Beschreibung
Armlehne mit beweglicher Armauflage, insbesondere für Fahrzeuge
Die Erfindung betrifft eine Armlehne mit in Längsrichtung beweglicher Armauflage, die insbesondere zwischen den Vordersitzen im Bereich der Mittelkonsole von Personenkraftwagen einsetzbar ist.
Aus der DE 199 15 469 A1 ist eine Armlehne für einen Sitz bekannt, die an einer Basiseinrichtung vorgesehen ist, die um eine sitzfeste Schwenkachse verschwenkbar ist. Zur Verstellung der Armlehne in Längsrichtung weist die Basiseinrichtung eine Linearführung auf, die aus einem Paar Führungsstangen, die parallel beabstandet zueinander angeordnet sind, und zwei Buchsen, die die Lagerstelle der Armlehne bilden, bestehen. Die Führungsstangen sind mit Gleitsitztoleranz in der Lagerstelle geführt. Der Nachteil dieser Lösung besteht darin, daß die Armlehne frei hin- und herbewegbar ist und nicht in einer für den Fahrer bevorzugten Stellung arretierbar ist. Der Fahrer bzw. Bediener muß die Armlehne verstellen. Bei Bremsmanövern kann es vorkommen, daß sich die Armlehne von selbst verstellt, wodurch die Aufmerksamkeit des Fahrers im Straßenverkehr beeinträchtigt wird.
In der DE 198 46 030 C1 ist eine Armlehne mit einem längsverstellbaren Armauflageelement beschrieben. Dieses überdeckt einen Schlitten, der verschiebbar an einem Grundkörper der Armlehne gelagert ist. Das Armauflageelement ist zumindest in einem Teilbereich biegbar ausgebildet, so daß beim Verschieben des Schlittens nach vorn oder nach hinten sich das Armauflageelement entsprechend verlängern kann. Je nach eingestellter Schlittenlänge wandert die nicht benötigte Länge des Armauflageelementes unsichtbar unter den Schlitten.
Diese Lösung ist in ihrer Herstellung sehr aufwendig und kostenintensiv. Außerdem muß der Fahrer bzw. Bediener die Verstellung des Schlittens selbst vornehmen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Armlehne mit beweglicher Armauflage, insbesondere für Fahrzeuge, zu schaffen, die sich durch einen einfachen und sicheren Verstellmechanismus für die Linearbewegung auszeichnet, einen geringen Bedienungsaufwand erfordert und in der Benutzungslage die gewählte Stellung beibehält.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Geeignete Ausgestaltungsvarianten sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 12. Die Führungsstangen sind in den dazugehörigen Führungen linearbeweglich angeordnet und mit dem Auflageelement fest verbunden. Dieses ist der Kontur der Armlehne angepaßt und mit der eigentlichen Armauflage als Polsterung oder dgl. verbunden. Die Führungsstangen stehen mit einer Einstell- und Bremsvorrichtung in Verbindung. Im Entlastungszustand der Armauflage sind die Führungsstangen in den Führungen in Längsrichtung verschiebbar. Der Fahrer bzw. Bediener kann die Armauflage problemlos in die von ihm gewünschte Stellung verschieben. Legt er den Arm auf die Armauflage (Belastungszustand), so wird selbsttätig eine Bremswirkung ausgelöst und die Armauflage ist in der jeweiligen Position arretiert. Nach einer entsprechenden Entlastung der Armauflage kann diese dann wieder in eine andere Stellung verschoben werden. Die Einstell- und Bremsvorrichtung ist wie folgt ausgebildet. Die Führungen, in