DE202017102734U1 - Vorrichtung zur Abstützung einer Arbeitsplatte - Google Patents

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Vorrichtung zur Abstützung einer Arbeitsplatte (42), die auf zwei parallel in Abstand zueinander angeordneten Korpuswänden (10) eines Möbels aufliegt, welche Vorrichtung eine Stützschiene (14) aufweist, die so zwischen den Korpuswänden (10) zu befestigen ist, dass ihre Oberseite mit den Oberkanten der Korpuswände bündig ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützschiene (14) aus Metall besteht und zwei Auflageflansche (16) für die Arbeitsplatte (42) aufweist, die durch ein Trogprofil (18) mit schräg nach innen abfallenden Flanken (20) verbunden sind, und dass die Vorrichtung zwei Tragkonsolen (24) aufweist, die an je einer der Korpuswände (10) zu befestigen sind und jeweils eine zu dem Trogprofil komplementäre Stützkontur (22) für ein Ende der Stützschiene (14) bilden

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abstützung einer Arbeitsplatte, die auf zwei parallel in Abstand zueinander angeordneten Korpuswänden eines Möbels aufliegt, welche Vorrichtung eine Stützschiene aufweist, die so zwischen den Korpuswänden zu befestigen ist, dass ihre Oberseite mit den Oberkanten der Korpuswände bündig ist.
  • Insbesondere befasst sich die Erfindung mit einer Vorrichtung zur Abstützung einer Arbeitsplatte auf den Korpuswänden eines Küchenunterschrankes.
  • Während Küchenarbeitsplatten in der Vergangenheit zumeist durch beschichtete Spanplatten mit relativ großer Dicke gebildet wurden, werden in letzter Zeit zunehmend dünnere Arbeitsplatten aus anderen, vorzugsweise edleren Materialien eingesetzt, die zwar ein verbessertes Erscheinungsbild bieten, sich jedoch bei Belastung leichter durchbiegen können. Bei einigen Möbelkorpussen, beispielsweise bei Herdumbauten, sind die Korpuswände im Bereich der Oberkante durch eine Traverse, beispielsweise eine Holzleiste verbunden, die dann auch eine zusätzliche Abstützung der Arbeitsplatte ermöglicht.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Abstützung der Arbeitsplatte zu schaffen, die bei geringer Bauhöhe eine hohe Tragfähigkeit aufweist und sich einfach montieren lässt.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Stützschiene aus Metall besteht und zwei Auflageflansche für die Arbeitsplatte aufweist, die durch ein Trogprofil mit schräg nach innen abfallenden Flanken verbunden sind, und das die Vorrichtung zwei Tragkonsolen aufweist, die an je einer der Korpuswände zu befestigen sind und jeweils eine zu dem Trogprofil komplementäre Stützkontur für ein Ende der Stützschiene bilden.
  • Durch das Trogprofil der aus Metall bestehenden Stützschiene wird schon bei geringer Bauhöhe eine hohe Tragfähigkeit erreicht, so dass eine Durchbiegung der Arbeitsplatte sicher verhindert werden kann und dennoch der nutzbare Innenraum des Möbels nur äußerst geringfügig eingeschränkt wird. Zugleich ermöglichen das Trogprofil und die dazu komplementären Stützkonturen der Konsole eine einfache Montage der Stützschiene in einer Position, in der die Oberseiten der Auflageflansche mit den Oberkanten der Korpuswände flächenbündig sind. Aufgrund der nach unten schräg zusammenlaufenden Flanken bildet das Trogprofil an der Unterseite keine scharfen Kanten, so dass das Verletzungsrisiko verringert wird, wenn jemand mit der Hand in den Schrankinnenraum greift.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläutert.
  • Es zeigen:
    • 1 eine perspektivische Teilansicht einer Korpuswand eines Küchenunterschrankes mit einer erfindungsgemäßen Abstützvorrichtung für die Arbeitsplatte;
    • 2 eine perspektivische Ansicht einer Tragkonsole für eine Stützschiene;
    • 3 den Küchenunterschrank mit der Abstützvorrichtung, jedoch ohne Arbeitsplatte, in der Draufsicht; und
    • 4 einen vertikalen Schnitt durch den Küchenunterschrank mit Arbeitsplatte.
