DE19652190A1 - Kosmetisches Behandlungsgerät, insbesondere Nagelpflegegerät - Google Patents

Kosmetisches Behandlungsgerät, insbesondere Nagelpflegegerät

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Description

Die Erfindung betrifft ein kosmetisches Behandlungsgerät nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
In der DE 195 18 591.9 ist ein kosmetisches Behandlungsgerät mit einem Gehäuse mit integriertem Antriebsmotor für ein rotierendes Behandlungswerkzeug und einem außenseitigen Drehknopf zum Ein­ stellen der Drehzahl des Antriebsmotors beschrieben, das sich durch eine feinfühlige Steuerung der Motordrehzahl mit einem verhältnismäßig großen Einstellbereich auszeichnet, wobei das Drehmoment über den gesamten Einstellbereich, auch bei sehr niedrigen Drehzahlen, im wesentlichen gleichbleibt. Bei diesem Gerät ist die Drehzahl des Antriebsmotors durch eine Phasen­ anschnittssteuerung einstellbar. Dabei ist die Steuerelektrode des Thyristors an einem Spannungsteiler angeschlossen.
Obwohl die Einrichtung zufriedenstellend arbeitet, erfordert dieses Gerät, daß aus Platzgründen der Drehknopf zum Einstellen der Drehzahl im hinteren Teil des Gerätes anzuordnen ist, wo­ durch die Handhabung erschwert ist.
Andere bekannte Geräte ermöglichen keine interne Steuerung, sondern werden über eine externe Spannungsversorgung gesteuert, deren Ausgangsspannung nur am externen Gerät einstellbar ist.
Schließlich sind Geräte bekannt, die mechanische Umschaltein­ richtungen zur Änderung der Drehzahl aufweisen, wobei allerdings die Variationsbreite in der Drehzahl erheblich eingeschränkt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein kosmetisches Behandlungsgerät, insbesondere als Nagelpflege- und Fußpflegege­ rät anzugeben, bei dem die oben genannten Vorteile des Gerätes gemäß der DE 195 18 591.9 beibehalten sind und das Einstellorgan für die Drehzahleinstellung an einem für die Handhabung beson­ ders geeigneten Ort des Gerätes selbst angeordnet werden kann, wobei es gleichzeitig schmutzunanfällig ist und nur wenig Platz­ bedarf erfordert. Außerdem soll das Behandlungsgerät eine Spann­ zangenanordnung enthalten, die einen schnellen und einfach zu bewerkstelligenden Werkzeugtausch ermöglicht und die das Werk­ zeug stets zuverlässig hält.
Diese Aufgaben werden durch die in den Ansprüchen 1 und 9 ange­ gebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfin­ dung sind in Unteransprüchen angegeben.
Nach der Erfindung wird ein kosmetisches Behandlungsgerät ange­ geben, bei dem erfindungsgemäß die Steuerelektrode eines Thyri­ stors über eine Treiberschaltung mit dem Abgriff eines RC-Glie­ des verbunden ist, dessen offenes Ende zur Änderung der Drehzahl des Motors wahlweise mit zwei unterschiedliche Spannungspoten­ tialen verbindbar ist. Die Spannungspotentiale sind insbesondere die positive Versorgungsspannung und Masse.
Die Verwendung eines RC-Gliedes hat den Vorteil, daß die zeit­ liche Änderung des Spannungspotentials am Mittelabgriff des RC- Gliedes eine langsame Änderung der Motordrehzahl ermöglicht, wobei lediglich ein Umschalter, z. B. in Form eines Wippschalters oder eines Tastschalters, erforderlich ist, um das RC-Glied an ein bestimmtes Spannungspotential anzulegen.
Da der mit dem Umschaltkontakt und den Schaltkontakten versehene Umschalter lediglich über Drahtverbindungen mit der übrigen Schaltung zu verbinden ist, kann die letztere bevorzugt in aufrechter Lage im unteren bzw. hinteren Gehäuseteil unterge­ bracht sein, während der Umschalter im oberen bzw. vorderen konischen Gehäuseteil angeordnet werden kann, obwohl das kleine Gehäuse nahezu vollständig von dem Antriebsmotor und der Motor­ welle ausgefüllt ist.
