DE2016608A1 - Cyclopropancarbonsäureester, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Insekticide - Google Patents
Cyclopropancarbonsäureester, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als InsekticideInfo
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- DE2016608A1 DE2016608A1 DE19702016608 DE2016608A DE2016608A1 DE 2016608 A1 DE2016608 A1 DE 2016608A1 DE 19702016608 DE19702016608 DE 19702016608 DE 2016608 A DE2016608 A DE 2016608A DE 2016608 A1 DE2016608 A1 DE 2016608A1
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Description
" Cyclopropancarbonsäureester, Verfahren zu ihrer Herstellung
und ihre Verwendung als Insekticide "
Priorität: 8„ April 1969, Japan, Nr „ 27 531/69
10. April 1969, Japan, Nr„ 27 914/69
12ο Mai 1969, Japan, Nr0 36 751/69
Die Erfindung betrifft neue Cyelopropancarbonsäureester, ein
Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Insekticide
oder in insekticiden Mitteln» Die Erfindung betrifft ferner neue Furfurylalkohol, die als Zwischenprodukte zur Herstellung
der Verbindungen der Erfindung verwendet werden können, sowie ein Verfahren zu ihrer Herstellung. .
Pyrethrumextrakte, wie Pyrethrin, oder synthetische Pyrethroide,
wie Chinerin und Allethrin, werden seit langem als Insekticide
verwendet, da sie gegenüber Warmblütern harmlos sind; vergl»
Üllmanns Encyklopädie der technischen Chemie, 15, Band (I964),
Seite 113 bis 114. Diese Pyrethrumpräparate sowie ihre syntheti-Bchen
Analogen,-Sj^nil jedoch sehr teuer und können höchstens im
Haushalt gegen Fliegen und anderes Ungeziefer angewandt werden.
009842/1978 BAD ORIGINAL
Aufgabe der Erfindung war es, neue Cyclopropancarbonsäureester mit hoher insekticider Aktivität und geringer Toxizität gegenüber
Warmblütern zu schaffen, die sich billig herstellen lassen, Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst.
Gegenstand der Erfindung sind somit neue Cyclopropancarbonsäureester
der allgemeinen Formel I
,CH2 - O - C, _ CH -
in der R1 ein Wasserstoffatom und R2 eine Methyl-, 2-Methyl-lpropenyl-
oder 2-Methoxycarbonyl-l-propenylgruppe bedeutet oder
R-, und Rp Methylgruppen bedeuten, R„ ein Wasser stoff atom oder
eine Methylgruppe und R, einen Alkylenrest mit bis zu 4 C-Atomen
darstellt, der gegebenenfalls ein Sauerstoff- oder Schwefelatom in seiner Kohlenstoffkette enthält.
Die Verbindungen der Erfindung schliessen die verschiedenen Stereoisomeren und optischen Isomeren ein.
Spezielle Beispiele für die Cyclopropancarbonsäureester der Erfindung
sind nachstehend wiedergegeben:
009842/1978
Verbindung , ■ Strukturformel Kr. .
1
^ CH0-OC-CH - CH-CH=C
^ CH0-OC-CH - CH-CH=C
Il \/ 3
OC °
/Y
CH3 CH3
4,5-Tetramethylenfurfurylchrysanthemat
■ ι
CHp-OC-CH - CH-CH=C
II \ / 3
OC -..
CHo CHo
Λ,5-Tetramethylen-3-furylmethylehrysanthemat"
CH2-OC-CH - CH-CH=C; II \ /
0 A
CH3 CH3
3-Methyl-4,5-tetramethylenfurfurylchrysanthemat,
M-TT-CH2-OC-CH -. CH-CH=C"
I ATX " \ 7 CH3
CHo /Nr^ CHq 0 C
XCH2 CH3 CH3
2-Methyl-415~tetramethylen-3-furylmethyl-
_chrysanthemat ....
ORlQiNAL INSPECTED 009842/1978
Verbindung, Strukturformel
.^CH2-OO-CH -C
0A
CH3 CH3
4? f5'-Tetramethylenfurfuryl-2,2,3,3-.
ietramethylcycloprnpancarbnxylat
/ \ /CH3
CHp N1 TT-CHp-OC-CH - C. J
I A J» H \ / CH3
CH2 y/^0' OC
CH2 CH3 CH3
4',5'-Tetramethylen-3-furylmethyl-2,2,3,3-.
tetramethyley.cloDropancarbnxylat
"Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung der
Cyclopropancarbonsäureester der allgemeinen Formel I, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein Puranderivat der allgemeinen
Formel II
0 0 9 a A 2 / 1 9 7 8 ORKMNAL INSPECTED
V4
C.
R,
(H)
in der Ii, und R die obige Bedeutung haben und A ein Halogenatom
oder eine Hydroxyl- oder Tosyloxygruppe bedeutet, mit einer Cyclopropancarbonsäure der allgemeinen Formel III
HOOC - CH - C
R2
in der Rj und R2 die obige Bedeutung haben, oder deren reaktionsfähigen Derivatein Gegenwart oder Abwesenheit eines inerten
Lösungsmittels kondensiert.
Als reaktionsfähige Derivate der Cyclopropancarbonsäure der allgemeinen
Formel III kommen die entsprechenden Säurehalogenide, Säureanhydride, niederen Alkylester oder Salze in Frage.
Nachstehend werden die verschiedenen Ausführungsformen des Ver- \
fahrens der Erfindung erläutert.·· .,
Nach einer Ausführungsform des Verfahrens der Erfindung werden
die Cyclopropancarbonsäureester durch Umsetzung eines Furanmethylalkohols der allgemeinen Formel IV
CHoOH
R, ' -*1" ά
R3
009842/1978
in der R, und R. die obige Bedeutung haben, mit der Cyclopropancarbonsäure
der allgemeinen Formel III, deren Säurehalogenid, Säureanhydrid oder niederen Alkylester hergestellt. Bei Verwendung
der freien Carbonsäure erfolgt die Veresterung unter Wasserabspaltung. Die Umsetzung kann in diesem Falle in Gegenwart
eines inerten Lösungsmittels, wie Benzol oder Petroläther, das ein wasserabspaltendes Mittel, wie Dicyclohexylcarbodiimid enthält,
mit oder ohne Erhitzen durchgeführt werden.
