DE19942668C2 - Chirurgische Sonde - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine chirurgische Sonde mit einem Hohlschaft.
Durch den Hohlschaft führt eine entlang des Hohlschaftes bewegliche Hülse. Die
Hülse ist formveränderlich. Weiterhin kann die Hülse zumindest teilweise aus der
Öffnung heraus- und wiedereingeführt werden. Die Sonde wird zur gezielten
Abtötung von Gewebebereichen eingesetzt.
Aus der Chirurgie sind verschiedene Arten von Sonden bekannt, mit denen ein Körper
untersucht und behandelt werden kann. Zum Beispiel ist aus der DE 197 47 149 A1
ein chirurgisches Schneidinstrument zu entnehmen, das als Sonde in eine chirurgische
Trokarhülse eingeführt wird. Ein Endabschnitt des Schneidinstrumentes weist eine
Schneideinrichtung auf. Die Schneideinrichtung ist aus einem rohrförmigen
Gehäuseschaft herausfahrbar und kann bogenförmig abgebogen werden. Durch
Drehen des Schneidinstrumentes um eine Gehäuseschaftachse wird eine
Schneidbewegung ausgeführt, wobei gleichzeitig über einen Fluidkanal ein Fluid zur
Versiegelung des Schnittkanals zugeführt werden kann. Die Drehbewegung soll es
ermöglichen, kugelförmige oder ellipsoidförmige Bereiche in einem Körper zu
umschneiden, um sie dadurch abkapseln und versiegeln zu können.
Eine andere chirurgische Sonde ist aus der US 5,855,576 A bekannt, bei der mehrere
Hochfrequenzsonden durch ein Endoskop in ein Gewebe eingebracht werden können.
Die Elektroden bewegen sich dabei im Wesentlichen auf einer Torus-Oberfläche.
Durch eine, an die Elektroden angelegte Hochfrequenzspannung kann Gewebe in der
Nähe der Elektroden abgetötet werden. Die Form der Elektroden bedingt, dass die
Elektroden das zu zerstörende Gewebe durchdringen müssen, was vor allem bei
Tumorgewebe die Bildung von Metastasen begünstigen kann.
Eine andere chirurgische Sonde ist in dem Dokument EP 0 908 156 A1 beschrieben.
Die Elektroden dieser Sonde sind im Wesentlichen als eine Art Gabel geformt, wobei
die Zinken der Gabel in den Schaft zurückgezogen werden können, um durch eine
Trokarhülse in eine Körperhöhle eingeführt zu werden. Die Zinken können dann in
einer Körperhöhle ausgefahren und in ein zu verödendes Gewebe eingeführt werden.
An die Elektroden in dem Gewebe wird eine hochfrequente Wechselspannung
angelegt, um das Gewebe um die Elektroden abzutöten.
Mit einer chirurgischen Sonde gemäß US 5,855,576 A oder EP 0 908 156 A1 ist es
jedoch nicht möglich, einen Tumor oder ein anderes zu schädigendes Gewebe durch
Veröden oder Koagulieren eines gesamten Randbereiches von der Versorgung
abzuschneiden und somit ohne einen direkten Eingriff abzutöten.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Sonde zur Verfügung zu stellen, mit
der in minimal-invasiver Technik in einen Körper eingegriffen werden kann, um einen
vorgebbaren, begrenzten Bereich in dem Körper gezielt so zu schädigen, dass dieser
nicht mehr in der Lage ist, auf andere Bereiche des Körpers in unerwünschter Weise
zu wirken. Insbesondere soll die Sonde in der Lage sein, schädliches Gewebe eines
Körpers sicher abtöten zu können.