Das Bedienungselement kann sehr klein gehalten werden und ein weiterer Vorteil liegt darin, daß der Umschalter ohne größere Probleme schmutz- und feuchtedicht ausgebildet werden kann, so daß die Empfindlichkeit des Gerätes weiter verringert ist.
Durch geeignete Bemessung der Treiberschaltung kann erreicht werden, daß der Einschaltpunkt des Motors verzögert erreicht wird. Ferner ist es möglich, durch geeignete Bemessung des RC- Gliedes eine für die Bedienung des Gerätes geeignete Einstell­ charakteristik, insbesondere hinsichtlich der Drehzahländerungs­ geschwindigkeit, zu erreichen.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Gerät keinen Ein-/Aus-Schalter besitzt. Am Ende eines Be­ handlungsvorgangs hat der Benutzer die Möglichkeit, entweder die Drehzahl auf Null herunterzufahren, bevor er den Netzstecker herauszieht oder das Netzgerät abschaltet, oder er unterbricht die Stromversorgung ohne Betätigung des Bedienungselementes, was den Vorteil hat, daß der nächste Behandlungsvorgang ohne erneute Einstellung der Drehzahl sofort mit der als optimal empfundenen Rotationsgeschwindigkeit des Schleifkörpers des Gerätes erfolgen kann, da der Kondensator des RC-Gliedes für eine gewisse Zeit seine Spannung erhält. Da ein Nagelpflegegerät bevorzugt Sa­ phirschleifkörper hat, die nur abgestorbenes Gewebe abschleifen, wird hierdurch keine Verletzungsgefahr hervorgerufen. Das erfin­ dungsgemäß Gerät ist im übrigen feinfühlig steuerbar und hat ein über den gesamten Einstellbereich im wesentlichen gleichbleiben­ des Drehmoment.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine elektrische Schaltung des Behandlungsgerätes;
Fig. 2 das Gehäuse des Behandlungsgerätes in weitgehend sche­ matischer Darstellung und
Fig. 3 einen Längsschnitt durch den vorderen Endabschnitt des Gehäuses und die dort angeordnete Spannzangenanord­ nung.
Über die Klemmen 17, 18 ist das Behandlungsgerät mit einer Span­ nungsversorgung, z. B. einem Steckernetzteil, verbunden. In an sich bekannter Weise liegt der Motor 1 im Kollektorkreis eines Thyristors 2. Der Motor ist zur Verbesserung der Laufruhe mit einem Elektrolytkondensator 3 überbrückt.
Die Klemme 18 kann beispielsweise die Masseleitung der Schaltung bilden.
Um die Treiberschaltung vom Motorkreis zu trennen ist, ein Gleichrichter 19 zusammen mit einem Elektrolytkondensator 20 vorgesehen.
Über den Spannungsteiler 9 und 10 ist ein Schmitt-Trigger ange­ steuert, der den Ein- und Ausschaltpunkt festlegt. Die Aussteue­ rung des Thyristors 2 erfolgt über den Widerstand 6 durch den Transistor 11. Oberhalb einer festgelegten Spannung (Minimal­ drehzahl) kippt der Schmitt-Trigger, damit sperrt Transistor 4 und das Gate von Thyristor 2 erhält über den Widerstand 6 von Transistor 11 die zum Anlauf nötige Vorspannung.
Am Gateanschluß des Feldeffekttransistors 11 befindet sich ein RC-Glied, bestehend aus dem Widerstand 13 und einem Kondensator 12, wobei der Kondensator 12 mit Masse verbunden ist und das offene Ende des Widerstandes 13 am Umschaltkontakt 14 eines Umschalters mit den Kontakten 15, 16 liegt. Am Kontakt 15 liegt die Versorgungsspanung, während der Kontakt 16 mit Masse ver­ bunden ist.
