DE1959917C3 - Verfahren zur kontinuierlichen Messung des Staubgehaltes von Gasen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur kontinuierlichen Messung des Staubgehaltes von Gasen und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der gleichbleibendem Staubgehalt — gleiche Staubmasse
folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Be- 55 in der Volumeneinheit — wenn sich die Durchschnittsschleunigung
des Gases in den an den Fliehkraft- größe der Staubteilchen ändert.
abscheider anschließenden Gaskanälen Bereiche (1 Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ver-
bzw. 8) mit sich änderndem Querschnitt vorge- fahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen
sehen sind. Messung des Staubgehaltes von Gasen anzugeben, die
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, 60 eine Verringerung der Meßgehler sichern, welche
dadurch gekennzeichnet, daß zur Beschleunigung durch eine Änderung der Durchschnittsgröße der
des Gases eine Strömungshaube (31) vorgesehen ist. Staubteilchen bedingt sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch ge- Dies wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
kennzeichnet, daß die Strömungshaube (31) im dadurch erreicht, daß der Gasstrom mit den Staub-Bereich
der Feststelleinrichtungen (4 bzw. ?7) an- 6s teilchen in an sich bekannter Weise beschleunigt wird
geordnet ist. und daß das von den größeren Staubteilchen
{r > IO-5 cm), die gegenüber den gleichzeitig aufgeladenen
kleinen Staubteilchen zurückbleiben, zum
Nachweis induzierte Wechselsignal phasenempfindlich gleichgerichtet wird.
Eine Vorrichtung zur Durchführarg dieses Verfahrens
ist dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beiden Gaskanäle an sich bekannte Einrichtungen zur
Beschleunigung des Gasstroms enthält und daß die Einrichtung zur Feststellung der alternierend galadenen
grobdispersen Staubteilchen über den Verstärker mit einem phasenempfindlichen Gleichrichter
verbunden ist.
Vorzugsweise ist der phasenempfindliche Gleichrichter zur Zuführung eines Bezugssignals über einen
Phasenregler mit der Primärseite des Transformators verbunden.
Eine weite-? vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung
besteht darin, daß der phasenempfindliche Gleichrichter zur Zuführung eines Bezugssignals über
einen Verstärker mit der Feststelleinrichtung für feindisperse Teilchen verbunden ist.
Vorzugsweise sind zur Beschleunigung des Gases in den an den Fliehkraftabscheider anschließenden Gaskanälen
Bereiche mit sich änderndem Querschnitt vorgesehen.
Zur Beschleunigung des Gases kann auch eine Strömungshaube vorgesehen sein. Diese ist vorteilhaft
im Bereich der Feststelleinrichtungen angeordnet.
Mit der vorliegenden Erfindung kann die Gasverstaubung hinter Gasreinigungsanlagen auch dann einwandfrei
überwacht werden, wenn sich die Durchschnittsgröße der Staubteilchen ändert, wodurch das
einwandfreie Arbeiten dieser Anlagen überwacht und gewährleistet werden kann, daß die die Entstaubungsanlagen
verlassenden Gase auch tatsächlich so weit entstaubt sind, wie es beispielsweise den von der Gewerbeaufsicht
gemachten Auflagen entspricht.
Die Erfindung wird nun an Hand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher
erläutert.
Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur kontinuierlichen Messung des Staubgehaltes
von Gasen,
F i g. 2 eine schematische Schnittansicht eines ersten Ausführungsbeispiels,
Fig. 3 rine schematische Schnittansicht eines
zweiten Ausführungsbeispiels und
F i g. 4 eine Ausführungsform zur Änderung des Durchlaufquerschnittes des Kanals bei einer Vorrichtung.
Das zu überwachende Gas wird durch einen Stutzen 1, der als Beschleuniger (F i g. 1) dient, und
durch Sprühelektroden 2 und 3, denen eine zur Erzeugung der Sprühentladung ausreichende Wechselspannung
zugeführt wird, getrieben. In dieser Zone werden die Staubteilchen der elektrischen Feldstärke
proportional geladen, wobei das Vorzeichen der Teilchenladung vom Vorzeichen des zwischen den Elektroden
2 und 3 liegenden elektrischen Feldes beim Aufladen der Teilchen abhängig ist.