Bei Verwendung eines Säurehaiogenids wird die Umsetzung bei
Raumtemperatur in Gegenwart eines organischen tertiären Amins, wie Pyridin oder Triäthylamin, als Halogenwasserstoffakzeptor ■
durchgeführt. Als Säurehalogenid wird vorzugsweise das Säurechlorid verwendet» Vorzugsweise wird die Umsetzung auch in Gegenwart
eines inerten Lösungsmittels, wie Benzol, Toluol oder Petroläther, durchgeführt.
Bei Verwendung eines Säureanhydrids verläuft die Umsetzung glatt bei Raumtemperatur. Die Umsetzung kann jedoch auch bei erhöhter
Temperatur und in Gegenwart eines Lösungsmittels durchgeführt werden.
Bei Verwendung eines niederen Alkylesters der Cyclopropancarbonsäure
wird die Umsetzung in Gegenwart eines basischen Katalysators, wie eines Natriumalkoholates, unter Erwärmen und in
Gegenwart eines inerten Lösungsmittels, wie Benzol oder Toluol, durchgeführt. Die bevorzugt eingesetzten niederen Alkylester sind
die Methylester, Äthylester, n-Propylester, Isopropylester und n-Butylester der Gyclopropancarbonsäure der allgemeinen Formel
III.
009842/1978
Bei der zweiten Ausführungsform des Verfahrens der Erfindung
werden die Cyclopropancarbonsäureester der allgemeinen Formel I aus Furylmethylhalogeniden der allgemeinen Formel- V
(V)
höhergestellt, in der X ein Halogenatom ist und R, und R^ die
obige Bedeutung haben. In diesem Pail wird die Cyclopropancar-
bonsäure der allgemeinen Formel IJI in Form ihres Alkalimetallsalzes
oder eines tertiären Aminsalzes eingesetzt. Diese Salze können während der Umsetzung durch Zugabe der entsprechenden
Base gebildet werden. Die Umsetzung wird vorzugsweise in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels, wie Benzol oder Aceton, und
bei Temperaturen bis zum Siedepunkt des Lösungsmittels durchgeführt. Als Purfurylmethylhalogenide werden im allgemeinen die
Chloride oder Bromide verwendet. Es können jedoch auch andere
Halogenide eingesetzt werden. :
Nach der dritten Ausführungsform .des Verfahrens der Erfindung
können die Cyclopropancarbonsäureester der allgemeinen Formel I
aus denrentsprechenden Furylmethyltosylaten der allgemeinen
Formel VI
CH2O - S
(VI)
hergestellt werden, in der R* und R. die obige Bedeutung haben,
werden
In diesem Fall / ebenfalls die in der zweiten Ausführungsform
In diesem Fall / ebenfalls die in der zweiten Ausführungsform
009842/1978
— ο —
des Verfahrens der Erfindung eingesetzten Salze der Cyclopropancarbonsäure
unter den gleichen Reaktionsbedingungen eingesetzte
Die verfahrensgemäss eingesetzten Cyclopropancarbonsäuren der
allgemeinen Formel III können nach an sich bekannten Methoden hergestellt und gegebenenfalls in die entsprechenden reaktionsfähigen
Derivate überführt werden.
Die Cyclopropancarbonsäuren der allgemeinen Formel III und ihre Derivate umfassen die optisch aktiven Isomeren, wie d-trans-Chrysanthemumcarbonsäure
und deren reaktionsfähige Derivate.
Die Furanderivate der allgemeinen Formel IV sind neue Verbindungen»
Somit betrifft die Erfindung auch die Furanderivate der allgemeinen Formel IV und ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
Das Verfahren zur Herstellung von Furfurylalkoholen der allgemeinen
Formel VII
>. ι
4 ^ Γ^ CH2OH
in der R. einen Alkylenrest mit bis zu 4 C-Atomen darstellt,
der gegebenenfalls ein Sauerstoff- oder Schwefelatom in seiner Kohlenstoffkette enthält, wird nachstehend erläutert. Die Bildung
des Furanringes erfolgt nach dem z.B. von David L. Storm et al. in Tetrahedron letters, 1967, Seite 1865,beschriebenen
Verfahren. Die Furancarbonsäureester (XIl) und der Furfurylalkohol
(VII) sind neue Verbindungen.
009842/ 1978
CHc
HCO2R1"
(VIII)
_ Q —
^CH-OH
^O (IX)
■ CH-OR'
-Q-
N2CHCO2R'
,CH-OR"
'CH-CO2R1
*D'
(XI)
Reduktion
0 (XII)
CH2OH
(VII)
In dem vorstehenden Reaktionsschema hat R. die obige Bedeutung
und R1, R" und R"* sind niedere Alkylreste.
Das (X-Hydroxymethylenketon (IX) wird durch Umsetzung des Methylenketons
(VIII) nach an sich bekannten Methoden mit einem niederen Ameiaensäurealkylester in Gegenwart einer Base als
Kondensationsmittel, z.B. einem Alkalimetallalkoholat oder Alkalimetallhydrid,in
einem wasserfreien inerten organischen Lösungsmittel, wie Diäthyläther oder Benzol, oder einem polaren
organischen Lösungsmittel, wie einem Alkohol, Dimethylformamid
oder Dirnethylßulfoxid, hergestellt.
009842/1978
Der Enoläther (X) kann in üblicher Weise in neutralem oder basischem
Medium durch Veresterung hergestellt werden. Entweder wird das Keton (IX) mit einem Alkylierungsmittel, wie Dimethylsulfat
oder Methyl jodid, in Gegenwart eines Alkalimetallalkoholates umgesetzt
oder mit Diazomethan zur Reaktion gebracht. Besonders zweckmässig ist es jedoch, das Keton (IX) mit einem niederen
o-Ameisensäurealkylester in Gegenwart einer katalytischen Menge
einer Säure in einem niederen Alkohol zur Reaktion zu bringen; verglo E0 Earl Royais et al., J« Am. Chem„ Soc, Band 75, Seite
2050.
