DE1953473B2 - Elektrolytischer Fühler zum Messen von Neigungen und Beschleunigungen - Google Patents
Elektrolytischer Fühler zum Messen von Neigungen und BeschleunigungenInfo
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Description
B =
R2g
gewählt ist, worin
R = Innenradius des Roh/es,
g = Störbeschleunigung,
Δρ = Differenz der Dichten,
ο = Oberflächenspannung,
gc = Erdbeschleunigung
2. Elektrolytischer Füiirer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr mit einer
Leitung (25) verbunden ist, solche einen Abschnitt
(26) mit vermindertem Querschnitt besitzt, der zwischen der ersten und zweiten Elektrode (14, 15)
verläuft.
3. Elektrolytischer Fühler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung (25) an den
beiden Enden des Rohres (11) über wehere Leitungen (27, 28) angeschlossen ist, die gegenüber
der Ebene des Rohres (11) geneigt sind.
4. Elektrolytischer Fühler nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
innere Oberfläche des Rohres (U) mit einem Schmiermittel überzogen ist.
5. Elektrolytischer Fühler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Schmiermittel ein
Silikonöl ist.
6. Elektrolytischer Fühler nach einem der Ansprüche I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Rohr (11) die Gestalt eines Kreisringes besitzt, und daß die Elektroden (14, 15) in einer gemeinsamen
Diametralebene des Kreisringes liegen.
7. Elektrolytischer Fühler nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (14, 15)
je aus zwei im Abstand zueinander liegenden bogenförmigen Drähten bestehen.
8. Elektrolytischer Fühler nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Elektroden jeweils einen Draht aufweisen, der mit Abstand von der Innenwand des Rohres |11)
angeordnet ist und daß je eine weitere Elektrode durch einen elektrisch leitfähigen Überzug auf der
Innenwand gebildet wird.
9. Elektrolytischer Fühler nach einem der Ansprüche I bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei
Die Erfindung bezieht sich auf einen elekuolytischen
ίο Fühler zum Messen von Neigungen und Beschleunigungen,
mit einem Rohr aus Isoliermaterial, das zwei Abschnitte aufweist, die symmetrisch um eine Bezugsachse des Fühlers herum angeordnet sind, mit einer
ersten und einer zweiten Elektrode, die identisch
ι; ausgebildet und in den beiden Rohrabschnitten symmetrisch
bezüglich der Bezugsachse gehaltert sind und mit einem flüssigen Elektrolyten, der das Rohr teilweise fül'rt
und in den Teilabschnitte der ersten und zweiten Elektrode eintauchen, wobei der verbleibende Teil des
Rohres mit einem zweiten Strömungsmittel mit gegenüber dem Elektrolyten unterschiedlicher Dichte
gerollt ist.
Bei bekannten elektrolytischen Fühlern dieser Art (US-Patentschrift 26 62 956) sind die beiden Abschnitte
des Rohres parallel zueinander angeordnet und an ihrem unteren Ende über eine Leitung mit verringertem
Querschnitt, die senkrecht zu den beiden Abschnitten verläuft, verbunden, wobei eine weitere Verbindung im
oberen Teil der beiden Abschnitte oberhalb des
jo Elektrolyten vorgesehen ist, um einen Druckausgleich in
den beiden Abschnitten zu ermöglichen. Bei Auftreten von Schwingungen oder stärkeren Beschleunigungen
bricht jedoch die Oberfläche des flüssigen Elektrolyten auf, so daß sich insbesondere bei Schwingungen mit
niedrigen Frequenzen fehlerhafte Messungen ergeben und weiterhin ermöglicht dieser bekannte Fühler nur
Messungen von Neigungen oder Beschleunigungen mit kleinem Winkel bzw. kleinem Wert.