Beim Durchlaufen von Staubteilchen mit einer alternierenden Raumladung Q an der Feststellungseinrichtung
4 wird an der letzteren eine Ladung induziert, die, indem sie durch den Widerstand 5 fließt, einen
Strom / = -~ erzeugt. Beim Aufladen der Teilchen
in einem elektrischen Feld, das sich z. B. nach dem Sinusgesetz mit der Frequenz ändert, wird sich die
induzierte Ladung und damit der Strom ebenfalls nach dem Sinusgesetz, aber mit einer Phasenverschiebung
ändern.
Enthält das zu überwachende Gas z. B. Teilchen,
die nur feindispers sind, so erfolgt die Bewegung dieser Teilchen ohne Nacheilung des Gasstromes trotz
der erfolgten Beschleunigung, und die Phase φ des von der Feststelleinrichtung 4 entnommenen Signals ist
hauptsächlich vom Abstand /zwischen der Elektrode 3 und der Feststellungseinrichtung 4, der Länge L der
ίο Feststellungseinrichtung 4 und von der Geschwindigkeit
Vg des Gasstromes abhängig, d. h.
K)-
Hier ist die konstante Phasenkomponente, die durch die elektrostatische Induzierung und durch den Einfluß
des Widerstands 5 bedingt ist, nicht berücksichtigt.
Enthält das zu überwachende Gas Teilchen, die größer als 10 5 cm sind, so nehmen diese Teilchen die
Geschwindigkeit des Gases nicht sofort an.
Je größer die Staubteilchen sind, desto mehr bleiben sie im Gasstrom zurück. Da in der Zone der Fest-Stellungseinrichtung
4 nur Staubteilchen als Ladungsträger auftreten, wird das von der Feststellungseinrichtung
4 abgenommene Signal in der Phase wesentlich gegenüber dem zurückbleiben, welches man beim
Vorhandensein von nur feindispersen Teilchen im Gas erhält. Die Durchschnittsgeschwindigkeit Vm der Teilchen
im Abschnitt U + A wird kleiner als die Gasgeschwindigkeit Vg sein. Deshalb wird bei einer beschleunigten
Bewegung des Gasstromes die resul-
tierende Phase <pm des Signals durch den Durchschnittshalbmesser
rm der Staubteilchen bestimmt. Dabei ist
- Ti
worin durch f(r) das Verteilungsgesetz der Staubteilchen
nach ihrer Größe angegeben ist.
Die Spannungsamplitude i/max des induzierten Si-
Die Spannungsamplitude i/max des induzierten Si-
•45 gnals wird durch die summarische Oberfläche der
Ladungsträger (der Staubteilchen) in dem durch die Feststellungseinrichtung 4 umfassenden Raum SL bestimmt.
Hier bedeutet S den Durchlaufquerschnitt der Feststellungseinrichtung 4, L die Länge der Fest-Stellungseinrichtung
4.
i/max = K, SL Smax — I ' S · L · -w tlrGrjrm ■
Dabei ist
Ki Konstanter Proportionalitätsfaktor,
Ki Konstanter Proportionalitätsfaktor,
■Smax Maximalwert der durch die Staubteilchen gebildeten
Raumladungsdichte,
nr Anzahl der Teilchen mit dem Halbmesser r in
nr Anzahl der Teilchen mit dem Halbmesser r in
einer Gasvolumeneinheit,
Gr Volumen eines Teilchens mit dem Halbmesser
r.
Der Halbmesser r von nicht kugelförmigen Teilchen wird durch den Formfaktor ermittelt.
Die Phase pm des Signals bei beschleunigter Bewegung des Gasstromes ist direkt proportional dem Durchschnittshalbmesser rm der Staubteilchen, d. h. q,m = K^ ■ rm, wobei mit K1 ein Proportionalitäts-
Die Phase pm des Signals bei beschleunigter Bewegung des Gasstromes ist direkt proportional dem Durchschnittshalbmesser rm der Staubteilchen, d. h. q,m = K^ ■ rm, wobei mit K1 ein Proportionalitäts-
faktor bezeichnet ist, der von der Dichte des Materials langen durch den Stutzen 8 mit dem Spalt 12 nur fein-
und der Form der Staubteilchen abhängt. Wenn man disperse Teilchen, deren Größe kleiner als 10~s ist.
