DE19740869C2 - Vorrichtung zur automatischen Befüllung mehrerer, auf einem drehbar gelagerten Teller abgestellten Trinkgläser - Google Patents

Vorrichtung zur automatischen Befüllung mehrerer, auf einem drehbar gelagerten Teller abgestellten Trinkgläser

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur automatischen Befüllung mehrer Trinkgläser mit insbesondere schaumbildenden Flüssigkeiten, wobei wenigstens eine ortsfeste Füllstation vorhanden ist, wobei die Trinkgläser auf einem drehbar gelagerten Teller abstellbar sind, wobei die Trinkgläser durch eine Drehung des Tellers unter die Füllstation positionierbar sind, wobei die Drehung des Tellers abstoppbar ist, wenn sich ein Trinkglas unter der Füllstation befindet, gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
Eine derartige Vorrichtung ist bereits bekannt (DE 29 21 663 A1). Hier sind auf einem Drehteller definierte Abstellpositionen für die Gläser vorgesehen, die mit einem Kontaktschalter verbunden sind, der anspricht, wenn auf der Abstellposition ein Gegenstand mit einem bestimmten Gewicht steht. Durch die Berücksichtigung des Drehwinkels und der als belegt erkannten Abstellpositionen kann ein Motor gesteuert werden, mit dem der Drehteller gedreht wird, so dass nacheinander abfolgend die als belegt erkannten Abstellpositionen für die Gläser unter die Füllstation positioniert werden. Dies ist ebenso aus der DE 39 09 199 A1 bekannt.
Weiterhin ist es bekannt (DE 25 34 554 A1), auf einem Drehteller verschiedene definierte Standpositionen vorzusehen. Dabei sollen diese Standpositionen automatisch mit zunächst leeren Gläsern beladen werden.
Weiterhin sind verschiedene Lösungen bekannt, bei denen mittels eines Schwenkarms die Füllstation nacheinander über ortsfest stehenden Glasern positioniert wird (DE 44 29 353 A1, DE 36 07 328 A1).
Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zugrunde, eine Vorrichtung zur automatischen Befüllung mehrerer Trinkgläser vorzuschlagen, bei der die Platzierung der Trinkgläser auf der Fördervorrichtung möglichst einfach auch im hektischeren Ausschank- und Servierbetrieb möglich sein soll. Dabei soll die Vorrichtung von den Abmessungen her möglichst platzsparend sein und nicht zu aufwendig in der Konstruktion.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß nach Anspruch 1 gelöst, wonach der Füllstation eine Sensoreinheit zur Erfassung der Anwesenheit eines Trinkglases unter der Füllstation räumlich zugeordnet ist, wobei die Drehung des Tellers abhängig von dem Signal der Sensoreinheit geregelt abstoppbar ist.
Bei dieser Lösung erweist es sich als vorteilhaft, dass es nicht auf die genaue Positionierung der einzelnen Trinkgläser an definierten Sollpositionen ankommt, wie dies bei den Lösungen nach dem Stand der Technik der Fall ist. Dies erweist sich insbesondere auf Großveranstaltungen als vorteilhaft, weil hier das Bedienungspersonal in erheblichem Maße ausgelastet ist. Vorteilhaft muss dann keine Zeit für eine exakte Positionierung der Trinkgläser verwendet werden.
Weiterhin erweist sich dies als vorteilhaft, weil auch die Zahl der Trinkgläser auf einem Teller nicht festgelegt ist. Es können beliebige Abstände zwischen den Trinkgläsern berücksichtigt werden, die noch nicht einmal zwischen den einzelnen Trinkgläsern gleich sein müssen.
Gemäß Anspruch 2 ist die Flüssigkeit Bier bzw. Biermischgetränke.
Hierbei ist die Erfindung besonders vorteilhaft einsetzbar, weil diese Getränke eine relativ starke Schaumbildung aufweisen und damit der Einschenkvorgang vergleichsweise lang dauert und zeitaufwändig ist. Besonders vorteilhaft ist die Erfindung auch bei diesen Getränken bei Großveranstaltungen einsetzbar, weil dort üblicherweise ein großer Durchsatz an derartigen Getränken erzielt wird, so dass hier ein effizientes Ausschenken besonders wichtig ist, um übermäßig lange Wartezeiten für die Kunden zu vermeiden.
