DE200810C - - Google Patents
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G04—HOROLOGY
- G04D—APPARATUS OR TOOLS SPECIALLY DESIGNED FOR MAKING OR MAINTAINING CLOCKS OR WATCHES
- G04D3/00—Watchmakers' or watch-repairers' machines or tools for working materials
- G04D3/0002—Watchmakers' or watch-repairers' machines or tools for working materials for mechanical working other than with a lathe
- G04D3/0056—Watchmakers' or watch-repairers' machines or tools for working materials for mechanical working other than with a lathe for bearing components
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- Punching Or Piercing (AREA)
- Straightening Metal Sheet-Like Bodies (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■-\M2Ö08i0 ~
KLASSE 83 c. GRUPPE
CLAUDE GRIVOLAS Tils in PARIS.
Die Zapfenlöcher für die Bewegungsteile in den Uhren sowie bei Zählwerken, Kontrollkassen
und ähnlichen Vorrichtungen wurden bisher dadurch erhalten, daß man die
gewöhnlich aus Messing hergestellten Metallplatten, welche als Lager für die Achsen
dienen, derart durchbohrte, daß dieselben an einer Seite eine halbkugelförmige Ausfräsung
zeigen, welche dazu bestimmt ist, eine kleine
ίο Menge Schmiermaterial aufzunehmen. Mit Rücksicht auf die geringe Härte des verwendeten
Metalles hat dieses Verfahren einen wesentlichen Mißstand gezeigt, welcher hauptsächlich
darin besteht, daß die Löcher schnell oval ausgeschliffen werden und infolgedessen
die zentrische Lage der Achsen durch die außerordentlich schnelle Abnutzuug des Metalles
beeinträchtigt wird. Man hat diesem Übelstande bisher nur dadurch begegnen können, daß man Steine von besonderer
Härte, beispielsweise Rubine, Granate, einsetzte, deren Preis, sobald die Uhren größere
Abmessungen erhielten, dieselben unverwendbar gemacht hat. So ist es beispielsweise
unmöglich gewesen, Steine für Pendeluhren, Zählwerke oder im allgemeinen für die Bewegungsteile
der Uhren zu verwenden, welche einen größeren Umfang besitzen und dabei wohlfeil hergestellt werden müssen.
Dieser Mißstand wird nach der Erfindung dadurch behoben, daß nach derselben Uhrteile
hergestellt werden, deren Zapfenlochumgebungen durch ein besonderes Preßverfahren
eine starke Härtung erfahren haben, so daß sie an der Stelle, wo Achsen durch die betreffenden
Teile hindurchgehen, ein besonders gedrängtes Gefüge zeigen. Es ist jedoch ein wesentlicher Vorzug der nach Art der Erfindung
gefertigten Produkte, daß die Härtung infolge der besonderen Eigenart der Bearbeitungsweise
sich stets nur auf die nächstliegende Umgebung der Zapfenlöcher erstreckt, während im übrigen die Platten oder sonstigen
Uhrteile in bezug auf ihre innere Beschaffenheit unverändert bleiben.
Zur Erzielung der gehärteten Zapfenlocheinfassungen nach der Erfindung wird zunächst
mittels eines Spiralbohrers oder einer Stanze das Zapfenloch A1 (Fig. 2) gebohrt.
Hierauf wird die Platte auf den Tisch einer Presse B gelegt. In dieser ist eine Patrize C
aus Stahl eingeschraubt, welche an ihrer Oberfläche in der Mitte einen durchgehenden
Stift D trägt, der ebenfalls aus Stahl hergestellt und in einem gewissen Abstand von 55 ■
einer kreisförmigen Erhöhung C1 umgeben ist.
Der bewegliche Teil der Presse ist mit einem stählernen Stempel oder einer Matrize E
versehen, in welcher eine Öffnung E1 von gleichem Durchmesser wie der Stift D eingebohrt
ist (Fig. 3). Nachdem die Platte (Fig. 2 und 3) derart auf den Tisch aufgelegt ist, daß der Stift D in das Loch A1 eindringt,
läßt man die Stanze einen Stoß ausführen. Der Stempel E wird hierauf sehr
stark auf die Platte aufschlagen und das Metall rings um das Loch Ay kräftig zusammenpressen. Zu gleicher Zeit wird sich
die kreisförmige Erhöhung C1 in die Platte
eindrängen und so eine Begrenzung· der Druckwirkung an der Unterseite des Metalls
hervorrufen (Fig. 4).
Die Platte A hat nun die in Fig. 5 dargestellte Form erhalten, d. h. eine den bisher
bekannten Uhrzapflocheinfassungen (vgl. Fig. ι) ähnliche Gestalt, deren zwischen dem Loch ^4'
und der kranzförmigen Rille C2 eingeschlossener Teil jedoch ein außerordentlich stark zusammengepreßtes
Gefüge zeigt und infolgedessen der Abnutzung einen weit größeren Widerstand entgegensetzt als bisher.
Um zu erzielen, daß der Druck des Stempels E stets in gleicher Weise und genau
zentrischer Richtung auf das Plättchen A ausgeübt wird, ist die Platte F der Presse, auf
welcher sie der Stanzwirkung unterworfen wird, am besten an dem unteren Teil mit
vier fußartigen Führungen G versehen, welche in entsprechenden tiefen Löchern des Tisches B
Führung finden (Fig. 6).
Selbstverständlich kann die Zahl und Anordnung der Stifte und Stempel derart verändert werden, daß gleichzeitig alle Löcher
einer Uhrplatte durch ein einziges Niedergehen des Stempels ihre Härtung erfahren.
Auch kann man die Einfassung der Löcher bereits vor ihrer Durchbohrung härten.
Claims (3)
1. Zapfenlager für Uhren und ähnliche Triebwerke, dadurch gekennzeichnet, daß
die zur Aufnahme von Zapfen dienenden Stellen der Platten in der Umgebung der Zapfenlöcher mechanisch gehärtet sind.
2. Ausführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine der
Ölsenkung des Zapfenloches entsprechende gebohrte Matrize (E) und eine mit einem
in diese Öffnung passenden Dorn (D) versehene Patrize (C) die um das Loch herum
gelegenen Metallteile durch Pressung stark verdichtet werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Preß wirkung
der Stanze durch einen das Loch in einem entsprechenden Abstande umgebenden
kreisförmigen Vorsprung (C1) des Patrizenstempels (C) begrenzt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE200810C true DE200810C (de) |
Family
ID=463417
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT200810D Active DE200810C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE200810C (de) |
-
0
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