DE20007739U1 - Absperrvorrichtung für eine Gasversorgungsleitung - Google Patents

Absperrvorrichtung für eine Gasversorgungsleitung

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Description

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POSTFACH 410760
DiPL-iNG. HARTMUT LASCH telefon: (0721)9432815 telefax: (0721)9432840
RHEINAUER MASCHINEN & ARMATURENBAU Faülhaber und Truttenbach KG
Forsthausstraße 3
77866 Rheinau
17370.6/00 La/fe 27. April 2000
Absperrvorrichtung für eine Gasversorgungsleitung
Die Erfindung betrifft eine Absperrvorrichtung für eine Gasversorgungsleitung, insbesondere eine Hauseinführungsleitung, mit einem im Inneren eines Gebäudes angeordneten Absperrventil, das ein zwischen einer Schließstellung und einer Offenstellung verstellbares Stellglied aufweist, wobei das Stellglied mittels einer auf der Außenseite des Gebäudes angeordneten Betätigungseinrichtung aus der Offen-Stellung in die Schließstellung bringbar ist.
Eine Gasversorgungsleitung eines Gebäudes verläuft üblicherweise von einer Gashauptleitung unterirdisch zu dem Gebäude und mittels einer sogenannten Hauseinführung durch eine Kellerwand hindurch in das Gebäude hinein. Im Inneren des Gebäudes nahe der Hauseinführung ist eine Absperrarmatur bzw. ein Absperrventil beispielsweise in Form eines Kugelhahns angeordnet, mittels dessen die Gaszuführung zu dem Hausleitungsnetz unterbrochen werden kann, wie es insbesondere im Brandfall notwendig ist, um Gasunfälle zu vermeiden.
Fe000243
Während früher das Absperrventil manuell geschlossen werden mußte, sind seit einiger Zeit sogenannte Selbstschließvorrichtungen bekannt, die das Absperrventil beim Auftreten einer relativ hohen Umgebungstemperatur im Bereich von ca. 7O0C oder mehr, wie sie beispielsweise bei einem Brand auftritt, selbsttätig in die Schließstellung bringen. Zu diesem Zweck ist üblicherweise ein mittels einer Feder in die Schließstellung vorgespanntes Stellglied vorgesehen, in das ein thermisch auslösbares Verriegelungsteil integriert ist, das bei Auftreten einer einen vorbestimmten Grenzwert überschreitenden Temperatur schmilzt und die Verriegelung freigibt, so daß das Stellglied infolge der Kraft der Feder in die Schließstellung gelangt. Eine derartige Vorrichtung schützt jedoch nur gegen ein sehr begrenztes und in der Praxis auch sehr seltenes Sicherheitsrisiko, nämlich das Auftreten einer entsprechend hohen Temperatur in unmittelbarer Umgebung des Absperrventils. Da das Absperrventil üblicherweise in einem Kellerraum des Gebäudes angeordnet ist, ist die Wahrscheinlichkeit, daß direkt am Absperrventil eine überhöhte Temperatur auftritt, sehr gering. Im Falle eines Brandes ist zwar ein Wärmeaustausch vom Brandherd bis in den Keller möglich, jedoch geschieht dies je nach Lage des Brandherdes und der Größe des Gebäudes mit gegebenenfalls sehr erheblicher Zeitverzögerung, so daß auf diese Weise nur einen sehr geringen Anteil der möglichen Sicherheitsrisiken Rechnung getragen werden kann.
Die Feuerwehr hat im Brandfall unter anderem die Aufgabe, die Gaszuführung in das brennende Gebäude zu unterbinden, d.h. das Absperrventil zu schließen. Wenn das Absperrventil nicht selbständig schließt, muß ein Feuerwehrmann mit entsprechender Schutzkleidung in den Keller des brennenden Gebäudes gehen, um das Absperrventil manuell zu schließen. Dies ist nicht nur sehr gefährlich, sondern benötigt auch
erhebliche Zeit, wodurch sich die Löschung des Brandes gegebenenfalls verzögern kann.
