der kammerartig erweiterte Behälterteil weist ein Fassungsvermögen von etwa 300 Kubikzentimetern auf. In dem kammerartig erweiterten Teil 11 des Behälters 10 ist vorzugsweise mittig ein Rührwerk 20 angeordnet, das über eine senkrechte Achse 21 mit einem Antriebsmotor 22, deren Drehzahl im Bereich von 1 bis 50 000 Touren stufenlos einstellbar ist,verbunden ist.
Der kammerartig erweiterte Teil 11 des Behälters 10 weist Zuführungsleitungen 30, 31 auf. Die Anzahl der Zuführungsleitungen richtet sich nach der Anzahl der
Ausgangskomponenten, die dem Fertigprodukt zugrundegelegt werden. Die Zuführungsleitungen 30, 31 sind bis zur unmittelbaren Beaufschlagung des Ruhrwerkes 20 bis in den Innenraum des Behälters 10 verlängert ausgebildet. Die freien Enden der Zuführungsleitungen 30, 31 sind im Bereich des Rührwerkes 20 vorzugsweise düsenförmig ausgebildet. Um den Abstand der düsenförmigen Enden der Zuführungsleitungen 30, 31 vom Rührwerk 20 variieren zu können, sind die Zuführungsleitungen 30, 31 in der Wandung des Behälters 10 teleskopartig verschiebbar geführt,was durch die Pfeile X und Y zum Ausdruck gebracht ist. Die Zuführungsleitungen 30, 31 stehen unter Zwischenschaltung von Dosierpumpen 35? 36 mit den Vorratsbehältern 37j 38 für die Ausgangsstoffe A und B in Verbindung (Fig. 2).
Das Rührwerk 20 ist als hochtouriger Propellerrührer mit an den Flügeln 23 versehenen Schneidkanten ausgebildet. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, in dem kammerartig erweiterten Behälterteil 11 zwei Propellerrührer mit horizontalen oder senkrechten Antriebsachsen anzuordnen. Die Propellerrührer sind, wenn die Antriebsachsen horizontal angeordnet sid,
sich gegenüberliegend und gegenläufig ausgebildet. Es ist jedoch auch möglich, in denj£ammerartigen Behälterteil 11 einen Propellerrührer mit einer senkrechten Antriebsachse und einen Propellerrührer mit einer waagerechten Antriebsachse anzuordnen. Jedoch auch anders ausgebildete Bührwerke können zur Anwendung gelangen.
Um den Mischraum innerhalb des kammerartig erweiterten Behalterteils 11 in seiner Größe verändern zu können, sind nach einer weiteren Ausführungsform der Propellerrührer 20 und die Zuführungsleitungen30,31 in einem Mantelgehäuse kO angeordnet, das in Fig. 1 gestrichelt dargestellt ist. Das Mantelgehäuse ^O ist in den Behälter 10 einsetzbar und zitfar derart, daß sich an die obere Öffnung des Mantelgehäuses der Ableitraum"I2 anschließt. Das Mantelgehäuse kO kann die verschiedensten Abmessungen aufweisen, die jedoch immer kleiner gehalten sind, als die Innenabmessungen des kammerartig erweiterten Teiles 11 des Behälters 10. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, auch in kleineren Behältern Homogenisier- oder Dispergier- oder Mahlprozesse durchzuführen, falls dies gewünscht wird oder erforderlich sein sollte.
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Um zu vermeiden, daß beim Homogenisieren oder Dispergieren eine Erwärmung des zu behandelnden Gutes eintritt, kann der Behälter 10 mit einer an der Behälteraußen- oder -innenwandung angeordneten Kühleinrichtung versehen sein. Wird ein austauschbarer Mantelbehälter kO verwandt, so besteht die Möglichkeit, die Kühlelemente an dem Innenmantel ^O vorzusehen. Von wesentlichem Vorteil ist es jedoch, wenn die Ausgangsstoffe unmittelbar vor dem Einführen in das Turbulenzzentrum des Rührwerkes gekühlt werden. Hierzu können beispielsweise die Kühlelemente an den Außenwandungen der im Kämmerinnenraum angeordneten Abschnitte der Zuführungsleitungen 30, 31 angebracht sein.
