DE1952883C3 - Sammelgarage für Wohnsiedlungen o.dgl - Google Patents

Sammelgarage für Wohnsiedlungen o.dgl

Info

Publication number
DE1952883C3
DE1952883C3 DE19691952883 DE1952883A DE1952883C3 DE 1952883 C3 DE1952883 C3 DE 1952883C3 DE 19691952883 DE19691952883 DE 19691952883 DE 1952883 A DE1952883 A DE 1952883A DE 1952883 C3 DE1952883 C3 DE 1952883C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
garage
cell
building according
cells
channel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19691952883
Other languages
English (en)
Other versions
DE1952883A1 (de
DE1952883B2 (de
Inventor
Josef 7560 Gaggenau Kaletka
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kaletka Geb Huebner Rosemarie Kaletka Carola Kaletka Arnold 7560 Gaggenau
Original Assignee
Kaletka Geb Huebner Rosemarie Kaletka Carola Kaletka Arnold 7560 Gaggenau
Filing date
Publication date
Application filed by Kaletka Geb Huebner Rosemarie Kaletka Carola Kaletka Arnold 7560 Gaggenau filed Critical Kaletka Geb Huebner Rosemarie Kaletka Carola Kaletka Arnold 7560 Gaggenau
Priority to DE19691952883 priority Critical patent/DE1952883C3/de
Publication of DE1952883A1 publication Critical patent/DE1952883A1/de
Publication of DE1952883B2 publication Critical patent/DE1952883B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1952883C3 publication Critical patent/DE1952883C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Description

50
Die Erfindung betrifft eine Sammelgarage für Wohnsiedlungen od. dgl, die aus monolithisch vorgefertigten, transportablen und torseitig offenen Garagenzellen besteht
Es sind Reihengaragen bekannt (DT-Gbm 19 03 738), bei denen jede zweite Garage aus einer vorgefertigten Zelle besteht während der Zwischenraum durch Fertigplatten überbrückt bzw. geschlossen werden soil, um auf diese Weise die beim unmittelbaren Aneinanderreihen von Zellen doppelt vorhandenen Seitenwände einzusparen. Bei diesen oberirdischen, einstöckigen Anlagen bereitet die Be- und Entlüftung kein Problem. Es reichen einige Löcher in der Rückwand aus, um den notwendigen Luftzug durch die Garagenzelle zu errei- < >5 chen, da die Tore nicht luftdicht abschließen. Bei Tiefgaragen ist diese Ausbildung nicht möglich und bei Hochgaragen unzureichend.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei emer eingangs genannten Sammelgarage die zu ihrem Aufbau verwendeten Garagenzellen so auszubilden, daß eine einwandfreie Be- und Entlüftung möglich ist und dennoch der Gebrauchswert eines abgeschlossenen Einstellplatzes ähnlich dem einer herkömmlichen einzelligen Garage erhalten bleibt
Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß zur Entlüftung jede Garagenzelle einen entlang der hinteren, oberen Schmalseite ihrer Decke verlaufenden, anläßlich der Vorfertigung ausgeformten, nach oben und zu den Seitenwanden hin offenen Kanal aufweist, wobei die Kanäle benachbarter Garagenzellen an ihren Stirnseiten über Dichtungen in Verbindung stehen.
Auf diese Weise ist eine sehr einfache Lösung für das Entlüftungsproblem gefunden worden, da der Entlüftungskanal praktisch mit der Vorfertigung der Zelle hergestellt wird, so daß einerseits die bei herkömmlichen Tiefgaragen beträchtlichen Materialkosten für die Abluftkanäle, andererseits die nicht weniger beachtlichen Montagekosten reduziert werden können. Die geringen Mehrkosten für die Zellenschalung fallen hierbei kaum ins Gewicht. Hierbei empfiehlt sich allerdings die Verwendung von Schalungen möglichst glatter Oberfläche, um die Strömungswiderstände im Entlüftungskanal so gering als möglich zu halten. Gegebenenfalls kann der Kanal noch mit einer aufgespritzten Beschichtung od. dgl. versehen werden.
Sofern auf die Decke der Garagenzel.'c noch Ortbeton aufgebracht wird, was insbesondere bei mehrstökkigen Gebäuden oder dann der Fall ist, wenn die Decke noch Verkehrslasten aufnehmen muß. kann der Kanal oberseits mit einer Abdeckung gegen den aufzubringenden Ortbeton verschließbar sein.
Ferner ist es vorteilhaft, wenn der Kanal unter Bildung von zwei Kammern in Längsrichtung durch eine Zwischenwand geteilt ist wobei die eine Kammer zur Be-. die andere zur Entlüftung dient. Auch diese Zwischenwand läßt sich ohne weiteres anläßlich der Fertigung rW Garagenzelle formen.
Es kann ferner vorgesehen sein, daß in den Boden des Karais jeder Garagenzelle eine Muffe mit einer Sicke eingebettet ist, in die eine Rolldichtung einlegbar ist, die zur Abdichtung eines in die Muffe einschiebbaren Absaugrohrs dient. Dieses Absaugrohr kann dann also nach Einlegen der Dichtung ohne Schwierigkeiten von unten eingesteckt werden, ohne daß es weiterer Montagearbeiten bedarf.
Diese Ausführungsform ist bei mehrstöckiger und zumindest teilweise oberirdischer Bauweise nicht unbedingt erforderlich. Dort ist vielmehr vorgesehen, daß die oberirdisch angeordneten Garagenzellen im Bereich ihrer hinteren lotrechten Ecken mit mehreren, mit Abstand übereinander angeordneten Schlitzen versehen sind. Dabei ist die Ausbildung vorzugsweise so getroffen, daß die Schlitze annähernd unter 45° zur Seiten- und Rückwand verlaufen, so daß sie sich praktisch unter einem Winkel zur Rückwand erstrecken. Auf diese Weise wird einerseits ein unmittelbarer Einblick in die Garage von außen verhindert andererseits wird die an sich kahle Fassade architektonisch vertikal aufgegliedert. Die Schlitze benachbarter Garagenzellen können außenseitig durch ein gemeinsames Gitter abgedeckt sein. Die lotrecht angeordneten Schlitze sorgen fur einen bis in Bodennähe reichenden Luftstrom und damit für eine ausreichende Luftumwälzung in jeder einzelnen Garagenzelle.
Nachfolgend ist die Erfindung an Hand einer in der
Zeichnung dargestellten, bevorzugten Ausfuhrungsform beschrieben. Hierbei zeigt
F ι g. 1 einen schematischen Grundriß und
F i g. 2 einen schematischen Aufriß einer Sammelgarage,
F i g. 3 das in F i g. 2 mit XI bezeichnete Detail des Obergeschosses in größerem Maßstab.
F i g. 4 das in F i g. 1 mit XlI bezeichn ne Detail in größerem Maßstab und
F ι g. 5 eine Ansicht auf die Rückwände zweier benachbarter, oberirdisch angeordneter Garagenzeücn gemäß F i g. 4.
Wie aus F ι g. 1 und 2 erkennbar, besteht dai als Sammelgara^e dienende Gebäude im wesentlichen aus Garagenzellen, wobei die Zellen der einen Reihe mit 1, die Zellen der gegenüberliegenden Reihe mil 2 bezeichnet sind. Die ZelLsn sind in jedem Stockwerk des Gebäudes in einem solchen Abstand angeordnet, daß der mit 3 bezeichnete Fahrtrakt eine Breite aufweist, die zum ungehinderten Ein- und Ausfahren der Fahrzeuge in die Garagenzellen ausreicht
jede Zelle ist als monolithischer Block vorgefertigt und besteht aus Seitenwänden 4. Rückwand 5. Torpfeiiern 6 und Decke 7. Die Zelle ist an der Torseite bei 8 offen und mittels eines dort anzuschlagenden Tors verschließbar. Die Zelle weist ferner, wie aus F i g. 2 erkennbar, keinen Boden auf, kann jedoch gegebenenfalls auch mit einer bereits anbetonierten Bodenplatte versehen sein. Jede Garagenzelle ist als gesondertes Bauteil mittels eines bekannten Fahrzeugs von der Fertigungsstätte zur Baustelle transportierbar. Sie wird dort abgesetzt und mittels eines Krans od. dgl. an die ihr zugeordnete Stelle des Gebäudes verbracht.
