DE2014509C3 - Verfahren zur Herstellung eines epitaktisch gewachsenen Films aus einer halbleitenden A tief III B tief V -Verbindung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines epitaktisch gewachsenen Films aus einer halbleitenden A tief III B tief V -VerbindungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Die typischen Halbleiter Silicium und Germanium bilden Kristalle mit Diamant-Struktur. Auf Grund
kristallographischer Untersuchungen werden Halbleiterstücke
mit Hauptflächen in der (lll)-Ebene für Trägermaterialien in de r Halbleitertechnik verwendet.
Silicium- oder Gernunium-Trägermateriilien mit
einer (lll)-Ebene in den Hauptflächen werden besonders
zum epitaktisch'en Aufwachsen eines Verbindungshalbleiters, wie Galliumarsenid, welches eine
Struktur vom Zinkblendetyp aufweist, auf diese Flächen verwendet.
Jedoch kann ein solcher Einkristall eines Verbindungshalbleiters, wie Galliumarsenid, jeweils zwei
Orientierungszustände annehmen. In dem einen Zustand liegen Galliumatome an der (lll)-Fläche frei
(eine solche Fläche wird nachstehend als Fläche vom Α-Typ bezeichnet), während im anderen Zustand
Arsenatome an der (lll)-Fläche freigelegt sind (eine
solche Oberfläche wird nachstehend als B-Typ-Flächc bezeichnet), und die Eigenschaften des Einkristalls
variieren beträchtlich in Abhängigkeit vom jeweiligen Zustand der Oberfläche. Insbesondere ist die Fläche
vom Α-Typ chemisch reaktionsträger als diejenige vom B-Typ. Daher wird die weniger aktive A-Fläche
ausschließlich in der Halbleitertechnik verwendet.
Wenn ein Galliumarsenid-Einkristall auf einen Germaniumträger epitaktisch aufwachsen soll, ist jedoch
nicht entschieden, in welcher Richtung der Einkristall wächst. Ob eine Oberfläche vom Α-Typ oder
B-Typ erhalten wird, hängt nämlich vom Obernächenzustand des Trägermaterials ab. Demgemäß fehlte
üblichen Halbleitereinrichtungen, welche Oberflächen enthalten, die durch epitaktisches Aufwachsen hergestellt
wurden, die Gleichförmigkeit in den Charak-Es sind Aufwachsungen aus Galliumarsenid auf
nicht dotiertes Germanium bekannt. Dabei findet ein relativ willkürliches Wachstum stau, ohne daß die
Möglichkeit besteht, die Wachstumsrichtung zu beeinflussen. Ferner soll bei diesen Aufwachsungen das
Wachstum durch Fremdsubstanzen gestört werden.
Der Aufsatz von J. A. Amick in »RCA Review«,
Bd. 24 (Dez. 1963), S. 555 bis 573, befaßt sich mit der Orientierung von GaAs-Auf wachsungen auf
dotiertem Ge-Subsirat aus der Gasphase. Dabei wird mitgeteilt, daß mit der benutzten Apparatur jeweils
GaAs-Aufwachsungen mit Arsenoberfläche erhalten wurden. Als mögliche Gründe werden die höhere
Löslichkeit von Gallium in Germanium und der höhere Dampfdruck von Arsen sowie dessen höhere
Diffusionskonstante in Germanium angeführt. Ferner wird berichtet, daß Züchtungsversuche anderer Autoren
zu unterschiedlichen Ergebnissen geführt haben, wonach Amick zur Vermutung kommt, daß die Polarität
einer GaAs-Epitaxialschicht auf Germanium von den anwesenden chemischen Verbindungen und
ihren Konzentrationen oder von der Reinheit der Substratoberfläche abhängt.
In der DT-AS 1 286 645 ist eine Tunneltriode beschrieben, bei der sich auf einem einkristallinen
Germanium- oder Siliciumgrundkörper vom p-Leitungstyp eine epitaktische GaAs-Schicht befindet, die
ebenfalls vom p-Leitungstyp aber bis über die Entartungskonzentration dotiert ist, bei der über dieser
GaAs-Schicht eine weitere bis über die Entartungskonzentration dotierte epitaktische GaAs-Schicht angeordnet
ist, die den entgegengesetzten Leitungstyp besitzt, und bei der sich auf der anderen Seite des
Garmanium- oder Siliciumgrundkörpers ein nicht tunnelnder pn-übergang befindet. Dabei soll beispielsweise
die p-Leitung des Germaniumgrundkörpers durch einen Gehalt an Bor, Aluminium, Gallium
oder Indium hervorgerufen sein. Vorteilhaft soll der einkristalline Halbleitergrundkörper aus Germanium
bestehen und mit Arsen bis zu einer Störstellendichte N = 10ie.cm3 dotiert sein. Über die Orientierung der
Grundkörperoberfläche und die Aufwachsrichtung der Galliumarsenidschicht ist keine Aussage getroffen.