Diese Aufgabe wird mit einer chirurgischen Sonden gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
Dieser Aufbau der Sonde gestattet ein Eindringen in den Körper ohne zu starke
Verletzungen des dabei zu durchdringenden Gewebes, da die in der Sonde
enthaltenen Hülsen und Drähte währenddessen von dem Hohlschaft ummantelt
sind. Weiterhin erlaubt die Form der Sonde, daß diese präzise bis an ein vorher
bestimmtes Gewebegebiet herangefahren werden kann. Dort angekommen,
werden die Drähte in ihren Hülsen mittels eines Bewegungsmechanismusses aus
dem Hohlschaft herausgefahren, wobei die Hülsen mit den Drähten vorbestimmte
Positionen einnehmen. Da die Hülse vom Aufbau her stabiler als die in den
Hülsen befindlichen. Drähte sind, werden die Hülsen so weit verfahren, bis die
Drähte die gewünschte Position erreicht haben. Anschließend können die Hülsen
vorzugsweise zurückgefahren werden, während die Drähte in der eingenommenen
Position verharren. Die aus den Hülsen ausgefahrenen Drähte definieren einen
Innenraum, um den die Drähte herum angeordnet sind. Nun ist es möglich, in die
Drähte einen HF-Strom zu schicken, so daß das im Innenraum befindliche
Gewebe abgetötet wird. Dadurch gelingt es sicher, lokalisierte Gewebebereiche
wie beispielsweise Krebsmetastasen abzutöten. Der Innenraum, den die HF-
Drähte einschließen, ist vorzugsweise kugel- oder ellipsoidförmig. Es sind je nach
Art der Drähte bzw. der Hülsen jedoch auch andere Geometrien möglich, die
einen Innenraum definieren.
Eine andere Ausgestaltung der Sonde ermöglicht es, daß die HF-Drähte so stabil
sind, daß sie selbst in der Lage sind, sich ihren vorbestimmten Weg durch das
Gewebe zu schneiden oder besser zu stechen, um die gewünschte Position um
einen vorgebbaren Innenraum herum einnehmen zu können. Die Hülsen sind bei
dieser Ausgestaltung entweder vorhanden, um den Drähten eine Anfangsrichtung
zu weisen. Oder aber die Hülsen dienen nur noch zu einer Isolierung der einzelnen
Drähte untereinander, wenn sie nebeneinander beispielsweise im Hohlschaft
liegen. Die Hülsen können daher auch als Isolierungsschichten ausgebildet sein,
die zumindest zum Teil um die Drähte angeordnet sind.
Als besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt, wenn der Draht und/oder die
Hülse vorgebogen ist. Aufgrund der Vorbiegung weisen der Draht und/oder die
Hülse eine aufgeprägte Gestalt auf, die sie beim Verlassen des Hohlschaftes
versuchen, wieder einzunehmen. Dadurch ist bei einer Vorwärtsbewegung des
Drahtes bzw. der Hülse deren Weg so vorgegeben, daß der gewünschte Innenraum
auch umschlossen wird. Vorzugsweise sind der Draht bzw. die Hülse aus einem
Memory-Metall. Dieses weist die Eigenschaft auf, eine einmal in einer
Kristallphase aufgeprägte, ursprüngliche Gestalt wieder anzunehmen, wenn es aus
einer anderen Kristallphase wieder zurück in die ursprüngliche Kristallphase
beispielsweise aufgrund eines Temperaturwechsels wechselt. Daneben besteht
auch die Möglichkeit, daß das Material der Hülse bzw. des Drahtes besonders
flexibel aber dennoch auch sehr formstark ist, beispielsweise aus einem
geeigneten Federmaterial. Sind beide, Hülse wie Draht, aus einem entsprechenden
Material wie beispielsweise einem Memory-Metall, hat dieses den Vorteil, daß sie
aufeinander abgestimmt sind und sich somit bei der Vorwärtsbewegung im
Gewebe gegenseitig so beeinflussen, daß eine Abweichung von der gewünschten
Position gering ist. Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, daß zumindest nur
derjenige Teil der Hülse bzw. des Drahtes, der den Hohlschaft verläßt, aus einem
Memmory-Metall besteht. Dadurch besteht die Möglichkeit, daß auch nur
diejenigen Bereiche von Hülse bzw. Draht, die eine Formänderung erfahren
müssen, um den gewünschten Innenraum zu bilden, entsprechend ausgebildet
sind. Die übrigen Bereiche von Hülse bzw. Draht sind dagegen aus
herkömmlichen im chirurgischen Bereich verwendeten Material.