Bei der in F ι g. 2 wiedergegebenen Ausführungsform handelt es sich um ein zweistöckiges, teilweise oberirdisches Bauwerk, doch ist die Erfindung hierauf nicht beschränkt Wie dort zu ersehen ist weist das untere Stockwerk eine Bodenplatte 10 auf, die auf Punkt- oder Streifenfundamenten 11 ruht Auf diese Bodenplatte, die aus Fertigelementen oder aus Ortbeton hergestellt wird, werden die Zellen des untersten Siockwerka aufgesetzt. Der Zwischenraum zwischen den sreeenüberliegenden Zellen wird von einer Deckenplatte 12 überspannt, die zugleich die Fahrtraktplatte für den Fahrtrakt 3 des nächstoberen Geschosses bildet
Wie aus dem in F i g. 3 dargestellten Detaillängsschnitt erkennbar, weist die Decke 7 jeder Garagenzelle im Bereich der Rückwand 5 einen quer zur Längsachse der Zeile verlaufenden, nach oben und zu den Seitenwänden der Zelle hin offenen Kanal 40 auf. Die scr Kanal wird anläßlich der Vorfertigung der Zelle mittels eines konischen Kerns ausgeformt. Wird auf die Decke 7 Aufbeton aufgebracht, so wird der Kanal nach oben und zur benachbarten Zelle hm abgedeckt Hiervon ist in F i g. 11 nur die obert Abdeckung 41 dargestellt, indem der Kanal mit einer Platte od. dgl. abgedeckt ist Auf diese Platte wird dann die Bewehrung 2i bzw. der Ortbeton 24 einer eventuell vorgesehenen Fahrtrakt-Platte aufgebracht In den Boden des Kanals 40 ist eine Muffe 42 eingegossen, die mit einer Sicke 43 versehen ist In diese Sicke kann eine Rolldichtung in Form eines O-Rings eingelegt werden. Anschließend wird in die Muffe 42 von unten her ein Saugrohr 45 eingeschoben, welches durch die Rolldichtung 44 gegenüber dem Kanalboden abgedichtet ist Der Kanal 40 dieit üblicherweise der Entlüftung. Es kann aber der Kanal 40, wie aus F i g. 3 erkennbar, auch zweigeteilt sein, wobei eine Kammer zur Be- und die andere Kammer zur Entlüftung dient.
1st das Gebäude teilweise oberirdisch erste/ft, so kann zumindest die Belüftung der oberirdischen Gara-
genzellen durch Öffnungen in der Rückwand geschehen, in Fig. 4 ist das in F i g. 1 mit XII bezeichnete diesbezügliche Detail vergrößert wiedergegeben. Jede oberirdische Garagenzelle weist im Bereich ihrer hinteren lotrechten Ecken Schlitze 50 auf, die beim wiedergegebenen Ausführungsbeispie! etwa unter 45° zur Seitenwand 4 und Rückwand 5 der Zelle verlaufen. Von diesen Schlitzen 50 sind mehrere mit Abstand übereinander angeordnet. Durch die winklige Anordnung der Achse der Schlitze 50 bezüglich der Außenseite der Rückwand 5 wird der Innenraum jeder Garagenzelle weitgehend dem freien Blick entzogen. Außenseitig können die Schlitze 50 durch ein Gitter 51 verschlossen sein, welches in Absätze 52 der Außenseite der Rückwände 5 eingelassen wird. Außer der hierdurch erfüllten technischen Aufgabe der Belüftung wird zugleich eine dichiickiunisch interessante Aufgliederung der Aiißenfa^aHe de« Gebäudes erreicht.
Zur Abdichtung der zwischen zwei Garagenzellen entstehenden Hohlräume, sei es zum Zweck der Abschalung gegen einen Füiibeton, sei es zum Zweck der Abdichtung gegen Außenfeuchtigkeit, ist ein in Nute 53 eingelegtes Fugenband 54 vorgesehen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    t. Sammelgarage für Wohnsiedfcingen od dgl, aus monolithisch vorgefertigten, transportablen und S torseitig offenen Garagenzellen, dadurch gekennzeichnet, daß zur Entlüftung jede Garagenzelle (1,2) einen entlang der hinteren, oberen Schmalseite der Decke (7) verlaufenden, anläßlich der Vorfertigung ausgeformien. nach oben und zu :o den Seitenwänden (4) der Garagenzelle hin offenen Kanal (40) aufweist wobei die Kanäle benachbarter Garagenzellen an ihren Stirnseiten über Dichtungen in Verbindung stehen.
    2. Gebäude nach Anspruch i. dadurch gekenn ;s zeichnet, daß bei zusätzlicher Verwendung von Ortbeton (24) über der Decke (7) der Garagenzelle (1.2) der Kanal (40) oberseits mit einer Abdeckung (41) gegen den aufzubringenden Ortbeton verschließbar iSt
    3. Gebäude nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß der Kanal (40) unter Bildung von zwei Kammern in Längsrichtung durch eine Zwischenwand geteilt ist wobei die eine Kammer zur Be-, die andere zur Entlüftung dient
    4. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet daß in den Boden des Kanals (40) jeder Garagenzelle (1.2) eine Muffe (42) mit einer Sicke (43) eingebettet ist in die eine RoHdichtung (44) einlegbar ist. die zur Abdichtung eines in die Muffe einschiebbaren Druck- oder Saugrohrs (45) dient.
    5. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet daß bei mehrstöckiger und zumindest teilweise oberirdischer Bauweise die oberirdisch angeordneten Garagenzellen im Bereich ihrer hinteren lotrechten Ecken mit mehreren, mit Abstand übereinander angeordneten Schlitzen (50) versehen sind.
    ö. Gebäude nach Anspruch 5, dadurch gekenr.
    e c Apruch 5, dadurch gekenr. 4c zee daß die Schlitze (50) unter 45° zur Seiten- und Rückwand (4 bzw. 5) der Garagenzelle (1, 2) verlaufen.
    7. Gebäude nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet daß die Schlitze (50) benachbarter Garagenzellen (i, 2) außenseitig durch ein gemeinsames Gitter (51) abgedeckt sind.
DE19691952883 1969-10-21 Sammelgarage für Wohnsiedlungen o.dgl Expired DE1952883C3 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19691952883 DE1952883C3 (de) 1969-10-21 Sammelgarage für Wohnsiedlungen o.dgl

