DE19649986A1 - Verfahren und Anordnung zur Mitverbrennung von Klärschlamm in einer Kohlenstaubfeuerung - Google Patents
Verfahren und Anordnung zur Mitverbrennung von Klärschlamm in einer KohlenstaubfeuerungInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23C—METHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING FLUID FUEL OR SOLID FUEL SUSPENDED IN A CARRIER GAS OR AIR
- F23C1/00—Combustion apparatus specially adapted for combustion of two or more kinds of fuel simultaneously or alternately, at least one kind of fuel being either a fluid fuel or a solid fuel suspended in a carrier gas or air
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23G—CREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
- F23G5/00—Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
- F23G5/02—Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor with pretreatment
- F23G5/04—Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor with pretreatment drying
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zur
Mitverbrennung von Klärschlamm in einer Kohlenstaubfeuerung.
Das Mitverbrennen von Klärschlamm in einer Kohlenstaubfeue
rung erfolgt dadurch, daß der Klärschlamm zusätzlich der Koh
lenstaubmühle zugeteilt, aufgetrocknet sowie zerkleinert (DE 36 06 704
), der Klärschlamm mit einem Wärmeträger in einem
Trockner auf getrocknet und/oder entgast sowie zusätzlich der
Kohlenstaubmühle (DE 41 02 216) oder der Klärschlamm zusammen
mit Heißluft zusätzlich der Kohlenstaubmühle aufgegeben (DE 44 01 647
) wird. Diese Technologien weisen den hauptsächli
chen Nachteil auf, daß der Klärschlamm eine zu geringe Ver
weilzeit in der Trocknungs- und Entgasungsphase erfährt, daß
der Brüdenanteil des Klärschlammes mit in die Hauptfeuerung
eingeblasen wird oder ein separater Trockner mit einer Heiß
gaszufuhr erforderlich ist.
Zur Trocknung von Klärschlamm ist es weiterhin bekannt, den
Klärschlamm axial in einen Zyklon einzutragen, mittels eines
ersten tangential zugeführten Heißgas zu zerteilen sowie auf
zutrocknen und die so entstandenen Schlammtröpfchen durch
einen weiteren tangential zugeführten Heißgasstrom zu trock
nen (DE 42 34 952). Der so getrocknete Klärschlamm wird über
einen Abscheider geführt, Brüden sowie Feststoffe getrennt
und die Feststoffe in einer separaten Verbrennungseinrichtung
verbrannt. Die entstehenden Heißgase werden dem Zyklon zuge
führt. Diese Technologie weist den Nachteil auf, daß
- - eine große Gasmenge mit hohem Druck zur Zerstäubung erfor derlich ist, die das Gesamtgasvolumen im Zyklontrockner wesentlich erhöht und damit das Trockentemperaturniveau senkt,
- - der anlagentechnische Aufwand sehr groß ist,
- - die Rauchgase gesondert entsorgt werden müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine direkte Kopp
lung der Klärschlammverbrennung mit der Kohlenstaubfeuerung
zu erreichen.
Dies wird erfindungsgemäß durch Kombination folgender Merkma
le erreicht:
- a) der Klärschlamm wird als Suspension tangential in eine Zyklonbrennkammer eingebracht und auf einer Spiralbahn mit einem Wärmeträgermittel aufgetrocknet sowie entgast,
- b) das so erzeugte Brenngas, die Brüden sowie die entgasten Klärschlamm-Feinstäube werden der Brennkammer und/oder der Rauchgasrücksaugung und/oder einem Einblasebrenner aufgegeben,
- c) die entgasten Klärschlamm-Grobstäube werden durch Zentri fugalwirkung aus der Zyklonbrennkammer abgeschieden und der Kohlenstaubmühle und/oder der Kohlenstaubbrennerlei tung zugeteilt.
Zur Realisierung ist
- a) ein Klärschlamm-Anmischer ist über eine Förderleitung und Förderpumpe mit tangential in eine Zyklonbrennkammer angeordneten Düsen verbunden, wobei in der Zyklonbrennkam mer eine zentral angeordnete Wärmeträgermitteldüse vorge sehen ist,
- b) der Einzug der Zyklonbrennkammer ist in die Brennkammer und/oder über Förderleitungen in die Rauchgasrücksau gung und/oder Einblasebrenner eingebunden und
- c) der Abscheidetrichter der Zyklonbrennkammer ist über einen Zuteiler und eine Förderleitung mit der Rauchgasrücksau gung der Kohlenstaubmühle und/oder der Kohlenstaub-Bren nerleitung und/oder dem Nachbrennrost verbunden.
