DE19600306C1 - Halbleiter-Bauelement, insb. mit einer optoelektronischen Schaltung bzw. Anordnung - Google Patents
Halbleiter-Bauelement, insb. mit einer optoelektronischen Schaltung bzw. AnordnungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Halbleiter-Bauelement nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein derartiges Halbleiter-Bauelement ist aus der JP 61-46053 A -
in: Patents Abstracts of Japan, Sect. E, Vol. 10 (1986), Nr.
205 (E-420) bekannt geworden.
Aus der DE 37 32 075 A1 ist ein hermetisch dichtes Glas-
Metallgehäuse für Halbleiter-Bauelemente und ein Verfahren zu
dessen Herstellung bekannt geworden, wobei das Gehäuse insbe
sondere bei Opto-Detektoren und Sendern Anwendung findet.
Integrierte Halbleiterschaltungen werden heute mit unter
schiedlichen Gehäuseformen gefertigt, beispielsweise Kunst
stoff-Steckgehäusen mit beidseitigen Reihen von Elektrodenan
schlußreihen, sogenannte Dual-Inline-Gehäuse, oder oberflä
chenmontierbare Kunststoffgehäusen in sogenannter SMD-Techno
logie ("Surface Mounted Design-Technology") . Insbesondere bei
optoelektronischen Bauelementen, wie beispielsweise lichte
mittierenden Infrarotdioden und dergleichen ist es bekannt,
den die optoelektronische Schaltung tragenden Halbleiterchip
in ein hermetisch dichtes TO-Metall-Bauteilgehäuse einzubau
en. Hierbei werden als Chipträger aus Metall gefertigte Bo
denplatten verwendet, die mit einer Metallkappe mit eingegla
stem Filter montiert werden. Darüber hinaus sind in Massen
stückzahlen gefertigte Kunststoff-Leuchtdioden mit geringeren
Anforderungen an die optischen Qualitäten bekannt, bei denen
das Gehäuse bestehend aus Bodenplatte und Kappe in einem Ver
fahrensgang gegossen und somit einteilig hergestellt wird.
Der Einsatz von Leuchtdioden als punktförmige Lichtquellen,
insbesondere für die Hinterleuchtung von Symbolen oder Anzei
gen erfordert immer kleinere Gehäuse. Den derzeit üblichen
Gehäusen aus umspritzten Leiterbänden oder aus Kunststoff ge
gossenen Gehäusen sind hinsichtlich der Miniaturisierung be
reits aus Gründen der mechanischen und thermischen Stabili
tätsanforderungen Grenzen gesetzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Halbleiter-
Bauelement mit einem den Halbleiterchip abstützenden bzw.
schützenden Bauelementgehäuse zur Verfügung zu stellen, des
sen äußere Abmessungen gegenüber den bisher bekannten Gehäu
sebauformen deutlich verringert sind, welches auch in hohen
Stückzahlen kostengünstig herstellbar ist, und welches die
vorbestimmten Anforderungen an die elektronischen und mecha
nischen Eigenschaften erfüllt, dabei eine einfache Vorrats
haltung und Handhabbarkeit des Halbleiter-Bauelementes ge
währleistet.
Diese Aufgabe wird durch ein Halbleiter-Bauelement gemäß An
spruch 1 gelöst.
Erfindungsgemäß ist mit anderen Worten vorgesehen, daß das Trägerteil, an wel
chem der Halbleiterchip befestigt ist, das Gehäuseoberteil
des Bauelementgehäuses darstellt, und die wenigstens zwei mit
Anschlußkontakten versehenen Elektrodenanschlußteile gleich
zeitig wenigstens bereichsweise als Gehäuseseitenteile des
Bauelementgehäuses ausgebildet sind. Dadurch, daß die Elek
trodenanschlußteile des Halbleiter-Bauelementes, welche für
den elektrischen Kontakt des Bauelementes mit einer Platine
oder dergleichen vorgesehen sind, gleichzeitig als Bestand
teile des Bauelementgehäuses ausgebildet werden, gelingt eine
gegenüber den heute bekannten Gehäusebauformen wesentliche
Verkleinerung des Bauelementgehäuses eines Halbleiter-Bauele
mentes. Dabei wird das erfindungsgemäße Bauelementge
häuse vermittels aus der Mikromechanik bekannten Methoden
oder der aus der Fertigung des Halbleiterchips bekannten Ver
fahren hergestellt, so daß das Bauelementgehäuse äußere Ab
messungen besitzt, welche in derselben Größenordnung liegen
wie die Abmessungen des Halbleiterchips selbst. Diese
Lösung ermöglicht eine Miniaturisierung eines
Bauelementgehäuses, und gewährleistet gleichzeitig die für
den Betrieb und die Handhabung des Halbleiter-Bauelements er
forderlichen mechanischen und thermischen Stabilitätseigen
schaften.