Bei der Ausgestaltung der Vorrichtung nach Anspruch 3 ist die Drehung des Tellers beim Befüllen von einem definierten Drehwinkel des Tellers aus initiierbar, wobei jedes Glas in einer Drehrunde um 360° einmal unter der Füllstation positionierbar ist, wobei die Drehrunde abgeschlossen ist, wenn der definierte Drehwinkel wieder erreicht ist, wobei nach der ersten Drehrunde weitere Drehrunden jeweils dann initiierbar sind, wenn eine für das Absetzen von Schaum geeignete Zeitspanne seit der vorangegangenen Drehrunde vergangen ist.
Vorteilhaft kann mit dieser Ausgestaltung der Vorrichtung ein gut eingeschenktes Bier erreicht werden, indem die Absetzphase für den Schaum bei Befüllen entsprechend berücksichtigt wird.
Bei der Vorrichtung nach Anspruch 4 sind die Teller zur Aufnahme der Trinkgläser als rundförmige Tabletts zur Aufnahme von Gläsern geformt. Die Vorrichtung weist weiterhin eine Transportaufnahme für die Tabletts zur rutschfesten Aufnahme der Tabletts.
Dadurch können die gefüllten Gläser vom Bedienungspersonal besonders einfach abtransportiert werden, indem einfach das vollständige Tablett entnommen wird. Weiterhin kann die Ausnutzung der Vorrichtung erhöht werden, indem weitere Tabletts mit leeren Gläsern bereits vorbereitet zur Verfügung stehen. Nach der Entnahme eines Tabletts mit gefüllten Gläsern kann also sofort wieder ein Tablett mit leeren Gläsern auf die Aufnahme gestellt werden, wonach dann der Einfüllvorgang fortgesetzt werden kann.
Bei der Vorrichtung nach Anspruch 5 weist ein kreisförmig konstruiertes Trägergestell eine oder mehrere Füllstationen auf, wobei die Transportvorrichtung ein um das ganze Trägergestell führendes kontinuierliches rotierendes Drehband darstellt für die Aufnahme einer Vielzahl von Tellern, wobei die darauf befindlichen Trinkgläser geregelt befüllbar sind.
Vorteilhaft lassen sich also mit einer solchen Ausführungsform mehrere Teller gleichzeitig in die Vorrichtung einstellen, so dass die darauf befindlichen Trinkgläser gefüllt werden. Der Bedienungsaufwand der Vorrichtung kann dabei minimiert werden, indem nicht nach jedem einzelnen Teller die darauf befindlichen Trinkgläser entfernt werden müssen, nachdem diese gefüllt sind, um dann wiederum leere Gläser einzustellen.
Zusammengefasst betrifft die Erfindung also eine maschinelle Befüllungseinrichtung, die ein oder auch mehrere Zapfventil(e) haben kann, wobei an jeder Zapfhahnstelle eine Vielzahl von Gefäßen auf je einem Transporter gleichzeitig vollautomatisch flüssigkeitsabhängig programmiert zu befüllen sind.
Die Programmierung des Befüllungs- und Transportablaufes und seiner Einzelschritte vorrichtungsgemäß soll einerseits die auf einer variablen Transportvorrichtung stehenden Einzelgefäße, zum Beispiel ein Tablett mit einer bestimmten größeren Gefäßanzahl vollautomatisch durch Sensoren alle Einzelgefäße im zyklischen Programmablauf befüllen bis zu einer vorgegebenen Randhöhe, andererseits ist es - wie ausgeführt - unerheblich, wie viele Einzelgefäße auf dem Gefäßträger sich befinden und welche Standposition ein Gefäß gerade hat.
Außerdem soll die Befüllung in einer prozesserrechneten flüssigkeitsoptimierbaren kürzestmöglichen Zeit erfolgen. Nach Erreichung einer Gefäßeichmarke bzw. nach Erkennung einer oberen markanten Befüllungskrone für jedes Einzelgefäß, kann der Gefäßträger mit allen optimal gefüllten Gefäßen komplett vom Gefäßtransporter, zum Beispiel von einem Drehteller, abgehoben werden.
Eine solche programmierte Befüllungsmaschine für die Befüllung von Bier in übliche Biergläser, die Einzellgläser auf einem transportablen Tablett automatisch und zeitlich optimiert gleichmäßig befüllt an einer oder mehreren Zapf­ ventilstelle(n) unter Einsparung des Abzapfpersonals, be­ steht aus gut herstellbaren Einzelteilen aus bekannten ver­ fügbaren Materialien, die relativ einfach zusammenzubauen sind gemäß Zeichnung Blatt 1.
