DE2002144B2 - Dämpfer zum kontinuierlichen Fixieren von Farben auf Textilbahnen - Google Patents

Dämpfer zum kontinuierlichen Fixieren von Farben auf Textilbahnen

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DE2002144B2 DE19702002144 DE2002144A DE2002144B2 DE 2002144 B2 DE2002144 B2 DE 2002144B2 DE 19702002144 DE19702002144 DE 19702002144 DE 2002144 A DE2002144 A DE 2002144A DE 2002144 B2 DE2002144 B2 DE 2002144B2
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Dämpfer zum kontinuierlichen Fixieren von insbesondere auf dicke, voluminöse Tcxiilbahnen größerer Breite, wie insbesondere Teppiche, mi; einem Flor aus druckempfindlichen Fasern, aufgeklotzten oder aufgedruckten Farben, der aus einem allseitig geschlossenen Gehäuse besteht, im Bereich dessen Decke Tran$port&;arichtungen, wie Umlenkrollen, zur Bildung von einseitig geführten, frei herabhängenden Laufschlaufen, am Dämpferboden ein heizbarer Wassersumpf für die Erzeugung von Sattdampf und an einer frei hängend sich nach unten erstreckenden Stirnwand des Dämpfers ein an der Unterseite dieser Stirnwand angeordneter Warenausiauf vorgesehen sind (FR-PS 15 50 167).
Bei einem Dämpfer dieser Art ist ein Problem, die Textilbahn so herauszuführen, daß die im Dämpfer auf 1000C erhitzten Textilien möglichst nicht gedrückt, z. B. Florfasern nicht aus ihrer natürlichen Lage senkrecht zur Warenbahn verdrängt werden. Letzteres gilt insbesondere für Florteppiche aus Polyacrylnitrilfasern, deren Erweichungspunkt unterhalb von 1000C liegt. 1st die Faser mit solchen physikalischen Eigenschaften auf Fixiertemperatur erhitzt, so wird jede Druckbeanspruchung, aber auch das in einem Wasserschloß übliche Verschwemmen der Florfäden, bleibend fixiert.
Eine weitere Bedingung an einen Dämpfer ist die darin aufzubauende und auch während des Betriebes aufrecht zu erhaltende 100% reine Dampfatmosphärc. Durch den Ein- und Auslauf darf keine Luft in den Dämpferraum eindringen. Um diese Gefahr zu vermeiden, ist es üblich, im Dämpfer einen geringen Überdruck zu erzeugen, was aber zur Folge hat, daß der Dampf am Ein- und Auslauf ausströmt. Einen solchen Dampfverlust verhindert ein Wasserschloß an einem Dämpfer gemäß der FR-PS 15 50 167. Jedoch ist dieser, wie gesagt, für Textilbahnen mit empfindlichen Fasern nicht geeignet.
Besser in diesem Zusammenhang ist ein Warenaus· lauf, wie er aus der US-PS 24 35 710 bekannt ist. Dieser ist in der Stirnseite des Dämpfers in Höhe des Wassersumpfes angeordnet, mit dem daraus sich ergebenden Vorteil, daß hier nur noch wenig Dampf ausströmen wird. Jedoch bedingt dieser Warenauslauf eine die Sichtseite der Textilbahn berührende Umlenkrolle im Dämpferraum, was wiederum die Flordeformationen zur Folge hat
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Dämpferauslauf zu finden, aus dem sämtliche textile
ίο Bahnen, auch solche mit einem Flor aus Polyacrylnitrilfasern, ausfahren können, ohne daß in unzulässiger Weise Dampf beim Durchtritt durch die Gehäusewandung verlorengeht, ohne daß der Flor durch Berührung mn Wasser bleibend verschwemmen kann, ohne daß der Flor in irgendeiner Weise mit Druck beaufschlagt wird und der Auslauf dennoch über die Breite der Textilbahn offen ist
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Stirnwand unterhalb des Dämpferbodens endet und mit einer parallel dazu ausgerichteten, nach innen versetzten Dämpferwandung, einen lotrechten Warenauslaufschlitz bildet.
Durch die Anordnung eines lotrechten Warenauslaufschlitzes im Bereich des Bodens des Dämpfers kann die Ware berührungsfrei aus dem Dämpfer auslaufen und dennoch ein Dampfverlust vermieden werden. Bei dieser Konstruktion wird in vorteilhafter Weise die physikalische Eigenschaft des Dampfes, nämlich leichter als die Luft zu sein, ausgenutzt Es wird sich also im Auslaufschlitz ein eigenes Dampfniveau bilden, das vorzugsweise tiefer liegt als der Wassersunipf.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt. Die Figur zeigt lediglich das Auslaufende eines Laufschlaufendämpfers.
Der in der Figur dargestellte Ausschnitt eines Dämpfers in einer Maschinenanlage, die im allgemeinen aus einem Farbauftraggerät, einem Dämpfer 3 zur Farbstoff-Fixierung, einer folgenden Wascheinrichtung und einem sich an die Wascheinrichtung anschließenden Trockner besteht, zeigt den Dämpfer nur im Bereich des Warenauslaufs. Die Florware 2 durchläuft den Dämpfer 3 in Richtung des Pfeiles 52. Der Boden 77 des Dämpfers 3 ist durch einen Wassersumpf gebildet, den Heizschlangen zur Erhitzung des Wassers auf 1000C durchlaufen. Oberhalb des Wassersumpfes ist eine Siebdecke 15 zur Vergleichmäßigung des aufsteigenden Dampfes angeordnet.
Eine Stirnwand 54 am Warenauslauf des Dämpfers 3
erstreckt sich frei hängend bis über den Bereich der Siehdecke 15 des Wassersumpfes am Boden 77 des Dämpfers 3 hinaus. Dadurch ist ein längerer Warenauslaufkanal 70 zwischen der Stirnwand 54 und der Dämpferwandung 55 gebildet, der erst unterhalb des Dämpferbodens 77 in einer Grube 69 endet. Die untere Kante der Stirnwand 54 bildet mit der Dämpferwandung 55 einen lotrechten Warenauslaufschlitz 68, Der Warenauslaufschlitz 68 sollte möglichst nur die Breite der Dicke der Textilbahn aufweisen, um bei Dampfüberdruck ein Ausströmen von Dampf aus dem Innenraum des Dämpfers zu verhindern.
Um die Unterkante der Stirnwand 54 des Dämpfers 3 ist eine Schlaufe gebildet, die in ihrer Länge durch eine Steuervorrichtung 58 bestimmt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Dämpfer zum kontinuierlichen Fixieren von insbesondere auf dicke, voluminöse Textilbahnen größerer Breite, wie insbesondere Teppiche, mit einem Flor aus druckempfindlichen Fasern, aufgeklotzten oder aufgedruckten Farben, der aus einem allseitig geschlossenen Gehäuse besteht, im Bereich dessen Decke Transporteinrichtungen, wie Umlenkrollen, zur Bildung von einseitig geführten, frei herabhängenden Laufschlaufen, am Dämpferboden ein heizbarer Wassersumpf für die Erzeugung von Sattdampf und an einer frei hängend sich nach unten erstreckenden Stirnwand des Dämpfers ein an der Unterseite dieser Stirnwand angeordneter Warenauslauf vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnwand (54) unterhalb des DämpferboQv-ns (77) endet und mit einer parallel dazu ausgerichteten, nach innen versetzten Dämpferwandung (55) einen lotrechten Warenauslaufschlitz (68) bildet.
DE19702002144 1966-08-20 1970-01-19 Dämpfer zum kontinuierlichen Fixieren von Farben auf Textilbahnen Expired DE2002144C3 (de)

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DE19702002144 DE2002144C3 (de) 1966-08-20 1970-01-19 Dämpfer zum kontinuierlichen Fixieren von Farben auf Textilbahnen
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DE2002144B2 true DE2002144B2 (de) 1980-04-24
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