Dies ist insbesondere danp unerwünscht, wenn derartige elektrolytische Fühler in Verbindung mit
Kreiselgeräten verwendet werden (US-Patentschrift 29 45 381). Bei derartigen Anwendungen sind die Fühler
üblicherweise direkt mit einem mit Mittelabgriff versehenen Steuerfeld eines Drehmomentmotors verbunden
und das Ausgangsdrehmoment des Drehmomentmotors wirkt dann in der Weise, daß der Kreisel in
einer solchen Richtung einer Präzession unterworfen wird, daß die von dem Fühler festgestellte Abweichung
beseitigt wird. Der Proportionalitätsbereich der bei
-,ο derartigen Anwendungen verwendeten Fühler mit
gekrümmtem Rohr liegt lediglich beiJ0,5 bis P.
Demgemäß ist normalerweise ein zweites Fühlersystem erforderlich, wenn die Kreiselaufrichtung während des
Auftretens von Beschleunigungen abgeschaltet werden soll. Weiterhin führt eine kontinuierliche Arbeitsweise
eines derartigen mit einem flüssigen Elektrolyten arbeitenden Fühlers am oberen Stromgrenzwert zusätzlich
zum intermittierenden Betrieb bei höheren Strompegeln für eine schnelle Aufrichtung der Kreisel
bo zu einer relativ niedrigen Lebensdauer der Fühler bei
der Anwendung für Kreiselgeräte und stabilisierte Plattform.
Außerdem ändert sich der Elektrolytwiderstand eines Flüssigkeitspegels in dem Betriebstemperaturbereich in
b5 einem Verhältnis bis zu 20:1. Wenn der mit dem
flüssigen Elektrolyten arbeitende Fühler ein Reihenschaltelement im Drehmomenlmotor-Steuerfeldkreis
ist, so ergeben sich enge Grenzen hinsichtlich der
Ausgestaltung des Drehmomentmotors und einer
Kompensation der Aufrichtgeschwindigkeitsänderung über den Temperaturbereich. Vertikalverschiebungen
infolge Temperaturänderungen in der Umgebung rufen weiterhin große Fehler in dem Signal der bekannten
Fühler hervor. Dies ist in erster Linie eine Folge der Volumenänderung des Elektrolyten bei Temperaturänderungen.
Der Elektrolyt kann bei Ausdehnung eine Elektrode völlig umschlingen, während er andererseits
sogar außer Berührung mit dieser stehen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektrolytischen Fühler der eingangs genannten Art zu
schaffen, der weniger empfindlich gegen Umgebungs-Einflüssen wie Umgebungstemperatur und Schwingungen
!SL
Diese Aufgabe wird ausgehend von einem elektrolytischen Fühler der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die beiden Abschnitte des Rohres eine innere Querschnittsfläche aufweisen, die
gemäß der Bond'schen Zahl
ß =
R2 g· I1,
gewählt ist, worin
R = Innenradius des Rohres,
g = Störbeschleunigung,
Δο = Differenz der Dichten,
ο = Oberflächenspannung,
gc = Erdbeschleunigung
Bei dem erfindungsgemäßen elektrolytischen Fühler ist die Gefahr eines Aufbrechens der Flüssigkeitsoberfläche
in den beiden Abschnitten des Rohres wesentlich verringert, wenn nicht beseitigt, so daß bei Auftreten
von Schwingungen selbst niedriger Frequenzen keine Verfälschung des Ausgangssignals erfolgt. Weiterhin
haben Temperaturänderungen nur geringe Auswirkungen auf d's Ausgangssignal.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist das Rohr mit einer Leitung verbunden, welche
einen Abschnitt mit vermindertem Querschnitt besitzt, der zwischen der ersten und zweiten Elektrode verläuft.
Hierbei ist die Leitung vorzugsweise an den Enden des Rohres über weitere Leitungen angeschlossen, die
gegenüber der Ebene des Rohres geneigt sind. Auf diese Weise ergibt sich eine Dämpfung der Bewegungen des
Elektrolyten in dem Rohr ohne daß die Gefahr des Einfangens von Luftblasen besteht.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung 'St die Oberfläche des Rohres mit einem
Schmiermittel überzogen, so daß sich eine sehr geringe Hysterese und eine sehr schnelle O-Rückstellung des
Ausgangssigriais des Fühlers ergibt. Dieses Schmiermittel
kann vorzugsweise ein Silikonöl sein.