Im wesentlichen bestehen die Bauteile aus einem Träger­ gestell-Position 1 - Blatt 1, aus einem Gefäßtablett-Trans­ porter, zum Beispiel einem Drehteller-Pos. 3 - Blatt 1, ei­ nem Gehäuse für den Programmspeicher der Verfahrens­ steuerung-Pos. 2 - Blatt 1, einem Antriebsaggregat, bei­ spielsweise einem Elektromotor-Pos. 4 - Blatt 1, einer An­ triebskupplung, wie ein Riemenantrieb-Pos. 5 - Blatt 1, ei­ nem oder mehreren Ventilen mit Zapfhahn-Pos. 8, den Meß- und Erkennungs-Sensoren für die Gefäßbefüllung-Pos. 10 und 11, den Gefäßtransport und die Gefäßzählung im Zyklus bis zu 3 Befüllungsrunden-Pos. 9 und dem Referenzpunkt- Initiator für den drehbaren Gefäßtablett-Teller-Pos. 7.
Sodann ist eine Starttaste, manuell bedienbar-Pos. A oder eine Startautomatik sensorgesteuert am Gefäßtablett-Pos. B, vorgangsintegriert vorhanden (alle Pos. gemäß Blatt 1).
Die Gefäßtablette-Pos. 6 - Blatt 1, sind maßlich an den Drehteller und die Sensorautomatik angepaßt.
Die mit der gegenständlichen Erfindung gemäß Anspruch 1 erzielbaren Vorteile bestehen insbesonders darin, daß die Bedienungskosten für Zapfhahnpersonal mit viel Aus­ schank verringert werden, daß eine größere Anzahl von Biergläsern nur einmal auf das Gefäßtablett zu stellen sind, alle bisherigen umständlichen und zeitraubenden von Hand betätigten vielfachen Einzelbewegungen vieler Biergläser entfallen, weil die Befüllung nunmehr vollautomatisch auf dem drehbaren Tablett-Teller erfolgt für eine größere An­ zahl von Gläsern und die einzelnen Befüllungsschritte sen­ sorgesteuert und zeitoptimal sowie sehr gleichmäßig und exakt geschehen.
Nach der exakt durch eine Eichmarke erfolgten Endfüll­ höhe kann das Biertablett komplett zum Servieren abgeho­ ben werden und durch Aufstellen einer neuen Charge Bier­ gläser auf einem Tablett beginnt sofort der nächste Automa­ ten-Zyklus, ohne dauernde Personalbedienung am Zapf­ hahn.
Die jeweils günstigste Glaszusammenstellung und der Service kann gegebenenfalls bei großräumiger Gastbedie­ nung, beispielsweise bei Außenbedienung, auch direkt vor Ort des Großbedarfs erfolgen, da die Maschine leicht überall hin zu transportieren ist und leicht aufstellbar ist.
Die schnelle Bedienung vor Ort, die optimierten Befül­ lungsvorgänge für eine größere Anzahl von Biergläsern und die optimierten Transportvorgänge kommen auch der größe­ ren Kundenzufriedenheit entgegen. Die Wartezeiten zwi­ schen der Bestellung und der Bierauftischung verkürzen sich.
Alle diese Vorteile summieren sich sich noch mehr im Großausschank und in Schnellbedienungsbetrieben durch die erfindungsgemäße Ausbildung der maschinellen Vor­ richtung und des programmierten Verfahrens bei mehr als einem Zapfventil.
So kann beispielsweise das Trägergestell einer Maschine mit Rechteckformat, mit je einem Zapfventil an den Gestellseiten ausgestattet werden, mit jeweils einem zusätzlichen Gefäßträger-Drehteller bestückt und zentral gesteuert im Ablaufprogramm.
Oder bei einer kreisförmigen Trägergestellausführung kann kontinuierlicher Karussell-Befüllungsablauf pro­ grammgestaltet werden gemäß den prozessorgesteuerten Ablaufdiagrammen Blatt 2 und Blatt 3.
Das sind beispielhafte Vorrichtungs- und Verfahrensge­ staltungen. Eine vielfältige weitere erfindungsgemäße tech­ nische und programmgemäße Gestaltungsmöglichkeit ist gemäß dieser Ausführungen gegeben.
Ein Ausführungsbeispiel der gegenständlichen Erfindung gemäß dem Hauptanspruch 1 zur vollautomatischen Befül­ lung einer größeren Anzahl von Gläsern mit Bier, hier 11 Gläser, ist in den Zeichnungen Blatt 1, 2, 3 sowie 4 darge­ stellt und wird als komplette Maschine für den erfindungs­ gemäßen Zweck nachfolgend beschrieben:
Es zeigen gemäß Zeichnung Blatt 1: Komplette vollauto­ matische Zapfanlage für Bierabfüllungen in eine größere Anzahl von Einzelgläsern.
