DE19528368C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln einer Warenbahn mit Vakuum - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln einer Warenbahn mit VakuumInfo
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Description
Die Erfindung betrifft gemäß Anspruch 1 ein Verfahren zur Naßbehandlung,
insbesondere zum Waschen, einer textilen Warenbahn, mit einer aufgeheiz
ten Behandlungsflüssigkeit, die von der Warenbahn zusammen mit Dampf
und Gas abgesaugt und außerhalb einer Behandlungszone in Gas und Flüs
sigkeit getrennt wird, wobei die Flüssigkeit in die Behandlungszone zurück
geführt und das Gas über einen Vakuumerzeuger weitergeleitet wird, wobei
innerhalb eines geschlossenen Systems das Gas- und Flüssigkeits-Gemisch
von der Warenbahn abgesaugt und nach der Trennung von Gas und Flüs
sigkeit das Gas zur Aufheizung über den Vakuumerzeuger geleitet und da
nach ganz in die Behandlungszone zurückgeführt wird, nach Patent 44 36 746,
und eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens mit einer Be
handlungseinrichtung, bei der eine Absaugleitung von der Warenbahn zu ei
ner Trennvorrichtung, von der eine Flüssigkeits-Rückführleitung zur Be
handlungseinrichtung und eine Gasleitung über einen Vakuumerzeuger ge
führt ist, wobei in einem geschlossenen System die Abzugsstelle der Absau
gleitung innerhalb der Behandlungseinrichtung an der Warenbahn angelegt
und die vom Vakuumerzeuger abgehende Gasrückführleitung in die Be
handlungseinrichtung geführt ist, nach Patent 44 36 746.
Mit dem älteren Verfahren soll die aufgewandte
Energie nahezu vollständig zurückgewonnen und die
Behandlungswirkung verbessert werden. Hierfür ist
die Vakuumabsaugung mit einem gasdichten Gehäuse
gasdicht mit der Waschkammer integriert. Die abgezogenen,
entwässerten Gase werden in das gasdichte
Gehäuse der Vakuumabsaugung eingeblasen und dabei
die bei der Vakuumerzeugung normalerweise verlustig
gehende erzeugte Wärmeenergie genutzt. Die behandel
te Warenbahn wird nicht mit kalter Luft, entsprechend
der Umgebungstemperatur, sondern mit der der Behandl
ungstemperatur entsprechenden, plus der durch den
Wirkungsgradverlust der Vakuumerzeugung erzielten
Temperaturerhöhung, durchströmt. Dadurch findet keine
Temperaturerniedrigung der Warenbahn statt, wodurch
ein erhöhter Entwässerungseffekt eintritt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Weiterbildung des eingangs
genannten Verfahrens und eine entsprechende Vorrichtung zu schaffen, mit
denen die aufgewandte Energie nahezu vollständig zurückgewonnen und die
Behandlungswirkung verbessert wird.
Dazu wird vorgeschlagen, daß das Behandlungsmedium in
zwei oder mehreren, gasdicht miteinander verbundenen
Behandlungszonen in Gas und Flüssigkeit getrennt
wird, daß die aus jeder Behandlungszone abgezogene
Flüssigkeit in die jeweilige Behandlungszone zurück
gepumpt oder weitergeleitet wird, daß die aus den
einzelnen Behandlungszonen abgezogenen Gase über
einen (oder mehrere) Vakuumerzeuger geleitet und
sodann in die jeweilige Behandlungszone zurückge
führt werden.
Mit diesem Verfahren mit mehreren gasdichten
Behandlungszonen wird zufolge der sich ausgleichen
den Unter- und Oberdrücke ein System der kommuni
zierenden Röhre geschaffen. Somit bedarf es keiner
Mengenregelung der Gasströme, weil ein erhöhtes
Absaugen mit einem vergrößerten Volumenstrom in ei
ner Absaugstelle zu einem Absinken des statischen
Druckes in der entsprechenden Waschzone führt,
was wiederum zu einem bevorzugten Nachströmen von
Gas aus der zentralen Gasrückführleitung führt.
Der statische Druck gleicht sich dem der anderen
Waschzonen an.
Der besondere Vorteil der Erfindung ist darin zu
sehen, daß in einem geschlossenen System eine Va
kuumbehandlung durchgeführt werden kann. Der dabei
notwendige Druckausgleich zwischen den einzelnen
Behandlungszonen findet selbstätig statt. Auch
verbilligt die nicht erforderliche Mengenregelung
die Investitionskosten.