den Verstärkungsfaktor K des Signals proportional Die Sprühelektroden 2, 3, 13 und 14 der Gaskanäle 9
der Phase <pm ändert, so wird die Spannung des ver- und 10 sind mit der Sekundärwicklung 18 des Trans-
stärkten Signals 5 formalors 19 phasenentgegengesetzt geschaltet, des-
■sp halb werden die Phasen der von den Feststelleinrich-
U = KUmax — Ki- K2- S ■ L ^ IhGr tungen 4 und 17 entnommenen Signale um 180c verschoben
sein, falls das überwachte Gas nur fein-
vom Durchschnittshalbmesser der Teilchen nicht ab- disperse Teilchen enthält.
hängig sein, sondern wird vollständig durch die Größe io Das Gas ändert beim Durchlauf durch die Spalte 11
bestimmt, die mit dem summarischen Volumen und 12 die Bewegungsrichtung scharf ab, wodurch an
SL Σ nrGr der Teilchen im Raum der Feststellungs- diesen Stellen eine Beschleunigung des Stromes eintritt
iÄtS^»iEASSSS I ·' '0I■ Dk *-—w-*·<*- —
tration im Gas mit der Änderung der Durchschnitts- 15 fast sofort den sich ergebenden Wert, während die
Staubteilchengröße rm zu messen. Staubteilchen noch in einem erheblichen Abstand vom
Die Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens Spalt Il beschleunigt werden. Je größer das Teilchen
zur kontinuierlichen Messung des Staubgehaltes von ist, desto mehr bleibt es gegenüber dem Gasstrom-Gasen
kann in folgender Weise ausgeführt sein: abschnitt zurück, mit dem es in den Gaskanal 9 ge-
Der Fliehkraftabscheider 6 (F i g. 2) mit dem Ein- «>
langte. Nur die Teilchen kleiner als 10 scm bewegen
gangsstutzen 7 und den Stutzen 1 und 8 ist mit den sich ohne Zurückbleiben im Gasstrom.
Gaskanälen 9 und 10 für grob- und feindisperse Teil- Die Beschleunigung des Gasstromes kann nicht nur
Gaskanälen 9 und 10 für grob- und feindisperse Teil- Die Beschleunigung des Gasstromes kann nicht nur
dien verbunden, wobei die Kanäle aus einem wärme- durch Änderung der Strombewegungsrichtung, sonbeständigen
Elektroisoliermalerial gefertigt sind. Die dem auch z. B. durch die Änderung der Durchlaufzur
Beschleunigung des Gasstromes bestimmten "5 öffnung des Stutzens 1 oder des Gaskanals 9, wie es in
Stutzen 1 und 8 weisen vorteilhaft eine knieförmige F i g. 4 dargestellt ist, erfolgen. In dieser Zone steigt
Gestalt auf und sind mit spaltartigen Durchgangs- die Geschwindigkeit des Stromes an, während die
öffnungen 11 und 12 versehen. Die Gaskanäle 9 und 10 Staubteilchen, je größer ihre Masse (Größe) ist, desto
enthalten Sprühelektroden 2, 3, 13 und 14, Trenn- mehr gegenüber dem Gasstrom zurückbleiben,
elektroden 15 und 16 und Feststellungseinrichtungen 4 3° Bei der Vorrichtung sind die Signale der Feststel- und 17. Mit den Sprühelektroden 2, 3, 13 und 14 ist lungseinrichtungen 4 und 17 entweder um 180 verdie Sekundärwicklung eines Transformators 19 ver- schoben (F i g. 2) oder gleichphasig (F i g. 3), falls das bunden; an den anderen Enden der Gaskanäle 9 und 10 Glas nur feindisperse Teilchen enthält. Dabei wird ansind die Stutzen 20 und 21 eines Gasverbrauchs-Diffe- genommen, dall die Geschwindigkeiten der Gasströme rentialreglers 22 angeordnet, dessen Ausgangsstutzen 35 durch die Gaskanäle 9 und 10 gleich sind. Der Aus-23 mit einem Ventilator 24 verbunden ist. gleich der Stromgeschwindigkeiten erfolgt durch den
elektroden 15 und 16 und Feststellungseinrichtungen 4 3° Bei der Vorrichtung sind die Signale der Feststel- und 17. Mit den Sprühelektroden 2, 3, 13 und 14 ist lungseinrichtungen 4 und 17 entweder um 180 verdie Sekundärwicklung eines Transformators 19 ver- schoben (F i g. 2) oder gleichphasig (F i g. 3), falls das bunden; an den anderen Enden der Gaskanäle 9 und 10 Glas nur feindisperse Teilchen enthält. Dabei wird ansind die Stutzen 20 und 21 eines Gasverbrauchs-Diffe- genommen, dall die Geschwindigkeiten der Gasströme rentialreglers 22 angeordnet, dessen Ausgangsstutzen 35 durch die Gaskanäle 9 und 10 gleich sind. Der Aus-23 mit einem Ventilator 24 verbunden ist. gleich der Stromgeschwindigkeiten erfolgt durch den
Die Feststellungseinrichtungen 4 und 17 sind hinter- Differentialregler 22.