Ziffer 1 = Tragegestell aus Aluminiumprofilen
Ziffer 2 = Gehäuse mit Programmspeicher für Verfahrens- und Vorrichtungssteuerung
Ziffer 3 = Glastablett-Drehteller
Ziffer 4 = Antriebsmotor des Drehtellers (Elektromotor ist vorgesehen)
Ziffer 5 = Antriebskupplung, als Riemenantrieb
Ziffer 6 = Gefäßtablett zur Aufnahme bis zu 11 Biergläser, abnehmbar
Ziffer 7 = Induktiver Innitiator Referenzpunkt Tablett-Dreh­ teller
Ziffer 8 = Ventil mit Bierzapfhahn
Ziffer 9 = Initiator Glasgefäßerkennung; kapazitiv, sonar oder mit Laser
Ziffer 10 = Eichmarkenerkennung, als Reflex-Licht­ schranke, Endfüllungssignal
Ziffer 11 = Schaumkronen-Erkennung, sonar
Buchstabe A = Starttaste manuell
Buchstabe B = Sensor-Startautomatik, mit variabler Zeitver­ zögerung (sec.)
Buchstabe C = Wahlschalter für zwei oder drei Zapfrunden.
Es folgt die allgemeine Erläuterung des erfindungsgemä­ ßen Funktionsprinzips der vollautomatischen Bierglas-Be­ füllungsmaschine gemäß Hauptanspruch 1, mit einem kom­ pletten Programmablauf nach den Zeichnungen Blatt 1, 2, 3 und 4:
Die gemäß dem Anspruch 1 erfindungsgemäße Vorrich­ tung dient dem automatischen Befüllen von Trinkgefäßen mit Flüssigkeiten, im gegenständlichen Verfahren zum Be­ füllen von Gläsern mit Bier. Als komplette Zapfanlage.
Dazu wird in einem darauf abgestimmten automatischen Prozessor-Programm der technische Ablauf für die Einzel­ befüllungen der Gläser und die Funktionen der beweglichen Vorrichtungen bestimmt in übereinstimmender Ablauffolge.
Im gegenständlichen Verfahren wird ein rundes Gefäßta­ blett (Pos. 6 - Blatt 1), das mit bis zu 11 Biergläsern von Hand in einfacher Ordnung bestückt wurde, auf den Tablett- Drehteller (Pos. 3 - Blatt 1) gestellt. Bei Kontakt mit dem Drehteller wird durch die Programmautomatik des Sensors (Pos. B - Blatt 1), mit Hilfe einer Reflex-Lichtschranke und unter einer Verzögerung bis zu 8 Sekunden der Automatik­ betrieb gestartet.
Bei einer einfachen Startautomatik kann diese auch mit Hilfe einer von Hand zu bedienenden Taste erfolgen (Pos. A - Blatt 1).
Dabei ist es unerheblich, wieviele Biergläser auf dem Ta­ blett sich befinden.
Ausgangsstellung: Das Gefäßtablett mit bis zu 11 Bier­ gläsern steht auf dem Tablett-Drehteller der Befüllungsma­ schine.
Befüllungsablauf: Der Antrieb des Drehtellers wird ge­ startet durch die Kontaktberührung des Tabletts auf dem Drehteller. Nach etwa 8 Sekunden beginnt der Elektromotor (Pos. 4 - Blatt 1) den Drehteller in vorgegebener Geschwin­ digkeit in Rotation zu versetzen. Die Kraftübertragung er­ folgt in der einfachen Ausführung durch Riemenantrieb (Pos. 5 - Blatt 1). Bei Erreichung des Referenz-Punktes In­ itiator Drehteller, der induktiv erkannt wird (Pos. 7 - Bl. 1) beginnt der Bierzapf-Zyklus. Nun dreht der Tablett-Teller sich weiter bis das erste Bierglas mit Hilfe des Initiators Glaserkennung (Pos. 9 - Blatt 1), der kapazitiv erfaßt wird, die genaue Zapfposition erreicht hat (Pos. 8 - Blatt 1).
Danach wird das Ventil am Zapfhahn geöffnet. Nach Ab­ lauf einer praktisch definierten Zapfzeit bzw. durch Schaum­ kronenerkennung sonar (Pos. 11 - Blatt 1), schließt das Ven­ til die Bierzufuhr. Nun startet eine kurze bestimmte Abtropf­ zeit. Danach rotiert der Tablett-Drehteller bis zur nächsten Glaspositionierung in Pos. 8 - Blatt 1. Dieser Zapfablauf wiederholt sich programmgemäß bis zum neuerlichen errei­ chen des Referenzpunktes Initiator Tablett-Drehteller (Pos. 7 - Blatt 1). Die erste Zapfrunde ist somit erfolgt.
