DE19962548C2 - Verfahren zur Herstellung einer faserverstärkten Verbundkeramik - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer faserverstärkten VerbundkeramikInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer
faserverstärkten Verbundkeramik (im folgenden Verbundkeramik
genannt) mit hochwarmfesten Fasern auf der Basis von Si, C, B,
N, oder Al oder Verbindungen davon, die mit einer Matrix aus
Silizium oder einer Siliziumlegierung reaktionsgebunden sind.
Ein derartiges Verfahren ist aus der DE 197 11 829 C1 bekannt.
Hierin wird ein Verfahren beschrieben, bei dem Kohlenstoff-
Kurzfaserbündel (Rohfaserbündel) mit Phenolharz beschichtet
werden (beschichtete Rohfaserbündel werden im folgenden als
Faserbündel bezeichnet) und zur Verstärkung einer
Verbundkeramik gemeinsam mit einem Kohlenstoff-Füllstoff und
in Lösungsmittel gelöstem Phenolharz zu einer Preßmasse
gemischt und unter erhöhten Temperaturen zu einem porösen
Preßling in einer Preßform verpreßt und vernetzt werden. In
einem Karbonisierungsprozeß wird der Preßling zu einem porösen
Körper aus kohlenstoffaserverstärkten Kohlenstoff (im
folgenden Preform genannt) umgewandelt und anschließend mit
flüssigem Silizium infiltriert. Gemeinsam mit dem Silizium
reagiert der Kohlenstoff der Preform zu Siliziumkarbid (SiC),
das die Matrix der Verbundkeramik bildet, wobei verfahrens
bedingt elementares Silizium in der Matrix vorliegen kann.
Die Zugabe von hochwarmfesten Fasern ist zweckmäßig, da sie
einen Verstärkungseffekt in der sonst spröden Keramikmatrix
ausüben. Um dies zu erzielen ist es besonders wichtig, daß die
Rohfaserbündel durch die Beschichtung nachhaltig vor dem
Angriff des flüssigen Siliziums geschützt werden. Bei
Anwendung des beschriebenen Verfahrens kann es jedoch
vorkommen, daß in lokalen Bereichen der Verbundkeramik
zwischen den Faserbündeln überdurchschnittlich große Hohlräume
auftreten, die sich während des Infiltrationsprozesses mit
Silizium füllen. Aus diesem Reservoir an flüssigen Silizium
kann genügend Material zur Verfügung gestellt werden, um die
Faserbeschichtung zu zerstören und die Kohlenstoffasern zu SiC
umzuwandeln. Dies führt dazu, daß die betroffenen Fasern nicht
in ausreichendem Maße zu dem gewünschten Verstärkungseffekt
beitragen können.
In der US 5,834,551 wird ein Verfahren zur Herstellung eines
Kunststoff-Reibkörpers beschrieben, der durch Kohlenstoff
fasern und Partikeln von Metalloxiden verstärkt ist. Hierzu
wird eine Rohmasse mit Phenolharzen, Methanol und Wasser in
eine Form gegossenen und durch Trocknung verfestigt. Für einen
Großserienprozeß erweist sich die Rohmasse als schwer
verarbeitbar, da er keine ausreichenden Schütteigenschaften
aufweist.
Dieser Nachteil liegt auch der US 5,776,385 zugrunde in der
zur Herstellung eines C/C-Körpers eine Kohlenstofffasermatte
mit einem Harz imprägniert wird und anschließend getrocknet
wird.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Homogenität der
Preform zu erhöhen und dadurch eine Steigerung der Festigkeit
der Dehnung der Verbundkeramik zu erzielen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst.
Erfindungsgemäß wurde erkannt, daß die Befüllung der Preßform
mit der Preßmasse einen entscheidenden Prozeßschritt zur
Gewährleistung einer homogenen Faserverteilung in der Preform
darstellt. Ein definierter Trocknungsprozeß der Preßmasse, bei
dem das Lösungsmittel des Phenolharzes teilweise entfernt
wird, führt zu einer deutlichen Verbesserung der Rieselfähig
keit der Preßmasse und somit zu einer homogeneren Befüllung der
Preßform. Andererseits ist es wichtig, einen definierten
Anteil des Lösungsmittels, der von der Zusammensetzung der
Preßmasse abhängig ist, in der Preßmasse zu belassen, da nur
so eine gute Preßfähigkeit gewährleistet wird. Die
Preßfähigkeit und die Rieselfähigkeit sind zwei Eigenschaften
der Preßmasse, die direkt aber gegenläufig vom
Lösungsmittelgehalt beeinflußt werden. Mit der Erfindung wird
ein Lösungsmittelgehalt der Preßmasse beschrieben, der den
maximalen Nutzen der Rieselfähigkeit als auch der
Preßfähigkiet gewährleistet.
