DE202020003677U1 - Fräsvorrichtung - Google Patents

Fräsvorrichtung Download PDF

Info

Publication number
DE202020003677U1
DE202020003677U1 DE202020003677.3U DE202020003677U DE202020003677U1 DE 202020003677 U1 DE202020003677 U1 DE 202020003677U1 DE 202020003677 U DE202020003677 U DE 202020003677U DE 202020003677 U1 DE202020003677 U1 DE 202020003677U1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
milling
workpiece
stop
milling device
unit
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DE202020003677.3U
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE202020003677.3U priority Critical patent/DE202020003677U1/de
Publication of DE202020003677U1 publication Critical patent/DE202020003677U1/de
Active legal-status Critical Current
Anticipated expiration legal-status Critical

Links

Images

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27CPLANING, DRILLING, MILLING, TURNING OR UNIVERSAL MACHINES FOR WOOD OR SIMILAR MATERIAL
    • B27C5/00Machines designed for producing special profiles or shaped work, e.g. by rotary cutters; Equipment therefor
    • B27C5/02Machines with table

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Milling Processes (AREA)

Abstract

Fräsvorrichtung, umfassend
- ein Fräsaggregat (1) mit einem Fräser und einem Fräserantrieb
- eine Werkstückauflage (11) mit einem eine Anschlagsrichtung vorgebenden Anschlag (12) für das Werkstück (20)
- Mittel
- zum Halten des Fräsaggregats (1) in einer Ruheposition oberhalb der Werkstückauflage (11)
- zum Absenken des Fräsaggregats (1) aus der Ruheposition nach unten, bis zum Eintauchen des Fräsers in das Werkstück (20), oder zum Positionieren desselben neben dem Werkstück (20)
- zur Linearverschiebung des abgesenkten Fräsaggregats (1) und/oder der Werkstückauflage (11) mit dem Werkstück (20), zur Ausführung einer Fräsung an dem Werkstück (20) während der Verschiebung,wobei die Linearverschiebung handgeführt ausführbar ist, derart,
- dass sich entweder ein fest definierter Winkel, insbesondere ein Winkel von 90°, oder
- ein wählbarer Winkel zwischen der Frässpur an dem Werkstück (20) und der Anschlagsrichtung ergibt, wozu die Linearverschiebung unter einstellbaren Horizontalwinkeln zur Anschlagsrichtung ausführbar ist.

