DE1952893B2 - Faltwand für den Versatz an schreitendem Strebausbau - Google Patents

Faltwand für den Versatz an schreitendem Strebausbau

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    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D23/00Mine roof supports for step- by- step movement, e.g. in combination with provisions for shifting of conveyors, mining machines, or guides therefor
    • E21D23/04Structural features of the supporting construction, e.g. linking members between adjacent frames or sets of props; Means for counteracting lateral sliding on inclined floor
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Description

Die Erfindung betrifft eine Faltwand für den Versatz an schreitendem Strebausbau, die am Ausbau zickrackförmig verläuft und die von Segmenten gebildet wird, welche an ihren bankrechten Begrenzungen mit Hilfe von die Segmente durchsetzenden Kettengliedern miteinander und mit den Ausbaurahmen gelenkig verbunden sind.
Derartige Faltwände sind, am schreitenden und zumeist hydraulischen Strebausbau angebracht; sie vei hindern das Eindringen von Bergen aus dem Versatz in den offen zu haltenden Strebraum und bewahren deshalb die meistens im Bereich der Sohle liegenden Schreitwerke des Ausbaus vor Beschädigungen oder Blockierungen durch aus dem Versatz stammende Hindernisse. Dazu muß allerdings der Abschluß des Versatzfeldes bis zum Hangers *~*!<:hen, ohne indessen das Einsinken der Stempel zu behindern, das zum Schreiten ist Am Liegenden sieht man dagegen häufig Zwischenräume vor, durch die zwischen den Einheiten des Strebausbaus hereingebrochenes Gestein ausgeschleust werden kann.
Bei einem noch nicht zum Stand der Technik gehörenden Vorschlag (deutsche Auslegeschriit 1945 980) besteht die Faltwand aus zwei einzelnen, aus Blechstreifen gebildeten Teilen, die einander überlappen und an der Kuppe und am Unterstempel angebracht sind. Die beim Einsinken der Stempel erforderliche Nachgiebigkeit wird erreicht durch die die einzelnen Blechstreifen an ihren Längskanten durchdringenden Kettenglieder. — Durch eine in diesen Haken gebildete Materialreserve können sie unterschiedliche Bruchkantenlängen ausgleichen, die sich in den eir reinen Phasen des Schreitvorganges des Strebausbaus einstellen.
Weitere bekannte Versatzwände (deutsches Gebrauchsmuster 1962 916) bestehen aus bankrecht verlaufenden schildartigen Blechstreifen, die sich gegenseitig überlappen.
Es ist auch bekannt, über der Faltwand mehrgliedrige Hängekappen einzusetzen, welche den Bruch an den nicht durch die Bleche abgedeckten Spalt zurückhalten sollen.
Auch die bekannte Verwendung von armierten Gummigurten in Faltwänden, die vom Hangenden bis znm Liegenden reichen, befriedigt nicht, denn diese Faltwände sind sehr starkem Verschleiß ausgesetzt und lassen außerdem das Ausschleusen von Fremdkörpern aus dem Strebraum in das Versatzfeld nicht zu (deutsches Gebrauchsmuster 1 867 015).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Faltwand zu schaffen, welche bis unmittelbar unter das Hangende reicht, sich bankrechten Höhenunterschieden federnd anpaßt und die ein Ausschleusen von Fremdkörpern aus dem Strebraum in das Versatzfeld zuläßt.
Die Lösung dieser Aufgabe best-l.t darin, daß jedes Segmen* aus einer zickzackförmig verlaufenden, bankrecht nachgiebigen Feder besteht, bei der die die ge'-nkigen Verbindungen bildenden Kettenglieder an den Wendepunkten der Federn eingefädelt sind, und daß an den Verbindungen der Segmente mit den Ausbaurahmen Teleskopstützen vorhanden sind, die von Tragfedern für die Kettenglieder umgeben sind.
Die dadurch erreichte Nachgiebigkeit der Segmente und ihrer Träger ermöglicht die jeweilige Anpassung der Faltwand an die wechselnden Stempellängen des Ausbaus, die sich im Zuge der Schreitbewegung, aber auch bei Mächtigkeitsschwankungen im Streb einstellen, und damit die vollständige Abdeckung des Versatzfeldes in allen Betriebsphasen des Strebausbaus sowohl zwischen den Ausbaueinheiten wie auch an deren Rückseite. Die Kräfte, welche ein Durchhängen der Faltwand vermeiden, wirken in den zwischen den Wendepunkten liegenden Teillängen der Federn. Es ergibt sich daher, daß trotz fehlender Aufhängung oder Unterstützung der Verbindungsstellen der einzelnen Segmente miteinander die Faltwand einerseits über dem Liegenden zum Ausschleusen des Gutes über dem Strebraum, andererseits aber so gehalten wird, daß sie mit dem Hangenden abschließt.
Nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung sollen die Federn aus zickzackförmig gefalteten, gummierten Gev/ebestreifen oder armiertem Gummigurt bestehen und die Kettenglieder die Faltkanten
Voraussetzung für die Druckentlastung des Aushaus durchsetzen. Diese gummierten Gewebestreifen köniien aus Gurtabsclmitten bestehen, wie sie in der Grube leicht aus abgelegten Förderbändern zur Verfugung gestellt werden können. Sie sind zur Erzielung der bankrechten Nachgiebigkeit zickzackförmig verlegt und werden an den Faltkanten von den Kettengliedern gehalten. Eine solche Faltwand besetzt also die ihr Einfalten zwischen den Ausbaueinheiten ermöglichenden bankrechten Faltkanten und die ihren Aus- und Einschub ermöglichenden bankparallelen Faltkanten.
Die bankrecht nachgiebigen Federn können an ihren dem Versatz zugekehrten Seiten schuppenförmige Abdeckplatten tragen, um den Strebausbati auch gegen sehr kleinstiickiges Versatzmaterial abzudichten.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung sollen auf die Tragfedern Kettenglieder aufgefädelt werden, welche zwei aufeinanderfolgende Federwendeln miteinander verbinden. Dadurch wird eine Begrenzung des Federweges in der Bankrechten herbeigeführt und ausgeschlossen, daß einzelne Bergebrocken aus dem Versatz zu einem Aufklaffen der Tragfeder führen.
Die Tragfeder kann im übrigen steiler als die Federn gewendelt sein, welche die Segmente der Faltwand bilden. Das kann so weit getrieben werden, daß je ein Anschlußkettenglied jeder Tragfeder mit zwei ihn benachbarten Anschlußkettengliedern des i>egments verbunden ist.
Eine besonders einfache Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß die Teleskopstützen die versatzseitigen Stempel des Ausbaurahmens sind.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele, die in den Zeichnungen dargestellt sind; es zeigt
F i g. 1 in Draufsicht den Abschluß des Versatzfeldes durch eine erfindungsgemäße Faltwand, wobei der schreitende Strebausbau vor drei Rahmengespannen gebildet wird,
F i g. 2 eine Seitenansicht de·- versatzseitigen Teiles des Strebausbaus und der von ihm mitgenommenen Faltwand,
F i g. 3 eine Ansicht dei Faltwand in teilweise abgebrochener Darstellung,
F i g, 4 eine abgeänderte Ausführungsform in der F i g. 3 entsprechender, jedoch teilweise perspektivisch gehaltener Darstellung.
Der in F i g. 1 angedeutete schreitende Strebausbau besitzt Einheiten, die jeweils drei Ausbaurahmen I, II und III umfassen. Der Mittelrahmen II wird als erster entlastet und vorgeschoben; an ihm ziehen sich die beiden Außenrahmen I und III in entlastetem Zustand nach vorn. Dadurch ergeben sich zwei Schreitphasen. In der in F i g. 1 wiedergegebenen Phase verläuft die Versatzkante geradlinig; in der zweiten und nicht dargestellten Phase verläuft sie zickzackförmig.
Diesem Verlauf der Versatzkante paßt sich die erfindungsgemäße Vorrichtung an, mit der das Versatzfeld, welches bei 1 angedeutet ist, von dem durch die Kohlenstoßstempel I1, H2, IH3, die Versatzstempel I4, I5, I0 und den dazugehörigen Kappen I7 offengehaltenen Strebraum abgeschlossen wird. Zur Anbringung dieser Vorrichtung befinden sich an der Rückseite der Ausbaurahmen I bis III Teleskopstützen 3 aus einem einschiebenden Rohr 4 und einem überschiebenden Rohr 5. Das überschiebende Rohr 5 ist mit einer Schelle 6 an den Unterstempel 7 des versatzseitigen Stempels I4 etwas oberhalb der Sohle angeordnet, so daß zwischen der Fußplatte 8 des Stempels, d. h. dem Liegenden des Strebes, und der Unterkante der noch zu beschreibenden Vorrichtung ein Spalt frei bleibt. Durch diesen Spalt läßt sich in den Strebraum hereingebrochenes Gestein in das Versatzfeld 1 ausschleusen.
Das obere Ende des einschiebenden Rohres 4 ist am oberen Ende des Oberstempels 9 mit Hilfe eines starren Trägers 10 verbunden. Da die Schelle 6 das überschiebende Rohr 5 festhält, ist auf diese Weise die Bewegung des Teleskops 3 mit der Bewegung des Oberstempels 9 synchronisiert.
Das Teleskop wird von einer Schraubenfeder 11 umgeben, welche aus Federdraht besteht. Die Feder 11 wirkt als Tragfeder für die zwischen den Rahmen I bis III befindlichen Teile der Faltwand.