Dem Prinzip der Erfindung folgend ist vorgesehen, daß
die wenigstens zwei Gehäuseseitenteile des Bauelement-Gehäu
ses als mikromechanische Stützpfosten mit einer die Bauhöhe
des Halbleiterchips zumindest geringfügig überragenden Höhe
ausgebildet sind, und an Randbereichen der dem Halbleiterchip
zugewandten Oberfläche des Trägerteiles befestigt sind. Die
Anzahl und Anordnung der als mikromechanische Stützpfosten
ausgebildeten Gehäuseseitenteile des Bauelementgehäuses rich
tet sich nach der Art und dem Verwendungszweck der auf dem
Halbleiterchip ausgebildeten elektronischen Schaltung und da
mit der Anzahl der erforderlichen Anschlußkontakte. Obzwar
eine vorzugsweise Anwendung der Erfindung die Fertigung eines
optoelektronischen Halbleiter-Bauelementes, insbesondere ei
ner Leuchtdiode mit lediglich zwei Anschlußkontakten beinhal
tet, können insbesondere bei komplizierteren Schaltkreisen
mit einer Vielzahl von notwendigen Anschlußkontakten, mit de
nen die elektrische Verbindung zur Außenwelt hergestellt wer
den muß, eine entsprechende Anzahl von elektrisch voneinander
isolierter Stützpfosten für die Ausbildung der Gehäuseseiten
teile des Bauelementes vorgesehen sein.
Bei einer bevorzugten Ausbildung eines erfindungsgemäßen Bau
elementes kann vorgesehen sein, daß die wenigstens zwei Ge
häuseseitenteile aus einem elektrisch leitenden Material her
gestellt sind, und an ihrem freien, dem Trägerteil des Bau
elementgehäuses abgewandten Ende mit Anschlußkontakten verse
hen sind. Zur Vermeidung eines elektrischen Kurzschlusses
zwischen den elektrisch leitenden Gehäuseseitenteilen sind
diese entweder mit einem gewissen Abstand voneinander ange
ordnet, so daß die zwischenliegende Luftschicht als Isolation
wirkt, oder es ist eine zwischen den Gehäuseseitenteilen an
geordnete, vorzugsweise dünne, elektrisch isolierende
Schicht, beispielsweise aus einem Kunststoffmaterial, vorge
sehen. Die an dem freien Ende der Gehäuseseitenteile ange
brachten Anschlußkontakte aus elektrisch leitendem Material
können hierbei in der Form von Lötpolstern vorliegen, die
vorzugsweise galvanisch oder durch Eintauchen des freien En
des der Gehäuseseitenteile in ein Lötbad aufgebracht sind.
Vermittels der Lötpolster kann das Halbleiter-Bauelement di
rekt mit entsprechend geformten Lötstellen auf einer Platine
verlötet werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein,
daß die wenigstens zwei Gehäuseseitenteile vermittels einer
aus elektrisch leitendem Material hergestellten Anschlußver
bindung elektrisch mit dem auf dem Trägerteil des Bauelement
gehäuses befestigten Halbleiterchip verbunden sind.
Dabei kann die aus elektrisch leitendem Material herge
stellte Anschlußverbindung eine auf der dem Halbleiterchip
zugewandten Oberfläche des Trägerteiles ausgebildete metalli
sche Leiterbahnschicht besitzen, etwa mit einer geringen Stärke von etwa bis
zu 1 µm, welche vorzugsweise durch die aus der Fertigung von
Halbleiterschaltungen bekannten photolithographischen Verfah
ren hergestellt ist. Hierzu wird auf der dem Halbleiterchip
zugewandten Oberfläche des Trägerteils ganz flächig eine Ab
deck- oder Maskierschicht abgeschieden, strukturiert, und
ganzflächig eine Metallschicht abgeschieden. Nach Entfernen
der Abdeck- oder Maskierungsschicht mit der kantenkonform
darauf abgeschiedenen Metallisierung verbleiben die auf der
Oberfläche des Trägerteiles verbleibenden Leiterbahnen mit
der gewünschten Struktur. Diese ist insbesondere streifenför
mig so angeordnet bzw. ausgebildet, daß eine elektrische Ver
bindung mit den entsprechend auf der Oberfläche des Halblei
terchips zugeordneten Kontaktanschlußstellen (Pads) auf ein
fache Weise möglich ist. Darüber hinaus kann vorgesehen sein,
daß insbesondere auf der dem Trägerteil abgewandten Oberflä
che des Halbleiterchips weitere Kontaktstellen (Bondpads)
ausgebildet sind, welche vermittels Bonddrähten mit Kontakt
stellen der Anschlußverbindung elektrisch verbunden werden.