einandergeschaltet und an den Eingang eines Ver- Das verstärkte Differenzsignal der Feststellungsein-
stärkers25 angeschlossen. An den Ausgang des Ver- richtungen 4 und 17(F i g. 2) wird dem phasenempfindstärkers
25 ist als phasenempfindliches Glied ein 4° liehen Gleichrichter 26 zugeführt. Als Referenzsignal
phasenempfindlicher Gleichrichter 26 vorgesehen. Mit wird das durch den Phasenregler 27 zugeführte Wechdem
letzteren ist ein Phasenregler 27 und ein Wandler selstromsignal benutzt. Die Phase dieses Signals wird
28 verbunden. Am Ausgang des Wandlers 28 ist ein in bezug auf die Phase des Differenzsignals der Fest-Registrierglied
29 angeschaltet. Stellungseinrichtungen 4 und 17 fast um 90" ver-
Das andere Ausführungsbeispiel der Einrichtung 45 schoben, falls im gasförmigen Medium keine Teilchen
unterscheidet sich dadurch, daß anstatt des Phasen- größer als 10 6cm vorhanden sind. In diesem Falle
regiere 27 mit dem phasenempfindlichen Gleichrichter ist die Größe des Gleichstromsignals am Ausgang des
26 (F i g. 3) ein Verstärker 30 eingeschaltet ist, dessen phasenempfindlichen Gleichrichters 26 dem Nullwert
Eingang mit der Feststellungsvorrichtung 17 verbun- ziemlich nah. Auf diese Weise kann durch den Phasenden
ist. Als Mittel zur Änderung der Bewegungsge- 5° regler 27 die Ansprechschwelle des phasenempfindschwindigkeit
des staubhaltigen Gasstromes dienen liehen Gleichrichters 26 eingestellt werden. Treten im
sieht nur die knieförmige Gestalt der Stutzen 1 und 8 Gas größere Teilchen auf, so ändert sich die Signaled
die spaltartigen Durchgangsöffnungen 11 und 12 phase, wodurch der Wert des Ausgangssignais des
bei den letzteren, sondern auch der variable Durch- phasenempfindlichen Gleichrichters 26 ansteigt. Dei
gangsquerschnitt dieser Stutzen (F i g. 4). 55 Ausgangssignalwert der Vorrichtung ist dem Produkt
Außerdem kann für denselben Zweck auch eine ans der Differenz der Signale der Feststelhmgseinrich-Strömtmgshaube
31, die z.B. in der Zone der Fest- tungen 4 aod 17 and der Phase dieses Signais proporsteflungseinrichtung
4 angeordnet ist, benatzt werden. tionaL Bei dieser Ausführung der Vorrichtung sine
Der Betrieb der Vorrichtung verläuft in folgender besondere Ansprüche an die Stabilität des Gasver
Weise: Das zn fiberwachende Gas wird durch den **» branches durch die Gaskanäle 9 and 10 zn stellen, ds
Tom Ventilator 24 erzeugten Zog durch den Stutzen 7 die Signalphase von der Geschwindigkeit des Gas
\[F i g. 2) in den Abscheider 6 eingesaugt. Dank der stromes abhängig ist.