Aus der DE 87 07 361 Ul ist es bekannt, in dem Gebäude eine Vielzahl von Gas- oder Temperatursensoren anzuordnen und das thermisch auslösbare Verriegelungsglied mit einem elektrischen Widerstand zu koppeln. Wenn ein Sensor eine übermäßige Temperatur oder Gaskonzentration an einer Meßstelle erfaßt, gibt er ein Signal ab, das von einem Wandler in einem elektrischen Stromimpuls umgesetzt wird. Der Strom wird auf den elektrischen Widerstand aufgegeben, wodurch das Verriegelungsteil schmilzt und das Absperrventil sich schließt. Obwohl sich auf diese Weise auch Bereiche abseits des Absperrventils überwachen lassen, sind die vorgenannten grundsätzlichen Probleme nicht gelöst. Im Brandfall steigt zwar die Wahrscheinlichkeit, daß das Absperrventil selbsttätig schließt, mit steigender Anzahl der Sensoren an, die Feuerwehr kann jedoch nicht sicher sein, daß das Absperrventil geschlossen hat, so daß auch hierbei ein Feuerwehrmann in den Keller des brennenden Gebäudes gehen muß, um die Stellung des Absperrventils zu überprüfen und dieses gegebenenfalls zu schließen. Darüber hinaus ist die Installation einer Vielzahl von Sensoren in unterschiedlichen Räumen des Gebäudes sehr aufwendig und kostenintensiv.
Aus der DE 44 44 503 C2 ist es bekannt, die Absperrvorrichtung von der Außenseite des Gehäuses zu schließen, indem in dem Stromkreis für das schmelzbare Verriegelungsteil ein von der Außenseite des Gebäudes betätigbarer Schalter angeordnet ist, bei dessen Betätigung ein Strom fließt, der das Verriegelungsteil zum Schmelzen und somit das Absperrventil zum Schließen bringt. Der Schalter kann dabei entweder manuell oder auch über Funk geschlossen werden. Obwohl sich mit einer derartigen Vorrichtung das Absperrventil im Brandfall schnell und in einer für den Bediener ungefährli-
chen Weise zuverlässig schließen läßt, hat sich die Vorrichtung aufgrund ihres konstruktiven Aufwandes als zu teuer erwiesen.
Es ist versucht worden, daß Absperrventil statt auf elektrischem Wege in mechanischer Weise von der Außenseite des Gebäudes in die Schließstellung zu bringen. Zu diesem Zweck ist von einer außerhalb des Gebäudes angeordneten Betätigungseinrichtung ein Bowdenzug bis zu dem Absperrventil geführt. Durch Ziehen des inneren Stahldrahtes des Bowdenzüge kann ein Benutzer an dem Absperrventil eine Zugkraft zur Wirkung bringen, die dazu benutzt werden kann, das Absperrventil in seine Schließstellung zu bringen. Die Verwendung eines Bowdenzuges hat sich jedoch als nicht vorteilhaft erwiesen, da bei relativ langen Bowdenzügen zwischen dem inneren Stahldraht und dem äußeren Hüllrohr ein relativ großes Spiel von mehreren Zentimetern auftreten kann, so daß der Benutzer nicht sicher sein kann, ob am Absperrventil tatsächlich eine Verlagerung des Stahldrahtes und somit eine Zugkraft zur Wirkung kommt. Darüber hinaus besteht die Gefahr, daß der Stahldraht in dem Hüllrohr bei tiefen Temperaturen im Winter festfriert, wodurch der Bowdenzug funktionsunfähig wird.
Absperrvorrichtungen der genannten Art müssen in der Regel zumindest einmal pro Jahr auf ihre Funktionsfähigkeit getestet werden. Nach dem Test muß der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt werden, was bei einem Bowdenzug relativ aufwendig ist. Darüber hinaus treten bei einem Bowdenzug im Laufe der Zeit Korrosionsprobleme auf, die zu einer Beeinträchtigung der Funktion oder sogar der Funktionsuntüchtigkeit führen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Absperrvorrichtung der genannten Art zu schaffen, die eine konstruk-
tiv einfache und kostengünstige Betätigungseinrichtung aufweist, die auch über eine längere Betriebsdauer zuverlässig arbeitet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Absperrvorrichtung dadurch gelöst, daß mittels der Betätigungseinrichtung ein pneumatischer Druckstoß erzeugt wird, der über eine Druckleitung auf ein Auslöseelement einer Auslösevorrichtung einwirkt und dieses verlagert, wodurch das Stellglied in die Schließstellung gebracht wird.