Um die Verwirbelung der in die Kammer 11 eingeführten Ausgangsstoffe zu erhöhen, kann oberhalb des Rührwerkes 20 eine profilierte Ableitplatte 41 vorgesehen sein, die so bemessen ist,- daß zwischen der Platte kl und der Kammerwandung ein Zwischenraum k2 für das
Ableiten der gemischten Komponenten in den Ableitraum 12 gegeben ist.
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Die Vorrichtung zur Durchführung der kontinuierlichen Arbeitsweise erlaubt es, Fertigprodukte, insbesondere Lacke, Färb- und Kunststofflacke, von höchster und gleichbleibender Qualität, herzustellen. Die Ausgangsstoffe können noch zusätzlich sehr fein vermählen werden. Hohe Homogenisier- und Dispergiergrade werden erreicht. Vom .,Vorratsbehälter für die Ausgangsstoffe bis zum Abfüllen des Fertigproduktes wird die Arbeitsweise nicht unterbrochen. Das kontinuierliche Verfahren arbeitet unter völligem Ausschluß von Luft. Verkrustete Rückstände werden vermieden. Dadurch ist ein schnelles Reinigen der Gesamtvorrichtung möglich. Die Vorrichtung braucht zur Reinigung nicht auseinandergenommen werden. Es werden lediglich Reinigungsmittel durch die Vorrichtung geleitet. Die Kammer 11 reinigt sich bei Verwirbelung des Reinigungsmittels selbst. In kürzester Zeit ist die Vorrichtung gereinigt, so daß keine/angen Unterbrechungen bei der Lackherstellung gegeben sind. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht das Umstellen von einem Produkt auf ein anderes Produkt in kürzester Zeit. Die nach dem kontinuierlichen Verfahren hergestellten Endprodukte
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sind von gleichbleibender Qualität, und zwar auch dann, wenn Ausgangsstoffe unterschiedlicher Qualität verwendet werden, was häufig der Fall bei den Ausgangsstoffen für die Kunstharzlackherstellung ist. Soll beispielsweise ein neues Produkt hergestellt werden, so sind keine Laborversuche mehr erforderlich. Auch kleine Mengen, beispielsweise nur 2 kg, an Endprodukt können erhalten werden, so daß keine großen Ansätze mehr erforderlich werden. Sind/lie Versuche mit kleineren Ansätzen äur vollsten Zufriedenheit verlaufen, so kann jederzeit die Großproduktion vorgenommen werden. Auch kleinere Mengen, beispielsweise 5 Tonnen einer bestimmten Lackart, können in gleicher Weise hergestellt werden, wie größere Mengen von 50 Tonnen und mehr.