  • In 1 sieht man eine Korpuswand 10 eines Küchenunterschrankes sowie die Enden zweier Traversen 12, die die Korpuswand 10 mit einer nicht gezeigten weiteren Korpuswand des Unterschrankes verbinden. Die Traversen 12 verlaufen längs der vorderen Kante und der rückwärtigen Kante des Korpus, und ihre Oberseiten sind mit den Oberkanten der Korpuswände flächenbündig, so dass sie zur Abstützung einer hier nicht gezeigten Arbeitsplatte genutzt werden können, die auf den Oberkanten der Korpuswände aufliegt.
  • Damit bei dünneren Arbeitsplatten eine Durchbiegung in der Mitte verhindert wird, ist parallel zu den Traversen 12 in der Mitte des Korpus eine zusätzliche Stützschiene 14 aus Metall angebracht. Die Stützschiene 14 bildet an der Oberseite zwei parallele, in einer gemeinsamen Ebene liegende Auflageflansche 16 für die Arbeitsplatte. Diese Auflageflansche 16 bilden die seitlichen Ränder der Stützschiene, während der mittlere Teil der Stützschiene durch ein Trogprofil 18 gebildet wird, das die beiden Auflageflansche 16 miteinander verbindet. Das Trogprofil ist im gezeigten Beispiel trapezförmig und hat zwei schräg nach unten und zur Mitte zusammenlaufende Flanken 20, die mit der Horizontalen jeweils einen Winkel von 45° bis 65°, vorzugsweise 55° bilden.
  • Das in 1 sichtbare Ende der Stützschiene 14 liegt in einer Stützkontur 22 einer Tragkonsole 24, die in passender Höhe an der Korpuswand 10 befestigt ist. Das in 1 nicht sichtbare Ende der Stützschiene 24 ist durch eine weitere, mit der Tragkonsole 24 baugleiche Tragkonsole an der anderen Korpuswand gehalten.
  • Die Tragkonsolen 24 werden beispielsweise durch Spritzteile aus Kunststoff gebildet, während die Stützschiene 14 durch ein gekantetes Stahlblech gebildet werden kann. Wahlweise kann die Stützschiene auch durch ein Strangprofil aus Aluminium gebildet werden.
  • In 2 ist eine der Tragkonsolen 24 gesondert und in größerem Maßstab dargestellt.
  • Die Stützkontur 22 hat ein Trapezprofil, das zu dem Profil der Unterseite der Stützschiene 14 komplementär ist, so dass eine einfache Zentrierung und spielfreie Lagerung der Stützschiene ermöglicht wird. Auf der der Korpuswand zugewandten Seite ist die Stützkontur 22 durch eine Stirnwand 26 abgeschlossen, mit der die Tragkonsole 24 an der Korpuswand 10 anliegt. Auf diese Weise wird verhindert, dass die Enden der Stützschiene mit den Korpuswänden in Berührung kommen und diese verkratzen.
  • An den entgegengesetzten Enden der Stirnwand 26 wird die Stützkontur 22 durch höher aufragende Sockel 28 begrenzt, deren Höhe der Dicke der Auflageflansche 16 der Stützschiene entspricht. Die Oberseiten der Sockel 28 sind mit der Oberkante der Stirnwand 26 sowie mit den Oberseiten der Auflageflansche 16 der Stützschiene flächenbündig.
  • Die Dicke der Tragkonsole 24 in Längsrichtung der Stützschiene beträgt beispielsweise 17 mm und ist so gewählt, dass eine ausreichende und sichere Abstützung der Stützschiene gewährleistet wird. Unterhalb der Stützkontur 22 weist die Tragkonsole drei Schraubenlöcher 30, 32 auf, die es erlauben, die Tragkonsole mit nicht gezeigten Schrauben an die Korpuswand 10 anzuschrauben. Das mittlere Schraubenloch 32 ist als Langloch ausgebildet. Wenn die entsprechenden Schraubenlöcher in der Korpuswand 10 nicht bereits vorgebohrt sind, kann das mittlere Schraubenloch 32 dazu benutzt werden, die Tragkonsole 24 provisorisch an der Korpuswand zu befestigen und sie dann in der Höhe und Neigung so zu justieren, dass die Oberkante der Stirnwand 26 mit der Oberkante der Korpuswand 10 flächenbündig ist. Die Schraubenlöcher 30 können dann als Bohrschablonen für die weiteren Schraubenlöcher in der Korpuswand dienen, und mit den in diese Schraubenlöcher eingeschraubten Schrauben wird die Tragkonsole dann in der exakt ausgerichteten Position endgültig fixiert.
