DE19628014C2 - Frequenzweiche für Lautsprecherboxen sowie Lautsprecherbox mit einer solchen Frequenzweiche - Google Patents

Frequenzweiche für Lautsprecherboxen sowie Lautsprecherbox mit einer solchen Frequenzweiche

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Frequenzweiche für Lautsprecherboxen, die von einem Netzwerk mit passiven elektrischen Bauelementen gebildet ist, sowie auf eine Lautsprecherbox mit einer solchen Frequenzweiche.
Frequenzweichen bestehend aus einem Netzwerk aus passiven elektrischen Bauelementen, nämlich aus Induktivitäten, Kapazitäten und Widerständen, sind bei Lautsprecherboxen bekannt. Der Frequenzgang einer Frequenzweiche und damit auch der Lautsprecherbox bzw. der klangliche Eindruck der Lautsprecherbox sind durch die Werte der die Frequenzweiche bzw. der das Netzwerk bildenden Bauelemente bestimmt.
Bekannt ist auch (DE 37 07 232 A1, DE 32 36 771 A1), die passiven elektrischen Bauelemente einer passiven Frequenzweiche einer Lautsprecherbox durch an dieser Lautsprecherbox vorgesehene Schalter manuell umschaltbar auszubilden, und zwar zur Erzielung eines unterschiedlichen klanglichen Eindrucks der Lautsprecherbox.
Bekannt ist weiterhin eine aktive Frequenzweiche (Funkschau 18/1981, Seiten 74-76), bei der die Ausgänge für einen Tieftöner und einen Hochtöner jeweils von den Ausgängen gesonderter Verstärker gebildet ist, deren Frequenzgänge durch RC- Netzwerke mit veränderbaren Widerständen einstellbar sind.
Bekannt ist schließlich (DE 44 18 360 A1), für eine Regelung der Phase und Amplitude eines Mehrwegelautsprechers die Signale von den einzelnen Lautsprechern über einen Summierverstärker als Gegenkopplungssignal dem Eingang eines regelbaren Leistungsverstärkers zu dessen Regelung zuzuführen, der über eine passive Frequenzweiche die einzelnen Lautsprecher ansteuert. Das Gegenkopplungssignal kann hierbei auch akustisch durch Schallwandler gewonnen werden, die das akustische Signal des jeweiligen Lautsprechers in ein elektrisches Gegenkopplungs-Signal umwandelt.
Bekannt ist weiterhin die Klangcharakteristik einer Audio-Anlage mit Verstärker und Lautsprecherboxen mit einer Fernbedienung durch Änderung des Frequenzganges des Verstärkers einzustellen (JP 63-67 806 A), wobei allerdings die Abstimmung der Lautsprecherboxen selbst nicht verändert wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine passive Frequenzweiche aufzuzeigen, die optimal einstellbar ist. Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Frequenzweiche entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet.
Bei der Erfindung ist in die Frequenzweiche bzw. in ein das Netzwerk aufweisendes Teil oder Modul der Frquenzweiche ein elektrischer Schaltkreis einbezogen, der das Umschalten zumindest eines Teils der passiven elektrischen Bauelemente der Frequenzweiche ermöglicht, und zwar über eine Fernbedienung. Der besondere Vorteil hierbei besteht darin, daß das Umschalten der passiven Bauelemente der Frequenzweiche und damit das Umschalten des Frequenz- und Phasenverhaltens und somit der akustische Abgleich der Lautsprecherbox von der jeweiligen Hörposition aus erfolgen kann und somit u. a. ein unmittelbarer Vergleich an der Hörposition vor und nach dem Umschalten möglich ist.
Die elektrischen, in ihren Werten veränderbaren Bauelemente sind dabei dann vorzugsweise durch elektrische Schaltelemente, beispielsweise Relais, bevorzugt (bistabile Relais) in Stufen umschaltbar.