Bewegung des Gases auf einer Kreisbahn im Ab- Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführung dei
scheider 6 werden die Staubteilchen, die größer als Vorrichtung werden keine hohen Ansprache an da
1Θ-* cm and, as die Außenwand des Abscheiders 6 ge- 65 StabiGtäl des Gasverbrauches gestellt, da als Referenz
ipreßt und gelangen in den Stutzen 1 mit dem Spalt IL, signal das durch den Verstärker 30 verstärkte Signa
dann weiter in den Gaskanal 9 für grobdisperse TeQ- der Feststeöungseinrichtnng 17 benutzt wird, da durcl
eben. In den Gaskanal 10 für feindisperse Teilchen ge- den Gaskaaal 10 nrit ferndispersen Teilchen ein Gas
7 8
strom läuft, der nur Teilchen kleiner als 10 5 enthält, anderen Einrichtungen mit ähnlicher Zweckbestimwährend
das Verhältnis zwischen den Signalphasen mung durch die Korrektur des Signals infolge der
der Feststellungseinrichtungen die Ansprechschwelle Änderung der Staubdurchschnittsgröße. Sie kann zur
des phasenempfindlichen Gleichrichters 26 bestimmt. kontinuierlichen und automatischen Kontrolle der
Die Signalphase der Feststellungseinrichtung 17 ist 5 Luftverstaubung an Arbeitsplätzen in Industriebetrienur
von der Geschwindigkeit des Gasstromes ab- ben, bei denen der Betrieb über oder unter Tage verhängig.
Bei einer Änderung der Geschwindigkeit des läuft, bei 100%iger Luftfeuchtigkeit und bei einer
Gasstromes ändern sich die Signalphasen der Fest- Umgebungslufttemperatur von —20 bis +4O0C einstellungseinrichtungen
4 und 17 um einen und den- gesetzt werden.
selben Wert, deshalb ändert sich dabei auch der Signal- io Die Vorrichtung läßt sich auch erfolgreich zur Konwert
am Ausgang des phasenempfindlichen Gleich- trolle der Städteluftverstaubung, der Verstaubung von
richters 26 nicht. Bei dieser Ausführung der Vorrich- Abgasen von Industrieanlagen zwecks kontinuierlicher
tung wird der Signalphasenunterschied an den Fest Messung des Wirkungsgrades der Entstaubungsstellungseinrichtungen
4 und 17 vollständig durch die anlagen u. a. anwenden.
Durchschnittsgröße (Durchschnittsmasse) der Staub- 15 Kombiniert mit probefördernden Rohren und mit
teilchen bestimmt. Diese Eigenschaft der Vorrichtung einem aerodynamischen Kommutator ermöglicht es
steht mit der Unabhängigkeit der Signalamplitude der die Vorrichtung, die Verstaubung in 6 bis 12 Räumen,
Feststellungseinrichtungen 4 unJ 17 bei einem be- die im 100-m-Radius von der Vorrichtung entfernt
stimmten Verhältnis zwischen der Länge der Fest- sind, zu kontrollieren sowie auch die Verstaubung von
Stellungseinrichtungen 4 und 17 und der Geschwindig- 20 Räumen und Abbaustollen, in denen Bohr- und
keit Vg des Gasstromes gut im Einklang. Sprengarbeiten zeitenweise ausgeführt werden, zu
Das lineare Verhältnis zwischen dem Durch- überwachen.
Schnittshalbmesser rm (der Masse) der Staubteilchen Mit der Vorrichtung können rechtzeitig Störungen
und der Änderung des Übertragungsfaktors (des Ver- an technologischem Ablauf, ohne die kontrollierten
stärkiingsfaktors) des phasenempfindlichen Gleich- 25 Produktionsabschnitte aufzusuchen, fernermittelt werrichters
wird bei einer Phasenverschiebung der Signale den, und es kann eine Kontrolle von schnell verlaufender
Feststellungseinrichtungen 4 und 17 bis 50° mit den technologischen Vorgängen, z. B. Sauerstoffeiner
Genauigkeit von ±5 % eingehalten. Windfrischen, erfolgen, bei dem die Staubausscheidung
Die Vorrichtung zur kontinuierlichen Messung des mit der Geschwindigkeit der Entkohlung der Konver-
Staubgehalts von Gasen unterscheidet sich somit von 30 terbirne verbunden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409681/152
Claims (4)
1. Verfahren zur kontinuierlichen Messung des einem' elektrischen Wechselfeld erzeugte Sprühent-Staubgehalts
von Gasen, bei dem die Staubteilchen 5 ladung alternierend positiv und negativ autgeladen
durch eine von einem elektrischen Wechselfeld er- und anschließend dadurch nachgewiesen werden, daß
zeugte Sprühentladung alternierend positiv und ein dem Ladungszustand der Teilchen entsprechendes
negativ aufgeladen und anschließend dadurch Wechselsignal induziert wird, welches anschließend
nachgewiesen werden, daß ein dem Ladungszu- verstärkt und registriert wird.
