DE19942811C1 - Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Schraubenfedern aus Stahl - Google Patents
Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Schraubenfedern aus StahlInfo
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Abstract
Um eine Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Schraubenfedern (1) aus Stahl, insbesondere Schraubendruckfedern, zum Zwecke des Abbaus von aus der Formgebung entstandenen Materialspannungen, zu schaffen, die ein sehr schnelles Umrüsten auf unterschiedliche Federabmessungen ermöglicht, die einen hohen elektrischen Wirkungsgrad aufweist, die gut automatiesierbar ist und eine gleichmäßige Temperaturverteilung über die Druckfederlänge ermöglicht, wird vorgeschlagen, daß ein Induktor (5), insbesondere in Form einer Querfeldspule, als Mittel zur induktiven Erwärmung einer Schraubenfeder (1) vorgesehen ist, der zwei zueinander parallele und parallel zur Mittellängsachse einer in den Induktor (5) eingesetzten Schraubenfeder (1) ausgerichtete Spulenleiter (7) aufweist, und daß zwischen den Spulenleitern (7) eine Aufnahme zur Halterung der Schraubenfeder (1) ausgebildet ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur
Wärmebehandlung von Schraubenfedern aus Stahl,
insbesondere Schraubendruckfedern, zum Zwecke des
Abbaus von aus der Formgebung entstandenen
Materialspannungen.
Bei der Herstellung von Schraubenfedern, insbesondere
Schraubendruckfedern, sind vor und/oder nach den
Formgebungsschritten (Wickeln, bzw. Setzen) thermische
Vor- bzw. Nachbehandlungsschritte erforderlich, um
Zug- bzw. Druckspannungen auszugleichen, die sich bei
den Formgebungsschritten im Material ausgebildet
haben.
Bei solchen Schraubenfedern setzt sich die
Schraubenfeder bei der bestimmungsgemäßen Benutzung,
so daß sie nach einiger Betriebszeit kürzer ist als im
Neuzustand.
Hierzu ist es bekannt, eine Wärmebehandlung mit gas-
bzw. elektrisch-beheizten Konvektionsöfen
durchzuführen. Dies hat wesentliche Nachteile.
Einerseits müssen relativ lange Rüstzeiten für die
entsprechenden Aggregate eingeplant werden, sofern auf
unterschiedliche Federmessung abgestellt werden soll.
Solche Anlagen haben einen relativ geringen
elektrischen Wirkungsgrad. Auch der
Automatisierungsgrad ist nur gering. Zudem kommt es
dabei zu einer relativ ungleichmäßigen
Temperaturverteilung entsprechend der Masseverteilung
über die Druckfederlänge.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu
schaffen, die ein sehr schnelles Umrüsten auf
unterschiedliche Federabmessungen ermöglicht, die
einen hohen elektrischen Wirkungsgrad aufweist, die
gut automatisierbar ist und die eine gleichmäßige
Temperaturverteilung über die Druckfederlänge
ermöglicht.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird prinzipiell
vorgeschlagen, daß ein Induktor als Mittel zur
induktiven Erwärmung einer Schraubenfeder vorgesehen
ist, der zwei zueinander parallele und parallel zur
Mittellängsachse einer in den Induktor eingesetzten
Schraubenfeder ausgerichtete Spulenleiter aufweist,
und daß zwischen den Spulenleitern eine Aufnahme zur
Halterung der Schraubenfeder ausgebildet ist.
Das Induktorsystem bewirkt, daß der magnetische Fluß
bzw. die Flußlinien Phi geometrisch etwa senkrecht zur
gedachten Federachse ausgerichtet sind. Durch die
Erzeugung des Querfeldes wird in einfacher Weise eine
gleichmäßige Durchwärmung des Federkörpers erreicht,
wobei ein guter elektrischer Wirkungsgrad erzielbar
ist. Auch kann ein hoher Automatisierungsgrad erreicht
werden, wobei die sehr kurzen Aufheizzeiten
(Sekundenbereich) und das schnelle Umrüsten auf andere
Federgrößen ebenso vorteilhaft sind, wie die sehr gut
reproduzierbaren Prozessparameter wie Aufheizzeit und
Temperaturprofil.
Vorzugsweise ist das Induktorsystem in Form einer
Querfeldspule ausgeführt.
Erfindungsgemäß wird die Schraubenfeder nach der
Formgebung kurz erwärmt, um ein "Warmsetzen" der
Schraubenfeder zu erreichen und das
Relaxationsverhalten gegenüber dem "Kaltsetzen" zu
verbessern.
Bevorzugt ist dabei vorgesehen, daß die Aufnahme mit
einer Antriebsvorrichtung versehen ist, mittels derer
die Aufnahme und die darin gehalterte Schraubenfeder
um ihre Längsachse drehbar ist.
Da die Erzeugung des Querfeldes quasi in einem offenen
Spulensystem realisiert ist, muß die entsprechende
Schraubenfeder in der Soll-Position in Rotation
verbracht werden, um eine gleichmäßige Durchwärmung
des Federkörpers zu erreichen. Die Antriebsvorrichtung
kann beispielsweise ein Elektromotor oder dergleichen
sein.