denen die Führungsstangen linearbeweglich geführt sind, sind in jeweils einem Hebel angeordnet. Die Hebel sind in getrennten Lagerböcken einer gemeinsamen Grundplatte drehbar aufgenommen und mittels Federn unabhängig voneinander gegen einen Anschlag gedrückt. Dadurch werden die in den Hebeln gelagerten Führungsstangen um einige mm nach oben bewegt, so daß zwischen der Grundplatte und den unteren Stirnseiten der Armauflage bzw. des mit diesem verbundenen Auflageelementes ein entsprechender Spalt bzw. Freiraum gebildet wird. Die Lagerböcke sind symmetrisch zur Längsachse parallel beabstandet zueinander angeordnet und weisen jeweils an ihrer nach innen gerichteten Längsseite eine drehgelenkige Halterung mit einer Drehachse zur Aufnahme des jeweiligen Hebels auf. Jeder Hebel besitzt einen kurzen nach unten abgewinkelten Abschnitt und einen parallel zu Oberseite des Lagerbockes verlaufenden Abschnitt. Die Drehachse befindet sich im Abwinkelungsbereich zwischen diesen beiden Abschnitten. Am Ende des kurzen nach unten abgewinkelten Abschnittes der Hebel befinden sich zwei beabstandete Backen, die eine in der vertikalen Ebene liegende Reibfläche aufweisen, die als Bremsbelag ausgebildet ist. Das mit den Führungsstangen, die im Endbereich des parallel zur Oberseite des Lagerbockes verlaufenden Hebelabschnittes geführt sind, verbundene Auflageelement besitzt eine längliche als Profil ausgebildete Führung, die sich in Einbaulage in Längsrichtung zwischen den beiden Lagerböcken befindet, unter Einhaltung eines ausreichenden Führungsspiels. Im Belastungszustand der Armauflage werden die Bremsbacken der Hebelarme gegen das Führungsprofil des Auflageelementes gedrückt und bewirken die bereits erwähnte Arretierung der Führungsstangen. Im Entlastungszustand werden die Bremsbacken durch die unter Federwirkung stehenden Hebel zurückbewegt, bis zum Anschlag an der Innenseite der Lagerböcke. Die Bremswirkung wird dadurch aufgehoben und die
an den Führungsstangen befestigte Armauflage kann wieder in Längsrichtung verschoben werden. Um im Entlastungszustand eine ungewollte Bewegung der Armauflage zu verhindern, sind zwischen der Grundplatte und dem Führungsprofil eine oder mehrere Formfedern angeordnet. Zum Verschieben der Armauflage in die vom Bediener gewünschte Stellung muß dieser lediglich mit geringem Kraftaufwand die Vorspannung dieser Federn überwinden.
Die vorgeschlagene Armlehne zeichnet sich durch einen einfachen Aufbau aus und läßt sich kostengünstig herstellen. Sie kann an verschiedenen Stellen eines Fahrzeuges einfach und schnell montiert werden, &zgr;. &Bgr; an einer schwenkbaren Armlehnenhalterung zwischen den Sitzen oder an der Mittelkonsole im Bereich der Vordersitze.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden. In der
zugehörigen Zeichnung zeigen
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Fig. 1 die Armlehne als Draufsicht,
Fig. 2 die Grundplatte der Armlehne mit dem Verstellmechanismus in perspektivischer Darstellung,
Fig. 3 einen Schnitt gemäß der Linie A-A in Fig. 1, Fig. 4 einen Schnitt gemäß der Linie B-B in Fig. 1, Fig. 5 einen Schnitt gemäß der Linie C-C in Fig. 1 und Fig. 6 einen Schnitt gemäß der Linie D-D in Fig. 1.