Um eine Vielzahl von unterschiedlichen Innenräumen umfassen zu können,
können die Hülsen und Drähte zweckmäßigerweise auswechselbar in der Sonde
angebracht sein. Dieses erlaubt, daß die Sonde eine Grundform hat, die einen
Verfahrmechanismus aufweist, an den die Hülsen und die Drähte anschließbar
sind. Auf diese Weise wird eine Mehrzweckfähigkeit der Sonde erzielt, die
dadurch wiederverwendbar bei unterschiedlichen Innenräumen ist.
Weiterhin hat die Sonde zumindest einen Bewegungsmechanismus, der
zweckmäßigerweise am Hohlschaft angeordnet ist. Die Lage des
Bewegungsmechanismus am Hohlschaft wird vorzugsweise so gestaltet, daß ein
Operateur diesen betätigen kann, ohne daß er dabei die Kontrolle über die Lage
der Sonde verliert. Wenn beispielsweise zwei Bewegungsmechanismen
vorgesehen sind, einer für die Drähte, einer für die Hülsen, so sind diese
vorzugsweise ineinander integriert. Dazu wird beispielsweise eine
Vorwärtsbewegung der Hülsen zusammen mit den Drähten mittels eines
Schiebers vorgenommen. Haben die Hülsen Ihre Position eingenommen, können
die Drähte mit einer Weiterbewegung des Schiebers zusätzlich vorwärts in den
Körper bewegt werden. Umgekehrt besteht ebenfalls die Möglichkeit, daß Hülse
wie Draht in die gewünschte Position um einen definierten Innenraum gebracht
werden und anschließend durch eine Rückwärtsbewegung des Schiebers die Hülse
zurückgezogen wird, während der Draht an seiner Position verbleibt. Dazu wird
der Schieber zweckmäßigerweise geteilt ausgeführt, wobei ein erster Teil mit den
Hülsen und ein zweiter Teil mit den Drähten verbunden ist. Auf diese Weise muß
nur ein Schiebemechansimus verwendet werden, an den jedoch Drähte wie
Hülsen gekoppelt sind.
Bei der Bildung des Innenraumes ist es zweckmäßig, wenn diejenigen Enden der
Drähte, die aus dem Hohlschaft ragen, einen Abstand zueinander haben, der
geringer als 5 mm ist, wobei sich die Enden auch überkreuzen, damit berühren
können. Dadurch wird sichergestellt, daß zum einen nur dasjenige Gewebe vom
elektrischen Strom betroffen wird, das sich auch im Innenraum befindet und dort
quasi eingekapselt ist. Zum anderen wird dadurch auch ein gezielter Stromfluß
zwischen den einzelnen Drähten erzeugt, insbesondere auch zwischen denjenigen,
die benachbart sind. Auf diese Weise gelingt es, daß bei Beaufschlagung der
Drähte mit Strom eine Umhüllung aus Strom erzeugt wird. Dieses stellt sicher,
daß das gesamte im Innenraum befindliche Gewebe auch sicher von
Versorgungszuflüssen und -abflüssen getrennt wird und daher sicher abstirbt.
Weiterhin wird durch den geringen Abstand der Enden zueinander sichergestellt,
daß der benötigte Stromfluß nur so niedrig sein braucht, daß das im Innenraum
befindliche Gewebe abstirbt, andererseits nicht so hoch sein muß, das anderes
Gewebe, insbesondere Gewebe außerhalb des Innenraumes zu stark geschädigt
wird.
Vorzugsweise weist die Sonde eine Vorrichtung zur Weiterleitung des
hochfrequenten Stromes auf. Dabei kann die Vorrichtung an die Sonde
angeschlossen sein und für verschieden Arten von Sonden jeweils angepaßte
Stromstärken, Stromfrequenzen und Spannungsstärken bieten. Auch läßt sich an
der Vorrichtung einstellen, ob der Strom in Form von langen oder kurzen
Impulsen aufgegeben werden soll oder ob es ein oder mehrere Impulse sind. Eine
mögliche Verbindung von Sonde und Vorrichtung zur Erzeugung des
hochfrequenten Stromes sieht vor, daß an der Sonde selbst ein Auslöser
angeordnet ist, mit dem entweder ein vorher eingegebener Stromstoß bzw. ein
Stromintervall vorbestimmter Stärke und Zeitdauer ausgelöst wird oder aber über
den Auslöser selbst wird die Zeitdauer des Stromstoßes bestimmt.
