DE19937870C1 - Verfahren zum Dachziegel-Brennen sowie Schrägbesatz-Kassetten zur Durchführung desselben - Google Patents
Verfahren zum Dachziegel-Brennen sowie Schrägbesatz-Kassetten zur Durchführung desselbenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Dachziegel-Brennen sowie eine Schrägbesatz-Kassette zur Durchführung dieses Verfahrens. Die Erfindung geht von einem Stand der Technik aus, bei dem eine Vielzahl von Dachziegel-Formlingen (6) in einem mehrlagigen Schrägbesatz, dabei auf formgerecht unterstützende Rähmchen mit der Rückseite aufliegend, auf transportable Brenngestelle, insbesondere Brennwagen (3), aufgeladen und in aus der Horizontalen geneigter Schräglage durch einen Tunnelofen (1) verfahren werden, in welchem eine gegenläufig zur Transportrichtung (T) ziehende Brenngas-Längsströmung (L) vorherrscht. Das Erfindungswesentliche besteht darin, daß die Dachziegel-Formlinge (6) in zwei bis vier Lagen derart angeordnet werden, daß sie auf schräger Ebene fluchtend hintereinanderliegen und sich zwischen einander überlappenden Formlingslagen absatz- und knickfrei durchgehende, schrägverlaufende Brenngassen (7) bilden, durch welche die Gase ungehindert strömen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Dachziegel-Brennen, wobei eine Vielzahl
von Dachziegel-Formlingen in einem mehrlagigen Schrägbesatz, dabei auf
formgerecht unterstützenden Rähmchen mit der Rückseite aufliegend, auf
transportable Brenngestelle aufgeladen und in aus der Horizontalen geneigter
Schräglage durch einen Tunnelofen verfahren werden, in welchem eine gegenläufig
zur Transportrichtung ziehende Brenngas-Längsströmung vorherrscht, sowie eine
Schrägbesatz-Kassette zur Durchführung des Verfahrens.
Ein derartiger Stand der Technik - mit Formlingsunterstützung analog den sogen.
H-Kassetten - ist aus der Offenlegungsschrift DE 38 35 594 A1 vorbekannt. Dabei
werden als "Schrägrosträhmchen" bezeichnete Schrägbesatz-Kassetten
verwendet, welche längenmäßig an beiden Enden über den zu brennenden
Formling in verhältnismäßig großem Maße hinausragen sowie zu vertikalen
Kassettentürmchen senkrecht übereinander gestapelt werden. Selbst bei nahem
Aneinanderrücken von benachbarten Kassettentürmen wird eine verhältnismäßig
große Grundfläche benötigt, um eine gewisse Anzahl von Dachziegel-Formlingen
in formerhaltender Einzelabstützung auf einer Brennwagen-Grundfläche
unterzubringen, was letztlich einen hohen Besatz erforderlich macht, um eine
gewisse/ausreichende Anzahl von Dachziegeln auf einem Brennwagen mit
vorgegebener Grundfläche brennen zu können. Die aus Fig. 1 und 3 der DE 38 35 594 A1
ersichtliche Stapelung in Kassettenturm-Paaren (sogen. Doppeltürmen)
sowie mit platzraubendem Brennschlitz zwischen benachbarten Kassettenturm-
Paaren reduziert wiederum die Aufnahmemenge an Dachziegel-Formlingen pro
Brennwagen. Trotz eines beträchtlichen konstruktiven Aufwandes wird mit dem
Verfahren und der Vorrichtung gemäß DE 38 35 594 A1 hinsichtlich Wirksamkeit
unter vorgegebenen Raumverhältnissen des Ofenquerschnitts ein unbefriedigendes
Ergebnis erzielt. Aber auch die Brenngas- und Kühlluft-Führung durch den
Dachziegel-Besatz ist mängelbehaftet, da in jedem Kassettenturm ein eigener
Strömungsverlauf vorliegt und durch ein Kassettenturm-Paar entweder eine gestufte
(vgl. linkes Kassettenturm-Paar in Fig. 3) oder eine abgeknickte (vgl. rechtes
Kassettenturm-Paar in Fig. 3) Gasführung erfolgt, was sowohl zu unterschiedlicher
Formlingsbeströmung als auch zu nachteiligen Verwirbelungen führt und letztlich die
Längsströmung beeinträchtigt sowie auch einen größeren Druck für die
Längsströmung im Brennofen erfordert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
- a) ein verbessertes gattungsgemäßes Verfahren zum Dachziegel-Brennen im Schrägbesatz zu schaffen, bei welchem die einzelnen Dachziegel(formlinge) gleichmäßig vom Brenngas oder Kühlmedium beströmbar sind, dies mit verringertem/geringem Druck für die Längsströmung erreichbar ist, sowie auch ein Betrieb mit seitenbefeuertem Brennofen ermöglicht wird und
- b) eine verbesserte Schrägbesatz-Kassette zur Durchführung des Verfahrens zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird dies durch ein Verfahren nach Anspruch 1 und Schrägbesatz-
Kassetten nach Anspruch 3 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Bei der Erfindung erfolgt eine äußerst wirtschaftliche Brennraum-Ausnutzung, indem
die Dachziegel-Formlinge auf jedem Brenngestell/Brennwagen auf geringer Höhe
mehrlagig sowie in Ofenlängsrichtung platzsparend einander überlappend in sogen.