Die Armlehne besteht aus einer Grundplatte 1, die z. B. an einem schwenkbaren Armlehnenträger befestigt ist oder im Bereich der Vordersitze eines Personenkraftwagens fest mit der Mittel konsole verbunden ist. Wie insbesondere aus der Fig. hervorgeht, sind auf der Grundplatte 1 symmetrisch zur Längsachse zwei identische Lagerböcke 2 parallel zueinander beabstandet angeordnet. Die Lagerböcke 2 und die Grundplatte 1 können als einteiliges Bauteil ausgeführt sein. Die Lagerböcke 2 besitzen an der nach innen gerichteten Längsseite eine drehgelenkige Halterung 3 mit einer Drehachse 3a zur Aufnahme jeweils eines Hebels 4, mit einem kurzen nach unten abgebogenen Abschnitt 4a und einem parallel zur Oberseite des Lagerbockes 2 verlaufenden Abschnitt 4b. Im mittleren Bereich der Halterung 3 ist eine Feder 5 angeordnet, mittels derer der Abschnitt 4b des Hebels 4 soweit nach oben in Pfeilrichtung gedrückt wird, bis der Abschnitt 4a des Hebels 4 an die Innenseite 2a des Lagerbockes 2 anschlägt. Der abgebogene Abschnitt 4a der Hebel 4 besitzt an seinem Ende zwei Backen 4c mit einer in der vertikalen Ebene liegenden Reibfläche 4d, die mit einem geeigneten Belag versehen sind. Auf die Wirkungsweise dieser Reibflächen
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wird an anderer Stelle noch gesondert eingegangen. An den nach außen gerichteten Enden der Abschnitte 4b der Hebelarme 4 befinden sich Führungen 6 zur formschlüssigen Aufnahme von je einer linearbeweglichen Führungsstange 7. Die beiden in der Längsachse beweglichen Führungsstangen 7 besitzen zwei nicht näher dargestellte Anschläge zur Begrenzung der Axialbewegung. Die beiden symmetrisch angeordneten Führungsstangen 7 können in einem Bereich von 80 bis 90 mm, dem Einstellbereich der Armauflage, verschoben werden. An den beiden Führungsstangen 7 ist das Auflageelement 9 für die eigentliche Armauflage 10 befestigt, z. B. durch eine an sich bekannte verrastbare Schnappverbindung. Das Auflageelement 9 besitzt mittig ein längliches schmales Führungsprofil 9a, das sich über die gesamte Länge der Grundplatte 1 erstreckt und im aufgesetzten Zustand des Auflageelementes 9 sich mit einem geringen Spiel zwischen den Backen 4c der beiden Hebel 4 befindet. Durch diese Führung des Auflageelementes 9 wird auch bei einer seitlichen Belastung der Armlehne bzw. der Armaufiage eine mittige Lage des Auflageelementes 9 gewährleistet. An der vorderen Seite der Grundplatte 1 ist eine Aussparung bzw. Führungsnut 12 für das Führungsprofil 9a des Auflageelementes 9 angeordnet, um für dieses eine ungestörte Ausfahrbewegung zu ermöglichen. Auf das Auflageelement 9 wird abschließend noch die gepolsterte Armauflage 10 aufgesetzt. In der Ausgangslage sind die linearbeweglichen Teile der Armlehne durch eine oder mehrere Formfedern 13, die zwischen der Grundplatte 1 und dem Führungsprofil 9a des Auflageelementes 9 gegen eine unerwünschte Bewegung, z.B. bei Bremsvorgängen des Fahrzeuges, gesichert. Wie in Fig. 6 gezeigt, sind die Formfedern 13 an der Unterseite des Führungsprofils 9a des Auflageelementes 9 befestigt. Durch Überwindung der Vorspannung der Formfedern 13 kann der Bediener die Armauflage 10 in Längsrichtung in die von ihm gewünschte Stellung verschieben, durch eine Linearbewegung der in beiden Führungen 6 geführten Führungsstangen 7. In der Ausgangslage drücken die Federn 5 die Hebelabschnitte 4b nach oben, bis zum Anschlag der Hebelabschnitte 4a an die Innenseite 2a der Lagerböcke 2. Dabei geben die Backen 4c der Hebelabschnitte 4a das Führungsprofil 9a des Auflageelemente 9 frei. In diesem Zustand ist das Auflageelement 9 mit der Armauflage 10 in bezug auf die Grundplatte 1 geringfügig angehoben, z. B. um eine Höhe von 3 mm, wie in den Figuren 3 bis 5 gezeigt. Durch eine geringfügige Belastung der Armauflage 10, z.B. beim Auflegen des Armes, werden die Hebelabschnitte 4b der beiden Hebel 4 gegen die Vorspannung der Federn 5 nach unten und dabei gleichzeitig die Backen 4c mit ihren Reibflächen 4d gegen das Führungsprofil 9a der Auflageelemente 9 gedrückt und dieses in seiner momentanen Position arretiert. Nach einer Entlastung der Armauflage kann diese vom Bediener wieder in eine andere Position längsverschoben werden.