Wenn der Umschaltkontakt 14 längere Zeit mit dem Kontakt 16 verbunden ist, liegt das Potential der Zündelektrode des Thyri­ stors 2 im wesentlichen auf Masse. Wenn der Umschaltkontakt 14 mit dem Kontakt 15, d. h. mit der Versorgungsspannung, verbunden wird, lädt sich der Kondensator 12 über den Widerstand 13 lang­ sam auf, so daß das Gatepotential des Feldeffekttransistors 11 ansteigt. Damit steigt auch die Spannung am aus den Widerständen 9, 10 gebildeten Spannungsteiler, so daß sich auch das Potential des Widerstandes 8 erhöht. Bei Freigeben des Umschaltkontaktes 14 behält aufgrund des hohen Eingangswiderstandes des Feldef­ fekttransistors 11 der Kondensator 12, der sehr verlustfrei ausgebildet sein sollte, seine Spannung, so daß die Drehzahl des Motors 1 gleich bleibt.
Die Erhöhung oder Erniedrigung der Drehzahl des Motors 1 erfolgt also durch wechselweise Anschaltung des Umschaltkontaktes 14 an die Klemmen 15 oder 16. Die Ansprechgeschwindigkeit der Schal­ tung wird durch die Größe des Widerstandes 13 bestimmt. In einem ausgeführten Beispiel wird für den Widerstand 13 ein 5,6 MΩ- Widerstand verwendet, wobei die Größe des Kondensators 12 0,47 µF beträgt. Als Feldeffekttransistor wird ein BS170-Typ verwen­ det.
Der Umschalter mit dem Umschaltkontakt 14 und den Anschlüssen 15, 16 kann als Wechselschalter oder als Wippschalter ausgeführt sein. Es können auch zwei einzelne wechselweise auslösbare Schalter verwendet werden, z. B. Tastaturschalter oder Höcker­ schalter o.a.
Die gleitende Regelung der Drehzahl ist statt mit einem Kipp­ schalter, der mit zwei Spannungspotentialen verbunden werden kann, auch durch zwei Sensoren erreichbar, die bei Berührung durch die menschliche Haut die Drehzahl in Abhängigkeit der zeitlichen Dauer der Berührung nach oben oder nach unten ver­ ändern.
Wenn gewünscht ist, daß das Gerät nach einem Ausschalten, z. B. über einen getrennten Ein-/Aus-Schalter, und erneutem Einschal­ ten jeweils nur im ruhenden Zustand in Betrieb genommen werden kann, kann vorgesehen sein, daß der Kondensator 12 durch eine geeignete Diodenschaltung sich bei Wegfall der Spannungsver­ sorgung selbsttätig entlädt. Zu diesem Zweck kann auch vorgese­ hen sein, daß der Umschalter zusätzliche Schaltstellungen auf­ weist, die zum Ausschalten des Gerätes das RC-Glied kurzschlie­ ßen bzw. ein unmittelbares Einschalten der höchsten Drehzahl unter Umgehung des RC-Gliedes ermöglichen. Diese Funktionen können auch durch einen separaten Ein-/Aus-Schalter bewirkt werden.
Da der mit dem Umschaltkontakt 14 und den Schaltkontakten 15, 16 versehene Umschalter mit der übrigen Schaltung lediglich über Drahtverbindungen verbunden ist, kann der Umschalter an nahezu beliebiger Stelle im Behandlungsgerät angeordnet werden.
Fig. 2 zeigt einen Gehäuseschnitt durch ein Behandlungsgerät.
Das Gehäuse 21 ist mit einem vorderen konusförmigen Bereich versehen, in dem der Umschalter 22 seitlich angeordnet ist. Die Leiterplatte 23 befindet sich der zylindrischen Umfangswand des Gehäuses benachbart im hinteren Teil des Gehäuses und ist ledi­ glich über Drahtverbindungen mit dem Umschalter 22 verbunden. Der übrigen Innenraum des Gehäuses wird im wesentlichen durch den nicht dargestellten Motor eingenommen.
Durch eine Kabelentlastung 24 wird das Gerät mit einer separaten 24V-Spannungsversorgung verbunden, die ggf. einen Ein-/Aus- Schalter besitzen kann.
Der vordere Endabschnitt des Gehäuses 21 des Behandlungsgerätes hat bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 eine Kegelstumpfform, die durch einen Kunststoffmantel 25 vorgegeben ist, der auf die Außenseite eines metallenen Hülsenkörpers 26 fest aufgebracht ist. Der Kunststoffmantel 25 hat längsgerichtete Rippen 27, die das Drehen der aus dem Kunststoffmantel 25 und dem metallenen Hülsenkörper 26 zusammengesetzten äußeren Hülse erleichtern.