Das Rohr weist vorzugsweise die Gestall eines Kreisringes auf, wobei die Elektroden in einer
gemeinsamen Diametralebene des Kreisringes liegen. Auf diese We:ise wird der Winkelbereich, über den eine
lineare Messung erfolgen kann, wesentlich vergrößert, so daß das Ausgangssignal des Fühlers in Verbindung
mit einem Aufrichtverstärker benutzbar ist, der als Signalquelle bei niedrigen Stromdichten mit verbesserter
Genauigkeit und großer Lebensdauer arbeitet. Durch die kreisringförmige Gestalt erfolgt eine
Ausdehnung und Zusammenziehung des Elektrolyten symmetrisch bezüglich der beiden Elektrodenpaare, so
daß die elektrische Nullchrakteristik konstant bleibt und
eine Vertikalabdrift von den Eichtemperaturen infolge Temperaturänderungen weiter vermindert wird.
Die Elektroden können gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung aus je zwei im Abstand zueinander
liegenden bogenförmigen Drähten bestehen oder die Elektroden können gemäß einer anderen Ausgestaltung
jeweils einen Draht aufweisen, der mit Abstand von der Innenwand des Rohres angeordnet ist, wobei je eine
ίο weitere Elektrode durch einen elektrisch leitfähigen
Überzug auf der Innenwand gebildet wird.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß bei Anordnung des Fühlers auf
einem Kreiselgerät, das eine Meßachse und einen H Drehmomenterzeuger zur Präzedierung des Kreisels
aufweist, die Bezugsachse des Fühlers mit der Meßachse zusammenfällt. Auf diese Weise hat der Massenmittelpunkt
des Elektrolyten keinen Einfluß auf die Neigung des Kreiselgerätes gegenüber der Meßachse, so daß
durch den Fühler keine Kreiseldrift hervorgerufen wird.
Zusammenfassend kann festgekeilt werden, daß der erfindungsgemäße elektrolytische Füliler die folgenden
Vorteile aufweist:
1. Große Pendelwirkung und geringe Hysterese, so daß sich eine hohe vertikale Genauigkeit ergibt.
2. Keine Beeinflussung des Fühlers durch Schwingungen.
3. Eine starke Strömungssteuerung des Elektrolyten, so daß die Schwingungsunempfindlichkeit bis zu
sehr niedrigen Frequenzen gegeben ist. Die Strömungssteuerung ist durch Auswahl der Querschnittsfläche,
der die beiden Abschnitte des Rohres verbindenden Leitung so eingestellt, daß sich ein optimales Frequenzverhalten ergibt.
Ausführungsbeispieie der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnungen noch näher
erläutert. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine teilweise geschnittene Vorderansicht einer Ausführungsform des elektrolytischen Fühlers.
F i g. 2 einen Schnitt entlang der Linie 2-2 nach Fig. 1,
Fig.3 eine Einzelheit der Fig. 1, wobei bestimmte
Teile fortgelassen sind,
F i g. 4 eine grafische Darstellung der Bond-Zahl in Abhängigkeit von der Störfrequenz bei dem Fühler
nach Fig. 1,
Fig. 5 eine grafische Darstellung, die die Ausgangsspannung
in Abhängigkeit vom Neigungswinkel des Fühlers nach F i g. I zeigt,
Fig. 6 eine teilweise geschnittene Ansicht einer Kreiselplattform unter Verwendung einer Ausführungsform des Fühlers.
