DE19956256B4 - Leerhubeinstellung zwischen einem Aktor und einem Übertragungselement eines Ventils in einem Kraftstoffinjektor - Google Patents

Leerhubeinstellung zwischen einem Aktor und einem Übertragungselement eines Ventils in einem Kraftstoffinjektor Download PDF

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Abstract

Verfahren zum Positionieren eines Stellantriebes (19) in einem Injektorkopf (7) eines Kraftstoffinjektors (1) mit einem Ventil (23), wobei der Stellantrieb (19) einen Aktor (21) mit einem Aktorgehäuse (17) und ein im Injektorkopf (7) angeordnetes Übertragungselement (35) zwischen dem Aktor (21) und dem Ventil (23) aufweist, um eine Längsbewegung des Aktors (21) auf das Ventil (23) zu übertragen, dadurch gekennzeichnet,
dass das Einstellen der Position des Stellantriebes (19) im Kraftstoffinjektor (1) beim Verformen eines Abstandselementes (31) durch einen Pressvorgang mit dem Aktorgehäuse (17) selbst vorgenommen wird; wobei
das plastisch verformbare Abstandselement (31) in den Injektorkopf (7) eingelegt wird;
das Abstandselement (31) entsprechend dem gewünschten Leerhub des Ventils (23) bleibend zusammengepresst wird; und
an dem Abstandselement (31) anliegend das Aktorgehäuse (17) am Injektorkopf (7) befestigt wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Positionieren eines Stellantriebes in einem Kraftstoffinjektor, eine Vorrichtung zur Durchführung eines derartigen Verfahrens und einen Kraftstoffinjektor mit einem Stellantrieb.
  • Bei der Kraftstoffversorgung von Brennkraftmaschinen werden Speichereinspritzsysteme eingesetzt, bei denen mit hohen Einspritzdrücken und schnellen Schaltgeschwindigkeiten gearbeitet wird. Bei diesem Speichereinspritzsystem wird Kraftstoff mittels einer Hochdruckpumpe in einen Hochdruckspeicher gefördert, von dem aus der Kraftstoff mit Hilfe von Kraftstoffinjektoren in Brennkraftmaschinen eingespritzt wird. Der Kraftstoffinjektor weist ein Einspritzventil auf, das von einem Servoventil geöffnet und geschlossen wird, um den zeitlichen Verlauf des Einspritzvorganges in die Brennkammer festzulegen. Das Servoventil wird dabei von einem elektrisch angesteuerten Aktor, insbesondere von einem Piezo-Aktor, betätigt. Bei einem derartigen Piezo-Aktor wird durch Anlegen von elektrischer Spannung eine Längsdehnung hervorgerufen. Diese wird auf das Servoventil übertragen, das wiederum das Einspritzventil steuert. Damit die im μm-Bereich liegende Längsdehnung des Piezo-Aktors das Servoventil geeignet betätigen kann, wird diese Längsdehnung z. B. mechanisch durch einen im Kraftstoff gelagerten Hebelübersetzer oder hydraulisch durch einen Druckraum verstärkt.
  • Um die für einen optimalen Verbrennungsverlauf erforderlichen schnellen Schaltgeschwindigkeiten und kleinen Einspritzmengen beim Kraftstoffinjektor erzielen zu können, ist es erforderlich, den Kraftstoffinjektor sehr genau einzustellen. Dies gilt insbesondere für den sich zwischen dem Piezo-Aktor und dem Servoventil ergebenden Leerhub im Kraftstoffinjektor.
