DE2017172A1 - Halbleitervorrichtung, insbesondere integrierte oder monolithische Halbleiterschaltung mit pn-übergangen - Google Patents
Halbleitervorrichtung, insbesondere integrierte oder monolithische Halbleiterschaltung mit pn-übergangenInfo
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Description
9.April 1970 Dr.Schie/E
Docket FI 967 063 U.S. Serial No.814 980
Anmelder: International Business Machines Corporation, Armonk, N.Y. 10504 (V.St.A.)
Vertreter:Patentanwalt Dr.-Ing· Rudolf Schiering, ™
703 Böblingen/Württw, Westerwaldweg 4
Halbleitervorrichtung« insbesondere integrierte oder monolithische Halbleiterschaltung mit pn-Übergangen
Die Erfindung bezieht sich auf integrierte-oder monolithische
Schaltungen und andere Halbleitervorrichtungen, Sie bezieht sich insbesondere auf Halbleitervorrichtungen, die
überdies noch mit einer deckenden Schicht aus dielektrisch«! Material gekapselt sind und welche Systeme zur Verhinderung μ
der Inversion enthalten·
Die passivierte beschichtete Halbleitervorrichtung, bei
welcher mit einer einbezogenen Phosphorsilicatschicht eine Inversion zu P-Typ-Bereichen oder eine Steigerung bei N-Typ-Bereichen
aufgehalten wird, ist erfindungsgemäß ergänzt durch eine negativ geladene Elektrode, die anhaftende
aber unerwünschte positive bewegliche Ladungen, welche eich bei der Fabrikation oder infolge der überlagerten eingekapselten
Schicht beim Durchgang durch die Phosphors!Iicatschicht
und bei der Erreichung des P-Typ-Bereiches angesammelt
haben, behindert. Diese positiven beweglichen Ladungen können sonst bei der Erreichung des P-Typ-Bereiches
•ine Inversion bewirken.
- 2 - BAD ORIGIWAi
G09842/1367 . AL
Übermäßige Leckströme sind ein besonderes Problem "bei der
Herstellung stark verkleinerter integrierter Schaltungen
und insbesondere bei der Erstellung der Parallelität der
Bit-Leiter einer großen Anzahl monolithischer Speicliejpvorrichtungen.
Bei integrierten Schaltungen tritt besonders ein Muster
aus leitenden und awischenverbindenden metallischen Gebieten
hervor, die sich über die mit einem Oxyd bedeckten Oberfläche des monolithischen Chips ausbreiten. Diese
Schicht ist eine dielektrische Schicht, ζ. Β» Glas. Bas
zwischenliegende Metall liegt dabei in der Zwischenzone
zwischen einer Schicht aus thermischem Oxydmaterial und
einer Schicht aus einkapselnden oder isolierenden Glas.
Durch das Glas sind Löcher geätzt um die Erstellung elektrischer Verbindungen zwischen verschiedenen Gebieten und
den Paketklemmen zu ermöglichen. Die Gesamtvorrichtunig
ist außerdem in eine Kapsel, Dose, Plastik oder dgl. eingeschlossen,
so daß ein vollständig gepackter Bauteil entsteht.
Es ist experimentell gefunden worden, daß Verumreiiiigungen
aus dem Alkalimetall, zum Beispiel Natrium, des Prozefimaterials
oder des Kapselmaterials, insbesondere Glas,
durch die Passivierung hinabwandern und den Halbleiter verunreinigen. Diese Verunreinigungen wirken, wie bewegliche
positive Ladungszentren, welche die relativ niedrig dotierten Halbleitergebiete vom P-Typ im monolithischen Chip
zum entgegengesetzten N-Typ-Bereich invertiereii· Bias führt
zu einer merklichen Steigerung des Leckstromes der Halbleitervorrichtung,
wie bereits in der amerikanischen Patentschrift 3 335 340 erörtert wurd·. Zudem neigen die Utowandlungezentren
bei IT-Typ-Zonen ssur Erhöhung uad mvatt Terstärkung
der Leitfähigkeit der Zoni.
"■■■■■'■■ -■"""- 3 ■-" ; '■■■'
009842/1367 ■ bad origsn/
Es ist bereits bekannt, daß "bewegliche Ladungen durch BiI-.
dung einer oberen Oberfläche aus Phosphorsilicat über der Schicht aus thermischen Oxyd vor der Zwischenverbindungsmetallisierung an der Grenzflache des thermischen Oxydes
und des Phosphorsilicates abgefangen werden können. Dies verhindert an fänglich einen verschärften Abbau der pn-Übergänge.
Bei dem anschließenden normalen Verfahren gibt
es das Sicherheitsproblem, damit genügend Phosphorsilicat
für den Schutz der Vorrichtung sowohl während als auch
nach der Fabrikation bleibt. Dieses Problem Mrd durch dte
Unregelmäßigkeit der Type und der dagegen zu schützenden
Menge beweglicher Ladungszentren vergrößert.
Durch die amerikanische Patentschrift 3 363 152 ist bereits
der Vorschlag bekanntgeworden, eine leitende Schicht über
der passivierenden Schicht eines Einzeltransistors anzuordnen und dabei ein negatives Potential anzuwenden. Bei
dieser bekannten Vorrichtung wurde jedoch nicht das Problem der Inversionsverhütung; in Schaltungen in Betracht gezogen,
welche bereits zum Teil durch eine Phosphorsilicatschicht
geschützt sind, auch nicht Stromkreise, welche eine Einkapselungsschicht
und/oder Isolierschicht über der Zwischenverbindungsmetallisierung
enthalten.
Die Dei den bekannten Halbleitervorrichtungen bestehenden
Schwierigkeiten, wie sie vorstehend beschrieben worden sind,
zu beheben, ist die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe.
Pur eine Halbleitervorrichtung, insbesondere integrierte
oder monolithische Halbleiterschaltung mit pn-Übergangen,
bei der eine Einkapselung oder Isolierung mit einer dielektrischen
Deckschicht vorgesehen ist, besteht danach die Erfindung darin, daß einer Silicatschicht eine negativ geladene Elektrode derart zugeordnet ist, daß dem System anhaftende,
aber unerwünschte positive bewegliche Ladungen ■ ■■' - ■: - ::'■ - - ;: ''■: V .■ "■"■ ■■■■■-■■ -: - **■ ■>': ■·■.■':/■ :
009842/1367
. BAD ORIGINAL
am Durchgang der Phosphorsilicatschicht und am Erreichen der P-Typ-Zone gehindert werden.
Zusammenfassend kann die Erfindung angesehen werden als ein
System, bei dem in einer integrierten Schaltung oder einer
anderen Halbleitervorrichtung eine negativ geladene Elektrode verwendet wird, um positive Ladungen, welche beweglich
sind, anzuziehen, und um eine Ergänzung der Phosphojpsilicatschicht
zu erstellen.
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Das System nach der Erfindung kann auch bei der Herstellung
von Feldeffekttransistoren verwendet werden. Bei Feldeffekttransistoren
ist die Oberflächenleitfähigkeit ein eigenleitender Teil der Vorrichtungsdurchführung. Die Erfindung
kann deshalb auch verwendet werden, um Leckströme zwischen
Vorrichtungen zu isolieren oder zu verhindern. Sie kann ebenso verwendet werden, um Verunreinigungen aus positiven Ionenmetallen abzufangen.
Durch Anbringung einer metallischen, leitenden oder abfangenden Elektrode über der passivierenden Schicht und
durch Verbindung der Elektrode mit der negativen Klemme einer Stromquelle wird die Elektrode bewegliche positive Ladungszentren
anziehen und einfangen. Solange wie die Elektrode mit negativer Spannung gespeist ist, können positive
LadungsZentren die Oberfläche des Halbleitermaterials nicht
erreichen, um auf diese Weise eine Inversion herbeizuführen.
Der Elektrodeneffekt bei der Bildung einer Kapazidanz aus
den pn-Übergängen gegen Erde kann einigermaßen durch den Anschluß der Elektrode an die negative Potentialquelle über
ein Verbindungselement mit hohem Widerstand, zum Beispiel einem Widerstand, reduziert werden. Mit der Herstellung ei-'
nes hohen Impedanzpfades gegen Erde für Wechselstromsignale würde der Widerstand eine Kompensation für kapazitive Effek-
QO.984 2/ 13 67 . - ? -
BAD ORIGINAL
te infolge der Zwischenwirkung zwischen der auffangenden
Elektrode -und der Vorrichtungsmetallurgie ermöglichen. Die auffangende Elektrode kann dann bedeckt oder niedergeschlagen
werden auf das kapselnde Material, das beispielsweise aus Glas, Nitrid oder dergleichen besteht.
Die aufgeladene^ auffangende Elektrode hindert bewegliche
Ladungsträger an der Bewegung durch die Phosphorsilicatschicht zu den P-Typ-Flächen der Oberfläche des Halbleitermaterials.
Die Phosphorsilicatschicht und die Auffangelek- "
trode arbeiten somit zusammen, um eine Inversion in den P-Typ-Bereichen
oder eine Verstärkung der N-Typ-Bereiche zu verhindern.
Die Erfindung sei nachstehend an Hand der Zeichnungen für eine beispielsweise Ausführungsform näher erläutert:
Fig. 1 ist eine isometrische Darstellung einer Halbleitervorrichtung,
welche gemäß der Erfindung 'eine Auffangelektrode
enthält.
Pig. 2 ist eine Querschnittsdarstellung einer Feldeffekt- ä
Vorrichtung, in welcher eine Elektrode gemäß der Erfindung zum Auffangen von Ladungen und/oder eine isolierende
Vorrichtung enthält. ·
Fig. 3 ist eine andere Ausführungsform der Erfindung nach
Fig. 2. Sie zeigt die Elektrode für Isolationszwecke.
Fig. 4 ist eine logarithmische Darstellung des Auffangelektrodenpo.tentiales,normalisiert
auf 1000 Angström der Dicke des Siliciumdioxyds zur Inversionsverhinderung
bei verschiedenen Konzentrationen der Bulkverunreinigunp;en
pro cm .
■ : : - 0 0 9 8 4 2/1367 - BAD
In Fig. 1 ist mit 1 eine Schicht aus halbleitendem Material
bezeichnet. Diese schließt eine Fläche 2 ein, welche die üblichen monolithischen Schaltungen mit ihren pn-Übergängen
zwischen Zonen verschiedenen Leitfähigkeitstyps enthält. Obgleich
derartige Vorrichtungen meist mit vielen Vorrichtungen in benachbarten Bereichen eines Halbleiterplättchens hergestellt
werden, ist in Fig. 1 zur Erleichterung der Erklärung · nur eine einzelne Vorrichtung oder Chip dargestellte Unmittelbar über oder daneben enthält die Halbleiterschicht 1
eine Schicht 3 aus isolierendem Material. Dieses Material
besteht insbesondere aus thermischen Oxydmaterial mit einer
Schicht 4 aus Phosphorsilicat·
Die Bildung einer solchen Phosphorsilicatschicht ist an sich bereits durch die amerikanische Patentsehrift 3 343 049 bekanntgeworden.
Die Phosphorsilicatschicht ist eine typische Mischung des thermischen Oxydes mit Phosphorpentoxyd. Die
Schichten 3 und 4 können daher zusammen wie eine thermische
Oxydschicht unter Einschluß des Phosphorsilicates betrachtet
werden.
Auf der Schicht 4 befindet sich eine Anzahl metallischer Gebiete oder leitender Vorrichtungen 5» 6 und 7 des konventionellen
Typs wie man sie bei der Herstellung integrierter Schaltungen verwendet. Diese Gebiete werden von den Schichten
3 und 4 getragen und sind, was nicht besonders gezeigt ist, mit dem Halbleiter 2 in einer üblichen Weise entsprechend
der zu konstruierenden Schaltung angeschlossen.
Unmittelbar über und neben der Schicht 4 und den Gebieten
ist eine Schicht 8 für die Einkapselung und/oder Isolation des Halbleiters und des metallischen Materials, insbesondere
aus Glas oder Siliciumnitrid vorgesehen· Die Glassehicht
kann durch das in der amerikanischen Patentschrift 3 247 beschriebene Verfahren hergestellt werden. Eine Anzahl von
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; .-■■■■ - 7 - ';._-.: . : -"■/■■■ . ,\; ■ ■
äußeren Koiitaktverlängeruiigen oder Kontaktklemmen 91 10 und
11 sind vorgesehen und besonders dafür eingerichtet ,um die
Arbeitspotentiale aufzunehmen und diese Potentiale durch die
Schicht 8 zu den entsprechenden Gebieten 5 und 6 zu liefern.
Die Herstellung geschieht mit den üblichen photolithographischen
Verfahren und JLtzmethoden. Zusätzliche, in der Zeichnung
nicht besonders dargestellte Schichten, die der Schicht 3 ähnlich sind, können auf die Schicht 8 aufgetragen werden
und schließen leitende Teile zum Anschluß an die Stromkreis'--teile
5, 6 und 7 durch geeignete, nicht besondere gezeigte *
Mittel ein. ^ I
In dieser Anordnung dient die Schicht 8 als Isolation zwischen den leitenden Teilen. Die auffangende Belegung ist demgemäß
nicht auf ein einzelnes Niveau der Passivierungund"
Einkapselung beschränkt.
Im Falle dieses Ausführungsbeispieles ist angenommen, daß
die Schaltung derart konstruiert ist, daß der KontaktanschTuß
9 ein negatives Potential, welches vorzugsweise das am stärksten negative Potential beim Anschluß der Vorrichtung ist,
aufnimmt. Es kann jedoch eine getmnte negative Potentialquelle verwendet werden. Eine leitende Elektrode 12 1st auf λ
der oberen Oberfläche der Schicht 8 angeordnet, welche mit
dem Anschluß 9 über den Leiter 15 verbunden ist und sich
über die gesamte Fläche oder einen Teil des Bereiches 2 in der Schicht 1 erstreckt.
Wahlweise kann der Leiter 13 ein Widerstand mit hohem Widerstandswert sein. Der Widerstand kann in den Halbleiterkörper 1 durch die Diffusion hergestellt werden und in geeigneter Weise mit der Elektrode 13 verbunden sein. Die
negativ geladene Auffangeelektrode zieht dann die beweglichen positiven Ladungen ab und zwar zur metallischen Elektrode 12, welche sich innerhalb dor !•Jinkapselungsschicht 8
009842/1367
' BADORiOiNAL
' BADORiOiNAL
^befindet. Die Auffangelektrode kann zusätzlich die Phosphorsilicatschicht
4· auch durch. Anziehen beweglicher Verunreinigungen
innerhalb der thermischen Schicht 3 ergänzen, insbesondere
wo die Schicht 4- in ihrer Dicke und/oder Dotierungskonzentration
entsprechend ihres konstruktiven Aufbaus beschränkt ist. Die beweglichen Ladungen erreichen deshalb
nicht den P-Typ-Bereich in der pn-Übergangszone 2, und die
Inversion wird vermieden.
Die Elektrode 12 muß eine Dicke haben, die groß genug ist,
damit diese als Äquipotentialfläche dienen kann. Nach einer
vorteilhaften Ausführungsform ist diese Dicke etwa 5000 bis
7000 Angström. Eine dünnere Elektrodenschicht 12 würde we-ν
nig Neigung zum Kurzschließen durch Defekte in der Einkapselungsschicht
8 haben. Die Gestalt der Elektrode 13 kann irgendeine Form haben und braucht nicht notwendig die
in Figur 1 gezeigte Form aufzuweisen. Die Lage der Elektrode 13 liegt erforderlicherweise über diesen Bereichen, die
gegen eine Inversion oder Verstärkung anfällig sind. Es können auch mehrere Auffangelektroden in verschiedenen Niveaus
einer Mehrniveaus-Zwischenverbindungsstrüktur gemäß den An-Ordnungsbeschränkungen
verwendet werden.
Die Klemmen 19 und 11 wurden normalerweise durch einen Me
tallniederschlag und durch einen Ätzprozeß in konventioneller Weise über Lochungen durch die Einkapselungsschicht 8
hergestellt werden. Die Elektrode 12 kann während desselben Verfahrensintervalles aufgebracht werden wie das Kontaktmetall.
Wenn zum Beispiel eine Ohrom-Kupfer-Gold-Elektrode
als Kontaktmetall bevorzugt wird, könnte diese auch als Elektrodenmetall dienen. Andererseits kann Molybdän oder
Aluminium im Mederschlagsverfahren verwendet werden, um
die Elektrode herzustellen. Die gleichzeitige Bildung der Auffangelektrode und des Klemmenmetalles vereinfacht den
gewählten Fabrikationsprozeß. ■ ' ·
- 9 009842/1367
BAD ORIGINAL
Die Figur 2 zeigt eine Feldeffektvorrichtung mit einem
P-Typ-Substrat 1' sowie mit den N-Typ-Zonen 2a/und 2b.
Diese Zonen arbeiten als Source- "bzw. Drain-Zone. Die " ·
Schicht 3' repräsentiert die Passivierungsschichten und
schließt eine aktive Gate-Oxydζone ein. Sie enthält ferner
die Gate-Metallurgie und eine geeignete PassivJerung für die
metallische Zwischenverbundung.
Eine.Einkapselungsschieht 8*, vorzugsweise aus Glas, Nitrid
oder dergleichen, bedeckt die Passivierung und das Verbindungsmetall.
Auf der Einkapselungsschicht ist, wie in Fig, I
beschrieben, eine Auffangelektrode 12· gebildet. Diese zieht
die beweglichen positiven Ladungen in der Schicht 8' in Ergänzung mit der Wirkung der Phosphorsilikatschicht4' an.
In der Schicht 8' sind geeignete Durchgangswegegebildetf
damit geeignete Stromquellen mit der Schaltungsmetallurgie
verbunden werden können. Der negative Anschluß für die Auffangelektrode 12' kann, wie in Verbindung mit Fig. 1 be- :
reits beschrieben, eine getrennte Zufuhr sein.
Bei fehlender Elektrode>12· würde es zu Leckströmen oder
zur Inversion in den Pfaden zwischen benachbarten Elemen- ^
ten kommen. Die Auffangelektrode zieht die posüLven Ladungen "
aus den oben beschriebenen Gründen an. Dadurch wird eine Isolation der Feldeffektvorrichtungen in einem einzelnen
Substrat bewerkstelligt.
Eine wahlweise Feldeffektstruktur ist in Fig. 3 gezeigt.
Hierbei ist die Auffangelektrode 12" auf die Passivierungsschichten
3" und 4" aufgebracht. Diese wird durch die Einkapselungsschicht 8" bedeckt. Die Auffangelektrode kann
den gesamten Zwischenraum oder einen Teil des Zwischenraumes zwischen der Source-Elektrode und der Gain-Elektrode
bedecken. Der Elektrode kann ein negatives Potential durch geeignete , in der Zeichnung nicht besonders dargestellte
-. ■■■' ■■■ .-■'.■■ - - ;.' -■■■"'■■■■ : - :; ■■ - ίο -■■ ■■■'.■': ■ '■■
009842/1367 BAD OBKäiNAL
- ίο -
Mittel, wie in den Fig. 1 und 2 vorgeschlagen, zugeführt
werden. Im Falle der Fig. 3 zieht die Auffangelektrode
bewegliche Ladungen aus der darüberliegenden Schicht 8"
ab, während im Falle der Fig. 2 die auffangende Schicht
von der darunterliegenden Schicht 8' Ladungen abzieht.
Ein zusätzliches Merkmal der Erfindung ist durch die Beanspruchung
in einem Verfahrensschritt vor Gebrauch gegeben, welcher als Teil des Fabrikationsprozesses zu
betrachten ist. Damit ist eine gleichzeitige Anwendung von Wärme und Spannung in einer Zeitperiode gegeben, um
eine Sammlung der Verunreinigungen zu ermöglichen. Dieser Verfahrensschritt enthält eine Erwärmung der Vorrichtung
auf 100 bis 3000C. '
Diese sehr hohe Temperatur liefert eine thermische Energie zur Beschleunigung der Beweglichkeit ionischer Schmutzstoffe
in der Struktur. Die gleichzeitige Anwendung von Spannung an der Auffangelektrode in der Größenordnung von
Io Volt führt zum Anziehen der Verunreinigungsionen an die
Auffangelektrode. Die Vorrichtung ermöglicht generell eine Abkühlung bevor die Spannung reduziert wird.
Temperatur und Spannungen werden für eine Zeitdauer eingesetzt,
um die ionischen Verunreinigungen zu entfernen ehe sie, die Oberflächen der Halbleitervorrichtung erreichen.
Diese Periode kann in der Größenordnung von ein bis zwei Stunden sein. Die Temperatur, die Spannung und die^Zeitdauer
hängen von dem Gesamtpegel ionischer Verunreinigungen in der Struktur ab. Der Verfahrensschritt verbesssert
die Leistung der Vorrichtungen, in welchen überschüssige,
ionische Verunreinigungskonzentrationen bestehen, welche sonst einen normwidrigen Einfluß auf die Halbleiteroberfläche
und auf die Durchführung haben wurden. In der amerikanischen
Patentschrift 3 305 059 sind weitere Einzelheiten
- 11-00 9-8 A 2/1367 bad
"■■■■-: : - 11 - ■' ■'.- ν ■".■.'■ - .'■'' ■ -
diesbezüglich beschrieben. :
Die Fig. 4 veranschaulicht den Mechanismus der La .Sammlung in der Einkapselungsschicht 8, der Phosphorsilicat
schicht 4, der Passivierungsschicht 3 und· dem Halbleiter 1
für den Fall einer Metalloxyd-Halbleiter-Kapazidanz. Die
Anzahl induzierter Ladungen im Halbleiter 1 aus den Schichten 8, 4 und 3 ist in Fig. 3 -als Abszisse dargestellt und
durch die folgende Gleichung 1 bereichnet
In dieser Gleichung sind
■-"■■■"■■'-■ -2: -"'■""■■
N = Gesamtzahl der Ionen pro cm in den
verschiedenen Oxydschichten $, 4 und 8 in Fig. 1 ; "
N„~x.= Effektive Zahl der induzierten io-
- eff '■ 2 ■'■■■■■■■■
nischen Ladungen pro cm in der
• Siliciumschicht 1 von Fig. 1
q β Einheitsbetrag der Coulomb gemessenen Ladungen
χ * Dicke des Dielektrikumsgemessen
χ * Dicke des Dielektrikumsgemessen
gegenüber der Siliciumschicht 1 nach Fig. 1 von der Auffangpotentialber
legung (Schicht 12 in Fig.. 1) in cm ■· tQ ψ Messung an der oberen Oberfläche der
,Kf!; Schicht 8 in cm
-."..-■? : ^Ti * Messung am Abschnitt zwischen dem un-•
. ; - :.« - teren Teil der Oberfläche der Schicht
, 8 und der oberen Oberfläche der
"'■■· .Schicht .4 in Fig. 1 in cm "
0 0 9 8A 2/1367 _ ip ^
tp = Messung am Abschnitt zwischen der
unteren Oberfläche der Schicht 4 und . der oberen Oberfläche der Schicht 3
nach Fig. 1 in cm
t- = Messung am Abschnitt zwischen der
t- = Messung am Abschnitt zwischen der
unteren Oberfläche der Schicht 4 und • der oberen Oberfläche der Schicht 1
in Fig. 1 in cm
M = Ionenladungsverteilung in der SiOo-Schicht 8 der Fig. 1 in Coulomb pro
cnr
= Ionische Ladungsverteilung in der
PSG-Schicht 4 der Fig. 1 in Coulomb
PSG-Schicht 4 der Fig. 1 in Coulomb
!5·
3
pro cm"^
pro cm"^
Ladungsverteilung in der thermischen SiOo-Schicht 3 nach Fig. 1 in Coulomb
3
pro cm
pro cm
Sowohl die Schicht 8 als auch die Schicht 3 enthalten Verunreinigungen
,zum Beispiel Natrium, Blei, Lithium und Kalium sowie Protonen, welche von Haus aus positiv sind. Die Schicht
4 hilft beim Auffangen und beim Gettern dieser Ionen, wie
in der amerikanischen Patentschrift 3 335 34-0 beschrieben
ist. Die Schicht 8 wirkt Jedoch, infolge ihrer Verunreinigung dem Einfluß der Schicht 4 entgegen. Die Anwendung eines negativen Potentials an einer Auffangelektrode ergänzt den Mechanismus der Schicht 4. Das Auffangpotential, welches in Fig. 4 in der Ordinatenachse aufgetragen ist, wird durch die Gleichung 2 berechnet:
in der amerikanischen Patentschrift 3 335 34-0 beschrieben
ist. Die Schicht 8 wirkt Jedoch, infolge ihrer Verunreinigung dem Einfluß der Schicht 4 entgegen. Die Anwendung eines negativen Potentials an einer Auffangelektrode ergänzt den Mechanismus der Schicht 4. Das Auffangpotential, welches in Fig. 4 in der Ordinatenachse aufgetragen ist, wird durch die Gleichung 2 berechnet:
V- - J- (N3- Neff) ....(2)
In dieser Formel sind: .
V β Das Potential pro Einheit der Dicke
des Dielektrikums, welches auf die
jnet^lliofthe Aul'fangelektrodenschicht
des Dielektrikums, welches auf die
jnet^lliofthe Aul'fangelektrodenschicht
12. nach. Fig. 1 aufgetragen ist, in Volt pro cm
q = Der Einheitsbetrag, der Ladung in Coulomb
N_ = Die Oberflächen-Bereichs-Ladungsdichte,
s
welche gleich der Anzahl von Ladungen
2
- pro cm ist, die man braucht, um so-
- pro cm ist, die man braucht, um so-
eben- die Oberfläche der Halbleiterschicht 1 nach Fig. 1 mit einer BuIk-Dotierungskonzentration
Nj zu invertieren
2 N ~- = Die Anzahl der Bildlädungen pro cm ,
gegeben durch die Gleichung (1) 'C. = Die Dielektrizitätskonstante in Farad
pro cm
In Gleichung (2) ist die Größe N durch die Gleichung (3) bestimmt:
'2 i KTN-j-q"1 In N1 ....;.. (3)
In dieser Gleichung (3) sind:
N„ = Die Anzahl der Substrat-Überflächen-.
ρ
ladungseinheiten pro cm
q = Einheitsbetrag der Ladungen in Coulomb £_ =» Dielektrizitätskonsbante in Farad pro
cm
K » Boltzmann-Konstante in Elektronenvolt
K » Boltzmann-Konstante in Elektronenvolt
pro Grad Kelvin
T = Absolute Temperatur in Grad Kelvin Nj » Bulk-Verunreinigungskonzentration des
Halbleitersubstrates in Einheiten der
Verunreinigung pro
- 14 009842/1367
η. = Intrinsic-Trägerkonzentration pro cm
2 Fig. 4· zeigt, daß für den Wert N-f·' von 1,5 χ 10 pro cm
ein P-Substrat, welches eine Bulk-Verunreinigungskonzentra-
15 3
tion von 10 ^ Atomen pro cnr aufweist, an der Auffangelektrode
12 eine Spannung von 0,3 Volt pro 1000 Angström verlangt, um die Inversion zu verhindern. In einer anderen Wei
se angegeben braucht man zum Beispiel bei einer Dicke von
20000 Angström in den Schichten 3» 4 und 8 ein negatives
Potential von 6 Volt als Minimum, um die Inversion im Halbleiter
zu verhindern. -■■---- ■ ..
Es wurde gefunden, daß bei wachsender Umgebungstemperatur
am Halbleiter größere Ladungsmengen in den Schichten 3 und
8 den Halbleiter 1 invertieren. Demgemäß wird das Auffangpotential
weiterhin negativ erhöht, um die Inversion zu verhindern. Die höhten Temperaturen führen'jedoch zur Steigerung der Beweglichkeit der Ionen. Die in den Schichten 3
und 8 entwickelten Ionen werden daher durch die Auffangelektrode in einer kürzeren Zeitperiode angezogen als dies
für angezogene Ionen bei niederen Temperaturen der Fall ist.
- 15 -
0098A2/ 1367 ; )(
Claims (8)
- VT S- f . *■-■■15-rPatentansprücheHalbleitervorrichtung, insbesondere integrierte oder , monolithische Halbleiterschaltung mit pn-Über gangen, bei der eine Einkapselung oder Isolierung mit einer dielektrischen Deckschicht vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß einer Silicatschicht (3,4), eintnegativ geladene Auffangelektröde (12) derart zugeordnet ist, daß dem System anhaftende aber unerwünschte positive, bewegliche Ladungen am Durchgang der Silicatschicht und am Erreichen der P-Iyp-Zone (2) gehindert werden.
- 2.) Halbleitervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, 'daß die leitende Auffangelektrode (12) sieh flächenhaft über ein Gebiet erstreckt, welches den flächenhaften pn-übergang (2) oder flächenhafte pn-Übergänge überdeckt·
- 3·) Halbleitervorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schicht aus thermischem Oxydmaterial in der Umgebung des halbleitenden Materials angeordnet ist.
- 4.) Halbleitervorrichtung nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß das thermische Material ein Phosphorsilicat ist und daß das Halbleitermaterial Silicium enthält.
- 5·) Halbleitervorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der metallische Anschluß (13) der zusätzlichen, negativen Auffangelektrode (12) einen ausreichend großen Widerstand hat, um die Kapazidanz gegen Erde aus den pn-Übergängen zufolge dieser Elektrode (12) klein zu halmen. \00 98 4 2/1367 -
- 6.) Halbleitervorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der metallische Widerstand des metallischen Anschlusses (13) für die Auffangelektrode (12) durch Diffusion im Halbleiterkörper (1) hergestellt ist.
- 7·) Halbleitervorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in Verbindung mit Phosphorsilicatschichten (4) mehr als eine Auffangelektrode (12) vorgesehen sind.
- 8.) Halbleitervorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 71 dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangelektrodenspannung 0,3"VoIt pro 1000 Angström beträgt, wenn das P-leitende Substrat eine Bulk-Störstoffkonzentration von 10 ^ Atomen pro cnr etwa aufweist.0 0 9 8 A 2 / 1 3 6 7Lee rs ei te
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|---|---|---|---|
| US81498069A | 1969-04-10 | 1969-04-10 |
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| DE2017172C3 DE2017172C3 (de) | 1981-08-20 |
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Patent Citations (1)
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| IBM Journal of Research and Development, Bd. 8, 1964, H. 4, S. 376-384 * |
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