DE1952883B2 - Sammelgarage für Wohnsiedlungen o.dgl - Google Patents
Sammelgarage für Wohnsiedlungen o.dglInfo
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Classifications
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-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
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Description
Die Erfindung betrifft eine Sammelgarage für Wohnsiedlungen od. dgl., die aus monolithisch vorgefertigten,
transportablen und torseitig offenen GaragenzeUen besteht.
Es sind Reihengaragen bekannt (DT-Gbm 19 03 738), bei denen jede zweite Garage aus einer vorgefertigten
Zelle besteht, während der Zwischenraum durch Fertigplatten überbrückt bzw. geschlossen werden soll, um
auf diese Weise die beim unmittelbaren Aneinanderreihen von Zellen doppelt vorhandenen Seitenwände einzusparen. Bei diesen oberirdischen, einstöckigen Anlagen bereitet die Be- und Entlüftung kein Problem. Es
reichen einige Löcher in der Rückwand aus, um den notwendigen Luftzug durch die Garagenzelle zu errei- 6S
chen, da die Tore nicht luftdicht abschließen. Bei Tiefgaragen ist diese Ausbildung nicht möglich und bei
Hochgaragen unzureichend.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer
eingangs genannten Sammelgarage die zu ihrem Aufbau verwendeten Garagenzellen so auszubilden, daß
eine einwandfreie Be- und Entlüftung möglich ist and
dennoch der Gebrauchswert eines abgeschlossenen Einstellplatzes ähnlich dem euer herkömmlichea einzelligen Garage erhalten MefrL
Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß zur Entlüftung jede Garagenzelle einen entlang der hinteren, oberen Schmalseite ihrer Decke verlaufenden, anläßlich der Vorfertigung ausgeformten, nach eben und
zu den Seitenwänden hin offenen Kanal aufweist, wobei die Kanäle benachbarter GaragenzeUen an ihren
Stirnseiten über Dichtungen in Verbindung stehen.
Auf diese Weise ist eine sehr einfache Lösung für das Entlüftungsproblem gefunden worden, da der Entlüftungskanal praktisch mit der Vorfertigung der Zelle
hergestellt wird, so daß einerseits die bei herkömmlichen Tiefgaragen bsträchtlichen Materialkosten für die
Abluftkanäle, andererseits die nicht weniger beachtlichen Montagekosten reduziert werden können. Die geringen Mehrkosten für die ZelJenschalung fallen hierbei
kaum ins Gewicht Hierbei empfiehlt sich allerdings die Verwendung von Schalungen möglichst glatter Oberfläche, um die Strömungswiderstände im Entlüftungskanal so gering als möglich zu halten. Gegebenenfalls
kann der Kanal noch mit einer aufgespritzten Beschichtung od. dgl. versehen werden.
Sofern auf die Decke der Garagenzelle noch Ortbeton aufgebracht wird, was insbesondere bei mehrstökkigen Gebäuden oder dann der Fall ist wenn die Decke
noch Verkehrslasten aufnehmen mul', kann der Kanal oberseits mit einer Abdeckung gegen den aufzubringenden Ortbeton verschließbar sein.
Ferner ist es vorteilhaft wenn der Kanal unter Bildung von zwei Kammern in Längsrichtung durch eine
Zwischenwand geteilt ist wobei die eine Kammer zur Be-, die andere zur Entlüftung dient. Auch diese Zwischenwand läßt sich ohne weiteres anläßlich der Fertigung der Garagenzelle formen.
Es kann ferner vorgesehen sein, daß in den Boden des Kanals jeder Garagenzelle eine Muffe mit einer
Sicke eingebettet ist in die eine Rolldichtung einlegbar ist, die zur Abdichtung eines in die Muffe einschiebbaren Absaugrohrs dient Dieses Absaugrohr kann dann
also nach Einlegen der Dichtung ohne Schwierigkeiten von unten eingesteckt werden, ohne daß es weiterer
Montagearbeiten bedarf.
Diese Ausführungsform ist bei mehrstöckiger und zumindest teilweise oberirdischer Bauweise nicht unbedingt erforderlich. Dort ist vielmehr vorgesehen, daß
die oberirdisch angeordneten GaragenzeUen im Bereich ihrer hinteren lotrechten Ecken mit mehreren, mit
Abstand übereinander angeordneten Schlitzen versehen sind. Dabei ist die Ausbildung vorzugsweise so getroffen, daß die Schlitze annähernd unter 45° zur Seiten- und Rückwand verlaufen, so daß sie sich praktisch
unter einem Winkel zur Rückwand erstrecken. Auf diese Weise wird einerseits ein unmittelbarer Einblick in
die Garage von außen verhindert andererseits wird die an sich kahle Fassade architektonisch vertikal aufgegliedert. Die Schlitze benachbarter GaragenzeUen können außenseitig durch ein gemeinsames Gitter abgedeckt sein. Die lotrecht angeordneten Schlitze sorgen
für einen bis in Bodennähe reichenden Luftstrom und damit für eine ausreichende Luftumwälzung in jeder
einzelnen Garagenzelle.