Description

  • Die Erfindung liegt auf dem technischen Gebiet der Fräsvorrichtungen.
  • Dabei handelt es sich um Vorrichtungen zum materialabtragenden Anbringen von Ausnehmungen, Nuten, Falzen, Randprofilen oder dgl. an Werkstücken. Es können Werkstücke beliebigen Materials, insbesondere aber aus Holz, bearbeitet werden.
  • Bei der Ausführung der Fräsungen kommt es hervorgehoben darauf an, dass diese in definierten Winkeln zum Werkstück bzw. zu einer Werkstückkante sowie bis zu einer wählbaren Tiefe von der Werkstückoberseite ausgeführt werden können. In der Regel ist es ausserdem erforderlich, dass die Fräsung streng entlang einer Geraden verläuft. Weiterhin ist es häufig erforderlich, dass die Fräsung wenn sie sich nicht über die gesamte Länge oder Breite des Werkstücks erstreckt an definierten Stellen beginnt und endet. Dabei ist eine hohe Wiederholgenauigkeit erforderlich, da in der Regel in einem Fräsdurchgang nur ein Teil der benötigten Frästiefe erreicht werden kann. Der Fräser muß also stets an der gleichen Stelle eingesetzt und aus dem Material herausbewegt werden.
  • Fräsvorrichtungen sind in vielerlei Ausführungen bekannt. In der Holzbearbeitung sind insbesondere stationäre Fräsvorrichtungen sowie Oberfräsen bekannt.
  • Bei den stationären Fräsvorrichtungen wird das Werkstück über einen oder an einem Fräser vorbei geführt wird wobei der Vorschub dabei von Hand oder mit einem Hilfsaggregat durchgeführt wird. Typisch ist dabei, dass sich das Fräsaggregat unterhalb der Werkstückauflage befindet. Die gewünschte vertikale Frästiefe wird dabei in der Regel dadurch eingestellt, dass der Fräser bzw. das Fräsaggregat in der Höhe verstellbar ist. Bei einer Bearbeitung einer Werkstückkante wird das Werkstück an einem Anschlag entlang geführt, wobei sich der Anschlag relativ zum Fräser verschieben lässt, um eine entsprechende seitliche Bearbeitungstiefe einzustellen. Diese Vorgehensweise ist sehr gut geeignet, um ein Werkstück entlang seiner längeren Seite zu bearbeiten. Für die Bearbeitung von Stirnseiten oder quer zur längeren Ausdehnung insbesondere langgestreckter Werkstücke wie Kanthölzern sind diese Fräsvorrichtungen jedoch weniger geeignet da in der Regel keine ausreichende Werkstückauflage gegeben ist und auch ein eventuell vorhandener Schiebeschlitten nicht für die Abstützung langer Werkstücke geeignet ist. Nachteilig ist weiterhin, dass die Bearbeitung immer von der Unterseite oder/und seitlich erfolgt und in beiden Fällen die Frässpur des Fräsers nicht oder nur schlecht einsehbar ist. Dadurch ergibt sich die Schwierigkeit, Fräsungen genau an der gewünschten Stelle beginnen und enden lassen zu können.
  • Bei den Oberfräsen wird in der Regel das Fräsaggregat mit einer auf dem Werkstück aufliegenden Bodenplatte über dieses von Hand bewegt und das Werkstück dabei fräsend bearbeitet. Die Führung der Fräse kann dabei freihand erfolgen, beispielsweise für Freiformen oder entlang eines Anschlages der an der Oberfräse befestigt wird und an der Werkstückkante als Referenz entlanggeführt wird, oder mit Hilfe einer Führungsschiene welche auf das Werkstück aufgelegt und an der die Oberfräse mit einem einstellbaren Abstand geführt wird. Dieses Vorgehen eignet sich insbesondere für eine kantennahe Bearbeitung (per Fräsanschlag) oder einer kantenfernen Bearbeitung größerer Werkstücke (per Führungsschiene).
  • Eine winkelgenaue Bearbeitung langer und schmaler Werkstücke quer zur Längsachse ist auch mit der Oberfräse nicht sinnvoll möglich, weil in diesem Falle nur eine sehr kleine wirksame Auflagefläche für die Bodenplatte der Oberfräse oder eine Führungsschiene zu Verfügung steht. Auch ist eine genaue Einstellung und Fixierung eines Bearbeitungswinkels nur schwer möglich.
  • Um eine winkelgenaue Bearbeitung langer und schmaler Werkstücke zu ermöglichen und insbesondere für die Herstellung von durchgehenden Nuten haben sich insbesondere im nordamerikanischen Raum spezielle Nutsägeblätter („Dado Blades“) durchgesetzt, die in Kappsägen eingesetzt werden. Nachteilig an diesen Systemen ist aber zum Einen eine erhebliche Verletzungsgefahr - zumindest in Deutschland sind diese durch die Berufsgenossenschaft Holz verboten - sowie die Tatsache, dass nur durchgehende Nuten sinnvoll herzustellen sind.
  • Um lange Werkstücke wie z.B. Kanthölzer speziell quer zur Längsachse fräsend zu bearbeiten gibt es daher im Grunde bisher keine wirklich befriedigende Lösung.
  • Dementprechend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Fräsvorrichtung anzugeben, welche besser als die o.g. Vorrichtungen geeignet ist, insbesondere schmale, langgestreckte Werkstücke quer zu ihrer Längsachse in definierten Winkeln wiederholgenau, präzise und sicher zu bearbeiten.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Fräsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
  • „Der Begriff ‚Anschlagsrichtung‘ im Wortlaut des Anspruchs 1 ist dabei wie folgt zu verstehen: Der Anschlag kann einstellbar (verstellbar) sein. Er kann z.B. mit einer auf der Werkstückauflage verstellbar fixierten Leiste gebildet sein, oder aber z.B. auch durch zwei Anschlagpins (vgl. Unteranspruch 5), oder auf andere Weise. Die Anschlagsrichtung ist dann die Richtung der Orientierung der Leiste, bzw. die durch die Verbindungslinie zwischen den Anschlagpins vorgegebene Anlagerichtung für das Werkstück. Jede Verstellung des Anschlags, also z.B. der Leiste oder der Anschlagpins, bewirkt eine andere bestimmte Ausrichtung des Werkstücks auf der Auflage und damit eine Einstellbarkeit des horizontalen Bearbeitungswinkels.
  • Unter dem Begriff ‚Horizontalwinkel‘ ist ein in der Ebene der Werkstückauflage oder in einer dazu parallelen Ebene gemessener Winkel zu verstehen.
    Die Richtung der Linearverschiebung des abgesenkten Fräsaggregats ist die Richtung, in der das Aggregat während des Fräsvorgangs mit der Hand geführt (z.B. geschoben) wird. Sie ist bezüglich des Winkels, den diese Verschieberichtung mit der Anschlagsrichtung bildet, einstellbar. Eine mögliche technische Realisierung dafür ist im Unteranspruch 3 angegeben.‟
  • Das Besondere dieser Fräsvorrichtung, und damit der Kern der Erfindung, liegt darin, dass Fräsarbeiten insbesondere längerer Werkstücke quer zur Längsrichtung einfach und präzise durchführbar sind, was insbesondere dadurch erreicht wird, dass das Werkstück an einen Anschlag positioniert und ggf. fixiert wird und dann das zwangsgeführte Fräsaggregat relativ zum Werkstück bewegt wird. Dadurch kann es zu keinem Abkippen oder Verkanten des Werkstücks gegenüber dem Fräser (wie bei einer stationären Fräsvorrichtung) oder des Fräsers gegenüber dem Werkstück (wie bei einer handgeführten Oberfräse) und damit zu Ungenauigkeiten kommen. Außerdem ist die Arbeitssicherheit deutlich erhöht, da durch ein ungewolltes Verkanten von Werkstück gegenüber dem Fräser sehr starke Rückschlagkräfte auftreten können, die zu ernsthaften Verletzungen führen können.
  • Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das Fräsaggregat, bzw. der Fräser beim Fräsen in der Bearbeitungsrichtung einerseits zwangsgeführt ist und eine definierte Bearbeitungstiefe eingestellt werden kann, der Vorschub andererseits aber von Hand erfolgt, was durch eine fühlbare Rückmeldung des Fräswiederstandes eine optimale, d.h. die Kombination aus Werkstückmaterial, Fräserdrehzahl, Frästiefe und Fräsbreite bzw. Fräserdimension berücksichtigende Vorschubgeschwindigkeit erlaubt, welche dann zu einem sauberen Fräsergebnis (z.B. kein „Verbrennen“ des Werkstücks) führt und auch die Arbeitssicherheit erhöht. Die Arbeitsweise ist der einer Kappsäge nicht unähnlich mit dem Unterschied das keine Tauch- oder Trennschnitte vorgenommen werden sondern das Werkstück mit einem Fräser bearbeitet wird.
  • Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der zu bearbeitende Bereich gut während der Einstellung und des Fräsens einsehbar ist.
  • Die Patentansprüche 2 bis 19 betreffen vorteilhafte weitere Ausgestaltungen der Fräsvorrichtung nach dem Hauptanspruch.
  • Nach Anspruch 2 ist vorgesehen, dass sich das Fräsaggregat vertikal in der Lage auf definierte Höhenlagen bzw. Frästiefen verstellen lässt wobei sich das Fräsaggregat vertikal verschieblich an einem Ausleger befindet (als Variante zu einer Höhenverstellung des Auslegers an einer Säule). Der Vorteil liegt dabei in einer besseren Handhabbarkeit, da eine Höhenverstellung an der Säule (wie häufig an Ständerbohrmaschinen zu finden) für den Bediener teilweise schwer zu erreichen ist.
  • Ansprüche 3 bis 6 beinhalten Ausgestaltungen zum Einstellen des horizontalen Bearbeitungswinkels. Dieses kann durch Verschwenken des Auslegers, an dem das Fräsaggregat verschieblich befestigt ist, gegenüber dem Anschlag für das Werkstück erreicht werden oder durch ein Verschwenken des Werkstückanschlags gegenüber dem Ausleger, und damit der linearen Bewegungsrichtung des Fräsaggregats, oder auch durch eine Kombination aus beidem. Dabei ist bevorzugt vorgesehen, dass die Verschwenkung in definierten, wiederholbar einzustellenden Winkelinkrementen arretiert werden kann, wobei sich die Winkelinkremente von Ausleger und Werkstückanschlag unterscheiden können, insbesondere so, dass sich insgesamt eine höhere Winkelauflösung ergibt als wenn nur Ausleger oder Werkstückanschlag verschwenkbar wären. So ließe sich z.B. der Ausleger in einem Bereich von +/- 45° verschwenken und in 5° Schritten arretieren und der Werkstückanschlag in einem Bereich von +/- 4° verschwenken und in 1° Schritten in seiner Verschwenkung arretieren, so dass sich bei einem gleichzeitigen Verschwenken von Ausleger und Werkstückanschlag gegeneinander eine Winkelauflösung von einem Grad im Bereich von +/- 45° ergibt. Statt den ganzen Werkstückanschlag zu veschwenken ist es dabei auch denkbar, eine Winkeleinstellung über Anschlagpins zu erreichen, die in Bohrungen befestigt werden, die in entsprechender Relation zueinander stehen und an die das Werkstück positioniert und ggf. fixiert wird.
  • Nach Anspruch 7 und 8 ist eine Verschiebevorrichtung für das Werkstück vorgesehen. Diese bietet sich insbesondere an für präzise Fräsungen entlang der Längsachse des Werkstückes. In diesem Fall würde das Werkstück auf dem Schlitten positioniert und fixiert werden, dann das Fräsaggregat zunächst in seiner horizontalen Lage fixiert, anschließend der Fräser abgesenkt und in der gewünschten Bearbeitungstiefe ebenfalls fixiert, und dann das Werkstück mit dem Schlitten gegen den Fräser verfahren werden. Alternativ kann der Werkstückanschlag so ausgeführt sein, dass eine Verschiebung des Werkstücks an diesem entlang möglich ist, wobei z.B. integrierte oder integrierbare, einstellbare Druckkämme für ein sattes Anliegen des Werkstücks an dem Werkstückanschlag bzw. der Werkstückauflage sorgen.
  • Ansprüche 9 bis 12 beschreiben Varianten und Ausprägungen für eine Frästiefeneinstellung. So ist vorgesehen, die Frästiefeneinstellung alternativ bzw. additiv über eine höhenverstellbare Werkstückauflage zu erreichen. Da mit einem Fräser der z.B. beim Fräsen von Nuten vollständig in das Werkstück eintaucht nur geringe Frästiefen in einem Arbeitsgang möglich sind, die insbesondere kleiner sein können, als die gewünschte Frästiefe, besteht eine sinnvolle Ausgestaltung darin, die Tiefeneinstellung in definierten Inkrementen auszuführen inbesondere so, dass der Fräser nach jedem Durchgang immer weiter abgesenkt werden kann bis letztlich die gewünschte Frästiefe erreicht ist oder ein weiterer Tiefenanschlag für die Begrenzug der absoluten Frästiefe wirksam wird.
  • Anspruch 13 beinhaltet eine einstellbare Dämpfung für den Handvorschub, die zu einer gleichförmigeren Vorschubgeschwindigkeit führt und ruckartige Bewegungen des Fräsaggregats und damit Lastspitzen verhindern kann. Dieses dient insbesondere der Arbeitssicherheit. Die Einstellbarkeit erlaubt eine Anpassung der Dämpfung an u.a. Frästiefe, Fräserdimension, Drehzahl, Vorschubgeschwindigkeit und Material des Werkstücks. Diese oder eine zusätzliche Dämpfungseinheit kann weiterhin in Verbindung mit einem Federmechanismus verwendet werden, um den Fräser bzw. das Fräsaggregat automatisch, aber gebremst, in seine Ausgangslage zurückzuführen.
  • Anspruch 14 berücksichtigt die unterschiedlichen Anforderungen von rechts- und •linkshändigem Betrieb. Typischerweise wird ein Rechtshänder das Fräsaggregat mit der rechten Hand bedienen wollen und mit der linken Hand das Werkstück fixieren, sofern dieses nicht vorher mit einem Klemmmechanismus fixiert wurde, bzw. bewegen (z.B. um das Werkstück für einen weiteren Bearbeitungsschritt erneut relativ zum Fräser auszurichten). Weiterhin wird ein Nutzer bei rechtshändiger Bedienung bevorzugt von der linken Seite auf den Arbeitsbereich schauen und bei linkshändiger Bedienung von der rechten Seite. Dies kann z.B. dadurch berücksichtigt sein, dass ein Haltegriff für den Handvorschub griffgünstig entweder für den einen oder für den anderen Fall positioniert ist, z.B. dadurch, dass sich dieser rechts oder links von der Fräsachse befindet. Insbesondere soll hierbei auch vorgesehen sein, dass sich die Fräsvorrichtung vom Nutzer auf rechthändigen oder linkhändigen Betrieb umrüsten lässt.
  • Anspruch 15 betrifft eine Ausgestaltung bei der eine Verschwenkung des Fräsaggregats aus der Vertikalen möglich ist. Ziel ist dabei, Fräsungen zu ermöglichen, die ein Verkippen des Fräsers aus der lotrechten Position im Verhältnis zur Werkstückoberfläche bedingen z.B. eine V-förmige Nut.
  • Anspruch 16 beinhaltet ein Merkmal welches verhindert, dass der Fräser zu drehen beginnt wenn er entweder das Werkstück berührt oder eine Parkposition verlassen hat mit dem Ziel, Unfälle zu vermeiden bzw. das Werkstück oder/und das Werkzeug zu beschädigen. Dies kann z.B. durch ein Lasersystem ermöglicht werden, welches den Abstand zwischen Werkstück und Fräserprofil misst oder durch einen Endschalter, der ein Einschalten nur in einer Parkposition erlaubt die außerhalb des Arbeitsbereichs liegt.
  • Anspruch 17 betrifft eine Ausgestaltung bei der der Weg des Fräsers entlang der Vorschubrichtung begrenzt werden kann. So ist es z.B. bei der Herstellung von nicht durchgehenden Ausfräsungen wie Nuten oder Taschen vorteilhaft, die Fräsbewegung zu begrenzen, da in der Regel in einem Fräsdurchgang nur ein Teil der benötigten Frästiefe erreicht werden kann. Der Fräser muss also stets an der gleichen Stelle eingesetzt und aus dem Material herausbewegt werden. Dies kann z.B. über einen verstellbaren oder wirksam schaltbaren vorderen und hinteren Anschlag erreicht werden. Es ist auch denkbar, eine Serie von verstellbaren Anschlägen zu verwenden, um z.B. mehrere hintereinander liegende Langlöcher zu fräsen. Ein Sonderfall wäre dann das Einbringen einer Lochreihe mit einem Bohrfräser bei dem das Fräsaggregat zwischen den Anschlägen nur abgesenkt aber nicht horizontal verfahren werden kann.
  • Die Ansprüche 18 und 19 erklären sich durch ihren Wortlaut.
  • Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Fräsvorrichtung anhand der Zeichnung erläutert.
  • Die einzige Figur zeigt eine Fräsvorrichtung bestehend aus einer Bodenplatte (10) auf der eine Säule (9) befestigt ist. An der Säule ist ein Ausleger (6) schwenkbar um die Längsachse der Säule (9) befestigt. An dem Ausleger (6) befinden sich zwei horizontal angeordnete Linearschienen (7) an denen ein Horizontalschlitten (3) horizontal in Richtung des Pfeils (30) verschieblich befestigt ist. An den Linearschienen (7) befindet sich ein hinterer Horizontalanschlag (13) und ein vorderer Horizontalanschlag (14). Beide begrenzen den Weg des Horizontalschlittens (3).
  • An dem Horizontalschlitten (3) befindet sich ein Handgriff (8) sowie zwei vertikal angeordnete Linearschienen (4) an denen ein Vertikalschlitten (2) in Pfeilrichtung (31) vertikal verschieblich befestigt ist. An der vorderen Linearschiene (4) befindet sich ein Vertikalanschlag der die vertikale Bewegung des Vertikalschlittens (2) nach unten hin begrenzt.
  • Der Vertikalschlitten (2) ist an einer an der Oberseite des Horizontalschlittens (3) montierten Zugfeder (5) befestigt. An dem Vertikalschlitten (2) ist ein Fräsaggregat mit Fräser (1) befestigt, welches durch die Zugfeder (5) automatisch in eine obere Ruheposition bewegt wird. Weiterhin ist an der Bodenplatte (10) eine Werkstückauflage (11) befestigt und an dieser ein Werkstückanschlag (12). Außerdem ist ein auf der Werkstückauflage (11) aufgelegtes und an dem Werkstückanschlag (12) positioniertes Werkstück (20) dargestellt.
  • Die Verwendung der Fräsvorrichtung kann wie anschließend beschrieben erfolgen:
    • Zunächst wird das Werkstück (20) auf die Werkstückauflage (11) aufgelegt und an dem Werkstückanschlag (12) positioniert, also entweder mit einer Hand dagegen gedrückt oder mit einer Klemmung (hier nicht dargestellt) gegen den Anschlag gedrückt bzw. mit einer weiteren oder entsprechend ausgestalteten Klemmung gleichzeitig gegen den Werkstückanschlag (12) und auf die Werkstückauflage (11) gepresst.
  • Anschließend wird das Fräsaggregat mit Fräser (1) auf das Werkstück abgesenkt und das Werkstück final auf die Fräserbahn ausgerichtet. Für den Fall, dass nur ein Ausschnitt wie z.B. eine Tasche gefräst werden soll, können die Horizontalanschläge (13, 14) so eingestellt werden, dass sie die Fräserbahn entsprechend begrenzen. Das ist besonders deswegen vorteilhaft weil in der Regel die gewünschte Frästiefe nur mit mehreren Durchgängen gefräst werden kann; dafür ist es wichtig, dass der Fräser immer genau an der gleichen Stelle in das Werkstück ein- und austaucht. Dann wird der Vertikalanschlag (15) so eingestellt, dass die gewünschte Frästiefe erreicht wird. Dazu ist vorgesehen, dass die Vorrichtung über eine entsprechende Skala (hier nicht dargestellt) verfügt, die genullt werden kann wenn der Fräser auf dem Werkstück aufliegt und bei der sich dann wie bei einer Oberfräse die gewünschte Frästiefe einstellen lässt.
  • Anschließend wird das Fräsaggregat mit Fräser (1) eingeschaltet und mit dem Griff (8) durch eine entsprechende Horizontal- und Vertikalverschiebung in die gewünschte, ggf. durch einen der Horizontalanschläge (13, 14) oder/und den Vertikalanschlag (15) definierte, Anfangsposition gebracht. Durch einen horizontalen - Handvorschub (30) des Fräsaggregats mit Fräser (1) wird nun das Werkstück (20) fräsend bearbeitet also z.B. eine Nut gefräst. Daraufhin wird das Fräsaggregat mit dem Fräser (1) nach oben (ggf. aus dem Werkstück heraus) bewegt, wobei diese Bewegung durch die durch das Absenken gespannte Zugfeder (5) unterstützt wird. Ggf. kann das Fräsaggregat mit dem Fräser (1) in eine definierte, z.B. hinter dem Werkstückanschlag (12) liegende Parkposition verbracht werden oder kehrt zu dieser selbstständig (z.B. durch eine weitere Federkraft angetrieben) zurück. Es ist vorgesehen, dass die Zugfeder (5) durch einen Dämpfungsmechanismus (hier nicht dargestellt) ergänzt ist.
  • Soll eine Bearbeitung in einem Horiztontalwinkel ungleich 90° zur Werkstücklängsachse bzw. zum Werkstückanschlag erfolgen, wird dieser Winkel dadurch eingestellt, dass der Ausleger (6) um die Vertikalachse der Säule (9) verschwenkt wird.
  • Soll eine Bearbeitung des Werkstücks (20) entlang seiner Längsachse erfolgen, wird zunächst das Fräsaggregat (1) mit dem Fräser am Ausleger (6) an die gewünschte Position verbracht, dann dort in seiner horizontalen Bewegung fixiert, anschließend auf die gewünschte Tiefe abgesenkt und in der Position fixiert und dann das Werkstück (20) entlang des Werkstückanschlags (12) von Hand bis an die gewünschte Position bewegt. Anschließend wird das Fräsaggregat wieder aus dem Werkstück (20) nach oben heraus bewegt oder für eine Vertiefung der Fräsung wieder abgesenkt.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    Fräsaggregat mit Fräser
    2
    Vertikaler Schlitten mit montiertem Fräsaggregat
    3
    Horizontaler Schlitten
    4
    Linearschiene
    5
    Zugfeder
    6
    Ausleger
    7
    Linearschiene
    8
    Handgriff
    9
    Säule
    10
    Bodenplatte
    11
    Werkstückauflage
    12
    Werkstückanschlag
    13
    Hinterer Horizontalanschlag
    14
    Vorderer Horizontalanschlag
    15
    Vertikalanschlag
    20
    Werkstück
    30
    Horizontale Bewegungsrichtung / Vorschubrichtung
    31
    Vertikale Bewegungsrichtung

Claims (19)

  1. Fräsvorrichtung, umfassend - ein Fräsaggregat (1) mit einem Fräser und einem Fräserantrieb - eine Werkstückauflage (11) mit einem eine Anschlagsrichtung vorgebenden Anschlag (12) für das Werkstück (20) - Mittel - zum Halten des Fräsaggregats (1) in einer Ruheposition oberhalb der Werkstückauflage (11) - zum Absenken des Fräsaggregats (1) aus der Ruheposition nach unten, bis zum Eintauchen des Fräsers in das Werkstück (20), oder zum Positionieren desselben neben dem Werkstück (20) - zur Linearverschiebung des abgesenkten Fräsaggregats (1) und/oder der Werkstückauflage (11) mit dem Werkstück (20), zur Ausführung einer Fräsung an dem Werkstück (20) während der Verschiebung,wobei die Linearverschiebung handgeführt ausführbar ist, derart, - dass sich entweder ein fest definierter Winkel, insbesondere ein Winkel von 90°, oder - ein wählbarer Winkel zwischen der Frässpur an dem Werkstück (20) und der Anschlagsrichtung ergibt, wozu die Linearverschiebung unter einstellbaren Horizontalwinkeln zur Anschlagsrichtung ausführbar ist.
  2. Fräsvorrichtung nach Anspruch 1, bei dem das Fräsaggregat (1) an einem Linearführungssystem befestigt ist, das eine zwangsgeführte Linearverschiebung des Fräsaggregats parallel zur Werkstückauflage in einstellbaren Höhenlagen über der Auflage zulässt.
  3. Fräsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der das Linearführungssystem mit dem Fräsaggregat (1) in zur Ebene der Werkstückauflage (11) parallelen Horizontalebenen um eine zur Ebene der Werkstückauflage (11) vertikal orientierte Achse schwenkbar ist und die Schwenkpositionen arretierbar sind.
  4. Fräsvorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, bei der die Einstellung des Horizontalwinkels, in vorgegebenen Inkrementen, insbesondere über Raststufen, erfolgt.
  5. Fräsvorrichtung nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, bei der die Werkstückauflage (11) mit einem Lochmuster versehen ist und in ausgewählte Lochbohrungen Anschlagpins einsetzbar sind, wobei mindestens zwei Pins die Anschlagsrichtung vorgeben.
  6. Fräsvorrichtung nach Anspruch 5, bei der die Anschlagspins selbst, oder ein an die Pins angelegtes Anschlagsteil, den Anschlag zur Anlage des Werkstücks bilden.
  7. Fräsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6. bei der die Werkstückauflage (11) mit einem Schlitten zusammenwirkt, der eine horizontale Linearverschiebung des Werkstücks (20) gegen den Fräser ermöglicht.
  8. Fräsvorrichtung nach Anspruch 7, bei der die mittels des Schlittens erfolgende Linearverschiebung des Werkstücks unter einem Winkel von 90° zu der Richtung der Linearverschiebung des Fräsaggregats (1) ermöglicht ist.
  9. Fräsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der die Werkstückauflage (11) höhenverstellbar ist.
  10. Fräsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der die Frästiefe durch mindestens einen verstellbaren Anschlag wiederholbar einstellbar ist.
  11. Fräsvorrichtung nach Anspruch 10, bei der die Frästiefe in Inkrementen einstellbar ist.
  12. Fräsvorrichtung nach Anspruch 11, bei der die Frästiefe zwischen einer Anfangstiefe und einer Endtiefe bei wiederholtem Fräsen in derselben Fräsrichtung manuell oder automatisch jeweils um mindestens einen Inkrementschritt veränderbar ist.
  13. Fräsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei der die Vorschubgeschwindigkeit der handgeführten Linearverschiebung des abgesenkten Fräsaggregats (1) und/oder der Werkstückauflage (11) mit dem Werkstück mittels einer einstellbaren Dämpfung gedämpft durchführbar ist.
  14. Fräsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, vorbereitet für die optimierte rechtshändige oder linkshändige Benutzung, mit der Möglichkeit der Konfigurierung für rechts- oder linkshändig durch den Benutzer.
  15. Fräsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 14, bei der das Linearführungssystem samt dem Fräsaggregat (1) in zur Werkstückauflage (11) vertikal orientierten Ebenen kippbar ist.
  16. Fräsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, bei der ein Anlaufen des Fräsers während der Fräser das Werkstück berührt, bzw. außerhalb einer Nullposition des Fräsers, verhindert wird.
  17. Fräsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16 bei der die horizontale Linearbewegung des Fräsaggregats (1) mindestens in einer vorderen oder/und mindestens einer hinteren einstellbaren Position begrenzt werden kann.
  18. Fräsvorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche bei der mindestens ein verstellbarer vertikaler Anschlag (15) die Frästiefe begrenzt.
  19. Fräsvorrichtung nach dem vorgenannten Anspruch, die eine nullbare Skala für die Frästiefeneinstellung beinhaltet.
DE202020003677.3U 2020-08-30 2020-08-30 Fräsvorrichtung Active DE202020003677U1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE202020003677.3U DE202020003677U1 (de) 2020-08-30 2020-08-30 Fräsvorrichtung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE202020003677.3U DE202020003677U1 (de) 2020-08-30 2020-08-30 Fräsvorrichtung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE202020003677U1 true DE202020003677U1 (de) 2020-11-05

Family

ID=73547068

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE202020003677.3U Active DE202020003677U1 (de) 2020-08-30 2020-08-30 Fräsvorrichtung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE202020003677U1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN114309737A (zh) * 2021-11-24 2022-04-12 敏实汽车技术研发有限公司 一种用于铣削数控机床的自动跟随铣削方法与装置
CN116422951A (zh) * 2023-03-28 2023-07-14 江顺精密科技(湖州)有限公司 一种带有阶梯形铝型材挤压模具的加工装置及其加工方法

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN114309737A (zh) * 2021-11-24 2022-04-12 敏实汽车技术研发有限公司 一种用于铣削数控机床的自动跟随铣削方法与装置
CN116422951A (zh) * 2023-03-28 2023-07-14 江顺精密科技(湖州)有限公司 一种带有阶梯形铝型材挤压模具的加工装置及其加工方法

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69624154T2 (de) Einstellbarer Anschlag für eine Kapp- und Gehrungssäge
DE3737814A1 (de) Tischkreissaege
DE10251578B3 (de) Führungsschiene für Handwerkzeugmaschinen mit zugeordnetem Anschlagstück
EP0032383A1 (de) Trennmaschine für Werkstücke
DE202020003677U1 (de) Fräsvorrichtung
DE8803627U1 (de) Als Tauchsäge ausgebildete Handkreissäge
DE4216338C2 (de) Schutzhaube für Holzfräsmaschinen
DE102020005310A1 (de) Fräsvorrichtung
DE9307192U1 (de) Stationär betriebene Auslegerkreissäge
DE3744716A1 (de) Tischschneider
DE19500265A1 (de) Ausklinksäge
DE3536221C2 (de)
DE2933380A1 (de) Geraet zum bearbeiten von werkstuecken
WO2010054631A1 (de) Ausschnittsäge
DE2519350A1 (de) Vorrichtung fuer holzfraesmaschinen
DE3721820C1 (en) Work table for hand tool machines
DE102024000956B3 (de) Sägevorrichtung mit einem Sägetisch zur Verbindung mit einem mobilen Sägeaggregat mittels einer vertikal linearverschieblichen Aufnahmeplattform
EP0339177A2 (de) Vorrichtung zum Sägen
EP0799677A2 (de) Vorrichtung zur Aufnahme eines motorgetriebenen Werkzeuges, insbesondere eines Handkreissäge
DE20210223U1 (de) Haltevorrichtung für Motorsäge, insbesondere für Kettensäge
DE3344963A1 (de) Fuehrungseinrichtung fuer handhobel- oder fraesgeraete
DE19917535A1 (de) Parallelanschlagsvorrichtung für eine Formatsägemaschine
DE19831284A1 (de) Abbundanlage zur Bearbeitung von Strangmaterial
DE3222259C2 (de) Hilfsvorrichtung zum Zuschneiden von Werkstücken mittels maschinell, insbesondere elektrisch getriebener tragbarer Schneidgeräte wie Handkreis- oder -stichsägen
EP1800812B1 (de) Formatkreissäge mit einem Anschlag

Legal Events

Date Code Title Description
R207 Utility model specification
R150 Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years