In dieser ersten Zapfrunde wird gleichzeitig durch den Prozessor die Anzahl der auf dem Tablett sich befindlichen Gläser ermittelt und gespeichert. Dies erfolgt durch den In­ itiator Gefäßerkennung kapazitiv (Pos. 9 - Blatt 1).
Aus den gewonnenen Daten wird durch den Programm­ rechner eine variable Zeit errechnet, die zum Absetzen (Be­ ruhigung) der Bierschaumkronen dient. Nach Ablauf dieser Zeit startet das Programm den zweiten Bierzapf-Zyklus, identisch dem ersten Verfahrensablauf. Mit dem Beenden der zweiten automatischen Schaumkronenruhezeit (Absetz­ zeit) kann, falls zweckmäßig, ein dritter letzter Zapfzyklus programmgemäß erfolgen (Programm Blatt 4, Schalter C - Blatt 1).
Die letzte Programmrunde geht solange in die Ventilöff­ nungsfunktion (Pos. 8 - Blatt 1), bis die Bierfüllung in allen Gläsern die Eichmarke erreicht (Pos. 10 - Blatt 1). Diese Funktion wird exakt gesteuert durch eine Reflex-Licht­ schranke in Pos. 10 - Bl. 1. Außerdem gekoppelt mit der Schaumkronenerkennung sonar in Pos. 11 - Blatt 1.
Der Lichtreflexmelder meldet beim letzten Glas der letz­ ten Runde das Zyklusende. Nachdem das Programm alle Gläser optimal befüllt hat, wird diese Fertigmeldung durch ein optisches oder akustisches Signal angezeigt. Der Auto­ matikzyklus schaltet ab. Das Gefäßtablett kann mit den ge­ füllten Gläsern komplett servierfertig vom Drehteller abge­ nommen werden.
Die nächste Bierglascharge, vorbereitet auf einem neuen Tablett, kann auf den Tablett-Drehteller gestellt werden und programmgemäß befüllt werden. Die Vorrichtungstechnik und die Steuerautomatik ist auf belastbaren Dauerbetrieb konstruiert.
Nachfolgend wird gemäß dem Anspruch 1 der gegen­ ständlichen Erfindung der programmgespeicherte Verfah­ rensablauf dargestellt anhand der Zeichnungen Blatt 2 und Blatt 3 sowie Blatt 4:
Im Ablaufdiagramm Blatt 2 ist die Zapfroutine gemäß Blatt 3 integriert dargestellt. Insofern wird auf eine gesonderte Beschreibung des Unterprogramms Blatt 3 verzichtet.
Zapfrunde 1 (Die Programmfolge ist mit Ziffern gekenn­ zeichnet):
1 Start von Hand per Taster (Pos. A - Blatt 1) oder Auto­ matik-Start durch Aufsetzen des Gläsertabletts auf den Drehteller (Pos. B und Pos. 6 - Blatt 1).
2 Das Programm befiehlt: Starte Tablett-Tellerdrehen.
Der Drehteller beginnt zu rotieren. Zunächst ohne Glaszählung.
3 Der Drehteller rotiert bis zum Induktiv-Initiator, Refe­ renzpunkt Pos. 7 - Blatt 1.
Der Drehteller beginnt die Rotation für eine erste komplette Zapfrunde. Gleichzeitig erfolgt Zählung der Gefäße auf dem Tablett und die Anzahlspeicherung im Prozessor. Hier vor­ richtungsgemäß die Bierglasanzahl durch den Initiator Ge­ fäßerkennung Pos. 9 - Blatt 1.
4 Das erste Gefäß hat die genaue Zapfposition erreicht (Pos. 8 - Blatt 1) durch die Gefäßerkennung kapazitiv, sonar oder durch Laser (Pos. 9 - Blatt 1).
5 Es erfolgt der Programmbefehl: Stoppe Tablett-Teller­ drehen.
6 Die Gefäßerkennung - Pos. 9 - Blatt 1 - beginnt mit der Glaszählung und speichert diese im Steuerprogramm (Pos. 2 - Blatt 1).