Der erhaltene Enoläther (X) wird hierauf mit mindestens der äquimolaren Menge eines Diazoessigsäureesters in Gegenwart eines
Katalysators, wie wasserfreiem Kupfersulfat, vorzugsweise bei
Temperaturen von 100 bis 200 C ,zur Umsetzung gebracht. Vermutlich
entsteht bei dieser Umsetzung zunächst die Verbindung (Xl). Das Reaktionsgemisch wird in Gegenwart oder Abwesenheit einer katalytischen
Menge einer Säure, wie p-Toluolsulfonsäure, bei Temperaturen
bis zu 200 C thermisch zersetzt. Man erhält den Furancarbonsäureester
der allgemeinen Formel XII. Dieser Ester lässt sich zum entsprechenden Alkohol mit Hilfe eines komplexen Metallhydrides,
wie.Lithiumaluminiumhydrid, in einem Äther, wie Diäthyläther oder Tetrahydrofuran, hydrieren- Der Furfurylalkohol (VII)
ist eine verhältnismässig stabile Verbindung, die durch Destillation gereinigt werden kann.
Das Verfahren zur Herstellung von 3-Furylmethylalkoholen der allgemeinen
Formel XlII
009842/ 1978
GH2OH
(XIII)
in der R, und R. die obige Bedeutung haben, wird durch das
nachstehende Reaktionsschema erläutert:
CH,
CH'
.CH2CO2R1 CH2OH
CH2OH
HCO2R' NaOH
^O
C-COoR'
Il
CH OH
LiAlH4
CH-Cl CO2R'
+ Na-XH
COR3
HCl
CH2OH
CH-
0
CH'
XH2CO2R1
CH2OH
CO2R'
CH2OH l3
0098A2/1978
In den vorstehenden Formeln haben R-,, R. und R' die obige Bedeutung.
Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung der Verbindungen der allgemeinen Formel I als Insekticide. Die Verbindungen der
Erfindung haben eine ausgezeichnete insekticide V/irkung gegenüber
Insekten, wie Stubenfliegen, Moskitos, Stechmücken und Hausschaben. Aufgrund ihrer niedrigen Toxizität können sie unbedenklich
sowohl in der Landwirtschaft als auch im Haushalt verwendet
A werden.
Zur Herstellung von insekticiden Mitteln können die Cyclopropancarbonsäureester
der allgemeinen Formel I z.Bo zu Ölspritzmitteln,
emulgierbaren Konzentraten, Stäubemitteln, benetzbaren Pulvern, Aerosolen, Moskitowendeln, Räuchermitteln, Granulaten
oder Ködermitteln verarbeitet werden.
Zur Erhöhung der Aktivität der insekticiden Mittel können noch Synergisten für Pyrethrumverbindungen verwendet werden, wie
3,4-Methylendicxy-6-propylbenzylbutyldiäthylenglykoläther (Piperonylbutoxide), l,2-Methylendioxy-4-/2-(octylsulfinyl )-propyl/-benzol
(Sulfoxide), 4-(3,4-Methylendioxyphenyl)-5-methyl-1,3-dioxan
(Safroxane), N-(2-Äthylhexyl)-bicyclo/2,2,l7hepta-5-.
en-2,3-dicarboximid ("MGK-264"), N-(4-Pentinyl)-phthalimid oder
N-Propyl-O-propargylphenylphosphonat ("NIA-16388") verwendet
werden.
Bei der Herstellung von Moskitowendeln kann die Aktivität durch Einarbeiten bekannter Zusätze, wie Terephthalsäure oder Isophthalsäure,
sowie Butylhydroxytoluol ("BHT") verstärkt werden.
009842/1978
Ausser"dem können die Verbindungen der Erfindung auch zusammen mit
anderen Wirkstoffen verarbeitet werden, wie Pyrethroiden, z.B0
= Pyrethrumextrakten, Allethrin, 3,4,5,6-Tetrahydrophthalimido-·
methylchrysanthemat ("Tetramethrin"), 5-Benzyl-3-fürylmethylchrysanthemat,
organischen chlorhaltigen Insekticiden, wie Dichlordiphenyltrichloräthan ("DDT"), Benzolhexachlorid ("BHC")
und Methoxychlor, organischen Phosphorverbindungen, wie 0,0-Dimethy1-0-(3-methyl—4-nitrophenyl^thiophosphorsäureester
("Fenitrothion"), O,O-Dimethyl-O-(2,2-dichlorvinyl)-phosphat
("DDVP"), Carbamaten, wie l-Naphthyl-N-methylcarbamat und 3,4- (|
Xylyl-N-methylcarbamat, sowie anderen Insekticiden, Fungiciden,
Acariciden, Herbiciden, Düngemitteln oder anderen landwirtschaftlichen Chemikalien,,
Die Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiele 1 bis 9 ·
Herstellung der Ester der allgemeinen Formel I Die in Tabelle I aufgeführten Ester werden nach den Standardverfahren
A, B, C, D, E und F hergestellt. ί
Verfahren A: Umsetzung eines Alkohols mit einem Carbonsäurehalogenid.
. ·
0,05 Mol eines Alkohols werden im dreifachen Volumen wasserfreiem
Benzol gelöst. Dann werden 0,07 Mol Pyridin zugegeben. Anderer- '
Beits werden 0,053 Mol eines Carbonsäurehalogenide in dreifachem
Volumen wasserfreiem Benzol gelöst. Diese Lösung wird zur Lösung
des Alkohols gegeben. Es erfolgt eine exotherme Reaktion. Nach
15-ßtündigem Stehen unter Feuchtigkeitsaus.schluss wird das Reaktloriagemioch
mit v/enig Wasser versetzt, um das Pyridin-hydrochlo-
00 98 42/1978 *AD
rid aufzulösen. Die wässrige Lösung wird abgetrennt und die organische
Lösung mit 5 ^-iger Salzsäure, gesättigter wässriger Natriumbicarbonatlösung sowie gesättigter wässriger Kochsalzlösung
gewaschen. Danach wird die organische Lösung über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und anschliessend das Benzol
abdestilliert. Der flüssige Rückstand wird an Silikagel chromatographisch gereinigt. Man erhält das Endprodukt in Form
eines hellgelben Öls.
Verfahren B: Umsetzung eines Alkohols mit einer Carbonsäure.
Eine Lösung von 0,05 Mol eines Alkohols im dreifachen Volumen Benzol wird mit einer Lösung von 0,05 Mol einer Carbonsäure im
dreifachen Volumen Benzol vermischt." Dann werden 0,08 Mol Dicyclohexylcarbodiimid
zugegeben. Nach 15-stündigem Stehen unter Feuchtigkeitsausschluss wird das Gemisch 2 Stunden unter Rückfluss
gekocht und dann gemäss Verfahren A aufgearbeitet.
Verfahren C: Umsetzung eines Alkohols mit einem Carbonsäureanhydrid.
0,05 Mol eines Alkohols werden im,dreifachen Volumen Toluol gelöst.
Dann werden 0,055 Mol eines Carbonsäureanhydrids, hergestellt aus der entsprechenden Carbonsäure und Essigsäureanhydrid,
zugegeben. Das Gemisch wird '5 Stunden auf 100 C erhitzt, anschlieaaend
abgekühlt und mit 10 ?£-iger Natronlauge bei einer Temperatur von höchstens 10 C neutralisiert. Danach wird das Reaktionsgemisch
gemäss Verfahren A aufgearbeitet.
0 Π 9 Π 4 2/1978
Verfahren D: Umesterung zwischen einem Alkohol und einem niederen Carbonsäurealkylester.
0,05 Mol eines Alkohols und 0,06 Mol eines Carbonsäureäthylesters werden in der 5-fachen Volumenmenge wasserfreiem Toluol gelöst.
Nach Zusatz von 2g Natriumäthylat wird das Gemisch 10 Stunden
unter Bückfluss gekocht und gerührte Danach wird das Reaktionsgemisch
vorsichtig mit, kaltem Wasser versetzt und in eine wässrige Phase und eine organische Phase aufgetrennte Die Aufarbeitung
erfolgt gemäss Verfahren A,
Verfahren E: Umsetzung eines Methylhalogenids mit einer Carbonsäure . .
0,05 Mol eines Methylhalogenids sowie 0,06 Mol einer Carbonsäure
werden in der dreifachen Volumenmenge Aceton gelöst. Die Lösung wird auf 15 bis .20 C erwärmt und mit einer Lösung von 0,08 Mol
Triäthylamin in der dreifachen Volumenmenge Aceton tropfenweise innerhalb 1 Stunde unter Rühren versetzt. Anschliessend wird das
Gemisch 2 Stunden unter Rückfluss gekocht. Nach dem Abkühlen wird das ausgeschiedene Triäthylamin-hydrochlorid abfiltriert
und das Aceton abdestilliert. Die zurückbleibende Flüssigkeitwird
mit der dreifachen Volumenmenge Benzol versetzt und die Aufarbeitung gemäss Verfahren A durchgeführte
Verfahren P: Umsetzung des Tosylats mit einem Salz der Carbon-2
säure.
0|05 Mol eines Tosylats werden in der dreifachen Volumenmenge
Aceton gelöst. 0,06 Mol des Natriumsalzes der Carbonsäure, hergestellt
durch Umsetzung der freien Carbonsäure mit einer äquimolaren Menge Natriumhydroxid in Wasser und Eindampfen der Lö-
009842/1978
sung zur Trockene, werden zur Lösung des Tosylats bei Raumtemperatur
innerhalb 30 Minuten unter Rühren gegeben. Danach wird das Gemisch noch 30 Minuten unter Rückfluss gekocht. Nach dem Abkühlen
werden Feststoffe abfiltriert, und das Aceton wird abdestilliert. Der Rückstand wird in der dreifachen Voluraenmenge Benzol
gelöst und gemäss Verfahren A aufgearbeitet. Die Ergebnisse sind in Tabelle I zusammengestellte
gelöst und gemäss Verfahren A aufgearbeitet. Die Ergebnisse sind in Tabelle I zusammengestellte
009842/1978
to
OO IO
40
ca
3»
Z O)
| i'JI | furandeidirat | Säure oder ihr Derivat |
Verfah rens weise |
Cyclopropanearbonsäureester | Aus beute, |
•1,5058 |
| Beljsp. * ·>!" |
2>-Chlorniethyl'-4,5- t β tranje thyl enfuran |
(+)—eis·trans- Chry s anthemummon o- carbonsäure |
£ | Name | 90 | 1,5075 |
| Ii | 3-Hy dJfcocyme thyi- 4t5»tetramethylen- furan |
C+)-cis,trans- CHry sant he mummon o- carbonsaureanhydrid |
C | 4,5-Te tramethylen- furyl^chrysanthemat |
85 | 1,5042 |
| 2 | 3-Kethyl-4,5- tetrametiaylen- furfurylalkohol |
(i)-cis.trans- Chrysanthemummono- carbonsäürechlorid |
A " . | 4,5-Tetramethylen-3- furylmethyl- chrysanthemat |
87 | 1,5066 |
| 3 | 2-Me tiiyl-3-hydr ο xy- methy1-4,5-tetra- nie thylenfuran |
(+)-cis.trans- CErysanthemummono- carbonsäurechlorid |
A | 3-Methyl-4,5-tetra methy lenf urf uryl- chrysanthemat |
83 | 1·,5014 |
| 4 1 |
4,5-Tetramethylen- f urf ury lalkolio 1 ,■1 |
2,2,3,3-Tetramethyl- cyclopropancarbon- säure . |
B | 2-Methyl-4,5-tetra- methylen-3-furyl- methyl- chrysanthemat |
87 | 1,5034 |
| VJl | 3-Tosyloxymethyl- 4,5-tetrametliylen- furan |
Katrium-2,2,3,3-'te- tramethylcyclopropan- carboxylat |
4',5'-Tetramethylen- furfuryl-2,2,3,3-te- tramethylcyclopropan- carboxylat |
83 | ||
| 6 | 4',5'-Tetramethylen- 3'-furylmethyl-2,2, 3, 3r-tetramethylcyclo- propancarboxylat |
|||||
IS)
CD
σ>
CD.