Eine Unterstützung der Arbeit mit der Sonde wird erzielt, indem zusätzlich eine
Überwachungseinrichtung eingesetzt wird. Die Überwachungseinrichtung,
beispielsweise ein Sonographie- oder ein Computertomographiegerät, erlaubt, daß
das Einführen der Sonde bis zu einer vorbestimmten Position überwacht wird.
Darüber hinaus ist es möglich, das Vorbewegen der Hülsen und Drähte mittels der
Überwachungseinrichtung ebenfalls zu kontrollieren, so daß letztere an den
gewünschten Ort steuerbar sind. Die Überwachungseinrichtung verfügt
vorzugsweise über eine derartige Trennschärfe, daß nicht nur die Sonde und die
mit ihr verbundenen Teile auf beispielsweise einem Monitor deutlich zu erkennen
sind. Vielmehr ist die Einrichtung auch in der Lage, dasjenige Gewebe deutlich zu
machen, um daß die Drähte herum angeordnet werden sollen. Dadurch ist die
Überwachungseinrichtung in der Lage, vorgeben zu können, wie die Sonde
positioniert und die einzelnen Drähte verfahren werden müssen.
Vorzugsweise ist der Bewegungsmechanismus mit der Überwachungseinrichtung
so gekoppelt und ausgebildet, daß mittels eines von der Überwachungseinrichtung
stammenden Signales der Bewegungsmechanismus zumindest einen der Drähte
verfährt. Dieses ist beispielsweise über einen Roboter möglich, der die von der
Überwachungseinrichtung und gegebenfalls zwischengeschalteten Vorrichtungen
stammenden Daten umsetzt in eine Bewegung der Sonde und ihrer Teile.
Zusätzlich ermöglicht der Einsatz der Überwachungseinrichtung auch, daß zuerst
eine Lokalisierung des zu behandelnden Gewebes vorgenommen wird, anhand
dessen Lage beispielsweise ein vorgebbarer Abstand der einzelnen Drähte zu dem
Gewebe ermittelt wird und anschließend die Sonde eingeführt, positioniert und
schließlich der HF-Strom übertragen wird.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Merkmale sind in der folgenden
Zeichnung näher angegeben. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Sonde mit in Hülsen befindlichen HF-Drähten,
Fig. 2 einen Querschnitt entlang eines Schnittes II-II aus Fig. 1,
Fig. 3 eine Ansicht eines HF-Drahtes, wie er in eine erste und eine zweite Hülse
eingebettet ist und
Fig. 4 eine Vorrichtung zur Beeinflussung
eines Gewebes in einem Körper, die die erfindungsgemäße Sonde einsetzen kann.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße chirurgische Sonde 1 mit einem Hohlschaft 2.
Die Sonde wird in einen Körper über einen nicht näher dargestellten Trokar
eingeführt. Der Hohlschaft 2 hat eine Öffnung 3, aus der Drähte 4 herausragen. Die
Drähte sind umhüllt von Hülsen 5. Beide, Drähte 3 wie Hülsen 4, sind aus einem
Memory-Metall hergestellt worden, denen eine gebogene Gestalt aufgeprägt ist.
Diese nehmen sie wieder ein, wenn sie in den Körper eingeführt werden. Dieses ist
dargestellt. Die Drähte 4 und Hülsen 5 umschließen dabei einen Innenraum 6. In
diesem Innenraum 6 ist das Gewebe 7 angeordnet, das abgetötet werden soll. Die
Drähte 4 und die Hülsen 5 werden dabei über einen Bewegungsmechanismus 7 aus
dem Hohlschaft 2 heraus- und wieder hereingeführt. Das Abtöten erfolgt über
einen elektrischen HF-Strom, der durch die Drähte geleitet wird. Dazu weist die
Sonde 1 einen Stromanschluß 8 auf, an den vorzugsweise eine HF-Stromquelle 9
mit beispielsweise 400 Watt angeschlossen ist. Die Drähte 4 wiederum sind so
gebogen, daß ihre Enden 10 einen Abstand A aufweisen, der möglichst gering ist.