Nach einem anderen Aspekt dient der Schaltkreis für Meßfunktionen unmittelbar an der Frequenzweiche und unmittelbar in der jeweiligen Lautsprecherbox. Mit der Messung erfolgt beispielsweise eine Überwachung auf eine mögliche Überlastung und in diesem Fall dann eine selbsttätige Abschaltung der Lautsprecherbox bzw. zumindest gefährdeter Elemente der Lautsprecherbox durch einen von dem Schaltkreis betätigten Schalter. Anstelle hiervon oder zusätzlich hierzu ist es auch möglich, mit Hilfe des Schaltkreises unmittelbar an der Frequenzweiche und an der Lautsprecherbox Testfunktionen auszuführen, beispielsweise durch Einspeisung von Testsignalen in die Frequenzweiche bzw. in die Lautsprecherbox und durch Messen von aus diesen Meßsignalen resultierenden elektrischen Größen.
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in vereinfachter Darstellung und im Längsschnitt ein Lautsprecheranschlußelement;
Fig. 2 einen Schnitt entsprechend der Linie I-I der Fig. 1;
Fig. 3 ein Frequenzweichen-Modul zur Verwendung bei dem Anschlußelement der Fig. 1;
Fig. 4 einen Schnitt durch das Modul der Fig. 3;
Fig. 5 und 6 elektrische Schaltungen einer Lautsprecherbox, jeweils unter Verwendung des Anschlußelementes mit dem Frequenzweichenmodul.
In den Figuren ist 1 ein Anschlußelement für Lautsprecherboxen. Das Anschlußelement besteht im wesentlichen aus einem aus Kunststoff durch Spritzgießen hergestellten napfartigen Gehäuse 2, welches an der in der Fig. 1 linken Seite offen und an der in dieser Figur rechten Seite durch einen Boden 3 geschlossen ist. An der offenen Seite besitzt das Gehäuse 2 einen Befestigungsflansch 4, mit welchem das Anschlußelement 1 an der Rückseite 5 einer sonst nicht mehr dargestellten Lautsprecher-Box befestigt werden kann, und zwar im Bereich einer an den Gehäusequerschnitt angepaßten Öffnung 6 derart, daß das Gehäuse 2 in das Innere der Lautsprecherbox hineinreicht. An der offenen Seite besitzt das Anschlußelement bei der dargestellten Ausführungsform einen kreisförmigen oder im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt, und zwar konzentrisch zu einer in der Fig. 1 mit L angegebenen Längsachse. Dieser kreisförmige Querschnitt geht im Bereich eines vorderen, kürzeren Gehäuseabschnittes 2' zunehmend in einen halbkreisförmigen Querschnitt über, den das Gehäuse 2 dann im Bereich eines Abschnittes 2'' gleichbleibend über den größeren Teil seiner Länge aufweist und der bis zum Boden 3 reicht. Im Abschnitt 2' besitzt das Gehäuse 2 eine schräg verlaufende plane Gehäusewand 7, die in der Schnittdarstellung der Fig. 1 mit der Längsachse L des Gehäuses 2 einen Winkel kleiner als 90°, beispielsweise einen Winkel von 55° einschließt, der sich zu der offenen Seite des Gehäuses hin öffnet. An der ebenen Gehäusewand 7 sind in Richtung senkrecht zur Zeichenebene der Fig. 1 hintereinander versetzt zwei schraubbare Anschlußklemmen 8 vorgesehen, an die mit Polschuhen versehene Lautsprecherkabel angeschlossen werden können.
Die beiden Anschlußklemmen 8 sind in der in der Fig. 5 dargestellten, nachstehend noch näher beschriebenen Weise mit verschiedenen Komponenten der Lautsprecher-Box bzw. mit einem Teil der am Boden 3 vorgesehenen Kontakte 9-13 verbunden, welche beispielsweise von einer am Boden 3 bzw. an einer dortigen Öffnung vorgesehenen Mehrfach-Buchsenleiste gebildet ist.