"Schuppenformation" gestapelt sind, und trotzdem wird auch bei einem bevorzugten
seitenbefeuerten Brennofen eine gute, d. h. durchgehende/ungehinderte,
Längsströmung der gegenläufig zum Dachziegel-Transport sich durch den
Brennofen bewegenden Kühlluft, Brenngase und Aufheizluft gewährleistet.
Die erfindungsgemäßen Schrägbesatz-Kassetten sind einfach aufgebaut,
platzsparend nutzbar (d. h. in Gebrauchsstellung auf kleiner Grundfläche
platzsparend aufstellbar) sowie einfach zu handhaben.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt und wird
nachfolgend näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines durch einen Tunnelofen
verfahrbaren Brennwagens, auf dem Dachziegel im sogen. "Schrägbesatz" -
in einer besonders bevorzugten und vorteilhaften Anordnung mit aus der
Horizontalen geneigten Schrägstellung - einzeln unterstützt auf Kassetten
aufliegen und diese Schrägbesatz-Kassetten dabei in zwei Lagen derart
gestapelt sind, daß die Dachziegel-Formlinge fluchtend hintereinanderliegen
und durch den Brenngut-Besatz absatz- und knickfrei durchgehende, lineare
Brenngassen entstehen, durch die ein das Aufheizen, Brennen oder Kühlen
bewirkendes Gas (Brenngas/Luft) ungehindert strömen kann,
Fig. 2 eine Seitenansicht von zwei mit Spalt aneinandergereihten leeren
Schrägbesatz-Kassetten für das Dachziegel-Brennen,
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine Anordnung von zwei Lagen leerer Schrägbesatz-
Kassetten gemäß Fig. 2 und
Fig. 4 eine Frontansicht der selben Anordnung von leeren Schrägbesatz-Kassetten
gemäß Fig. 2 und 3.
Die Erfindung wird in bevorzugter Weise in einer Tunnelofen-Anlage realisiert, läßt
sich jedoch auch in einem Kammer- oder Haubenofen anwenden.
Eine bevorzugte Tunnelofen-Anlage weist einen schematisch angedeuteten, insbes.
als "Gegenstromofen" ausgeführten Tunnelofen 1 - vorzugsweise mit
Seitenbefeuerung 2 - auf, durch den Brennwagen 3 verfahren werden, welche auf
einem als Ganzes mit 4 bezifferten feuerfesten Wagenaufbau eine Vielzahl von
Schrägbesatz-Kassetten 5 für die formgerechte Unterstützung von mit 6 bezifferten
Dachziegel-Formlingen aufnehmen. Der kassettentragende Wagenaufbau 4 setzt
sich vorzugsweise aus Ständern 4a, Querträgern 4b und Längsträgern 4c
zusammen, die von Rohren und/oder anderen geeigneten Profilen gebildet sind - in
bevorzugter Weise bestehen sie aus Nichtoxidkeramik (z. B. aus SiC, SiSiC od. dgl.).