Ferner ist in der DT-AS 1 263 934 ein Halbleiterbauelement mit drei Zonen aus verschiedenen, in der
kristallographischen [lll]-Richtung aneinandergrenzenden
Halbleitersubstanzen bekannt, bei dem die drei Zonen den gleichen Leitfähigkeitstyp haben.
Dieses Halbleiterbauelement soll beispielsweise in der Weise hergestellt werden, daß auf Galliumarsenid
vom n-Leitfähigkeitstyp in Form eines Einkristalls mit einer Dotierungskonzentration in der Größenordnung
von 10" bis 10iecm/3 eine Schicht n-leitenden
Germaniums vorzugsweise durch einen epitaktischen Aufdampfungsprozeß auf die Oberfläche mit
der Orientierung (Hl)-A des Substrats aus Galliumarsenid aufgebracht wird, wobei das η-leitende Germanium
ebenfalls eine Dotierung in der Größenordnung von 1014 bis 10ie/cm3 aufweist. Auf die Germaniumschicht
wird eine Schicht η-leitenden GaI-liumarsenids mit ungefähr dem gleichen Dotierungsgehalt aufgedampft, wodurch der gewünschte Ge-GaAs-Übergang
in der Orientierung (Hl)-B entsteht. Worauf die genannte Orientierung des Übergangs
zurückzuführen ist, ist nicht erläutert.
In dem »Journal o. t. Electrocherr. Soc«, März
1967, S. 64 C, wird über epitaktisches Aufwachsen
von Galliumarsenid aut Germanium bei einer Temperatur
von 475° C berichtet. Ein Eindiffundieren von Arsen in das Germanium unter Bildung einer
dünnen η-Schicht in dsm Germanium wird dadurch unterdrückt, daß das Germanium vorher eine starke
p-Dotierung seiner Oberfläche erhält.
Schließlich ist es aus dem Aufsatz »Tunneldioden« von Gremmelmaier auf den S. 132 bis 149 des
Buches »Physikertagung Wiesbaden«, Phys. Verlag, 1961, bekannt, daß das Ausgangsmaterial für die
Herstellung einer Tunneldiode ausreichend hoch dotiert sein muß und das Elektrodenmaterial in dem
Halbleiter so weit löslich sein muß, daß es in der rekristallisierten Halbleiterschicht unter der Elektrode
eine entsprechend hohe Konzentration von Ladungsträgern entgegengesetzten Typs erzeugen kann. Gemäß
den Ausführungen in diesem Aufsatz sei die obere Grenze der Dotierung im wesentlichen durch
die Löjlichkeits Verhältnisse der Dotierungssubstanzen in dem Halbleiter bestimmt. Gebräuchliche Stör- ao
steHenkonzentrationen in Tunneldioden aus Ge, Si und GaAs seien in dem Bereich zwischen einigen
1018 und 1020/cm3 gelegen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren gemäß dem Oberbegrüf des Patentan- *5
Spruchs 1 zu schaffen, das stets den gewünschten Typ der Oberfläche des epitaktisch gewachsenen Films
erhalten läßt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen
Mitteln gelöst.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird zur Herstellung eines Galliumarsenid-Einkristallfilms
ein Substrat aus Germanium verwendet, das mit Arsen oder Gallium in einer Oberflächenkonzentration
in der Größenordnung von 1020 Atomen.cm:i dotiert ist. Wenn nämlich Arsen in der
Größenordnung von 10->0 Atomen-cnv1 in das Germanium-Trägermaterial
an der (lll)-Oberfläche vor dem epitaktischen Aufwachsen eingeführt wird,
wächst der einkristalline Galliumarsenidfilm in einer solchen Richtung, daß die Oberfläche vom A-Typ
erhalten wird, während, wenn die Oberflächenschicht des Trägermaterials mit Gallium in der Größenordnung
von 1020 Atomen/cm3 versehen wird, der sich +5
ergebende Einkristall eine Oberfläche vom B-Typ aufweist. Es wird angenommen, daß das geschilderte
Phänomen durch die direkte Umsetzung zwischen Arsen (oder Gallium), welches in Germaniumsubstrat
enthalten ist, und Gallium (oder Arsen), welches eine Komponente des Reaktionssystems ist, zu erklären ist.