Die in Fig. 1 gezeigte Ausführungsform des Fühlers IC weist ein Rohr 11 aus Glas mit einer im wesentlichen
symmetrischen Kreisringform gewünschten Durchmessers
mit einem ersten Ende 12 und einem zweiten Ende 13 auf. Die im Abstand zueinander angeordneten
Elektroden 14 eines ersten Elektrodenpaares sind bogenförmig so gestaltet, daß sie sich dem Radius des
Rohres 11 anpassen und sie sind durch das Ende 12 des
Rohres 11 eingeführt und erstrecken sich über einen vorgegebenen Winkelbereich, wie z.B. !15 , während
das Rohr Il sich über 320° erstreckt. In gleicher Weise
sind die Elektroden 15 eines zweiten Elektrodenpaares im Abstand zueinander durch das Ende 13 des Rohres 11
eingeführt und erstrecken sich über den gleichen Winkelabstand wie die Elektroden 14, wodurch
diametral gegenüberliegende symmetrische Paare von
Elektroden 14 und 15 geschaffen werden. Vorzugsweise
besieht jedes Elektrodenpaar 14, 15 aus Drähten, z. B. aus Platin, mit einem Durchmesser der genügend groß
ist, jede F.lektrode selbsttragend zu gestalten. Die Elektroden jedes Paares werden durch Glasperlen 16,
17 und 18, 19 im Abstand zueinander gehalten und die Perlen in jedem Paar sind winkelmäöig um 90' versetzt,
bevor eine Einfügung in das Rohr 11 erfolgt.
Die Perlen 18 und 19 sind deutlicher aus F i g. 2
erkennbar, wo sie bereits mit der Innenwand 20 des Rohres 11 verschmolzen sind. Die Glasperlen 16, 17, 18
und 19 sind nur mit einer Seite der Innenwand 20 verschmolzen, um zu verhindern. JaB Blasen des
Elektrolyten 30 im Rohr eingeschlossen werden.
Die Enden 12 und 13 des Rohres 11 werden abgeschlossen, nachdem die Elektroden eingefügt sind,
so daß eine flüssigkeitsdichte Anordnung geschaffen wird, wobei sich die Enden der Elektrodcnpaarc 14 und
!5 d'Jfch diesen Vprtrhhift hinrlnrrh pr<;trp."lcpn mul ;tn
elektrische Verbindungen angeschlossen werden können. Eine Leitung 25 ist in der Nähe der Enden 12, 13
zwischen die Elektroden 14 und 15 angeschlossen, um
einen Elektrolytströmungspfad zu schaffen
Wie im einzelnen aus F i g. 3 ersichtlich, besitzt die
Leitung 25 einen Abschnitt 26 mit vermindertem Querschnitt, wodurch die Flüssigkeitsströmung i'.uf den
gewünschten Grad vermindert wird und eine Dampfungswirkung
erreicht wird. Die Leitung 25 ist mit dem Rohr 11 über weitere Leitungen 27 und 28 in der Nähe
der Enden 12 und 13 verbunden. Wie aus F i g. 2 ersichtlich, sind die Leitungen 27 und 28. von denen nur
die erstere ersichtlich ist. in einem Winkel von z. B. 1(1
gegenüber dem Rohr 11 angestellt, um zu gewährleisten,
daß keine Blasen in der Leitung 25 oder den Leitungen 27 und 28 eingeschlossen bleiben, wenn der Fühler 10
großen Neigungen um die Meßachse 29 (Fig.1)
ausgesetzt wird.
Im folgenden wird wieder auf F i g. I Bezug
genommen. Der Elektrolyt 30 wird in das Rohr 1! über
em Füllrohr 31 eingefüllt, bis der Ew Vtrolyt das Rohr 11
etwa halb bis zu der Niveaulinie A-A anfüllt und danach wird das F.infüllrohr 31 verschlossen.
In der Praxis sind die Elektrodenpaare 14 und 15 in einer herkömmlichen Wheatstone'schen Brückenschaltung
(nicht dargestellt) angeordnet, wobei eine gemeinsame F.lektrode dadurch erhalten wird, daß jeweils eine
Elektrode jedes Paares verbunden wird. Wenn das Rohr 11 bis zur Bezugsline A-A mit dem Elektrolyten 30. wie
aus F i g. I ersichtlich, angefüllt ist. besteht eine Nullbedingung, da beide Paare von Elektroden 14 und
15 gleich eingetaucht sind und ein Nullspannungspotential
zwischen den aktiven oder äußeren Elektroden jedes der Paare 14 und 15 vorhanden ist, wenn die
Elektroden in die Brückenschaltung eingeschaltet sind. Wenn eines der Elektrodenpaare weiter in den
Elektrolyten 30 eintaucht als das andere, z. B. infolge einer Beschleunigungswirkung oder infolge einer
Neigung des Rohres, wird ein Signal mit einer Amplitude und Phase gemäß der Größe und Richtung
der Beschleunigung oder Neigung geliefert.
Der Fühler 10 ist so ausgebildet, daß er eine Oberflächenstabiiität zwischen den verschiedenen Strömungsmitteln
innerhalb des Rohres bietet. Der Fühler 10 kann irgendeine geeignete Kombination von
Strömungsmitteln benutzen, z. B. Flüssigkeit und Gas oder zwei nicht mischbare Strörnungsrnine! unterschiedlicher
Dichte.
An der Zwischenfläche 32 zwischen den Strömungsmitteln
unterschiedlicher Dichte werden Bedingungen von Oberfächenkräften und Bcschleunigungskräften
definiert durch eine dimensionslosc Zahl, die als Bond'schc Zahl (B) bekannt ist. Diese Bond'schc Zahl
errechnet sich wie folgt:
Ii =
"R,
| Dabei ist: | R: | (i: | der Inncnradius des Rohres 11. | aft) |
| !·<■ | Beschleunigung (aufgeprägte Störkr | beiden | ||
| Jo | die Differenz der Dichte der | |||
| = i)2 —Oi: | Strömungsmittel | |||
| die Oberflächenspannung | ||||
| Erdbeschleunigung | ||||
Die Konstante »("«ist typischer Weise abhängig von :>f«. d. h. von der Störfrequenz. Qualitativ ist die
Bond'schc Zahl höchst bedeutend bezüglich dct Anzeige funktionellcr Betriebseigenschaften bei hohci
l.rregungsfrcquenz (d. h. größer als 7 Hz). Die Weber'
sehe Zahl (W) ist bestimmend bei niedriger Frequenz wenn die Massenkräfte wichtiger werden. Die Weber
sehe Zahl ist definiert als das Verhältnis der Oberfläche /U den Massenkräften:
4 I Xc,
ir' ■ (/<- ι
ir' ■ (/<- ι
Dabei ist:
c: Oberflächenspannung
Iz': Geschwindigkeit
fr. Erdbeschleunigung
'' g: Beschleunigung (aufgeprägte Slörkraft)
d: Innenradius
fi: Dichte
Die Fmude-Zahl (F) \\\ ein dimcnsionsloscs Maß vor
ι,. Massenkraft und Erdbeschleunigung:
l· =
lit
Dabei ist:
V: Geschwindigkeit
f: Beschleunigung (aufgeprägte Störkraft)
d: Innenradius
d: Innenradius
Diese drei dimensionslosen · .iisdrücke können wie folg
in Zusammenhang gebracht werden:
B =
y
w
w
Zusammen bilden sie Kennzeichen zur Analyse de Oberflächenstabilitäl.
Im Hinblick auf die Anwendung bei Kreiselgeräten is
kn die Bond'sche dimensionslose Gruppe die wichtigste
Der Grund hierfür besteht darin, daß andere Ausle gungsbetrachtungen erfordern, daß Vibrationsisola
tionssysteme vorgesehen werden müssen, um dii Kreiselbauteile in ihrer normalen Betriebsumgebung zi
schützen und diese Erfordernisse sind bei Flüssigkeits pegeirs nicht gegeben. Die Charakterisiiken diese
Isolationssysteme sind derart, daß eine Verstärkung voi
15—30 Hz-Signalen bewirkt wird. Die unerwünscht!
Verstärkung kann dreimal so groß wie der Eingang sein. Dies bedeutet, daß die ß-Zahl ansteigt:
-"verstärkt = JflEingang
Eine Änderung von 300% in der Bond'schen Zahl ist eine drastische Änderung in einer unerwünschten
Ric'iiing im Hinblick auf die Bereiche der anderen
Parameter R. ρ undo.
Eine graphische Darstellung der kritischen Bond'schen Zahl als Funktion der Störfrequenz, d. h. der
Vibration, ist in F i g. 4 gezeigt. Der Bereich rechts der Kurve bildet eine stabile Flüssigkeitsfläche, während der
Bereich links der Kurve eine unstabile Bedingung anzeigt. Die slriehlierten Abschnitte der Kurve sind
extra-poliert.
Ein Fühler gemäß Fip. 1 bis 3. der die folgenden
Charakteristiken aufwies, hat sich als zweckmäßig für Cine rwrCiScidriVvcMUUrig crwiCSCi'i. |C'UC uickuuuc
besteht aus einem Platindraht von 0,432 mm Durchmesser, wobei der Abstand zwischen den Elektroden eines
Paares 1,27 mm beträgt. Der Innendurchmesser des Rohres Il beträgt 3,81 mm, wobei die Leitung 25 einen
Innendurchmesser von 1.47 mm besitzt. Der Gesamtdurchmesser
des Fühlers 10 betrug 55,88 mm. Der Elektrolyt 30 bestell! aus einer niedrigen Normalsalzlösung
in Alkohol. Eine typische Ausgangskurve eines Fühlers 10 ist in Fig. 5 dargestellt, worin eine Anzeige
des Spannungsausgangs gegenüber dem Neigungswinkel aufgetragen ist. Es ist festzustellen, daß die
Lin' .irität außerordentlich genau über einen weiten
Bereich von Neigungswinkeln erhalten bleibt.
Bei dem in den Fig. 1 und 3 dargestellten Alisführungsbeispiel liegen die im Abstand zueinander
angeordneten Elektroden in der Ebene des Hauptdurchmessers des Rohres 11. Dies verhindert die Erzeugung
von fehlerhaften Signalen bei Querneigungs- und Längsneigungsfühlern bei großen Längs- bzw. Querneigungswinkeln
in Abhängigkeit von der kardanischen Aufhängung. Wenn die im Abstand angeordneten
Elektroden in einer Ebene senkrecht zu der vorerwähnten Ebene des Hauptdurchmessers lägen, würde ein
Fehlersigna! erzeugt, wenn das Rohr H um seinen horizontalen Hauptdurchmesser geneigt würde.
Statt dessen könnte eine Elektrodenanordnung benutzt werden, bei der z. B. diametral gegenüberliegende
Einzelelektroden anstelle der Elektrodenpaare innerhalb des Rohres 11 benutzt werden, wobei diese
Einzelelektroden in Kombination mit einem Überzug aus leitfähigem Material auf der Innenwand des Rohres
zusammenwirken, wobei der Überzug in der Nähe der jeweiligen Elektroden liegt, wodurch in zweckmäßiger
Weise diametral gegenüberliegende Paare von im Abstand zueinander liegenden Elektroden gebildet
werden, die, wie oben erwähnt, in einer Wheatstone-'schen Brückenschaltung angeordnet werden könnten.
's Wenn der Fühler 10 periodisch über geringe Neigungsbeträge im Uhrzeigersinn und im Gegenuhrzeigersinn bewegt wird, besteht eine Hysterese von im wesentlichen Null, wenn dem Fühler genügend Zeit gelassen wird, sich zurückzustellen. Wenn jedoch große
's Wenn der Fühler 10 periodisch über geringe Neigungsbeträge im Uhrzeigersinn und im Gegenuhrzeigersinn bewegt wird, besteht eine Hysterese von im wesentlichen Null, wenn dem Fühler genügend Zeit gelassen wird, sich zurückzustellen. Wenn jedoch große
ίο Verstellbewegungen auftreten, werden der obere
Abschnitt der Elektroden 14,15 und die Innenwände des
Rohres 11. wie in Fig.) ersichtlich, durch den Elektrolyt
30 benetzt. Bei gewissen Ausführungen kann es dann 2 Minuten deiuern, bis z. B. eine Rückstellung auf Null von
ι-, einem Ausschlagswinkel von 0.Γ aus erfolgt. Dieses
Problem kann dadurch überwunden werden, daß die Innenwandungen des Torusrohres II mit Silikonöl
bestrichen werden, daß dann das öl in die Glasoberfläclic
triiigcuiuiMii wild. Dann smu nur wenige Sekunden
_>(i erforderlich, um eine annehmbare Nullanzeige selbst bei
Vorhandensein großer Neigungswinkel zu erhalten.
In F i g. 6 ist die Anwendung einer Ausführungsform des Fühlers 10 bei einer Kreisel-Plattform gezeigt,
wobei der Mittelpunkt des Fühlers mit der Längsnei-
j-, gungsachse 35 der Plattform 36 zusammenfällt. Die
Plattform 36 trägt beispielsweise einen Kurskreisel 37, der auf einer Plattform 38 gelagert ist, an der ein
Vertikalkreisel 39 festgelegt ist. Wenn der Fühler 10 in der Weise montiert ist, daß er die Meßachse 35
in umschließt, um welche herum die Neigung gemessen
werden soll, dann ist keine Koerzitivkraft vorhanden, die ein unerwünschtes Drehmoment der Plattform 36
aufprägt, während die Neigung erfolgt, wie es bei herkömmlichen Flüssigkeitsfühlern der Fall ist. Der
)-, Grund dafür besteht darin, daß der Schwerpunkt des Elektrolyten 30 innerhalb des Rohres II sich nicht
gegenüber der Meßachse 35 verschiebt und hierdurch wird gewährleistet, daß keine unerwünschten Drehmomente
eingeführt werden, die sonst eine Präzession der
,ι, Plattform 36 bewirken würden. Bei einer normaler
Fühleranordnung, wie diese z. B. in der US-Patentschrift 29 45 381 dargestellt ist, führt die Bewegung des
Elektrolyten in dem Fühler dazu, daß ein Kontakt berührt wird, und dies führt zu einer Änderung des
Schwerpunktes und erzeugt ein Kraftmoment, das seinerseits ein Drehmoment um eine Achse der
Einrichtung zur Folge hat, auf der es angeordnet ist und dies führt zu einer Präzession um eine weitere Achse
rechtwinklig zur ersten Achse. Dieses Problem wird
-,ο dadurch beseitigt, daß der Fühler 10 so gelagert wird,
daß sein Mittelpunkt mit der Meßachse des Kreiselgeräts oder der Plattform zusammenfällt.
Hierzu 4 Blatt Zeichnuncen
Claims (1)
1. Elektrolytischer Fühler zum Messen von Neigungen und Beschleunigungen, mit einem Rohr
aus Isoliermaterial, das zwei Abschnitte aufweist, die symmetrisch um eine Bezugsachse des Fühlers
herum angeordnet sind, mit einer ersten und einer zweiten Elektrode, die identisch ausgebildet und in
den beiden Rohrabschnitten symmetrisch bezüglich der Bezugsachse gehaltert sind und mit einem
flüssigen Elektrolyten, der das Rohr teilweise füllt und in den Teilabschnitte der ersten und zweiten
Elektrode eintauchen, wobei der verbleibende Teil des Rohres mit einem zweiten Strömungsmittel mit
gegenüber dem Elektrolyten unterschiedlicher Dichte gefüllt ist, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Abschnitte (21, 22) des Rohres (It) eine innere Querschnittsfläche aufweisen, die gemäß der
Bond'scii :n Zahl
Anordnung des Fühlers (10) auf einem Kreiselgerät, das eine Meßachse und einen Drehmomenterzeuger
zur Präzedierung des Kreisels aufweist, die Bezugsachse des Fühlers mit der Meßachse zusammenfällt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE1953473A1 DE1953473A1 (de) | 1970-05-27 |
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| DE1953473A Expired DE1953473C3 (de) | 1968-10-23 | 1969-10-23 | Elektrolytischer Fühler zum Messen von Neigungen und Beschleunigungen |
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