7 Gleichzeitig wird das Unterprogramm Zapfroutine ein­ geschaltet gemäß Blatt 3 (Positionen A bis E).
8 Programmgemäß startet erneut: Tablett-Tellerdrehen; der Drehteller rotiert die Glasbefüllungsrunde durch, bis die Zapfroutine jeweils im letzten Glas die erste Befüllungs­ stufe durchgeführt hat.
9 Der Tablett-Drehteller rotiert nun bis zum Referenz­ punkt Pos. 7 - Blatt 1.
10 Das Hauptprogramm gibt nun den Befehl Warten und die Pausenzeiten der einzelnen Glasbefüllungsvorgänge werden errechnet. Die variable Absetzzeit für die Schaum­ kronen läuft ab.
Es erfolgt gemäß dem Programmspeicher: Incrementiere Rundenzähler für 2 volle Zapfrunden. Die Rotierrunden werden zahlenmäßig erfaßt und kontrolliert.
Zapfrunde 2 des Speicherprogramms:
11 Starte erneut Tablett-Tellerdrehen.
12 Der Drehteller beginnt die programmgemäße Rotation für die zweite komplette Zapfrunde zur Endbefüllung der er­ kannten und berechneten Biergläser. Demgemäß wird die Meßkontrolle bis zur Eichmarke gemäß Pos. 10 - Blatt 1 be­ ziehungsweise die Schaumkronenerkennung gemäß Pos. 11 - Blatt 1 für die Endbefüllungshöhe eingeschaltet.
Ist die Rundenzahl = 2 erreicht gemäß Ja - Pos. 12 - Blatt 2, springt das Programm weiter auf Pos. 14. Wenn = Nein, erfolgt die Aktivierung des Steuerbefehls Pos. 13 = springe in den Sprungpunkt JMP 1 = 13; dann geht der Programm­ ablauf für die Endbefüllungen ab Programmpunkt 4 bis Pro­ gramm-Ende Pos. 15 - Blatt 2.
15 Ist die Rundenzahl = 2 voll ereicht, erfolgt die Fertig­ meldung des letzten Befüllungs-Zyklus.
16 Die Programmsteuerung wird beendet. Die Zapfanlage schaltet automatisch ab in Ruhestellung.
Wahlweise kann eine integrierte programmierte 3. Zapf­ runde erfolgen (VG1 Blatt 4). Diese erfindungsgemäße Sy­ stemdarstellung und die sich daraus ergebenden optimalen Lösungen für die Befüllung beziehungsweise Umfüllung bestimmter Flüssigkeiten, insbesonders mit Schaumbildung, wie im gegenständlichen Verfahren einer vollautomatischen Zapfanlage zur Bierabfüllung in handelsübliche Gläser, als Ausschank in Gastronomiebereichen u. a., zeigt auf, daß eine relativ preiswerte vollautomatische Bierglasbefüllungs­ maschine in Verbindung mit einer billigen Prozessor-Steue­ rung noch bedeutende wirtschaftliche Vorteile erbringen kann, bei erhöhter Kundenfreundlichkeit in diesem Gewer­ bezweig.
Die beschriebene Systemtechnik erlaubt dem Konstruk­ teur weitgehende kostengünstige technische programmge­ mäße Gestaltungsmöglichkeiten, sowohl in der Auswahl der Gestellträgermaterialien- und formungen (Metalle, Holz, Kunststoffe), wie auch der Antriebsmöglichkeiten und der optimierbaren Programmablauffolgen durch gleichfalls ko­ stenarme Software.
Die Zapfventilfunktion erfolgt mit Hilfe extrem kurzzei­ tig schließender und öffnender Magnetschalter. Die elektri­ sche Anschlußleistung ist auf 230 Volt ausgelegt. Die An­ triebsleistung bei kleinen Einheiten elektromotorisch kann sowohl auf 12 wie auf 24 Volt reduziert werden, wie im ge­ genständlichen Verfahren ausführungsmäßig erfolgt ist.
Anstelle einer Kraftübertragung durch Riemen, wie in Blatt 1 konzeptionell dargestellt und in einer ersten Ver­ suchsanlage erprobt wurde, kann eine Kupplung auch preis­ wert elektromagnetisch beziehungsweise elektromecha­ nisch erfolgen.
Der Größe oder Kleinheit der automatischen maschinel­ len erfindungsgemäßen Verfahrensvorrichtungen gemäß dem Hauptanspruch 1 in kleinere oder größere Gefäße zur Flüssigkeitsabfüllung, wie hier im Ausführungsbeispiel ei­ ner Bierzapfanlage mit vollautomatischer Programmsteue­ rung, ist keine Grenze gesetzt in der Anpassung an die flüs­ sigkeitsabhängige Befüllungsproblematik verschiedener Anwendungsbereiche, insbesonders, wenn es um die schnelle und kostensparende Abfüllung oder Umfüllung von schaumbildenden Flüssigkeiten, wie Bier in Gläsern, wie im Faßausschank üblich, geht.
Die Wirtschaftlichkeit und Nützlichkeit des Verfahrens steht anderen Verfahren unter Beachtung der erfindungsge­ mäßen maschinellen Vorrichtungs- und Verfahrenstechnik, in keiner Weise nach. Insbesonders gegenüber der konven­ tionellen Art von Bierabfüllungen im üblichen Gastrono­ mieausschank, bietet in der Gesamtnutzung die erfindungs­ gemäße vollautomatische Bierzapfanlage noch deutliche Vorteile.
Aus flüssigkeits- und schaumbildungsabhängigen Grün­ den kann es erforderlich sein oder nützlich, drei Zapfrunden zu drehen. Dazu kann der Programmwahlschalter C - Blatt 1 genutzt werden. Demgemäß erfolgt dann durch die vorge­ gebene Programmierung gemäß Zeichnung Blatt 4 der Ab­ lauf einer dritten Zapfrunde.
Einzelne Programmablaufpunkte variieren hier im Ver­ gleich zum Programmablauf gemäß Blatt 3 für zwei Zapf­ runden. Eine komplette Beschreibung des ganzen Pro­ gramms Blatt 4 ist zu ersparen, da dieses dem Fachmann sinngemäß zu Blatt 3 geläufig ist.
Durch einen dritten Abfüllzyklus kann beisspielsweise eine bessere Schaumkrone bei bestimmten Getränken er­ reicht werden. Grundsätzlich ist das Verfahren für alle Mischgetränke mit oder ohne Schaumbildung konzipiert. Zum Beispiel für "Radler" oder andere Mischbiere aller Ar­ ten.
Nachfolgend sind die einzelnen Programmpunkte der in das jeweilige Hauptprogramm integrierten ZAPFROUTINE genannt (Vergleiche ZEICHNUNG - BLATT 3):
A = Start
B = Zapfventil öffnet
C = Zapfzeit ist erreicht oder Schaumkrone erkannt
D = Warten; Abtropfzeit
E = Ende Programm.
Das Flußdiagramm für das ab Seite 6 Zeilen 6 bis 39 und Seite 7 Zeilen 1 bis 9 komplett beschriebene Programm ge­ mäß Blatt 2, mit 2 integrierten Zapfroutinen enthält folgende Programmschritte:
1 Start des Zyklus
2 Starte Tablett-Tellerdrehen
3 Referenzpunkt Tablett-Tellerdrehen erreicht: Teller dreht weiter zur Zapfrunde + Glaszählung
4 Erstes Gefäß in Zapfposition
5 Stoppe Tablett-Tellerdrehen
6 Glaszählung beginnt
7 Zapfroutine schaltet ein
8 Tablett-Tellerdrehen
9 Referenzpunkt Tablett Tellerdrehen erreicht
10 Warten, Pausenzeit errechnen/Daten speichern; varai­ able Absetzzeiten Schaumkronen/Incrementiere Runden­ zähler = 2
11 Starte Tablett-Tellerdrehen
12 Rundenzähler = 2; wenn Ja, springe von 12 zu 14; wenn Nein, ab 13 weiter
13 Springe in JMP 1 (Jump) = 13
14 Fertigmeldung Zyklusende
15 Ende Programm.
Die Programmpunkte 4 bis 12 entsprechen jeweils einer kompletten Zapfroutine.
Das Flußdiagramm für eine Seite 7 in Zeile 10 erwähnte dritte Zapfrunde, wählbar gemäß dem Wahlschalter C - Blatt 1, enthält folgende Programmschritte mit drei Zap­ froutinen:
1 Start des Zyklus
2 Starte Tablett-Tellerdrehen
3 Referenzpunkt Tablett-Tellerdrehen erreicht. Der Drehtel­ ler rotiert weiter zur Zapfrunde + Glaszählung
4 Gefäß in Zapfposition; Glaszählung beginnt
5 Stoppe Tablett-Tellerdrehen, wenn Runde = 1: Alle Glä­ ser
6 Zapfroutine: Ventil öffnet in vorgegebener Zeit
7 Tablett-Tellerdrehen
8 Referenzpunkt Tablett-Tellerdrehen erreicht
9 Ende der ersten Zapfroutine erkannt
10 Pausenzeit errechnen
11 Warten; errechnete Pause, variable Absetzzeit Schaum­ kronen/Incrementiere Rundenzähler
12 Starte Tablett-Tellerdrehen
13 Rundenzähler = 3; wenn Ja, springe von 13 zu 15: wenn Nein = dann zu 14
14 Springen in JMP 1(Jump) = 14
15 Fertigmeldung Zyklusende
16 16 Ende Programm.
Die Programmpunkte 4 bis 13 entsprechen jeweils einer kompletten Zapfroutine.
Schließlich können gemäß Patentanspruch 4 auch Misch­ getränke der verschiedensten Gebrauchs- oder Geschmacks­ richtungen programmiert abgefüllt werden, die durch Ver­ mischung der Primärflüssigkeit(en) mit flüssigen oder pul­ verförmigen Additiven zugeführt, neue oder zusätzliche Wirk- oder Geschmackseigenschaften erhalten.
Das Zumischen der Additive erfolgt durch Dosierbehäl­ ter, die mit schnellreagierenden Magnetventilen ausgestat­ tet, in geeigneter Position auf einem Behälterboden ange­ bracht sind, vor oder hinter der Zapfposition 8 - Blatt 1 und sensorisch programmiert die Additive zugeben, oder durch beweglichen Dosierbord in Pos. 8/10/11 programmgemäß zugeben oder durch zusätzliche Dosierventile vor oder hin­ ter dem Zapfhahn Pos. 8 - Blatt 1, gesteuert durch Drucksy­ stem oder Saugsystem die Additive zuführen.
Es bleibt dem Konstrukteur überlassen, je nach Gestell­ ausführung und zapfmaschineller Ausführung(en) die best­ mögliche sensorische und dosiergemäße Ausbildung vorzu­ nehmen.
Nachfolgend sind die erfindungsgemäß dargelegten Pro­ gramme in Diagrammform zeichnerisch dargestellt.
Es zeigen:
ZEICHNUNG - BLATT 2 das auf Seite 8, Zeilen 28 bis 29 erwähnte Programm für zwei Zapfroutinen.
ZEICHNUNG - BLATT 3 die im Hauptprogramm jeweils integrierte Abfolge der Zapfroutine.
ZEICHNUNG - BLATT 4 das auf Seite 7, Zeile 10 er­ wähnte Programm für eine dreiteilige Zapfroutine.
ZEICHNUNG - BLATT 1 stellt die komplette Vorrichtung einer vollautomatischen Zapfanlage dar.

Claims (5)

1. Vorrichtung zur automatischen Befüllung mehrer Trinkgläser mit insbesondere schaumbildenden Flüssigkeiten, wobei wenigstens eine ortsfeste Füllstation vorhanden ist, wobei die Trinkgläser auf einem drehbar gelagerten Teller abstellbar sind, wobei die Trinkgläser durch eine Drehung des Tellers unter die Füllstation positionierbar sind, wobei die Drehung des Tellers abstoppbar ist, wenn sich ein Trinkglas unter der Füllstation befindet,
dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstation (8) eine Sensoreinheit (9) zur Erfassung der Anwesenheit eines Trinkglases unter der Füllstation (8) räumlich zugeordnet ist,
wobei die Drehung des Tellers (6) abhängig von dem Signal der Sensoreinheit (9) geregelt abstoppbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit Bier bzw. Biermischgetränke sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehung des Tellers (6) beim Befüllen von einem definierten Drehwinkel des Tellers (6) aus initijerbar ist, wobei jedes Glas in einer Drehrunde um 360° einmal unter der Füllstation (8) positionierbar ist, wobei die Drehrunde abgeschlossen ist, wenn der definierte Drehwinkel wieder erreicht ist, wobei nach der ersten Drehrunde weitere Drehrunden jeweils dann initiierbar sind, wenn eine für das Absetzen von Schaum geeignete Zeitspanne seit der vorangegangenen Drehrunde vergangen ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Teller (6) zur Aufnahme der Trinkgläser als rundförmige Tabletts (6) zur Aufnahme von Gläsern geformt sind dass die Vorrichtung eine Transportaufnahme für die Tabletts (6) aufweist zur rutschfesten Aufnahme der Tabletts (6).
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein kreisförmig konstruiertes Trägergestell eine oder mehrere Füllstationen (8) aufweist, wobei die Transportvorrichtung ein um das ganze Trägergestell führendes kontinuierliches rotierendes Drehband darstellt für die Aufnahme einer Vielzahl von Tellern (6), wobei die darauf befindlichen Trinkgläser geregelt befüllbar sind.
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