DE204096C - - Google Patents

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DE204096C
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Germany
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blood
vessels
vessel
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DENDAT204096D
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Classifications

    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A22—BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22B—SLAUGHTERING
    • A22B5/00—Accessories for use during or after slaughtering
    • A22B5/04—Blood-collecting apparatus; Blood-stirring devices

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Hematology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 204096 -■ KLASSE 66 a. GRUPPE
FELIX PAUCKSCH in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. April 1908 ab.
In allen Schlachthäusern, in denen das Tierblut, welches von den geschlachteten Tieren gewonnen wird, nicht unmittelbar von den Schlächtern selbst für menschliche Nahrung verwendet wird, besteht die Notwendigkeit, das Blut von den Schlachtstellen zu entfernen, da es durchweg, aus gesundheitlichen Rücksichten verboten ist, das Blut in die Kanalisation fließen zu lassen.
ίο Das Verfahren, welches bisher in den Schlachthäusern verfolgt wird, um das Blut wegzuschaffen, besteht darin, daß das Blut beim Schlachten' der Tiere in Schüsseln aufgefangen und in offene Gefäße geschüttet wird, welche zeitweise durch umherfahrende Tankwagen eimerweise entleert werden. Diese Tankwagen fahren dann zur Verarbeitungsstelle, wo das Blut aus den Wagen in Sammelgefäße entleert wird, bis es für Futter- oder Düngerzwecke zur Verarbeitung kommt. Der Weg, welchen das Blut hierbei von der Schlachtstelle bis zur Verarbeitungsstelle und während der Verarbeitung nimmt, ist mit so viel Unsauberkeit und Belästigung der Anwohner verknüpft, daß das dringende Bedürfnis besteht, dies Blut auf eine bequeme, geruchlose, saubere Weise von der Schlachtstelle bis zur Verarbeitungsstelle zu befördern und geruchlos zu verarbeiten, um derzeitigen hygienischen Ansprüchen hierbei zu genügen.
Diesen Zweck beabsichtigt das nachstehend an Hand einer schematischen Zeichnung erläuterte Verfahren:
An jeder Schlachtstelle befindet sich ein vorteilhaft eisernes emailliertes Gefäß A mit luftdicht verschließbarem Deckel, welcher leicht zu öffnen und zu schließen ist. In diesen Gefäßen liegen mehrere durchlöcherte Böden. Jedes Gefäß hat eine Skala oder Flüssigkeitsstandanzeigevorrichtung, an welcher jederzeit der Inhalt abzulesen ist.
Alle Gefäße sind an eine gemeinsame Rohrleitung R angeschlossen. Diese Rohrleitung führt bis zur Verarbeitungsstelle und endet in einen verschlossenen eisernen Tank T.
Das ganze Rohrsystem und der Sammeltank T stehen unter Luftleere, und jedes Gefäß A kann durch öffnen eines Lufthahnes o. dgl. an die Saugleitung angeschlossen werden. Der hierbei notwendige Nachtritt von etwas Luft kann durch geeignete Ausbildung des Lufthahnes oder ein kleines Federventil am Deckel oder am Gefäß erzielt werden. Die Schlächter schütten ihre Blutschüsseln in die eisernen Gefäße. Von dort aus findet die Weiterbeförderung zum Sammelbehälter vorteilhaft in der Weise statt, daß der von Stelle zu Stelle gehende Beamte den Inhalt jedes Gefäßes aufschreibt und dann den am Gefäß befindlichen Lufthahn öffnet, wodurch der Inhalt durch das in der Rohrleitung herrschende Vakuum abgesaugt und nach dem Sammeltank T befördert wird.
Die in den Gefäßen A befindlichen durchlöcherten Böden mit verschiedenen Lochweiten haben den Zweck, die Blutkuchen, welche sich durch Gerinnen in den Gefäßen bilden, zu zerkleinern und ein Verstopfen der Rohrleitung, auch durch Hereinkommen von Fremdkörpern, zu verhindern. Die Gefäße haben
ferner, wie bemerkt, eine Glasskala, an welcher jederzeit der Inhalt des Gefäßes festzustellen ist.
Aus dem geschlossenen Sammelbehälter gelangt das Blut in die Verarbeitungsapparate, z. B. Trockenapparate. Der bei dem Trocknen des Blutes entstehende Wasserdampf wird mittels kalten Wassers wieder zu Wasser verdichtet und fließt selbsttätig weg, während
ίο die zurückbleibenden übelriechenden Gase durch eine besondere Rohrleitung unter die Kesselfeuerung oder einen besonderen Feuerherd geleitet und zur Verbrennung gebracht werden. Das Blut befindet sich also vom Beginn des Schlachtens an bis zur Umwandlung in den trockenen pulverförmigen Zustand stets in geschlossenen Gefäßen und in der Rohrleitung unter völligem Abschluß gegen die äußere Atmosphäre, wodurch ein Verpesten der Luft und ein Weitertragen von Krankheitskeimen ausgeschlossen ist.
Statt mit Luftleere kann auch mit Luftdruck gearbeitet werden. In diesem Falle dürfen naturgemäß die Gefäße an den Schlachtstellen nicht die Enden der Leitung bilden, sondern die Gefäße müssen in eine Leitung zwischen Druckquelle und Sammeltank eingeschaltet sein, derart, daß beim Unterdrucksetzen der Leitung das Blut aus den Gefäßen in den Sammeltank gedrückt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Fortschaffung des Blutes in Schlachthäusern, dadurch gekennzeichnet, daß das Blut an den Schlachtstellen in geschlossene Meßgefäße eingeführt wird, welche an eine Vakuumleitung angeschlossen oder in eine Druckluftleitung eingeschaltet sind, die in einen Sammeltank an der Verarbeitungsstelle für das Blut mündet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT204096D Active DE204096C (de)

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