  • Als weitere Positionierhilfe sind im gezeigten Beispiel an den Sockeln 28 Anschläge 34 gebildet, die die Stirnwand 26 geringfügig nach oben und zur Korpuswand hin überragen. Bei der Justierung kann dann die provisorisch befestigte Tragkonsole so weit abgesenkt werden, bis die Anschläge 34 auf der Oberkante der Korpuswand 10 aufliegen. Wahlweise können die Anschläge 34 über Sollbruchstellen mit dem Hauptteil der Tragkonsole verbunden sein, so dass sie nach endgültiger Montage der Tragkonsole weggebrochen werden können.
  • Im gezeigten Beispiel sind auf den waagerecht verlaufenden Teilen der Stützkontur 22, die als Auflager für die Auflageflansche 16 dienen, aufragende Zapfen 36 gebildet, die passend in entsprechende Bohrungen 38 (1) in den Auflageflanschen 16 eingreifen. Auf diese Weise wird die Stützschiene 14 in Längsrichtung spielarm fixiert, während die Enden der Stützschiene mit den Stirnwänden 26 jeweils eine gewisse Fuge bilden können, die das Einlegen der Stützschiene in die Tragkonsolen 24 erleichtert.
  • Es versteht sich, dass die Länge der Stützschiene 14 an das Lichtmaß des Möbelkorpus angepasst ist. Allerdings kann dieses Lichtmaß auch bei festgelegtem Außenmaß des Möbelkorpus leicht variieren, wenn für die Korpuswände 10 Platten mit unterschiedlicher Dicke verwendet werden. Gebräuchlich sind beispielsweise Plattendicken von 16 bis 19 mm. Wahlweise können diese Unterschiede dadurch ausgeglichen werden, dass für jede Plattendicke eine speziell angepasste Variante der Tragkonsole 24 vorgehalten wird. Beispielsweise kann zu diesem Zweck die Dicke der Stirnwand 26 der Tragkonsolen variiert werden. In diesem Fall können für die verschiedenen Korpusvarianten Stützschienen 14 mit einheitlicher Länge verwendet werden.
  • Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass die Bohrungen 38 in den Auflageflanschen 16 als Langlöcher gestaltet werden. Bei geringer Plattendicke (16 mm) wird die Stützschiene dann dadurch fixiert, dass die Zapfen 36 an den äußersten Enden der Langlöcher anliegen, während zwischen den Enden der Stützschiene und den Stirnwänden 26 jeweils eine größere Fuge verbleibt. Bei der größten Plattendicke (19 mm) wird die Stützschiene dadurch fixiert, dass sie mit ihren Enden an den Stirnwänden 26 anliegt, während die Zapfen 36 an den inneren Enden der Langlöcher anliegen. In diesem Fall können somit identische Tragkonsolen 24 und identische Stützschienen 14 für Korpusse mit unterschiedlichen Korpuswanddicken verwendet werden.
  • Im gezeigten Beispiel ist auf dem Boden der Stützkontur 22 ein Plateau 40 mit dreieckigem Grundriss gebildet, das in eine entsprechende Ausklinkung am Ende der Stützschiene 14 eingreift, wie in 1 zu erkennen ist. Durch die Flanken des dreieckigen Plateaus 40 und die entsprechenden Flanken der Ausklinkung wird die Stützschiene 14 in der Stützkontur 22 zentriert, und es wird verhindert, dass die Stützschiene in einer leicht verkanteten, d.h., um ihre Längsachse gedrehten Position in die Tragkonsolen eingelegt wird. So ist sichergestellt, dass die Auflageflansche 16 exakt in der gleichen Ebene liegen wie die Oberkanten der Korpuswände 10.