a>
Tabelle I - PortSetzung
(O 00
(O
O τα
O ζ
-Ό
| Beisp. | ffuranderivat | Säure oder ihr Derivat | Verfah rens weise |
Cyclopropancarbonsäureester | Aus beute, $ |
η25 |
| 7 | 4,5-Tetramethylen- f ur f ury lalkoh ο 1 |
2,2,3-Trimethylcyclo- propancarbonsäure- äthylester |
D | Name | 84 | 1,5031 |
| 8 | 4,5-Teiramethylen- furfurylalkohol |
(+^-trans <> -trans- Pyrethrinsäurechlorid |
A | 4',5'-TetramethyIen- fur fury 1-2 ,2,3-trime- thylcyelopropan- carboxylat |
91 | 1,5166 |
| 9 | 3-Hydroxymethy1- 4,5-tetramethylen- furan |
(+_)-trans.-trans- Pyre thr insäure |
B | 4,5-Tetramethylen- furfuryl-pyrethrat |
87 | 1,5190 : i |
| 10 | 4,5»6»7-Ietrahydro- 5-oxabenzofury1-2- methylalkohol |
(j^)-cis. trans- CHrysanthemummonocar- bonsäurechlorid |
A | 4,5-Tetramethylen- 3-furylmethyl- pyrethrat |
93 | 1,5127 |
| 11 • |
4» 5 »6,7-Tetrahydro- 5-oxa-benz ofury1-2- methylalkohol |
2,2,3,3-Tetrame thyl- cyclopropan-carbon- säurechlorid |
A | 4,5,6,7-Tetrahydro- 5-oxa-benzofuryl-2- methyl-chrysanthemat |
91 | 1,5083 |
| 12 | 4»5»6,7-Te traliydr o- 6-oxa-benzofuryl-2- methy!alkohol |
(+)-cis.trans- Chrysanthemummonocar- bonsäurechlorid |
' A | 41,5',6',7'-Tetrahydro- 5'-oxa-benzofuryl-2'- methyl-2,2,3,3-te tra me thylcyclopr opan- carboxylat |
94 | 1,5133 KJ |
| 4,5,6,7-Ietrahydro-6- oxa-benζ ο fury1-2- me thy1-chrysanthemat |
ι-
/Γ
CJD CD O OQ
Die Beispiele 13 bis 16 erläutern die Herstellung der neuen
Furancarbonsäureester und Furfurylalkohol.
Ein Gemisch aus 71 g (V-Ä'thoxymethylencyclohexanon und 148 g
Diazoessigsäureäthylester wird in einen auf 120 G erhitzten Kolben eingetropft, der eine katalytische Menge wasserhaltiges
Kupfersulfat sowie ParaffinÖl enthält. Die Umsetzung wird unter Stickstoff als Schutzgas durchgeführt. Die Temperatur im Kolben
steigt infolge der exothermen Reaktion auf 16O°C an. Diese Temperatur
wird während des Eintropfens beibehalten. Nach beendeter ™
Zugabe wird die hellbraune Flüssigkeit vom Kupfersulfat abfiltriert.
Danach wird die Flüssigkeit an einer Hochvakuumpumpe bei 0,1 Torr destilliert. Die bis 1300C übergehenden Fraktionen
werden isoliert. Die Fraktionen werden mit einer katalytischen
Menge p-Toluolsulfonsäure versetzt und anschliessend fraktioniert
des.tilliert. Man erhält als Vorlauf 18 g 3,4-Tetramethylen-2-furancarbonsäure
äthylester vom Kp. 78 bis 810C/ 0,1 Torr;
F. 56 bis 57°C. Je IR-Absorptionsspektrum ν Nu3o1 _ 1715, i607
und I540 cm~ . Ferner werden 22 g 4,5-Tetramethylen-2-furan- M
carbonsäureäthylester vom Kp. 81 bis 820C /0,1 Torr erhalten.
IR-Absorptionsspektrum ν rt „ = 173.0, 1615 und 1538 cm"1. ■
' IIIQ.X . -
1,5 g iithiumaluminiumhydrid werden in 200 ml wasserfreiem Diäthyläther
gelöst. In die Lösung wird eine Lösung von 18 g des gemäss Beispiel 13 hergestellten Esters in 50 ml wasserfreiem
Diäthyläther eingetropft. Nach beendeter Zugabe wird das Gemisch
in 50 ml gesättigte Rochelle-Salzlösung und 20 ml Eiswasser ein-
009842/1978
gössen, um den Aluminiumkomplex zu zersetzen. Das Produkt wird
mit Diäthylather extrahiert, mit wässriger Kochsalzlösung gewaschen
und über Natriumsulfat getrocknet. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels werden 12,7 g 4»5-Tetramethylen-2-furfurylalkohol
erhaltene Kp. 82°C/O,3 Torr; n^5 = 1,5235;
,!^-Absorptionsspektrum ν maY = 3 600 bis 3 100, 1 560, 1 443,
1 998 und 915 cm""1. · I
Gemäss Beispiel 13 werden 30 g (V-Äthoxymethylen-4-oxa-cyclohexanon
mit 50 g DiazoessigBäuremethylester umgesetzt. Die erhaltene dunkelbraune Flüssigkeit wird an einer Aluminiumoxidsäule
chromatographiert und mit einem Lösungsmittelgemisch aus 10 Teilen Hexan und 1 Teil Äthylacetat eluiert. Nach dem Verdampfen
des Lösungsmittels ergibt die Hauptfraktion einen
kristallinen Peststoff, der aus einer Mischung von Diäthyläther und Hexan umkristallisiert wird. Ausbeute 6 g 4,5,6,7-Tetrahydro-5-oxa-benzofuran-2-carbonsäureraethylester
vom P. 45 bis 47°C. IR-Absorptionsspektrum ν ÜUio1 = 1 720, 1 622 und 1 537 cnu
Gemäss Beispiel 14 werden 5,5 g 4,5>6,7-Tetrahydro-5-oxa-benzofuran-2-carbonsäuremethylester
mit Lithiumaluminiumhydrid in Äther hydriert und aufgearbeitet. Ausbeute 4 g 4,5,6,7-Tetrahydro-5-oxa-benzofuryl-2-methylalkohol
als Flüssigkeit vom Bre-
25 chungsindex nD = 1,5410.
