2010
1 2
Die Erfindung bezieht sich auf einen Röhrchen- einer Innenbohrung 4, in der sich das Fallgewicht 6
schreiber, insbesondere für automatische Zeichen- befindet, das am vorderen Ende abgesetzt ist und
vorrichtungen, bestehend aus einem in eine Schreib- den Reinigungsdraht 10 hält. Der Zylinderkörper 2
röhrchenfassung übergehenden ZyUnderkörper mit ist an seinem unteren Ende 12, dem Schreibkegel,
einer das Fallgewicht mit Reinigungsdraht aufneh- 5 ebenfalls konisch ausgebildet und besitzt ein als
menden Innenbohrung, einer auf der Außenwand des Ausgleichskammer dienendes Gewinde 14, welches
Zylinderkörpers vorgesehenen Ausgleichskammer, durch Radialbohrungen 16 mit der Innenbohrung 4
die mit der Inner.bohrung über eine oder mehrere in Verbindung steht. Femer ist im Bereich der Aus-Radialbohrungen
in Verbindung steht, sowie mit gleichskammer 14 ein Außengewinde 13 vorgesehen, einem Befestigungsgewinde im Bereich der Aus- io so daß eine Hülse 1 mit einem entsprechenden Innengleichskammer.
gewinde auf den Zylinderkörper 2 aufgeschraubt
Bei diesen bekannten Röhrchenschreibern ist der werden kann. Die Hülse 1 läßt sich nur so weit auf
Zylinderkörper in ein hülsenförmiges Teil einge- den Zylinderkörper 2 aufschrauben, bis sie an eine
schraubt, welches mit dem Befestigungsteil für den Ringschulter 18 bzw. an einen Zwischenring 22 des
Tuschevorratsraum unlösbar verbunden oder ein- 15 Zylindarkörpers anstößt.
stückig ausgebildet ist. Um bei Verschmutzung der Bei für automatische Zeichenvorrichtungen ver-Ausgleichskammer
eine Reinigung vornehmen zu wendeten Röhrchenschreibern ist in diese Ringkönnen,
muß der Zylinderkörper nach vorn heraus- schulter 18 ein Metallring 20 eingesetzt oder eingegeschraubt
werden, was sehr schwierig ist, wenn sich spritzt, der durch Feinbearbeitung genau achsparallel
die Tuscheausgleichskammer und auch das Befesti- ao zentriert ist. Vor der Ringschulter 18 kann noch ein
gungsgewinde mit Tuscheresten vollgesetzt haben. Zwischen- oder Farbcodierring 22 angeordntet sein.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Röhr- Das hintere Ende des Zylinderkörpers 2 öffnet sich
chenschreiber zu schaffen, bei dem die Tuscheaus- in die Haupiaischkammer, beispielsweise in eine
gleichskammer sehr leicht freigelegt und damit die Tuschepatrone 28, die auf ein zylinderförmiges
Reinigung erleichtert werden kann. 25 Befestigungsteil 26 aufgesetzt ist. Um ein Heraus-
Diese Aufgabe wird mit einem Röhrchenschreiber fallen des Fallgewichtes 6 zu verhindern, kann die
der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst, daß der Öffnung der Zylinderbohrung durch einen Ring 24
Zylinderkörper hinten einstückig mit dem Befesti- verengt sein, dessen Innendurchmesser kleiner als
gungsteil für den Tuschevorra'sraum ausgebildet ist der Außendurchmesser des Fallgewichtes ist.
und daß eine die Ausgleichskammer abdeckende 30 Gegebenenfalls kann hinter der Ringschulter auf
Hülse von vorn auf das Befestigungsgewinde auf- einem Befestigungsteil oder wie bei der in Fig. 2
schraubbar ist. gezeigten Ausführungsform auf der Ringschulter 18
Dadurch, daß nur die Ausgleichskammer durch selbst noch ein Außengewinde 32 vorgesehen sein,
eine derartige Schraubhülse abgedeckt ist, kann um einen für übliche Handgeräte erforderlichen
durch einfaches Abschrauben derselben die gewinde- 35 Schaft aufzuschrauben. Faih ein derartiger Schaft
förmige Ausgleichskammer freigelegt und gereinigt vorhanden ist, ist es nicht unbedingt erforderlich,
werden, ohne daß sich der Abstand des eigentlichen eine Tuschpatrone 28 vorzusehen, sofern man den
Schreibröhrchens bzw. des Zylinderkörpers von der Schaft als Tuschkammer ausbildet.