Die aus der verbesserten Rieselfähigkeit resultierende
homogenere Befüllung der Preßform führt nach dem Karbonisieren
des Preßlings wiederum zu einem feineren Gefüge der Preform.
Durch diese Maßnahme kann die Wirksamkeit des Faserschutzes
deutlich gesteigert werden. Die Menge des zur Reaktion zur
Verfügung stehenden Siliziums ist so vergleichsweise gering und
es findet ein spontaner Abbruch der Reaktion statt, wenn die
Infiltrationskanäle durch das Reaktionsprodukt SiC geschlossen
werden. Hierdurch wird der Kern der Fasern (Rohfaser) nicht
oder nur zu geringem Teil an der Reaktion beteiligt.
Größere Volumenbereiche an elementarem Silizium (< 50 mm3)
können durch hierin auftretende Mikrorisse zu Schwächung der
Verbundkeramik führen. Demnach ist es anzustreben, die
einzelnen Volumenbereiche von elementarem Silizium klein zu
halten, was erfindungsgemäß ebenfalls durch die Darstellung
einer möglichst homogenen Struktur des Preßlings und der daraus
entstehenden Preform erzielt wird.
Als Folge der erfindungsgemäßen Verbesserungsmaßnahme kann die
Festigkeit der Verbundkeramik um ca. 25% und die Bruchdehnung
um ca. 40% erhöht werden.
Besonders vorteilhaft in Hinblick auf eine Kostenreduktion ist
die Verwendung von Kohlenstoffasern (Anspruch 2).
Die Temperatur der Mischung während des Trocknungsprozesses
beträgt zwischen 50°C und 100°C, wobei ein Temperaturbereich
zwischen 65°C und 75°C besonders von Vorteil ist, da hier der
Trocknungsvorgang am schnellsten abläuft, ohne daß die Gefahr
der vorzeitigen Vernetzung besteht (Anspruch 3).
Bei Versuchen wurde festgestellt, daß bei einem Gewichtsverlust
der Preßmasse während der Trocknung von 5% bis 9% die besten
Ergebnisse in Hinblick der Homogenität erzielt werden können
(Anspruch 4).
Dabei ist es besonders vorteilhaft, die Preßmasse in einem
Trockenofen zu trocknen (Anspruch 5), wobei diese möglichst
großflächig auszubreiten ist, um ein optimales Verhältnis
zwischen Volumen und Oberfläche zu erhalten, was zu einer
Verkürzung der Trocknungszeit führt (Anspruch 6). Ebenfalls zu
einer Verkürzung der Trocknungszeit führt das Anlegen eines
Unterdrucks an den Rezipienten des Trockenofens, da hierdurch
der Verdampfungsprozeß beschleunigt wird (Anspruch 7).
Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung besteht
darin, daß die Preßmasse während des Transportes von einer
Mischeinrichtung zur Preßform getrocknet wird. Hierfür ist die
Verwendung einer Rüttelrinne, einer Schwingförderrinne oder
eines Transportbandes - im folgenden vereinfachend Rüttelrinne
genannt - sinnvoll, über die die Preßmasse automatisch in die
Preßform dosiert werden kann. Dies ist insbesondere bei einer
Großserienherstellung der Verbundkeramik von Vorteil. Der
Verfahrensschritt der Dosierung über die Rüttelrinne kann
erfindungsgemäß gleichzeitig zur Trocknung der Preßmasse
genutzt werden, in dem während des Materialtransportes Heißgas
in die Rüttelrinne eingeblasen wird. Derselbe vorteilhafte
Effekt kann über die Verwendung von Heizstrahlern bzw. einer
Kombination von Heizstrahlern und Heißgas erzielt werden
(Anspruch 8).