Auch einer von einer ebenen Gehäusewand 15 des Abschnittes 2'' gebildeten Außenseite des Gehäuses 2 ist eine Drossel 16 für einen Tiefton-Lautsprecher 17 der Lautsprecherbox befestigt. Diese besitzt zusätzlich einen Mitteltonlautsprecher 18 (Mitteltöner) und Hochton-Lautsprecher 19 (Hochtöner).
Mit 20 ist ein Frequenzweichen-Modul bezeichnet, welches aus einem geschlossenem Gehäuse 21 aus Kunststoff besteht, dessen Außenquerschnitt an dem Querschnitt des Abschnittes 2'' derart angepaßt ist, daß dieses Modul in den Abschnitt 2'' des Gehäuses 2 eingeschoben werden kann. Das Modul 20 enthält mit Ausnahme der Drossel 16 alle übrigen, für die passive Frequenzweiche der Lautsprecherbox notwendigen Komponenten und besitzt an seiner Rückseite verschiedene Kontakte 9a-13a, die von einer Mehrfach- Steckerleiste derart gebildet sind, daß nach dem Einschieben des Moduls 20 in das Gehäuse 2 bzw. in den Schacht 2'' die Kontakte 9a-13a jeweils mit einem zugehörigen Kontakt der Kontakte 9-13 elektrisch verbunden sind, und zwar der Kontakt 9a mit dem Kontakt 9, der Kontakt 10a mit dem Kontakt 10 usw.
Die Fig. 5 zeigt ein Beispiel für die Schaltung des Moduls 20 bzw. für den von diesem Modul gebildeten Teil der passiven Frequenzweiche der Lautsprecherbox.
Wie die Fig. 5 zeigt, ist eine Schraubklemme 8 über einen Leiter 23 mit dem Kontakt 9 und die andere Schraubklemme 8 über den Leiter 24 mit dem Kontakt 13 verbunden. Zwischen den beiden Leitern 23 und 24 liegt der Tieftöner 17 in Serie mit der Drossel 16. An den Leiter 23 ist weiterhin der Mitteltöner 18 mit einem Anschluß angeschlossen. Der andere Anschluß des Mitteltöners 18 ist mit dem Kontakt 11 verbunden. Der Verbindungspunkt zwischen der Drossel 16 und dem einen Anschluß des Tieftöners 17 ist mit dem Kontakt 12 verbunden. Der eine Anschluß des Hochtöners 19 ist mit dem Leiter 23 und über diesen mit dem Kontakt 9 und der andere Anschluß des Hochtöners mit dem Kontakt 10 verbunden.
Die im Modul 20 vorgesehene Schaltung umfaßt ein passives Netzwerk 25, welches im wesentlichen aus schaltbaren, passiven Bauelementen besteht sowie einen Mikroprozessor gestützten Steuerkreis 26.
Das Netzwerk 25 umfaßt u. a. den mit dem Kontakt 9a und der Schaltungsmasse verbundenen Leiter 23a und den mit dem Kontakt 13a verbundenen Leiter 24a. Zwischen dem Leiter 24a und dem Anschluß 10a befindet sich die schaltbare Kapazität 27 des Netzwerkes 25, die somit parallel zu den Anschlüssen 13a und 10a liegt. Parallel zu den Anschlüssen 11a und 13a liegt die Serienschaltung auf der schaltbaren Kapazität 28, aus dem schaltbaren Widerstand 29 und der schaltbaren Induktivität 30, wobei ausgehend von dem Kontakt 10a in dieser Serienschaltung zunächst die Induktivität 30, dann der Widerstand 29 und schließlich die mit dem Leiter 24a verbundene Kapazität 28 folgen.
Der Verbindungspunkt zwischen der Kapazität 28 und dem Widerstand 29 ist über einen elektrisch betätigbaren Schalter 31, welcher vorzugsweise von einem Relais gebildet ist, mit dem Anschluß 12a verbunden. Der Schalter 31 ist bei der dargestellten Ausführungsform so ausgeführt, daß seine Ruhestellung die Schließstellung ist.