Die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird an den folgenden Ausführungsbeispielen erläutert:
Beispiel I _-_-
Dem erfindungsgemäß ausgebildeten Behälter mit einem Fassungsvermögen von 300 Kubikzentimetern werden über die Zuführungsleitung 30 90 % des Gesamt-
Produktes in einem Lösungsmittel gelöste Kunststoffharze und über die Zuführungsleitung 31 10 %
r des Gesamtproduktes Paraffin-Dispersion im Beeich des rotierenden Propellerrührers 20 zugeführt. Die Gesamtmenge der jeweils zugeführten Ausgangsstoffe beträgt 200 Kubikzentimeter. Die unter Druck mittels der Dosierpumpen zugeführten Ausgangsstoffe entströmen den düsenartigen freien Enden der Zuführungsleitungen und prallen im Turbulenzzentrum des Propellerrührers gegeneinander und auf die Flügel des Rührers, dessen Schneidkanten eine noch zusätzliche Zerteilwirkung der aufeinanderprallenden Teilchen bewirken. Mittels des hochtourigen Rührers erfolgt eine sehr starke Verwirbelung der Ausgangsstoffe. Gleichzeitig erfolgt ein zusätzliches Feinvermahlen der Teilchen und ein Dispergieren der Ausgangsstoffe. Das in der Turbulenzkammer 11 vorliegende Fertigprodukt wird, da der Turbulenzbereich des Rührers sich bis in den Ableitraum 12 des Behälters 10 erstreckt, in den Ableitraum gewirbelt und von hier aus über die Rohrleitung 13 der Abfüll- und / oder Wiegestation zugeführt. Bei der weiteren kontinuierlichen Zudosierung der Ausgangskomponenten ist jeweils das zur Er-
stellung des gewünschten Fertigproduktes erforderliche Dosierverhältnis der Ausgangskomponenten zueinander beizubehalten. Entsprechend der Geschwindigkeit mit der die Ausgangsstoffe dem Behälter 10 zugeführt werden, wird das Fertigprodukt abgeleitet. Bei der Anwendung der erfindungsgemäß ausgebildeten Turbulenzkammer hat es sich gezeigt, daß eine Verschiebung des Dosierverhältnisses nicht eintritt, da die Ausgangsstoffe in der Turbulenzkammer kaum verweilen. Nach der Einführung der Ausgangsstoffe in die Kammer und nach der Verwirbelung erfolgt bereits das Ableiten des Fertigproduktes. Es wird immer ein Fertigprodukt gleichbleibender Qualität und mit gleichen physikalischen Eigenschaften erhalten.
Beispiel II
Die Leistung einer Kammer 10 mit einem Fassungsvermögen von 300 Kubikzentimetern ermöglicht- die Herstellung von 2 Tonnen Endprodukt pro Stunde. Soll jedoch die Menge des Endproduktes gesteigert werden, so können mehrere Behälter 10 hinter- oder übereinander angeordnet sein. Die Zuführungsleitungen 30 stehen
dann über eine Hauptleitung 50 mit dem Behälter 37 für den Ausgangsstoff A und die Zuführungsleitungen 31 über eine Hauptleitung 51 mit dem Behälter 38 für die Ausgangskomponente B in Verbindung. Die Ableitungen 13 sind dann in einer Sammelleitung 52* für das Endprodukt zusammengeführt (Fig. 2). Mittels drei Kammern 10 werden dann 6 Tonnen Endprodukt pro Stunde erhalten.
Beispiel III
Ist es für die Herstellung eines bestimmten Endproduktes erforderlich, daß das Keaktionsgemisch durch mehrere Behälter hindurchgeleitet werden muß, in denen das Gemisch unterschiedlich behandelt wird, dann können mehrere Behälter 10 übereinander zu einer Fertigungseinheit angeordnet sein. Gemäß Fig. 3 sind in einem säulenartigen, zylindrischen Gehäuse 60 vier Behälter 10 übereinander, und zwar auf Zwischenboden 61, 62, 63, Sk angeordnet und derart miteinander verbunden, daß die Ableitungen 13 eines jeden Behälters 10 als Zweigrohrleitungen ausgebildet und mit den Zuführungsleitungen 30, 31 des jeweils folgenden Behälters verbunden sind. Die Ausgangsstoffe A und B
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werden aus den Behältern 6^5 66 mittels der Dosierpumpen 6?, 68 über die Zuführungsleitungen 30, 31 dem untersten Behälter 10 und von diesem den auf den
Zwischenboden 62, 63, 64 angeordneten Behältern 10 zugeführt, über die Leitung 13 des Behälters 10 auf dem Boden Sh wird dann das fertige Produkt abgenommen. Die Förderung der Ausgangsstoffe bzw. der in den einzelnen Behältern vorbereiteten Gemische.. wird mittels der Dosierpumpen 65, 66 vorgnommen. Die !Uhrwerke in den Behältern 10 weisen unterschiedliche Drehzahlen auf. Von Behälter zu Behälter kann sich die Drehzahl des Rührwerkes steigern, so daß das Gemisch in dem untersten Behälter bei einer sehr niedrigen Drehzahl des Rührwerkes verwirbelt wird, während das Rührwerk des obersten Behälters die höchste Drehzahl aufweist. Die Verwirbelung der einzelnen Gemische wird somit allmählich gesteigert.