Bevorzugt ist zudem vorgesehen, daß von den Enden der
zueinander parallelen Spulenleiter kreisbogenähnlich
Windungsbögen quer gerichtet zu den Spulenleitern
abgehen und ggf. die Enden der Spulenleiter verbinden.
Dabei ist bevorzugt vorgesehen, daß der Abstand der
zueinander parallelen Spulenleiter mindestens gering
größer ist als der maximale Außendurchmesser einer
einzusetzenden Schraubenfeder.
Die quasi offene Querfeldspule erlaubt es in einfacher
Weise, eine entsprechende Schraubenfeder nicht nur in
Achsrichtung parallel zu den Spulenleitern von oben
oder unten in die entsprechende Spule einzusetzen,
sondern durch die angegebene Ausbildung ist es auch
möglich, die Spule seitlich zuzuführen und in die von
den Spulenleitern erzeugten Flußlinien einzubringen
und rotieren zu lassen.
Bevorzugt kann dabei vorgesehen, daß der Durchmesser
der Windungsbögen gleich dem Abstand der parallelen
Spulenleiter voneinander ist.
Im Grunde bilden dabei die Windungsbögen einen
Halbkreis. Im Bereich eines solchen Windungsbogens,
der aufgetrennt sein kann, können die elektrischen
Anschlüsse vorgesehen sein.
Bevorzugt ist zudem vorgesehen, daß die Aufnahme einen
Formkörper aufweist, auf den die Schraubenfeder
konzentrisch aufsteckbar ist.
Dabei ist bevorzugt, wenn der Formkörper aus
elektrisch nicht leitendem Material besteht.
Desweiteren ist bevorzugt, wenn der Formkörper aus
wärmeisolierendem Material besteht.
Zudem kann bevorzugt sein, daß der Formkörper
zylindrisch ausgebildet ist.
Bei einer solchen Ausbildung kann in einfacher Weise
der Koppelabstand zwischen den Spulenleitern und der
Federkörperaußenkontur variiert werden.
Unter Umständen kann auch vorgesehen sein, daß die
Aufnahme einen tellerartigen Anschlag aufweist, an dem
sich ein Federende abstützt, und ein weiteres
tellerartiges Widerlager, das an das andere Federende
angelegt ist, wobei das Widerlager zentrisch fixierbar
ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung gezeigt.
Es zeigt:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in
Vorderansicht;
Fig. 2 desgleichen schematisch in Draufsicht gesehen.
In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur
Wärmebehandlung von Schraubenfedern 1 aus Stahl,
insbesondere Schraubendruckfedern, gezeigt. Sie dient
dazu, Materialspannungen abzubauen, die bei den
Formgebungsschritten entstanden sind.
Die Vorrichtung besteht aus einem Induktor 5 in Form
einer Querfeldspule, als Mittel zur induktiven
Erwärmung einer Schraubenfeder 1. Der Induktor 5 hat
2 zueinander parallele und parallel zur Mittellängsachse
der eingesetzten Schraubenfeder 1 ausgerichtete
Spulenleiter 7. Zwischen den Spulenleitern 7 ist eine
Aufnahme zur Halterung der Schraubenfeder 1
ausgebildet. Die Aufnahme ist mit einer
Antriebsvorrichtung 4, beispielsweise
einem elektromotorischen Antrieb gekoppelt. Die
Aufnahme kann sich beispielsweise auf einem
Maschinengestell 10 befinden, so daß sie oberhalb des
Maschinentisches angeordnet ist, während die
Antriebsvorrichtung 4 unterhalb des Maschinentisches
verdeckt angeordnet ist. Mit dem elektromotorischen
Antrieb 4 kann die Aufnahme und die darin gehalterte
Schraubenfeder 1 um Ihre Längsmittelachse gedreht
werden.
Am Maschinentisch können Halter vorgesehen sein,
mittels derer die Spulenleiter 7 isoliert gehalten und
befestigt sind.
Wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich, gehen von den
Enden der zueinander parallelen Spulenleiter 7
kreisbogenartig Windungsbögen 3 ab, wobei im Bereich
der unteren, aufgetrennten Windungsbögen 3 die
elektrischen Anschlüsse vorgesehen sein können.
Der Abstand der zueinander parallelen Spulenleiter 7
ist mindestens gering größer als der maximal mögliche
Außendurchmesser einer einzusetzenden Schraubenfeder
1. Vorzugsweise ist der Durchmesser der Windungsbögen
3 gleich dem Abstand der parallelen Spulenleiter 7
voneinander, so daß insgesamt der Windungsbogen 3 eine
Halbkreisform aufweist.
Die Aufnahme weist zusätzlich einen Formkörper 2 auf,
auf den die Schraubenfeder 1 konzentrisch aufsteckbar
ist. Der Formkörper besteht vorzugsweise aus
elektrisch nicht leitendem, wärmedämmenden Material.
Vorzugsweise ist der Formkörper 2 Querschnitt
kreisrund ausgebildet.
