DE19528803C1 - Verfahren zum Sortieren von Sendungen - Google Patents

Verfahren zum Sortieren von Sendungen

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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07C—POSTAL SORTING; SORTING INDIVIDUAL ARTICLES, OR BULK MATERIAL FIT TO BE SORTED PIECE-MEAL, e.g. BY PICKING
    • B07C3/00—Sorting according to destination
    • B07C3/02—Apparatus characterised by the means used for distribution
    • B07C3/06—Linear sorting machines in which articles are removed from a stream at selected points

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  • Sorting Of Articles (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Sortieren von Sendungen in einer Sortieranlage.
Zum Sortieren von Postsendungen, wie Briefen, Großbriefen und Ähnlichem werden Sortieranlagen eingesetzt, bei denen mit einer Zuführeinrichtung die Sendungen Fördermitteln zugeführt werden durch die die Sendungen entsprechend vorgegebener Sortierkriterien einer Vielzahl von Fächern zu­ geführt werden. Da die Größe und die Zahl der Fächer, in die die Sendungen verteilt werden, nicht individuell an die jeweilige zeitlich stark wechselnde Betriebssituation angepaßt werden können, besteht ein bei diesen Sortieranlagen auftretendes Problem darin, daß eine ungleichmäßige Befüllung der Fächer eintritt und daher, um eine Pufferung zu erreichen, eine hohe Zahl von Fächern vorgesehen werden muß. Dies führt zu einer Erhöhung des konstruktiven, materiellen und finanziellen Aufwandes für solche Sortieranla­ gen und zu Platzproblemen.
Eine Möglichkeit dieser Situation zu begegnen besteht darin, besonders häufig auftretende Sortierrichtungen bei der sog. Grobsortierung, mehreren Sortierfächern zuzuordnen und die Sendungen gleicher Sortierrichtung abwechselnd in mehrere Sortierfächer zu leiten. Damit wird eine gleichmäßi­ gere Nutzung der Sortierfächer erreicht und die volle zur Verfügung stehende Zahl von Fächern genutzt. Allerdings führt die abwechselnde Leitung von Sendungen in mehrere Fächer zu Problemen im betrieblichen Ablauf. Sind die Fächer mit einer Füllstandsmessung und einer entsprechenden Anzeigeeinrichtung ausgestattet, die zum Beispiel bei 80%-iger Füllung eine "Fast-Voll-Meldung" erzeugt und bei 100%-iger Füllung "Voll-Meldung" erzeugt, so muß von dem Operator, der die Fächer entleert, auf jede "Fast- Voll-Meldung" hin eine Entleerung des betreffenden Fachs vorgenommen werden, damit das Fach auch während der Entleerung weiter mit Sendungen beschickt werden kann und vermieden wird, daß der Füllstand auf 100% an wächst, so daß das Fach nicht mehr beschickt werden darf. Da die Kapazität der Fächer hier nur mit z. B. 80% genutzt wird, ist wieder eine höhere Zahl von Fächern erforderlich.
Aus der EP 0509428 A2 ist bereits ein Verfahren zum Sortieren von Sendungen mit einer Sortieranlage bekannt, wobei die Sortieranlage Fördermittel und eine Vielzahl von strangweise angeordneten Fächern aufweist, in die eine Verteilung der Sendung entsprechend vorgegebener Sortierklassen erfolgt. Weiterhin ist aus der DE 33 33 365 A1 ein Verfahren bekannt, wonach Sendungen in ein Fach verteilt werden, bis dieses einen vorgegebenen Füllstand aufweist, daß Sendungen in ein weiteres Fach verteilt werden, sobald der vorgegebene Füllstand des ersten Fachs erreicht ist. Dies ist mit einem hohen manuellen Entleerungsaufwand bei der Leerung von jeweils Endfächern gleicher Sortierzuordnung verbunden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, den Entleerungsaufwand zu senken und die Füllung der Fächer zu erhöhen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind den Unteransprüchen und der Beschreibung zu entnehmen.
Der wesentliche Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß eine maximale Anzahl von Fächern zu 100% genutzt werden kann. Damit wird gleichzeitig der erforderliche Arbeitsaufwand für den Operator vermindert, der Operator wird nur benachrichtigt, wenn tatsächlich Fächer zu entleeren sind.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen genauer erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 eine Prinzipdarstellung einer Sortieranlage in Draufsicht,
Fig. 2 eine Prinzipdarstellung einer Sortieranlage mit mehreren Strängen und Fächern.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Sortieranlage werden Sendungen (1) von einer Zuführeinrichtung (2) Fördermitteln (3) zugeführt. Von einer Leseeinrichtung (4) werden üblicherweise von der Oberfläche der Sendungen Sortierinformationen gewonnen, denen entsprechend die Sendungen mittels Weichen (5) in Flächen (6) verteilt werden. Die für die Durchführung dieses Vorgangs erforderlichen Steuerungssysteme sind in der Fig. 1 zur Vereinfachung nicht dargestellt. Wenn aufgrund des zu erwartenden Sendungsaufkommens eine zur Verteilung von Sendungen, die zu einer einzigen Sortierklasse gehören, mehr als ein Fach erforderlich ist, werden dieser Sortierklasse eine geeignete Anzahl von Fächern zugeordnet. Die Sendungen der Sortierklasse, der mehr als ein Fach zugeordnet ist, werden in die betreffenden