Wie bereits ausgeführt, sind die beiden Kapazitäten 27 und 28, der Widerstand 29 und die Induktivität 30 elektrisch schaltbar. Die Fig. 6 zeigt in den Positionen a-c Beispiele für die Ausbildung dieser schaltbaren passiven Bauelemente.
In der Position a ist die Ausbildung der Induktivität 30 wiedergegeben. Die beiden Anschlüsse der Induktivität sind mit 32 und 33 bezeichnet. Die Induktivität selbst besteht aus einer Spule 34 mit den beiden Wicklungen 34' und 34'' und den beiden Anschlüssen 35 und 36 und dem Abgriff 37 zwischen den Wicklungen. Über die Kontakte S1 und S2 einer Schalter- bzw. Relaisanordnung 38 sind je nach Schaltstellung der Schalter S1 und S2 unterschiedliche Werte für die Induktivität 30 einstellbar. Die beiden Kontakte S1 und S2 sind dabei individuell schaltbar. Der Kontakt S1 wirkt als Umschalter zwischen dem Anschluß 35 und dem Abgriff 37 und der Schalter S2 als Umschalter zwischen dem Anschluß 37 und dem Anschluß 36. Wenigstens drei unterschiedliche Werte für die Induktivität 30 sowie zusätzlich der Wert Null sind somit einstellbar. Bei der dargestellten Ausführungsform beträgt die Induktivität der Spule 34 ein mH.
Der schaltbare Widerstand 29 ist in der Position b der Fig. 6 wiedergegeben. Er besteht aus der Reihenschaltung von drei Einzelwiderständen 39, 40 und 41, die zwischen den beiden äußeren Anschlüssen 42 und 43 des Widerstandes 29 vorgesehen sind. Durch eine Relaisanordnung 44 sind die Einzelwiderstände 39-41 durch Kontakte S1, S2, S3 individuell überbrückbar, so daß zusätzlich zu dem Widerstandswert Null sieben unterschiedliche Widerstandswerte für den Widerstand 29 einstellbar sind. Der Einzelwiderstand 39 besitzt beispielsweise einen Wert von 1,5 Ohm, der Einzelwiderstand 40 einen Wert von 3,3 Ohm und der Einzelwiderstand 41 einen Wert von 6,8 Ohm.
In der Position c ist in der Fig. 6 die Ausbildung der beiden schaltbaren Kapazitäten 27 und 28 wiedergegeben, die bei der dargestellten Ausführungsform identisch ausgebildet sind, grundsätzlich aber auch unterschiedliche Ausgestaltung aufweisen können. Die schaltbaren Kapazitäten sind jeweils von drei Einzelkapazitäten 45, 46 und 47 gebildet, die parallel zueinander und parallel zu den Anschlüssen 48 und 49 der jeweiligen Kapazität 27 bzw. 28 liegen. Mit Hilfe einer Relaisanordnung 50, die individuell steuerbare Kontakte S1, S2 und S3 aufweist, von denen jeder in Serie mit einer Einzelkapazität 45-47 liegt, sind in Stufen sieben unterschiedliche Kapazitätswerte für die Kapazitäten 27 und 28 elektrisch einstellbar. Die Einzelkapazitäten 45-47 sind abgestuft, und zwar bei der vorliegenden Ausführungsform derart, daß die Einzelkapazität 45 0,33 µF, die Einzelkapazität 46 0,5 µF und die Einzelkapazität 47 0,68 µF besitzt.
Sowohl der Schalter 31 bzw. das diesen Schalter bildende Relais als auch die Relaisanordnungen 38, 44 und 50 werden jeweils von einem Mikroprozessor bzw. Schaltkreis 51 des Steuerkreises 26 gesteuert, und zwar in Abhängigkeit von Daten, die diesen Mikroprozessor 51 beispielsweise über eine Infrarot-Fernbedienung übermittelt werden, von der lediglich die als Empfänger dienende Diode 52 wiedergegeben ist.