Die Herstellung und die Wirkung von insekticiden Mitteln mit den
Verbindungen der Erfindung ist in den nachstehenden Beispielen erläutert. Die Verbindungen sind durch die vorstehend genannten
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INSPECTED
Nummern gekennzeichnet.
0,05 Teile der Verbindungen (1) und (2) werden1in weissem Kerosin
gelöst und bis zu 100 Teilen aufgefüllt, Man erhält 0,05 $-ige
Öllösungen.
0,1 Teil der Verbindungen (3), (4), (5) und. (6) werden in weissem
Kerosin gelöst und auf 100 Teile aufgefüllt. Man erhält 0,1 jS-ige Öllösungen.
Beispiel 19 ·
0,05 Teile Phthalthrin und 0,5 Teile Sulfoxide werden zu 0,05
Teilen der Verbindung (1)'gegeben. Das Gemisch wird in weissem
Kerosin gelöst und auf 100 Teile aufgefüllt. Man erhält eine
öllösung.
Beispiel 20 ·
0,5 Teile Piperonylbutoxide werden zu 0,1 Teil der Verbindung
(3)i (4), (5) und <(6) gegeben. Das Gemisch wird in weissem Kero-Bin
gelöst und auf 100 Teile aufgefüllt. Man erhält öllösungen.
Beispiel 21 · - . ·
0|25 Teile Pyrethrumextrakt, der 20 fi Pyrethrin enthält, sowie
0,2 Teile Piperonylbutoxide wer.den zn 0,05 Teilen der Verbindung
(2) gegeben. Das Gemisch wird in weissem Kerosin gelöst und auf
100 Teile aufgefüllt. Man erhalt eine Öllöaung. ^
Beispiel 22 ■
30 Teile Safroxane, 10/ φβΐΐβ ßinee Netzmittels (Sorp'ol SM-200)
und 50 Teile Xylol werden zu 10 Teilen der Verbindungen (1) bzw.
■*■ ^ 009842/1 9 78 oriqinauinspected
(2) gegeben. Die Gemische werden gründlich verrührt. Man erhält
emulgierbare Konzentrate.
0,6 g der Verbindung (l) in Form der d-trans-Verbindung bzw. der
Verbindung (5) werden in jeweils 20 ml Methanol gelöst. Die Lösungen werden mit 99,4 g eines Trägerstoffes für Moskitowendel
verjnischt. Dieser Trägerstoff wird durch Vermischen von Tabu-
Pyrethrum
pulver mit /mark und Holzmehl im Mengenverhältnis 3 : 5 ϊ 1 erhalten«
Nach dem Abdampfen des Methanols werden 150 ml Wasser zugegeben. Die Masse wird gründlich verknetet, verformt und getrocknet.
Man erhält 0,6 $-ige Moskitowendel.
0,2 Teile der Verbindung (1), 1,0 Teil Pyrethrumextrakt, der
20 i° Pyrethrin enthält, 0,5 Teile Sumithion, 6,5 Teile Xylol
6,8 Teile geruchloses Kerosin werden miteinander vermischt. Die erhaltene Lösung wird in eine Sprühdose gegeben. Nach dem Einsetzen
des Ventils werden 85 Teile eines Treibmittels auf Basis eines tiefsiedenden Paraffins durch das Ventil eingefüllt. Man
erhält ein Aerosolpräparat.
0,25 Teile der Verbindung (2), 0,25 Teile Chrysron, 13,5 Teile geruchsfreies Kerosin und 1 Teil eines Emulgators (Atmos 300)
werden durcheinander vermischt. Nach Zugabe von 50 Teilen reinem WaBser wird das Gemisch e'mulgiert. Die Emulsion wird in eine
Sprühdose zusammen mit 35 Teilen eines 3 t 1 Gemisches geruchsfreiem Butan und Propan abgefüllt. Man erhält ein wasserhaltiges
Aerosolpräparat.
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— C. J —
■
·
0,2 Teile der Verbindung (5), 0,2 Teile Phthalthrin, 2 Teile
NIA-16388, 7 Teile Xylol sowie 5,6 Teile geruchsfreies Kerosin
werden miteinander vermischt und gemäss Beispiel 24 zu einem
Aerosolpräparat verarbeitet. ·
0,2 g der Verbindung (6) werden mit 0,1 g .Allethrin versetzt.
Das Gemisch wird in Chloroform gelöst. Mit dieser Lösung wird
die Oberfläche einer Asbestplatte mit den Abmessungen 2,5 cm· χ 1,5 cm χ 0,3 mm imprägniert. Auf diese Asbestplatte wird eine M
weitere Asbestplatte der gleichen Grosse aufgeklebt. Man erhält
ein Räuchermittel auf einem faserigen Trägerstoff, der elektrisch
erhitzt werden kann. Anstelle der Asbestplatte kann auch ein
anderes Material mit ähnlicher Wirkung verwendet werden, z.B.
eine Holzfaserplatte, · .