stand der Teilchen entsprechendes Wechsdsignal io Ein derartiges Verfahren ist z. B. aus der Zeitinduziert
wird, welches anschließend verstärkt und schrift »Priborostrojenie«, 7, S. 16 bis 18, 1959, beregistriert
wird, dadurch gekennzeich- kannt.
net, daß der Gasstrom mit den Staubteilchen in Die Erfindung betrifft auch eine nach diesem Veran
sich bekannter Weise beschleunigt wird und daß fahren arbeitende Vorrichtung mit einem Fhehkraftdas
von den größeren Staubteilchen (r -- 3O-5 cm), 15 abscheider, mit einem an den Fliehkraftabscheider andie
gegenüber den gleichzeitig aufgeladenen kleinen schließenden ersten Gaskanal für grobdisperse Teil-Staubteilchen
zurückbleiben, zum Nachweis indu- chen, mit einem an den Fliehkraftabscheider anzierte
Wechselsignal phasenempfindJich gJeichge- schließenden zweiten Gaskanal für feindisperse Teilrichtet
wird. " chen, mit in den beiden Kanälen angeordneten Ein-
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens 20 richtungen zur alternierend positiven und negativen
nach Anspruch 1. mit einem Fliehkraftabscheider, Aufladung der grobdispersen und feindispersen Teilmit
einem an den Fliehkraftabscheider anschließen- chen im Takt eines diesen Einrichtungen über einen
den ersten Gaskanal für grobdisperse Teilchen, mit Transformator zugeführten Wechselsignals, mit in den
einem an den Fliehkraftabscheider anschließenden beiden Kanälen angeordneten Einrichtungen zum
zweiten Gaskanal für feindisperse Teilchen, mit in 25 Feststellen der alternierend geladenen Staubteilchen,
den beiden Kanälen angeordneten Einrichtungen mit an diese Feststelleinrichtungen angeschlossenen
zur alternierend positiven und negativen Aufladung Verstärkern und Registriereinrichtungen und mit
der grobdispersen und feindispersen Teilchen im einem ein Gebläse enthaltenden Absaugkanal, in den
Takt eines diesen Einrichtungen über einen Trans- die beiden Gaskanäle münden.
formator zugeführten Wechselsignals, mit in den 30 Um hierbei ein nur der Konzentration der grobbeiden
Kanälen angeordneten Hinrichtungen zum dispersen Teilchen proportionales Signal zu erhalten,
Feststellen der alternierend geladenen Staubteil- wird von dem Signal der ersten Feststelleinrichtung
chen, mit an diese Feststelleinrichtungen ange- das der anderen Feststelleinrichtung subtrahiert,
schlossenen Verstärkern und Registriereinrichtun- Es ist eine Vorrichtung zur Messung des Staubgen und mit einem ein Gebläse enthaltenden Ab- 35 gehaltes im Gas und Dampfstrom bekannt, bei der die saugkanal, in den die beiden Gaskanäle münden, Staubpartikeln des Stroms des Staubgasgemisches über dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beiden ein Rohrstück bei Berührung mit der Innenwand des Gaskanäle an sich bekannte Einrichtungen zur Rohrstückes durch die Kontaktwirkung elektrisch aufBeschleunigung des Gasstroms enthält und daß die geladen werden. Somit bildet das Rohrstück als AufEinrichtung (4) zur Feststellung der alternierend 40 laderohr einen Meßabschnitt. Zur Gewährleistung des geladenen grobdispersen Staubteilchen über den zur Aufladung notwendigen Kontaktes aller Staub-Verstärker (25) mit einem phasenempfindlichen teilchen mit der Innenfläche des Rohres werden zweck-Gleichrichter (26) verbunden ist. mäßig in bekannter Weise Zentrifugalkräfte verwendet,
