DE1952883C3 - Sammelgarage für Wohnsiedlungen o.dgl - Google Patents
Sammelgarage für Wohnsiedlungen o.dglInfo
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Description
50
Die Erfindung betrifft eine Sammelgarage für Wohnsiedlungen od. dgl, die aus monolithisch vorgefertigten,
transportablen und torseitig offenen Garagenzellen besteht
Es sind Reihengaragen bekannt (DT-Gbm 19 03 738), bei denen jede zweite Garage aus einer vorgefertigten
Zelle besteht während der Zwischenraum durch Fertigplatten überbrückt bzw. geschlossen werden soil, um
auf diese Weise die beim unmittelbaren Aneinanderreihen von Zellen doppelt vorhandenen Seitenwände einzusparen.
Bei diesen oberirdischen, einstöckigen Anlagen bereitet die Be- und Entlüftung kein Problem. Es
reichen einige Löcher in der Rückwand aus, um den notwendigen Luftzug durch die Garagenzelle zu errei- <
>5 chen, da die Tore nicht luftdicht abschließen. Bei Tiefgaragen
ist diese Ausbildung nicht möglich und bei Hochgaragen unzureichend.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei emer
eingangs genannten Sammelgarage die zu ihrem Aufbau verwendeten Garagenzellen so auszubilden, daß
eine einwandfreie Be- und Entlüftung möglich ist und dennoch der Gebrauchswert eines abgeschlossenen
Einstellplatzes ähnlich dem einer herkömmlichen einzelligen Garage erhalten bleibt
Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß zur Entlüftung jede Garagenzelle einen entlang der hinteren,
oberen Schmalseite ihrer Decke verlaufenden, anläßlich der Vorfertigung ausgeformten, nach oben und
zu den Seitenwanden hin offenen Kanal aufweist, wobei die Kanäle benachbarter Garagenzellen an ihren
Stirnseiten über Dichtungen in Verbindung stehen.
Auf diese Weise ist eine sehr einfache Lösung für das Entlüftungsproblem gefunden worden, da der Entlüftungskanal
praktisch mit der Vorfertigung der Zelle hergestellt wird, so daß einerseits die bei herkömmlichen
Tiefgaragen beträchtlichen Materialkosten für die Abluftkanäle, andererseits die nicht weniger beachtlichen
Montagekosten reduziert werden können. Die geringen Mehrkosten für die Zellenschalung fallen hierbei
kaum ins Gewicht. Hierbei empfiehlt sich allerdings die Verwendung von Schalungen möglichst glatter Oberfläche,
um die Strömungswiderstände im Entlüftungskanal so gering als möglich zu halten. Gegebenenfalls
kann der Kanal noch mit einer aufgespritzten Beschichtung od. dgl. versehen werden.
Sofern auf die Decke der Garagenzel.'c noch Ortbeton
aufgebracht wird, was insbesondere bei mehrstökkigen
Gebäuden oder dann der Fall ist, wenn die Decke noch Verkehrslasten aufnehmen muß. kann der Kanal
oberseits mit einer Abdeckung gegen den aufzubringenden Ortbeton verschließbar sein.
Ferner ist es vorteilhaft, wenn der Kanal unter Bildung
von zwei Kammern in Längsrichtung durch eine Zwischenwand geteilt ist wobei die eine Kammer zur
Be-. die andere zur Entlüftung dient. Auch diese Zwischenwand läßt sich ohne weiteres anläßlich der Fertigung
rW Garagenzelle formen.
Es kann ferner vorgesehen sein, daß in den Boden des Karais jeder Garagenzelle eine Muffe mit einer
Sicke eingebettet ist, in die eine Rolldichtung einlegbar ist, die zur Abdichtung eines in die Muffe einschiebbaren
Absaugrohrs dient. Dieses Absaugrohr kann dann also nach Einlegen der Dichtung ohne Schwierigkeiten
von unten eingesteckt werden, ohne daß es weiterer Montagearbeiten bedarf.
Diese Ausführungsform ist bei mehrstöckiger und zumindest teilweise oberirdischer Bauweise nicht unbedingt
erforderlich. Dort ist vielmehr vorgesehen, daß die oberirdisch angeordneten Garagenzellen im Bereich
ihrer hinteren lotrechten Ecken mit mehreren, mit Abstand übereinander angeordneten Schlitzen versehen
sind. Dabei ist die Ausbildung vorzugsweise so getroffen, daß die Schlitze annähernd unter 45° zur Seiten-
und Rückwand verlaufen, so daß sie sich praktisch unter einem Winkel zur Rückwand erstrecken. Auf diese
Weise wird einerseits ein unmittelbarer Einblick in
die Garage von außen verhindert andererseits wird die an sich kahle Fassade architektonisch vertikal aufgegliedert.
Die Schlitze benachbarter Garagenzellen können außenseitig durch ein gemeinsames Gitter abgedeckt
sein. Die lotrecht angeordneten Schlitze sorgen fur einen bis in Bodennähe reichenden Luftstrom und
damit für eine ausreichende Luftumwälzung in jeder einzelnen Garagenzelle.
Nachfolgend ist die Erfindung an Hand einer in der
Zeichnung dargestellten, bevorzugten Ausfuhrungsform
beschrieben. Hierbei zeigt
F ι g. 1 einen schematischen Grundriß und
F i g. 2 einen schematischen Aufriß einer Sammelgarage,
F i g. 3 das in F i g. 2 mit XI bezeichnete Detail des Obergeschosses in größerem Maßstab.
F i g. 4 das in F i g. 1 mit XlI bezeichn ne Detail in
größerem Maßstab und
F ι g. 5 eine Ansicht auf die Rückwände zweier benachbarter,
oberirdisch angeordneter Garagenzeücn
gemäß F i g. 4.
Wie aus F ι g. 1 und 2 erkennbar, besteht dai als
Sammelgara^e dienende Gebäude im wesentlichen aus Garagenzellen, wobei die Zellen der einen Reihe mit 1,
die Zellen der gegenüberliegenden Reihe mil 2 bezeichnet sind. Die ZelLsn sind in jedem Stockwerk des
Gebäudes in einem solchen Abstand angeordnet, daß der mit 3 bezeichnete Fahrtrakt eine Breite aufweist,
die zum ungehinderten Ein- und Ausfahren der Fahrzeuge in die Garagenzellen ausreicht
jede Zelle ist als monolithischer Block vorgefertigt und besteht aus Seitenwänden 4. Rückwand 5. Torpfeiiern
6 und Decke 7. Die Zelle ist an der Torseite bei 8 offen und mittels eines dort anzuschlagenden Tors verschließbar.
Die Zelle weist ferner, wie aus F i g. 2 erkennbar, keinen Boden auf, kann jedoch gegebenenfalls
auch mit einer bereits anbetonierten Bodenplatte versehen sein. Jede Garagenzelle ist als gesondertes Bauteil
mittels eines bekannten Fahrzeugs von der Fertigungsstätte zur Baustelle transportierbar. Sie wird dort
abgesetzt und mittels eines Krans od. dgl. an die ihr zugeordnete Stelle des Gebäudes verbracht.
Bei der in F ι g. 2 wiedergegebenen Ausführungsform
handelt es sich um ein zweistöckiges, teilweise oberirdisches Bauwerk, doch ist die Erfindung hierauf nicht beschränkt
Wie dort zu ersehen ist weist das untere Stockwerk eine Bodenplatte 10 auf, die auf Punkt- oder
Streifenfundamenten 11 ruht Auf diese Bodenplatte, die aus Fertigelementen oder aus Ortbeton hergestellt
wird, werden die Zellen des untersten Siockwerka aufgesetzt.
Der Zwischenraum zwischen den sreeenüberliegenden Zellen wird von einer Deckenplatte 12 überspannt,
die zugleich die Fahrtraktplatte für den Fahrtrakt 3 des nächstoberen Geschosses bildet
Wie aus dem in F i g. 3 dargestellten Detaillängsschnitt erkennbar, weist die Decke 7 jeder Garagenzelle
im Bereich der Rückwand 5 einen quer zur Längsachse der Zeile verlaufenden, nach oben und zu den
Seitenwänden der Zelle hin offenen Kanal 40 auf. Die scr Kanal wird anläßlich der Vorfertigung der Zelle
mittels eines konischen Kerns ausgeformt. Wird auf die
Decke 7 Aufbeton aufgebracht, so wird der Kanal nach oben und zur benachbarten Zelle hm abgedeckt Hiervon
ist in F i g. 11 nur die obert Abdeckung 41 dargestellt,
indem der Kanal mit einer Platte od. dgl. abgedeckt ist Auf diese Platte wird dann die Bewehrung 2i
bzw. der Ortbeton 24 einer eventuell vorgesehenen Fahrtrakt-Platte aufgebracht In den Boden des Kanals
40 ist eine Muffe 42 eingegossen, die mit einer Sicke 43
versehen ist In diese Sicke kann eine Rolldichtung in Form eines O-Rings eingelegt werden. Anschließend
wird in die Muffe 42 von unten her ein Saugrohr 45 eingeschoben, welches durch die Rolldichtung 44 gegenüber
dem Kanalboden abgedichtet ist Der Kanal 40 dieit üblicherweise der Entlüftung. Es kann aber der
Kanal 40, wie aus F i g. 3 erkennbar, auch zweigeteilt sein, wobei eine Kammer zur Be- und die andere Kammer
zur Entlüftung dient.