An einem Ausführungsbeispiel wird die Erfindung näher erläu
tert. Die Zeichnung zeigt die mit der Kohlenstaubfeuerung
gekoppelte Zyklonbrennkammer für die Aufbereitung des
Klärschlammes.
Die Klärschlamm Fördereinrichtung 1 und die Wasserleitung 2
sind in den Mischbehälter 3 eingebunden. Die Suspensionslei
tung 4 mit Förderpumpe 5 ist mit den tangential in die Zy
klonbrennkammer 6 eingebundenen Düsen 7 verbunden. In der
Zyklonbrennkammer 6 ist zentral der Ölbrenner 8 angeordnet.
Die Zyklonbrennkammer 6 weist den Einzug 9 auf, der in die
Brennkammer 10 eingebunden oder mit der Rauchgasrücksaugung
11 der Kohlenstaubmühle 18 oder mit dem in der Brennkammer 10
angeordneten Einblasebrenner 12 verbunden ist. Der Sammel
trichter 13 der Zyklonbrennkammer 6 ist über den Zuteiler 14
und die Grobstaubleitung 15 mit der Rauchgasrücksaugung 11
der Kohlenstaubmühle 18 oder mit der Staubleitung 17 der Koh
lenstaubbrenner 16 verbunden.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Der Klärschlamm 19 wird im Mischbehälter 3 mit Wasser 20 ge mischt und so die Klärschlammsuspension 21 hergestellt.
Der Klärschlamm 19 wird im Mischbehälter 3 mit Wasser 20 ge mischt und so die Klärschlammsuspension 21 hergestellt.
Mittels der Förderpumpe 5 wird die Klärschlammsuspension 21
über die Suspensionsleitung 4 zu den Düsen 7 gefördert und
tangential in die Zyklonbrennkammer 6 eingebracht.
Durch die Flamme 22 des Ölbrenners 8 wird die auf die Spiral
bahn 23 gebrachte Klärschlammsuspension 21 aufgetrocknet und
entgast bzw. teilverbrannt. Das so erzeugte Feinstaub-Brüden-Ge
misch 24 wird über den Einzug 9 der Zyklonbrennkammer 6
entweder direkt in die Brennkammer 10 oder über die Förder
leitung 25 in die Rauchgasrücksaugung 11 oder über die För
derleitung 26 in den in die Brennkammer 10 eingebundenen Ein
blasebrenner 12 gefördert. In der Brennkammer 10 wird der
Feinstaub verbrannt und der Brüden über das in der Brennkam
mer 10 erzeugte Brenngas abgefördert. Der aus der Zyklon
brennkammer 6 durch Zentrifugalwirkung abgeschiedene
Grobstaub 27 gelangt über Sammeltrichter 13, Zuteiler 14 so
wie Grobstaubleitung 15 in die Kohlenstaubleitung 17 und wird
gemeinsam mit dem in der Kohlenstaubmühle 18 erzeugten Koh
lenstaub 28 im Kohlenstaubbrenner 26 verbrannt.
Es ist ebenfalls möglich, den Grobstaub 27 über die Förder
leitung 29 in die Rauchgasrücksaugung 11 zu fördern und in
der Kohlenstaubmühle 18 weiter aufzutrocknen und zu mahlen.
Es ist ebenso möglich, die Zyklonbrennkammer 6 mit Rezirkula
tionsgas aus der Rauchgasrücksaugung 11 zu betreiben, wobei
dann das erzeugte Feinstaub-Brüden-Gemisch 24 nur in die
Brennkammer 10 gefördert werden muß.
Durch die Erfindung werden folgende Vorteile erreicht:
- 1. Die Feinverteilung der Klärschlammsuspension erfolgt über mehrere Düsen.
- 2. Es ist ein intermittierender Betrieb möglich.
- 3. Die Kopplung der Klärschlammverbrennung an die Anlagen technik einer Großfeuerung ist besonders günstig.
- 4. Die Entsorgung der Brenngase und der Asche erfolgt in einer vorhandenen Kesselanlage (einschließlich der Über wachung).
- 5. Es ist eine lange Verweilzeit der Klärschlammasse in ei ner Zyklonbrennkammer erreicht.
- 6. Die Steuerung der Zyklonbrennkammertemperatur erfolgt durch Öl- oder Gasbrenner.
