DE200810C - - Google Patents

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DE200810C
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die
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clocks
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    • G—PHYSICS
    • G04—HOROLOGY
    • G04D—APPARATUS OR TOOLS SPECIALLY DESIGNED FOR MAKING OR MAINTAINING CLOCKS OR WATCHES
    • G04D3/00—Watchmakers' or watch-repairers' machines or tools for working materials
    • G04D3/0002—Watchmakers' or watch-repairers' machines or tools for working materials for mechanical working other than with a lathe
    • G04D3/0056—Watchmakers' or watch-repairers' machines or tools for working materials for mechanical working other than with a lathe for bearing components

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Punching Or Piercing (AREA)
  • Straightening Metal Sheet-Like Bodies (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■-\M2Ö08i0 ~ KLASSE 83 c. GRUPPE
CLAUDE GRIVOLAS Tils in PARIS.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. November 1907 ab.
Die Zapfenlöcher für die Bewegungsteile in den Uhren sowie bei Zählwerken, Kontrollkassen und ähnlichen Vorrichtungen wurden bisher dadurch erhalten, daß man die gewöhnlich aus Messing hergestellten Metallplatten, welche als Lager für die Achsen dienen, derart durchbohrte, daß dieselben an einer Seite eine halbkugelförmige Ausfräsung zeigen, welche dazu bestimmt ist, eine kleine
ίο Menge Schmiermaterial aufzunehmen. Mit Rücksicht auf die geringe Härte des verwendeten Metalles hat dieses Verfahren einen wesentlichen Mißstand gezeigt, welcher hauptsächlich darin besteht, daß die Löcher schnell oval ausgeschliffen werden und infolgedessen die zentrische Lage der Achsen durch die außerordentlich schnelle Abnutzuug des Metalles beeinträchtigt wird. Man hat diesem Übelstande bisher nur dadurch begegnen können, daß man Steine von besonderer Härte, beispielsweise Rubine, Granate, einsetzte, deren Preis, sobald die Uhren größere Abmessungen erhielten, dieselben unverwendbar gemacht hat. So ist es beispielsweise unmöglich gewesen, Steine für Pendeluhren, Zählwerke oder im allgemeinen für die Bewegungsteile der Uhren zu verwenden, welche einen größeren Umfang besitzen und dabei wohlfeil hergestellt werden müssen.
Dieser Mißstand wird nach der Erfindung dadurch behoben, daß nach derselben Uhrteile hergestellt werden, deren Zapfenlochumgebungen durch ein besonderes Preßverfahren eine starke Härtung erfahren haben, so daß sie an der Stelle, wo Achsen durch die betreffenden Teile hindurchgehen, ein besonders gedrängtes Gefüge zeigen. Es ist jedoch ein wesentlicher Vorzug der nach Art der Erfindung gefertigten Produkte, daß die Härtung infolge der besonderen Eigenart der Bearbeitungsweise sich stets nur auf die nächstliegende Umgebung der Zapfenlöcher erstreckt, während im übrigen die Platten oder sonstigen Uhrteile in bezug auf ihre innere Beschaffenheit unverändert bleiben.
Zur Erzielung der gehärteten Zapfenlocheinfassungen nach der Erfindung wird zunächst mittels eines Spiralbohrers oder einer Stanze das Zapfenloch A1 (Fig. 2) gebohrt. Hierauf wird die Platte auf den Tisch einer Presse B gelegt. In dieser ist eine Patrize C aus Stahl eingeschraubt, welche an ihrer Oberfläche in der Mitte einen durchgehenden Stift D trägt, der ebenfalls aus Stahl hergestellt und in einem gewissen Abstand von 55 ■ einer kreisförmigen Erhöhung C1 umgeben ist.
Der bewegliche Teil der Presse ist mit einem stählernen Stempel oder einer Matrize E versehen, in welcher eine Öffnung E1 von gleichem Durchmesser wie der Stift D eingebohrt ist (Fig. 3). Nachdem die Platte (Fig. 2 und 3) derart auf den Tisch aufgelegt ist, daß der Stift D in das Loch A1 eindringt, läßt man die Stanze einen Stoß ausführen. Der Stempel E wird hierauf sehr stark auf die Platte aufschlagen und das Metall rings um das Loch Ay kräftig zusammenpressen. Zu gleicher Zeit wird sich die kreisförmige Erhöhung C1 in die Platte
eindrängen und so eine Begrenzung· der Druckwirkung an der Unterseite des Metalls hervorrufen (Fig. 4).
Die Platte A hat nun die in Fig. 5 dargestellte Form erhalten, d. h. eine den bisher bekannten Uhrzapflocheinfassungen (vgl. Fig. ι) ähnliche Gestalt, deren zwischen dem Loch ^4' und der kranzförmigen Rille C2 eingeschlossener Teil jedoch ein außerordentlich stark zusammengepreßtes Gefüge zeigt und infolgedessen der Abnutzung einen weit größeren Widerstand entgegensetzt als bisher.
Um zu erzielen, daß der Druck des Stempels E stets in gleicher Weise und genau zentrischer Richtung auf das Plättchen A ausgeübt wird, ist die Platte F der Presse, auf welcher sie der Stanzwirkung unterworfen wird, am besten an dem unteren Teil mit vier fußartigen Führungen G versehen, welche in entsprechenden tiefen Löchern des Tisches B Führung finden (Fig. 6).
Selbstverständlich kann die Zahl und Anordnung der Stifte und Stempel derart verändert werden, daß gleichzeitig alle Löcher einer Uhrplatte durch ein einziges Niedergehen des Stempels ihre Härtung erfahren. Auch kann man die Einfassung der Löcher bereits vor ihrer Durchbohrung härten.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Zapfenlager für Uhren und ähnliche Triebwerke, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Aufnahme von Zapfen dienenden Stellen der Platten in der Umgebung der Zapfenlöcher mechanisch gehärtet sind.
2. Ausführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine der Ölsenkung des Zapfenloches entsprechende gebohrte Matrize (E) und eine mit einem in diese Öffnung passenden Dorn (D) versehene Patrize (C) die um das Loch herum gelegenen Metallteile durch Pressung stark verdichtet werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Preß wirkung der Stanze durch einen das Loch in einem entsprechenden Abstande umgebenden kreisförmigen Vorsprung (C1) des Patrizenstempels (C) begrenzt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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