Unter Umständen kann vorgesehen, daß die Aufnahme in
Richtung quer zu den Spulenleitern 7 entlang einer
gedachten, sich mittig zwischen den Spulenleitern 7
erstreckenden Ebene verstellbar ist (insbesondere in
Richtung des Pfeiles 11 in Fig. 2), wodurch der
Koppelabstand 6 zwischen Spulenleiter 7 und
Federkörperaußenkontur 8 variabel eingestellt werden
kann.
Die Aufnahme kann einen tellerartigen Anschlag 12
aufweisen, an dem sich ein Ende der Schraubenfeder 1
abstützt, und ein weiteres tellerartiges Widerlager
13, das an das andere Federende angelegt ist, so daß
die Schraubenfeder zentrisch insbesondere auch bezogen
auf den zentrischen Formkörper 2 ausrichtbar ist.
Vorteilhaft für einen guten elektrischen Wirkungsgrad
ist eine Anordnung, die den Federkörper in die durch
die Spulenleiter 7 aufgespannte Ebene, verdeutlicht
durch das Bezugszeichen 9, eintauchen läßt.
Es ist klar, daß die entsprechende Vorrichtung nicht
nur bei stehender Anordnung gemäß Fig. 1, sondern auch
bei liegender Anordnung betrieben werden kann.
Claims (14)
1. Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Schraubenfedern
aus Stahl, insbesondere Schraubendruckfedern, zum
Zwecke des Abbaus von aus der Formgebung entstandenen
Materialspannungen, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Induktor (5) als Mittel zur induktiven Erwärmung einer
Schraubenfeder (1) vorgesehen ist, der zwei zueinander
parallele und parallel zur Mittellängsachse einer in
den Induktor (5) eingesetzten Schraubenfeder (1)
ausgerichtete Spulenleiter (7) aufweist, und daß
zwischen den Spulenleitern (7) eine Aufnahme zur
Halterung der Schraubenfeder (1) ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Aufnahme mit einer
Antriebsvorrichtung (4) versehen ist, mittels derer
die Aufnahme und die darin gehalterte Schraubenfeder
(1) um ihre Längsachse drehbar ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß von den Enden der
zueinander parallelen Spulenleiter (7)
kreisbogenähnlich Windungsbögen (3) quer gerichtet zu
den Spulenleitern (7) abgehen und ggf. die Enden der
Spulenleiter (7) verbinden.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der zueinander
parallelen Spulenleiter (7) mindestens gering größer
ist als der maximale Außendurchmesser einer
einzusetzenden Schraubenfeder (1).
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der
Windungsbögen (3) gleich dem Abstand der parallelen
Spulenleiter (7) voneinander ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme einen
Formkörper (2) aufweist, auf den die Schraubenfeder
(1) konzentrisch aufsteckbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Formkörper (2) aus elektrisch
nicht leitendem Material besteht.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Formkörper (2) aus
wärmeisolierendem Material besteht.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Formkörper (2)
zylindrisch ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme in Richtung
quer zu den Spulenleitern (7) entlang einer mittig
zwischen den Spulenleitern (7) sich erstreckenden
gedachten Ebene verstellbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme einen
tellerartigen Anschlag (12) aufweist, an dem sich ein
Federende abstützt, und ein weiteres tellerartiges
Widerlager (13), das an das andere Federende angelegt
ist, wobei das Widerlager zentrisch fixierbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spulenleiter (7)
flexibel ausgebildet sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Spulenleiter (7) jeweils an
einer Halterung befestigt sind, die sich neben den
Spulenleitern (7) etwa parallel zur Mittelachse
einer in die Vorrichtung eingesetzten Schraubenfeder
erstreckt, wobei die Spulenleiter (7) mittels
längenverstellbarer Stellglieder an der Halterung
quer zur Längserstreckung der Spulenleiter (7)
gehaltert sind, mittels derer die Spulenleiter (7)
der Form der Schraubenfeder entsprechend einstellbar
und formbar sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der Induktor (5) als
Querfeldspule ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19942811A DE19942811C1 (de) | 1999-09-08 | 1999-09-08 | Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Schraubenfedern aus Stahl |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19942811C1 true DE19942811C1 (de) | 2000-11-30 |
Family
ID=7921172
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| DE19942811A Expired - Fee Related DE19942811C1 (de) | 1999-09-08 | 1999-09-08 | Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Schraubenfedern aus Stahl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19942811C1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002013706A3 (en) * | 2000-08-11 | 2002-05-16 | Scimed Life Systems Inc | Variable softness vaso-occlusive coils |
| EP1918387A1 (de) * | 2006-10-31 | 2008-05-07 | Muhr und Bender KG | Verfahren und Vorrichtung zum induktiven Härten von Schraubenfedern |
| EP3244088A1 (de) * | 2016-05-10 | 2017-11-15 | Baumann Federn AG | Verfahren und vorrichtung zum warmsetzen von einer feder |
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1999
- 1999-09-08 DE DE19942811A patent/DE19942811C1/de not_active Expired - Fee Related
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| NICHTS ERMITTELT * |
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