Die Ausbildung und Anordnung der einzelnen Schrägbesatz-Kassetten 5 erfolgt
erfindungsgemäß in solcher Weise, daß ein Verfahren zum Brennen von Dachziegeln
verwirklicht wird, bei dem eine Vielzahl von Dachziegel-Formlingen 6 in einem mehr
lagigen und trotzdem verhältnismäßig niedrigen Schrägbesatz (dabei auf formgerecht
unterstützenden Rähmchen mit der Rückseite aufliegend) auf transportable Brennge
stelle, insbesondere Brennwagen 3, aufgeladen und in aus der Horizontalen geneigter
Schräglage zum oder durch einen Brennofen, vorzugsweise Tunnelofen 1, verfahren
werden, in welchem eine Brennmedium-Strömung, vorzugsweise eine gegenläufig zur
Transportrichtung T ziehende Längsströmung L, vorherrscht und das sich dadurch
auszeichnet, daß die Dachziegel-Formlinge 6 in zwei bis vier Lagen derart
angeordnet werden, daß sie auf schräger Ebene fluchtend hintereinanderliegen und
sich zwischen einander überlappenden Formlingslagen absatz- und knickfrei durch
gehende, schrägverlaufende Brenngassen 7 bilden, durch welche die Gase - für das
Aufheizen, Brennen oder Abkühlen - ungehindert strömen. Die erfingungsgemäße
Brenngassen-Ausbildung sowie eine Dachziegel-Neigung in einem flachen Winkel
- vorzugsweise von weniger als 45° - aus der Horizontalen gewährleistet trotz
verhältnismäßig dichtem Dachziegel-Besatz und ökonomischer Brenntunnel-
Ausnutzung eine gute, d. h. durchgehende, Längsströmung L.
Die Schrägbesatz-Kassetten 5 weisen einen aus der Horizontalen geneigten
Tragrahmen 8 auf, welcher gasdurchströmbar ausgebildet ist und jeweils mindestens
einen Dachziegel-Formling 6 formgerecht unterstützend aufnimmt. In bevorzugter
Weise ist der Tragrahmen 8 als ein Rost ausgeführt und im Querschnitt und
Längsschnitt mit entsprechenden Stützelementen sowie Durchbrüchen versehen -
wie es grundsätzlich bei H-Stegen von "H-Kasstten" für das Dachziegel-Brennen
bekannt/zweckdienlich ist. Die spezielle Tragrahmen-Gestaltung richtet sich nach der
Querschnitt- und Längsschnitt-Form des zu brennenden Dachziegels und kann auch
so ausgeführt sein, daß sich eine Multieinsatz-Kassette (d. h. für verschiedene
Dachziegel-Ausführungen verwendbare Schrägbesatz-Kassette 5) ergibt. Bei der
Draufsicht in Fig. 3 wurde auf die spezielle Darstellung von Roststäben,
Durchbrüchen und dergleichen verzichtet - es wurden dabei eine Zone 9 für den
Deckfalz-Bereich, eine Zone 10 für den Kopffalz- und Aufhängenasen-Bereich sowie
ein über die Stützfläche vorspringendes Widerlager 11 zum Verhindern des
Herabrutschens eines in Schräglage aufzulegenden Dachziegel-Formlings 6
dargestellt. Als Widerlager 11 können mindestens ein leistenförmiger Vorsprung oder
mindestens zwei nockenartige Vorsprünge an jedem Tragrahmen 8 im Bereich des
unteren Rahmenendes, insbes. der unteren Querkante, vorhanden sein.
An zwei einander gegenüberliegenden Längsseiten oder sogen. "Seitenstreifen"
eines Tragrahmens 8 sind jeweils zwei in der Kassetten-Seitenansicht mit Abstand
zum Kassettenende vorgesehene Stützelemente 12, 12' für ein aus der Horizontalen
geneigtes Tragrahmen-Aufstellen angeordnet. Die Tragrahmen-Funktionsfläche
(Oberseite) schließt dabei mit der Horizontalen einen Winkel von etwa 20-60° ein -
eine besonders bevorzugte Ausführung sieht einen Winkel von annähernd 30° vor.
Jeweils ein rechts- und linksseitiges Stützelement 12 oder 12' bilden funktionsmäßig
ein Paar. Diese Stützelement-Paare sind dabei derart ausgebildet und angeordnet,
daß für einen mehrlagigen, reihenweisen Dachziegel-Besatz auf einem Brennwagen 3
die einzelnen Schrägbesatz-Kassetten 5 schuppenartig versetzt übereinander-liegend
in Reihen stapelbar sind und ein im Schrägbesatz höher gelegenes Stützelement-
Paar sich auf einem tiefer gelegenen Stützelement-Paar einer in der selben
Reihenflucht benachbart aufgestellten Schrägbesatz-Kassette 5 oder auf einem
Distanzstück 13 bzw. auf einem Kassettenreihen-Endstück 13' abstützt (vgl. Fig. 1).
Der Abstand zwischen zwei parallelen Stützlinien der Stützelemente 12, 12'
entspricht etwa dem halben Rastermaß, welches sich aus der Kasettenlänge plus
dem Spaltmaß zwischen zwei in der selben Reihenflucht hintereinanderliegenden
Schrägbesatz-Kassetten 5 ergibt.
Die Stützelement-Paare 12, 12' einer jeden Schrägbesatz-Kassette 5 liegen auf
zueinander parallelen, schräg zur formlingstragenden Tragrahmen-Seite
vorgesehenen Ebenen und bilden untenseitig Standflächen 12a für das Aufsetzen
einer Nachbarkassette oder eines Distanzstückes 13. Dabei sind in der Kassetten-
Gebrauchsstellung die Standflächen 12a der höherliegenden Stützelemente 12' und
die Traflächen 12b der tieferliegenden Stützelemente 12 auf gleicher Höhe wirkend
ausgebildet. In besonders bevorzugter Weise verlaufen die Standflächen
12a und die Tragflächen 12b in Kassetten-Gebrauchsstellung (mit schräger
Formlingsunterstützung) bodenparallel, d. h. auf horizontalen Ebenen. Diese
Flächen der Stützelemente 12, 12' und Distanzstücke 13 können auch mit Justier-
und/oder Rastorganen versehen sein oder solche bilden.
Wie aus der Zeichnung zu ersehen ist, sind die vier Stützelemente 12, 12' einer jeden
Schrägbesatz-Kassette 5 ständerartig ausgeführt sowie seitlich vorspringend am Trag
rahmen 8 angeordnet. Ihre Längsachsen sind in der Kassetten-Gebrauchsstellung aus
der Vertikalen geneigt. Bei einer Tragflächen-Neigung von annähernd 30° aus der
Horizontalen ist der Stützelement-Neigungswinkel annähernd 10° groß. Die Trag
flächen- und Stützelement-Neigung erfolgt gleichgerichtet, d. h. in gleicher Kipprichtung.
In bevorzugter Weise sind die Stützelemente 12, 12' feststehend, d. h. einstückig, am
Tragrahmen 8 angebracht. Sie können jedoch auch verstellbar, z. B. in der Höhen
richtung längenveränderbar und/oder im Neigungswinkel einstellbar, und/oder
austauschbar ausgebildet/angeordnet sein.
Um ein sicheres Kassetten-Greifen zu gewährleisten, sind die Stützelemente 12, 12'
und/oder der Tragrahmen 8 jeder Schrägbesatz-Kassette 5 mit Greifelement-
Aufnahmen versehen. Besonders bevorzugt sind Ausführungen, die ein Einhaken
ermöglichen.
Die Schrägbesatz-Kassetten 5 bestehen aus feuerfestem Werkstoff, vorzugsweise aus
einem Werkstoff auf Keramik-Basis. Eine preisgünstige Ausführung liegt vor, wenn die
Schrägbesatz-Kassetten aus Silikatkeramik, wie Cordierit, Mullit u. dgl., bestehen.
Die erfingungsgemäßen Schrägbesatz-Kassetten 5 können auch zur Aufnahme von
zwei oder sogar mehr als zwei Dachziegel-Formlingen 6 ausgebildet sein. In
Abhängigkeit von der Reihenflucht und den Wandungsquerschnitten können dabei
ggf. in der Kassetten-Seitenansicht auch mehr als zwei Stützlinien erforderlich
werden - das Grundprinzip der schuppenartigen Überlappung im mehrlagigen
Schrägbesatz bleibt jedoch auch bei solchen Varianten erhalten.
Die Länge einer Schrägbesatz-Kassette 5 ist an die Länge des größten (längsten)
Dachziegel-Formlings 6 angepaßt - vorteilhafterweise wird auf platzvergeudenden
Überstand weitgehend verzichtet.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, befinden sich beim Brennen die firstseitigen Dachziegel-
Enden in tiefgelegener Position und stützen sich dabei am Widerlager 11 des
Tragrahmens 8 ab. Um eine vergleichmäßigte Scherben-Behandlung durch das
Heiz- oder Kühlmedium zu erzielen, sind die Formlingsrückseiten auf dem
Brennwagen 3 einfahrtseitig angeordnet - dadurch ergibt sich eine den Gasstrom
aus der Längsströmung L abwärts leitende Schrägstellung und die durch den
Tragrahmen 8 erfolgende Abdeckung (mit sogen. Abschattungseffekt) wird in
vorteilhafter Weise weitgehend kompensiert.