Jeweils 1 Teil der Verbindungen (l) und (2) wird in jeweils
20 Teilen Aceton gelöst. Die Lösungen werden mit 99 Teilen feinem Kieselgurpulver versetzt und in .einem Knetmischer gründlich f
vermischt. Danach wird das Aceton abgedampft. Man erhält ein Stäubemittel. ' .
Beispiel 29 . - · " ·
5 Teile der Verbindung (1) werden mit 15 Teilen Piperonylbutoxid,
5 Teilen Toyolignin CT sowie 75 Teilen GSM-Ton versetzt. Das Ge-, ·
misch wird in einem Knetmischer gründlich vermischt, danach mit 10 i» Wassfer Versetzt und weiter vermischt, Anschliesöend wird das
Gemisch granuliert und an der Luft getrocknet. Man erhält ein
009842/1978
körniges Produkt.
25 Teile der Verbindung (1) werden mit 5 Teilen Sorpol SM-200
gründlich vermischt und anschliessend mit 70 Teilen fein pulvrigem Talcum versetzt. Die Masse wird in einem Knetmischer
gründlich vermischt. Man erhält ein benetzbares Pulver.
Die insekticide Wirkung der auf die vorstehende Weise hergestellten
Mittel wird nachstehend erläutert.
Die insekticide Aktivität der in den Beispielen 17, 18 und 20 hergestellten Öllösungen wird nach der Drehtischmethode, beschrieben
von F.L. Campbell und W.N. Sullivan in der Zeitschrift
"Soap and Sanitary Chemicals'^ Band 14, Nr. 6 (1938), Seite 119,
an Gruppen von etwa 100 erwachsenen Stubenfliegen bestimmt. Die Fliegen werden 10 Minuten einem Sprühnebel von jeweils 5 ml der
öllösung ausgesetzt. Danach werden die Fliegen in einen anderen Käfig verbracht, in dem sich Futter befindet, und bei 270C stehengelassen.
Nach 24 Stunden wird die Anzahl der getöteten Fliegen bestimmt. In Tabelle II sind die Ergebnisse zusammengestellt.
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| Beispiel | Präparat | Mortalität nach 24 Std., |
| Öllösung | 0,05 56 der Verbindung (l) | 95 |
| Il | 0,05 1» der Verbindung (2) | 97 |
| . 18 öllösung |
0,1 i> der Verbindung (3) ' | 84 |
| If | 0,1 i» der Verbindung (4) | 88 |
| Il | 0,1 $> der'Verbindung (5) | 82 |
| Il | 0,1 io der Verbindung (6) | •85 |
| 20 öllösung |
0,1 ?έ der Verbindung (5) sowie 0,5 $> Piperonylbutoxide . |
98 |
| Il | 0,1 $ der Verbindung (4-) sowie 0,5 $ Piperonylbutoxide |
95 |
| H | 0,1 j» der Verbindung (5) sowie 0,5 $> Piperonylbutoxide |
96 |
| It | 0,1 $> der Verbindung (6) sowie 0,5 je Piperonylbutoxide |
100 |
| ■- | 0,1 $> Allethrin, Öllösung | 54 |
| - | 0,1 $» Pyrethrin, öllösuhg | 79 |
Etwa 50 erwachsene Stubenfliegen werden in einen 70 cm·' fassenden
Glaskasten gegeben und mit jeweils 0,7 ml der in den Beispielen
19 und 21 hergestellten öliösungen unter einem Druck von 1,4 kg/.: cm besprüht. lnnei?halb IO Minuten waren mindestens 90 $> der
Fliegen bewegungsunfähig (knock-down-*Verhältnis mindestens 90 ^)* Die Mortalität nach 24 Stunden betrug mindestens 90 ^.
19 und 21 hergestellten öliösungen unter einem Druck von 1,4 kg/.: cm besprüht. lnnei?halb IO Minuten waren mindestens 90 $> der
Fliegen bewegungsunfähig (knock-down-*Verhältnis mindestens 90 ^)* Die Mortalität nach 24 Stunden betrug mindestens 90 ^.
;*... 009842/1978
3 Etwa 50 erwachsene Stubenmoskitos wurden in einen 70 cm fassen-
den Glaskasten gegeben. Jeweils 1 g der in Beispiel 23 hergestellten
Moskitowendel wurden an den beiden Enden angezündet und in die Mitte des Bodens des Glaskastens gelegt. In- Zeitabständen
wird die.knock-down-Wirkung beobachtet. Innerhalb 20 Minuten
waren mindestens 80 °fo der Insekten bewegungsunfähig.
Die insekticide Wirkung der in den Beispielen 24 bis 26 hergestellten
Aerosolpräparate gegenüber erwachsenen Stubenfliegen wird in der Peet-Grady-Kammer, beschrieben in der Zeitschrift
"Soap and Chemical Specialities Blue Book"(1965), bestimmt,
Ergebnisse sind in Tabelle III zusammengestellt.
| Präparat | versprühte Menge, g/ 28,3 nT |
knock-down-Verhältnis, | 10 Min. | 15 Min. | Mortali tät nach 24 Std., f° |
| Aerosol von Beispiel 24 |
2,8 | 5 Mine | 67 | 92 | 85 |
| wasserhaltiges Aerosol von Beispiel 25 . |
3,2 | 22 | 58 | 90 | 81 |
| Aerosol von Beispiel 26 |
3,1 | 14 | 70 | 96 | 90 |
| 25 |
Etwa 50 erwachsene Stubenmoskitos werden in einen 70 cm fassenden
Glaskasten gegeben. Dann wird in den Glaskasten die gemäaa Beispiel 27 hergestellte Räuoherplatte gelegt, die auf einer
elektrischen Heizplatte erhitzt worden war. Innerhalb 20 Minuten
009842/1978 ommi INSPECTED
' sind mindestens 90 $ der Insekten bewegungsunfähig.