Fächer F₁ . . . Fn mit folgender Strategie verteilt. Zunächst werden alle Sendungen dieser Sortierklasse in das Fach F₁ verteilt, bis dieses einen vorgegebenen Füllstand, vorzugsweise 100% aufweist. Sobald dieser Füllstand erreicht ist, werden die weiteren Sendungen alle in das Fach F₂ ver­ teilt, falls sie zu dieser Sortierklasse gehören. In gleicher Weise wird für alle weiteren Fächer verfahren. Wenn eines dieser Fächer den vorgegebenen Füllstand aufweist, erfolgt keine Meldung an den Operator. Sobald das letzte Fach Fn der betreffenden Sortierklasse einen vorgegebenen Füllstand Sn aufweist, wird eine Meldung an einen Operator zur Leerung der Fächer F₁ . . . Fn gegeben. Vorzugsweise wird Sn gleich 80% gesetzt. Bei der beschriebenen Strategie wurde vorausgesetzt, daß die Fächer F₁ . . . Fn bezogen auf die Förderrichtung der Sendungen in den Fördermitteln hinterein­ anderliegend angeordnet sind. Das bedeutet, daß in Bezug auf die Förderrichtung im Fach F₁ räumlich vor dem Fach F₂ liegt und von jeder Sendung vor dem Fach F₂ erreicht wird.
Die Umlenkung der Sendungen von dem Fach F₁ zum Fach F₂ usw., sobald das vorherliegende Fach den vorgegebenen Füllstand erreicht hat, erfolgt durch Signale die von einer Füllstandsmessung gegeben werden. Ebenso erfolgt die Meldung an den Operator zur Leerung der Fächer F₁ . . . Fn immer aufgrund eines Signals eines Füllstandsmeßgeräts. Statt eines menschlichen Operators, ist es möglich eine automatische mechanische Entleerung der Fächer durch einen Industrieroboter oder Ähnliches vorzusehen.
Da die Fächer jeder Sortierklasse mit Ausnahme des letzten Fachs zu einer beliebigen Füllhöhe < = 100% gefüllt werden können, ist es ohne weiteres möglich, eine maximale Anzahl von Fächern zu 100% zu nutzen. Dies führt dazu, daß die Anzahl der Meldungen an den Operator minimal ist, da er nur benachrichtigt wird wenn tatsächlich eine Entleerung vorzunehmen ist. Grundsätzlich, ist natürlich auch eine vorhergehende Entleerung einzelner Fächer möglich.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Sortieranlage werden zwei Stränge 10 und 20 von Sortierfächern bedient. Zur Vereinfachung sind in Fig. 2 Sortiervorrichtung und Leseeinrichtung nicht dargestellt. Die Sendungen können über Weichen 5 jeweils auf einen der Stränge verteilt werden. Grundsätzlich kann innerhalb eines Strangs die oben dargestellte Strategie zur Verteilung eingesetzt werden. Eine Modifikation der oben genannten Strategie ermöglicht es, ein bei solchen Mehrstranganlagen auftretendes Problem zu lösen. Offensichtlich können nämlich Sendungen, die einmal in einem bestimmten Strang geleitet wurden, nicht mehr in Fächer eines anderen Strangs gelangen. Unter Umständen sollen aber Fächer verschiedener Stränge einer gemeinsamen Sortierklasse x zugeordnet werden. Bei einem solchen Fall besteht ein Problem darin, daß im Augenblick, in dem eine "Fach-Voll-Meldung" eine Meldung erfolgt ist, bereits Sendungen in diesem betreffenden Strang unterwegs sind, nicht mehr in einen anderen Strang umgeleitet werden können. Statt nun entweder die Füllstandsmeßeinrichtung so einzustellen, daß eine "Fach-Voll-Meldung" bereits erfolgt, wenn im Fach noch Platz ist, für möglicherweise nicht mehr umlenkbare Sendungen, oder der nicht mehr in ein Fach einlaßbare Sendungen ein Überlauffach am Ende des Stranges vorzusehen, ist es vorteilhaft, mindestens zwei benachbarte Fächer innerhalb eines Strangs für eine Sortierklasse x vorzusehen, so daß bei "Fach-Voll- Meldung" des einen Fachs in der Regel noch etwas Platz im benachbarten Fach sein wird, um die bereits im Strang befindlichen Sendungen noch aufzunehmen. Dieses Ergebnis kann auch dadurch erreicht werden, daß die benachbarten Fächer abwechselnd mit Sendungen beschickt werden.
Bei Sendungen, die einen zu geringen Abstand von der vorhergehenden Sendung im Sendungsstrom aufweisen, können beim Abstapeln in die Fächer unter Umständen Probleme auftreten, wodurch die Stapelqualität beeinträchtig wird. Daher ist es unter Umständen günstig, Sendungen in einem möglichst großen zeitlichen, bzw. räumlichen Abstand in die Fächer zu leiten. Hierzu wird die oben dargestellte Strategie folgendermaßen modifiziert:
Zunächst werden alle Sendungen einer bestimmten Sortierklasse abwechselnd in die Fächer 1 und 2 geleitet. Wenn diese zu einem vorgegebenen Füllstand voll sind, vorzugsweise 100%, werden abwechselnd die Fächer 3 und 4 be­ schickt und so fort, bis die Fächer m-1 und n zu 80% gefüllt sind. Hierbei wird zur Vereinfachung m gradzahlig angenommen. Bei einer Modifikation für ungradzahlige n wird ein letztes Fach separat behandelt. Da die Sendungen abwechselnd in verschiedene Fächer gelenkt werden, kann grundsätzlich der Mindestabstand der Sendungen auch ohne daß weitere Maßnahmen erforderlich sind, verringert werden. Anstelle abwechselnden Beschickens von je zwei Fächern können erfindungsgemäß auch größere Gruppen von Fächern abwechselnd beschickt werden. In jedem Fall wird die Häufigkeit eintretender Sendungen in ein Fach durch die beschriebene Maßnahme verringert.