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht
darin, Heißgas in einer Mischeinrichtung, in der die Preßmasse
gemischt wird, während des Mischens bzw. während und nach dem
Mischen einzublasen. Der Vorteil liegt hierbei darin, daß die
Preßmasse während des Trocknungsprozesses ständig gewendet
wird, was sich positiv auf die Trocknungsdauer auswirkt. Ebenso
ist eine Trocknung der Preßmasse in der Mischeinrichtung durch
eine Beheizung der Mischeinrichtung während des Mischens bzw.
während und nach dem Mischen möglich (Anspruch 9).
Eine weitere vorteilhafte Wirkung auf die Homogenität der
Preform hat die Verwendung einer Mischung unterschiedlicher
Fasertypen (Anspruch 10). Die Kombination von unterschiedlichen
Faserlängen und unterschiedlicher Anzahl von Einzelfasern in
den Faserbündeln (Bündelstärke) bewirkt eine optimale Aus
nutzung der Freiräume zwischen den Faserbündeln (Anspruch 11).
Es ist dabei nicht notwendig, daß alle Typen von Rohfaser
bündeln beschichtet werden. Dies gilt insbesondere für die
kürzeren Typen von Rohfaserbündeln, die weniger zur Steigerung
der Festigkeit beitragen, denn es genügt die Beschichtung jener
Fasern, die entscheidend zur Festigkeitssteigerung der
Verbundkeramik beitragen. Im Rahmen der optimalen Ausnutzung
der Freiräume zwischen den Faserbündeln bleiben die
unbeschichteten Fasern insoweit geschützt, daß zumindest die
inneren Filamente des Faserbündels vom flüssigen Silizium nicht
angegriffen werden. Durch den teilweisen Wegfall der Faser
beschichtung ist es möglich, die Kosten für die Herstellung der
Verbundkeramik weiter zu reduzieren (Anspruch 12).
Ferner ist es von Vorteil, wenn die definierte Anzahl der
Einzelfilamente in einem Faserbündel mindestens 1000 und
höchstens 10000 beträgt. Zusätzlich sind sehr starke
Rohfaserbündel mit bis zu 400000 Einzelfasern ebenfalls
zweckmäßig, da sie während des Mischens in Fraktionen
zerfallen, die eine statistisch verteilte Anzahl an
Einzelfasern aufweisen. Diese Fraktionen von Faserbündeln
tragen zur optimalen Ausnutzung der Hohlräume im Preßling bei
(Anspruch 13).
Es ist im Sinne einer optimalen Verstärkung der Verbundkeramik
vorteilhaft, wenn die Faserbündel eine Länge von 30 mm nicht
überschreiten und nicht kürzer als 1 mm sind, besonders
vorteilhaft ist dabei eine Faserlänge zwischen 3 mm und 16 mm
(Anspruch 14).
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbei
spiele. Die Figur zeigt die schematische Darstellung des
Verfahrens, das durch die Beispiele 1 bis 3 beschrieben wird.
Rohfaserbündel vom Typ 1 werden mit einer Beschichtung aus
Phenolharz versehen. Die Rohfaserbündel haben eine Länge von 16 mm
und eine Bündelstärke von 3000 Einzelfasern. Die
beschichteten Faserbündel vom Typ 1 werden mit unbeschichteten
Rohfaserbündeln vom Typ 2, mit einer Länge von 6 mm und
undefinierter Bündelstärke, Graphitpulver (C-Füllstoff) und in
Furfurylalkohol im Verhältnis 1 : 1 gelösten Phenolharz (gelöstes
Phenolharz) ca. eine Stunde lang in einem Sternrotormischer
gemischt. Die Mischung wird anschließend in einem Trocken
schrank auf mehreren Ebenen in einer Höhe von ca. 7 mm
ausgebreitet und bei 65°C etwa eine Stunde lang getrocknet,
wobei ein Gewichtsverlust der Mischung von ca. 7% eintritt.
Der Druck im Trockenschrank beträgt dabei 150 mbar.
Anschließend wird die Mischung in eine zylindrische Preßform
gefüllt und bei 100°C mit 1 MPa gepreßt und eine Stunde
vernetzt. Der Preßling wird nun bei 1000°C unter Argon zu einer
Preform karbonisiert (Karbonisieren). Die scheibenförmige
Preform wird nun spanend der Endform entsprechend bearbeitet
und bei 1600°C unter Vakuum mit Silizium infiltriert
(Silizieren). Anschließend wird die der Endform nahe Scheibe zu
einer Bremsscheibe endbearbeitet. Die Verbundkeramik besteht zu
35 Vol% aus Kohlenstoffasern, zu 60 Vol% aus SiC und zu 5 Vol%
aus Silizium.
