DE19963000A1 - Fenster oder Tür mit einem in eine Wandöffnung einsetzbaren Stockrahmen - Google Patents

Fenster oder Tür mit einem in eine Wandöffnung einsetzbaren Stockrahmen

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Abstract

Es wird ein Fenster oder eine Tür mit einem in eine Wandöffnung einsetzbaren Stockrahmen (1) und einem im Stockrahmen (1) gelagerten, eine Verglasung (3) aufnehmenden Flügelrahmen (2) beschrieben, wobei die Schenkel (5, 6) des Stock- und/oder Flügelrahmens (1 bzw. 2) aus wenigstens zwei über die Schenkellänge durchgehenden, zwischen sich eine Wärmedämmung (7) aufnehmenden Holzprofilen (a, b) bestehen. Um vorteilhafte Konstruktionsbedingungen zu schaffen, wird vorgeschlagen, daß zumindest eines der beiden miteinander verleimten Holzprofile (a, b) jedes Schenkels (5, 6) eine vom jeweils anderen Holzprofil abgedeckte Längsnut (8) zur Aufnahme der Wärmedämmung (7) aufweist.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Fenster oder eine Tür mit einem in eine Wandöffnung einsetzbaren Stockrahmen und einem im Stockrahmen gela­ gerten, eine Verglasung aufnehmenden Flügelrahmen, wobei die Schenkel des Stock- und/oder des Flügelrahmens aus wenigstens zwei über die Schenkellänge durchgehenden, zwischen sich eine Wärmedämmung aufneh­ menden Holzprofilen bestehen.
Da bei Holzfenstern oder -türen mit einer Isolierverglasung im Bereich dieser Isolierverglasung ein geringerer Wärmeübergang zwischen der Innen- und der Außenseite als im Bereich der Stock- bzw. Flügelrahmen erreicht werden kann, hängen die Wärmedämmeigenschaften solcher Fenster oder Türen vor allem von der Dicke der Rahmenschenkel ab, so daß erhöhte Anforderungen an die Wärmedämmung zwangsläufig zu einer Querschnittsvergrößerung der Rahmenschenkel führen. Das äußere Erscheinungsbild von Fenstern oder Türen setzt aber der Vergrößerung des Schenkelquerschnitts vergleichsweise enge Grenzen, so daß bei höheren Anforderungen an die Wärmedämmeigen­ schaften für eine zusätzliche Wärmedämmung im Bereich der hölzernen Stock- und Flügelrahmen gesorgt werden muß. Zu diesem Zweck ist es bekannt (CH 681 166 A5), die hölzernen Rahmenschenkel aus wenigstens zwei in Schenkellängsrichtung durchgehenden Holzprofilen zusammenzusetzen, die zwischen sich eine rahmenparallele Trennwand aus einem wärmedämmen­ den Werkstoff aufnehmen. Die Wärmedämmeigenschaften der Rahmen­ schenkel werden folglich maßgebend durch diese wärmedämmende Trenn­ wand zwischen den Holzprofilen bestimmt. Nachteilig bei diesem bekannten Aufbau der Stock- und Flügelrahmenschenkel ist allerdings, daß nicht nur die Wärmedämmeigenschaften, sondern auch die Festigkeit der Rahmenschen­ kel von den Trennwänden abhängen, weil die beiden Holzprofile lediglich über die Trennwand miteinander verbunden sind, was dazu führt, daß wegen der zu fordernden Festigkeit der Rahmenschenkel auf sonst mögliche, höhere Dämmwerte der Trennwand verzichtet werden muß. Dazu kommt noch, daß die Stirnseiten auf der Längsseite der Trennwände mit Hilfe geeigneter Profile abgedeckt werden müssen, um sie nicht schädigenden Witterungseinflüssen auszusetzen.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Fenster oder eine Tür der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, daß der Wärmeübergang vorteilhaft verringert werden kann, ohne auf eine ausreichende Festigkeit der Rahmenschenkel verzichten zu müssen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß zumindest eines der beiden miteinander verleimten Holzprofile jedes Schenkels eine vom jeweils anderen Holzprofil abgedeckte Längsnut zur Aufnahme der Wärmedämmung aufweist.
Da die Längsnut in wenigstens einem der beiden Holzprofile eines Schenkels durch den jeweils anderen Schenkel abgedeckt wird, können die beiden Holzprofile über ihre an die Längsränder der Längsnut anschließenden Stoßflächen miteinander unmittelbar verleimt werden, so daß sich ein zu­ mindest aus diesen beiden Holzprofilen zusammengesetzter, geschlossener Holzkörper für die Rahmenschenkel ergibt, was die erforderliche Festigkeit der Rahmenschenkel gewährleistet. Der durch die Nut gebildete, die Schen­ kel in Längsrichtung durchsetzende Hohlraum kann folglich eine Wärmedäm­ mung aufnehmen, die ohne Rücksicht auf Ihre Eigenfestigkeit ausschließlich im Hinblick auf ihre Wärmedämmeigenschaften ausgewählt werden kann, so daß eine entsprechend geringe Wärmeleitfähigkeit zwischen der Außen- und der Innenseite der Stock- bzw. Flügelrahmen sichergestellt werden kann. Die Herstellung solcher Rahmenschenkel bedarf keines besonderen Aufwandes, weil lediglich in zumindest eines der beiden Holzprofile eine Längsnut zur Aufnahme der Wärmedämmung eingefräst werden muß, bevor die beiden Holzprofile miteinander verleimt werden.