Nachstehend wird die Erfindung: im einzelnen im Zusammenhang mit bevorzugten Ausführungsformen
beschrieben.
Ausführungsform 1
Auf die (111)-Fläche eines Germanium-Einkristalls vom η-Typ (spezifischer Widerstand: 0,0005 Ohm-cm),
der Arsen in der Oberflächen-Dotierstoffkonzentration von 1 · 1020 Atomen/cm3 enthielt, wurde Galliumarsenid
bei 800° C unter Verwendung von metallischem Gallium und elementarem Arsen und Stickstoff
als Trägergas epitaktisch aufgewachsen. Während dieser Umsetzung wurde eine geeignete Menge Jod
(im Zustand von gasförmigem J.,) dem Reaktionsgas hinzugegeben. Auf diese Weise wurde eine epitaktisch
aufgewachsene Schicht mit der gewünschten Dotierstoffkonzentration erhalten. Bei diesem Versuch wurde
ein Galliumarsenid-Einkristall von etwa 7 Mikron Dicke in der Behandlungszeit von 30 Minuten erhalten.
Durch Prüfung des chemischen Ätzmusters wurde festgestellt, daß der Einkristall in der [IH]-Richtung
gewachsen war.
Ausführungsform 2
Unter Verwendung von Germanium vom p-Typ, welches Gallium als Dotierstoff in der Oberfläche in
einer Konzentration von 2 · 1020 Atomen/cm3 enthielt
und von elementarem Arsen sowie Stickstoffgas als Trägergas wurde das epitaktische Aufwachsen in der
gleichen Arbeitsweise, wie sie in der Ausführungsform 1 angewendet wurde, durchgeführt. Durch die
Prüfung des chemischen Ätzmusters wurde festgestellt, daß die Schicht in der [TTT]-Richtung gewachsen war.
Ausführungsform 3
In einem abgeschlossenen Rohr wurde Arsen aus einer GaAs2-Quelle in ein Substrat aus Germanium
vom η-Typ mit einem spezifischen Widerstand von 0,3 Ohm-cm und einer (lll)-Fläche eindiffundiert.
Auf diese Weise wurde ein Germaniumsubstrat mit der Oberflächendotierstoffkonzentration von etwa
7 · 1019 Atomen/cm3 hergestellt. Dann wurde durch
die gleiche Arbeitsweise, wie sie bei der Ausführungsform 1 angewendet wurde, eine epitaktische Galliumarsenid-Schicht
von etwa 13 Mikron aufgewachsen. Bei dieser Ausführungsform wurde festgestellt, daß
das Wachstum in der [lll]-Richtung, entsprechend der Bildung der Α-Oberfläche, stattgefunden hatte.
In der vorstehenden Beschreibung wurde Germanium als Trägermaterial und Galliumarsenid als Aufwachsmaterial
nur beispielsweise aufgeführt. Als Trägermaterial ist außer Germanium auch Silicium
brauchbar. Darüber hinaus ist das Verfahren der Erfindung in gleicher Weise auf das epitaktische Aufwachsen
von anderen AniBv-Verbindungen, wie InAs
u. dgl. anwendbar.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung eines epitaktisch gewachsenen Films aus einer halbleitenden
A111BV-Verbindung auf die (lll)-Fläche eines
Substrats aus Germanium oder Silicium durch Abscheidung aus der Gasphase, wobei ein vorbestimmtes
Wachstum des Filmes in die [IH]- oder [TTT]-Richtung erzwungen wird, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Substrat verwendet wird, das an der Aufwachsfläche mit der Bv-
bzw. mit der Alu-Komponente der aufzuwachsenden Verbindung in einer Konzentration von über
5 · 1019 Atomen/cm3 dotiert ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als halbleitende Verbindung Galliumarsenid verwendet wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Herstellung eines Galliumarsenid-Einkristallfilms ao
ein Substrat aus Germanium verwendet wird, das mit Arsen oder Gallium in einer Oberflächenkonzentration
in der Größenordnung von 10i0 Atomen c ms dotiert ist.
»5
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP44024030A JPS5123471B1 (de) | 1969-03-28 | 1969-03-28 | |
| JP2403069 | 1969-03-28 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2014509A1 DE2014509A1 (de) | 1970-10-01 |
| DE2014509B2 DE2014509B2 (de) | 1972-10-26 |
| DE2014509C3 true DE2014509C3 (de) | 1976-10-07 |
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