Fig. 2 zeigt den in Fig. 1 eingezeichneten Querschnitt entlang der Linie II-II.
Zwischen einer Anzahl von zwölf in Hülsen 5 ummantelten Drähten 4 ist das
mittels eines elektrischen Stromes zu beinflussende Gewebe 11 angeordnet. Das
Gewebe 11 ist in diesem Falle ein Tumor. Durch den elektrischen Strom, der
durch die Drähte fließt, wird eine Grenzbarriere von verkochtem Gewebe erzeugt.
Dadurch wird eine Versorgung des Tumors unterbunden. Blut mit Sauerstoff,
Glukosestoffe und andere Stoffwechselprodukte werden nicht mehr zum Tumor
befördert, Kohlendioxid und andere Stoffe werden nicht mehr abtransportiert. Das
von der Sonde umfaßte Gewebe stirbt daher ab. Nach der Behandlung des Tumors
werden die Drähte 4 und die Hülsen 5 wieder in den Hohlschaft zurückgezogen
und anschließend die Sonde aus dem Trokar, wobei der Stichkanal tamponiert
wird.
Fig. 3 zeigt eine genauere Ansicht einer möglichen Ausführung eines Drahtes 4
mit den sie umgebenden Hülsen. Eine erste Hülse 12 ist umgeben von einer
zweiten Hülse 13. Die erste Hülse 12 dient zur Isolierung des Materials von der
zweiten Hülse 13 und dem des Drahtes 4, so daß kein elektrischer Kurzschluß
auftritt.
Fig. 4 zeigt eine Überwachungseinrichtung 14, die mit einem Computer 15 über
eine Datenleitung 16 verbunden ist. Die Überwachungseinrichtung ist über einem
Behandlungstisch 17 angeordnet. Der Computer 15 wiederum ist mit einer
Verfahrvorrichtung 18 gekoppelt. Die Verfahrvorrichtung 18 ist beispielsweise
ein Roboterarm, der die Sonde 1 hält und entsprechend der vom Computer 15
stammenden Steuersignale bewegt. Weiterhin ist die Verfahrvorrichtung 18 in der
Lage, nicht nur die Sonde 1 selbst, sondern ebenfalls die Drähte und Hülsen der
Sonde zu verfahren. Die Überwachungseinrichtung 14 ist im Zusammenspiel mit
dem Computer 15 in der Lage, nicht nur einen schädlichen Gewebebereich zu
lokalisieren, zu vermessen und in einem topographischen Zusammenhang
einordnen zu können. Darüber hinaus sind beide so aufeinander abgestimmt, daß
die Verfahrvorrichtung 18 angewiesen werden kann, beispielsweise einen
vorbestimmten Abstand zu einem Tumorgewebe einzuhalten, wenn die Drähte
und Hülsen aus der Sonde herausgefahren werden.
Ferner ist eine Kühlvorrichtung (nicht gezeigt) für die Kühlung der Drähte
vorgesehen, um dadurch die Wirkung im Gewebe zu verbessern.
Ferner ist ein Temperatursensor (nicht gezeigt) in die Drähte integriert. Dieser
dient dazu, die Drahttemperatur sowie Gewebetemperatur zu messen. Aus dem
Temperatursignal kann das biologische Absterben des Gewebes erfaßt werden.
Ferner kann die Kühlvorrichtung gesteuert werden.