Beispiel IV
Für die Herstellung eines aus einem mehrphasigen System oder mehreren Komponenten bestehenden Endproduktes kann entweder nur ein Behälter 10 verwendet
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werden, dessen Turbulenzkammer die einzelnen Komponenten gleichzeitig in dem jeweils erforderlichen Dosierverhältnis zugeführt werden oder es können mehrere Behälter zur Anwendung gelangen, die übereinander angeordnet sind und denen die einzelnen Ausgangsstoffe zugeführt werden. Bei der Anordnung gemäß Fig. ^ sind vier Behälter 10 in einem zylindrischen Gehäuse 70 auf Zwischenboden 71, 72, 73, 7k angeordnet. Die Ableitungen 13 eines jeden Behälters sind mit den Zuführungsleitungen 30 des jeweils folgenden Behälters verbunden, während über die zweite Zuführungsleitung 31 eines jeden Behälters die einzelnen Ausgangsstoffe zugeführt werden. Dem Behälter 10 werden aus den Vorratsbehältern 75j 76 mittels Dosierpumpen 77? 78 über die Leitungen 30,31 die Stoffe A und B zugeführt. Über die Leitung I3 und die Leitung 30 des Behälters 10 auf dem Zwischenboden 72 wird das Fertigprodukt der ersten Stufe der Turbulenzkammer des Behälters 10 zugeführt. Hier in der zweiten Stufe wird über die Leitung 31 mittels der Dosierpumpe 79 aus dem Vorratsbehälter 80 der Ausgangsstoff C zudosiert. Das fertige Produkt der zweiten Stufe wird in dem Behälter 10
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auf dem Zwischenboden 73 mit dem Ausgangsstoff D in Verbindung gebracht und in der vierten Stufe kommt der Ausgangsstoff E hinzu. Der Ausgangsstoff D wird mittels der Dosierpumpe 81 aus dem Vorratsbehälter und der Ausgangsstoff E mittels der Dosierpumpe 83 aus dem Behälter 8k den Behältern 10 auf den Zwischenboden 73 und 7k zudosiert. Das aus den Komponenten A, B, C,D und E bestehende Fertigprodukt wird dann der Leitung 13 des obersten Behälters 10 entnommen. Die Vorratsbehälter 80, 82 und 84 für die Komponenten C, D und E können mit den Dosierpumpen 791 81 und außerhalb des Gehäuses 70 auf seitlich an diesem angebrachten Konsolen 85 angeordnet sein. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Vorratsbehälter für alle Komponenten am Boden anzuordnen. Die Vorratsbehälter sind dann über entsprechend lang bemessene Leitungen mit den Kammern der Behälter 10 verbunden. Die Dosierpumpenschübe sind aufeinander abgestimmt, damit eine gleichmäßige Förderung der Komponenten bzw. der Gemische durch die Gesamtapparatur gewährleistet ist.
Schutzansprüche:

Claims (1)

  1. - 19 Schutzansprüche :
    1. Vorrichtung zum kontinuierlichen Dispergieren, vorwiegend viskoser Substanzen, mittels eines Rührwerkes,dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungsleitungen (JO, 3 Ό für die Ausgangsstoffe in einem kammerartig erweiterten, einen Turborührer (20) aufnehmenden Teil (11) eines etwa zylindrischen Behälters (10) angeordnet und bis zur unmittelbaren Beaufschlagung des Turborührers verlängert sind und der Behälter (10) mit einem verengten Ableitraum
    (12) für das Fertigprodukt versehen ist.