1st das Gebäude teilweise oberirdisch erste/ft, so kann zumindest die Belüftung der oberirdischen Gara-
genzellen durch Öffnungen in der Rückwand geschehen,
in Fig. 4 ist das in F i g. 1 mit XII bezeichnete
diesbezügliche Detail vergrößert wiedergegeben. Jede oberirdische Garagenzelle weist im Bereich ihrer hinteren
lotrechten Ecken Schlitze 50 auf, die beim wiedergegebenen Ausführungsbeispie! etwa unter 45° zur Seitenwand
4 und Rückwand 5 der Zelle verlaufen. Von diesen Schlitzen 50 sind mehrere mit Abstand übereinander
angeordnet. Durch die winklige Anordnung der Achse der Schlitze 50 bezüglich der Außenseite der
Rückwand 5 wird der Innenraum jeder Garagenzelle weitgehend dem freien Blick entzogen. Außenseitig
können die Schlitze 50 durch ein Gitter 51 verschlossen sein, welches in Absätze 52 der Außenseite der Rückwände
5 eingelassen wird. Außer der hierdurch erfüllten technischen Aufgabe der Belüftung wird zugleich
eine dichiickiunisch interessante Aufgliederung der
Aiißenfa^aHe de« Gebäudes erreicht.
Zur Abdichtung der zwischen zwei Garagenzellen entstehenden Hohlräume, sei es zum Zweck der Abschalung
gegen einen Füiibeton, sei es zum Zweck der Abdichtung gegen Außenfeuchtigkeit, ist ein in Nute 53
eingelegtes Fugenband 54 vorgesehen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentansprüche:t. Sammelgarage für Wohnsiedfcingen od dgl, aus monolithisch vorgefertigten, transportablen und S torseitig offenen Garagenzellen, dadurch gekennzeichnet, daß zur Entlüftung jede Garagenzelle (1,2) einen entlang der hinteren, oberen Schmalseite der Decke (7) verlaufenden, anläßlich der Vorfertigung ausgeformien. nach oben und zu :o den Seitenwänden (4) der Garagenzelle hin offenen Kanal (40) aufweist wobei die Kanäle benachbarter Garagenzellen an ihren Stirnseiten über Dichtungen in Verbindung stehen.2. Gebäude nach Anspruch i. dadurch gekenn ;s zeichnet, daß bei zusätzlicher Verwendung von Ortbeton (24) über der Decke (7) der Garagenzelle (1.2) der Kanal (40) oberseits mit einer Abdeckung (41) gegen den aufzubringenden Ortbeton verschließbar iSt3. Gebäude nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß der Kanal (40) unter Bildung von zwei Kammern in Längsrichtung durch eine Zwischenwand geteilt ist wobei die eine Kammer zur Be-, die andere zur Entlüftung dient4. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet daß in den Boden des Kanals (40) jeder Garagenzelle (1.2) eine Muffe (42) mit einer Sicke (43) eingebettet ist in die eine RoHdichtung (44) einlegbar ist. die zur Abdichtung eines in die Muffe einschiebbaren Druck- oder Saugrohrs (45) dient.5. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet daß bei mehrstöckiger und zumindest teilweise oberirdischer Bauweise die oberirdisch angeordneten Garagenzellen im Bereich ihrer hinteren lotrechten Ecken mit mehreren, mit Abstand übereinander angeordneten Schlitzen (50) versehen sind.ö. Gebäude nach Anspruch 5, dadurch gekenr.e c Apruch 5, dadurch gekenr. 4c zee daß die Schlitze (50) unter 45° zur Seiten- und Rückwand (4 bzw. 5) der Garagenzelle (1, 2) verlaufen.7. Gebäude nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet daß die Schlitze (50) benachbarter Garagenzellen (i, 2) außenseitig durch ein gemeinsames Gitter (51) abgedeckt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691952883 DE1952883C3 (de) | 1969-10-21 | Sammelgarage für Wohnsiedlungen o.dgl |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691952883 DE1952883C3 (de) | 1969-10-21 | Sammelgarage für Wohnsiedlungen o.dgl |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1952883A1 DE1952883A1 (de) | 1971-04-29 |
| DE1952883B2 DE1952883B2 (de) | 1975-10-09 |
| DE1952883C3 true DE1952883C3 (de) | 1976-07-29 |
Family
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