Die Einbringung der Wärmedämmung in den zwischen den beiden Holz­ profilen durch die Längsnut gebildeten Hohlraum kann auf unterschiedliche Weise durchgeführt werden. So ist es beispielsweise möglich, zunächst die beiden Holzprofile zu verleimen, um dann den zwischen den Holzprofilen durch die Längsnut gebildeten Hohlraum mit der Wärmedämmung auszu­ schäumen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, leistenartige Wärme­ dämmungen in die Längsnuten einzukleben, bevor die Holzprofile mitein­ ander verleimt werden.
Soll die Wärmedämmung mit einer größeren Dicke senkrecht zur Stoßfläche zwischen den Holzprofilen ausgeführt werden, so empfiehlt es sich, in beiden Holzprofilen Längsnuten vorzusehen, die sich zu einem gemeinsamen Hohl­ raum zur Aufnahme der Wärmedämmung ergänzen, so daß auch bei dickeren Wärmedämmungen eine unzulässige Schwächung eines der beiden Holz­ profile durch eine übermäßige Nuttiefe ausgeschlossen werden kann.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar wird ein erfindungsgemäßes Fenster ausschnittsweise in einem Querschnitt durch den Stock- und Flügelrahmen gezeigt.
Der in einem Stockrahmen 1 eingesetzte Flügelrahmen 2 ist mit einer Isolier­ verglasung 3 versehen, die mit Hilfe einer üblichen Glasleiste 4 in den Schenkeln 5 des Flügelrahmens 2 eingesetzt ist. Diese Schenkel 5 des Flügelrahmens 2 sind wie die Schenkel 6 des Stockrahmens 1 jeweils aus mehreren Holzprofilen a, b und c zusammengeleimt. Von diesen Holzprofilen a, b und c bildet das außenseitige Profilpaar a und b einen im Querschnitt geschlossenen Hohlraum zur Aufnahme einer Wärmedämmung 7 beispiels­ weise aus einem Schaumstoff aus Polyurethan. Während dieser Hohlraum im Bereich der Schenkel 5 des Flügelrahmens 2 durch eine Längsnut 8 lediglich im äußeren Holzprofil a gebildet wird, sind im Bereich des Stockrahmens 1 die beiden äußeren Holzprofile a und b mit je einer Längsnut 8 bzw. 9 ver­ sehen, wobei sich diese Längsnuten 8 und 9 zu einem gemeinsamen Hohl­ raum ergänzen. (n beiden Fällen werden die Nuten 8 der Holzprofile a vom jeweils anderen Holzprofil b abgedeckt, so daß die Wärmedämmung 7 im Querschnitt vollständig von einem Holzkörper umschlossen wird, was einen wirksamen Schutz der Wärmedämmung 7 vor äußeren, schädigenden Ein­ flüssen ergibt. Da die Holzprofile a, b im Bereich ihrer an die Längsränder der Längsnuten 8 anschließenden Stoßflächen 10 unmittelbar miteinander verleimt sind, werden ausreichende Festigkeitswerte für die Schenkel 5 und 6 des Flügelrahmens 2 und des Stockrahmens 1 erhalten. Dis zusätzlichen Holzprofile c weisen etwa gleiche Dicke quer zu den Stoßflächen zwischen sich auf, so daß sich diese Holzprofile a, b und c wirkungsvoll gegen ein Ver­ ziehen sperren.
Die von den Nuten 8 bzw. 9 zwischen den Holzprofilen a und b aufgenom­ menen Wärmedämmungen 7 brauchen keinen Beitrag für die Schenkelfe­ stigkeit zu leisten und können daher lediglich im Hinblick auf die geforderten Wärmedämmeigenschaften ausgewählt werden. Die Einbringung dieser Wärmedämmungen 7 in den Hohlraum zwischen den Holzprofilen a und b kann vor dem Zusammenleimen dieser Holzprofile a und b erfolgen. Es ist aber auch möglich, diese Holzprofile a und b zunächst zusammenzuleimen und dann erst die Wärmedämmung 7 einzubringen, was insbesondere dann von Vorteil ist, wenn der Hohlraum zwischen den Holzprofilen a und b mit der Wärmedämmung 7 ausgeschäumt werden soll. In beiden Fällen kann eine iervorragende Wärmedämmung 7 für die Schenkel 5 und 6 des Flügel- bzw. Stockrahmens sichergestellt werden, wobei der äußere Eindruck von Voll­ holzschenkeln erzielt wird.

Claims (4)

1. Fenster oder Tür mit einem in eine Wandöffnung einsetzbaren Stock­ rahmen und einem im Stockrahmen gelagerten, eine Verglasung aufnehmen­ den Flügelrahmen, wobei die Schenkel des Stock- und/oder des Flügelrah­ mens aus wenigstens zwei über die Schenkellänge durchgehenden, zwischen sich eine Wärmedämmung aufnehmenden Holzprofilen bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eines der beiden miteinander verleimten Holzprofile (a, b) jedes Schenkels (5, 6) eine vom jeweils anderen Holzprofil abgedeckte Längsnut (8) zur Aufnahme der Wärmedämmung (7) aufweist.
2. Fenster oder Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest in einem der beiden Holzprofile (a, b) vorgesehene Längsnut (8) mit der Wärmedämmung (7) ausgeschäumt ist.
3. Fenster oder Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die leistenartige Wärmedämmung (7) in die Längsnut (8) eingeleimt ist.
4. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß in beiden Holzprofilen (a, b) sich zu einem gemeinsamen Hohlraum ergänzende Längsnuten (8, 9) zur Aufnahme der Wärmedämmung (7) vorgesehen sind.
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