-
Die Erfindung bezieht sich auf einen Röhrchenschreiber, insbesondere
für automatische Zeichenvorrichtungen, bestehend aus einem in eine Schreibröhrchenfassung
übergehenden Zylinderkörper mit einer das Fallgewicht mit Reinigungsdraht aufnehmenden
Innenbohrung, einer auf der Außenwand des Zylinderkörpers vorgesehenen Ausgleichskammer,
die mit der Innenbohrung über eine oder mehrere Radialbohrungen in Verbindung steht,
sowie mit einem Befestigungsgewinde im Bereich der Ausgleichskammer.
-
Bei diesen bekannten Röhrchenschreibern ist der Zylinderkörper in
ein hülsenförmiges Teil eingeschraubt, welches mit dem Befestigungsteil für den
Tuschevorratsraum unlösbar verbunden oder einstückig ausgebildet ist. Um bei Verschmutzung
der Ausgleichskammer eine Reinigung vornehmen zu können, muß der Zylinderkörper
nach vorn herausgeschraubt werden, was sehr schwierig ist, wenn sich die Tuscheausgleichskammer
und auch das Befestigungsgewinde mit Tuscheresten vollgesetzt haben.
-
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Röhrchenschreiber zu schaffen,
bei dem die Tuscheausgleichskammer sehr leicht freigelegt und damit die Reinigung
erleichtert werden kann.
-
Diese Aufgabe wird mit einem Röhrchenschreiber der eingangs erwähnten
Art dadurch gelöst, daß der Zylinderkörper hinten einstückig mit dem Befestigungsteil
für den Tuschevorratsraum ausgebildet ist und daß eine die Ausgleichskammer abdeckende
Hülse von vorn auf das Befestigungsgewinde aufschraubbar ist.
-
Dadurch, daß nur die Ausgleichskammer durch eine derartige Schraubhülse
abgedeckt ist, kann durch einfaches Abschrauben derselben die gewindeförmige Ausgleichskammer
freigelegt und gereinigt werden, ohne daß sich der Abstand des eigentlichen Schreibröhrchens
bzw. des Zylinderkörpers von der Zeichenebene ändert.
-
Vorzugsweise ist oberhalb der Ausgleichskammer eine Ringschulter
vorgesehen, an der die Hülse anliegt. Dadurch wird beim Aufschrauben der Hülse deren
Lage festgelegt und ein dichter Abschluß erzielt.
-
Die Versorgung mit Tusche erfolgt bei dem erfindungsgemäßen Röhrchenschreiber
entweder dadurch, daß hinter der gegebenenfalls mit dem Zentrierring versehenen
Ringschulter eine Tuschepatrone auf einen Befestigungsteil am Zylinderkörper aufgeschoben
wird oder daß auf oder hinter der Ringschulter ein Außengewinde zum Aufschrauben
eines die Tuschkammer bildenden oder aufnehmenden Halterschaftes vorgesehen ist.
Beide Ausführungen sind für Röhrchenschreiber möglich, die für automatische Zeichenvorrichtungen
verwendet werden, aber auch für normale Röhrchenschreiber, die zum Zeichnen von
Hand benutzt werden.
-
Im folgenden soll die Erfindung an Hand von Zeichnungen näher erläutert
werden. Es zeigt F i g. 1 einen teilweisen Längsschnitt durch den erfindungsgemäßen
Röhrchenschreiber mit einer die Ausgleichskammer abdeckenden Hülse und einer Ringschulter
mit Zentrierring, Fig. 2 einen Schnitt analog Fig. 1, wobei jedoch die Ringschulter
ein Gewinde für einen Halterschaft besitzt.
-
Der~ mradèn Fig. 1 und 2 gezeigte Röhrchenschreiber besteht aus einem
Zylinderkörper 2 mit
einer Innenbohrung 4, in der sich das Fallgewicht 6 befindet,
das-am vorderen Ende abgesetzt ist und den ReinigungsdrahtlO hält. Der Zylinderkörper
2 ist an seinem unteren Ende 12, dem Schreibkegel, ebenfalls konisch ausgebildet
und besitzt ein als Ausgleichskammer dienendes Gewinde 14, welches durch Radialbohrungen
16 mit der Innenbohrung 4 in Verbindung steht. Ferner ist im Bereich der Ausgleichskammer
14 ein Außengewinde 13 vorgesehen, so daß eine Hülse 1 mit einem entsprechenden
Innengewinde -auf den Zylinderkörper 2 aufgeschraubt werden kann. Die Hülse 1 läßt
sich nur so weit auf den Zylinderkörper 2 aufschrauben, bis sie an eine Ringschulter
18 bzw. an einen Zwischenring 22 des Zylinderkörpers anstößt.
-
Bei für automatische Zeichenvorrichtungen verwendeten Röhrchenschreibern
ist in diese Ringschulter 18 ein Metnllring20 eingesetzt oder eingespritzt, der
durch Feinbearbeitung genau achsparallel zentriert ist. Vor der Ringschulter 18
kann noch ein Zwischen- oder Farbcodierring 22 angeordntet sein.
-
Das hintere Ende des Zylinderkörpers 2 öffnet sich in die Haupttuschkammer,
beispielsweise in eine Tuschepatrone 28, die auf ein zylinderförmiges Befestigungsteil
26 aufgesetzt ist. Um ein Herausfallen des Fallgewichtes 6 zu verhindern, kann die
Öffnung der Zylinderbohrung durch einen Ring 24 verengt sein, dessen Innendurchmesser
kleiner als der Außendurchmesser des Fallgewichtes ist.
-
Gegebenenfalls kann hinter der Ringschulter auf einem Befestigungsteil
oder wie bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform auf der Ringschulter 18 selbst
noch ein Außengewinde 32 vorgesehen sein, um zu einen für übliche Handgeräte erforderlichen
Schaft aufzuschrauben. Falls ein derartiger Schaft vorhanden ist, ist es nicht unbedingt
erforderlich, eine Tuschpatrone 28 vorzusehen, sofern man den Schaft als Tuschkammer
ausbildet.
-
Im vorderen Bereich der Innenbohrung 4 des Zylinderkörpers 2 ist
eine Schulter 34 eingelassen, die als Sitz für eine Feder 36 dient, die sich wiederum
am vorderen abgesetzten Teil 8 des Fallgewichtes 6 abstützt. Durch diese Feder3o-wird
das Fallgewicht so weit nach hinten gedrückt, daß die Spitze des Reinigungsdrahtes
10 nicht aus dem Schreibröhrchen 38, das nach hinten in einen Metallschuh 40 übergeht,
herausragt. Nur durch das bei automatischen Zeichenvorrichtungen übliche Abfallenlassen
oder heftige Aufsetzen des Schreibgerätes wird das Fallgewicht 6 so weit nach vorn
gedrückt, daß der Reinigungsdraht bis auf die Zeichenfolie vorgeschoben wird, um
dann unmittelbar wieder nach oben geschoben zu werden.
-
Bei von Hand zu betätigenden Röhrchenschreibern wird die Feder 36
vorzugsweise weggelassen.