  • Diese Leerhubeinstellung wird gemäß dem Stand der Technik bisher so vorgenommen, dass die genaue Anordnung der einzelnen Komponenten des Kraftstoffinjektors, insbesondere deren Abstände zueinander, rechnerisch aus den Abmessungen dieser Komponenten ermittelt werden. Hierzu muss jede Komponente einzeln vermessen werden. Nach dem Ausmessen wird der Leerhub dann durch zwischen dem Injektorgehäuse und dem Aktorgehäuse angeordnete Einstellscheiben eingestellt, die lediglich minimale Toleranzen aufweisen dürfen und deshalb aufwendig zu fertigen sind. Um den so eingestellten Leerhub zu prüfen, ist es erforderlich, den Kraftstoffinjektor zusammenzubauen und unter Betriebsbedingungen zu testen. Falls Funktionsfehler festgestellt werden, muss der Kraftstoffinjektor nach dem Testlauf wieder zerlegt werden. Dann müssen die Einstellscheiben eventuell aufwendig nachgearbeitet oder ausgetauscht werden.
  • Aus der DE 44 31 128 A1 ist beispielsweise ein Verfahren zur Einstellung des Restluftspalts zwischen Kern und Anker eines elektromagnetisch betätigten Einspritzventils bekannt, wobei durch ein Eingriff eines Verformungswerkzeugs am äußeren Umfang des Ventilgehäuses eine Verformung des Ventilgehäuses stattfindet, bis ein bestimmter Wert der gleichzeitig gemessenen dynamischen Durchflussmenge erreicht wird. Hierbei verändert sich die Größe des Restluftspaltes zwischen Kern und Anker und somit die Magnetkraft, so dass die Mediumströmungsmenge beeinflussbar und einstellbar ist.
  • Ferner ist aus der DE 195 12 338 A1 eine Vorrichtung zum Einstellen eines Ventilhubs bekannt, bei welcher ein in einem Gehäuse des Ventils voreingestellter Ventilsitz mittels plastischer Verformung axial im Gehäuse verschiebbar ist. Die Vorrichtung verfügt über eine Verstelleinrichtung, welche in Richtung der plastischen Verformung einer Zustellbewegung für ein Verdrückwerkzeug erzeugt, und über eine Messeinrichtung, welche den durch die plastische Verformung des Ventilsitzes veränderbaren Ventilhub ermittelt und mit einem vorgegebenen Sollwertvergleich, wobei die Verstelleinrichtung anhand des Soll-/Istwertvergleichs steuerbar ist.
  • Die DE 42 11 723 A1 zeigt ein Verfahren, bei dem die Federkraft der Rückstellfeder des Ventilschließglieds verstellt wird und so eine Einstellung des Leerhubs unter der dynamischen Durchflussmenge erfolgt.
  • Die DE 195 46 361 C2 offenbart ein Kraftstoff-Einspritzventil mit einem Ventilsitzelement, das in einem Düsenhalter gelagert ist und einer Ventilnadel, die um einen vorgegebenen Betrag entlang einer Hauptachse des Düsenhalters bewegbar ist. Der Düsenhalter weist einen dünnwandigen Abschnitt auf, der in einem vorgegebenen Verbindungsbereich mit dem Ventilsitzelement verbunden ist. Das Einstellen des Ankerhubs erfolgt hier mittels eines Verformungsabschnitts im Düsenhalter.
  • Die WO 1996 041 947 A1 offenbart ein Verfahren, bei dem zuerst der Hub eines mit einem Distanzstück montierten Kraftstoff-Einspritzventils gemessen wird. Anschließend erfolgt die Zerlegung des Einspritzventils und das Distanzstück wird auf das für den gewünschten Hub erforderliche Maß verformt. Schließlich wird das Einspritzventil mit dem verformten Distanzstück wieder fertig montiert.
  • Bei dem aus der DE 35 31 153 A1 bekannten Kraftstoff-Einspritzventil erfolgt die Einstellung des Hubes über ein Außengewinde am Magnetkern.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein einfaches Verfahren zum genauen Positionieren eines Stellantriebes in einem Kraftstoffinjektor, eine Vorrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens sowie einen derartigen Kraftstoffinjektor bereitzustellen.
  • Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
  • Das Verfahren gemäß Patentanspruch 1 und die Vorrichtung gemäß Patentanspruch 4 sind besonders einfach realisierbar dann, wenn das Einstellen der Position des Stellantriebes im Injektorgehäuse bereits beim Verformen des Abstandselementes durch den Pressvorgang mit dem Aktorgehäuse selbst vorgenommen werden kann. Um das Aktorgehäuse als Pressstempel verwenden zu können, ist es jedoch erforderlich, ein geeignet hartes Material für das Aktorgehäuse zu verwenden. Dabei wird der Aktor entsprechend dem gewünschten Leerhub angesteuert und das Aktorgehäuse mit dem entsprechend der Ansteuerung ge ringfügig ausgefahrenen Aktor auf das Abstandselement gepresst. Alternativ ist es auch möglich, dass bei ausgebautem Aktor bzw. Aktorgehäuse ein Pressstempel das Abstandselement gemäß dem gewünschten Leerhub des Ventils bleibend zusammenpresst. Dabei ist der Pressstempel derart ausgebildet, dass er bei Erreichen der Einstellung des gewünschten Leerhubes das Übertragungselement gerade berührt bzw. betätigt, wodurch der Press- bzw. Positionierungsvorgang mikrometergenau beendet wird.
  • Zum Einstellen und Überprüfen der Positionierung des Stellantriebes im Injektorgehäuse, insbesondere zur Bestimmung des Leerhubs der Wirkverbindung zwischen dem Aktor und dem Servoventil, wird bspw. an den Aktor ein dessen Leerhub entsprechendes Ansteuersignal gelegt – oder ein passender Pressstempel verwendet – und der Pressvorgang begonnen sowie gleichzeitig der Druckverlauf im Injektor gemessen. Dabei wird mittels eines Druckerzeugers Kraftstoff unter einem hohen Druck in den Kraftstoffinjektor eingespeist und das Aktorgehäuse – oder der Pressstempel – so lange auf das Abtandselement gepresst und dieses entsprechend plastisch verformt, bis das Ventil gerade betätigt wird, was zu einem messbaren Druckabfall im Injektor führt. Dieser Zeitpunkt bzw. diese Position kann beispielsweise auch durch eine elektrische Widerstandsmessung zwischen dem Stempel- und dem Übertragungselement festgestellt werden.
  • Nachfolgend ist anhand schematischer Darstellungen ein Aus- führungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Es zeigen
  • 1 einen Kraftstoffinjektor,
  • 2 stark vereinfacht eine Einstellvorrichtung mit dem vergrößert, abschnittsweise und in einem Längsschnitt dargestellten Kraftstoffinjektor beim Pressvorgang des Stauchringes, und
  • 3 abschnittsweise den zusammengebauten Kraftstoffinjektor in einem Längsschnitt gemäß 2.
  • Ein Kraftstoffinjektor 1 gemäß 1 besteht im wesentlichen aus einem Einspritzventil 3, einer Einspritzdüse 5, einem in einem Injektorkopf 7 enthaltenen Stellantrieb 19 ( 3) sowie einem Aktoranschluss 9. Im Injektorkopf 7 ist weiterhin ein Hochdruckzulauf 11, über den Kraftstoff unter sehr hohem Druck zugeführt werden kann, sowie ein Leckageablauf 13, über den überschüssiger Kraftstoff aus dem Kraftstoffinjektor 1 in einen Kraftstoffvorratsbehälter (nicht gezeigt) zurückgeführt werden kann, vorgesehen. Am Injektorkopf 7 ist mittels einer Hohlschraube 15 ein Aktorgehäuse 17 exakt festgelegt und insbesondere in Aktorlängsrichtung unverschiebbar befestigt.