Die gas- und flüssigkeitsdichte Einführung der
Warenbahn in die erste Waschzone, der gas- und
flüssigkeitsdichte Auslaß der Warenbahn aus der
letzten Waschzone, sowie das gleiche an den Ver
bindungsstellen der einzelnen Waschzonen, verhin
dern mit Sicherheit ein Entweichen der entstehenden
Unter- und Oberdrücke aus dem Gehäuse der Absaugstelle
in die Waschzonen.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
ist in der Zeichung dargestellt und wird nachfol
gend näher beschrieben.
Nach dem Hauptpatent wird eine Warenbahn 1 über
Rollen 2 und 3 durch eine Waschmaschine 4 geführt
und mit der darin befindlichen, aufgeheizten Wasch
flüssigkeit 5 gewaschen. Die Heizeinrichtung ist
nicht dargestellt. Das entstehende Gas-Wasser-Gemisch
wird über eine Leitung 6 mittels Vakuum von der Waren
bahn 1 abgezogen und tangential in einen Zyklon 7 ein
geleitet. Hier wird das Gas vom Wasser getrennt. Das
abgetrennte Wasser wird über einen Bodenstutzen 8 aus
dem Zyklon 7 abgezogen und mittels einer Leitung 9 mit
Pumpe 10 in die Waschmaschine 4 zurückgeführt. Im
Bedarfsfall kann ein Teil des abgetrennten Wassers
einem weiteren Verbraucher zugeführt werden. Dazu ist
eine Zweigleitung 11, sowie Ventile 12 und 13 vorgesehen.
Das im Zyklon 7 vom Wasser getrennte Gas wird über einen
Kopfstutzen 14 aus dem Zyklon 7 abgezogen und mittels
einer Leitung 15 in einen Vakuumerzeuger 16 mit Antrieb
17 eingeleitet. Das hier zusätzlich aufgeheizte Gas wird
über eine Gasrückführleitung 18 in die Waschmaschine
4 zurückgeführt.
Mit der Erfindung wird vorgeschlagen, daß die Waschmaschine
4 in drei einzelne Waschkammern 4a, 4b, 4c
unterteilt ist. Alle drei Kammern sind gas- und
flüssigkeitsdicht miteinander verbunden. Das in den
Waschkammern entstehende Gas-Flüssigkeits-Gemisch
wird über Saugrohre 36a, 36b, 36c und Leitungen
6, 6a, 6b in die Zyklone 7, 7a, 7b abgesaugt und
dort in Gas und Flüssigkeit getrennt. Die Flüssig
keit wird aus den Zyklon-Böden 8, 8a, 8b abgezogen
und mittels der Leitungen 9, 9a, 9b mit Pumpen 10,
10a, 10b in die Waschkammern 4a, 4b, 4c zurückgeführt.
Auch kann die Flüssigkeit über Leitungen 11, 11a,
11b mit den Ventilen 13, 13a, 13b sowie 12, 12a, 12b
zu einer weiteren Verwendung geführt werden. Die
abgetrennten Gase werden über die Köpfe 14, 14a,
14b aus den Zyklonen abgezogen und mittels der
Leitungen 15, 15a, 15b einer gemeinsamen Saugleit
ung 32 zugeführt und gelangen von dort in den Vaku
umerzeuger 16. Von hier führt die Gasrückführleit
ung 18 zu einer Verteilerleitung 33, von der aus
die Gase über Zufuhrleitungen 34a, 34b, 34c in die
Kammerleitungen 35a, 35b, 35c eingeführt werden.
Am Einlaß 2 der Warenbahn 1 in die Waschkammer 4a
ist ein Wasserschloß 37 und am Auslaß der Warenbahn
1 aus der Waschkammer 4c ist ein Wasserschloß 38
vorgesehen. Auch können an den Verbindungsstellen
39 bzw 40 der Waschkammer 4a, 4b, 4c Wasserschlös
ser 41 und 42, 42a vorgesehen werden. Ein Teil oder
das gesamte im Vakuumerzeuger 16 aufgeheizte Gas
kann über eine Leitung 20 in einen mit Wasser ge
füllten Wärmetauscher 21 eingeführt werden. Ventile
26 und 27 lassen eine geregelte Verteilung der Gas
mengen zu. Die Abluft wird mittels einer Leitung
28 mit Ventil 29 in die Gasrückführleitung 18 rück
geführt. Das geschlossene System wird hierdurch
nicht beeinträchtigt.
Die Erfindung ist nicht an das dargestellte Aus
führungsbeispiel gebunden. So ist es denkbar, jedem
Zyklon 7, 7a, 7b einen eigenen Vakuumerzeuger 16
zuzuordnen.