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der kammerartig erweiterte zylindrische Behälterteil (11) ein Fassungsvermögen von 300 Kubikzentimetern aufweist und die Wandungen des verengten einen etwa kreisförmigen Durchmesser aufweisenden Ableitraumes (12) für das Fertigprodukt aus durchscheinenden Werkstoffen bestehen.
    3· Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungsleitungen (30, 31) für die Ausgangsstoffe in der Behälterwandung teleskopartig verschiebbar geführt und die freien Enden der Zuführungsleitungen düsenförmig ausgebildet sind.
    - 20 -
    k. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß der hochtourige Rührer (20) als Propellerrührer mit an den Flügeln vorgesehenen Schneidkanten ausgebildet und die Antriebsachse des Kührers in dem Behälter waagerecht angeordnet ist.
    5· Vorrichtung nach Anspruch 1 bis k, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsachse des Propellerruhrers (20) senkrecht angeordnet ist.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis ^f, dadurch gekennzeichnet, daß in dem kammerartig erweiterten Behälterteil (11) zwei Propellerrührer mit horizontalen Antriebsachsen sich gegenüberliegend angeordnet sind.
    7· Vorrichtung nach Anspruch 1 bis k, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsachsen der Propellerrührer senkrecht und nebeneinanderliegend angeordnet sind.
    8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis k, dadurch gekennzeichnet, daß in dem kammerartig erweiterten Behälterteil (11) ein Propellerrührer mit senkrechter und ein Propellerrührer mit waagerechter Antriebsachse angeordnet sind.
    - 21 -
    9. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Behälter mehrere gegenläufig ausgebildete Propellerrührer vorgesehen sind.
    10. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 95 dadurch gekennzeichnet, daß der Propellerrührer (20) und die Zuführungsleitungen (30, 31) mit einem in den Behälter (10) einsetzbaren, austauschbaren Mant-elgehäuse (kO) versehen sind.
    11. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenmantel (hO) mit Kühlelementen versehen ist.
    12. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die in den kammerartig erweiterten Behälterteil (11) hineinreichenden freien Enden der Zuführungsleitungen (30, 31) für die Ausgangsstoffe Kühlelemente trägen.
    13. Vorrichtung nach Anspruch T bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl des Turborührers bzw. der Tuborührer von 0 bis 50 000 Touren stufenlos einstellbar ist.
    - 22 -
    Ih. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß über dem kammerartig erweiterten Behälterteil (11) eine scheibenförmige wellenartig profilierte Ableitplatte (kl) vorgesehen ist, deren Grundfläche kleiner bemessen ist als die Grundfläche des vererngten Ableitraumes.
    15· Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Behälter (10) zu einer Fertigungseinheit zusammengeschlossen sind und die Ableitung (13) eines jeden Behälters (10) mit den Zuleitungen (30, 31) des jeweils nachfolgenden Behälters (10) verbunden ist.
    16. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis Ik, dadurch gekennzeichnet, daß die Ableitungen. (13) mehrerer zu einer Fertigungseinheit zusammengeschlossener Behälter (10) mit einer Zuführungsleitung (30) des jeweils nachfolgenden Behälters (10) verbunden sind.
    17· Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 1^,.; gekennzeichnet durch mehrere zu einer Fertigungseinheit zusammengeschlossener Behälter (10), deren Ableitungen (13) für das Fertigprodukt in einer Sammelleitung (52) zusammengeführt sind.
    - 23 -
    18. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Turborührer in den einzelnen zusammengeschlossenen Behältern (10) unterschiedliche Drehzahlen aufweisen.
    19· Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Behälter (10) in einem säulenartigen Außenbehälter (60 bzw. 70) übereinander angeordnet und über die Zu- und Ableitungen miteinander verbunden sind.
    20. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Behälter (10) über die Zuleitungen (30, 31) mit in diesen vorgesehenen Dosierpumpen mit den Vorratsbehältern für die Ausgangsstoffe und die Ableitung für das Fertigprodukt mit einer Abfülleinrichtung in Verbindung steht.
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