Die Wand einer tiefen Petrischale mit einem Innendurchmesser von 14 cm und einer.Höhe von 7 cm wird bis auf etwa 1 cm vom Boden
mit Butter bestrichen. Die in Beispiel 28 hergestellten Stäubemittel werden auf den Boden der Petrischale in einer Menge von
2
2 g/m verteilt. .· ·
2 g/m verteilt. .· ·
Danach werden in die Petrischale 10 Hausschaben entlassen und mit
dem Stäubemittel 20 Minuten in Berührung gebracht. Nach 24 Stunden
waren mindestens 80 tfo der Hausschaben bewegungsunfähig und
nach 3 Tagen waren mindestens 90 fo der Hausschaben getötet.
Versuchsbeispiel 7 · . ■·
Ein 14 Liter fassender Eimer aus Polyäthylen wird mit 10 Liter Wasser gefüllt und mit 3 g des gemäss Beispiel 29 hergestellten
Granulats versetzt. Nach einem Tag werden etwa 100 Larven (letzteiErscheinungsform) -'\ von Stubenmoskitos in den Eimer
gegeben. Nach 24 Stunden sind mindestens 90 $ der Larven abgetötet.
·
Versuchsbeispiel 8 ·
45 Tage nach dem Aussäen werden.Reispflanzen in Blumentöpfe umge-.pflanzt.
Jede Pflanze wird mit einer Flüssigkeit gespritzt, die durch Verdünnen der in Beispiel 22 hergestellten emulgierbaren
Konzentrate mit der 200-fachen Volumenmenge Wasser bzw. Verdünnen des gemäss Beispiel 30 hergestellten benetzbaren Pulvers
mit der 300^-VoI.-fachen Menge Wasser hergestellt worden
waren. Je Topf werden 10 ml Flüssigkeit verspritzt. Die Reis-
w 009842/1978
pflanzen werden mit einem Käfig aus Maschendraht bedeckt. Etwa .50 grüne Reisblattzirkaden werden in den Raum entlassen. Nach
1 Tag sind mindestens 80 $ der Zirkaden abgetötet.
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Claims (14)
1. / Gyclopropanearbonsäureester der allgemeinen Formel I
2 _ o - c - CH- c;
ο y\
ΛΙΤΙ /TtT
\jtl-2 KjO.
in der R-, ein Wasserstoffatom und Rp eine Methyl-, 2-Methyl-l-
propenyl- oder 2-Methoxycarbonyl-l-propenylgruppe bedeutet oder
Rn und Rp Methylgruppen bedeuten, R, ein Wasserstoffatom oder M
eine Methylgruppe und R, einen Alkylenrest mit"bis. zu 4 C-Atomen
darstellt, der gegebenenfalls ein Sauerstoff-.oder Schwefelatom
in seiner Kohlenstoffkette enthält.
2. 415-Tetramethylenfurfurylchrysanthemat.
3. 4,5~Tetramethylen-3-furylmethylchrysanthemat.·
4. 3-Methyl-4,5-tetramethylenfurfurylchrysanthemat.
5. 2-Methyl-4,5-tetramethylen-3-furylmethylchrys,anthemat. ^
6. 4f,5l-Tetramethylenfurfuryl-2,2,3»3-tetramethy.lcyclopropancarboxylat.,
■■".", ...
7. 41,5l~Tetramethylen-3f-furylmethyl-2,2,3,3-tetramethylcyclopropancarboxylat·
8. 4·,5'-Tetramethylenfurfuryl-2,2,3,3-trimethyIcyelρpropan- ,
carboxylat.
9# 4,^-Tetramethylenfurfuryl-pyrethrat.
10. 4,5~Tetramethylen-3-furylmethylpyrethrat.
11. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Furanderivat
der allgemeinen Formel II
(II)
in der R5 und R. die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben
und A ein Halogenatom oder eine Hydroxyl- oder Tosyloxygruppe bedeutet, mit einer Cyclopropancarbonsäure der allgemeinen Formel
III -
HOOC - CH - C
Rl
.\/ ^R2 · (in)
CH5 CH5
in der R-, und Rp die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben,
oder deren reaktionsfähigem Derivat in Gegenwart oder Abwesenheit eines Lösungsmittels in an sich bekannter Weise kondensiert.
12. Verwendung der Verbindungen nach Anspruch 1 als Insekticide oder in insekticiden Mitteln.
13 t Furfurylalkohol der allgemeinen Formel vil
CH2OH
in der R, einen Alkylenrest mit bis zu 4 C-Atomen darstellt, der
gegebenenfalls ein Sauerstoff- oder Schwefelatom in seiner Kohlenstoffkette
enthält.
^ ORIGINAL INSPECTED
L
009842/1978
14. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen nach Anspruch
13,, d a d u r c h g e k e η η ζ e i ohne t, dass man ein
Oi-Alkoxyraethylenketon der allgemeinen Formel
- OR"
■ ■ ^o
in der R. die in Anspruch 13 angegebene Bedeutung hat und R"
ein niederer Alkylrest ist, mit einem Diazoessigsäureester der allgemeinen Formel ' Λ
N2CHCOOR1 ·
in der R1"ein niederer Alkylrest ist, umsetzt, das Reaktionsprodukt
thermisch zersetzt und den erhaltenen Furancarbonsäureester
der allgemeinen Formel . . ■ ■ "
COOR1
reduziert. j|
009842/1978
Applications Claiming Priority (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP44027531A JPS4815927B1 (de) | 1969-04-08 | 1969-04-08 | |
| JP2753169 | 1969-04-08 | ||
| JP2791469 | 1969-04-10 | ||
| JP2791469 | 1969-04-10 | ||
| JP3675169 | 1969-05-12 | ||
| JP3675169 | 1969-05-12 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2016608A1 true DE2016608A1 (de) | 1970-10-15 |
| DE2016608C DE2016608C (de) | 1973-01-18 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ES378286A1 (es) | 1973-06-16 |
| CH530390A (de) | 1972-11-15 |
| NL153542B (nl) | 1977-06-15 |
| FR2043020A5 (de) | 1971-02-12 |
| NL7004957A (de) | 1970-10-12 |
| GB1271771A (en) | 1972-04-26 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |