DE19937481A1 - Bürsten, insbesondere Zahnbürsten - Google Patents

Bürsten, insbesondere Zahnbürsten

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Abstract

Eine Bürste besteht aus einem Borstenträger aus wenigstens zwei im wesentlichen parallelen Schichten aus unterschiedlichen Kunststoffen, die im Zweikomponenten-Spritzgießverfahren hergestellt sind, und an wenigstens einer der Schichten befestigten Borsten. Die Bürste zeichnet sich dadurch aus, daß wenigstens die den Borsten abgekehrte Schicht des Borstenträgers Durchbrechungen aufweist, die umfangsseitig geschlossen und mit dem Kunststoff der anderen Schicht gefüllt sind.

Description

Die Erfindung betrifft eine Bürste mit einem Borstenträger, bestehend aus wenigstens zwei im wesentlichen parallelen Schichten aus unterschiedlichen Kunststoffen, die im Zwei­ komponenten-Spritzgießverfahren hergestellt sind, und mit an wenigstens einer der Schichten befestigten Borsten.
Bürsten, die in einem Zweikomponenten-Spritzgießverfahren hergestellt sind, sind in vielen Ausführungsformen bekannt. Die Ausbildung des Borstenträgers aus zwei verschiedenen Kunststoffen hat mehrere Gründe. So kann es sich allein aus Kostengründen empfehlen, einen größeren Teil des Borsten­ trägers aus einem preiswerten Kunststoff, einen anderen Teil aus einem hochwertigeren und teureren Kunststoff zu fertigen, um allein dadurch zu einer Kostenersparnis zu kommen. Der hochwertigere Kunststoff kann dabei vornehmlich Festigkeitsfunktionen, aber auch besondere Gebrauchsfunk­ tionen erfüllen. Ferner kann der die Borsten tragende Kunststoff in Abstimmung auf die Befestigungsart der Bor­ sten ausgewählt werden, die in vorgeformte Löcher im Wege des Stanzens oder aber durch Einspritzen der befestigungs­ seitigen Enden in den Kunststoff des Borstenträgers, durch Aufschweißen auf den Borstenträger oder mit sonstigen thermoplastischen oder mechanischen Verfahren befestigt . werden.
In fertigungstechnischer, wie auch gebrauchstechnischer Hinsicht stellen sich besondere Anforderungen bei kleinen Bürsten, wozu vornehmlich Zahnbürsten zählen. Es muß auf einer vergleichsweise kleinen Fläche eine große Anzahl von Borsten untergebracht werden, um die Reinigungswirkung an den Zähnen und gegebenenfalls eine hiermit kombinierte Mas­ sagewirkung des Zahnfleischs zu verwirklichen. Die große Anzahl von Borsten muß zudem auf einem Borstenträger mit kleinem Volumen untergebracht werden, weil der Borstenträ­ ger den sehr unterschiedlichen Platzverhältnissen im Mund­ raum einer größtmöglichen Anzahl von Benutzern Rechnung tragen muß. Dies erzwingt einen schmalen und flachen Bür­ stenkopf. Ferner müssen die Borsten eine hohe und für alle Borsten möglichst gleichbleibende Auszugsfestigkeit aufwei­ sen, da gelöste Borsten nicht nur zu Unannehmlichkeiten im Mundraum durch Verklemmen in den Interdentalräumen führen, sondern auch zur Gesundheitsgefährdung werden können, wenn sie in die Speiseröhre und in den Verdauungstrakt gelangen.
Die Ausbildung des Bürstenkopf einer Zahnbürste aus zwei Komponenten ist beispielsweise vorgesehen (DE 36 28 722 A1), um den die notwendigen Festigkeitseigenschaften auf­ weisenden Teil des Bürstenkopfs, der aus einem Hartkunst­ stoff besteht, mit einem weicheren gummielastischen Materi­ al, z. B. einem Elastomer, ganz oder teilweise zu umhüllen und dadurch die Verletzungsgefahr im Mundraum durch scharfe Kanten etc. zu mindern. Dabei ist insbesondere ein schicht­ weiser Aufbau bekannt, bei dem der harte Kunststoff des Bürstenkopfs an seinen Schmalseiten und an der Unterseite mit dem Elastomer belegt ist und die Borsten ausschließlich mit der Elastomerschicht durch Schweißen verbunden sind. Mit der Befestigung der Borsten in der Elastomerschicht er­ halten die Borsten zudem eine Art elastischer Lagerung, die das elastische Auslenken der Borsten zur Seite hin begün­ stigen.