Der metallene Hülsenkörper 26 hat in einem rückwärtigen Bereich seiner Innenseite einen Gewindeabschnitt 28, der in Eingriff mit einem radial äußeren Gewindeabschnitt 29 eines in dem Gehäuse 21 unbeweglich befestigten rohrförmigen Schraubenbolzens 30 steht.
Die äußere Hülse 25, 26 ist demnach drehbar angeordnet und wird - je nach Drehrichtung - gegenüber dem übrigen Gehäuse 21 entwe­ der in Richtung des Pfeils A axial vorwärts bewegt oder aber in Richtung des Pfeils B axial rückwärts bewegt.
Die Vorwärtsbewegung ist durch eine äußere Ringschulter 31 begrenzt, wenn diese auf einen gehäusefesten Anschlag 32 auf­ läuft. In diesem Zustand ist eine weitere Drehung der äußeren Hülse 25, 26 verhindert, und durch ein leichtes Festziehen der Ringschulter 31 gegen den Anschlag 32 kann das Gerät auch an dem Kunststoffmantel gehalten und gehandhabt werden, ohne daß sich die äußere Hülse 25, 26 auf unerwünschte Weise dreht.
Der Hülsenkörper 26 hat an einer axial vor dem Gewindeabschnitt 28 liegenden Stelle eine radial nach innen weisende Ringschulter 33, an der zwei Mitnehmer bildende Zapfen 34 anliegen können. Die miteinander fluchtenden Zapfen 34 durchgreifen in der Fig. 3 nicht dargestellte, in axialer Richtung verlaufende Schlitze in einer Zwischenhülse 35 und erstrecken sich bis zur Außenwand einer langgestreckten Innenhülse 36, an der sie fest angesetzt sind.
Die Zwischenhülse 35 ist an ihrem rückwärtigen Ende fest mit einer weiteren Hülse 37 verbunden, die ihrerseits drehfest mit der Motorwelle 38 gekoppelt ist. An ihrem vorderen Endabschnitt ist die Zwischenhülse 35 fest mit einer vorderen Zwischenhülse 39 verbunden, die einen sich zum vorderen Ende konisch verjün­ genden Innenraum hat. An der konischen Innenwand 40 der vorderen Hülse 39 liegt die Außenseite einer Spannzange 41, an die eine zentrale Bohrung 42 zur Aufnahme des Schafts eines nicht darge­ stellten Werkzeugs enthält. Die Spannzange 41 hat auf übliche Weise eine in Längsrichtung aufgeschlitzte Umfangswand mit einem oder mehreren weggeschnittenen Umfangsabschnitten, so daß beim Vorschub der Spannzange 41 gegenüber der vorderen Hülse 39 - bei dem der vordere Endabschnitt der Spannzange 41 um eine kleine Strecke auf der Öffnung der Hülse 39 austritt ä der Durchmesser der Bohrung 42 verringert wird, wodurch ein sich darin befind­ licher Schaft fest eingeklemmt wird.
Die innere Hülse 36, die mit den Mitnehmern 34 versehen ist, ist gegenüber den fest miteinander verbundenen Hülsen 39, 35 und 37 axial verschieblich und natürlich gemeinsam mit diesen durch die Motorwelle 38 drehbar.
Der vordere Endabschnitt 43 der inneren Hülse 36 erweitert sich konisch und liegt an einer entsprechend konischen Fläche 44 der Spannzange 41 an.
Eine Schraubendruckfeder 45 spannt die innere Hülse 36 und damit die Spannzange 41 nach vorne vor. Hierzu ist die Feder 45 zwi­ schen einer radial nach innen weisenden Ringschulter 46 der Zwischenhülse 35 und einer radial nach außen weisenden, weiter vorne liegenden Ringschulter 47 der inneren Hülse 36 einge­ spannt.