Zeichnung dargestellten, bevorzugten Ausführungsform beschrieben. Hierbei zeigt
Fig.1 einen schematischen Grundriß und
F i g. 2 einen schematischen Aufriß einer Sammelgarage.
F i g. 3 das in F i g. 2 mit XI bezeichnete Detail des Obergeschosses in größerem Maßstab,
F i g. 4 das in F i g. 1 mit XU bezeichnete Detail in größerem Maßstab und
F i g. 5 eine Ansicht auf die Rückwände zweier benachbarter,
oberirdisch angeordneter Garagenzellen gemäß F i g. 4.
Wie aus F i g. 1 und 2 erkennbar, besteht das als Sammelgarage dienende Gebäude im wesentlichen aus
Garagenzellen, wobei die Zellen der einen Reihe mit 1.
die Zellen der gegenüberliegenden Reihe mit 2 bezeichnet sind Die Zellen sind in jedem Stockwerk des
Gebäudes in einem solchen Abstand angeordnet, daß der mit 3 bezeichnete Fahrtrakt eine Breite aufweist,
die zum ungehinderten Ein- und Ausfahren der Fahrzeuge in die Garagenzellen ausreicht
Jede Zelle ist als monolithischer Block vorgefertigt
und besteht aus Seitenwänden 4, Rückwand 5, Torpfeilern 6 und Decke 7. Die Zelle ist an der Torseite bei 8
offen und mittels eines dort anzuschlagenden Tors verschließbar. Die Zelle weist ferner, wie aus F i g. 2 erkennbar,
keinen Boden auf, kann jedoch gegebenenfalls auch mit einer bereits anbetonierten Bodenplatte versehen
sein. Jede Garagenzelle ist als gesondertes Bauteil mittels eines bekannten Fahrzeugs von der Fertigungsstätte
zur Baustelle transportierbar. Sie wird dort abgesetzt und mittels eines Krans od. dgl. a^ die ihr
zugeordnete Stelle des Gebäudes verbracht
Bei der in F i g. 2 wiedergegebenen Ausführungsform handelt es sich um ein zweistöckiges, teilweise oberirdisches
Bauwerk, doch ist die Erfindung hierauf nicht beschränkt Wie dort zu ersehen ist, weist das untere
Stockwerk eine Bodenplatte 10 auf, die auf Punkt- oder Streifenfundamenten U ruht Auf diese Bodenplatte,
die aus Fertigelementen oder aus Ortbeton hergestellt wird, werden die Zellen des untersten Stockwerks aufgesetzt.
Der Zwischenraum zwischen den gegenüberliegenden Zellen wird von einer Deckenplatte 12 überspannt,
die zugleich die Fahrtraktplatte für den Fahrtrakt 3 des nächstoberen Geschosses bildet.
Wie aus dem in F i g. 3 dargestellten Detaillängsschnitt erkennbar, weist die Decke 7 jeder Garagenzelle
im Bereich der Rückwand 5 einen quer zur Längsachse der Zelle verlaufenden, nach oben und zu den
Seitenwänden der ZeHe hin offenen Kanal 40 auf. Dieser Kanal wird anläßlich der Vorfertigung der Zelle
S mittels eines konischen Kerns ausgeformt Wird auf die Decke 7 Aufbeton aufgebracht, so wird der Kanal nach
oben und zur benachbarten Zelle hin abgedeckt Hiervon ist in F i g. 11 nur die obere Abdeckung 41 dargestellt,
indem der Kanal mit einer Platte od dgL abgedeckt ist Auf diese Platte wird dann die Bewehrung 21
bzw. der Ortbeton 24 einer eventuell vorgesehenen Fahrtrakt-Platte aufgebracht In den Boden des Kanals
40 ist eine Muffe 42 eingegossen, die mit einer Sicke 43 versehen ist In diese Sicke kann eine Rolldichtung in
Form eines O-Rings eingelegt werden. Anschließend wird in die Muffe 42 von unten her ein Saugrohr 45
eingeschoben, welches durch die Rolldichtung 44 gegenüber dem Kanalboden abgedichtet ist Der Kanal 40
dient üblicherweise der Entlüftung. Es kann aber der Kanal 40, wie aus F i g. 3 erkennbar, auch zweigeteilt
sein, wobei eine Kammer zur Be- und die andere Kammer zur Entlüftung dient
Ist das Gebäude teilweise oberirdisch erstellt so kann zumindest die Belüftung der oberirdischen Gara-
genzellen durch Offnungen in der Rückwand geschehen.