Bei einer anderen bekannten Ausführung (US 1 770 195) ist der mit dem Griff einstückige Bürstenkopf aus einem harten Material von einem gummiartigen Material vollständig umge­ ben, das an der Borstenseite mit napfförmigen Warzen verse­ hen ist, in die die Borstenbündel eingesetzt sind, um auch in diesem Fall eine zusätzliche Federwirkung quer zur Bün­ delachse zu erhalten.
Ferner ist es bekannt (US 5 373 602), den Bürstenkopf zwei­ teilig auszubilden, wobei das mit dem Griffmaterial ein­ stückige Teil kürzer ausgebildet ist und das Vorderende des Kopfs durch ein Teil aus einem Elastomer ergänzt wird, das zudem auf die Oberseite des harten Teils übergreift und dieses abdeckt. Hiermit soll insbesondere eine Abwinklung des vorderen Kopfteils gegenüber dem starren kurzen Kopf­ teil möglich sein. Bestehen der Griff und das hintere Kopf­ teil aus üblichen Hartkunststoffen, wie PS, PP etc., lassen sich diese beiden sehr unterschiedlichen Kunststoffe nicht oder nur mit großem Aufwand ausreichend fest miteinander verbinden. Herkömmliche Zweikomponenten-Spritzgießverfahren scheiden aus, weil die beiden Kunststoffe keine stoffflüssi­ ge Verbindung eingehen.
Bei einer anderen Ausführungsform (EP 0 310 482) ist der aus einem mit dem Griff einstückigen, harten Kunststoff be­ stehende Bürstenkopf an den Schmalseiten und am Bürsten­ kopfende von einem Elastomer umgeben, während die Borsten ausschließlich auf der freibleibenden Fläche des harten Teils befestigt sind. Dadurch wird natürlich die Flächen­ nutzung für den Borstenbesatz schlechter. Die Haftung des Elastomerteils wird gegenüber der vorgenannten Ausführung dadurch verbessert, daß dieses Teil den Bürstenkopf am vor­ deren Ende kappenartig übergreift, und durch eine ergänzen­ de thermische Behandlung, zu der die EP 0 314 482 keine Einzelheiten angibt, fixiert wird.
Schließlich ist es bekannt (WO 97/20484), das mit dem Griff einstückige harte Teil des Bürstenkopfs in der Längsachse des Kopfs schmäler auszubilden und im Bereich des Vorderen­ des auf das Umrißmaß des Kopfs zu vergrößern. Der schmale Teil bildet den Träger für eine Art Skelettkonstruktion mit napfartigen Aufnahmen für die Borstenbündel, wobei diese Aufnahmen aus dem gleichen harten Kunststoff bestehen. Die­ se napfförmigen Aufnahmen werden unter Vervollständigung des Umrisses des Kopfs mit einem Elastomer umspritzt, das gegebenenfalls auch den gesamten harten Teil umgibt. Die Borsten sind teilweise im harten Mittelteil, teilweise in den napfförmigen Aufnahmen der elastomeren Randteile befe­ stigt. Insbesondere letztere sollen dadurch flexibel aus­ weichen können. Bei dieser Ausführung ist zwar aufgrund der mehrfachen Durchdringung der harten und weichen Komponente von einer sicheren Verbindung beider Kunststoffe auszuge­ hen, jedoch ist zum einen der Aufbau des Borstenkopfs au­ ßerordentlich verwickelt und sind infolgedessen aufwendige Spritzgießwerkzeuge erforderlich, zum anderen läßt sich die bei Zahnbürsten erwünschte Flexibilität des Bürstenkopfs nur in den Randbereichen erzielen und zudem nicht an den jeweiligen Bedarfsfall anpassen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Bürste, deren Borstenträger aus verschiedenen Kunststoffen besteht, eine Ausbildung vorzuschlagen, die einerseits eine indivi­ duelle Anpassung der Flexibilität an den Bedarfsfall ermög­ licht, andererseits eine sichere und dauerhafte Verbindung zwischen den beiden Kunststoffkomponenten gewährleistet.