Statt wie bei einem Bowdenzug eine Kraft in mechanischer Weise zu übertragen, wird nunmehr von einer pneumatischen Übertragung Gebrauch gemacht. Auf diese Weise sind die vorgenannten Probleme hinsichtlich der Korrosion, des Einfrierens oder eines zu großen Spiels systembedingt vermieden. Ein Benutzer erzeugt mittels der Betätigungseinrichtung einen erhöhten Luftdruck, der sich in der Druckleitung bis zu der Auslösevorrichtung fortpflanzt und dort ein Auslöseelement verlagert, dessen Bewegung dazu benutzt wird, das Stellglied entweder unmittelbar oder mittelbar in die Schließstellung zu bringen. In einer möglichen Ausführungsform ist vorgesehen, daß das Stellglied in seine Schließstellung vorgespannt ist, jedoch aus einer der Offenstel-5 lung zugeordneten Ruheposition um ein vorbestimmtes Maß verstellt werden muß, bis die Vorspannung wirksam wird und das Stellglied selbsttätig in die Schließstellung gelangt. Mittels des von dem pneumatischen Druckstoß verlagerten Auslöseelementes wird das Stellglied um dieses vorbestimmte Maß verschoben, so daß es daraufhin infolge der Vorspannung, die üblicherweise mittels einer Feder erzeugt wird, schließt.
Für einen Benutzer ist es hilfreich, wenn ihm angezeigt wird, ob der von ihm erzeugte pneumatische Druckstoß auch
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tatsächlich zu einer Verlagerung des Auslöseelementes geführt hat. Es kann deshalb vorgesehen sein, die Verlagerung des Auslöseelementes zu überwachen und dem Benutzer gegebenenfalls anzuzeigen. In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß durch die Verlagerung des Auslöseelementes ein zweiter pneumatischer Druckstoß erzeugbar ist, der über eine Indikatorleitung auf ein Indikatorelement einwirkt und dieses verstellt. Das Indikatorelement, das vorzugsweise in der Nähe der Betätigungseinrichtung sitzt, kann von dem Benutzer in einfacher Weise beobachtet werden, wodurch ihm eine Verlagerung des Auslöseelementes zuverlässig zur Kenntnis gebracht wird.
Um unbefugten Personen den Zugang zu der Betätigungseinrichtung zu verwehren oder zumindest zu erschweren, sollte die Betätigungseinrichtung durch ein absperrbares Gehäuse gesichert sein. Ein entsprechendes Gehäuse kann auf der Außenseite der Gehäusewand angeordnet oder in diese integriert werden. Vorzugsweise ist der Zugang zu der Betäti-0 gungseinrichtung von einer zu öffnenden Abdeckung versperrt .
In einer möglichen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Betätigungseinrichtung einen in einem Gehäuse 5 verschieblich gelagerten Druckkolben umfaßt, der von dem Benutzer verschoben werden kann, wodurch die in einer in dem Gehäuse definierten Kammer befindliche Luft zur Erzeugung des pneumatischen Druckstoßes verdichtet wird. Gegebenenfalls kann vorgesehen sein, daß der Benutzer den Druck-0 kolben nach Art einer Luftpumpe mehrfach hin- und herbewegt, um den pneumatischen Druck zu erzeugen.
Um dem Benutzer die Verschiebung des Druckkolbens zu erleichtern, ist die mit dem Druckkolben verbundene Kolbenstange, die an ihrem freien Ende vorzugsweise einen Hand-
griff trägt, mittels einer Feder in eine aus dem Gehäuse hervorstehende Stellung vorgespannt, in der sie von dem Benutzer leicht zugänglich ist. Mittels der Abdeckung wird der Druckkolben jedoch in einer in das Gehäuse eingeschobenen Stellung gehalten. Sobald ein Benutzer das Absperrventil verschließen möchte und die Abdeckung öffnet, wird die Kolbenstange mit dem Druckkolben infolge der Kraft der Feder in die hervorstehende Stellung verschoben, so daß der Benutzer lediglich die Kolbenstange und somit den Druckkolben entgegen der Kraft der Feder ein- oder mehrmals in das Gehäuse einschieben muß, um den pneumatischen Druckstoß auszulösen und das Absperrventil zu schließen.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß auch die Auslösevorrichtung einen Kolben umfaßt, der in einem Gehäuse verschieblich gelagert ist und mittels des pneumatischen Druckstoßes in eine aus dem Gehäuse hervorstehende Stellung gebracht werden kann, in der er auf das Stellglied des Absperrventils einwirkt und dieses schließt.
In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß in dem Gehäuse der Auslösevorrichtung zwei Kammern auf verschiedenen Seiten des Kolben ausgebildet sind, von denen eine über die Druckleitung mit der Betätigungseinrichtung verbunden ist und die anderen an die Indikatorleitung angeschlossen ist. Infolge des pneumatischen Druckstoßes wird der Luftdruck in der einen Kammer erhöht, was zu einer Verschiebung des Kolbens in dem Gehäuse führt. Entweder wird die in der anderen Kammer befindliche Luft aufgrund der Verschiebung des Kolbens komprimiert und verdrängt und/oder durch die Verschiebung des Kolbens wird eine Verbindung zwischen der einen Kammer und der anderen Kammer hergestellt, so daß der in der einen Kammer bzw. der Druckleitung herrschende Druck auch in der anderen Kammer wirksam wird. In beiden Fällen wird in der anderen Kammer der zwei-
te pneumatische Druckstoß erzeugt, der über die Indikatorleitung auf das Indikatorelement einwirkt. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß eine Verlagerung des Kolbens der Auslösevorrichtung in die das Absperrventil schließende Stellung zuverlässig zu der Erzeugung des zweiten pneumatischen Druckstoßes führt, der dem Benutzer mittels des Indikatorelementes angezeigt wird.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Indikatorelement, bei dem es sich ebenfalls um einen Kolben oder einen Stift handeln kann, zwischen einer Ruheposition und einer Anzeigeposition verstellbar ist und vorzugsweise mittels einer Feder in die Ruheposition vorgespannt ist. Sobald das Indikatorelement infolge des zweiten pneumatisehen Druckstoßes entgegen der Kraft der Feder in seine Anzeigeposition gebracht ist, kann der Benutzer sicher sein, daß das Absperrventil geschlossen ist.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung ersichtlich. Es zeigen:
Figur 1 einen Querschnitt durch eine Gebäudewand
im Bereich der Hauseinführung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung
und
Figur 2 das Absperrventil und die Auslösevorrichtung gemäß Fig. 1 nach Schließen des Ab-0 Sperrventils.
Eine von einer nicht dargestellten Gas-Hauptleitung abzweigende Hauseinführungsleitung 35 durchdringt eine Gebäudewand 14 mit einer Hauseinführung 11 bekannten Aufbaus. Auf der Innenseite der Gebäudewand 14 ist in der Hauseinfüh-
rungsleitung 35 ein Absperrventil 12 mit einem nicht näher dargestellten Stellglied 13 angeordnet. Dem Stellglied 13 ist eine Handhabe 13a zugeordnet, mittels der das Stellglied 13 von einem Benutzer manuell wahlweise geöffnet oder geschlossen werden kann. Das Stellglied 13 ist in nicht dargestellter Weise mittels einer Feder in seine Schließstellung vorgespannt, wobei der Benutzer die Handhabe 13a aus der in Fig. 1 dargestellten Offenstellung jedoch zunächst um ein vorbestimmtes Maß verschwenken muß, bevor die Vorspannung wirksam wird und das Stellglied 13 dann selbsttätig in die Schließstellung gelangt.
In der Gebäudewand 14 ist eine von Ihrer Außenseite zugängliche Mauernische ausgebildet, in der ein Gehäuse 23 angeordnet ist, das einen Zylinderabschnitt 23a umfaßt, in den ein Kolben 25 eingesetzt ist, der über eine Dichtung 36 gegenüber der Innenwandung des Zylinderabschnitts 23a des Gehäuses 23 abgedichtet ist. Die Dichtung 36 ist als Lappen- oder Flatterdichtung ausgebildet, wie sie beispielsweise von einer manuellen Fahrradpumpe bekannt ist und die nur in Einschubrichtung des Kolbens 25 wirksam ist. Der Kolben 25 ist mit einer Kolbenstange 27 verbunden, die eine in das Gehäuse 23 eingesetzte Führungsscheibe 26 durchdringt und an ihrem äußeren, freien Ende einen als Handgriff oder Knauf dienenden Teller 29 trägt. Zwischen dem Teller 29 und der Führungsscheibe 26 ist eine Feder 28 wirksam, die die Kolbenstange 27 und somit den Kolben 25 in eine aus dem Gehäuse 23 zur Außenseite der Gebäudewand 14 hervorstehende Stellung beaufschlagt.
Die äußere Zugangsöffnung des Gehäuses 23 ist mittels einer Abdeckung 34 abdeckbar, in die ein Schloß 30 integriert ist, das mittels eines angedeuteten Schlüssels 31 schließbar ist, so daß Unbefugten der Zugang zu dem Gehäuse und 5 der Kolbenstange 27 zumindest erschwert ist. Das Schloß 3 0
der Abdeckung 34 stützt sich dabei in der Schließstellung der Abdeckung 34 an der Außenseite des Tellers 29 ab, wodurch die Kolbenstange 27 und somit der Kolben 25 entgegen der Kraft der Feder 28 in einer in das Gehäuse 23 eingeschobenen Stellung gehalten sind.
Auf der der Kolbenstange 27 abgewandten Seite des Kolbens 25 ist innerhalb des Zylinderabschnitts 23 eine Druckkammer 24 gebildet, an die eine Druckleitung 19 angeschlossen ist, bei der es sich beispielsweise um einen Kunststoffschlauch handeln kann. Das andere Ende der Druckleitung 19 ist an ein Gehäuse 16 einer Auslösevorrichtung 15 angeschlossen, die auf dem Absperrventil 12 sitzt. In dem Gehäuse 16 der Auslösevorrichtung 15 ist ein weiterer Kolben 17 verschieblieh gelagert, der zusammen mit dem Gehäuse 16 auf seiner einen Seite eine erste Kammer 18 bildet, in die die Druckleitung 19 mündet. Auf der entgegengesetzten Seite des Kolbens 17 ist in dem Gehäuse 16 eine zweite Kammer 21 gebildet, an die eine Indikatorleitung 22 angeschlossen ist, bei 0 der es sich ebenfalls um einen Kunststoffschlauch handeln kann. Die zweite Kammer 21 ist desweiteren von einer Querwand 20 begrenzt, die von einem bolzenartigen, axialen Fortsatz 17a des Kolbens 17 dichtend durchdrungen ist. Der bolzenartige Fortsatz 17a ist so angeordnet, daß er in der in Fig. 1 dargestellten zurückgezogenen Stellung des Kolbens 17 unmittelbar neben der Handhabe 13a des Stellgliedes 13 liegt, wenn sich das Stellglied 13a in der Offenstellung befindet.
Die von der zweiten Kammer 21 ausgehende Indikatorleitung 22 ist zu dem Gehäuse 23 in der Gebäudewand 14 zurückgeführt und mündet dort in eine Indikatorkammer 37, in der ein Indikatorkolben 32 verschieblich gelagert ist, der in einer in Fig. 1 dargestellten Ruheposition vollständig in
das Gehäuse 23 eingezogen ist und mittels einer Feder 33 in diese Ruheposition vorgespannt ist.
Fig. 1 zeigt die normale Betriebsstellung der Absperrvorrichtung. Das Stellglied 13 befindet sich in seiner Offenstellung, so daß die Handhabe 13a des Stellgliedes 13 unmittelbar neben dem freien Ende des bolzenartigen Fortsatzes 17a des Kolbens 17 der Auslösevorrichtung 15 liegt. Das Gehäuse 23 in der Gebäudewand 14 ist mittels der Abdeckung 34 verschlossen, die den Kolben 25 in der in den Zylinderabschnitt 23a eingeschobenen Stellung hält.
Im Brandfall öffnet ein Benutzer das Schloß 30 der Abdekkung 34 mittels des Schlüssels 31 und nimmt die Abdeckung 34 ab oder schwenkt sie weg, wodurch die Feder 28 die Kolbenstange 27 mit dem Teller 29 in eine aus dem Gehäuse 23 und somit der Gebäudewand 14 nach außen hervorstehende Stellung bringt, in der der Kolben 25 in dem Zylinderabschnitt 23a weitestmöglich zurückgezogen ist und die Druckkammer 24 ihr größtes Volumen besitzt. Wenn der Benutzer auf den Teller 29 von außen eine Druckkraft ausübt und die Kolbenstange 27 und somit den Kolben 25 in den Zylinderabschnitt 23a einschiebt, wird das Volumen der Druckkammer verringert, wodurch sich ein pneumatischer Druckstoß aufbaut, der sich über die Druckleitung 19 fortpflanzt und in der ersten Kammer 18 der Auslösevorrichtung 15 wirksam wird. Der erhöhte Druck führt zu einer Verschiebung des Kolbens 17, wodurch das freie Ende des bolzenartigen Fortsatzes 17a mit der Handhabe 13 des Stellgliedes 13 in AnIage kommt und dieses zumindest soweit betätigt, daß dessen Vorspannung wirksam wird und das Stellglied selbsttätig in die Schließstellung gelangt. Dieser Zustand ist in Fig. 2 dargestellt.
Durch die Verschiebung des Kolbens 17 innerhalb des Gehäuses 16 erhöht sich der Druck in der zweiten Kammer 21 und gleichzeitig wird im Umfangsbereich des Kolbens 17 eine Verbindung von der ersten Kammer 18 zu der zweiten Kammer 21 geschaffen, wodurch der in der ersten Kammer 18 herrschende Druck auch in der zweiten Kammer 18 wirksam wird. Der dadurch erzeugte zweite pneumatische Druckstoß wird über die Indikatorleitung 19 in der Indikatorkammer 37 des Gehäuses 23 wirksam, wodurch der Indikatorkolben 32 entgegen der Kraft der Feder 33 in eine aus dem Gehäuse hervorstehende Anzeigeposition verschoben wird. Auf diese Weise kann der Benutzer erkennen, daß der Kolben 17 der Auslösevorrichtung 15 tatsächlich verschoben wurde, was zwangsläufig die Schließung des Absperrventils 12 zur Folge hat.
Wenn der Benutzer den Teller 29 losläßt, kehrt die Kolbenstange 27 in die nach außen hervorstehende Stellung infolge der Kraft der Feder 2 8 zurück, wodurch der Kolben 25 verschoben wird und sich das Volumen der Druckkammer 24 vergrößert. Diese wird dabei durch das Rückschlagventil mit Luft gefüllt, ohne daß es gleichzeitig zu einer Rückstellung des Kolbens 17 der Auslösevorrichtung 15 kommt, so daß der Indikatorkolben 32 weiterhin in seiner Anzeigeposition verbleibt.

Claims (11)

1. Absperrvorrichtung für eine Gasversorgungsleitung, insbesondere eine Hauseinführungsleitung, mit einem im Inneren eines Gebäudes angeordneten Absperrventil (12), das ein zwischen einer Schließstellung und einer Offenstellung verstellbares Stellglied (13) aufweist, wobei das Stellglied (13) mittels einer auf der Außenseite des Gebäudes angeordneten Betätigungseinrichtung (23, 25, 27, 29) aus der Offenstellung in die Schließstellung bringbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß mittels der Betätigungseinrichtung (23, 25, 27, 29) ein pneumatischer Druckstoß erzeugbar ist, der über eine Druckleitung (19) auf ein Auslöseelement (17) einer Auslösevorrichtung (15) einwirkt und dieses verlagert, wodurch das Stellglied (13) in die Schließstellung bringbar ist.
2. Absperrvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Verlagerung des Auslöseelementes (17) ein zweiter pneumatischer Druckstoß erzeugbar ist, der über eine Indikatorleitung (20) auf ein Indikatorelement (32) einwirkt und dieses verstellt.
3. Absperrvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied (13) in seine Schließstellung vorgespannt ist und durch die Verlagerung des Auslöseelementes (17) aus seiner der Offenstellung zugeordneten Ruheposition bringbar ist.
4. Absperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung innerhalb einer Gebäudewand (14) angeordnet ist.
5. Absperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Zugang zur Betätigungseinrichtung von einer zu öffnenden Abdeckung (34) versperrt ist.
6. Absperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung einen in einem Gehäuse (23) verschieblich gelagerten Druckkolben (25) umfaßt.
7. Absperrvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckkolben (25) mittels einer Feder (28) in eine aus dem Gehäuse (23) hervorstehende Stellung vorgespannt ist.
8. Absperrvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckkolben (25) mittels der Abdeckung (34) in einer in das Gehäuse (23) eingeschobenen Stellung gehalten ist.
9. Absperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösevorrichtung (15) ein Gehäuse (16) umfaßt, in dem ein Kolben (17) verschieblich gelagert ist.
10. Absperrvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Gehäuse (16) zwei Kammern (18, 21) auf verschiedenen Seiten des Kolbens (17) ausgebildet sind, von denen eine (17) über die Druckleitung (19) mit der Betätigungseinrichtung verbunden ist und die andere (21) an die Indikatorleitung (22) angeschlossen ist.
11. Absperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Indikatorelement (32) zwischen einer Ruheposition und einer Anzeigeposition verstellbar und mittels einer Feder (33) in die Ruheposition vorgespannt ist.
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