In F i g. 4 ist das in F i g. 1 mit XII bezeichnete diesbezügliche Detail vergrößert wiedergegeben. Jede
oberirdische Garagenzelle weist im Bereich ihrer hinteren lotrechten Ecken Schlitze 50 auf, die beim wiedergegebenen
Ausführungsbeispiel etwa unter 45° zur Seitenwand 4 und Rückwand 5 der Zelle verlaufen. Von
diesen Schlitzen 50 sind mehrere mit Abstand übereinander angeordnet Durch die winklige Anordnung der
Achse der Schlitze 50 bezüglich der Außenseite der Rückwand 5 wird der Innenraum jeder Garagenzelle
weitgehend dem freien Blick entzogen. Außenseitig können die Schlitze 50 durch ein Gitter 51 verschlossen
sein, welches in Absätze 52 der Außenseite der Rückwände 5 eingelassen wird. Außer der hierdurch erfüllten
technischen Aufgabe der Belüftung wird zugleich eine architektonisch interessante Aufgliederung der
Außenfassade des Gebäudes erreicht.
Zur Abdichtung der zwischen zwei Garagenzellen entstehenden Hohlräume, sei es zum Zweck der Abschalung
gegen einen Füllbeton, sei es zum Zweck der Abdichtung gegen Außenfeuchtigkeit, ist ein in Nute 53
eingelegtes Fugenband 54 vorgesehen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
- Patentansprüche:?. Saniraelgarage Sir Wohnsiedlungen o&dgL, aus monolithisch vorgefertigten, transportablen und $ torseitig offenen GaragenzeUen, dadurch gekennzeichnet, daß zur Entlüftung jede Garagenzelle (1.2) einen entlang der hinteren, oberen Schmalseite der Decke (7) verlaufenden, anläßlich der Vorfertigung ausgeformten, nach oben und zu den Seitenwänden (4) der Garagenzelle hin offenen Kanal (40) aufweist, wobei die Kanäle benachbarter Garagenzellea an ihren Stirnseiten über Dichtungen in Verbindung stehen.
- 2. Gebäude nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei zusätzlicher Verwendung von Ortbeton (24) über der Decke (7) der Garagenzelle (1,2) der Kanal (40) oberseits mit einer Abdeckung (41) gegen den aufzubringenden Ortbeton verschließbar ist
- 3. Gebäude nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß der Kanal (40) unter Bildung von zwei Kammern in Längsrichtung durch eine Zwischenwand geteilt ist wobei die eine Kammer zur Be-, die andere zur Entlüftung dient
- 4. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet daß in den Boden des Kanals (40) jeder Garagenzelle (1,2) eine Muffe (42) mit einer Sicke (43) eingebettet ist in die eine Rolldichtung (44) einlegbar ist die zur Abdichtung eines in die Muffe einschiebbaren Druck- oder Saugrohrs (45) dient.
- 5. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet daß bei mehrstöckiger und zumindest teilweise oberirdischer Bauweise die oberirdisch angeordneten GaragenzeUen im Bereich ihrer hinteren lotrechten Ecken mit mehreren, mit Abstand übereinander angeordneten Schlitzen (50) versehen sind.
- 6. Gebäude nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze (50) unter 45° zur Seiten- und Rückwand (4 bzw. 5) der Garagenzelle (1, 2) verlaufen.
- 7. Gebäude nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze (50) benachbarter GaragenzeUen (1.2) außenseitig durch ein gemeinsames Gitter (51) abgedeckt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691952883 DE1952883C3 (de) | 1969-10-21 | Sammelgarage für Wohnsiedlungen o.dgl |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691952883 DE1952883C3 (de) | 1969-10-21 | Sammelgarage für Wohnsiedlungen o.dgl |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1952883A1 DE1952883A1 (de) | 1971-04-29 |
| DE1952883B2 true DE1952883B2 (de) | 1975-10-09 |
| DE1952883C3 DE1952883C3 (de) | 1976-07-29 |
Family
ID=
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2720198A1 (de) * | 1976-05-11 | 1977-11-24 | Ikarus Karosszeria | Aus containerelementen modulartig zusammengesetzte station, insbesondere fuer die instandhaltung, reparatur und/oder lagerung von kraftfahrzeugen |
| DE4413590A1 (de) * | 1994-04-20 | 1995-10-26 | Ibk Ingenieurbuero Bauer U Kal | Raumzelle als Fertigteil-Modul für überbaubare Tiefgaragen |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2720198A1 (de) * | 1976-05-11 | 1977-11-24 | Ikarus Karosszeria | Aus containerelementen modulartig zusammengesetzte station, insbesondere fuer die instandhaltung, reparatur und/oder lagerung von kraftfahrzeugen |
| DE4413590A1 (de) * | 1994-04-20 | 1995-10-26 | Ibk Ingenieurbuero Bauer U Kal | Raumzelle als Fertigteil-Modul für überbaubare Tiefgaragen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1952883A1 (de) | 1971-04-29 |
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