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19691952883 DE1952883C3 (de) 1969-10-21 Sammelgarage für Wohnsiedlungen o.dgl

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1952883A1 DE1952883A1 (de) 1971-04-29
DE1952883B2 DE1952883B2 (de) 1975-10-09
DE1952883C3 true DE1952883C3 (de) 1976-07-29

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0149204B1 (de) Bauteilsatz zur Erstellung von vorzugsweise eingeschossigen Baukörpern
DE3443938A1 (de) Fertigbauteil
EP0033907A2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Personenschutzbunkers
DE1952883C3 (de) Sammelgarage für Wohnsiedlungen o.dgl
DE3426119A1 (de) Bauteilsatz zur erstellung von vorzugsweise eingeschossigen baukoerpern
DE3611539C2 (de)
DE1952883B2 (de) Sammelgarage für Wohnsiedlungen o.dgl
DE2329069C2 (de) Stahlbetonfertigteil zum Erstellen von als Sammelgarage od.dgl. dienenden Gebäuden, wie Tiefgaragen, Parkhäuser od.dgl
DE3618457A1 (de) Waermeisolierfassade
DE2852044A1 (de) Wandelement
DE1901007A1 (de) Wohnhaus aus mehreren Stahlbeton-Einheiten
DE2632590A1 (de) Bausatz fuer aus fertigbauteilen bestehendes gebaeude
DE4328236C2 (de) Vorgefertiges Gebäude
DE2437009C3 (de) Stahlbetonfertigteil zum Erstellen von als Sammelgarage o.dgl. dienenden Gebäuden, wie Tiefgaragen, Parkhäusern o.dgl
DE2065437A1 (de) Wohnbauwerk mit mehreren aneinander angrenzenden, aus vorgefertigten raumzellen bestehenden einzelwohnbauwerken
DE2630704C2 (de) Gebäudeanlage
DE2416421C2 (de) Stahlbetonfertigteil zum Erstellen von als Sammelgarage o.dgl. dienenden Gebäuden, wie Tiefgaragen, Parkhäuser o. dgl
DE2342883C3 (de) Außenwandkonstruktion aus Großtafelelementen
DE1684610C (de) Gebäude, bestehend aus im lotrechten Schnitt U fbrmigen Zellen
DE2061611A1 (de) Aus vorgefertigten Bauteilen zusammengesetztes Wohnbauwerk
DE1709352A1 (de) Quadratisches, plattenartiges bauelement mit nach aussen kuppelfoermiger woelbung
DE2037472A1 (de) Bauelement für Gebäude
DE29703798U1 (de) Achteckförmiges Gebäude in Holzbauweise
DE9213752U1 (de) Fertigteil-Garagenanlage
DE8401113U1 (de) Bauteilsatz zur erstellung von eingeschossigen baukoerpern