Insbesondere bei optoelektronischen Halbleiterbauelementen
kann es von Vorteil sein, sowohl die Leiterbahnen der auf der
dem Halbleiterchip zugewandten Oberfläche des Trägerteiles
angeordneten Anschlußverbindung, als auch die auf der Ober
fläche des Halbleiterchips entsprechend zugeordneten Kon
taktanschlußstellen als dünne, vorzugsweise parallel verlau
fende Streifen auszubilden, wobei die Streifen der Anschluß
verbindung und die Streifen der Kontaktanschlußstellen des
Halbleiterchips quer zueinander verlaufend ausgeführt sein
können. Auf diese Weise kann eine sichere elektrische und me
chanische Kontaktierung der Anschlußverbindung und des Halb
leiterchips unter Berücksichtigung der Justagetoleranzen be
werkstelligt werden, und gleichzeitig ein Verlust von in den
Halbleiterchip eintretenden oder austretenden Licht aufgrund
von Absorption in den elektrisch leitenden Schichten verrin
gert werden.
Von Vorteil kann vorgesehen sein, daß die wenigstens zwei Ge
häuseseitenteile des Bauelementgehäuses aus einem Material
hergestellt sind, welches einen wenigstens annähernd gleichen
Ausdehnungskoeffizienten wie das Material des Trägerteiles
besitzt. Auf diese Weise können Probleme hinsichtlich der me
chanischen Stabilität des Bauelementes bei der Kontaktierung
auf eine Platine oder dergleichen oder beim Betrieb des Bau
elementes, welcher in der Regel mit einer Wärmeerzeugung ver
bunden ist, vermieden werden.
Günstigerweise besteht das Trägerteil aus einem Material, wel
ches ein Hartlöten mit den Elektrodenanschlußteilen ermög
licht. Als besonders vorteilhaft kann als Material für das
Trägerteil Glas verwendet werden; darüber hinaus ist jedoch
auch ein Kunststoffmaterial, insbesondere ein hochtemperatur
stabiles Kunststoffmaterial für das Trägerteil möglich. Für
das Material der Elektrodenanschlußteile wird insbesondere
ein Halbleitermaterial, namentlich Silizium bevorzugt, wel
ches durch Dotierung elektrisch leitende Eigenschaften besit
zen kann. Im Prinzip geeignet als Material für die Elektro
denanschlußteile ist aber auch ein anderes elektrisch leitfä
higes Material, welches insbesondere den gleichen oder wenig
stens annähernd gleichen Ausdehnungskoeffizienten wie das Ma
terial des Trägerteiles besitzt.
Der Verwendung von Glas oder einem optisch transparenten oder
wenigstens durchscheinenden Kunststoffmaterial für das Trä
gerteil wird insbesondere dann der Vorzug gegeben, wenn der
auf seiner dem Trägerteil des Bauelementgehäuses zugewandten
Oberfläche befestigte Halbleiterchip eine optoelektronische
Schaltung umfaßt. In diesem Fall kann vorteilhafterweise das
Trägerteil auf seiner dem Halbleiterchip abgewandten Oberflä
che mit einer optischen Abbildungseinrichtung versehen sein,
beispielsweise einer Bulk-, Fresnel-, oder diffraktiven Lin
se. Zur Ausbildung der Abbildungseinrichtung auf der Träger
oberseite kann eine Kunststoffschicht mit einer Stärke von
einigen µm aufgebracht sein, in welche vermittels eines Prä
gestempels die geeigneten optischen Strukturen zur Abbildung
eines Lichtstrahls eingeprägt sein können. Daneben kann die
Abbildungseinrichtung auch vermittels einer Form- oder Guß
technik auf die Oberseite des Trägerteils aufgebracht sein.
Vorzugsweise besteht das Trägerteil des Bauelementgehäuses
aus einem elektrisch isolierendem Material. Bei besonderen
Anwendungen kann das Material des Trägerteiles auch elek
trisch leitend sein; in diesem Fall muß zur Vermeidung eines
elektrischen Kurzschlusses vor dem Auftrag der Anschlußver
bindung auf der dem Halbleiterchip zugewandten Oberfläche des
Trägerteils eine dünne Isolationsschicht aufgebracht sein.
