DE19626868C2 - Verfahren zur Herstellung von Goldkristallen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Goldkristallen

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Description

Kristallzüchtungen werden aus den verschiedensten Phasen und mit den verschiedensten Verfahren durchgeführt.
Goldkristalle kann man elektolytisch züchten, über die Gasphase oder durch Züchtung aus der Schmelze. Bei den ersten zwei Verfahren sind die Kristallstrukturen nicht abwechslungsreich und mit denen - in der Natur vorkommenden - nicht zu vergleichen. Beim dritten Verfahren handelt es sich um einen festen Körper und einzelne freie Kristalle gibt es nicht.
Aufgabe der Erfindung ist es verschiedene Goldkristalle zu züchten, die sich einzeln darstellen, den Kristallen in der Natur gleichen und zusätzlich, das Gesamtspektrum der vorkommenden Goldkristalle ergänzen und erweitern. Zum einen wird es dadurch möglich, in der Geologie, Mineralogie und in der Kristallographie Rückschlüsse auf die Natur der Goldkristalle zu ziehen, und zum anderen kann man in der Schmuckindustrie verschiedene Schmuckgegenstände mit dünnem Kristallansatz versehen um dadurch Mattierungseffekte bzw. Reliefe zu erzielen.
Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren gemäß Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Verfahrensmerkmale enthalten die Unteransprüche.
Die Goldkristalle werden nun dadurch erzeugt, daß das Gold mit Hilfe des Quecksilbers aufgelöst wird (DE-PS 465 418, DE-PS 595 748) und es sich dadurch in der flüssigen Phase befindet. Von diesem Punkt ausgehend, ist für das breite Spektrum der Goldkristalle jede Variante offen. In dieser Phase ist es nun möglich Gold-, Platin-, u. a. Schmuck in die Lösung zu tauchen. Die nachfolgende Temperung und Abkühlung läßt nun auf der Oberfläche der Schmuckstücke Kristallstrukturen entstehen.
Das anschließende chemische Entfernen des Quecksilbers, vorzugsweise mit Salpetersäure (DE-PS 100 478) bewirkt ebenfalls Kristallisationseffekte. Natürlich ist es auch möglich, nach dem definierten Abkühlen und Erreichen des angestrebten Temperaturendpunktes der Lösung, das Quecksilber mit Hilfe einer Vacuumdestillation zu entfernen. Dadurch wird wieder ein anderer Kristalleffekt erzielt bzw. das Schmuckstück, falls notwendig, vor der chemischen Reaktion der Säure geschützt (Silberschmuck).
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Beispieles näher erläutert.
Eine bestimmte Goldmenge wird pur oder mit anderen Elementen gemischt (Patentanspruch 1, 8) und dann vorzugsweise durch feilen oder raspeln zerkleinert (Patentanspruch 9). Auf diese Weise wird die Oberfläche vergrößert, damit das Quecksilber das Gold schnell auflösen kann.
Dieses Gemenge wird dann erhitzt. Die Temperaturskala reicht bis 357°C bei normalem Luftdruck, und kann durch Erhöhung des Druckes erweitert werden (Patentanspruch 5). - Lösephase.
Die Lösung wird dann bei unterschiedlichen Temperaturen, Zeiten und Drücken getempert (Patentanspruch 1, 5). Diese - Arbeitsphase - dient dazu, die Kristallisation zu beginnen. Die Keimbildungsgeschwindigkeit hängt von der Temperatur stark ab, und von der Zeit - bei hochviskosen Medien - merklich von der Zeit ab.
Hält man eine bestimmte Keimbildungstemperatur der Lösung konstant, bzw. senkt die Temperatur definiert ab (Patentanspruch 6), kann man erreichen, daß große Kristalle gezüchtet werden. Ansonsten entstehen kleinere Formen.
Diese beschriebene Phase ist die - Kristallbildung - durch Veränderung der Zustandsvariablen - Temperatur und Druck.
Durch Zugabe von vorzugsweise Salpetersäure wird dann das Quecksilber chemisch als Salz aufgelöst. Auch hier kommt es noch zur Kristallbildung. Für die Ausgestaltung der Kristallformen spielt ebenfalls die Konzentration der Salpetersäure eine entscheidene Rolle. (Patentanspruch 7). - (Ähnlich der Abkühlungsrate s. o.).
Das Entfernen von dem Quecksilber kann auch durch Vacuumdestillation erfolgen (Patentanspruch 4).

Claims (9)

1. Verfahren zur Goldkristallzüchtung mittels Amalgamieren mit Quecksilber und anschließendem Entfernen des Quecksilbers, dadurch gekennzeichnet, daß pures oder dotiertes Gold, welches mit Quecksilber versetzt wurde, in unterschiedlichen Chargen auf unterschiedliche Temperaturen erhitzt wird, mit unterschiedlichen Haltezeiten und Abkühlungsraten anschließend auf unterschiedliche Endtemperatur gebracht wird, bei der dann das Quecksilber vom Gold entfernt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Quecksilber unter Zugabe von Lösungsmitteln entfernt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel Salpetersäure ist.
4. Verfahren Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Quecksilber mittels Verdampfen oder Vakuumdestillation entfernt wird.
5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei unterschiedlichen Drücken gearbeitet wird.
6. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung gleichmäßig oder intervallweise, mit oder ohne Zwischenstops abgekühlt wird.
7. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1, 2, 3, 5, 6, dadurch gekennzeichnet, daß Säure oder ein anderes Lösungsmittel für Quecksilber verwendet wird und deren Konzentrationen variieren.
8. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gold pur verwendet wird oder als Dotierung oder Mischung Silber enthält.
9. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch in unterschiedlicher Größe und Form verwendet wird.
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Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE100478C (de) *
DE465418C (de) * 1922-10-09 1928-09-17 Georges Charles Edouard Franco Verfahren und Vorrichtung zum Gewinnen, Separieren und Extrahieren von Gold, Platin und anderen Metallen oder Edelsteinen aus Erde oder anderem diese Stoffe enthaltendemGut
DE511334C (de) * 1928-08-19 1930-10-29 Diederick Enzlin Gewinnung von Edelmetallen durch Amalgamierung
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DE4001890A1 (de) * 1990-01-21 1991-07-25 Atp Arbeit Tech Photosynthese Verfahren zur aufloesung und ausfaellung von gold

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