  • Der Stellantrieb 19 im Injektorkopf 7 besteht gemäß 3 im wesentlichen aus einem im Aktorgehäuse 17 angeordneten Piezo-Aktor 21 und einem Servoventil 23, die in einer stufig ausgebildeten Innenbohrung 25 im Injektorkopf 7 montiert sind. Der Piezo-Aktor 21 setzt sich dabei in an sich bekannter Weise aus mehreren übereinander gestapelten Piezoelementen zusammen, die in dem Aktorgehäuse 17 zwischen einer Kopfplatte 27 und einer Bodenplatte 29, die ventilseitig einen kreisrunden Aufsatz aufweist, vorgespannt sind. Dabei ist die Position des Bodenplattenaufsatzes beispielsweise derart, dass dessen Stirnfläche exakt bündig mit der ventilseitigen Stirnfläche des Rktorgehäuses 17 bei nicht angesteuertem Aktor abschließt. Der Piezo-Aktor 21 ist weiter leitend über aus der Kopfplatte 27 hervorstehende Kontaktstifte mit dem Aktoranschluss 9 verbunden, so dass über den Aktoranschluss 9 Spannung an den Piezo-Aktor 21 angelegt und damit dessen Ausdehnung gesteuert hervorgerufen werden kann. Der Piezo-Aktor 21 ist am oberen Ende der stufig ausgebildeten Innenbohrung 25 im Injektorkopf 7 befestigt. Dabei wird das Aktorgehäuse 17 mit seiner ventilseitigen Stirnfläche auf einen an sich bekannten metallischen, plastisch geeignet verformten Stauchring 31 gedrückt. Der Stauchring 31 liegt auf einer ringförmig umlaufenden Auflagescheibe 33. Diese wiederum ist auf einem Absatz in der Innenbohrung 25 des Injektorkopfes 7 ange ordnet. Das Aktorgehäuse 17 ist dabei mittels der Hohlschraube 15 fest an den Stauchring 31 gedrückt und in dieser Position exakt definiert am Injektorkopf gehalten. Dazu können die Hohlschraube 15 und das Injektorgehäuse 17 korrespondierende Absätze aufweisen oder anders geeignet ausgebildet sein.
  • Die durch Elektrostriktion erzeugte Längsdehnung des Piezo-Aktors 21 bzw. die Bewegung der Bodenplatte 29 in Längsrichtung des Aktors wird von einem als Hebelübersetzer 35 ausgebildeten Übertragungselement auf das Servoventil 23 übertragen und etwa den Faktor 1,5 verstärkt. Der Arbeitshub beträgt dabei typischerweise um etwa 40 μm. Der Hebelübersetzer 35 ist zwischen dem kreisrunden Aufsatz an der Bodenplatte 29 des Piezo-Aktors 21 und einem Ventilkolben 37 des Servoventils 23 angeordnet und mit einem Schenkel auf einer in der Innenbohrung 25 des Injektorkopfes 7 unterhalb der Führungsscheibe 39 angeordneten Auflagescheibe 33 unverschiebbar abgestützt. Bei der Hebelbewegung werden der Hebelübersetzer 35 durch die Auflagescheibe 33 und der Ventilkolben 37 durch die Führungsscheibe 39 geführt bzw. relativ zueinander positioniert. Der Ventilkolben 37 liegt weiterhin auf einem Ventilpilz 41 an, der im Ruhezustand an einer Ventilfeder 43 auf einen Ventilsitz 45 in der Innenbohrung 25 des Injektorkopfes 7 gedrückt wird.