Wie Beispiel 1, jedoch werden die Rohfaserbündel vom Typ 2
ebenfalls mit Phenolharz beschichtet.
Wie Beispiel 1, jedoch wird die Mischung vom Mischbehälter über
eine Schwingförderröhre zur Preßform transportiert. Während des
Transports wird durch die Röhre 75°C heiße Luft geblasen, die
das Lösungsmittel des Phenolharzes zum Verdampfen führt und die
freiwerdenden Dämpfe abführt. Die mit Lösungsmittel gesättigte
Luft wird in regelmäßigen Abständen aus der Röhre ausgeleitet,
anschließend wird in einem Kondensatabscheider das
Lösungsmittel aus der Luft kondensiert und wieder dem Prozeß
zur Lösung des Phenolharzes zugeführt.
Wie Beispiel 1, jedoch wird die Mischung nach dem vollständigen
Durchmischen im Sternrotormischer weiterhin für 30 min
gemischt, wobei 75°C heiße Luft in die Mischung eingeblasen
wird. Über dem Mischer befindet sich eine Gasabsaugung, die die
mit Lösungsmittel gesättigte Luft absaugt. Aus dieser wird
anschließend in einem Kondensatabscheider das Lösungsmittel
wieder abgeschieden, anschließend wird dem Prozeß das
zurückgewonnene Lösungsmittel wieder zugeführt.
Claims (14)
1. Verfahren zur Herstellung einer faserverstärkten
Verbundkeramik mit hochwarmfesten Fasern auf der Basis von
Si, C, B, N, oder Al oder Verbindungen davon, die mit einer
Matrix aus Silizium oder einer Siliziumlegierung
reaktionsgebunden sind, umfassend die Schritte:
- - Imprägnieren von Faserbündeln mit pyrolysierbaren Bindemitteln und Verfestigung der Bindemittel,
- - Mischen der imprägnierten Faserbündel mit Kohlenstoff- Füllstoffen und in Lösungsmitteln gelösten Phenolharzen,
- - Befüllen der Mischung in eine Preßform
- - Pressen der Mischung bei erhöhter Temperatur zur Herstellung eines porösen Preßlings,
- - Karbonisieren des porösen Preßlings zu einer Preform,
- - Infiltration der Preform mit flüssigem Silizium unter Bildung einer SiC-Matrix,
- - die Mischung vor dem Pressen getrocknet wird und
- - die Trocknung so lange fortgesetzt wird, bis der Gewichtsverlust einer Preßmasse gegenüber dem Ausgangsmaterial zwischen 1% und 15% beträgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Fasern Kohlenstoffasern sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Trocknung im Temperaturbereich zwischen 20°C und 100°C,
vorzugsweise zwischen 65°C und 75°C stattfindet.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
Gewichtsverlust der Preßmasse gegenüber dem
Ausgangsmaterial zwischen 5% und 9% beträgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Trocknung der Preßmasse in einem Trockenofen
stattfindet.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Preßmasse so ausgebreitet wird, daß sie eine möglichst
große Oberfläche aufweist.
7. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Trocknung unter verminderten Druck stattfindet.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Preßmasse über eine Rüttelrinne, eine
Schwingförderröhre oder ein Transportband zur Preßform
transportiert wird und während diese Transports die
Trocknung erfolgt.
9. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Preßmasse während und/oder nach dem Mischen in einer
Mischeinrichtung getrocknet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
als Rohfasern eine Mischung unterschiedlicher Typen von
Rohfaserbündeln verwendet werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Rohfaserbündel unterschiedliche Längen und/oder unter
schiedliche Mengen an Einzelfasern aufweisen.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens ein Typ von Rohfaserbündeln beschichtet wird.
13. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Fasern Rohfaserbündel aus 100000 bis 500000
Einzelfasern umfassen, wobei diese Rohfaserbündel während
des Mischvorgangs in Fraktionen zerfallen.
14. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Länge der Faserbündel zwischen 1 mm und 30 mm,
vorzugsweise zwischen 3 mm und 16 mm beträgt.
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