Ein Ausgang 54 des Mikroprozessor gestüzten Schaltkreises 51, der (Ausgang) von einem digitalen Analog-Wandler sowie von einem Ausgangsverstärker gebildet ist, liegt parallel zu den Anschlüssen 10a und 11a, so daß über diesen Ausgang 54 durch entsprechende Befehle gesteuert Testsignale an die Lautsprecherbox geliefert werden können, die dann in den dortigen Lautsprechern, insbesondere in dem Mitteltöner 18 und Hochtöner 19 in akustische Signale umgewandelt werden.
Dem Schaltkreis 51 ist ein Speicher 53 zugeordnet, und zwar zum Speichern von Daten und Programmen.
Mit 55 ist ein Meßkreis bezeichnet, der bei Überlastung der Lautsprecherbox und/oder bei Rückkopplung ein Abschalten der Lautsprecherbox bzw. des Mitteltonlautsprecher 18 und des Hochton-Lautsprecher 19 bewirkt, und zwar dadurch, daß die beiden Kapazitäten 27 und 28 durch den Schaltkreis 51 auf den Wert Null geschaltet werden.
Durch den Schaltkreis 51 wird weiterhin ein Relais 31 bzw. dessen Kontakt gesteuert, und zwar zum Umschalten der Steilheit der oberen Flanke der Durchlaßkurve der Frequenzweiche für den Tieftonlautsprecher 17 und der Steilheit der unteren Flanke der Durchlaßkurve für den Mitteltonlautsprecher 18 und damit zum Umschalten der Charakteristik der Frequenzweiche.
Der Speicher 53 ist als nicht flüchtiger Speicher ausgebildet. Weiterhin ist dem Mikroprozessor gestützten Schaltkreis 51 vorzugsweise auch noch ein Anzeigedisplay 56 zugeordnet.
Der Schaltkreis 51 und der zugehörige Speicher 53 sind weiterhin so ausgebildet, daß eine Sprachausgabe über die Lautsprecher der Lautsprecherbox möglich ist, und zwar eine Ausgabe von Bedienerhinweisen und/oder Meßergebnissen usw..
Über die Fernbedienung kann der Schaltkreis 51 programmiert werden. Die Stromversorgung der Steuerschaltung 26 und deren Komponenten erfolgt beispielsweise über ein nicht dargestelltes, gesondertes Netzgerät oder über Batterien, vorzugsweise über wiederaufladbare Batterien aus einem Ladekreis, der aus der beim Betrieb der Lautsprecherbox zwischen den Anschlußklemmen 8 liegenden Spannung betrieben wird.
Die besonderen Vorteile der Frequenzweiche bzw. des Modules 20 lassen sich, wie folgt, zusammenfassen:
Mit der Frequenzweiche können durch entsprechende Programmierung des Schaltkreises 51 die unterschiedlichsten Frequnzweichenvariationen simuliert werden.
Im Speicher 53 können bestimmte Varianten und die zugehörigen Einstellungen der Komponenten 27-30 abgelegt und dann durch die Fernbedienung abgerufen werden.
Die Frequenzweiche bietet für einen Entwickler ein perfektes Entwicklungswerkzeug. Die entsprechenden Einstellungen, insbesondere auch der passiven Bauelemente 27-30 können am Display 56 abgelesen werden.
Beim Händler gestattet die Weiche eine Vorführung unterschiedlicher Klangcharakteristiken. Außerdem ist mit der Weiche eine Anpassung der Lautsprecherboxen an den Hörgeschmack des jeweiligen Kunden sowie eine Anpassung an die jeweiligen raumakustischen Verhältnisse möglich.
Mit dieser Frequenzweiche ist eine Lautsprecherbox sehr leicht updatebar.
Mit der Freuquenzweiche 20 erhält die Lautsprecherbox zusätzliche intelligente Funktionen, wie beispielsweise Schutzabschaltung bei Überlastung sowie auch diverse Selbsttest-Funktionen, beispielsweise durch Einspeisung von Testsignalen am Eingang 54 und durch Messen elektrischer Größen mit der Meßschaltung 55.
Bevorzugt wird die Frequenzweiche 20 mit Frequenzweichen ohne den Steuerkreis 26 verwendet, die jeweils passive, nicht veränderbare Komponenten aufweisen und die jeweils unterschiedlichen festen Einstellungen des Frequenzweichenmoduls 20 entsprechen. Mit Hilfe des Moduls 20 wird dann die dem jeweiligen Kundenwunsch entsprechende bzw. die den räumlichen Gegenbenheiten am besten angepaßte Frequenzweiche ermittelt. Anschließend wird das Weichenmodul 20 gegen ein festes, der ermittelten Einstellung entsprechendes Weichenmodul ersetzt. Bei der beschriebenen Ausführungsform ist letzteres ohne Probleme möglich, da die Fequenzweichenmodule durch die Verwendung des Anschlußelementes 1 leicht ausgetauscht werden können.
Vorstehend wurde davon ausgegangen, daß die Fernbedienung durch Infrarot-Licht erfolgt. Selbstverständlich sind auch andere Fernbedienungen möglich, beispielsweise durch Funk und/oder Schall usw.
Bezugszeichenliste
1
Anschlußelement
2
Gehäuse
2
',
2
''Gehäuseabschnitt
3
Boden
4
Befestigungsflansch
5
Rückwand
6
Öffnung
7
Gehäusewand
8
Schraubklemme
9-13
Kontakt
9
a-
13
aKontakt
15
Gehäusewand
16
Drossel
17
,
18
,
19
Lautsprecher
20
Frequenzweichenmodul
21
Gehäuse
23
,
24
Leiter
23
a,
24
aLeiter
25
Frequenzweichennetzwerk
26
Steuerschaltung
27
,
28
Kapazität
29
Widerstand
30
Induktivität
31
Relais
32
,
33
Anschluß
34
Spule
35
,
36
,
37
Anschluß
38
Relaisanordnung
39
,
40
,
41
Einzelwiderstand
42
,
43
äußerer Anschluß
44
Relaisanordnung
45
,
46
,
47
Einzelkapazität
48
,
49
Äußerer Anschluß
50
Relaisanordnung
51
Schaltkreis
52
Infrarot-Empfangsdiode
53
Speicher
54
Ausgang
55
Meßschaltung
56
Display

Claims (19)

1. Frequenzweiche für Lautsprecherboxen, mit einem von passiven elektrischen Bauelementen (27, 28, 29, 30) gebildeten und die Lautsprecher (17, 18, 19) der jeweiligen Lautsprecherbox enthaltenden Frequenzweichen-Netzwerk (25), wobei zumindest ein Teil der das Frequenzweichennetzwerk bildenden passiven Bauelemente (27, 28, 29, 30) durch Schaltmittel (38, 44, 50) in den elektrischen Werten umschaltbar ist, gekennzeichnet durch einen die Schaltmittel (38, 44, 50) ansteuernden elektrischen Steuerkreis (26), der über eine Fernbedienung zum Umschalten der Bauelemente (27, 28, 29, 30) ansteuerbar ist.
2. Frequenzweiche nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen vorzugsweise einen Mikroprozessor aufweisenden Schaltkreis (51), der eine Meßeinrichtung (55) aufweist oder mit einer solchen Meßeinrichtung zusammenwirkt, die die an den Lautsprechern anstehende Spannung und/oder den den Lautsprechern zufließenden Strom mißt und/oder daß der Schaltkreis (51) einen Signalausgang (54) zum Einspeisen von Test-Signalen in die Lautsprecher (17, 18, 19) einer Lautsprecherbox aufweist.
3. Frequenzweiche nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in ihren Werten veränderbaren Bauelemente jeweils von wenigstens zwei Einzel-Elementen (34', 34''; 39, 40, 41; 45, 46, 47) gebildet sind, die durch die elektrisch steuerbaren Schaltmittel (38, 44, 50) individuell an das Netzwerk (25) zu bzw. von diesem abschaltbar sind.