Claims (13)
1. Verfahren zum Dachziegel-Brennen, wobei eine Vielzahl von Dachziegel-
Formlingen in einem mehrlagigen Schrägbesatz, dabei auf formgerecht
unterstützenden Rähmchen mit der Rückseite aufliegend, auf transportable
Brenngestelle aufgeladen und in aus der Horizontalen geneigter Schräglage durch
einen Tunnelofen verfahren werden, in welchem eine gegenläufig zur
Transportrichtung ziehende Brenngas-Längsströmung vorherrscht,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dachziegel-Formlinge (6) in zwei bis vier Lagen
derart angeordnet werden, daß sie auf schräger Ebene fluchtend
hintereinanderliegen und sich zwischen einander überlappenden Formlingslagen
absatz- und knickfrei durchgehende, schrägverlaufende Brenngassen (7) bilden,
durch welche die Gase ungehindert strömen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch den Einatz von Schrägbesatz-
Kassetten (5), die an einem formlingstragenden Rahmenteil derart mit
Stützelementen (12, 12') zum geneigten Kassetten-Aufstellen versehen sind, daß
ein schuppenartig versetztes Kassetten-Stapeln in mindestens zwei Lagen
ermöglicht wird, wobei im Schrägbesatz hochliegende Stützelemente (12') einer
Schrägbesatz-Kassette (5) sich jeweils auf einem Distanzstück (13),
Kassettenreihen-Endstück (13') oder auf einem tiefliegenden Stützelement (12)
einer in selbiger Kassetten-Reihe benachbart aufgestellten Schrägbesatz-
Kassette abstützt.
3. Schrägbesatz-Kassette zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, daß
- a) an einem jeweils mindestens einen Dachziegel-Formling (6) formgerecht unterstützenden und durch mindestens ein Widerlager (11) gegen Herabrutschen gesichert aufnehmenden Tragrahmen (8) an zwei einander gegenüberliegenden Seitenstreifen jeweils mindestens zwei mit Abstand zum Kassettenende vorgesehene Stützelemente (12, 12') für das aus der Horizontalen geneigte Tragrahmen-Aufstellen angeordnet sind,
- b) jeweils ein rechts- und linksseitiges Stützelement (12, 12') funktionsmäßig ein Paar bilden,
- c) die Stützelement-Paare auf zueinandner parallelen, schräg zur formlingstragenden Tragrahmen-Seite vorgesehenen Ebenen liegen sowie untenseitig Standflächen (12a) für das eigene Kassetten-Abstellen und obenseitig Tragflächen (12b) für das Aufsetzen einer Nachbarkassette oder eines Distanzstückes (13) ausbilden.
4. Schrägbesatz-Kassette nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abstand zwischen zwei parallelen Stützlinien der Stützelemente (12, 12') etwa dem
halben Rastermaß entspricht, welches sich aus Kassettenlänge plus Spaltmaß
zwischen zwei in der selben Reihenflucht hintereinanderliegenden Schrägbesatz-
Kassetten (5) ergibt.
5. Schrägbesatz-Kassette nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß in
Kassetten-Gebrauchsstellung die Standflächen (12a) und Tragflächen (12b) der
Stützelemente (12, 12') annähernd horizontal verlaufen und die
Formlingsstützebene mit der Horizontalen einen Winkel von etwa 20-60°
einschließt.
6. Schrägbesatz-Kassette nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Formlingsstützebene um annähernd 30° aus der Horizontalen geneigt ist.
7. Schrägbesatz-Kassette nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß in Kassetten-Gebrauchsstellung die Standflächen (12a) der
höhergelegenen Stützelemente (12') und die Tragflächen (12b) der
tiefergelegenen Stützelemente (12) auf gleicher Höhe wirkend ausgebildet sind.
8. Schrägbesatz-Kassette nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stützelemente (12, 12') ständerartig ausgeführt und ihre
eine Stützlinie bildenden Längsachsen in Kassetten-Gebrauchsstellung aus der
Vertikalen geneigt sind.
9. Schrägbesatz-Kassette nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stützelemente (12, 12') mit Greifelement-Aufnahmen
versehen sind.
10. Schrägbesatz-Kassette nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stützelemente (12, 12') fest am Tragrahmen (8)
angebracht sind.
11. Schrägbesatz-Kassette nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stützelemente (12, 12') verstellbar und/oder
austauschbar am Tragrahmen (8) angeordnet sind.
12. Schrägbesatz-Kassette nach einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß an den Stützelementen (12, 12'), insbes. an deren Stand
und/oder Tragflächen (12a, 12b) Justier- und/oder Rastorgane angeordnet sind.
13. Schrägbesatz-Kassette nach einem der Ansprüche 3 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß dieselbe aus einem Werkstoff auf Keramik-Basis,
insbesondere aus Silikatkeramik, besteht.
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Cited By (1)
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| AT525695A1 (de) * | 2021-12-01 | 2023-06-15 | Wienerberger Ag | Verfahren zum betreiben eines tunnelofens |
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-
1999
- 1999-08-13 DE DE1999137870 patent/DE19937870C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
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