- 7. Die Verbrennung von nicht entwässertem Klärschlamm ist möglich.
1
Fördereinrichtung
2
Wasserleitung
3
Mischbehälter
4
Suspensionsleitung
5
Förderpumpe
6
Zyklonbrennkammer
7
Düse
8
Ölbrenner
9
Einzug
10
Brennkammer
11
Rauchgasrücksaugung
12
Einblasebrenner
13
Sammeltrichter
14
Zuteiler
15
Grobstaubleitung
16
Kohlenstaubbrenner
17
Staubleitung
18
Kohlenstaubmühle
19
Klärschlamm
20
Wasser
21
Klärschlammsuspension
22
Flamme
23
Spiralbahn
24
Feinstaub-Brüden-Gemisch
25
Förderleitung
26
Förderleitung
27
Grobstaub
28
Kohlenstaub
29
Förderleitung
Claims (2)
1. Verfahren zur Mitverbrennung von Klärschlamm in einer
Kohlenstaubfeuerung,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- a) der Klärschlamm (14) wird als Suspension (21) tangential in eine Zyklonbrennkammer (16) eingebracht und auf einer Spiralbahn (23) mit einem Wärmeträgermittel (22) aufge trocknet sowie entgast,
- b) das so erzeugte Brenngas (24), die Brüden sowie die entga sten Klärschlamm-Feinstäube werden der Brennkammer (10) und/oder der Rauchgasrücksaugung (11) und/oder einem Ein blasebrenner (12) aufgegeben,
- c) die entgasten Klärschlamm-Grobstäube (27) werden durch Zentrifugalwirkung aus der Zyklonbrennkammer (6) abge schieden und der Kohlenstaubmühle (18) und/oder der Koh lenstaubbrennerleitung (16) zugeteilt.
2. Anordnung zur Mitverbrennung von Klärschlamm in einer
Kohlenstaubfeuerung,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- a) ein Klärschlamm-Anmischer (3) ist über eine Förderleitung (4) und Förderpumpe (5) mit tangential in eine Zyklon brennkammer (6) angeordneten Düsen (7) verbunden, wobei in der Zyklonbrennkammer (6) eine zentral angeordnete Wärme trägermitteldüse (8) vorgesehen ist,
- b) der Einzug (9) der Zyklonbrennkammer (6) ist in die Brenn kammer (10) und/oder über Förderleitungen (25) in die Rauchgasrücksaugung (11) und/oder Einblasebrenner (12) eingebunden und
- c) der Abscheidetrichter (13) der Zyklonbrennkammer (6) ist über einen Zuteiler (14) und eine Förderleitung (15) mit der Rauchgasrücksaugung (11) der Kohlenstaubmühle (18) und/oder der Kohlenstaub-Brennerleitung (17) und/oder dem Nachbrennrost verbunden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996149986 DE19649986A1 (de) | 1996-11-19 | 1996-11-19 | Verfahren und Anordnung zur Mitverbrennung von Klärschlamm in einer Kohlenstaubfeuerung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996149986 DE19649986A1 (de) | 1996-11-19 | 1996-11-19 | Verfahren und Anordnung zur Mitverbrennung von Klärschlamm in einer Kohlenstaubfeuerung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19649986A1 true DE19649986A1 (de) | 1998-05-20 |
Family
ID=7813425
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996149986 Withdrawn DE19649986A1 (de) | 1996-11-19 | 1996-11-19 | Verfahren und Anordnung zur Mitverbrennung von Klärschlamm in einer Kohlenstaubfeuerung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19649986A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102006053337A1 (de) * | 2006-11-10 | 2008-05-15 | Rwe Power Ag | Verfahren und Anordnung zur Mitverbrennung von Biomassen und/oder organischen Abfällen als Sekundärbrennstoff in einer Kohlenstaubfeuerung |
-
1996
- 1996-11-19 DE DE1996149986 patent/DE19649986A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102006053337A1 (de) * | 2006-11-10 | 2008-05-15 | Rwe Power Ag | Verfahren und Anordnung zur Mitverbrennung von Biomassen und/oder organischen Abfällen als Sekundärbrennstoff in einer Kohlenstaubfeuerung |
| DE102006053337B4 (de) * | 2006-11-10 | 2008-08-07 | Rwe Power Ag | Verfahren und Anordnung zur Mitverbrennung von Biomassen und/oder organischen Abfällen als Sekundärbrennstoff in einer Kohlenstaubfeuerung |
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