Diese Teile bestehen aus Segmenten, weiche zusammen die Faltwand bilden. Jedes Segment ist in dem Ausführungsbeispiel nach Fig.3 als Feder 12 bzw. 13 ausgebildet. Die Feder besteht aus einem zickzackförmig gewendelten Federdraht 14. An den Wendepunkten des Drahtes, die mit 15 bezeichnet sind, liegen eingefädelte Kettenglieder 16, welche auch in die benachbarte Feder 13 an den Wendepunkten des Drahtes eingefädelt sind. Diese Kettenglieder 16 bilden derart gelenkige Anschlüsse der Segmente, die aus den Federn 12 bzw. 13 gebildet werden.
Der Anschluß der Federn 12 bzw. 13 an die Tragfeder 11 erfolgt an den Wendepunkten 17 der Tragfeder, welche seitlich neben dem Wendepunkt 15 der Federn 12 bzw. 13 liegen. Dabei ist die Anordnung im Ausführungsbeispiel nach den F i g. 1 bis 3 so getroffen, daß jeweils ein in den Wendepunkten 17 der Tragfeder 11 liegendes Kettenglied 19 zwei ihm benachbarte Kettenglieder 20 bzw. 21 an den Wendepunkten 15 der Segmentfedern mit Hilfe eines durchgesteckten Bolzens 22 erfaßt.
Die aus den Federn i?. bzw. 13 gebildeten Segmente sind in der Bankrechten zum Ausgleich von Höhenunterschieden im Ausbau nachgiebig. Sie können daher bis unmittelbar unter die Kappen I7 reichen, d.h. einen im wesentlichen dichten Abschluß zum Hangenden verwirklichen und sich dort gleichzeitig der im Zuge des Vorschreitens eintretenden Stempelverkürzung anpassen. Die Gelenkigkeit der Faltwand in den Bankrechten durch die Kettenglieder 15 bzw. 19 bis 21 gebildeten Falten ermöglicht die Anpassung der Faltwand an die wechselnden Längen der Bruchkante. Infolgedessen wird in allen Betriebsphasen des Ausbaus eine dichte Abschließung des Versatzfeldes erreicht.
Um zu verhindern, daß die Tragfeder 11 örtlich durch eindringende Berge überdehnt wird, sind auf die Tragfedern Kettenglieder 24 derart aufgefädelt, daß ein Kettenglied jeweils zwei aufeinanderfolgende Federwendeln 25 bzw. 26 verbindet. Dadurch wird der Federweg in der Bankrechten begrenzt.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig.4 verwendet anstatt der aus Federdraht bestehenden Wendelfedern eine Feder aus einem Gummigurtstreifen Dieser Streifen ist längs mehrerer Kanten 31 bzw. hin und her gefaltet. Seine Falten werden von Anschlußkettengliedern 33 durchdrungen, welche den Gliedern 16 nach F i g. 3 entsprechen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Faltwand für den Versatz an schreitendem Strebausbau, die am Ausbau zickzackförmig verläuft und die von Segmenten gebildet wird, welche an ihren bankrechten Begrenzungen mit Hilfe von die Segmente durchsetzenden Kettengliedern miteinander und mit den Ausbauralimen gelenkig verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daiß jedes Segment (12, 13) aus einer zickzackförmig verlaufenden, bankrecht nachgiebigen Feder (14) besteht, bei der die die gelenkigen Verbindungen bildenden Kettenglieder (16, 2ö, 21) an den Wendepunkten (17) der Federn (14) eingefädelt sind, und daß an den Verbindungen der Segmente (12, 13) mit den Ausbaurahmen (I bis HI) Teleskopstützen (3) vorhanden sind, die von den Tragfedern (11) für die Kettenglieder (16) umgeben sind.
2. Faltwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Federn (14) aus zickcackförmig gefalteten, gummierten Gewebestreifen oder armiertem Gummigurt (30) bestehen und die Kettenglieder (33) die Faltkanten durchsetzen.
3. Faltwand nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die bankrecht nachgiebigen Federn (14) an ihren dem Versatz zugekehrten Seiten schuppenförmige Abdeckplatte tragen.
4. Faltwand nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der folgenden Ansprüche, gekennzeichnet durch auf die Tragfedern (11) aufgefädelte Kettenglieder (24), welche zwei aufeinanderfolgende Federwendeln miteinander verbinden.
5. Faltwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß je ein Anschlußkettenglied (19) jeder Tragfeder (11) mit zwei ihn benachbarten Anschlußkettengliedern (20, 21) des Segments (12,13) verbunden ist.
6. Falf"'"nd nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tclcskupstützen (3) die versatzseitigen Stempel (7, 8, 9) des Ausbaurahmens (I, II, III) sind.
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DE8809707U1 (de) * 1988-07-29 1989-11-23 Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München Saugelektrodenvorrichtung für elektromedizinische Geräte
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