Claims (5)

1. Verfahren zum Sortieren von Sendungen mit einer Sortieranlage, wobei die Sortieranlage Fördermittel und eine Vielzahl von strangweise angeordneten Fächern aufweist, in die eine Verteilung der Sendungen entsprechend vorgegebener Sortierklassen erfolgt und wobei einer vorgegebenen Anzahl von Sortierklassen jeweils mehr als ein Fach zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß für die Sendungen jeder Sortierklasse, der mehr als ein Fach zugeordnet ist, die Verteilung in die Fächer F1 . . . Fn nach folgender Strategie erfolgt:
  • - die Sendungen werden in das Fach F₁ verteilt, bis dieses einen ersten vorgegebenen Füllstand aufweist,
  • - sobald dieser Füllstand erreicht ist, werden die Sendungen in das Fach F₂ verteilt,
  • - in gleicher Weise wird für die weiteren Fächer F₁ verfahren,
  • - sobald das Fach Fn einen zweiten vorgegebenen Füllstand aufweist, erfolgt eine Meldung an einen Operator zur Leerung der Fächer F₁ bis Fn.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als erster vorgegebener Füllstand für die Fächer F₁ bis Fn-1 100% und als zweiter vorgegebener Füllstand für das Fach Fn 80% vorgesehen sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb jeder Sortierklasse eine Verteilung abwechselnd in ein erstes und ein zweites Fach vorgesehen ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Stränge von Fächern vorgesehen sind.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer Sortierklasse Fächer in mehr als einem Strang zugeordnet sind.
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