DE199623C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D5/00—Condensation of vapours; Recovering volatile solvents by condensation
- B01D5/0033—Other features
- B01D5/0051—Regulation processes; Control systems, e.g. valves
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D5/00—Condensation of vapours; Recovering volatile solvents by condensation
- B01D5/0078—Condensation of vapours; Recovering volatile solvents by condensation characterised by auxiliary systems or arrangements
- B01D5/0084—Feeding or collecting the cooling medium
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine selbsttätige Regelungsvorrichtung für den Kühlwasser- und
Dampf zutritt an Destillier- und Rektifizierapparaten für Spiritus u. dgl., zu deren Betrieb
das vom Kondensator oder Kühler abfließende Destillat benutzt wird.
Von den bekannten Vorrichtungen dieser Art, bei welchen das aus dem Kühler oder
aus dem Kondensator abfließende Destillat
ίο einen in einem Gefäß angeordneten Schwimmer
derart beeinflußt, daß die Zuflußmenge des Wassers zu dem Kühler oder zu dem Kondensator selbsttätig geregelt wird, unterscheidet
sich der Erfindungsgegenstand dadurch, daß bei ihm gleichzeitig auf den Kühlwasserzutritt
zum Kondensator und Kühler und den Dampfzutritt zur Destillier- bzw. Rektifizierkolonne eingewirkt wird, und zwar
in der Weise, daß bei einer Vermehrung des Dampfzutrittes gleichzeitig eine Verminderung
des Wasserzutrittes erfolgt und umgekehrt.
Das Neue und Eigenartige der vorliegenden Erfindung besteht also darin, daß zwecks
Erzielung einer gleichbleibenden Abflußmenge Kühlwasser- und Dampfzutritt nicht von zwei
voneinander unabhängigen Vorrichtungen, sondern von einer und derselben Vorrichtung
gleichzeitig selbsttätig geregelt werden.
Hierdurch wird einerseits die zweite Regelungsvorrichtung überflüssig, andererseits
werden beide Regelungen in eine von ihnen abhängige Wechselwirkung gebracht, welche
den angestrebten Zweck mit Sicherheit zu erreichen ermöglicht, was bei Anwendung
zweier voneinander unabhängiger Regelungen nicht unter allen Umständen erreicht werden
kann.
Wird beispielsweise bei den bekannten getrennten Regelungen der Wasserzutritt zufällig
unterbrochen, so kann auch die gänzliche Öffnung des Wasserregelungsventiles
keine Einwirkung mehr auf die Menge des abfließenden Destillates äußern, weil eben kein
Wasser mehr zufließt. Der von einer anderen Stelle aus beeinflußte Dampfdruckregler sperrt
aber unter diesen Verhältnissen den Dampf · nicht ab, sondern öffnet unter dem Einflüsse
des sinkenden Druckes infolge Wassermangels im Kondensator das Dampfventil immer noch
mehr, was das sogenannte Durchgehen des Apparates zur Folge hat.
Dieser Fall ist bei der vorliegenden Erfindung deshalb vollkommen ausgeschlossen,
weil mit der Mehröffnung des Wasserventiles
gleichzeitig eine Drosselung des Dampfventiles bis zum vollständigen Schluß desselben
eintritt, die Abflußmenge also auch dann noch die gleiche bleiben muß, wenn das Kühlwasser
ganz fehlt.
Durch diese Anordnung wird außerdem an Wasser 'und Dampf insofern gespart, als bei
zu weiter Öffnung des Dampf- bzw. Wasserventiles zur Unschädlichmachung des über-
schüssigen Dampfes oder Wassers nicht auch ein Überschuß an Kühlwasser bzw. Dampf
aufgewendet, sondern durch Einwirkung auf beide Medien der Mehrverbrauch des einen
bzw. andern Mediums mindestens auf die Hälfte eingeschränkt wird.
Ebenso kann auch unter dem etwaigen Einfluß sinkenden Kesseldruckes nicht die
sonst durch einseitige Verminderung des
ίο Wasserzutrittes bedingte Qualitätsverschlechterung
eintreten, weil eben mit der Wasserdrosselüng gleichzeitig eine Dampfzutrittsvermehrung
eintritt.
Um ferner etwa bei länger anhaltendem und vom Apparatführer nicht sofort bemerktem
Wassermangel eine Verminderung des feinen Destillationsproduktes mit dem infolge
Wassermangels minderwertig gewordenen Produkt zu verhindern, ist an der vorliegenden
Regelungsvorrichtung die Einrichtung vorgesehen, daß bei einem bestimmten anormalen
Schwimmerstand das Umschaltventil für die verschiedenen Destillate selbsttätig so umgestellt wird, daß der Weg für das
feine Produkt geschlossen und das unreine Produkt je nach Wunsch in den Vor- oder
Nachlauf geleitet wird, was aber natürlich nur dort in Frage kommt, wo verschiedene
Produkte hergestellt werden.
30, Auf der Zeichnung ist die Regelungsvorrichtung dargestellt. Es bezeichnen:
- Fig. I einen Vertikalschnitt und
- Fig. I einen Vertikalschnitt und
Fig. 2 einen Grundriß der Vorrichtung.
