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Die
Erfindung betrifft eine Leitungsanordnung für Zerstäuberlanzen an einem Kessel,
durch die wenigstens ein Additiv in den Kessel zugeführt wird
und die mit jeweils wenigstens einer Zuführleitung für das zuzuführende Additiv verbunden sind. Der
Kessel kann als Heizkessel ausgebildet sein. Es ist im Folgenden
jedoch von einem Kessel die Rede.
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Es
ist beispielsweise aus der
EP
0 426 978 A1 oder
DE
35 02 788 C2 bekannt, den Verbrennungsvorgang in einem
Kessel durch Additive zu beeinflussen. Dabei werden das oder die
Additive mittels wenigstens einer Zerstäuberlanze in den Brennraum
eingedüst.
Für eine
feine Verteilung des Additivs ist es bekannt, das Additiv durch
Druckluft, die ebenfalls durch die Zerstäuberlanze geführt wird,
fein zu verteilen. Für
eine gleichmäßige Verteilung
des Additivs im Brennraum oder im Rauchgaszug ist zudem das Vorsehen
von mehreren Zerstäuberlanzen zweckmäßig.
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Für eine optimale
Zugabe des Additivs mittels derartiger Lanzen ist es erforderlich,
dass die zugeführte
Menge für
jede Zerstäuberlanze
separat einstellbar ist. Dies gilt auch für den Druck oder den Volumenstrom
der zugeführten
Druckluft. Es ist bekannt, eine Verteilstation räumlich getrennt vom Kessel
anzuordnen, in der die Zufuhrmengen des Additivs für jede Zerstäuberlanze
einstellbar sind. Die Verteilstation ist dabei vorzugsweise an einem
gut zugänglichen
Ort mit Abstand zum Kessel angeordnet, wodurch die Bedienung und
die Einstellungen der einzelnen Lanzen vereinfacht werden.
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Die
Anordnung einer räumlich
getrennten Verteilstation hat jedoch den Nachteil, dass viele und relative
lange Rohrleitungen zu den einzelnen Zerstäuberlanzen benötigt werden.
Befinden sich beispielsweise am Kessel sechs Zerstäuberlanzen,
werden sechs Paare Zuführleitungen
für das
Additiv und die Druckluft von der Verteilstation zu den einzelnen Zerstäuberlanzen
benötigt.
Die Anordnung und Montage dieser langen Leitungen sind mit einem
erhöhten
Aufwand verbunden.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Leitungsanordnung der
eingangs geschilderten Art so auszubilden, dass der Montageaufwand
und die Kosten reduziert werden können.
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Die
Aufgabe wird gemäß der Erfindung
dadurch gelöst,
dass wenigstens eine zentrale Versorgungsleitung für das wenigstens
eine Additiv vorhanden ist, die sich von der Quelle oder dem Vorrat
des Additivs bis zu einem Verteiler im Bereich unmittelbar vor dem
Kessel erstreckt, und dass zwischen dem Verteiler und den Zerstäuberlanzen
einzelne Zuführleitungsabschnitte
vorhanden sind. Das Vorsehen von nur einer Versorgungsleitung in
die Nähe
des Kessels und die anschließende
Verteilung des Additivs auf die einzelnen Zerstäuberdüsen hat den Vorteil, dass wesentlich
weniger und kürzere
Rohrleitungen verlegt werden müssen.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform der
Erfindung ist vorgesehen, dass Druckluft durch die Zerstäuberlanzen
in den Kessel eingeführt
wird, und dass eine zentrale Druckluftleitung vorhanden ist, die
sich bis zu einem Verteiler im Bereich unmittelbar vor dem Kessel
erstreckt, und dass zwischen dem Verteiler und den Zerstäuberlanzen
einzelne Druckluftleitungsabschnitte vorhanden sind. Hierdurch wird
erreicht, dass entsprechend den Zuführleitungen für das Additiv
weniger Druckluftleitungen verlegt werden müssen. Bei dem eingangs genannten
Beispiel reduziert sich die zu verlegende Rohrleitungslänge von
etwa 6 × 2 × 40 Metern
= 480 Meter auf etwa 6 × 2 × 2 Metern
plus 2 × 40
Meter (Versorgungsleitung) = 104 Meter. Es werden daher 376 Meter
Rohrleitungen weniger verlegt. Es liegt auf der Hand, dass hierdurch
insbesondere die Installationskosten vermindern werden.
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Es
ist zweckmäßig, wenn
jeder Zuführleitungsabschnitt
mit einem Stellventil für
die Durchflussmenge des zugeführten
Additivs versehen ist. Dann lässt
sich das Additiv für
jede Zerstäuberlanze genau
dosieren. Günstig
ist es dabei, wenn jeder Zuführungsleitungsabschnitt
mit einer Anzeige für
die Durchflussmenge des Additivs versehen ist.
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Entsprechend
ist gemäß der Erfindung
weiterhin vorgesehen, dass jeder Druckluftleitungsabschnitt mit
einem Stellventil für
die Durchflussmenge der zugeführten
Druckluft versehen ist. Auch hier ist es günstig, wenn jeder Druckluftleitungsabschnitt
mit einer Anzeige für
den Druck und/oder die Durchflussmenge der zugeführten Druckluft versehen ist.
Damit lassen sich die Menge und/oder der Druck der zugeführten Druckluft
für jede
einzelne Zerstäuberlanze genau
einstellen.
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Wie
die Stellventile für
das Additiv und/oder die Druckluft ausgebildet sind, ist grundsätzlich beliebig.
Es können
handbetätigte
Ventile vorgesehen werden.
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Zweckmäßig kann
es aber auch sein, wenn elektromotorisch verstellbare Stellventile
eingesetzt werden. Dann kann die Einstellung der zugeführten Menge
sowohl des Additivs als auch der Druckluft zentral an einem Bedienpult
erfolgen.
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Die
Anzeige für
die Durchflussmenge des Additivs und/oder der Durchflussmenge oder
den Druck der zugeführten
Druckluft können
ebenfalls elektronisch ausgebildet sein derart, dass eine zentrale
Anzeige der jeweils den Zerstäuberlanzen
zugeführten
Durchflussmengen sowohl des Additivs als auch der Druckluft vorgesehen
werden kann. Zusammen mit den elektronischen Stellventilen kann
eine einfache zentrale Bedienung erfolgen. Das Verlegen von elektrischen
Signalkabeln zum Ansteuern der Stellventile und zur Signalübertragung
der Anzeige ist einfacher durchzuführen als die Installation von Rohrleitungen
für die
Zuführung
des Additivs oder der Druckluft.
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Gemäß einer
weitergehenden Ausführungsform
der Erfindung ist vorgesehen, dass der Zuführleitungsabschnitt und/oder
der Druckluftleitungsabschnitt gelenkig mit der zugeordneten Zerstäuberlanze
verbunden sind. Dies hat den Vorteil, dass die entsprechenden Leitungsabschnitte
beispielsweise vertikal ausgerichtet werden können unabhängig von der Lage der Zerstäuberlanze.
Eine vertikale Ausrichtung ist häufig
für Durchflussmessgeräte erforderlich.
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Weiterhin
kann vorgesehen werden, dass der Zuführleitungsabschnitt und der
Druckluftleitungsabschnitt einer Zerstäuberlanze über einen Parallellenker miteinander
verbunden sind. Dies hat den Vorteil, dass die entsprechenden Leitungsabschnitte stets
parallel zueinander verlaufen, so dass die Anzeigen stets parallel
zueinander angeordnet sind.
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Die
Zuführleitungsabschnitte
und/oder die Druckluftleitungsabschnitte können aus beliebigem Material
bestehen. Insbesondere können
starre Rohrleitungen verwendet werden. Es ist gemäß der Erfindung
vorgesehen, dass die Leitungsabschnitte zwischen Verteiler und Zerstäuberlanze
zumindest abschnittsweise aus Schläuchen bestehen. Hierdurch wird
die Montage der Leitungen weiter erleichtert. Die Zerstäuberlanzen
sind in der Regel hin- und herverschiebbar am Kesselgehäuse montiert.
Durch die Verwendung von flexiblen Schläuchen kann dieser Bewegung über einen
ausreichenden Weg gefolgt werden, ohne dass eine erneute Montage
der Zuführleitungen
oder der Druckluftleitungen erforderlich wird. Die Zuführeinrichtung
ist damit weitgehend einstellbar, ohne dass eine erneute Montage
der Rohrleitungen erforderlich wird.
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Weiterhin
kann vorgesehen werden, dass die Zerstäuberlanze oder zumindest deren
Anschlußstück sowie
die Stellventile und Messmitteln eine Einheit bilden. Dann ist die
Montage der Zerstäuberlanzen
besonders leicht. Es braucht lediglich eine Additivleitung und Druckluftleitungen
bereitgestellt zu werden, die mit den Anschlussleitungen der Zerstäuberlanzen
verbunden werden.
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Die
Erfindung wird im Folgenden anhand der schematischen Zeichnung näher erläutert. Es
zeigen:
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1 die
Ansicht eines Kessels mit der Leitungsanordnung gemäß der Erfindung
und
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2 die
Leitungsanordnung für
eine Zerstäuberlanze
in vergrößerter Darstellungsform
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Der
in der Zeichnung dargestellte Kessel hat einen Brennraum 11,
in den bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel
insgesamt sechs Zerstäuberlanzen 12 zum
Zuführen
eines Additivs hineinragen. Die Zerstäuberlanzen sind beispielsweise radial
am Umfang gleichmäßig verteilt,
und die freien, aus dem Kessel 11 hinausragenden Anschlussstücke 23 sind
mit Anschlüssen 13 für die Zuführung des Additivs
einerseits und der Druckluft andererseits ausgerüstet. Insoweit entspricht die
Anordnung einer herkömmlichen
Anordnung zum Zuführen
von Additiv in einen Kessel und bedarf keiner weiteren Erläuterung.
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Zum
Zuführen
des Additivs und der Druckluft zu den einzelnen Zerstäuberlanzen
ist eine zentrale Versorgungsleitung 14 für das Additiv
und eine zentrale Druckluftleitung 15 für die Druckluft vorgesehen, die
sich von einer in der Zeichnung nicht dargestellten Additivquelle
oder Additivvorrat bzw. Druckluftquelle bis zu einem Verteiler 16 erstreckt.
Im Einzelnen ist die Anordnung so getroffen, dass der Verteiler 16 unmittelbar
im Bereich vor dem Kessel angeordnet ist derart, dass die Verbindungslängen zu
den einzelnen Zerstäuberlanzen
relativ kurz gehalten sind. Bei dem in 1 gezeigten
Kessel ist der Verteiler 16 etwa in der Mitte des runden
Querschnitts des Kessels angeordnet.
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Zwischen
dem Verteiler 16 und den einzelnen Zerstäuberlanzen 12 sind
Leitungsabschnitte 17, 24 vorhanden, durch die
das Additiv oder die Druckluft den jeweiligen Zerstäuberlanzen
zugeführt
werden. Sowohl die Zuführleitungsabschnitte 18 für das Additiv
als auch die Druckluftleitungsabschnitte 19 für die Druckluft
sind mit einem Stellventil 20 für die Einstellung der Durchflussmenge
und mit einem Anzeigemittel 21 für die Durchflussmenge oder
den Druck versehen. Hier ist die Anordnung so getroffen, dass das
Stellventil 20 und die Anzeige 21 jedes Leitungsabschnitts
unmittelbar vor den Verbindungspunkten 13 der Zerstäuberlanze
an einem starren Rohrabschnitt 22 angeordnet sind. Die
Rohrabschnitte 22 sind zudem über einen Parallellenker 25 miteinander
verbunden, so dass stets eine gleichsinnige Ausrichtung der Anzeigemittel
sowohl für
die Druckluft als auch für
das Additiv erfolgt. Durch den Parallellenker 25 wird zudem
eine übersichtliche
Anordnung der einzelnen Rohrleitungen bzw. Rohrleitungsabschnitte
ermöglicht.
Gleichzeitig bilden Einstellmittel, Anzeigemittel und Anschlussstück eine
bauliche Einheit, die kompakt ist und gut montiert werden kann.
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Die
starren Rohrleitungsabschnitte 22 sind über nicht näher gezeigte Leitungsabschnitte 17 mit dem
Verteiler 16 verbunden. Die Leitungsabschnitte können starre
Rohrleitungen oder aber auch Schläuche sein. Der Verteiler kann
auch als Verteilerrohr ausgebildet sein.
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Bei
dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Stellventile
als manuell einstellbare Ventile ausgebildet. Die Anzeige erfolgt über Anzeigemittel,
die ebenfalls unmittelbar am Rohrleitungsabschnitt 22 befestigt
ist. Es können
jedoch auch elektronische Stellventile und/oder elektronische Messmittel
oder Anzeigemittel vorhanden sein, um eine Ferneinstellung und/oder
Fernanzeige zu ermöglichen.
Die hierfür
erforderlichen elektrischen Kabel sind leicht entlang der Rohrleitungen und
am Kessel zu verlegen.
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Mit
einer derartigen Leitungsanordnung kann der Materialaufwand der
zu verlegenden Rohre erheblich reduziert werden. Die hierfür eingesetzten Mittel
sind leicht verfügbar.
Insbesondere bleibt die Verstellbarkeit der einzelnen Zerstäuberlanzen
innerhalb des Kessels nach wie vor gegeben.
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Bei
dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel ist zudem das
Anschlussstück 23 lösbar mit
der Zerstäuberlanze
verbunden. Die Verbindungsstelle 26 befindet sich im montierten
Zustand vorzugsweise außerhalb
des Kessels. Es ist daher weiterhin möglich, eine Zerstäuberlanze
beispielsweise zu Wartungszwecken auszubauen, ohne die Rohranschlüsse vollständig zu
deinstallieren.