Zeichenebene ändert. Im vorderen Bereich der Innenbohrung 4 des
Vorzugsweise ist oberhalb der Ausgleichskammer 40 Zylinderkörpers 2 ist eine Schulter 34 eingelassen,
eine Ringschulter vorgesehen, an der die Hülse an- die als Sitz für eine Feder 36 dient, die sich wiederum
liegt. Dadurch wird beim Aufschrauben der Hülse am vorderen abgesetzten Teil 8 des Fallgewichtes 6
deren Lage festgelegt und ein dichter Abschluß er- abstützt. Durch diese Feder 36 wird das Fallgewicht
zielt. so weit nach hinten gedrückt, daß die Spitze des
Die Versorgung mit Tusche erfolgt bei dem erfin- 45 Reinigungsdrahtes 10 nicht aus dem Schreibröhrchen
dungsgemäßen Röhrchenschreiber entweder dadurch, 38, das nach hinten in einen Metallschuh 40 übeigeht,
daß hinter der gegebenenfalls mit dem Zentrierring herausragt. Nur durch das bei automatischen Zeichenversehenen
Ringschulter eine Tuschepatrone auf vorrichtungen übliche Abfallenlassen oder heftige
einen Befestigungsteil am Zylinderkörper aufge- Aufsetzen des Schreibgerätes wird das Fallgewicht 6
schoben wird oder daß auf oder hinter der Ring- 5° so weit nach vorn gedrückt, daß der Reinigungsdraht
schulter ein Außengewinde zum Aufschrauben eines bis auf die Zeichenfolie vorgeschoben wird, um dann
die Tuschkammer bildenden oder aufnehmenden unmittelbar wieder nach oben geschoben zu werden.
Halterschaftcs vorgesehen ist. Beide Ausführungen Bei von Hand zu betätigenden Röhrchenschreibern
sind für Röhrchenschreiber möglich, die für auto- wird die Feder 36 vorzugsweise weggelassen.
matische Zeichenvorrichtungen verwendet werden, 5S
aber auch für normale Röhrchenschreiber, die zum Patentansprüche:
Zeichnen von Hand benutzt werden.
Im folgenden soll die Erfindung an Hand von 1. Rohrchenschreiber, insbesondere für autoZeichnungen näher erläutert werden. Es zeigt matische Zeichenvorrichtungen, bestehend aus
F i g. 1 einen teilweisen Längsschnitt durch den 60 einem in eine Sehreibröhrchenfassung Ubergehen-
erfindungsgemüßen Röhrchenschreiber mit einer die den Zylinderkörper mit einer das Fallgewicht mit
Ausgleiehskunimer abdeckenden Hülse und einer . Rcinigungsdraht aufnehmenden Innenbohrung,
Ringschulter mit Zentrierring, einer auf der Außenwand des Zylinderkörpers
Fig. 2 einen Schnitt analog Fig. I, wobei jedoch vorgesehenen Ausglciehskummer, die mit der
die Ringscliulter ein Gewinde für einen Halterschaft «s Innenholming über eine oder mehrere Radial-
bcsii/t. bohrungen in Verbindung steht, sowie mit einem
Der in den Fig. I und 2 gezeigte Röhrchen- Befestigungsgewinde im Bereich der Ausgleichs-
•nliräbci besieht aus einem Zylinderkörper 2 mit kammer, dadurch gekennzeichnet, daß
der Zylinderkörper (2) hinten einstückig mit dem Befestigungsteil (26) für den Tuschevorratsraum
(28) ausgebildet ist und daß eine die Ausgleichskammer (14) abdeckende Hülse (1) von vorn auf
das Befestigungsgewinde (13) aufschraubbar ist.