  • Der in 3 dargestellte Kraftstoffinjektor 1 mit dem Stellantrieb 19 arbeitet beim Einsatz in einer Brennkraftmaschine wie folgt: Über den Hochdruckzulauf 11 (1) wird Kraftstoff unter einem sehr hohen Druck in den Kraftstoffinjektor 1 eingespeist. Im Ruhezustand, d. h. bei nicht angesteuertem Piezo-Aktor 21, wird der Ventilpilz 41 durch die Ventilfeder 43 auf den Ventilsitz 45 gedrückt, so dass die vom Servoventil 23 angesteuerte Einspritzdüse 5 bspw. geschlossen ist. Dabei entspricht der Abstand des Bodenplattenaufsatzes 29 zum Hebelübersetzer 35 exakt dem Leerhub des Ventils und beträgt in der Regel etwa 1 = 2 bis 4 μm. Beim Anlegen einer Spannung über den Aktoranschluss 9 an den Piezo-Aktor 21 bewirkt die durch Elektrostriktion hervorgerufenen Längsdehnung des Piezo-Aktors 21, dass sich dessen Bodenplatte 29 bzw. der Aufsatz auf den Hebelübersetzer 35 zu bewegt. Nach Zurücklegen des Leerhubes 1 drückt der Bodenplattenaufsatz 29 gegen den Anliegebereich des Hebelübersetzers 35, wodurch sich dieser auf der Führungsscheibe 39 abgestützt dreht. Infolge der Drehbewegung des Hebelübersetzers 35 wird der am Hebelübersetzer 35 anliegende Ventilkolben 37 tiefer in die Innenbohrung 25 des Injektorkopfes 7 vorgeschoben. Der am Ventilkolben 37 anliegende Ventilpilz 41 wird gegen die Haltekraft der Ventilfeder 43 von seinem Ventilsitz 45 abgehoben und so die vom Servoventil 23 angesteuerte Einspritzdüse 5 geöffnet. Nach Beenden der Stromzufuhr zieht sich der Piezo-Aktor 21 bzw. der Bodenpattenaufsatz 29 wieder aus der Innenbohrung 25 des Injektorkopfes 7 zurück, bis er in seiner Ruheposition beispielsweise wieder exakt bündig zur Stirnfläche des Aktorgehäuses 17 mit Abstand vom Hebelübersetzer steht. Dabei wird der Ventilpilz 41 durch die Ventilfeder 43 auf den Ventilsitz 45 gedrückt und damit die angesteuerte Einspritzdüse 5 wieder geschlossen.
  • Um eine genaue Einstellung des Leerhubes des Ventils vornehmen zu können, ist eine Einstellvorrichtung gemäß 2 vorgesehen. Die Einstellvorrichtung weist eine an sich bekannte Vorschubeinrichtung 51 auf, die die Vertikalbewegung eines Pressstempels 53 in Pfeilrichtung gemäß 2 mikrometergenau steuert. Der Pressstempel 53 weist ein absatzförmig aus der Stempelpressfläche hervorstehendes Leerhubeinstellelement 55 auf. Dieses ist aus einem elektrisch leitenden Material ausgebildet und elektrisch isoliert vom Pressstempel 53 in diesem befestigt. Der Überstand des Leerhubeinstellelementes 55 entspricht dabei dem gewünschten Leerhub 1 des einzustellenden Ventils, wobei jeweils die exakte Postion der Betätigungsfläche des Bodenplattenaufsatzes 29 (3) relativ zur ventilseitigen Auflagefläche des Aktorgehäuses im Ruhezustand des Aktors zu berücksichtigen ist.
  • Die Einstellvorrichtung gemäß 2 weist weiterhin eine Steuervorrichtung 57 auf, die über elektrische Leitungen einerseits den Injektor bzw. den Injektorkopf 7 und andererseits das Leerhubeinstellelement 55 elektrisch leitend miteinander verbindet. Weiterhin ist zwischen den Injektorkopf 7 und das Leerhubeinstellelement 55 eine Spannungsquelle und ein elektrisches Schaltelement, bspw. ein Relais geschaltet, welches die Stromversorgung der Vorschubeinrichtung 51 abschalten kann. Der Kraftstoffinjektor 1 ist beim Einstellvorgang in einem Tisch 59 eingespannt, der den Kraftstoffinjektor 1 gegen den vom Pressstempel 53 auf den Injektorkopf 7 nachfolgend ausgeübten Druck festhält.
  • Die Einstellvorrichtung und das Verfahren zum Positionieren des Stellantriebes 19 funktionieren wie folgt: Zunächst wird der Überstand des Leerhubeinstellelementes 55 gegenüber der Pressfläche des Stempels 53 entsprechend dem gewünschten Leerhub 1 mikrometergenau eingestellt. Dabei wird die relative Position der Stirnfläche des Bodenplattenaufsatzes 29 zur Stirnfläche des Aktorgehäuses 17 bei nicht aktiviertem Aktor berücksichtigt. Ist bspw. die Betätigungs- bzw. Stirnfläche des Bodenplattenaufsatzes 29 im Ruhezustand exakt bündig zur ventilseitigen Stirnfläche bzw. Auflagefläche des Aktorgehäuses 17, wird der Überstand exakt gemäß dem gewünschten Leerhub des Ventils eingestellt. Der Injektorkopf 7 wird bei ausgebautem Aktorgehäuse 17 in den Arbeitstisch 59 eingespannt und der Stauchring 31 in das Injektorgehäuse eingelegt. Die Vorschubeinrichtung 51 fährt den Stempel 53 in die Innenbohrung 25 des Injektorkopfes 7. Schließlich berührt die Pressfläche des Stempels 53 den Stauchring 31. In dieser Position ist jedoch das Leerhubeinstellelement 55 noch von dem Hebelübersetzer 35 beispielsweise im Bereich von 1/10 mm beabstandet. Der durch die Steuervorrichtung 57 gebildete elektrische Kreis ist also noch unterbrochen. Die Vorschubeinrichtung 51 fährt den Stempel 53 weiter in die Innenbohrung 25 und deformiert bzw. staucht dabei den Stauchring 31 so weit, bis das Leerhubeinstellelement 55 die Berührfläche des Hebelübersetzers 35 gerade kontaktiert. In diesem Moment bzw. exakt in dieser Position ist der aus dem Leerhubeinstellelement 55, dem Hebelübersetzer 35, der Auflagescheibe 33 bzw. der Führungsscheibe 39, dem Injektorkopf 7 und den entsprechenden Leitungen der Steuervorrichtung 57 gebildete elektrische Kreis geschlossen. Das Relais unterbricht deshalb die Stromversorgung der Vorschubeinrichtung 51 und stoppt dadurch die Verfahrbewegung des Pressstempels 53 mikrometergenau. Anschließend wird der Stempel 53 wieder aus dem Injektorkopf 7 bewegt. Dieser Zustand ist in 2 dargestellt. Danach wird der Kraftstoffinjektor 1 komplett zusammengebaut, wie in 1 und 3 gezeigt.
  • Die Erfindung ist auch bei bekannten Kraftstoffinjektoren einsetzbar, die einen bspw. elektromagnetisch betriebenen Aktor aufweisen, der ohne Hubübersetzer, z. B. Hebelübersetzer, und ohne Servoventil direkt über ein Übertragungselement, z. B. einen Kolben, mit der Düsennadel in Verbindung steht. Der Leerhub entspricht hier der Differenz zwischen der Auslenkung des Aktors in dessen Ruhezustand und der Auslenkung des Aktors, bei der das Einspritzventil sich gerade zu öffnen beginnt. Somit weist der Stellantrieb eines Kraftstoffinjektors einen Aktor und ein Ventil auf, zwischen denen ein Übertragungselement angeordnet ist und zwischen denen ein vorgegebener Leerhub eingestellt ist. Dabei kann bspw. das Ventil als Servoventil oder als Einspritzventil ausgebildet und das Übertragungselement als Kolben- oder als Hebelelement ausgebildet sein. Die Merkmale der vorherigen Ausführungsbeispiele können mit den hier beschriebenen Ausführungsformen des Stellantriebes des Kraftstoffinjektors kombiniert werden.

Claims (8)

  1. Verfahren zum Positionieren eines Stellantriebes (19) in einem Injektorkopf (7) eines Kraftstoffinjektors (1) mit einem Ventil (23), wobei der Stellantrieb (19) einen Aktor (21) mit einem Aktorgehäuse (17) und ein im Injektorkopf (7) angeordnetes Übertragungselement (35) zwischen dem Aktor (21) und dem Ventil (23) aufweist, um eine Längsbewegung des Aktors (21) auf das Ventil (23) zu übertragen, dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellen der Position des Stellantriebes (19) im Kraftstoffinjektor (1) beim Verformen eines Abstandselementes (31) durch einen Pressvorgang mit dem Aktorgehäuse (17) selbst vorgenommen wird; wobei das plastisch verformbare Abstandselement (31) in den Injektorkopf (7) eingelegt wird; das Abstandselement (31) entsprechend dem gewünschten Leerhub des Ventils (23) bleibend zusammengepresst wird; und an dem Abstandselement (31) anliegend das Aktorgehäuse (17) am Injektorkopf (7) befestigt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Widerstand zwischen dem Übertragungselement (35) und einer Bodenplatte (29) gemessen wird, und dass die Pressbewegung gestoppt wird, wenn das Übertragungselement (35) die Bodenplatte (29) berührt bzw. kontaktiert.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstandselement (31) durch einen Stauchring gebildet ist.
  4. Vorrichtung zum Positionieren eines Stellantriebes (19) in einem Kraftstoffinjektor (1), wobei der Stellantrieb (19) einen Aktor (21) mit einem Aktorgehäuse (17) und ein Übertragungselement (35) zwischen dem Aktor (21) und einem Ventil (23) aufweist, um eine Längsbewegung des Aktors (21) auf das Ventil (23) zu übertragen, dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellen der Position des Stellantriebes (19) im Kraftstoffinjektor (1) beim Verformen eines Abstandselementes (31) durch einen Pressvorgang mit dem Aktorgehäuse (17) selbst vornehmbar ist; wobei eine Vorschubeinrichtung (51) zum Pressen des Aktorgehäuses (17) auf das in dem Injektorkopf (7) eingelegte plastisch verformbare Abstandselement (31) vorgesehen ist; und wobei der Aktor (21) eine Bodenplatte (29) aufweist; und eine Steuervorrichtung (57) vorgesehen ist, die die Bewegung der Vorschubeinrichtung (51) stoppt, sobald die Bodenplatte (29) auf das Übertragungselement (35) des Stellantriebes (19) trifft bzw. dieses betätigt.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung (57) den elektrischen Widerstand zwischen dem Übertragungselement (35) und der Bodenlatte (29) misst und die Preßbewegung der Vorschubeinrichtung (51) stoppt, sobald das Übertragungselement die Bodenplatte (29) berührt bzw, kontaktiert.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstandselement (31) durch einen Stauchring gebildet ist.
  7. Kraftstoffinjektor (1) mit einem Injektorkopf (7), in dem ein Stellantrieb (19) angeordnet ist, der einen Aktor (21) mit einem Aktorgehäuse (17) und ein Übertragungselement (35) zwischen dem Aktor (21) und einem Ventil (23) aufweist, um eine Längsbewegung des Aktors (21) auf das Ventil (23) zu übertragen, wobei das Aktorgehäuse (17) am Injektorkopf (7) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass zur Definition der relativen Position des Aktorgehäuses (17), und damit des Aktors (21) zum Injektorkopf (7), und des Übertragungselementes (35) zwischen beiden (17; 35) ein entsprechend einem gewünschten Leerhub des Ventils (23) bleibend verformtes plastisches Abstandselement (31) angeordnet ist; wobei ein Einstellen der Position des Stellantriebes (19) im Kraftstoffinjektor (1) beim Verformen des Abstandselementes (31) durch einen Pressvorgang mit dem Aktorgehäuse (17) selbst vornehmbar ist.
  8. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Abstandselement (31) durch einen Stauchring gebildet ist.
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