DE2019247C - Steuereinrichtung fur em hydrauli sches Medium zur Betätigung von Maschi nen - Google Patents
Steuereinrichtung fur em hydrauli sches Medium zur Betätigung von Maschi nenInfo
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Description
Steuerhebeln eine Mehrzahl von Schieberkolben gesteuert antreibbar ist. Vorzugsweise ist die Welle
bzw. sind die Wellen von einem mit einem stufenlosen Drehzahlregler ausgestatteten hydraulischen
Motor angetrieben.
Durch die Stabilisierung des Schieberkolbens der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung durch die in
den Durchflußkammern des Schieberkolbens erzeugten dynamischen Druckkräfte ist die Verweilzeit
des Schieberkolbeiis in seiner jeweiligen Endlage ausschließlich von der gegenseitigen Winkelstellung
der beiden Anschläge auf den zugehörigen Wellen und von deren Umdrehungsgeschwindigkeit abhängig.
Durch die hydraulische Stabilisierung des Schieberkolbens in seinen Endlagen und durch den
rein mechanischen Umsteuerantrieb ist mit der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung eine hohe Zuverlässigkeit
bei hoher möglicher Schalthäufigkeit gegeben.
Außerdem sind dank der Anwendung von zwei abwechselnd wirkenden Hebeln, von denen der eine
den Schieber in eine und der andere in entgegengesetzte Richtung verschieb;, auch die Mängel der
Steuerschieber mit Rückholfedern beseitigt.
Die erfindungsgemäße Steuereinrichtung zeichnet sich nicht nur durch eine einfache Konstruktion aus,
sondern ermöglicht auch eine sehr leichte Einstellung eines beliebige.: Steuerungsprogramm* des Arbeitsprozesses.
Diese Einstellung besteht nämlich nur in einer entsprechenden Einstellung der Anschlagringe auf
der Welle oder auf den gekuppelten Wellen, wo durch eine beliebige Einstellung sowohl des Anfangs
als auch des Endes des Arbeitszyklus ermöglicht wird.
Die Frfindung ist beispielshalber an H-md der
Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Steuereinrichtung gemäß der Erfindung
im Schnitt entlang der Schieberachse;
Fig. 2 zeigt den Antrieb der gekuppelten Wellen,
und
Fig 3 zeigt eine Steuereinrichtung mit mehreren
Schiebern im Schnitt entlang der Achse einer der gekuppelten Wellen.
Der gezeigte hydraulische Steuerschieber gemäß der Erfindung besitzt einen Zylinder 1 mit einem
System von Kanälen 2, die mit der Zuführungsleitung 3 und Abflußleitungen 4 verbindbar sind,
sowie einen innerhalb dieses Zylinders I verschiebbar angeordneten Schieber 5 mit Verbindungskammern 6.
Der Schieber wird in den entsprechenden Momenten des Arbeitszyklus hin und her verschoben
und bewirkt eine Verbindung entsprechender Kanäle 2 mittels der Kammern 6.
Zum Verschieben des Schiebers dient ein Mechanismus mit zwei Umsteuerhebeln 7 und 8, die
auf den Achsen 9 und 10 oder auf einer Welle drehbar angeordnet sind und abwechselnd auf den
Schieber an seinen beiden Seiten wirken.
Zum Steuern dieser Hebel dient eine oder dienen zwei miteinander gekuppelte Wellen 11 und 12, die
mit einer vorzugsweise stufenlos regelbaren Drehzahl angetrieben werden ";nd mit auf ihnen festgespannten
einstellbaren Anschlagringen 13 mit Anschlägen 14 versehen sind.
Die Anschläge Ϊ4 arbeiten vorzugsweise mit Rolien 15 zusammen, die auf den Enden der Hebel 7
und 8 drehbar angebracht sind, welche an ihren anderen Enden mit ähnlichen aufgesetzten Rollen 16.
die mit den Frontflächen des Schiebers 5 zusammenarbeiten, ausgestattet sind.
Zum Antrieb der Welle oder der gekuppelten Wellen 11,12 dient in dem Ausführungsbeispiel, das
in Fig. 2 dargestellt ist, ein Mechanismus mit einem
hydraulischen Motor 17 mit einem Regler 18 für die
ίο Durchflußgeschwindigkeit der Flüssigkeit, der eine
stufenlose Änderung der Drehzahl des Motors ermöglicht. Der Mechanismus besitzt ferner eine
Schnecke 19, die auf der Welle des Motors 17 angeordnet ist, ein mit dieser zusammenwirkendes
JS Schneckenrad 20 sowie ein Zahnradgetriebe 21. 22
diesen Rad 21 auf der Welle 11 verkeilt ist, währeno
das Rad 22 auf der Welle 12 sitzt und mit dem R ■■:
21 kämmt.
Die Steuereinrichtung in dein Ausführungsbeispi
in Fig. 3 besteht aus einer Gruppe von see1 Zylindern 1 a. 1 b. 1 c. 1 d. 1 e, 1 / mit (!!zugehörige:
n;cht gezeichnet ju Schiebern, die hin und her mitte
eines Satzes von Hebeln 7 a. 7 b usw. sowie den niJ
gezeichneten Hebeln 8 a, 8 b. 8 c usw. verschob
werden.
Zum Steuern dieser Hebel dienen die auf Welle: 11 und 12 angeordneten Klemmringe 13a. 13/7. 13
usw. mit Anschlägen 14 a. 14 b usw.
Die Wirkung der oben beschriebenen Steuer einrichtung ist wie folgt:
Zwecks Einstellung des gesteuerten Programm des Arbeitszyklus werden, entsprechend dem Anfang·»-
und Endpunkt des Zyklus der einzelnen mittels dV Zylinder 1 a, 1 b . . . 1 / gesteuerten Elemente, eii
Ringe 13 mit ihren Anschlägen 14 auf der Welk oder auf den gekuppelten Wellen 11 und 12 so ein
gestellt, daß die mit diesen Anschlägen gesteuerter. Hebel Ία. Ib .. . 7/ und 8a. 8i>. Γ. 8/ die synchronisierte
Hin- und Herbewegung der Schieber 5 bpwirken.
Die Einstellung entsprechenüer Länge des Arbeitszyklus erreicht man durch geeignete Regelung des
Durchflusses der Flüssigkeit durch den hydraulischen Motor 17 mittels des Geschwindigkeitsreglers 18.
Nach Ingangsetzung des Steuerschiebers bewirken die Hebel 7 a, Tb. .".Tf sowie 8 a, 8 6... 8/, die
mittels der Anschläge 14 a, 14 b ... 14/ gesteuert werden, eine entsprechend synchronisierte Verschiebung
der Schieber 5 in den Zylindern 1 a,
so 1 b . . . 1 / und damit die Steuerung der Arbeitselemente entsprechend dem gewünschten Programm.
Die Feststellung des Schiebers in der ungesteuerten Lage wird mittels des in der Durchflußkarrmer erzeugten
Drucks erreicht.
Dank der Beseitigung elektrischer Einrichtungen erlangt man nicht nur eine hohe Zuverlässigkeit der
Wirkung der Steuerschieber gemäß der Erfindung, sondern auch eine bedeutende Erhöhung der Anzahl
von Zyklen oro Zeiteinheit, die etwa sechzigtausend Zyklen pro Stunde ausmachen kann.
Außerdem zeichnet sich der Steuerschieber nach der Erfindung durch einfache und kompakte Bauart
und somit durch kleine Abmessungen aus.
Der Steuerschieber gemäß der Erfindung kann insbesondere zur Steuerung beliebiger hydraulischer
Systeme verschiedenartiger Maschinen und technischer Einrichtungen verwendet werden.
Claims (3)
1. Steuereinrichtung für ein hydraulisches Es sind auch Steuerschieber mit einem Antrieb
Medium zur Betätigung von Maschinen mit 5 bekannt, der aus den Schieberkolben in die eine
schnellwechselnden Zyklen und veränderbarem Richtung verschiebenden Nocken und aus den
Steuerprogramm, mit zwei jeweils an einem Ende Schieberkolben in die andc.c H:rhtung -ückstelleneines
mit Durchflußkammern für das hydraulische den Rückstellfedern besteht. Der Nachteil eines der-Medium
versehenen Schieberkolbens angreifen- artigen Steuerschiebers liegt darin, daß im Falle
den, gesteuert betätigbaren Umsteuerhebeln, ίο eines Klemmens des Schieberkolbens, z. B. infolge
durch welche der Schieberkolben in eine seiner Ölverunreinigung, die Kraft der Rückstellfedern /u
Endlagen verschiebbar ist, wobei der Schieber- klein ist. um die vergrößerten Bewegungswiderstänckkolben
in seinen Endlagen durch auf ihn zu überwinden. Außerdem eignen sich Rücksteiieinwirkende
Druckkräfte gehalten ist. da- federn in Verbindung mit eine Nockenantrieb auf
durch gekennzeichnet, daß die Um- i5 Grund ihrer bei hohe:"! Geschwindigkeiten un
steuerhebel (7, 8) mittels auf einer oder mehreren kontrollierbaren Eigenschaften nicht Tür hydrau
rotierenden Wellen (11, 12) an verstellbarer. An- lische Steuerschieber mit kurzen Schaltzeiten ur,\
Schlagringen. (13) sitzender Anschläge (14) be- großer Schalthäufigkeit, wobei auch die Federträghe:
tätigbar sind und daß der Schieberkolben (5) in <;chr schnellen Steuerzyklen entgegenwirkt. Auseinen
Endlagen durch dynamische Druckkräfte, 20 diesen Gründen ist eine Geschwindigkeitssteigerur.
welche das durch den Schieber geleitete hydrau- für federbelastete Steuerschieber begrenzt.
lische Medium in den Durchflußkammern (6) Es sind auch Steuerschieber bekannt, bei denen ;■.■
des Schieberkolbens (5) auf diesen ausübt, ge- den Enden des Schieberkolbens angreifende Ui.■-
halten ist. steuerhebel vorgesehen sind, die den Schieberkolbcr;
2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1. dadurch 25 in dessen Endlagen verschieben, je nachdem, welcher
gekennzeichnet, daß auf der Welle oder den Umsteuerhebel durch einen oder zwei hin und hf
Wellen (11, 12) eine Mehrzahl von zu Gruppen verschieblichen Kolben verschwenkt wird. DaK
zusammenge.'ißten verstellbaren Anschlagringen wird der Schieherkoiben in seiner geschalteten End
(13 α bis 13/) mit auf ihnen sitzenden An- lage durch den einen der Umsteuerhebel gehalten
schlagen befestigt ist, durch welche über züge- 30 solange dieser Umsteuerhebel durch den zugehörigen
ordnete Gruppen von Urnsteirrhebeln (7 α bis 7/, ihn betätigenden Kolben angedrückt wird. Ist die·-
8a bis 8/) eine Mehrzahl von Schiebcrkolben nicht der Fall, dann wird der Schieberkolben durch
gesteuert antreibbar ist. einen auf sein entsprechendes Ende wirkenden
3. Steuereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, Außendruck in seiner stabilen Lage gehalten, bis er
dadurch gekennzeichnet, daß die Welle bzw. die 35 durch den anderen Umsieuerhebel in die andere
Wellen (11, 12) von einem mit einem stufenlosen Endlage verschoben wird. Durch den Kolbenantrieb
Drehzahlregler (18) ausgestatteten hydraulischen der Umsteuerhebel sind diese bekannten Steuer-Motor
(17) angetrieben ist bzw. sind. einrichtungen verhältnismäßig träge und darüber
hinaus aufwendig, da jeweils für einen entsprechen-
4P den Außendruck gesorgt werden muß. wenn der
Schieberkolben nicht durch einen der Umsteuerhebei
Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung für in seiner stabilen End'age gehalten ist. Derartige
ein hydraulisches Medium zur betätigung von Ma- Steuereinrichtungen, die in den bekannten Fällen /ur
schinen mit schnellwechselnden Zyklen und ver- Steuerung einer Wassersäulenmaschine oder eines
änderbarem Steuerprogramm, mit zwei jeweils an 45 Schüttelrutschenmotors verwendet werden, eignen
einem Ende eines mit Durchflußkammem für das sich nicht für die Verwendung zur Steuerung von
hydraulische Medium versehenen Schieberkolbens schnellaufenden Maschinen mit hoher Schaltha'ufig-
a.igreifenden, gesteuert betätigbaren Umsteuerhebeln, keit.
durch welche der Schieberkolben in eine seiner End- Aufgabe der Erfindung ist es, eine Steuereinrich-
lagen verschiebbar ist, wobei der Schieberkolbcn in 50 tung ^er eingangs erwähnten Art zu schaffen, welche
seinen Endlagen durch auf ihn einwirkende Druck- bei hoher Zuverlässigkeit hohe Schaltzyklen durch
kräfte gehalten ist. kurze Schaltzeiten ermöglicht und weiche einfach
Zur hydraulischen Steuerung von Maschinen wer- zur Änderung des Steuerprogramms verstellt werden
den hydraulische Steuerschieber verwendet, die einen kann.
in einem Zylinder hin und jier beweglichen Schieber- 55 Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gekolben
aufweisen, der die Durchflußleitungen zu den löst, daß die Umsteuerhebel mittels auf einer oder
zu steuernden Baugruppen der Maschinen öffnet mehreren rotierenden Wellen an verstellbaren Anoder
schließt. Schlagringen sitzender Anschläge betätigbar sind und
Es ist bekannt, die Schiebcrkolben durch Elcktro- daß der Schieberkolben in seinen Endlagen durch
magnete anzutreiben, die durch Stromimpulse von 60 dynamische Druckkräfte, welche das durch den
einem elektrischen Verteiler oder Grenzschalter ein- Schieber geleitete hydraulische Medium in den
und ausgeschaltet werden und dadurch den Schieber- Durchflußkammern des Schieberkolbens auf diesen
kolben hin und her bewegen. Grundsätzliche ausübt, gehalten ist.
Nachteile derartiger Steuerschieber sind ihre un- In einer Ausgestaltung der Erfindung ist auf der
zureichende Zuverlässigkeit infolge der Kopplung 65 Welle oder auf den Wellen eine Mehrzahl von zu
einer elektrischen Schaltung mii einem hydraulischen Gruppen zusammengefaßten verstellbaren Anschlag-
System, eine begrenzte Schallfähigkeit, die drei- bis ringen mit auf ihnen sitzenden Anschlägen befestigt,
Üinftausend Schaltungen pro Stunde nicht über- durch welche über zugeordnete Gruppen von Um-
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| PL133255A PL62238B1 (de) | 1969-04-28 | ||
| PL13325569 | 1969-04-28 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2019247A1 DE2019247A1 (de) | 1970-11-19 |
| DE2019247C true DE2019247C (de) | 1973-06-20 |
Family
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