Beispielsweise bei der Anwendung eines optoelektronischen
Halbleiterchips mit einer IRED-Schaltung mit einer Wellenlän
ge des Lichtstrahles von typischerweise λ < 1100 nm kann das
Trägerteil aus einem Halbleitermaterial, insbesondere Silizi
um bestehen, in welches gegebenenfalls geeignete Linsen
(refraktiv oder diffraktiv) geätzt sind. Die elektrische
Trennung von Anode und Kathode der IRED-Schaltung kann hier
bei vorzugsweise durch Auftragen einer Oxidisolation auf dem
Siliziummaterial des Trägerteils erfolgen. Solche Bauelemente
können insbesondere als Sendebauelemente in optoelektroni
schen Nachrichtenübertragungssystemen eingesetzt werden.
Das erfindungsgemäße Halbleiter-Bauelement kann dabei
durch folgende Verfahrensschritte hergestellt werden:
- - Herstellen einer Trägerplatte aus elektrisch isolierendem Material,
- - Ausbilden einer strukturierten Leiterbahnschicht mit Lei terbahnen auf der dem Halbleiterchip zugewandten Oberfläche der Trägerplatte,
- - separat von der Herstellung der Trägerplatte, Herstellung einer Elektrodenanschlußplatte,
- - Fertigen von Vertiefungen im Bereich der den Leiterbahnen zugeordneten Oberfläche der Elektrodenanschlußplatte,
- - Verbinden der mit der Leiterbahnschicht versehenen Oberflä che der Trägerplatte mit der mit den Vertiefungen versehenen Oberfläche der Elektrodenanschlußplatte.
Dabei erfolgt die elektrische und mechanische Verbin
dung von Trägerplatte und Elektrodenanschlußplatte durch ei
nen Lötschritt. Hierbei wird die Trägerplatte und die Elek
trodenanschlußplatte so zueinander justiert ausgerichtet, daß
die auf der dem Halbleiterchip zugewandten Oberfläche der
Trägerplatte ausgebildeten Leiterbahnen an der richtigen
Stelle bezüglich der Vertiefungen der Elektrodenanschlußplat
te zu liegen kommen. Daran anschließend werden die beiden
Platten unter Druck auf eine bestimmte Temperatur von bei
spielsweise 400° Celsius erhitzt und miteinander verlötet.
Nach der Fertigstellung der Verbindung der Platten können die
den Vertiefungen entsprechenden Abschnitte der Elektrodenan
schlußplatte entfernt werden, insbesondere durch einen Säge
vorgang, und daran anschließend kann die Trägerplatte zur
Fertigung der einzelnen Halbleiter-Bauelemente zerteilt wer
den, vorzugsweise wiederum durch einen Sägevorgang.
Noch vor der Unterteilung der Trägerplatte können auf die
elektrisch leitenden Elektrodenanschlußteile die Anschlußkon
takte aufgebracht werden, insbesondere Lötpolster, die galva
nisch oder durch Eintauchen in ein Lötbad gefertigt werden.
Weiterhin können nach diesem Schritt, aber noch vor dem Un
terteilen der Trägerplatte die einzelnen Halbleiter-Bauele
mente auf eine Kunststoffolie geklebt werden, um die Vorrats
haltung bzw. Handhabung der einzelnen Halbleiter-Bauelemente
zu vereinfachen. Hierbei können die Halbleiter-Bauelemente
bei Bedarf einzeln von der Kunststoffolie entnommen und di
rekt auf eine Platine oder dergleichen abgelegt und verlötet
werden (sogenanntes Pick- und Place-Verfahren).
Weitere Vorteile, Merkmale und Zweckmäßigkeiten der Erfindung
ergeben sich aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispieles
anhand der Zeichnung. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Schnittansicht eines Halbleiter-
Bauelementes gemäß einem Ausführungsbeispiel der Er
findung mit einem optoelektronischen Halbleiterchip;
Fig. 2 eine schematische Schnittansicht zur Erläuterung eines
Verfahrens zur Herstellung einer
Vielzahl von Halbleiter-Bauelementen gemäß dem Ausfüh
rungsbeispiel;
Fig. 3A und 3B eine schematische Unteransicht und Draufsicht
in Blickrichtung IIIA-IIIA und IIIB-IIIB gemäß Fig.
1; und
Fig. 4 eine schematische Draufsicht in Blickrichtung IV-IV
gemäß Fig. 2.
Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel der Erfindung
umfaßt ein Halbleiter-Bauelement 1 in Form einer Leuchtdiode
mit einem Halbleiterchip 2, der einen auf einem Silizium
substrat 3 ausgebildeten pn-Übergang 4, sowie eine der Licht
austrittsseite der Leuchtdiode zugeordnete p-dotierte An
odenschicht 5 und einer der Rückseite der Leuchtdiode zuge
ordnete, n-dotierte Kathodenschicht 6 besitzt, an die sich
eine rückseitige Kontaktierungsschicht 7 anschließt. Es ist
ein aus Glas hergestelltes Trägerteil 8 vorgesehen, auf des
sen Unterseite 9 eine aus elektrisch leitendem Material her
gestellte Anschlußverbindung 10 mit einer Struktur ausgebil
det ist, welche dünne, parallel zueinander verlaufende Lei
terbahnen 11 besitzt. Die Anschlußverbindung 10 stellt eine
dünne Schicht aus einem Metall dar, welches eine gute Haftung
mit der Glasplatte 8 gewährleistet, vorzugsweise aus Titan
bzw. Chrom-Platin-Gold oder Titan-Palladium-Gold. Auf der An
odenschicht 5 des Halbleiterchips 2 sind dünne, parallel zu
einander und quer zur Richtung der Leiterbahnen 11 verlaufen
de Kontaktanschlußelemente 12 ausgebildet. Der Halbleiterchip
2 ist an der Unterseite 9 des Trägerteils 8 mechanisch fest
mit diesem verbunden, und zwar dergestalt, daß die Leiterbah
nen 11 zu den quer hierzu verlaufenden Kontaktanschlußelemen
ten 12 sicheren elektrischen Kontakt besitzen. Auf der Ober
seite 20 des Trägerteiles 8 ist eine für die Strahlung trans
parente Kunststoffschicht 13 aufgebracht, in welche vermit
tels eines Prägestempels geeignete Strukturen zur Ausbildung
einer Fresnellinse 14 oder einer anderen geeigneten Linsen
einrichtung zur gewünschten Abbildung des von der Leuchtdiode
ausgehenden Lichtstrahls eingeprägt sind. Das Bauelementge
häuse 15 des Halbleiter-Rauelementes 1 umfaßt des weiteren
zwei mit Anschlußkontakten 16 versehene Elektrodenanschluß
teile 17, welche die beiden Gehäuseseitenteile des Bauele
mentgehäuses 15 darstellen. Das Trägerteil 8 bildet das das
Bauelementgehäuse 15 nach oben abschließende Gehäuseoberteil,
welches zusammen mit den beiden Gehäuseseitenteilen den Halb
leiterchip 2 schützend umgibt. Zum Schutz des Halbleiterchips
2 ist dieser mit einem transparenten Kunststoffmaterial 18
überdeckt, der auch den Bereich zwischen der Lichtaustritts
seite der Leuchtdiode und der Anschlußverbindung 10 ausfüllt.
Der verbleibende Hohlraum des Bauelementes 1 zwischen den Ge
häuseseitenteilen ist mit einem elektrisch nichtleitenden,
nicht notwendigerweise transparenten Material 19, inbesondere
Kunststoffmaterial aufgefüllt.
Die elektrisch leitende Anschlußverbindung 10 ist in Form ei
ner auf die Unterseite 9 des Trägerteiles 8 aufgebrachten me
tallischen Schicht mit einer Stärke von wenigen µm ausgebil
det, die vermittels einer Phototechnik mit Strukturen verse
hen ist; diese besitzt, wie insbesondere aus den Fig. 3A
und 3B ersichtlich ist, neben einer Vielzahl von Leiterbahnen
11, welche parallel zueinander verlaufen, einen hiermit elek
trisch angeschlossenen Anschlußbereich 21, sowie einen An
schlußbereich 22, der über einen Bonddraht 23 elektrisch mit
der auf der Rückseite des Halbleiterchips 2 aufgebrachten
Kontaktierungsschicht 7 verbunden ist. Die Anschlußverbindung
10 wird vorzugsweise über eine auf das Trägerteil 8 bedampfte
Titan bzw. Chrom-Platin-Gold- oder Titan-Palladium-Gold-
Schicht hergestellt. Die Anschlußbereiche 21 und 22 besitzen
eine den Stirnseiten 24 der Elektrodenanschlußteile 17 ent
sprechende Formgebung und Ausdehnung. Die Stirnseiten 24 der
Elektrodenanschlußteile 17 sind mit einer dünnen Metall
schicht 25, insbesondere aus Gold-Silizium überzogen, um
durch Hartlöten eine mechanisch stabile und dauerhafte Ver
bindung der Elektrodenanschlußteile 17 auf der Unterseite 9
an den Randbereichen des Trägerteiles 8 zu gewährleisten. Die
Elektrodenanschlußteile 17 bestehen aus einem elektrisch
leitfähigen Material, welches den gleichen Ausdehnungskoeffi
zienten wie das Material des Trägerteiles 8 besitzt. Im dar
gestellten Falle von Glas für das Trägerteil 8 bestehen die
Elektrodenanschlußteile 17 aus einem Halbleitermaterial wie
beispielsweise Silizium, welches zur Erhöhung der elektri
schen Leitfähigkeit dotiert ist, beispielsweise n⁺-dotiert.
