DE19829180A1 - Füllstandsmeßvorrichtung für einen Kraftstoffbehälter eines Kraftfahrzeugs - Google Patents

Füllstandsmeßvorrichtung für einen Kraftstoffbehälter eines Kraftfahrzeugs

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Abstract

Eine Füllstandsmeßvorrichtung (15) für einen Kraftstoffbehälter (10) eines Kraftfahrzeugs weist einen mit einem Schwimmhebel (18) formschlüssig verbundenen Schwimmkörper (17; 17a; 17b) auf. Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, den Schwimmkörper (17; 17a; 17b) als einen aus mehreren Teilen (21, 22) bestehenden Hohlkörper auszubilden. Um eine Kraftstoffresistenz zu erhöhen, bestehen ferner zumindest die mit dem Kraftstoff (1) in Kontakt kommenden Teile (21, 22) des Schwimmkörpers (17; 17a; 17b) aus metallischem Werkstoff oder aus Kunststoff.

Description

Stand der Technik
Die Erfindung betrifft eine Füllstandsmeßvorrichtung für einen Kraftstoffbehälter eines Kraftfahrzeugs nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Derartige bekannte Füllstandsmeßvorrichtungen haben einen Schwimmkörper, der beispielsweise aus einem gepreßten und gebrannten Kunststoffkörper besteht. Diese unter dem Handelsnamen Nitrophyl® bekannten Schwimmkörper haben jedoch den Nachteil, daß sie durch Diffusionsprozesse über der Lebensdauer betrachtet Kraftstoff aufnehmen. Dadurch erhöht sich die Eintauchtiefe des Schwimmkörpers, wodurch gegenüber dem Neuzustand des Schwimmkörpers bei gleicher Kraftstoffmenge im Kraftstoffbehälter ein geänderter Kraftstoffpegel ermittelt wird.
Weiterhin sind im Blasverfahren hergestellte Kunststoffschwimmkörper bekannt. Um zu verhindern, daß es zu den oben genannten Diffusionsvorgängen kommt, ist die Wahl bestimmter Kunststoffsorten erforderlich. Weiterhin ist das Blasverfahren aufgrund der relativ hohen Werkzeugkosten nur für Schwimmkörper wirtschaftlich einsetzbar, die in einer relativ großen Stückzahl hergestellt werden sollen.
Vorteile der Erfindung
Die erfindungsgemäße Füllstandsmeßvorrichtung für einen Kraftstoffbehälter eines Kraftfahrzeugs mit den Merkmalen des Anspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil, daß sie bei einfacher und gleichzeitig relativ kostengünstiger Herstellbarkeit über die Verwendungszeit stets die gleiche Eintauchtiefe aufweist. Daher wird bei einem bestimmten Kraftstoffpegel dieser immer in gleicher Höhe ermittelt und an die mit ihm gekoppelte Auswerteeinrichtung weitergeleitet.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Füllstandsmeßvorrichtung für einen Kraftstoffbehälter eines Kraftfahrzeugs ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Beschreibung.
Zeichnung
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 einen Schnitt durch einen Kraftstoffbehälter eines Kraftfahrzeugs, Fig. 2 einen Schwimmkörper in perspektivischer Ansicht, Fig. 3 einen Querschnitt durch den Schwimmkörper nach Fig. 2 und die Fig. 4 und 5 Querschnitte durch abgewandelte Schwimmkörper.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
In der Fig. 1 ist mit 10 der Kraftstofftank eines Kraftfahrzeugs bezeichnet, der über einen mit einem Verschlußdeckel 11 versehenen Stutzen 12 mit Kraftstoff 1 befüllbar ist. Am Grund des Kraftstofftanks 10 ist eine Kraftstoffpumpe 13 verankert, die über eine Leitung 14 Kraftstoff 1 zu dem Motor des Kraftfahrzeugs fördert. Ferner ist im Innern des Kraftstofftanks 10 eine Füllstandsmeßvorrichtung 15 zum Erfassen des Kraftstoffpegels 16 angeordnet.
Die Füllstandsmeßvorrichtung 15 umfaßt einen in den Kraftstoff 1 teilweise eintauchenden Schwimmkörper 17, der mit einem Schwimmhebel 18 verbunden ist, dessen dem Schwimmkörper 17 gegenüberliegendes Ende in einer Auswerteeinrichtung 20 angelenkt ist. Die an der oberen Innenwandung des Kraftstofftanks 10 angeordnete Auswerteeinrichtung 20 erfaßt in üblicher Weise die Winkelstellung des Schwimmhebels 18 und setzt diese in ein einem bestimmten Kraftstoffpegel 16 entsprechendes Spannungssignal um.
Erfindungswesentlich ist die Herstellung des als Hohlkörper ausgebildeten Schwimmkörpers 17. Der in den Fig. 1 bis 3 dargestellte, im wesentlichen quaderförmig ausgebildete Schwimmkörper 17 besteht aus zwei Teilen, einem Oberteil 21 und einem Unterteil 22, die beide miteinander durch einen Bördelvorgang dicht verbunden sind. Dabei wird in das becher- bzw. schalenförmige Oberteil 21 das mit einer umlaufenden Bördelkante 23 versehene, plattenförmige Unterteil 22 eingelegt und der untere Bereich des Oberteils 21 um die Bördelkante 23 umgebördelt. Um die Dichtigkeit insbesondere bei den Abschnitten des Bördelbereichs, die sich unterhalb des Kraftstoffpegels 16 befinden sicherzustellen, kann eine zusätzliche Dichtung 24 um die Bördelkante 23 gelegt sein.
Das Oberteil 21 und das Unterteil 22 bestehen bevorzugt aus metallischem Werkstoff wie Aluminium- oder Stahlblech. Die Formgebung erfolgt insbesondere im Zieh- bzw. Stanzprägeverfahren. Insbesondere beim Unterteil 22 ist es jedoch auch denkbar, daß es aus Kunststoff besteht und z. B. im Spritzgußverfahren hergestellt ist. Das aus Kunststoff bestehende Teil kann zusätzlich mit einer Gummierung versehen sein.
In Abänderung des oben Beschriebenen kann das Oberteil auch aus mehreren Teilen zusammengesetzt sein, wobei die Bestandteile durch Kleben, Schweißen, Bördeln o. ä. miteinander dicht verbunden sind. Auch kann der Bördelvorgang zwischen dem Oberteil 21 und dem Unterteil 22 beispielsweise durch einen Klebevorgang ersetzt werden. Wesentlich dabei ist, daß ähnlich dem bereits beschriebenen Bördelvorgang zumindest die unterhalb des Kraftstoffspiegels 16 angeordneten Verbindungsbereiche der Teile dichtend miteinander verbunden sind, um das Eindringen von Kraftstoff 1 in den Schwimmkörper 17 zu verhindern.
Die Verbindung zwischen dem Schwimmkörper 17 und dem Schwimmhebel 18 kann aus Vereinfachung der Montage mittels eines Formschlusses bewirkt werden. Dazu ist zum Beispiel im Oberteil 21 eine Sicke 25 ausgebildet, in die der Schwimmhebel 18 eingreift.
Im Gegensatz zu dem in den Fig. 1 bis 3 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung sind die in den Fig. 4 und 5 dargestellten Schwimmkörper 17a bzw. 17b im wesentlichen halbkugelförmig bzw. pyramidenförmig ausgebildet. Bezüglich der verwendeten Materialien sowie der Herstellung wird auf die zum ersten Ausführungsbeispiel beschriebenen Ausführungen verwiesen.

Claims (9)

1. Füllstandsmeßvorrichtung (15) für einen Kraftstoffbehälter (10) eines Kraftfahrzeugs, mit einem in dem Kraftstoffbehälter (10) angeordneten Schwimmkörper (17; 17a; 17b) zum Erfassen des Kraftstoffpegels (16) im Kraftstoffbehälter (10), wobei der Schwimmkörper (17; 17a; 17b) mit einem mit einer Auswerteeinrichtung (20) in Wirkverbindung stehenden Schwimmhebel (18) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwimmkörper (17; 17a; 17b) als ein aus wenigstens zwei miteinander verbundenen Teilen (21, 22) bestehender Hohlkörper ausgebildet ist und daß zumindest die unterhalb des Kraftstoffpegels (16) angeordneten Verbindungsbereiche der Teile (21, 22) dichtend miteinander verbunden sind, um das Eindringen von Kraftstoff (1) in den Hohlkörper zu verhindern.
2. Füllstandsmeßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die mit Kraftstoff in Kontakt kommenden Teile (21, 22) des Schwimmkörpers (17; 17a; 17b) zumindest teilweise aus metallischem Werkstoff bestehen.
3. Füllstandsmeßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die mit Kraftstoff in Kontakt kommenden Teile (21, 22) des Schwimmkörpers (17; 17a; 17b) zumindest teilweise aus Kunststoff bestehen.
4. Füllstandsmeßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die mit Kraftstoff in Kontakt kommenden Teile (21, 22) des Schwimmkörpers (17; 17a; 17b) zumindest teilweise aus einem mit einer Gummierung versehenen Kunststoff bestehen.
5. Füllstandsmeßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Teile (21, 22) miteinander durch einen Bördelvorgang verbunden sind.
6. Füllstandsmeßvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Bördelung eine Dichtung (24) angeordnet ist.
7. Füllstandsmeßvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß eines der beiden durch den Bördelvorgang miteinander verbundenen Teile (22) im wesentlichen plattenförmig ausgebildet ist.
8. Füllstandsmeßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwimmkörper (17; 17a; 17b) formschlüssig mit dem Schwimmhebel (18) verbunden ist.
9. Füllstandsmeßvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Formschluß eine in einem Teil (21) des Schwimmkörpers (17; 17a; 17b) ausgebildete Sicke (25) umfaßt.
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