1
Sonde
2
Hohlschaft
3
Öffnung
4
Draht
5
Hülse
6
Innenraum
7
Bewegungsmechanismus
8
Stromanschluß
9
Stromquelle
10
Ende eines Drahtes
11
Gewebe
12
erste Hülse
13
zweite Hülse
14
Überwachungseinrichtung
15
Computer
16
Datenleitung
17
Behandlungstisch
18
Verfahrvorrichtung
Claims (9)
1. Chirurgische Sonde (1) mit einem Hohlschaft (2), der eine erste Öffnung (3) aufweist, mit
einer durch den Hohlschaft (2) durchführenden und entlang des Hohlschaftes (2) beweglichen
Hülse (5), die formveränderlich ist, wobei die Hülse (5) zumindest teilweise aus der Öffnung (3)
heraus- und wiedereingeführt werden kann,
dadurch gekennzeichnet, daß
mehrere Hülsen (5) nebeneinander im Hohlschaft (2) angeordnet sind und jeweils einen Draht (4)
enthalten, der beweglich in der jeweiligen Hülse (S) ist und aus einer Hülsenöffnung zumindest
teilweise heraus- und wieder hereinbewegbar ist, wobei der Draht (4) ein HF-Draht ist, über den
ein hochfrequenter elektrischer Strom fließen kann, wobei die Sonde (1) einen mit dem HF-Draht
(4) in Verbindung stehenden HF-Stromanschluß (8) aufweist, wobei die Drähte (4) in aus den
Hülsen (S) ausgefahrenem Zustand einen Innenraum (6) definieren, um den die Drähte (4) herum
angeordnet sind.
2. Sonde (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum (6) kugel- oder
ellipsoidförmig ist.
3. Sonde (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Draht (4) und/oder die Hülse (5)
zumindest in dem Bereich, der aus dem Hohlschaft (2) herausragt, ein Memory-Metall zur
Formung des Innenraumes (6) aufweist.
4. Sonde (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sonde (1) einen
Bewegungsmechanismus (7) aufweist, mit dem die Hülsen (5) und/oder die Drähte (4) aus dem
Hohlschaft (2) bewegbar sind.
5. Sonde (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Bewegungsmechanismus (7) am
Hohlschaft (2) angeordnet ist.
6. Sonde (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei der
Bildung des Innenraumes (6) diejenigen Enden (10) der Drähte (4), die aus dem Hohlschaft (2)
ragen, einen Abstand (A) zueinander haben, der geringer als 5 mm ist.
7. Sonde (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sonde
(1) eine Vorrichtung (9) zur Erzeugung des hochfrequenten Stromes aufweist.
8. Sonde (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einer Überwachungseinrichtung
(14), dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungseinrichtung (14) in der Lage ist, eine
Position der Drähte (4) wie auch den Innenraum (6), den die Drähte (4) umgeben sollen,
festzustellen.
9. Sonde (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Bewegungsmechanismus (7) mit
der Überwachungseinrichtung (14) so gekoppelt und ausgebildet ist, daß mittels eines von der
Überwachungseinrichtung (14) stammenden Signals der Bewegungsmechanismus (7) zumindest
einen der Drähte (4) verfährt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19942668A DE19942668C2 (de) | 1999-09-07 | 1999-09-07 | Chirurgische Sonde |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19942668A DE19942668C2 (de) | 1999-09-07 | 1999-09-07 | Chirurgische Sonde |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19942668A1 DE19942668A1 (de) | 2001-03-29 |
| DE19942668C2 true DE19942668C2 (de) | 2003-04-24 |
Family
ID=7921084
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19942668A Expired - Fee Related DE19942668C2 (de) | 1999-09-07 | 1999-09-07 | Chirurgische Sonde |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19942668C2 (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5551426A (en) * | 1993-07-14 | 1996-09-03 | Hummel; John D. | Intracardiac ablation and mapping catheter |
| US5855576A (en) * | 1995-03-24 | 1999-01-05 | Board Of Regents Of University Of Nebraska | Method for volumetric tissue ablation |
| EP0908156A1 (de) * | 1994-08-12 | 1999-04-14 | Rita Medical Systems, Inc. | Ablationsvorrichtung mit mehreren Elektroden |
| DE19747149A1 (de) * | 1997-10-24 | 1999-05-27 | Harald G W Dr Med Kuebler | Chirurgisches Instrument |
-
1999
- 1999-09-07 DE DE19942668A patent/DE19942668C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19942668A1 (de) | 2001-03-29 |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: A61B 18/12 |
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| 8304 | Grant after examination procedure | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: KÜBLER, HARALD G.W., DR.MED., 51580 REICHSHOF, DE |
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