Die freien Enden 26 der Elektrodenanschlußteile 17 sind zur
Erhöhung der Haftung mit den Anschlußkontakten 16 mit einer
metallischen Zwischenschicht 27 überzogen, im dargestellten
Falle beispielsweise aus Titan-Platin-Zinn-Palladium. Auf der
Zwischenschicht 27 sind die Anschlußkontakte 16 in Form von
Lötpolstern 28 aufgebracht, vermittels derer die elektrische
Verbindung des Halbleiter-Bauelementes 1 mit Lötstellen, die
auf einer Platine oder dergleichen angebracht sind, ermög
licht wird. Die Elektrodenanschlußteile 17 bilden die beiden
Gehäuseseitenteile des Bauelementgehäuses 15 in der Form von
mikromechanischen Stützpfosten mit einer die Bauhöhe des
Halbleiterchips 2 wenigstens geringfügig überragenden Höhe.
Die äußeren Gesamtabmessungen des erfindungsgemäßen Halblei
ter-Bauelementes 1 liegen somit in derselben Größenordnung
wie die Abmessungen des Halbleiterchips 2 selbst, also bei
spielsweise in der Größenordnung von 500 µm · 500 µm · 100 µm.
Unter Bezugnahme auf Fig. 2 und Fig. 4 wird
ein Verfahren zur Herstellung einer Vielzahl von Halblei
ter-Bauelementen der in Fig. 1 gezeigten Struktur näher er
läutert. Zunächst wird eine vorzugsweise aus Glas bestehende
Trägerplatte 29, aus der später die Trägerteile 8 der einzel
nen Halbleiter-Bauelemente 1 gebildet werden, mit einer elek
trisch leitenden Schicht geringer Stärke versehen, aus der
die Anschlußverbindung 10 für die einzelnen Halbleiter-
Bauelemente 1 hergestellt wird. Hierzu wird die dem Halblei
terchip 2 zugewandte Oberfläche 9 der Trägerplatte 29 voll
flächig mit einer dünnen Metallschicht 10a aus Titan-Platin-
Gold oder Titan-Palladium-Gold bedampft, welche Metallschicht
mit photolithographischen Methoden in der aus den Fig. 3A
und 3B ersichtlichen Anordnung strukturiert wird. Auf diese
Weise werden die Anschlußverbindungen 10 mit Leiterbahnen 11,
Anschlußbereichen 21 und 22 hergestellt.
Separat und unabhängig von der Herstellung der Trägerplatte
29 wird in einem eigenen Verfahrensschritt die Elektrodenan
schlußplatte 30 gefertigt, aus der die Elektrodenanschlußtei
le 17 für die einzelnen Halbleiter-Bauelemente 1 gebildet
werden. Die Elektrodenanschlußplatte 30 stellt vorzugsweise
einen dünnen Silizium-Wafer mit denselben äußeren Abmessungen
wie die Glasplatte 29 dar. Auf der dem Halbleiterchip 2 zuge
wandten Oberfläche 20 der Elektrodenanschlußplatte 30 wird
zunächst eine dünne leitende Schicht voll flächig aufgetragen,
beispielsweise aus Gold-Zinn. Auf diese dünne Metallschicht
wird voll flächig eine Photolackschicht aufgetragen, welche
unter Verwendung einer geeigneten Maske derart strukturiert
wird, daß sich die in Fig. 4 dargestellte Anordnung ergibt.
Der strukturierte Photolack 31 wird in einem nachfolgenden
Ätzschritt als Ätzmaske zur Entfernung von nicht durch die
Photolackschicht abgedeckten Bereichen der Gold-Zinn-Schicht
und zur Ausbildung von Vertiefungen 32 in die Oberfläche der
Elektrodenanschlußplatte 30 verwendet. Die Tiefe der Vertie
fungen 32 ist wenigstens geringfügig größer als die Höhe der
Leiterbahnen 11 und beträgt beispielsweise 10 bis 50 µm. Zur
Fertigstellung der Elektrodenanschlußplatte 30 wird diese auf
ihrer Rückseite 33 über einen weiteren Photolithographie
schritt mit der metallischen Zwischenschicht 27 zur Erhöhung
der Haftung mit den später aufgebrachten Anschlußkontakten 16
versehen.
Nach Fertigstellung der Elektrodenanschlußplatte 30 wird die
se mit der Trägerplatte 29 fixiert, vorzugsweise durch Hart
löten. Hierzu werden die beiden Platten 29 und 30 so zueinan
der justiert ausgerichtet, daß die Anschlußbereiche 21 und 22
über die entsprechend gestaltete Metallschicht 25 der Elek
trodenanschlußplatte 30 und damit die Leiterbahnen 11 inner
halb des Raumes der Vertiefung zu liegen kommen. Anschließend
werden beide Platten unter Druck auf etwa 400° Celsius er
wärmt und miteinander verlötet. Nach diesem Schritt ergibt
sich die in Fig. 2 im Schnitt schematisch dargestellte An
ordnung. Daran anschließend werden die Abschnitte 35 zwischen
den Anschlußkontakten 16 der Elektrodenanschlußplatte 17 an
der gestrichelten Linie 36 entlang herausgesägt, so daß die
Elektrodenanschlußteile 17 stehen bleiben.
Danach können die einzelnen Halbleiterchips 2 mit ihrer
Lichtaustrittsseite auf das Trägerteil 8 gelötet werden.
Hierzu werden die Halbleiterchips 2 erwärmt, vorzugsweise
vermittels eines Hochleistungslasers. Daran anschließend wer
den Bonddrähte 23 zur elektrischen Verbindung der rückseiti
gen Kontaktierungsschicht 7 mit dem Anschlußbereich 22 gezo
gen, und es wird der Halbleiterchip 2 mit einem transparenten
Kunststoffmaterial 18 vergossen, welches wegen der besseren
Lichtauskopplung auch den Zwischenraum zwischen der Licht
austrittsseite des Halbleiterchips 2 und dem Trägerteil 8
ausfüllt. Oberhalb des transparenten Kunststoffmaterials 18
kann des weiteren ein Kunststoffmaterial 19 mit einem gerin
gem Ausdehnungskoeffizienten eingefüllt werden, wobei die
Menge des einzufüllenden Materials 19 genau auf die äußeren
Dimensionen des Halbleiterchips 2 abzustimmen ist.
Abschließend werden auf den Elektrodenanschlußteilen 17 Löt
polster 16 galvanisch oder durch Eintauchen in ein Lötbad
aufgebracht, die Trägerplatte 29 auf eine (nicht näher darge
stellte) Kunststoffolie geklebt und anschließend in die ein
zelnen Halbleiter-Bauelemente zersägt.
Bezugszeichenliste
1 Halbleiter-Bauelement
2 Halbleiterchip
3 Siliziumsubstrat
4 pn-Übergang
5 p-dotierte Anodenschicht
6 n-dotierte Kathodenschicht
7 rückseitige Kontaktierungsschicht
8 Tragerteil
9 Unterseite
10 Anschlußverbindung
11 Leiterbahnen
12 Kontaktanschlußelemente (Pad) auf Chip
13 Kunststoffschicht
14 Fresnellinse
15 Bauelementgehäuse
16 Anschlußkontakte
17 Elektrodenanschlußteile
18 transparentes Kunststoffmaterial
19 transparentes Kunststoffmaterial
20 Oberfläche
21 Anschlußbereich
22 Anschlußbereich
23 Bonddraht
24 Stirnseiten
25 dünne Metallschicht
26 freie Enden
27 metallische Zwischenschicht
28 Lötpolster
29 Trägerplatte
30 Elektrodenanschlußplatte
31 strukturierter Photolack
32 Vertiefungen
33 Rückseite
35 Abschnitte
36 gestrichelte Linie
2 Halbleiterchip
3 Siliziumsubstrat
4 pn-Übergang
5 p-dotierte Anodenschicht
6 n-dotierte Kathodenschicht
7 rückseitige Kontaktierungsschicht
8 Tragerteil
9 Unterseite
10 Anschlußverbindung
11 Leiterbahnen
12 Kontaktanschlußelemente (Pad) auf Chip
13 Kunststoffschicht
14 Fresnellinse
15 Bauelementgehäuse
16 Anschlußkontakte
17 Elektrodenanschlußteile
18 transparentes Kunststoffmaterial
19 transparentes Kunststoffmaterial
20 Oberfläche
21 Anschlußbereich
22 Anschlußbereich
23 Bonddraht
24 Stirnseiten
25 dünne Metallschicht
26 freie Enden
27 metallische Zwischenschicht
28 Lötpolster
29 Trägerplatte
30 Elektrodenanschlußplatte
31 strukturierter Photolack
32 Vertiefungen
33 Rückseite
35 Abschnitte
36 gestrichelte Linie
Claims (9)
1. Halbleiter-Bauelement (1) insb. mit einer optoelektronischen Schaltung bzw. Anordnung, mit wenigstens einem mit einem
Trägerteil (8) eines Bauelementgehäuses (15) befestigten
Halbleiterchip (2), der elektrisch mit wenigstens zwei mit
Anschlußkontakten (16) versehenen Elektrodenanschlußteilen
(17) verbunden ist, wobei die Elektrodenanschlußteile (17)
wenigstens bereichsweise als Gehäuseseitenteile des Bauele
mentgehäuses (15) ausgebildet sind, die den Halbleiterchip
(2) wenigstens bereichsweise umgeben,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Trägerteil (8) gleichzeitig das Gehäuseoberteil des Bau
elementgehäuses (15) darstellt, und die wenigstens zwei Ge
häuseseitenteile des Bauelementgehäuses (15) als mikromecha
nische Stützpfosten mit einer die Bauhöhe des Halbleiterchips
(2) zumindest geringfügig überragenden Höhe ausgebildet sind,
und an Randbereichen der dem Halbleiterchip (2) zugewandten
Oberfläche des Trägerteiles (8) befestigt sind.
2. Halbleiter-Bauelement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die wenigstens zwei Gehäuseseitenteile aus ei
nem elektrisch leitenden Material hergestellt sind, und an
ihrem freien, dem Trägerteil (8) des Bauelementgehäuses (15)
abgewandten Ende mit Anschlußkontakten (16) versehen sind.
3. Halbleiter-Bauelement (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die wenigstens zwei Gehäuseseitenteile
vermittels einer aus elektrisch leitendem Material herge
stellten Anschlußverbindung (10) elektrisch mit dem auf dem
Trägerteil (8) des Bauelementgehäuses (15) befestigten Halb
leiterchip (2) verbunden sind.
4. Halbleiter-Bauelement (1) nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die aus elektrisch leitendem Material herge
stellte Anschlußverbindung (10) eine auf der dem Halbleiter
chip (2) zugewandten Oberfläche des Trägerteiles (8) ausge
bildete Leiterbahnschicht aufweist.
5. Halbleiter-Bauelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die wenigstens zwei Gehäuseseitenteile
des Bauelementgehäuses (15) aus einem Material hergestellt
sind, welches einen wenigstens annähernd gleichen Ausdeh
nungskoeffizienten wie das Material des Trägerteiles (8) be
sitzt.
6. Halbleiter-Bauelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die wenigstens zwei Gehäuseseitenteile
des Bauelementgehäuses (15) aus einem Halbleitermaterial her
gestellt sind.
7. Halbleiter-Bauelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Halbleiterchip (2) auf seiner dem
Trägerteil (8) des Bauelementgehäuses (15) zugewandten Ober
fläche eine optoelektronische Schaltung aufweist, und das
Trägerteil (8) wenigstens im Bereich des befestigten Halblei
terchips (2) aus einem optisch transparenten oder wenigstens
durchscheinenden Material hergestellt ist.
8. Halbleiter-Bauelement (1) nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Trägerteil (8) auf seiner dem Halbleiter
chip (2) abgewandten Oberfläche mit einer optischen Abbil
dungseinrichtung versehen ist.
9. Halbleiter-Bauelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß das Trägerteil (8) des Bauelementgehäuses
(15) eine elektrisch isolierende Glas- oder Kunststoffplatte
darstellt.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19600306A DE19600306C1 (de) | 1996-01-05 | 1996-01-05 | Halbleiter-Bauelement, insb. mit einer optoelektronischen Schaltung bzw. Anordnung |
| EP96120098A EP0783183A3 (de) | 1996-01-05 | 1996-12-13 | Halbleiter-Bauelement und Verfahren zur Herstellung eines Halbleiter-Bauelementes |
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| US08/779,366 US5814870A (en) | 1996-01-05 | 1997-01-06 | Semiconductor component |
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| DE19600306A DE19600306C1 (de) | 1996-01-05 | 1996-01-05 | Halbleiter-Bauelement, insb. mit einer optoelektronischen Schaltung bzw. Anordnung |
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