Zur Lösung der Aufgabe geht die Erfindung aus von einer Bürste mit einem Borstenträger, bestehend aus wenigstens zwei im wesentlichen ebenen, parallelen Schichten aus unter­ schiedlichen Kunststoffen, die im Zweikomponenten- Spritzgießverfahren hergestellt sind, wobei die Borsten an wenigstens einer der Schichten befestigt sind (DE 36 28 722). In Weiterentwicklung dieser Bürste wird die Erfin­ dungsaufgabe dadurch gelöst, daß wenigstens die den Borsten abgekehrte Schicht des Borstenträgers Durchbrechungen auf­ weist, die umfangsseitig geschlossen und mit dem Kunststoff der anderen Schicht gefüllt sind.
Die Erfindung macht sich zunächst den definierten und rela­ tiv einfachen Aufbau des Borstenträgers aus im wesentlichen parallelen Schichten zu Nutze, die für die wenigstens zwei Kunststoffe große Kontaktflächen und damit entsprechend große Haftflächen bieten. Bei einem solchen Schichtaufbau lassen sich ferner die gebrauchstechnischen Eigenschaft der Bürste auf den jeweiligen Bedarfsfall sehr genau anpassen, ohne daß zur Herstellung aufwendige Spritzgießwerkzeuge er­ forderlich sind. Insbesondere ist es möglich, die Flexibi­ lität über die gesamte Länge des Bürstenkopfes oder aber auf Teilbereichen desselben den Bedürfnissen sehr genau an­ zupassen, und zwar durch die Auswahl der eingesetzten Kunststoffe, durch eine entsprechende Geometrie der Schich­ ten, insbesondere der Schichtstärke im Hinblick auf das für die Biegefähigkeit maßgebliche Trägheitsmoment. Die um­ fangsseitig geschlossenen Durchbrechungen, die wenigstens in der der Borstenseite abgekehrten Schicht vorgesehen sind, werden bei dem Zweikomponenten-Spritzgießen mit dem Kunststoff der anderen Schicht gefüllt. Dadurch entsteht eine Vergrößerung der Haftfläche und zugleich eine Art Ver­ zapfung beider Schichten, so daß auch Kunststoffe, die an­ sonsten schlecht zu fügen sind, ausreichend fest und sicher miteinander verbunden werden können. Ferner können die um­ fangsseitig geschlossenen Durchbrechungen, die zu einer Schwächung der sie aufweisenden Schicht führen, dazu heran­ gezogen werden, die Flexibilität des Borstenträgers durch Form, Anordnung und Anzahl der Durchbrechungen auf den Be­ darfsfall einzustellen.
Zwischen dem Rand der Durchbrechungen der einen Schicht und dem diese ausfüllenden Kunststoff der anderen Schicht kann eine kraftschlüssige Verbindung vorliegen, die dann beson­ ders wirksam ist, wenn der Kunststoff der einen Schicht, der in die Durchbrechungen eindringt, beim Spritzgießen ex­ pandiert.
Die kraftschlüssige Verbindung kann ergänzt oder ersetzt werden durch eine stoffschlüssige Verbindung, sofern die Kunststoffe der wenigstens zwei Schichten ausreichend affin sind.
Beide vorgenannten Arten der Verbindung können ergänzt oder ersetzt werden durch eine formschlüssige Verbindung, indem die Durchbrechungen Hinterschnitte aufweisen.
Bei Bürsten mit einem flexiblen Borstenträger, der unter den bei Gebrauch der Bürste auf die Borsten wirkenden Kräf­ te nachgibt, läßt sich erfindungsgemäß die Flexibilität durch die Stärke der Schichten und die Auswahl der sie bil­ denden Kunststoffe einstellen.
Stattdessen oder zusätzlich kann die Flexibilität des Bor­ stenträgers auch durch die Anzahl und/oder durch die Form oder die Größe der umfangsseitig geschlossenen Durchbre­ chungen in der einen Schicht einstellbar sein.
Hierbei empfehlen sich insbesondere schlitzartige Durchbre­ chungen, die quer zur Längsachse des Borstenträgers verlau­ fen und randseitig geschlossen sind. Bei einer solchen Aus­ bildung liegt im Bereich der Durchbrechung vornehmlich eine kraftschlüssige, gegebenenfalls auch formschlüssige Verbin­ dung der beiden Kunststoffe vor.
Stattdessen können die Durchbrechungen in der einen Schicht auch eine Wandung aufweisen, die ausgehend von der Grenz­ fläche beider Schichten divergiert, so daß ein Hinter­ schnitt gebildet wird, der zu einer formschlüssigen Verbin­ dung führt. Beim Spritzgießen kann der die Durchbrechungen ausfüllende Kunststoff der einen Schicht wahlweise von der einen oder anderen Seite aufgespritzt werden.
Die Erfindung gibt weiterhin die Möglichkeit, den Durchbre­ chungen in der den Borsten abgekehrten Schicht, die den Rücken des Borstenträgers bildet, einen Umriß zu verleihen, der in Verbindung mit verschiedenfarbigen Kunststoffen für beide Schichten ein Informationsmittel für den Benutzer bildet. Beispielsweise kann es sich um eine Farbanzeige für die Art der Borsten, z. B. deren Härte, um Buchstaben mit Informationshinweisen für den Benutzer, um Informationen nach Art von Ordnungsmitteln oder dergleichen handeln.
In bevorzugter Ausführung ist vorgesehen, daß wenigstens die die Borsten tragende Schicht aus einem Elastomer ge­ bildet ist und diese Schicht die Borsten elastisch lagert. Die Borsten sind in diesem Fall vorzugsweise durch Schwei­ ßen oder Einspritzen in der Elastomerschicht verankert.
In vorteilhafter Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die die Borsten tragende Elastomerschicht von einer Schicht aus ei­ nem weniger flexiblen Kunststoff abgedeckt ist, durch wel­ chen die Borsten hindurchgeführt sind. Dabei kann es sich um eine relativ dünne Schicht handeln, die in Verbindung mit in die Elastomerschicht eingeschweißten oder einge­ spritzten Borsten die Auszugsfestigkeit zusätzlich erhöht.
Bei einem solchen dreischichtigen Aufbau können die Borsten wahlweise in nur einer der Schichten, oder auch in zwei be­ nachbarten Schichten angeordnet sein. Ebenso kann nur ein Teil der Borsten in der einen Schicht, ein anderer Teil in beiden benachbarten Schichten befestigt sein.
Nachstehend ist die Erfindung anhand von in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispielen beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt eines Zahnbürstenkopf in einer ersten Ausführung;
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Zahnbürstenkopf gemäß Fig. 1;
Fig. 3 einen der Fig. 1 ähnlichen Schnitt einer anderen Ausführungsform;
Fig. 4 einen der Fig. 1 ähnlichen Schnitt einer weiteren Ausführungsform;
Fig. 5a einen Längsschnitt eines Zahnbürstenkopfs in drei schichtiger Ausführung;
Fig. 5b einen der Fig. 5a entsprechenden Schnitt einer ab­ gewandelten Ausführung;
Fig. 6 eine Seitenansicht eines Zahnbürstenkopfs in einer abgewandelten Ausführung und
Fig. 7 einen der Fig. 1 entsprechenden Längsschnitt eines weiteren Ausführungsbeispiels.
Die in der Zeichnung nur ausschnittsweise wiedergegebene Zahnbürste weist einen Griff 1 und einen als Borstenträger 2 dienenden Kopf auf, an dem die Borsten 3 in Form von Bün­ deln 3a, Zonen oder einzelnstehend 3b angeordnet sind. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel besteht der Borstenträger 2 aus zwei im wesentlichen parallelen Schichten 4 und 5, von denen die Schicht 4 aus einem vergleichsweise harten Kunststoff besteht, während die Schicht 5 beispielsweise aus einem gummielastischen Kunststoff, insbesondere aus ei­ nem Elastomer gebildet ist. In dieser weichen Schicht 5 sind die Borsten 3 befestigt, z. B. durch Schweißen, Ein­ spritzen oder dergleichen.
Die Schicht 4, die mit dem Griff 1 einstückig ist, und die Schicht 5 lassen sich in einem einzigen oder in zwei hin­ tereinander geschalteten Spritzgießwerkzeugen im sogenann­ ten Zweikomponenten-Spritzguß herstellen. Um die Haftfläche zwischen den beiden Schichten 4 und 5 zu vergrößern, weist der Borstenträger 2 Durchbrechungen 6 auf, die, wie Fig. 2 zeigt, umfangsseitig geschlossen, beispielsweise schlitzar­ tig ausgebildet sind, und in die der Kunststoff der anderen Schicht 5 beim Spritzgießen eindringt. Die Durchbrechungen 6 können sich, wie in Fig. 1 gezeigt, nach außen konisch erweitern, so daß die Schicht 5 in der Schicht 4 fest ver­ ankert ist.
Durch die Formgebung, die Anzahl und die Anordnung der Durchbrechungen 6 läßt sich die Flexibilität des gesamten Bürstenkopfes aus der Schicht 4 und der Schicht 5 auf den jeweiligen Bedarfsfall einstellen.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 unterscheidet sich von dem der Fig. 1 nur dadurch, daß die Grenzfläche 7 zwischen den beiden Schichten 4, 5 gewellt oder genoppt ist, wobei aber beide Schichten immer noch im wesentlichen parallel angeordnet sind. Im Bereich der Scheitel der wellenförmigen Grenzfläche 7 befinden sich die Durchbrechungen 6, in die der Kunststoff der Schicht 5 beim Spritzgießen eindringt.
Im Bereich dieser Scheitel können auch die Borsten 3 oder Borstenbündel eingebettet sein, um eine größtmögliche Ein­ bettungstiefe zu gewährleisten. In Verbindung mit dem die Durchbrechungen ausfüllenden Kunststoff ergibt sich eine besonders hohe Auszugsfestigkeit.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 weicht von dem der Fig. 1 dadurch ab, daß die die Borsten 3 aufnehmende Schicht 5 eine gewellte Oberfläche aufweist. Die zu Bündeln 3a zusammengefaßten Borsten 3 sind im Bereich der Täler des Wellenprofils oder der lokalen Vertiefungen 8 in Flucht der Durchbrechungen befestigt, um bei vergleichsweise dünnen Schichten 4 und 5 eine ausreichende Auszugsfestigkeit zu erzielen. Im Bereich der Wellenscheitel bzw. in den dicke­ ren Bereichen der Schicht 5 sind Einzelborsten 3b befe­ stigt.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 5a und b ist der Bor­ stenträger 2 aus drei Schichten ausgebildet, nämlich aus der Schicht 4, die wiederum mit dem Griff 1 einstückig ist und aus einem härteren Kunststoff bestehen kann, einer mittleren Schicht 10 und einer unteren Schicht 11, die ge­ gebenenfalls aus dem gleichen Kunststoff wie die Schicht 4 bestehen kann, während die mittlere Schicht 10 beispiels­ weise aus einem Elastomer gebildet ist. Die Borsten 3 kön­ nen entweder nur in der unten liegenden Schicht 11 befe­ stigt sein, wie dies anhand der Bündel 12 angedeutet ist oder bis in die mittlere Schicht 10 reichen, wie dies mit den Bündeln 13 angedeutet ist. Schließlich ist es auch mög­ lich, die Borsten 3 - wie bei den Bündeln 14 - bis in die oben liegende Schicht 4 einzusetzen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5a weisen die obere Schicht 4 und die untere Schicht 11 sich jeweils nach außen erweiternde Durchbrechungen 6 auf, in die der Kunststoff der mittleren Schicht 10 eindringt, während bei dem Ausfüh­ rungsbeispiel nach Fig. 5b die mittlere Schicht nur Durch­ brüche 15 aufweist, durch die der Kunststoff der unteren Schicht 11 hindurch in die Durchbrechungen 6 der oberen Schicht 4 eindringt. Die Einzelborsten 3b können Lückenfül­ lend in einer oder mehreren Schichten verankert sein.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 besteht der Bor­ stenträger 2 aus der Schicht 4, die mit dem Griff einstüc­ kig ist, jedoch nur über einen Teil der Länge des Borsten­ trägers 2 reicht, und der Schicht 5, welche die Schicht 4 untergreift und zugleich den vorderen Bereich 9 des Bor­ stenträgers 2 bildet. Die Schicht 4 weist wiederum die Durchbrechungen 6 auf, in die der Kunststoff aus dem über­ greifenden Teil der Schicht 5 eindringt. Die Borsten 3 sind ausschließlich in der Schicht 5 in dem die Schicht 4 über­ greifenden Teil und in dem das vordere Ende bildenden Teil 9 befestigt.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 besteht der Bor­ stenträger 2 wiederum aus den Schichten 4 und 5, wobei in diesem Fall die Schicht 5 Durchbrechungen 16 aufweist, in die der Kunststoff der Schicht 4 eindringt bzw. diese Durchbrechungen durchgreift. In die dadurch gebildeten zap­ fenförmigen Vorsprünge 17 sind die Borsten 3 eingesetzt, z. B. eingestanzt, eingespritzt oder in anderer Weise befe­ stigt. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel ist auch die Schicht 4 mit Durchbrechungen 6 versehen, in die der Kunst­ stoff der Schicht 5 eindringt.

Claims (16)

1. Bürste mit einem Borstenträger, bestehend aus wenig­ stens zwei im wesentlichen parallelen Schichten aus un­ terschiedlichen Kunststoffen, die im Zweikomponenten- Spritzgießverfahren hergestellt sind, und mit an wenig­ stens einer der Schichten befestigten Borsten, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die den Borsten (3) ab­ gekehrte Schicht (4) des Borstenträgers (2) Durchbre­ chungen (6) aufweist, die umfangsseitig geschlossen und mit dem Kunststoff der anderen Schicht (5) gefüllt sind.
2. Bürste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Wandung der Durchbrechungen (6) der einen Schicht (4) und dem diese ausfüllenden Kunststoff der anderen Schicht (5) Kraftschluß besteht.
3. Bürste nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Wandung der Durchbrechungen (6) der einen Schicht (4) und dem diese ausfüllenden Kunststoff der anderen Schicht (5) Formschluß besteht.
4. Bürste nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge­ kennzeichnet, daß zwischen der Wandung der Durchbre­ chungen (6) der einen Schicht (4) und dem diese ausfül­ lenden Kunststoff der anderen Schicht (5) Stoffschluß besteht.
5. Bürste nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Borstenträger (2) unter dem bei Gebrauch der Bürste auf die Borsten (3) wirkenden Kräf­ te flexibel nachgibt.
6. Bürste nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Flexibilität des Borstenträgers (2) durch die Stärke der Schichten (4, 5) und die Aus­ wahl der sie bildenden Kunststoffe einstellbar ist.
7. Bürste nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Flexibilität des Borstenträgers (2) durch die Anzahl der umfangsseitig geschlossenen Durchbrechungen (6) in der einen Schicht (4) einstell­ bar ist.
8. Bürste nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Flexibilität des Borstenträgers (2) durch die Größe der umfangsseitig geschlossenen Durchbrechungen (6) in der einen Schicht (4) einstell­ bar ist.
9. Bürste nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Flexibilität des Borstenträgers (2) durch die Form der umfangsseitig geschlossenen Durchbrechungen (6) in der einen Schicht (4) einstell­ bar ist.
10. Bürste nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Durchbrechungen (6) eine zylin­ drische Wandung aufweisen.
11. Bürste nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Durchbrechungen (6) in der einen Schicht (4) eine Wandung aufweisen, die ausgehend von der anderen Schicht (5) nach außen divergiert.
12. Bürste nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Durchbrechungen (6) in der den Borsten (3) abgekehrten Schicht (4) einen Umriß aufwei­ sen, der in Verbindung mit verschiedenfarbigen Kunst­ stoffen der beiden Schichten (4, 5) ein Informations­ mittel für den Benutzer bildet.
13. Bürste nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch ge­ kennzeichnet, daß wenigstens die die Borsten (3) tra­ gende Schicht (5) aus einem Elastomer gebildet ist und diese Schicht die Borsten (3) elastisch lagert.
14. Bürste nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die die Borsten (3) tragende Elasto­ merschicht (5) von einer Schicht (11) aus einem weniger flexiblen Kunststoff abgedeckt ist, durch die die Bor­ sten (3) hindurchgeführt sind.
15. Bürste nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch ge­ kennzeichnet, daß bei einem Aufbau des Borstenträgers aus drei Schichten (4, 5, 11) die Borsten (3) in einer der äußeren Schichten (4, 11) und/oder in der mittle­ ren Schicht (10) befestigt sind.
16. Bürste nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die eine (4) von wenigstens zwei Schichten (4, 5) in Längserstreckung des Bürstenträgers (2) kürzer ist und die andere Schicht (5) die erste Schicht (4) über die volle Längserstreckung ergänzt.
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