Fig. 3 zeigt den Zustand, in dem die Spannzange 41 bzw. deren Bohrung 42 so aufgeweitet ist, daß der Schaft eines Werkzeugs aus der Bohrung 42 entnommen oder in die Bohrung 42 lose einge­ setzt werden kann. In diesem Zustand ist die äußere Hülse 25, 26 axial zurückbewegt, so daß der ringförmige Vorsprung 31 des Hülsenkörpers 26 von dem Anschlag 32 beabstandet ist. Die innere Ringschulter 33 des Hülsenkörpers 26 hat die Mitnehmer 34 und damit die innere Hülse 36 zurückgezogen, d. h. in der Darstellung der Fig. 3 nach rechts bewegt, wobei die Schraubendruckfeder 45 zusammengedrückt wurde. Die Spannzange 42 ist dieser Bewegung gefolgt und vollständig in den Hohlraum der Hülse 39 eingerückt, d. h. sie steht nicht mehr über die vordere Stirnfläche der Hülse 39 vor. Hierdurch ist die Bohrung 42 der Spannzange 41 infolge der Rückstellkraft ihres Materials aufgeweitet.
Wenn nun der in die Bohrung eingesetzte Schaft eines Werkzeugs drehfest von der Spannzange 41 erfaßt werden soll, um einen Behandlungsvorgang mit dem Gerät ausführen zu können, wird die äußere Hülse 25,26 in Vorwärtsrichtung gedreht, wobei mit beson­ derem Vorzug die Gewinde 28, 29 so ausgebildet sind, daß eine Drehung um etwa 90° das Werkzeug in dem Gerät befestigt bzw. freigibt.
Durch Vorwärtsschrauben der äußeren Hülse 25, 26 wandert der Anschlag 33 in der Darstellung der Fig. 3 nach links, wodurch die innere Hülse 36 durch Federkraft ebenfalls nach links vor­ geschoben wird. Die Spannzange 41 bewegt sich nun gegenüber der Hülse 39 nach links und tritt geringfügig aus dieser aus. Hier­ bei wird die Spannzange radial nach innen zusammengedrückt, wodurch der in der Spannzange sitzende Schaft fest eingeklemmt wird, so daß er sich gemeinsam mit der Spannzange dreht.
Die äußere Hülse 25, 26 wird zweckmäßigerweise so weit in Vor­ wärtsrichtung gedreht, bis die Ringschulter 31 an dem gehäuse­ festen Anschlag 32 anliegt. In diesem Zustand sind die Mitnehmer 34 von der Ringschulter 33 des Hülsenkörpers 26 beabstandet, so daß sich die Hülse 36 zusammen mit den Hülsen 39, 35 und 37 und der Spannzange 41 frei drehen kann. Die genannten Hülsen beste­ hen ebenso wie der Hülsenkörper 26 aus Metall.
Die Hülse 37 ist in einem in dem Gehäuse 21 angeordneten Lager 48 drehbar gehalten.
Bei der erfindungsgemäßen Spannzangenanordnung ist demnach der Schaft des Werkzeugs infolge Federkraft in der Spannzange fest­ geklemmt. Dies hat den Vorteil, daß die Spannzange das Werkzeug mit einer exakt vorgegebenen Kraft hält und daß sichergestellt ist, daß auch Benutzer mit geringen Körperkräften wie z. B. ältere Menschen problemlos einen Werkzeugtausch vornehmen kön­ nen. Dies wäre nicht gewährleistet, wenn der Schaft eines Werk­ zeugs durch eine vom Benutzer aufgebrachte Schraubkraft in der Spannzange festgeklemmt würde.
Die erfindungsgemäße Spannzangenvorrichtung ermöglicht hingegen einen schnell und leicht auszuführenden Austausch- und Befesti­ gungsvorgang für das Werkzeug. Dies kann bequem mit einer Hand bewerkstelligt werden.
Bezugszeichenliste
1 Motor
2 Thyristor
3 Kondensator
4 Transistor
5 Transistor
6 Widerstand
7 Widerstand
8 Widerstand
9 Widerstand
10 Widerstand
11 Feldeffekttransistor
12 Kondensator
13 Widerstand
14 Umschaltkontakt
15 Kontakt
16 Kontakt
17 Anschluß
18 Anschluß
19 Diode
20 Kondensator
21 Gehäuse
22 Umschalter
23 Leiterplatte
24 Kabelentlastung

Claims (16)

1. Kosmetisches Behandlungsgerät mit einem Gehäuse mit inte­ griertem Antriebsmotor, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (38) des Antriebsmotors (1) drehfest mit einer Spannzangenanordnung verbunden ist, in deren Spannzange (41) der Schaft eines Behandlungswerkzeugs infolge der Kraft einer Feder (45) zur gemeinsamen Drehung gehalten ist.
2. Behandlungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine äußere Hülse (25, 26) den vorderen Endabschnitt des Gehäuses (21) bildet und gegenüber diesem sowohl drehbar als auch axial bewegbar angeordnet ist.
3. Behandlungsgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Hülse aus einem metalle­ nen Hülsenkörper (26) und einem fest darauf aufgebrachten Kunst­ stoffmantel (25) besteht.
4. Behandlungsgerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der metallene Hülsenkörper (26) an seiner Innenseite einen Gewindeabschnitt (28) hat, der in Ein­ griff mit einem äußeren Gewindeabschnitt (29) eines stationär in dem Gehäuse (21) angeordneten hohlen Gewindebolzens (30) steht, der von der drehbaren Spannzangenanordnung durchgriffen wird.
5. Behandlungsgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der metallene Hülsenkörper eine radial innere Ringschulter (33) hat, die einen Anschlag für wenigstens einen von der Feder (45) beaufschlagten Mitnehmer (34) bilden kann, wobei der Mitnehmer (34) mit einer Innenhülse (36) in Verbindung steht, die an der Spannzange (41) zum gemein­ samen Vorschub mit dieser anliegt.
6. Behandlungsgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer durch wenigstens einen, bevorzugt zwei radial von der Innenhülse (36) nach außen abstehende Zapfen (34) gebildet ist, die in axialer Richtung verlaufende Schlitze einer drehfest mit der Motorwelle (38) verbundenen Zwischenhülsenanordnung (39, 35, 37) durchgreift und aus dieser radial außen herausragen.
7. Behandlungsgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der metallene Hülsenkörper (26) der äußeren Hülse eine Ringschulter (31) aufweist, die die Drehbewe­ gung der äußeren Hülse in Vorwärtsrichtung begrenzt, indem sie auf einen gehäusefesten Anschlag (32) auftrifft, wobei in diesem Zustand der Mitnehmer (34) von der zugeordneten inneren Ring­ schulter (33) beabstandet ist.
8. Behandlungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (25) eine Druckfeder ist, die zwischen einer Ringschulter (47) der inneren Hülse (36) und einer Ringschulter (46) der Zwischenhülse (35) eingespannt ist.
9. Behandlungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei ein von der Außenseite des Gehäuses zugänglicher manuell betätigbarer Einsteller zur Einstellung der Drehzahl des An­ triebsmotors vorgesehen und der Motor durch eine Phasenan­ schnittssteuerung in der Drehzahl einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerelektrode eines Thyristors (2) über eine Treiberschaltung mit dem Abgriff eines RC-Gliedes (12, 13) verbunden ist, dessen offenes Ende (14) zur Änderung der Drehzahl des Motors wahlweise mit zwei unterschiedlichen Span­ nungspotentialen verbindbar ist.
10. Behandlungsgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das offene Ende des RC-Gliedes (12, 13) am Umschaltkontakt (14) eines Wechselschalters ange­ schlossen ist, dessen Wechselkontakte (15, 16) mit den Spannungs­ potentialen verbunden sind.
11. Behandlungsgerät nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Abgriff des RC-Gliedes am Gate­ anschluß eines Feldeffekttransistors (11) angeschlossen ist.
12. Behandlungsgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschalter ein Wippschalter ist.
13. Behandlungsgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschalter ein Tastschalter ist.
14. Behandlungsgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschalter zwei Sensoren auf­ weist, die bei Berührung mit der menschlichen Hand wirksam werden.
15. Behandlungsgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Ein- und Ausschaltdrehzahl durch einen Spannungsteiler (9, 10) über eine Triggerschaltung punkt­ genau in einem weiten Bereich vorwählbar ist.
16. Behandlungsgerät nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Leiterplatte räumlich getrennt angeordnete Umschalter (22) mit der Leiterplatte (23) über Drahtverbindungen verbunden ist.
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WO2020157125A1 (de) * 2019-01-29 2020-08-06 NWT Management GmbH Handstück für ein medizinisches oder kosmetisches bearbeitungsgerät

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