Das Destillat tritt in der Richtung des unteren Pfeiles durch ein Rohr in das Schwimmgefäß A ein, in welchem durch angemessene Drosselung des Ventiles L ein gewisser Flüssigkeitsstand erhalten wird, welcher bei etwaigem Fallen oder Steigen den Schwimmer B hebt oder senkt.
Das Destillat tritt in der Richtung des unteren Pfeiles durch ein Rohr in das Schwimmgefäß A ein, in welchem durch angemessene Drosselung des Ventiles L ein gewisser Flüssigkeitsstand erhalten wird, welcher bei etwaigem Fallen oder Steigen den Schwimmer B hebt oder senkt.
Auf der bei J und K geführten Spindel H des Schwimmers sitzt außerhalb des Schwimmergefäßes
A das Querhaupt D, an welchem die in ihrer Länge verstellbaren Zugstangen
E, E angelenkt sind, welche die Bewegungen des Schwimmers B durch die Hebel F auf
die hier als Drehkolbenschieber dargestellten Regelungsventile G, G für Kühlwasser- und
. Dampfzutritt übertragen. Die Durchlaßöffnungen der Ventile G, G sind so eingerichtet,
daß in der Mittellage des Schwimmers beide Ventile halb geöffnet sind und bei einer
Weiterbewegung des Schwimmers nach oben oder unten immer das eine mehr geöffnet,
das andere mehr geschlossen wird.
Unter der Glasglocke M fließt, wie auch sonst üblich, das Destillat sichtbar ab.
Das Dreiwege-Drehkolbenventil N bekannter Bauart dient als Umschaltventil für verschiedene
Destillate und wird durch einen Handhebel P beliebig eingestellt. Um gegebenen
Falles eine selbsttätige Umschaltung durch den Schwimmer zu ermöglichen, ist eine
schematisch gezeichnete Hebeleinrichtung o1,
o2,oz vorhanden, an die der Schwimmer bei
einer gewissen Höhenlage anstößt.
Der Handhebel P des Umschaltventiles steht unter dem Drucke einer Uhrfeder, die
bestrebt ist, den Hebel in die mit vollen !Linien gezeichnete horizontale Lage zu verdrehen.
In der der gezeichneten entgegengesetzten Lage wird der Handhebel P durch
einen einfachen Stift entgegen dem Federdruck, in der senkrechten, punktiert gezeichneten
Lage dagegen von dem dem Abzug eines Gewehres ähnlich wirkenden Hebel o8 festgehalten.
Der in dieser letzteren Stellung offene Weg des Dreiwegventiles ist für das feine Produkt
bestimmt, und nur aus dieser Stellung kann eine selbsttätige Umschaltung erfolgen bzw.
ist eine solche erforderlich.
Diese Umschaltung erfolgt in der Weise, daß bei einer gewissen Höhenlage des Schwimmers,
also bei Überschreitung einer bestimmten Abflußmenge, der um den Punkt q schwingende
Hebel o1 vorn etwas angehoben, hinten dagegen niedergedrückt wird. Durch o2 wird
diese Bewegung auf den Hebel o3 übertragen, und dieser gibt dabei den von ihm festgehaltenen
Handhebel P des Umschaltventiles frei, welches von der Feder sofort in die
horizontale Lage zurückgedreht wird, wobei der Weg für das feine Destillat verschlossen,
der für eines der minder guten Destillate da-' gegen geöffnet ist.
Diese nur beispielsweise erläuterte Ausführung der selbsttätigen Umschaltung des Abflußweges
für das fertige Produkt könnte selbstverständlich auch in anderer Weise bewirkt werden.
Es ist ferner selbstverständlich, daß bei Apparaten, in denen an Stelle von Wasser
die zu entgeistende Flüssigkeit als Kühlmittel verwendet wird, die Regelung des Zutrittes
dieser Kühlflüssigkeit ganz in der gleichen Weise wie die des Wassers ausgeführt werden
würde.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:I. Regelungsvorrichtung für Destillier- und Rektifizierapparate mit von der Menge des Destillates abhängigem Schwimmerbetrieb, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserzutritt zum Kondensator bzw. Kühler und der Dampfzutritt zur Destillierbzw. Rektifizierkolonne mittels des Schwimmers , welcher durch das vom Kondensator bzw. Kühler abfließende Destillatbeeinflußt wird, gleichzeitig in der Weise geregelt wird, daß bei Vermehrung der Wasserzufuhr der Dampfzutritt vermindert wird und umgekehrt.
- 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mittels desselben Schwimmers bei einem gewissen anormalen Schwimmerstande auch eine Umschaltung des Abflußweges für das Destillat bewirkt wird, damit die Destillate verschiedener Güte nicht miteinander vermischt werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE199623T | 1907-05-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE199623C true DE199623C (de) | 1908-06-22 |
Family
ID=36956099
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1907199623D Expired DE199623C (de) | 1907-05-02 | 1907-05-02 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE199623C (de) |
-
1907
- 1907-05-02 DE DE1907199623D patent/DE199623C/de not_active Expired
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