DE1959C - Mehlsichtecylinder mit intermittirender Beschüttung - Google Patents
Mehlsichtecylinder mit intermittirender BeschüttungInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B07—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
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Description
1877.
MORITZ MARTIN in BITTERFELD. Mehlsichtecylinder mit intermittirender Beschüttung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. November 1877 ab.
Längste Dauer: 12. Juli 1889.
Bei der Construction des vorliegenden Mehlsichtecylinders
hat der Erfinder das Princip einer intermittirenden, selbstthätigen Beschüttung und
Entleerung zu Grunde gelegt. In Verfolg desselben sind für die Thätigkeit der Maschine der
Folge nach vier verschiedenartige Arbeitsprocesse zu unterscheiden: 1. die selbstthätige Füllung
des Cylinders, 2. der eigentliche Sichteprocefs, 3. die gleichmäfsige Zertheilung und Wendung
des Inhalts während der Absichtung und 4. die selbstthätige Entleerung, die durch wechselseitige
Wirkung folgender maschineller Combinationen erreicht wird.
Auf einem freistehenden Holzgestell ist eine Welle w, die eigentliche Cylinderwelle, welche
mittelst Riemenvorgelege in continuirliche Drehung versetzt wird, horizontal gelagert. An derselben
ist ein aus zwei Holzscheiben, welche an der äufseren Peripherie durch sechs Schrauben
miteinander verbunden sind, bestehender peripherisch mit Gaze umspannter Sichtecylinder befestigt.
Um diese Welle w dreht sich in entgegengesetzter Bewegungsrichtung (welche durch
dopp eltes Rädervorgelege und Umschaltungsrad erzeugt wird) ein hohles, gufseisernes, cylindrisches
Rohr b, welches durch beide Scheiben des Cylinders centrisch hindurch bis an die Befestigungsnabe
desselben reicht, und auf einer Seite am Gestell, auf der anderen auf der Welle w
selbst gelagert ist. Das Rohr hat einen Durchmesser von der Weite, dafs ein an der Welle w
befestigter Schneckengang dasselbe durchstreichen kann. An dem einen Ende ist dieses
Rohr mit einem Rumpfe a in Verbindung, während das andere Ende in ein Fallrohr ausmündet.
Der ganze Sichtecylinder wird von einem Mantel m umschlossen, dessen unterer Theil in ein
Fallrohr η endigt. An den im Cylinder befindlichen Theil des genannten Rohres b sind noch
sechs Arme angegossen, von welchen fünf mit eigenthümlich geformten Flügeln versehen sind,
der sechste aber mit einem in dem Rohre selbst ausmündenden Becher c (s. beiliegende Zeichnung).
Um nun die selbstthätig zu regelnde Füllung zu bewirken, ist der Rumpf a, welcher von dem
Mahlgange aus mittelst Schnecke oder Fallrohr nach Belieben mit dem zu sichtenden Schrot
gefüllt wird, in seinem unteren Theile um das erwähnte gufseiserne, cylindrische Rohr abgedichtet.
Dieses Rohr b ist ferner in seiner Mantelfläche von vier Oeffnungen durchbrochen,
wovon die beiden ersten c und d (der beiden anderen wird bei der Beschreibung des Entleerungsprocesses
gedacht werden) für die Beschüttung dienen. Diese Oeffnungen sind so angebracht,
dafs, wenn die eine c bei Drehung dieses Rohres sich oben befindet, die zweite d
unten ist. Während eine Umdrehung des Rohres, welches von der Cylinderwelle w durch
doppeltes Rädervorgelege eine langsame Drehung erhält, wird dasselbe mit der Oeffnung c je einmal
den unteren, offenen, durch einen Schieber aber absperrbaren Theil des Rumpfes (mit welchem
es, wie bereits erwähnt, abgedichtet ist) passiren, wobei ein Theil des in dem Rumpfe
befindlichen Arbeitsgutes in den inneren hohlen Raum dieses Rohres einfallen wird. Hier bewegt
sich die Cylinderwelle w, welche, mit Schneckenflügeln versehen, dadurch während ihrer
Drehung gleichzeitig den Zweck erfüllt, das in diesem Räume einfallende Schrot in dem Rohre
weiter zu führen. Dies wird soweit geschehen, bis ersteres die in diesem Momente unten befindliche
Oeffnung d erreicht hat. Hier angekommen, wird dasselbe wieder aus dem Rohre
herausgetrieben und fällt nun in den eigentlichen mit Gaze überzogenen Sichtecylinder, in welchem
der Sichteprocefs stattfindet. Hat das Loch c durch Weiterdrehung des Rohres die untere
Oeffnung des Rumpfes verlassen, so hört das Einfallen des Schrotes, in das innere Rohr und
den Cylinder auf und der Cylinder hat nun Zeit, bis kurz vor dem Wiederkehren der Oeffnung,
dasselbe abzusichten. Da die Gröfse der Füllung abhängig ist von der Gröfse der Oeffnung im
unteren Theile des Rumpfes, sowie der des Zuführungsrohres, so ist, um diese regeln zu können,
wie bereits erwähnt bei c, dem unteren Theile des Rumpfes, ein Schieber angebracht,
durch welchen je nach Absichtfähigkeit des Schrotes das Quantum geregelt werden kann.
Der Rührer / hat den Zweck, das im Rumpfe lagernde Schrot fortwährend zu lockern, um so
ein gleichmäfsiges Beschütten des Cylinders zu
Claims (3)
1. Die innerhalb des Cylinders rotirenden und zum Auflockern des Schrotes dienenden,
durchbohrten Flügel t.
2. Der Becher oder Schöpfer e, welcher inner-. halb des Cylinders rotirt, um das abgesichtete
Schrot zu entfernen.
3. Die Vereinigung des rotirenden Rohres b, und der Schnecke auf der Welle w mit dem
Cylinder zu dem angegebenen Zwecke.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1959C true DE1959C (de) |
Family
ID=281397
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1959D Active DE1959C (de) | Mehlsichtecylinder mit intermittirender Beschüttung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1959C (de) |
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