schlossenen Verstärkern und Registriereinrichtun- Es ist eine Vorrichtung zur Messung des Staubgen und mit einem ein Gebläse enthaltenden Ab- 35 gehaltes im Gas und Dampfstrom bekannt, bei der die saugkanal, in den die beiden Gaskanäle münden, Staubpartikeln des Stroms des Staubgasgemisches über dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beiden ein Rohrstück bei Berührung mit der Innenwand des Gaskanäle an sich bekannte Einrichtungen zur Rohrstückes durch die Kontaktwirkung elektrisch aufBeschleunigung des Gasstroms enthält und daß die geladen werden. Somit bildet das Rohrstück als AufEinrichtung (4) zur Feststellung der alternierend 40 laderohr einen Meßabschnitt. Zur Gewährleistung des geladenen grobdispersen Staubteilchen über den zur Aufladung notwendigen Kontaktes aller Staub-Verstärker (25) mit einem phasenempfindlichen teilchen mit der Innenfläche des Rohres werden zweck-Gleichrichter (26) verbunden ist. mäßig in bekannter Weise Zentrifugalkräfte verwendet,
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge- die die Teilchen radial beschleunigen und an die Wände
kennzeichnet, daß der phasenempfindliche Gleich- 45 des Rohrstückes drücken. Zur Erzeugung dieser Zenrichter
(26) zur Zuführung eines Bezugssignals über trifugalkräfte ist nach der deutschen Patentschrift
einen Phasenregler (27) mit der Primärseite des 1121 849 die Achse des Aufladerohres in einer Ebene
Transformators (19) verbunden ist. gebogen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge- Ein Mangel der bekannten Verfahren besteht in der
kennzeichnet, daß der phasenempfindliche Gleich- 50 Änderung des Meßsignals mit einer Änderung der
richter zur Zuführung eines Bezugssignals über Durchschnittsgröße der Staubteilchen bei konstanter
einen Verstärker (30) mit der Feststelleinrichtung Konzentration des Staubes in dem zu überwachenden
(17) für feindisperse Teilchen verbunden ist. Gas. Es erfolgt also eine Signaländerung auch bei
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691959917 DE1959917C3 (de) | 1969-11-28 | 1969-11-28 | Verfahren zur kontinuierlichen Messung des Staubgehaltes von Gasen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
| GB6105269A GB1269818A (en) | 1969-11-28 | 1969-12-15 | Apparatus for measuring the dust content in gas media |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691959917 DE1959917C3 (de) | 1969-11-28 | 1969-11-28 | Verfahren zur kontinuierlichen Messung des Staubgehaltes von Gasen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
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Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1959917A1 DE1959917A1 (de) | 1971-06-09 |
| DE1959917B2 DE1959917B2 (de) | 1973-12-13 |
| DE1959917C3 true DE1959917C3 (de) | 1975-01-02 |
Family
ID=25758174
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691959917 Expired DE1959917C3 (de) | 1969-11-28 | 1969-11-28 | Verfahren zur kontinuierlichen Messung des Staubgehaltes von Gasen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| GB (1) | GB1269818A (de) |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| US4531402A (en) * | 1983-05-02 | 1985-07-30 | Battelle Development Corp. | Apparatus and method for measuring the concentration of large particles in a gas |
| US4531486A (en) * | 1983-05-02 | 1985-07-30 | Battelle Development Corporation | Apparatus and method for measuring the concentration of particles in a gas |
| DE102018218918A1 (de) * | 2018-11-06 | 2020-05-07 | Robert Bosch Gmbh | Partikelsensor und Betriebsverfahren hierfür |
-
1969
- 1969-11-28 DE DE19691959917 patent/DE1959917C3/de not_active Expired
- 1969-12-15 GB GB6105269A patent/GB1269818A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1269818A (en) | 1972-04-06 |
| DE1959917A1 (de) | 1971-06-09 |
| DE1959917B2 (de) | 1973-12-13 |
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |