DE2003109C3 - Vorrichtung zum Transport radioaktiven Materials - Google Patents
Vorrichtung zum Transport radioaktiven MaterialsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Gattungsbegriff des Patentanspruches 1.
Bekannt sind derartige Transportvorrichtungen (US-PS 3391 280), bei welchen der Transportbehälter
innerhalb einer Abzüge aufweisenden Kammer in horizontaler Lage transportiert werden kann. Die Kammer
wirkt im wesentlichen als schützendes Hitzeschild, während die Kühlung des Transportbehälters
mittels am Umfang desselben angeordneter Rippen vollzogen wird. Die über die Rippen abgeleitete
Wärme wird über die an der Oberseite der Kammer angeordneten Rippen in das Freie abgelassen, wobei
die Abzugsgeschwindigkeit im wesentlichen durch die Konvektionsströme innerhalb der Kammer festgelegt
ist.
Der Transport von derartigen Behältern mit radioaktivem Material kann jedoch problematisch werden,
wenn die Hitzeentwicklung innerhalb der den Behälter umgebenden Kammer zu groß wird. Werden die
Rippen des Transportbehälters während des Transports durch kühlende Fahrtluft umstrichen, dann muß
auf diese Kühlung verzichtet werden, wenn der den Transportbehälter tragende Tieflader infolge eines
Unfalls od. dgl. gezwungen ist, längere Zeit stillzustehen. Von allergrößter Bedeutung beim Transport derartiger
Behälter sind jedoch die nicht vorhersehbaren Unfallsituationen, bei welchen sogar äußere Hitze im
Falle eines Brandes der Lastwagenaufbauten od. dgl. - auf den Behälter einwirken kann.
' Davon ausgehend besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine zum Transport radioaktiven
Materials dienende Vorrichtung der in Rede stehenden Art so auszubilden, daß der Transportbehälter
trotz Ummantelung durch eine Schutzhülle und trotz " horizontaler Position ausreichend gekühlt werden
kann, selbst wenn der Tieflader od. dgl. Transportmittel gezwungen sein sollte, längere Zeit stillzustehen.
Die Kühlung des Transportbehälters soll unabhängig von der Kühlung durch Fahrtwind und auch
unabhängig von der jeweils bestehenden Außentemperatur vorgenommen werden können.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht aus den Merkmalen des Kennzeichnungsteils des Patentanspruches
1.
' Durch die an Gebläse oder Druckerzeuger anschließbare Schutzhülle ist es möglich, den Transportbehälter
in horizontaler Lage ausreichend zu kühlen. Die Schatzhülle wirkt sowohl als Hitzeschild als auch
als Gehäuse für die Leitungssysteme, welche sich in-• nerhalb der Schutzhülle im Außenbereich des Transportbehälters
erstrecken und gerichtete Strahldüsen aufweisen. Mit Hilfe dieser Strahldüsen ist es möglich,
gesteuert unter hoher Geschwindigkeit strömende Luft auf die Außenfläche des Transportbehälters zu
leiten. Ein Versagen des Kühlungssystems infolge Stillstands des Ladefahrzeugs ist dadurch ausgeschaltet.
Da sowohl die Drehzahl der Gebläse oder Druckerzeuger als auch das Profil der Strahldüsen geändert
werden kann, ist es ohne weiteres möglich, den unterschiedlichen Kühlbedürfnissen beim Transport radioaktiven
Materials unterschiedlicher Verhaltensweisen Rechnung zu tragen.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, daß der Transportbehälter mittels eines an einem Ende desselben
vorgesehenen und zur schnellöslichen Verbindung geeigneten Lagerauges zwischen horizontaler
und vertikaler Position auf dem Transportdeck drehbar geführt ist.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung
erläutert.
Fig. 1 der Zeichnungen ist eine Seitenansicht des Transportbehälters unter Darstellung seiner Positionen
auf einem Tieflader,
Fig. 2 ist eine Seitenansicht des Transportbehälters,
Fig. 3 ist eine Endansicht des Transportbehälters, Fig. 4 ist eine Schnittansicht von Linie 4-4 in
Fig. 2,
Fig. 5 ist eine Längsschnittansicht des Transportbehälters von Linie 5-5 in Fig. 4,
Fig. 6 ist eine Schnittansicht von Linie 6-6 in Fig. 5,
Fig. 7 ist eine Schnittansicht von Linie 7-7 in Fig. 5,
Fig. 8 ist eine Schnittansicht von Linie 8-8 in Fig. 3,
Fig. 9 ist eine Seitenansicht des Rostkörpers zur Lagerung von Brennstoffelementen,
Fig. K) ist eine Endansicht des in Fig. 9 dargestellten Rostkörpers,
Fig. 11 ist eine Schnittansicht von Linie 11-11 in
Fig. 9,
Fig. 12 ist eine Seitenansicht des Transportbehälters
mit der ihn umgebenden Schutzhülle,
Fig. 13 ist eine Draufsicht des Transportbehälters einschließlich seiner Schutzhülle,
Fig. 14 ist eine Schnittansicht von Linie 14-14 in Fig. 12,
Fig. \5 ist eine Seitenansicht des Luftkühlungs-Leitungssystems,
Fig. 16 ist eine teilweise gebrochene Seitenansicht einer insbesondere für Kaltwetterbedingungen geeigneten
Schutzhülle,
Fig. 17 ist eine vertikale Schnittansicht von Linie
17-17 in Fig. 16, und
Fig. 18 ist eine vertikale Schnittansicht von Linie 18-18 in Fig. 16.
In Fig. 1 der Zeichnung ist ein Transportbehälter 10 für radioaktives Material dargestellt. Der Transportbehälter
befindet sich auf einem flachen Transportdeck 11, Velches einen Bestandteil einer Zugmaschinen-Hän^eranordnung
darstellt, in der dargestellten Ausfi'hrungsform ist das Transportdeck 11 an
einem vorderen Träger Ϊ2 angeordnet, welcher auf
einer herkömmlichen Zugmaschine 13 aufliegt. An der Rückseite ist das Transportdeck 11 an einem hinteren
Träger J4 befestigt. Die Zugmaschine kann beispielsweise au/ einem herkömmlichen Eisenbahnflachlader
fahren, wonach das Transportdeck 11 auf die Ladefläche clcs Schienenfahrzeugs abgesenkt und
auf dieser befestigt wird. Die Zugmaschine 13 kann nach Entladen des Transportdecks mit den Trägern
12 und 14 weggefahren werden. Obwohl der Transportbehälter 10 auf jeden passenden Lastwagen oder
Eisenbahnwagen aufgelegt werden kann, wird er vorzugsweise in der in Fig. 1 dargestellten Weise transportiert.
Während der Fahrt wird der Trnasportbehälter 10 mit einer Hülle bedeckt, weiche aus einer
verhältnismäßig großmaschigen oder wetterdichten Abdeckung bestehen kann. Durch derartige Hüllen
bzw. Abdeckungen wird der Transportbehälter gegenüber kleineren Stoßen abgesichert. Gleichzeitig
wird das Personal gegenüber einer Berührung mit dem heißen Transportbehälter abgesichert.
Der Transportbehälter 10 ist nahe seinem unteren Ende um einen Zapfen 16 verschwenkbar, der an
Streben 17 angeordnet ist. In der waagerechten Fahrtsteilung wird das obere Ende des Transportbehälters
10 auf Vorsprüngen 19 aufgelegt, die ihrerseits auf Auflagekörpern 20 aufgesetzt und mit diesen verbunden
sind. Der Transportbehälter 10 wird vom Transporter abgenommen, indem ein herkömmlicher Kranbügel
in die Haken 21 eingehängt wird, wonach der Transportbehälter angehoben werden kann, so daß er
sich, um den Zapfen 16 verschwenkend, in die in Fig. 1 der Zeichnung mit gestrichelten Lilien dargestellte
Lage bewegt. Das Krangehänge 18 kann daraufhin den Transportbehälter 10 nach oben abheben
und einem geeigneten Platz zuführen, an welchem ein Verschluß 23 abgenommen werden kann, um Brennstoffelemente
in den Transportbehälter einzuführen bzw. aus diesem herauszunehmen. >
Ein Paar Druckerzeug? IS befinden sich am vorderen
Teil des Transportdecks 11. Die Luft der Druckerzeuger 25 tritt in ein oberes und in ein unteres
Leitungssystem ein, durch welches Luft gegen die Fläche des Transportbehälters gerichtet wird. Das untere (
Leitungssystem ist innerhalb des Transportdecks 11 angeordnet, wie sich aus Jen Fig. 12-15 der Zeichnung
ergibt. Das obere Leitungssystem ist innerhalb
der entfernbaren Schutzhülle befestigt, wie sich aus Fig. 12-18 der Zeichnung ergibt. Die Luft aus den
Druckerzeugern 25 wird durch ein Leitungssystem 28 in day obere Leitungssystem geführt, wenn sich die
äi'ßere Schutzhülle in ihrer Lage befindet.
Wie am besten aus Fig. 2 und 3 der Zeichnung zu ersehen ist, ist die Außenfläche des Transportbehälters
10 einschließlich des Verschlusses 23 mit in engem Abstand zueinander angeordneten Rippen 29 für die
Kühlung ausgestattet. Die Rippen 29 sind vorzugsweise im Mittelteil des Transportbehälters näher zueinander
ausgerichtet als an den Endteilen des Transportbehälters. Der Grund hierfür ist darin zu sehen,
daß die Hitzeentwicklung im radioaktiven Material innerhalb des Transportbehälters 10 in der Mitte desselben
am größten ist, während die Endteile verhältnismäßig größere Wärmeübertragungsflächen besitzen.
Abdeckungen 30 und 31 erstrecken sich von der Außenfläche des Transportbehälters 10 nach außen.
Diese Abdeckungen enthalten die Überdruck- und Ablaßventile, wie im einzelnen nachfolgend ausgeführt
ist. Die Rippen auf dem Kopfteil bzw. Verschluß 23 und am entgegengesetzten Ende des Transportbehälters
sind von verhältnismäßig schwerer Konstruktion und nehmen auf den Transportbehälter ausgeführte
Stöße und Schläge auf. In gleicher Weise sind die Abdeckungen 30 und 31 von starkem Aufbau und
sind mit Schlag- und Stoßkräfte aufnehmenden Rippen ausgestattet. Bei einem Stoß gewisser Größe verformen
sich diese Rippen bis zu einer bestimmten Länge, sie nehmen also Stoß- und Schlagenergie auf.
Wie sich aus Fig. 2 der Zeichnung ergibt, sind die Seiten des Transportbehälters 10 jeweils mit einem
Lagerauge 33 versehen, welches den Zapfen 16 an der Strebe 17 umgreift, wenn der Transportbehälter
auf das Transportfahrzeug geladen wird. Wenn der Transportbehälter 10 in seine Transportlage abgesenkt
wird, liegen die Vorsprünge 19 und entsprechende Vorsprünge 34 an den Auflagekörpern 20 des
Transportdecks 11 auf. Diese Auflagekörper sind in Fig. 3 der Zeichnung mit gestrichelten Linien dargestellt.
Wie sich aus Fig. 3 der Zeichnung ergibt, sind die Tragflächen der Vorsprünge 19 und 34 etwas abgeschrägt,
so daß sie in Auskerbungen in der Oberfläche der Auflagekörper 20 eingreifen. Die Vorsprünge
19 und 34 werden mittels passender Elemente an den Auflagekörpern 20 fixiert. Dies geschieht beispielsweise
mit einer verriegelnden Schloß- und Riegelanordnung 35, welche in Fig. 3 mit gestrichelten Linien
gleichfalls wiedergegeben ist.
Wenn der Transportbehälter 10 vom Transportdeck 11 abgenommen werden soll, wird die Verriegelung
gelöst. Daraufhin wird ein herkömmlicher Kranbügel in die Haken 21 eingehängt. Führungsschienen
37 sind vorgesehen, um den Rahmen des Kranbügels in Eingriff mit dem Haken 21 zu bringen. Der Transportbehälter
10 wird in eine vertikale Position angehoben und dann abgehoben, wobei sich das Lagerauge
33 automatisch vom Zapfen 16 löst. Der Transportbehälter 10 wird daraufhin an einen Ort gebracht, wo
er mit radioaktiven Elementen beladen oder wo er entladen wird. Bolzen 38 verbinden den Verschluß
23 mit dem Transportbehälter. Diese Bolzen werden entfernt, so daß der Verschluß abgehoben werden
kann. Das Entladen und Beladen findet daraufhin in bekannter Weise statt.
In F'g. 4 der Zeichnungen ist in der Endansicht des Behälters ein Kreis von Bohrungen 40 in einem
nach innen sich erstreckenden Flansch 41 dargestellt.In
diese Bohrungen greifen Bolzen oder Zapfen ein, welche den Verschluß 23 mit dem Transportbehälter
verbinden. Eine Kammer von gewöhnlich quadratischem Querschnitt erstreckt sich in Längsrichtung
innerhalb des Transportbehälters 10. Diese Kammer ist mit einem korrosionswiderstandsfähigen
Material ausgekleidet, so beispielsweise mit nichtrostendem Stahl. Der Zwischenraum zwischen der Auskleidung
43 und der Außenwandung des Behälters 10 ist mit einem abschirmenden Material gefüllt, so
beispielsweise mit Blei. Zum Ablassen und Lüften dienende Ventile 45 und 46 sind innerhalb der Abdeckungen
30 und 31 vorgesehen. Diese Ventile sind über Leitungen, die sich durch die Auskleidung 43
erstrecken, mit der inneren Kammer in Verbindung. Der Transportbehälter wird mit entionisiertem Wasser
gefüllt, nachdem das radioaktive Material eingesetzt wurde. Weiteres Wasser kann, falls erforderlich,
durch die Ventile 45 und 46 eingeleitet werden. Falls es erforderlich ist, Wasser aus dem Transportbehälter
abzuziehen, werden beide Ventile 45 und 46 geöffnet, während Druckluft durch das Ventil 45 und die Leitung
47 eingeleitet wird. Das Wasser wird dabei durch die Leitung 48 und durch das Ventil 46 herausgedrückt.
Innerhalb der Abdeckung 30 ist ein Überdruckventil 50 vorgesehen und an die Leitung 47 angeschlossen.
Falls eine sehr starke Druckzunahme innerhalb des Transportbehälters 10 auftritt, so zum
Beispiel wenn der Transportbehälter bei einem Straßen- oder Eisenbahnunfall längere Zeit einem Feuer
ausgesetzt ist, öffnet sich das Überdruckventil 50 und lüftet den Transportbehälter. Wenn der Innendruck
absinkt, schließt sich das Überdruckventil selbständig. Fails während normalen Betriebes jegliche Leckage
durch das Überdruckventil 50 vermieden werden soll, kann ein zerstörbares Element, beispielsweise eine
Bruchscheibe, in die Leitung zwischen dem Überdruckventil 50 und der Leitung 47 eingelegt werden.
Öffnungen 51 dienen zum Einführen eines Thermoelementes, durch welches die Temperatur innerhalb
des Transportbehälters 10 überwacht wird, wie sich aus Fig. 7 der Zeichnung ergibt.
Innere Einzelheiten des Verschlusses 23 sind aus Fig. 8 ersichtlich. Die Außenwandung des Verschlusses
23 besteht aus einem korrosionswiderstandsfähigen Material, beispielsweise aus nichtrostendem Stahl.
Innerhalb dieser Außenwandung ist ein abschirmendes Material, so zum Beispiel Blei, vorgesehen. Wenigstens
ein Ansatz 53 ist vorgesehen, welcher am Körper des Transportbehälters anliegt. Dieser Siufenkörper
bzw. Ansatz 53 verhindert eine Querbewegung des Verschlusses 23 bezüglich des Transportbehälters
10, falls gegen irgendeinen Teil des Transportbehälters ein starker Schlag ausgeführt wird. Zwischen
dem Verschluß 23 und dem Transportbehälter ist eine Abdichtung 24 hoher Dichte angeordnet. Bohrungen
55 sind im Verschluß 23 angeordnet, um mit Hilfe der BoJzen 38 den Verschluß mit dem Behälter verbinden
zu können.
In Fig. 9-11 der Zeichnung ist ein rcstförmiger
Körper gezeigt, welcher zur Halterung bestrahlter Brennelemente innerhalb der Kammer des Transportbehälters
geeignet ist. Der Rostkörper 57 weist gewöhnlich die in Fig. 11 der Zeichnung ersichtliche
Ausgestaltung auf. Er kann natürlich auch andere Formgebung besitzen, um mehr oder weniger Brennelemente
aufzunehmen. Bohrungen 58 im Rostkörper ermöglichen den freien umlauf einer Flüssigkeit innerhalb
der inneren Kammer. Eine Endplatte 59 ist mit Durchlässen 62 zur Aufnahme der Auslallöffnungen
der im Rostkörper gelagerten Brennelemente versehen. In Fig. 9 und 11 der Zeichnung ist ein
Brennelement 61 mit gestrichelten Linien dargestellt.
In Fig. 12 bis 15 der Zeichnung ist die Schutzhülle
zusammen mit dem Luftkühlungssystem wiedergegeben. Diese Schutzhülle besteht aus Drahtmaschen eines
Streckmetalls, vorzugsweise aus Aluminium. Aluminium wird aus Gewichtsersparnisgründen eingesetzt.
Die Schutzhülle dient dazu, den Transportbehälter 10 zu schützen und um das zur freien
Luftzirkulation erforderliche Leitungssystem zu halten. Selbst wenn das Luftkühlungssystem ausfallen
sollte, treten Konvektionsströme auf, welche den Transportbehälter beträchtlich abkühlen können.
Die Schutzhülle 70 ist gemäß Darstellung mit einem rechtwinkligen Rahmen versehen, welcher das Maschenmetall
trägt. Die oberen Längskanten der Schutzhülle 70 tragen ein oberes Leitungssystem 71.
Wenn die Schutzhülle 70 aufgelegt ist, steht eine Leitung 73 mit einer Leitung 28 am Auslaß 74 der Druckerzeuger
25 in Verbindung. Somit wird Luft den oberen
Leitungen des Leitungssystems 71 zugeführt, von wo sie durch eine Vielzahl von Strahldüsen 76 austritt
und auf den Transportbehälter auftrifft. Nach Wunsch können anstelle der vorbeschriebenen Strahldüsen in
Längsrichtung geschlitzte Düsen im oberen Leitungssystem verwendet werden. Die Längshauptachse dieser
Düsen verläuft dabei parallel zum Transportbehälter. Es hat sich herausgestellt, daß eine bessere
Wärmeableitung erzielbar ist, wenn Luftströme unter Druck auf die Behälteroberfläche geleitet werden, anstatt
die Luft lediglich entlang der Oberfläche strömen zu lassen.
Der Auslaß 74 der Druckerzeuger steht auch mit einem Paar unterer Leitungen eines unteren Leitungssystems
78 in Verbindung, wie sich aus Fig. 14
der Zeichnung ergibt. Strahldüsen 79 sind am unteren Leitungssystem angesetzt und leiten die Luft unter einem
gewissen Druck auf den Transportbehälter 10. Anstelle der beschriebenen Strahldüsen 79 können
auch hier in Längsrichtung geschlitzte Düsen vorgesehen sein.
Von dem Paar der Druckerzeuger 25 weist jeweils jeder eine eigene Antriebsmaschine 27 auf, so daß
ein angemessener Luftstrom durch die Strahldüsen 76 und 79 aufrechterhalten werden kann, falls eine der
Antriebsmaschinen ausfällt. Es können Antriebsmaschinen
beliebiger Ausführungsform eingesetzt werden, so zum Beispiel durch Benzin oder Dieselkraftstoff
betriebene Motoren. Beide Druckerzeuger entladen in den Auslaß 74. Eine Rückschlagklappe
od. dgl. Sperrorgan ist für jeden Druckerzeuger vorgesehen, so daß die Luft nicht durch das Gebläse bzw.
den Druckerzeuger zurückfließen kann, falls einer der
Druckerzeuger ausfällt.
In Fig. 16 bis 18 der Zeichnung ist eine weitere Ausführungform einer Schutzhülle für den Transportbehälter
dargestellt. Die Schutzhülle 81 eignet sich insbesondere für Kaltwetter-Betrieb. Sie ist gewöhnlich
rechtwinklig ausgestaltet und besteht aus Platten, beispielsweise aus galvanisiertem Stahl oder aus Aluminium.
Wärmeisolatoren 82 können verwendet werden. Thermostatisch gesteuerte Jalousien 83 sind an
jeder Seite der Schutzhülle 81 nahe des Mittelteils des Transportbehälters vorgesehen. Diese Jalousien wer-
den bei tiefen Temperaturen gewöhnlich geschlossen und öffnein sich automatisch, wenn die Temperatur
innerhalb der Schutzhülle 81 den Punkt erreicht, an welchem die Druckerzeuger 25 zum Kühlen des
Transportbehälters eingeschaltet werden. In ihrer Stellung fixierte Jalousien 84 sind nahe des Einlasses
der Druckerzeuger 25 vorgesehen, so daß Luft zu jedem Zeitpunkt den Druckerzeugern oder Gebläsen
zugeführt wird. Die thermostatisch gesteuerten Jalousien 85 sind gleichfalls an der Endwandung vorgesehen,
welche das Ende des Transportbehälters gegenüber denn Lufteinlaß für die Druckerzeuger trennt.
Die Schutzhülle 81 trägt ein oberes Leitungssystem 86, welches dem durch die Schutzhülle 70 getragenen
gleicht.
Bezugszeichenliste
10 Transportbehälter
11 Transportdeck
12 Träger
13 Zugmaschine
14 Träger
16 Zapfen
17 Strebe
18 Krangehänge
19 Vorsprung
20 Auflagekörper
21 Haken
23 Verschluß
24 Abdichtung
25 Druckerzeuger
27 Antriebsmaschine
28 Leitung
29 Rippe
30 Abdeckung
31 Abdeckung
33 Lagerauge
34 Vorsprung
35 Schloß- und Riegelunordnung
37 Führungsschiene
38 Bolzen
40 Bohrung
41 Flansch
43 Auskleidung
45 Ventil
46 Ventil
47 Leitung
48 Leitung
59 Überdruckventil
51 öffnung
53 Ansatz
55 Bohrung
57 Rostkörper
58 Bohrung
59 Endplatte
61 Brennelement
62 Durchlaß
70 Schutzhülle
71 Leitungssystem
73 Leitung
74 Auslaß 76 Strahldüse
78 Leitungssystem
79 Strahldüse
81 Schutzhülle
82 Wärmeisolator
83 Jalousie
84 Jalousie
85 Jalousie
86 Leitungssystem
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Transport radioaktiven Materials, welches sich im Inneren eines eine innere
Kammer aufweisenden Transportbehälters befindet, wobei der Transportbehälter in seiner
Kammer eine Halterung für ds radioaktive Material, einen abnehmbaren Verschluß für die durch
einen Strahlungsschild umgebene Kammer und mehrere von der Außenfläche unter Abstand sich
erstreckende Rippen zur Kühlung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die den Transportbehälter
aufnehmende Transportvorrichtung in an sich bekannter Weise als fahrbares Transportdeck
(11) ausgebildet ist, auf welches der Transportbehälter (10) in Transportlage norizon-Ul
auflegbar ist, daß das Transportdeck (11) Druckerzeuger (25) trägt, welche an ein erstes,
gleichfalls vom Transportdeck getragenes und zur Kühlung des Transportbehälters (10) dienendes
Leitungssystem (71) angeschlossen sind, daß in ebenfalls an sich bekannter Weise eine abnehmbare
Schutzhülle (70) in Transportlage den Transportbehälter oberhalb des Transportdecks (11)
umgibt, daß diese Schutzhülle (70) sowohl das erste Leitungssystem (71) als auch ein zweites lösbar
mit den Druckerzeugern verbundenes Leitungssystem (78) aufnimmt, und daß von den Leitungssystemen
(71, 78) auf den Transportbehälter (10) gerichtete Strahldüsen (76, 79) abzweigen, um
unter hoher Geschwindigkeit strömende Luft auf die Außenfläche des Transportbehälters zu leiten.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Transportbehälter (10)
mittels eines an einem Ende desselben vorgesehenen und zur schnell löslichen Verbindung geeigneten
Lagerauges (33) zwischen horizontaler und vertikaler Position auf dem Transportdeck (11
drehbar geführt ist.
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