4. Frequenzweiche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch steuerbaren Schaltmittel von wenigstens einem Relais, vorzugsweise von einem bistabilen Relais gebildet sind.
5. Frequenzweiche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine ein veränderbares Bauteil bildende Kapazität aus mehreren Einzelkapazitäten (45-47) besteht, die über die Schaltmittel (50) individuell zu- und abschaltbar sind.
6. Frequenzweiche nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens drei Einzelkapazitäten (45-47) in einer Abstufung von 0,33 µF, 0,5 µF und 0,68 µF vorgesehen sind.
7. Frequenzweiche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das in seinem Wert veränderbare Bauteil ein Widerstand (29) ist, der aus mehreren Einzelwiderständen (39, 40, 41) besteht, die über die elektrischen Schaltmittel zu- und abschaltbar sind.
8. Frequenzweiche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das veränderbare Bauteil eine Induktivität (30) ist, die aus wenigstens einer Spule (34) mit mindestens zwei Wicklungen (34', 34'') besteht, und daß mit Hilfe der Schaltelemente (38) die Wicklungen (34', 34'') individuell zu- und wegschaltbar sind.
9. Frequenzweiche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Mikroprozessor gestützten Schaltkreis (51) zum Ansteuern der Schaltelemente (38, 44, 50).
10. Frequenzweiche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltkreis (51) frei programmierbar ist.
11. Frequenzweiche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkreis (51) über eine Fernbedienung programmierbar ist.
12. Frequenzweiche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schaltkreis (51) wenigstens ein Speicher (53) zum Speichern von Programmen, insbesondere auch zum Speichern von vorgegebenen Einstellungen für das Netzwerk (25) bzw. dessen Bauelemente zugeordnet ist.
13. Frequenzweiche nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2-12, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltkreis (51) bei Überschreiten eines vorgegebenen Pegels des Meßwertes eine Abschaltung der Lautsprecher der Lautsprecherbox bewirkt.
14. Frequenzweiche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltkreis (51) über den Signalausgang (54) und die Meßschaltung (55) eine elektrische Messung, insbesondere eine Impedanz-, Phasen-, Klirrfaktor- und/oder Frequenz-Messung der Lautsprecherbox ermöglicht.
15. Frequenzweiche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Netzwerk sowie der dieses Netzwerk ansteuernde Steuerkreis (51) Bestandteil eines Modules (20) ist, welches austauschbar an der Lautsprecherbox, vorzugsweise an einem von außen zugänglichen Anschlußelement (1) der Lautsprecherbox vorgesehen ist.
16. Frequenzweiche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußelement ein an wenigstens einer Seite offenes Gehäuse aufweist, welches einen Schacht oder einen Abschnitt (2'') zum Einsetzen des Moduls (20) bildet, daß im Schacht (2'') mit elektrischen Elementen im Inneren der Lautsprecherbox, insbesondere auch mit den Lautsprechern (17-19) verbindbare erste Kontakte (9-13) vorgesehen sind, und daß das Modul (20) zweite Kontakte (9a-13a) aufweist, die beim Einschieben des Moduls (20) in den Schacht (2'') eine elektrische Verbindung zwischen dem Modul und den ersten Kontakten (9 -14) und damit eine elektrische Verbindung zwischen dem Netzwerk (25) und den Lautsprechern (17-19) herstellen.
17. Frequenzweiche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Steuereinrichtung (26) auf Anforderung, d. h. durch ein Steuersignal oder selbsttätig, vorzugsweise periodisch einen Selbsttest der Frequenzweiche durchführt.
18. Frequenzweiche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (26) Mittel zur Sprachausgabe von Meßergebnissen und/oder Bedienerhinweisen aufweist.
19. Lautsprecherbox, gekennzeichnet durch eine Frequenzweiche nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
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