Claims (8)
1. Verfahren zur Naßbehandlung, insbesondere zum Waschen,
einer textilen Warenbahn, mit einer aufgeheizten Behand
lungsflüssigkeit, die von der Warenbahn zusammen mit Dampf
und Gas abgesaugt und außerhalb einer Behandlungszone in
Gas und Flüssigkeit getrennt wird, wobei die Flüssigkeit in die
Behandlungszone zurückgeführt und das Gas über einen Va
kuumerzeuger weitergeleitet wird, und daß innerhalb eines ge
schlossenen Systems das Gas-Flüssigkeits-Gemisch von der
Warenbahn abgesaugt und nach der Trennung von Gas und
Flüssigkeit das Gas zur Aufheizung über den Vakuumerzeuger
geleitet und danach ganz in die Behandlungszone zurückge
führt wird, nach Patent 44 36 746, dadurch gekennzei
chnet, daß die Behandlungsflüssigkeit in zwei oder mehreren,
gasdicht miteinander verbundenen Behandlungszonen in Gas
und Flüssigkeit getrennt wird, daß die aus jeder Behandlungs
zone abgezogene Flüssigkeit in die jeweilige Behandlungszone
zurückgepumpt oder zur weiteren Verwendung weitergeleitet
wird, daß die aus den einzelnen Behandlungszonen abgezo
genen Gase über einen oder mehrere Vakuumerzeuger geleitet
und sodann in die jeweilige Behandlungszone zurückge
führt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die aus den einzelnen Behandlungszonen
abgezogenen Gase (einzeln oder) gemeinsam dem (oder
den) Vakuumerzeuger (n) zugeführt und aus diesem
(diesen) in die einzelnen Behandlungszonen zurück
geführt werden.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichent, daß die zu behandelnde Warenbahn
in die erste Behandlungszone, aus der letzten Be
handlungszone, sowie von Behandlungszone zu Behandl
ungszone gas- und flüssigkeitsdicht ein- bzw. abge
führt wird.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den An
sprüchen 1 bis 3, mit einer Behandlungseinrichtung, bei der ei
ne Absaugleitung von der Warenbahn zu einer Trennvorrich
tung, von der eine Flüssigkeits-Rückführleitung zur Behand
lungseinrichtung und eine Gasleitung über einen Vakuumer
zeuger geführt ist, wobei in einem geschlossenen System die
Abzugsstelle der Absaugleitung innerhalb der Behandlungs
einrichtung an der Warenbahn angelegt und die vom Vakuu
merzeuger abgehende Gasrückführleitung in die Behandlungs
einrichtung geführt ist, nach Patent 44 36 746, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Behandlungsmaschine (4) aus zwei
oder mehreren, gasdicht miteinander verbundenen Waschkam
mern (4a, 4b, 4c) besteht, die zum Abzug des Gas-Flüssigkeits
-Gemisches jeweils über Saugrohre (36a, 36b, 36c) mit einer
mit einem Zyklon (7, 7a, 7b) od. dgl. verbundenen Leitung (6,
6a, 6b) versehen sind, die über Gasabzugsleitungen (15, 15a,
15b) mit einer gemeinsamen, in den Vakuumerzeuger (16) eingeführte
Saugleitung (32) verbunden sind, wobei die Gasrück
führleitung (18) über eine Verteilerleitung (33) mit Zufuhrleitun
gen (34a, 34b, 34c) und Kammerleitungen (35a, 35b, 35c) in
die Waschkammern (4, 4a, 4b) eingeführt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß die Zyklone (7, 7a, 7b) in den Böden (8,
8a, 8b) mit mit Pumpen (10, 10a, 10b) versehenen
Flüssigkeitsleitungen (9, 9a, 9b) verbunden sind,
die jeweils in die Waschkammern (4a, 4b, 4c) zurück
geführt sind.
6. Vorrichtung nach den Ansprüch 4 und 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Einlaß der Warenbahn (1)
in die erste Waschkammer (4a) und der Auslaß der
Warenbahn (1) aus der letzten Waschkammer (4c) je
weils mit einem Wasserschloß (37, 38) versehen sind.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß in den Übergangsbereichen (39,
40) der Warenbahn (1) von der vorhergehenden Wasch
kammer (4a bzw. 4b) in die nachfolgende Waschkammer
(4b bzw 4c) jeweils ein Wasserschloß (41, 42) vorge
sehen ist.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß für eine weitere Behandlung in
einem Wärmetauscher (21) die Gasrückführleitung (18)
mit einem Ventil (26) und einer Zweigleitung (20) mit
Ventil (27) und einer Leitung (28) mit Ventil (29)
versehen ist.
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