  • In den Auflageflanschen 16 können nicht gezeigte Schraubenlöcher vorgesehen sein, die es ermöglichen, die Stützschiene 14 mit der Arbeitsplatte zu verschrauben. In dem Fall tragen die Plateaus 40 auch dazu bei, die auf die Stützschiene 14 wirkenden Querkräfte aufzunehmen, wenn auf die Arbeitsplatte Kräfte in Richtung der Tiefe des Möbelkorpus wirken.
  • In 3 ist der komplette Möbelkorpus in der Draufsicht gezeigt, jedoch bei weggelassener Arbeitsplatte.
  • 4 zeigt einen vertikalen Schnitt durch den Korpus mit einer aufgelegten Arbeitsplatte 42. Man erkennt, dass die Auflageflansche 16 der Stützschiene 14 die Arbeitsplatte 42 auf ganzer Länge abstützen. Aufgrund des Trogprofils 18 hat die Stützschiene eine hohe Biegesteifigkeit, so dass eine Durchbiegung der Arbeitsplatte 42 auch im Bereich der Mitte zwischen den beiden Korpuswänden 10 wirksam verhindert wird.

Claims (12)

  1. Vorrichtung zur Abstützung einer Arbeitsplatte (42), die auf zwei parallel in Abstand zueinander angeordneten Korpuswänden (10) eines Möbels aufliegt, welche Vorrichtung eine Stützschiene (14) aufweist, die so zwischen den Korpuswänden (10) zu befestigen ist, dass ihre Oberseite mit den Oberkanten der Korpuswände bündig ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützschiene (14) aus Metall besteht und zwei Auflageflansche (16) für die Arbeitsplatte (42) aufweist, die durch ein Trogprofil (18) mit schräg nach innen abfallenden Flanken (20) verbunden sind, und dass die Vorrichtung zwei Tragkonsolen (24) aufweist, die an je einer der Korpuswände (10) zu befestigen sind und jeweils eine zu dem Trogprofil komplementäre Stützkontur (22) für ein Ende der Stützschiene (14) bilden
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Trogprofil (18) trapezförmig ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Stützschiene (14) aus gekantetem Blech gebildet ist.
  4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der die Tragkonsolen (24) Spritzteile aus Kunststoff sind.
  5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der jede Tragkonsole (24) mindestens drei Schraubenlöcher (30, 32) für die Befestigung der Tragkonsole an der Korpuswand (10) aufweist, wobei das mittlere oder mindestens eines der mittleren Schraubenlöcher (32) als Langloch ausgebildet ist.
  6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der jede Tragkonsole (24) auf der der Korpuswand (10) zugewandten Seite durch eine Stirnwand (26) abgeschlossen ist.
  7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der die Stützkontur (22) in Querrichtung der Stützschiene (14) auf beiden Seiten durch Sockel (28) begrenzt ist, deren Oberseiten im montierten Zustand mit der Oberkante der Korpuswand (10) flächenbündig sind.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, bei der auf den Sockeln (28) jeweils ein Anschlag (34) gebildet ist, der die Oberseite des Sockels (28) sowie die der Korpuswand (10) zugewandte Außenfläche der Tragkonsole (24) geringfügig überragt, so dass er bei der Montage mit der Oberkante der Korpuswand (10) in Anlage kommen kann.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, bei der die Anschläge (34) durch Sollbruchstellen mit dem Rest der Tragkonsole (24) verbunden sind.
  10. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der auf der Stützkontur (22) aufragende Zapfen (36) gebildet sind, die in Bohrungen (38) oder Langlöcher der Stützschiene (14) eingreifen.
  11. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der am Boden der Stützkontur (22) ein Plateau (40) gebildet ist, das passend in eine dazu komplementäre Ausklinkung am Ende der Stützschiene (14) eingreift.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 11, bei der das Plateau (40) im Grundriss die Form eines gleichschenkligen Dreiecks hat, dessen Basis parallel zur Korpuswand (10) verläuft.
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